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Full text of "Altnordische saga-bibliothek"

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Am 



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AlTIfOEDISCHE 

SA&A-BIBLIOTHEK 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



GUSTAP OEDEESOmöLD 
HUGO GEßDJÖ UND EUGEN MOGK 



HEFT 4 




LAXDCELA SAGA 




HALLE A. S. 




MAX NIBMBYBR 




1896 






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LAXDCELA SAGA 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



KB. KALUND 



HALLE A. S. 

MAX iriEMEYEB 

1896 



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/ 



Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

Einleitung: 

§ 1. Inhalt der saga I 

§ 2. Alter der saga. Handschriften III 

§ 3. Entstehung der saga V 

§ 4. Verfasser, composition, stil IX 

§ 5. Die ausgäbe XII 

Laxdoela saga: 

cap. 1. Retill flatnefr und sein geschlecht 1 

„ 2. Ketill und seine söhne verlassen Norwegen 3 

„ 3. Die söhne Eetils, Björn und Helgi, wandern nach Is- 
land ans 4 

„ 4. Ketill flatnefr wandert nach Schottland aus. Seine 

tochter ünnr wird Oberhaupt des geschlechts .... 6 

, 5. Unnr wandert nach Island aus 8 

y, 6. ünnr verteilt land 10 

„ 7. ünnr setzt ihren enkel Öläfr feilan zum erben eine — 

H9skuldr Dala-EoUsson und seine mutter I>orgert$r . . 11 
„ 8. Hrütr Heijölfsson wird geboren; torgerör kehrt nach 

Island zurück 16 

„ 9. Hoskulds heirat und kinder 17 

„ 10. Viga-Hrappr 19 

„ 11. I>örÖr goddi und seine frau Vigdis. — Hoskuldr reist 

nach Norwegen 21 

„ 12. Hoskuldr kauft die kriegsgefangene Melkorka .... 22 
„ 13. Hoskuldr kehrt nach Island zurück. — Melkorka gebiert 

den Öläfr päi 26 

„ 14. Hallr, der bruder des Ingjaldr SauÖeyjargoÖi , wird von 

törölfr getötet 29 

„ 15. Der von Ingjaldr verfolgte I>6r61fT wird von Vigdis ä 

GoddastoÖum beschützt ,. . 33 

« 16. Vigdis scheidet sich von ihrem manne I>6rt$r goddi-, 
dieser adoptiert Öläfr, genannt päi, den söhn des Hos- 
kuldr ' . 36 

9 17. Viga-Hrappr stirbt und geht als gespenst um .... 39 

Sagablbl. ly. a 



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Inhaltsverzeiclmis. 

Seite 

öap. 18. I>orstemn surtr ertrinkt. HrappsstaSir fällt dem t>orkell 

trefiU zu 40 

fl 19. Streit der brtider Hoskuldr und Hrütr 44 

„ 20. Erste reise des Öläfr pai. Besuch in Norwegen ... 50 
„ 21. Öläfr pai begiebt sich nach Irland und wird als tochter- 

sohn des königs Myrkjartan anerkannt 53 

„ 22. Öläfr pai kehrt über Norwegen nach Island zurück . . fil 
, 23. Öläfr pai heiratet f>orger$r, die tochter des Egill Skalla- 

grimsson 65 

„ 24. Der hof HjarÖarholt wird gebaut 68 

, 25. Streit zwischen Hrütr und I>orleikr Hoskuldsson wegen 

der ansiedelung des freigelassenen Hrölfr 72 

, 26. Hpskuldr Dala-KoUsson stirbt 74 

, 27. Das erbmahl zur erinnerung an H9skuldr. Dicihalb- 

brtider f>orleikr und Ölafr versöhnen sich 77 

„ 28. Die kinder des Öläfr 79 

^ 29. Zweite reise des Öläfr nach Norwegen 81 

„ 30. turiör Öläfsdöttir wird von ihrem manne, Geirmundr 

gnyr, verlassen 84 

, 31. Die nachkommen der töchter Öläfs. Der träum Olafs. 87 

„ 32. Von Ösvifr Helgason S9 

„ 33. Gestr Oddleifsson deutet die träume der GuÖnm Ösvifrs- 

döttu: 91 

, 34. Erste ehe GuÖrüns, mit torvaldr Halldörsson .... 97 
„ 35. Zweite ehe GutSruns, mit t>6rÖr Ingunnarson ; dessen tod 

durch die Zauberei des Koteil veranlasst 99 

, 36. Kotkell und seine familie werden von torleikr Hoskulds- 
son beschützt 105 

„ 37. Hrütr beleidigt seinen brudersohn torleikr durch die 
tötung des Eldgrimr. f>orleikr rächt sich mit hilfe des 

Kotkell, der zur strafe getötet wird 107 

„ 38. Stigandi, der überlebende söhn Kotkeils, wird getötet. 

t>orleikr Hoskuldsson verlässt Island 114 

„ 39. Kjartans freundschaft mit Bolli und liebe zu GutJrün . 117 
„ 40. Das geschlecht des Asgeirr oeöikollr. Reise Kjartans 
und Bollis nach Norwegen, wo sie getauft werden und 
in den dienst des königs Öläfr Tryggvason treten . . 118 
„ 41. Kjartan wird in Norwegen zurückgehalten. Die miss- 
lungene isländische mission tangbrands. Bolli begleitet 
die missionäre Gizorr und Hjalti nach Island .... 128 
, 42. Die bekehrung Islands. Bolli versucht Gu?5rün zu ge- 
winnen .... 132 

„ 43. Dritte ehe GuÖrüns, mit Bolli torleiksson. Kjartan wird 

von könig Öläfr entlassen 133 

, 44. Kjartan trifft bei seiner rückkehr nach Island Hrefna, 

die Schwester seines gefährten Kälfr 137 



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Inhaltsverzeichnis. 

Seito 

Zwischen Kjartan und Bolli entsteht unfreundschaft. 

Kjartan heiratet Hrefna 139 

Bei dem gastmahle zu HjarÖarholt wird das schwert 
Kjartans gestohlen, bei dem gelage zu Laugar ver- 
sehwindet der kopfputz Hrefnas 143 

Kjartan hält die leute des hofes Laugar eingeschlossen 
und verhindert Bolli an dem kaufe des hofes Tunga . 14S 
Die leute von Laugar legen dem Kjartan einen hinter- 

halt 152 

Kjartan wird getötet 155 

Der process wegen der tötung des Kjartan wird ein- 
geleitet 159 

Öläfr päi legt den gegnem Kjartans ihre strafe auf . 161 
torleikr Bollason wird geboren. An torkell ä Hafra- 

tindum wird räche genommen 103 

I>orgerÖr fordert ihre söhne auf, räche an Bolli zu nehmen 165 

Der tiberfall gegen Bolli wird verabredet 166 

Bolli wird getötet 168 

Bolli Bollason wird geboren. GuÖrün verlegt ihren 

Wohnsitz nach Helgafell 172 

torleikr Bollason wird von t^orgils H^Uuson unterrichtet 
torkell Eyjölfssons anschlag gegen den friedlosen Grimr 173 
torkell Eyjölfsson wird von Grimr besiegt und ver- 
gleicht sich mit ihm. Die ehe zwischen torkell und 

GuÖrün wird durch Snorri goöi eingeleitet 176 

GuÖrün fordert von Snorri goÖi räche für die tötung 

des Bolli 179 

GuÖrün reizt ihre söhne zur räche, torgils H9lluson 
übernimmt gegen das versprechen, die band der GuÖrün 

zu erhalten, die leitung des Unternehmens 182 

„ 61. torgils Holluson sammelt teilnehmer an dem zuge gegen 

Helgi HarÖbeinsson 185 

„ 62. Aufbruch des torgils H9lluson 187 

„ 63. Die feinde des Helgi HarÖbeinsson werden ihm von 

seinem Schafhirten beschrieben 189 

„ 64. Helgi HarÖbeinsson wkd getötet 194 

, 65. torgils Holluson wird von GuÖrün um das eheversprechen 

betrogen 197 

„ 66. Ösvifr und Gestr sterben 199 

„ 67. torgils Holluson wird getötet 200 

„ 68. Vierte ehe GuÖrüns, mit torkell Eyjölfsson 203 

„ 69. torkell und GuÖrün entzweien sich vorübergehend 

wegen des Gunnarr tiörandabani 205 

„ 70. torleikr Bollason besucht Norwegen. Heirat des Bolli 

Bollason .208 

„ 71. Vergleich der söhne BoUis und Olafs 211 

a* 



cap 


.45. 


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46. 


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47. 


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48. 


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49. 


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51. 


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52. 


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53. 


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54. 


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55. 


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57. 


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5S. 


n 


59. 


1) 


60. 



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Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

cap. 72. Bolii BoUason beschliesst mit seinem bruder ins aus- 
länd zu reisen 214 

„ 73. BoUi und torleikr besuchen den norwegischen könig. 

Bolli fährt weiter nach Dänemark und MikligarÖr . . 215 
„ 74. I>orkell Eyjölfsson besucht mit seinem söhne Gellir den 

norwegischen könig 218 

„ 75. I>orkell Eyjölfsson und I>orsteinn Euggason versuchen 

dem Halldörr Öläfsson Hjarbarholt abzuzwingen . . . 221 

„ 76. torkell Eyjölfsson ertrinkt 224 

, 77. Heimkehr des Bolli BoUason 227 

„ 78. Snorri goöi stirbt. GuÖrün wurd einsiedlerin und stirbt 

hochbejahrt. Der tod des Gellir I>orkelsson .... 228 
[Bolla t>4ttr.] 

, 79. t>örölfr sterti- (oder stoeri-) maör tötet den knaben Öläfr 234 
, 80. Bolli BoUason führt die rechtssache gegen den mörder 

des Ölafr 237 

„ 81. BoUi BoUason voUzieht die ächtung des t>örölfr ... 238 

, 82. törölfr wird von BoUi getötet 239 

„ 83. BoUi besucht seine freunde im norden des landes . . 240 
„ 84. BoUi entgeht glückUch einem hinterhalt. Während der 

reise wird er von Helgi ä SkeiSi beleidigt 242 

„ 85. Wegen seiner unversöhnlichkeit gegen Helgi a SkeitJi 

wird BoUi mit torsteinn i Hälsi verfeindet 246 

, 86. Nachdem BoUi GutJmnndr den mächtigen besucht hat, 
kehrt er trotz wiederholten Warnungen auf demselben 

wege zurück 248 

„ 87. Bolli wird von t)or8teinn ä Hälsi augegriffen ; die fort- 
setzung des kampfes wird durch das einschreiten des 

häuptUngs Ljötr verhindert 250 

, 88. Ljötr als Schiedsrichter schlichtet den streit zwischen 

BoUi und I>orsteinn 252 

Register: 

1. Personennamen, samt namen der tiere und gegenstände . . 254 

2. Orts- und völkemamen und von solchen abgeleitete adjectiva 267 



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Einleitung. 



§ 1. Inhalt der saga. 

Die Laxdoelasaga gehört zu den sogenannten Islendinga 
sogar — ungefähr dreissig erzählungen, die mit isländischen 
begebenheiten um die wende des ersten Jahrtausends n. Chr. 
sich beschäftigen — und ist unter diesen eine der umfang- 
reichsten. Wie sie vorliegt, umspannt sie einen Zeitraum von 
ungefähr 150 jähren (9. — 11. jahrh.) und hat den Charakter 
einer familiengeschichte, indem sie durch 7 — 8 generationen 
hauptsächlich von einem geschlechte handelt, das nach seiner 
heimat, dem Laxärdalr im westlichen Island, der zugleich der 
hauptschauplatz der begebenheiten ist, den namen Laxdoelir 
führte. 

Als eine einleitung in die eigentliche saga kann man 
die ersten 27 capitel betrachten. Es wird uns hier erzählt 
wie das geschlecht des bäuptlings Ketill flatnefr aus Norwegen 
auswandert und, nachdem einzelne mitglieder sich vorüber- 
gehend auf den nordschottischen inseln aufgehalten haben, in 
Island sich niederlässt. Von Unnr, einer tochter des Ketill, 
stammt Hoskuldr Dala-KoUsson, dessen vater ursprünglich den 
ganzen Laxdrdalr — das von dem flusse Laxä durchströmte 
tal — besass. Der bericht über das leben des Hoskuldr ist 
schon verhältnismässig ausführlich, auch behandelt die saga 
in einzelnen episoden bereits vorfalle, die seine verwandten 
und nachbarn angehen und in den lauf der begebenheiten ein- 
greifen, so z. b. HQskulds Streitigkeiten mit seinem in Nor- 
wegen geborenen halbbruder Hrütr Herjölfsson, und sein Ver- 
hältnis zu dem wolhabenden, aber kleinmütigen PörSr goddi 
und zu Viga-Hrappr, der noch nach seinem tode durch spukerei 



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II Einleitung. 

lästig wird. Die guter dieser beiden männer fallen auf ver- 
schiedene weise dem 01ä,fr päi zu, dem berühmtesten söhne 
des H^skuldr, bei dem die saga mit Vorliebe verweilt. Oläfr, 
dem H9skuldr von einer auf einem norwegischen markte ge- 
kauften Sklavin, Melkorka, geboren, erweist sich als tochter- 
sohn des irischen königs Myrkjartan und wird nach einem 
besuche am norwegischen hofe und bei seinem königlichen 
grossvater in der heimat als solcher allgemein anerkannt. 

Ein söhn des Oläfr ist Kjartan, der eigentliche held der 
Laxdoela saga, dessen lebensgeschichte den hauptinhalt der- 
selben bildet (cap. 28— 49). Er liebt die stolze und leiden- 
schaftliche GuÖrün Osvifrsdöttir, die in jugendlichem alter 
schon zweimal verheiratet gewesen ist, und findet bei ihr 
gegenliebe; doch tritt er eine reise nach Norwegen an, ohne 
dass eine förmliche Verlobung zustande gekommen ist. Sein 
vetter und pflegebruder BoUi Dorleiksson (wie Kjartan ein 
enkel des Hgskuldr) begleitet ihn, kehrt aber früher als Kjartan 
heim und vermählt sich mit 6ut3rün. Als Kjartan später Hrefua 
Asgeirsdüttir heimftthi-t und GuÖrün mit erkünstelter gering- 
schätzung behandelt, reizt diese wie die Brynhild der helden- 
sage aus eifersucht und gekränktem stolz ihren mann und 
ihre brüder an, den noch immer geliebten zu töten. 

Den schluss der saga bildet die erzählung der ereignisse, 
welche diese bluttat zu folgen hat. Kjartans ermordung muss 
BoUi mit dem leben büssen; er selber aber wird erst nach 
langen jähren durch seinen gleichnamigen, erst nach dem tode 
des Vaters geborenen söhn Bolli BoUason gerächt. GuÖrün 
hat während dieser zeit in dem mächtigen Snorri goöi einen 
treuen freund und beschützer; er ist es auch, der ihre vierte 
ehe mit dem historisch wol bekannten häuptling Dorkell 
Eyjolfsson zustande bringt, worauf er seine eigene tochter 
Pördis mit Bolli verheiratet und endlich einen vergleich zwischen 
den brüdern Kjartans (den Oläfssynir) und den söhnen des 
älteren Bolli (Bolli und Porleikr) vermittelt. Bolli Bollason 
unternimmt darauf eine reise ins ausländ, die ihn bis nach 
Konstantinopel führt, wo er im dienste des griechischen kaisers 
zu hohen ehren gelangt. Während seiner abwesenheit ist sein 
Stiefvater Porkell bei einem Schiffbruche ertrunken, und bald 
nach BoUis heimkehr stirbt ^uch Snorri goÖi, GuÖrün be^ 



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§ 2. Alter der saga. Handschriften. ni 

schliesst bochbetagt als einsiedlerin ibr leben. Mit dem be- 
riebte über den tod des Gellir, des sohnes des Porkell und 
der GuSrün, schliesst die arsprtinglicbe saga, der jedoch schon 
verhältnismässig früb eine willkürlieb erdichtete fortsetzang 
angehängt worden ist, welche man nacb ihrem inbalte den 
Bolla f>ättr zu nennen pflegt. Er berichtet von einigen aben- 
teuern, die BoUi BoUason infolge einer rechtssacbe, die er sich 
gezwungen sab zu übernehmen, im nördlicben Island bestanden 
haben soll. 



§ 2. Alter der saga. Handschriften. 

Die Laxdoela saga in ihrer jetzigen gestalt lässt sich durch 
die erhaltenen handschriften bis gegen 1300 zurückverfolgen, 
und da diese handschriften schon damals zwei von einander 
unabhängige klassen {y und z) bildeten, so muss die gemein- 
same grundlage spätestens gegen ende des 13. Jahrhunderts 
entstanden sein. Andere gründe machen es jedoch wabr- 
scheinlich, dass die saga, wie wir sie besitzen, bereits um 
1230 aufgezeichnet worden ist. Hierfür sprechen namentlich 
die genealogien im c. 31, welche (§ 5) mit Dorvaldr Snorrason 
1 VatnsfirÖi (f 1228) enden, und c. 78, 6, wo Ketill Hermundar- 
son (t 1220) als ehemaliger abt des klosters zu Helgafell be- 
zeichnet und ein von seiner Schwester Dörvor abstammendes 
gesehlecbt (das Skogverjakyn) erwähnt wird; eine anspielung 
auf die im jähre 1184 erfolgte Stiftung jenes klosters findet 
sich c. 66, 3. Ebendaselbst (c. 78, 7) scheint auch ein mit 
Ketill ungefähr gleichzeitiger priester, Sighvatr Brandsson, als 
bereits der Vergangenheit angehörig genannt zu werden {er 
par bjö lengi). Anderwärts werden verschiedene personen, die 
gegen ende des 12. Jahrhunderts lebten, angeführt, z. b. der 
erzbischof Eysteinn (c. 50, 4) und Ari sterki (c. 78, 9), welche 
beide im jähre 1188 starben. Der terminus ad quem lässt 
sich jedoch nicht genau feststellen. Zwar werden die gottes- 
urteile {skirslur)^ die in Norwegen 1247 verboten wurden, 
c. 18, 20 noch als gesetzliches beweismittel erwähnt, aber es 
lässt sich nicht entscheiden, wie schnell diese geistliche reform 
ausserhalb des rautterlandes allgemein durchgeführt ward. 
Immerhin aber machen es sowol innere umstände als die 



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IV Einleitung. 

handschriftliche ttberlieferuDg wahrscheinlich, dass die saga in 
der ersten hälfte des 13. Jahrhunderts verfasst ist; um 1250 
wird sie auch bereits in anderen quellen citiert. 

Als haupthandschrift ist der zur klasse y gehörige cod. 
Arnam. 132 fol. (die sogenannte M^Öruvallabök, M) zu be- 
trachten, eine membrane aus der ersten hälfte des 14. Jahr- 
hunderts, da er die älteste einen vollständigen text enthaltende 
handschrifl; ist. Dieselbe klasse ist femer durch eine für 
Arni Magnüsson ausgeführte und von ihm revidierte abschrift 
der verlorenen membrane Vatnshyrna (V), die um 1400 ge- 
schrieben war, vertreten ; endlich sind auch noch einige perga- 
mentblätter der vorläge von V, die um 1300 zu setzen sind, 
erhalten. Zu den eigentttmlichkeiten der klasse y gehört u. a., 
dass die ihr angehörigen handschriften sämtlich schon den 
Bolla )7ä,ttr enthielten. 

Die zweite handschriftenklasse iß) wird durch das älteste 
membranblatt der Laxdoela saga (vom ende des 13.jhs.) re- 
präsentiert, ferner durch ein vorzügliches fragment aus der 
zeit um 1300, zwei pergamentfetzen vom Schlüsse des 14. jhs. 
und eine junge membrane (C) vom jähre 1498, die jedoch 
nur den schluss der eigentlichen saga (c. 55, 2 — 78, 23) ent- 
hält Hierzu kommen dann noch verschiedene, mehr oder 
weniger ungenaue papierhandschriften des 17. jhs., in denen 
die saga vollständig überliefert ist. Die handschriften der z- 
klasse, die einander sehr nahe stehen, haben nie den Bolla 
l^ättr enthalten und geben schon hierdurch die gewähr grösserer 
altertümlichkeit. Im übrigen unterscheiden sie sich von y — 
von einer einzelnen hauptabweichung abgesehen — durch 
eine reihe eigentümlicher ausdrücke und Wendungen. Zweifel- 
los hat die ^-klasse auch was stil und spräche betrifft, vor y 
den Vorzug verdient, sodass, wenn alte und gute handschriften 
von ihr vollständig erhalten wären, diese der ausgäbe hätten 
zu gründe gelegt werden müssen; in den jüngeren hand- 
schriften hat jedoch die spräche an klassicität verloren und 
die form nicht ihre vollständige ursprünglichkeit bewahrt Da 
aber beide klassen, wie die vergleichung ergiebt, einander 
gegenseitig nicht im mindesten beeinflnsst haben, so leistet die 
^-gruppe, in Verbindung mit V, eine vorzügliche hilfe, um den 
text der bandeehrift M zu berichtigen, wie dies von mir in 



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§ 3. Ensteliung der saga. V 

meiner kritischen ausgäbe (Kopenh. 1889 — 91) ausführlich 
nachgewiesen ist. Dieser kritisch berichtigte text ist auch in 
der vorliegenden ausgäbe zum abdruck gelangt. 



§ 3. Entstehung der saga. 

Unsere saga ist insofern als eine historische zu betrachten, 
als die in ihr auftretenden personen meist tatsächlich existiert 
haben und die begebenheiten, von denen sie berichtet, zum 
grössten teile auf einer durch die tradition bewirkten un- 
bewussten Umformung des geschichtlichen stoflFes beruhen. 
Seine letzte, uns vorliegende gestalt empfing dieser Stoff jedoch 
sicherlich durch einen mann, der nicht — wie Ari — lediglich 
von historischen interessen geleitet ward, sondern das ihm 
ttberlieferte material künstlerisch gruppierte, erweiterte und 
umbildete. Diese frei gestaltende tätigkeit ist namentlich in 
den späteren partien der saga bemerkbar, wo das Interesse 
des autors auf Kjartan, BoUi Dorleiksson und GuÖnin sich 
concentriert, die erzählung ein zusammenhängendes ganze bildet 
und dem Schicksal ein bestimmender einfluss auf den gang 
der handlung eingeräumt wird, indem die katastrophe mehr 
und mehr bestimmt durch Weissagungen und träume sich an- 
kündigt. In dem letzten drittel der saga hat sogar das will- 
kürliche schalten des Verfassers die Chronologie vollständig 
zerstört, der aus Vorliebe für den jüngeren Bolli, welcher jetzt 
der held der saga wird, sich die gewaltsamsten eingriffe in 
den bericht erlaubt hat. Die Unordnung beginnt mit der 
Schilderung der begebenheiten, die die ermordung des älteren 
Bolli (Porleiksson) zur folge hat. Dieser mord geschah nach 
den isländischen Annalen im jähre 1007; nach derselben quelle 
starb Gellir, der söhn der GuÖrün und des Porkeil Eyjölfsson, 
1073 in einem alter von 65 jähren; er muss demnach um 1008 
geboren sein, und hierzu stimmt der bericht der Heimskringla 
(Saga Olafs helga c. 138), dass er im winter 1025 — 26 als 
geissei bei könig Oläfr helgi sich in Norwegen aufgehalten 
habe und im folgenden sommer als Überbringer einer könig- 
lichen botschaft an das isländische allthing abgeschickt worden 
sei, während sein vater (als dessen begleiter er nach der 
Laxdoela die reise ins ausländ unternommen haben soll) weder 



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VI Einleitung. 

in diesem noch in dem nächstvorhergehenden jähre in Nor- 
wegen gewesen ist. Sichere daten sind ferner die geburt des 
Porkeil Eyjülfsson (979) und dessen tod (1026), der tod des 
Porsteinn Kuggason (1027) — eines verwandten des Porkell 
Eyjülfsson, dem auch dessen letzte reise galt (vgl. § 1) — 
und des Snorri goöi (1031). Ohne dies zu berücksichtigen 
und jeder vernünftigen Zeitrechnung zum trotz, verfolgt der 
Verfasser nur das eine ziel, platz für die begebenheiten zu 
schaffen, die den BoUi BoUason verherrlichen sollen, der 
augenscheinlich in der echten Überlieferung keine hervor- 
ragende rolle gespielt hat, aber in dem berichte der saga, 
der hier auch durchgehend ein jüngeres gepräge hat als die 
vorhergehenden abschnitte, geflissentlich in den Vordergrund 
gerückt wird. Höchst wahrscheinlich ist er, der erst nach 
dem tode seines vaters geboren ward, wider die historische 
Wahrheit von dem Verfasser der saga zu dessen rächer ge- 
macht worden: deswegen musste die räche hinausgeschoben 
werden, bis Bolli 12 jähre alt ist und damit nach isländischem 
rechte als mündig angesehen werden kann — was eine Ver- 
spätung von mindestens 8 jähren ergiebt. Hierdurch entstehen 
eine reihe unlösbarer chronologischer Widersprüche, die wiederum 
andere willkürlichkeiten nach sich ziehen. So ist z. b. die 
Vermählung der GuÖrün mit Porkeil Eyjülfsson, die nach der 
saga die vollzogene räche zur Voraussetzung hat, sicherlich 
viel zu spät angesetzt, und folglich wird ihr söhn Gellir bei 
seinem auftreten in der geschichte (die reise nach Norwegen) 
zu jung. 

Am Schlüsse der saga (cap. 78) findet sich ein ausführ- 
liches geschlechtsregister der nachkommen des Bolli BoUason, 
und es liegt nahe anzunehmen, dass ein besonderes Verhältnis 
zu mitgliedern dieser familie die bearbeitung des bis dahin 
vielleicht nur mündlich tiberlieferten Stoffes veranlasst hat. 
Dadurch würde sich auch die bevorzugung des Bolli erklären. 
Alles was von diesem berichtet wird scheint mehr oder 
weniger verdächtig. Dass er an der vaterrache höchst wahr- 
scheinlich ganz unschuldig war, ist bereits erwähnt. Ebenso 
ist es sicherlich unwahr, dass er bei der Verheiratung der 
mutter bereits einen so bedeutenden einfluss ausübte, wie die 
saga behauptet, die hier wie überall seinen durchaus nicht 



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§ 3. Entstehung der saga. Vll 

nobedentenden älteren brader durch ihn in den schatten stellen 
lässt. Im alter von 18 jähren bereits verheiratet, tritt er, als 
es um die eintreibung der vaterbusse sieh handelt, wiederum 
als der einsichtigere auf, weiss sich auf der reise ins ausländ, 
die er mit dem bruder unternimmt, wieder in den Vordergrund 
zn drängen, — indem der Verfasser so eifrig bemüht ist ihn 
den bruder übertreffen zn lassen, dass er ihn unbewusst als 
prachtliebend und grossprahlerisch schildert, — wird von dem 
norwegischen könige durch übertriebenes lob ausgezeichnet 
und schliesslich noch von dem autor nach Konstantinopel ge- 
führt, um durch die langjährigen dienste bei dem griechischen 
kaiser neuen rühm zu ernten — eine mitteilung, die höchst 
wahrscheinlich ebenfalls auf ei*findung beruht. 

Diese offenbar willkürliche Umgestaltung eines teiles der 
saga, vorgenommen um eine ursprünglich kaum sehr hervor- 
ragende figur in ein glänzendes licht zu rücken, hat dann 
wahrscheinlich in etwas späterer zeit auch die hinzudichtung 
des sogenannten Bolla )?ättr (c. 79 — 88) veranlasst. Da 
diese erzählung sowol in M als in V sich findet, mithin schon 
der gemeinsamen um 1300 entstandenen vorläge beider hand- 
schriften angehört haben muss, so ist sie höchstens 60 jähre 
jünger als die eigentliche Laxdoela. Nichtsdestoweniger be- 
steht zwischen dieser und dem anhange ein himmelweiter 
unterschied. Der Verfasser der ursprünglichen saga ist ein 
geübter erzähler gewesen, der mit dem sagastil völlig vertraut 
war, so dass auch das von ihm hinzugedichtete nicht erheb- 
lich gegen das übrige absticht. Dem autor der Bolla )?ättr 
fehlen dagegen die einfachsten geschichtlichen Voraussetzungen. 
Die neben dem beiden auftretenden personen gehören nämlich 
— soweit sie aus anderen quellen bekannt sind — sämtlich 
einer älteren periode an und müssen zu der zeit, in welcher 
Bolli BoUason seine reise in das nordviertel unternommen 
haben soll, ohne ausnähme bereits tot gewesen sein. Ferner 
ist den trägem der handlung ein durchaus unklassisches, 
bäuerisches gepräge verliehen, die Verwickelungen werden 
durch unbedeutende und uninteressante begebenheiten herbei- 
geführt, die Schilderung der Charaktere ist ohne tiefe, der 
humor karrikiert oder abgeschmackt und die ganze erfindung 
überaus dürftig. 



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VIII Einleitung. 

Abgesehen von den willkürliehkeiten, welche die tenden- 
ziöse Verherrlichung des BoUi BoUason veranlasst hat, stimmen 
die faktischen angaben der Laxdoela saga im übrigen leidlieh 
mit dem überein, was wir aus anderen berichten wissen; doch 
schenkt der Verfasser den chronologischen Verhältnissen und 
der politischen geschichte nur geringe aufmerksamkeit und 
erlaubt sich hier und da ungenauigkeiten. Namentlich wird 
seine Unsicherheit bemerkbar, wenn es sich um ausländische 
Verhältnisse handelt. Sowol Hoskuldr als sein halbbruder 
Hrütr, wie auch H9skulds söhn Olafr päi und dessen söhn 
Kjartan werden in das gefolge (hirb) des norwegischen königs 
aufgenommen — ein motiv, das schon wegen seiner häufigen 
Wiederholung bedenklich erscheint. Hoskuldr soll nach der 
saga im dienste des königs Häkon A6alsteinsf6stri gewesen 
sein, aber sein aufenthalt in Norwegen scheint zu einer zeit 
stattgefunden zu haben, wo Häkon noch gar nicht regiert hat. 
Was Hrütr anbetriflft, lässt sich die saga eine Verwechslung 
zu schulden kommen, indem sie in die zeit, wo Hrütr als 
junger mensch in Norwegen sich aufhielt, begebenheiten ver- 
legt, die aus der Njäla bekannt, aber während eines späteren 
besuches des Hrütr am norwegischen hofe, von dem die Lax- 
doela nichts weiss, sich ereigneten. — Alles was mit der ge- 
burt des 014fr päi und seiner reise zu seinem grossvater, dem 
irischen könige Myrkjartan zusammenhängt, hat ein sehr 
romantisches gepräge; auch lässt sich für die besuche, die er 
auf dieser reise dem könige Haraldr grafeldr abstattet, in der 
regierungszeit dieses flirsten kaum ein geeigneter Zeitpunkt 
finden. Dagegen liegt kein geeigneter grund vor, den besuch 
Kjartans bei dem könige Ölafr Tryggvason und seine bei 
dieser gelegenheit erfolgte taufe zu bezweifeln, doch scheint 
sein aufenthalt in Norwegen weit kürzer gewesen zu sein, als 
die Laxdoela angiebt, und der plan Olafs, ihn mit seiner 
Schwester Ingibjgrg zu verheiraten, beruht sicher auf erfindung. 
Ferner muss hervorgehoben werden, dass die saga nicht selten 
in den genealogischen angaben von der Landnamab6k ab- 
weicht, auch wo es sich um die nächsten angehörigen der 
hauptpersonen handelt. Zu diesen Irrtümern, die wol weniger 
der fehlerhaften tradition als der nachlässigkeit des autors 
zuzuschreiben sind, kommen andere ungenauigkeiten ver- 



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§ 4. Verfasser, composition, stil. IX 

schiedener art, die wahrscheinlich die unzulängliche durch- 
arbeitung des Stoffes veranlasst hat. 



§ 4. Verfasser^ composition^ stil. 

Wie bei den Islendinga sogur überhaupt, so wird es auch 
bei der Laxdcela saga nutzlos sein, nach dem namen des Ver- 
fassers zu forschen. Dagegen lassen sich aus der darstellung 
ttber seine persönlichkeit doch einige aufschlüsse gewinnen. 
Der autor, der in der ersten hälfte des 13. Jahrhunderts lebte, 
, ist auf dem hauptschauplatze der erzählung, den landschaften 
am HvammsfjorÖr im westlichen Island, höchst wahrscheinlich 
selbst zu hause gewesen, wie aus verschiedenen angaben ttber 
die läge von örtlichkeiten und den eingehenderen local- 
beschreibungen sich ergiebt, und er ftthlt sich eng an diese 
gegend geknüpft, ftlr deren kirchlichen mittelpunkt, das kloster 
zu Helgafell, er grosse ehrfurcht an den tag legt (vgl. die 
Prophezeiung c. 56, 3). Sowol dieser umstand als auch die 
pietät, mit der er mehrfach über kirchliche einrichtungen sich 
äussert, scheinen darauf hinzudeuten, dass er ein geistlicher 
gewesen ist. Dazu stimmt auch, dass der Verfasser von einem 
verhältnismässig friedfertigen temperament gewesen zu sein 
scheint. Die kampfschilderungen werden nicht mit besonderer 
Vorliebe ausgemalt, und von den. hauptpersonen zeichnen sich 
viele, besonders die familienväter, durch ein besonnenes, bei- 
nahe sanftmütiges, auftreten aus (so HQskuldr, Oläfr päi, 
Gestr; auch die weise mässigung des Osvffr wird, sogar 
ziemlich unbefugt, hervorgehoben). In seiner Charakter- 
schilderung, die — wie in den besseren islendinga s^gur 
überhaupt — ganz vorzüglich ist, verweilt er mit verliebe bei 
den weiblichen gestalten, oder diese gelingen ihm jedesfalls 
am besten, während es ihm schwerer fällt, die jugendlichen 
helden, z. b. den Kjartan und BoUi Porleiksson, ins rechte 
licht zu stellen; die vorzüglichkeit der helden wird — was 
übrigens kaum eine specielle eigentümlichkeit dieser saga ist 
— bei weitem mehr behauptet, als durch handlungen be- 
wiesen, und die mittel, durch welche ihre Überlegenheit dar- 
getan werden soll, können bisweilen die Vorstellung von 
prahlerischer Selbstzufriedenheit erwecken. — Die saga enthält 



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X Einleitung. 

eine gansfie reihe sehr verschiedenartiger weiblicher Charaktere, 
die sämtlich klar aufgefasst, eonsequent durchgeführt und an- 
schaulich geschildert sind. Ueber alle erhebt sich die weib- 
liche hauptperson der saga, 6ii8rÄn. Diese mächtige persön- 
lichkeit, ein schönes, kluges und imponierendes weib von 
starker, aber durch den verstand gezügelter leidenschaftlich- 
keit und rücksichtslosem egoismus, die in ihren alten tagen 
ihrem enkel anvertraut, dass sie den mann, dessen tod sie 
verschuldete, mehr als alle anderen geliebt habe, erscheint 
uns wie eine gestalt des heroischen Zeitalters, und nicht ohne 
grund hat man darauf hingewiesen, dass sie eine starke 
familienähnlichkeit mit den heldinnen der eddischen Vglsungen- 
lieder besitzt, vor allem mit Brynhild, die wie sie den tod des 
geliebten herbeiführt, da sie es nicht ertragen kann, dass er 
einer anderen angehört, aber in anderer beziehung auch mit 
ihrer namensschwester, der tochter des Gjiiki. Zu der scene 
(c. 33), in welcher ihr der reihe nach ihre träume ausgelegt 
werden, ohne dass dieser umstand ihr späteres verhalten be- 
einflusst, bietet die altnordische dichtung (6ripissp(), Volsunga 
saga) mehrfache parallelen, Uebrigens verdient es hervor- 
gehoben zu werden, dass die erste und zweite ehe der GuÖrün 
mit den ersten beiden ehebUndnissen der HallgerÖr H98kulds- 
dottir in der Njäla eine unläugbare ähnlichkeit haben. 

Mit überraschender Wahrheit sind' aber auch die weib- 
lichen nebenfiguren gezeichnet, von denen einzelne merkwürdig 
moderne züge tragen, so z. b. Hrefna, die frau des Kjartan, 
deren naive, schalkhaft-gefühlvolle, leicht bewegliche natur als 
typus eines jungen mädchens aus einer weit späteren zeit 
gelten könnte. Das nämliche lässt sich auch von der spröden 
coquetterie sagen, die PorgerÖr Egilsd6ttir während der 
Werbung des Öläfr päi an den tag legt. Nachdem sie ver- 
heiratet ist, weiss dann der Verfasser mit grosser consequenz 
eine neue seite ihres Charakters zur darstellung zu bringen, 
eine gewisse halsstarrigkeit, die mit mangel an voraussieht 
gepaart ist. Die älteste tochter der PorgerÖr, PurfÖr, scheint 
den eigensinn ihrer mutter geerbt zu haben, und eigentümlich 
ist es, dass ihre heftigkeit auch in der HeiSarviga saga, die 
von der Laxdoela schwerlieh beeinflusst ist, ausdrücklich 
hervorgehoben wird. Mit grosser kunst gelingt es auch dem 



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§ 4. Verfasser, composition, stil. |5fl 

autor, eines der weiblichen originale der saga, die emanei- 
pierte AuÖr, die ihren mann DörÖr unerwidert liebt, ^n8 leib- 
haftig vor die angen za stellen, indem er sie, als sie die nach- 
rieht von ihrer verstossung erhält, einen spottvers improvisieren 
lässt, in dem sie vergeblich ihre geftthle zu verbergen sucht. 
Diese ihr widerfahrene schände sucht sie später zu rächen, 
indem sie bewaffnet ihren jetzt mit GuÖrün (in deren zweiter 
ehe) verheirateten mann überfällt, zu dessen ehre jedoch ge- 
sagt werden muss, dass er, obschon gefährlich verwundet, die 
Verfolgung der AuÖr verbietet, weil er sein unrecht erkennt. 
Noch andere eigentümliche frauengestalten wären zu nennen, 
z. b. die landnämskona Unnr djüptiöga, die wie eine patriarchin 
kindeskinder und untergebene leitet und ihre herschaft erst 
im augenblicke des todes aufgiebt. 

Was den Bolla )?ättr betrifft, der sicherlich im nördlichen 
Island verfasst ist, was auch die orientierenden angaben über 
die läge der örtlichkeiten bestätigen, so zeigt er eine be- 
sondere lokalkenntnis im SvarfaSardalr, obgleich es an und 
für sieh ungereimt ist, dass BoUi Bollason zweimal durch 
dieses entlegene tal seinen weg nimmt. Charakteristisch für 
diesen späteren anhang ist eine den älteren sagas durchaus 
fremde neigung, die bewohner eines landviertels vor den übrigen 
landsleuten auszuzeichnen, wie dies im Bolla )7ättr, der die 
mannhaftigkeit der NorÖlendingar überall hervorhebt, geschieht. 

Sowol die Schilderung der Charaktere als auch der Inhalt 
und die erzählungsweise, sowie der umstand, dass das gefühl 
stärker als sonst in der sagalitteratur zum ausdruck kommt, 
macht die Laxdoela saga zu einer moderne leser ganz be- 
sonders ansprechenden lektüre. Als geschichtliche quelle ist sie 
dagegen nur mit grösster vorsieht zu benutzen, da ihren angaben 
im einzelnen nicht unbedingt zu trauen ist; es sind daher 
überall die berichte der unabhängigen quellen zur kontroUe 
heranzuziehen. Ein besonderes interesse erhält die Laxdoela 
durch ihre zahlreichen mitteilungen über sitten und gebrauche, 
bewaffnung, kleidertracht, hausgerät usw., also alles das, was 
in das capitel der altertümer gehört. Doch ist es natürlich, 
hier wie auch anderwärts schwierig zu unterscheiden, wie weit 
es der Verfasser verstanden hat, von den zuständen und Ver- 
hältnissen seiner eigenen zeit zu abstrahieren. 



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XII Einleitung. 

§ 5. Die ausgäbe. 

Der text der vorliegenden ausgäbe stimmt fast ganz mit 
demjenigen ttberein, den ich in meiner kritischen und mit 
vollständigem Variantenapparat ausgestatteten ausgäbe (Kopenh. 
1889 — 91) gegeben habe; nur vereinzelte, zum teil schon in 
der Kopenhagener ausgäbe angedeutete berichtigungen sind 
auf grund jenes apparates hier vorgenommen. Auf diese 
grössere ausgäbe, in der über die handschriftliche Überlieferung 
der saga und die übrigen fragen, die in den vorstehenden 
Paragraphen erörtert sind, eingehender gehandelt ist, muss ich 
den leser, der gründlicher orientiert sein will, verweisen. In 
der vorrede der Kopenhagener ausgäbe findet man femer eine 
genaue Inhaltsangabe der einzelnen capitel, der auch die 
nötigen chronologischen erläuterungen beigegeben sind. Eine 
Zeittafel aufzustellen ist hier wie dort unterlassen, weil, wie 
oben ausgeführt, vielfach die angaben der saga mit der 
historischen Zeitrechnung nicht in einklang zu bringen sind. 
Es steht in dieser beziehung mit unserer saga noch schlimmer 
als mit den meisten übrigen, die ja sämtlich bestimmte an- 
gaben von Jahreszahlen überhaupt nicht kennen, sondern sich 
darauf beschränken, gelegentlich anzugeben, wieviel jähre 
zwischen zwei begebenheiten verflossen waren oder welches 
alter eine person an einem bestimmten Zeitpunkte erreicht 
hatte, oder welches bekannte ereignis der ausländischen ge- 
schichte gleichzeitig mit dem erzählten vorgange eintraf. 
Einige Orientierung über die Chronologie findet man jedoch 
sowol in § 3 dieser einleitung als auch in den fnssnoten; 
weitere belehrung ist aus dem bekannten werke F. A. Munchs 
(Det norske folks historie, Christ. 1852 ff.) und GuÖbr. Vig- 
füssons abhandlung Um timatal f Islendinga sögum (in: Safn 
til sögu Islands og islenzkra bökmenta, I, Kopenh. 1856) zu 
schöpfen, üeber die composition der saga vergleiche man 
A. U. Bääth, Studier öfver kompositionen i nägra isländska 
ättsagor (Lund 1885). Ausführlicheres über isländische locali- 
täten findet sich in Kr. Kälund, Bidrag til en hist-topogr. 
beskrivelse af Island I— II, Kopenh. 1877—82. 

Herrn professor H. Gering, der mein manuscript durch- 
gesehen hat, bin ich zu grossem danke verpflichtet, nicht nur 



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§ 5. Die ausgäbe. XIII 

wegen verschiedener bereicberungen des eomtnentars, sondern 
besonders auch wegen der sprachlichen revision, der er meine 
deutsche darstellung in den fussnoten und in der einleitung 
unterzogen hat. Er und professor G. Cederschiöld haben 
mich auch bei der correctur in dankenswerter weise unter- 
stützt. 

Zu dem isländischen text der saga bitte ich noch folgende 
nachtrage zu berücksichtigen. 

c. 40, 43. vet5rdUa. Die membrane M hat vebrat, was als 
vebrdtt, aber auch als ein Schreibfehler (statt vet^rdtta) auf- 
gefasst werden kann. 

c. 64, 1. Tcoma munu ver. In meiner Kopenhagener aus- 
gäbe steht durch einen druckfehler: Jcomu munu ver. 

c. 70, 3. enn efniligsti mabr. Eine genauere Untersuchung 
— veranlasst durch 6. Cederschiölds aufsatz Om Jcomparationen 
af fornisländska adjektiv pä -legr (-ligr) och adverb pä -lega 
(-liga) im Arkiv f. nord. fil. IX, 95 ff. — hat ergeben, dass in 
M efniligsti mabr gelesen werden muss; diese zwei Wörter sind 
jedoch durch spätere correctur in efniligasti (wie in der Kopen- 
hagener ausgäbe geschrieben ist) geändert. 

c. 70, 4 und c. 72, 6. Vel var PJc. und G. var 6k allvel. 
Aus den in der membrane so geschriebenen nomina propria 
ist der casus nicht zu ersehen. Die jüngere isl. spräche con- 
struiert unpersönlich mit dativ, die ältere spräche persönlich 
mit nominativ; also muss in beiden genannten fällen nominativ 
des Personennamen durchgeftthrt werden. 

Da für die Altnordische sagabibliothek eine gleichmässige 
Orthographie durchgeführt werden soll, sind auch im Bolla 
)?ättr cß und m unterschieden, obschon beide laute bereits um 
1250 (also vor der abfassung^ dieses anhangs) im isländischen 
in (B zusammengeflossen waren. 

Was den namen Unnr betrifft, so ist zu beachten, dass 
dieser nicht nur in der Landnämabök (wie in der fussnote zu 
c. 1, 2 bemerkt ist), sondern auch in den jüngeren handschriften 
der LaxdoBla Aut^r geschrieben wird. In einem aus diesen 
handschriften aufgenommenen satze (c. 6, 9) ist diese form 
auch in den vorliegenden text hineingeraten: sie muss also 
hier in Unnr geändert werden. 

Sagabibl. IV. b 



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XIV Emleitnng. 

Der name Aldis (c. 50, 3) ist vielleicht Aldis (d. i. Älfdis) 
zu sehreiben. 

Die fnssnoten geben in ihrem lexikalischen teile nur das, 
was in dem Altnordischen glossar von Th. Möbins (Lpz. 1866) 
sich nicht findet, und richten sich im übrigen, soweit möglich, 
nach dem von den herausgebern der Sagabibliothek entworfenen 
plane. Eine lateinische Übersetzung der saga findet man in 
der älteren ausgäbe (Havnise 1826), eine (gekürzte) dänische 
in N. M. Petersens »Historiske fortsellinger om Islsendemes fserd 
hjemme og ude", bd. 3 (Kopenh. 1863) s. 101—312. 

Kopenhagen, im november 1895. 

Kr. Kälund. 



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^xj 



Laxdcela saga. 



Ketill flatnefr und sein geschlecht. 

I, 1. Ketill flatnefr h6t maör, son Bjarnar bunu, hanDLd.I. 
var hersir rfkr 1 Nöregi ok kynstorr. Hann bjo 1 Raumsdal i 
Raumsdoelaiylki; {>at er milli Sunnmoerar ok NorÖmoerar. Ketill 
flatnefr ätü Yngvildi, dottnr Ketils veQrs, ägsets manns. 2. Peira 



Cap. I. l. Ketill flatnefr — son 
Bjarnar bunu, Buna, , Wasser- 
strahl" (?). Der bericht der Lax- 
doBla saga über die auswanderung 
Ketils und seiner sühne weicht von 
den ttbrigen altnordischen quellen 
(besonders Eyrbytrgja saga und 
Landnamabök) ab, nach welchen 
Ketill dadurch, dass er gegen sein 
versprechen die Hebriden nicht dem 
norwegischen könige unterwarf, 
sondern selber die herscherwürde 
usurpierte, sich die feindschatt des 
königs Huraldr schönhaar zuzog, 
und ist kaum der ursprüngliche. 
Doch mnss zugegeben werden, dass 
überhaupt die angaben der saga- 
litteratur über die verwandtschaft- 
lichen beziehuugen des Ketill flatnefr 
auf den brittischen inseln sich als 
unzuverlässig erweisen, wo sie sich 
durch fremde quellen (die irischen 
annalen) kontrollieren lassen. Vgl. 
Eyrbyggja saga c. l- 3, 5; Land- 
namabök I, c. 10— II, II, c. 11; 
Fornmanna sügur I, 242, 245 — 46. 

Sagabibl. lY. 



2. hersir, ^gau Vorsteher" ist die 
gewöhnliche Übersetzung. Doch ist 
die beschaffenheit der würde un- 
sicher, und jetzt (G. Storm, Norsk 
bist, tidskrift 2 r. IV, 131) ist man 
geneigt anzunehmen, dass der hersir 
in der regel einer ganzen land- 
schaft (fylki) vorgestanden habe, 
lieber die spätere Stellung dieser 
häuptlinge vgl. Egilssaga (Saga- 
bibliothek) c. 1, ß. 

3. Baumsdcelafylki'y pat er miUi 
SunnnuBra/r oh Norb'moßrar, NorÖ- 
moeri, RaumsdoBlafylki und Sunn- 
moeri sind küstenlandschaften im 
westlichen Norwegen, von welchen 
N.f die nördlichste, auf beiden selten 
des DrontheimsQord liegt. 

4. vetfrs, der beiname ist doch 
wohl identisch mit dem m. vetür, 
„Widder" (kaum mit dem n. vetür, 
„wetter"), obwohl jenes gewöhnlich 
den genetiv vetfrar bildet. Ketill 
veör war hersir in Hringariki (nor- 
wegische landschaft nördlich von 
Chris tiania), Landnamabök I, c. 11. 

l 



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2 t)as geschleckt des Ketill. 

Ld.I. bQrn väru fimm. Hat einn Bjprn enn austroeni, aDnarr Helgi 
bjölan. Pörunn hyrna h6t döttir Ketils, er ätti Helgi enn magri, 
son Eyvindar austmanns ok Rafortu döttur Kjarvals Irakonungs. 
Unnr en djApüÖga var enn dottir Ketils, er ätti Oläfr hvfti 
5 Ingjaldsson, FröÖasonar ens froekna, er Svertlingar dräpu. 
Jörunn manvitsbrekka b6t enn dottir Ketils. Hon var m68ir 
Ketils ens fiskna, er nam land i Kirkjuboe. Hans son var 
AsbJ9rn, faöir Porsteins, fgÖur Sarts, fijöar Sighvats l^gsogu- 
manns. 



1. Bjgm enn austrceni^ B. der 
„östliche*. Nach der gewöhnlichen 
darstellung (vgl. Eyrb. c. 5) hat B. 
diesen beinamen (= der norwegische) 
erhalten, weil er, später als sein 
übriges geschlecht von Norwegen 
auswandernd, sich diesem nicht an- 
schloss und nur kurze zeit auf den 
brittischen Inseln verweilte. 

2. bjölanj beiname von unsicherer 
bedeutung; das wort wird für keltisch 
angesehen. 

2 — 3. Helgi enn magri — Rafortu. 
Siehe c. 3, 9. ' 

3. Kjarvals träkonungs. K. I. ist 
identisch mit dem im jähre 888 ver- 
storbenen könige Cearbhall zuOssory 
in Munster. 

4. ünnr en c^üpütüga. Der bei- 
name djüputSigr bedeutet „verstän- 
dig"; die daneben vorkommende 
form djüpautiigr würde „grundreich* 
bedeuten, sie beruht aber wohl auf 
späterer entstellung. U. wird in 
Landnamabök Au^r genannt. 

4. 5. Öldfr kviti Ingjaldsson. Nur 
durch Verwechslung lässt die saga 
hier diesen Öläfr (künig in Dublin) 
von dem dänischen könig Frötii enn 
frcekni abstammen. Sonst wird der 
Stammbaum seines vaters Ingjaldr 
durch Helgi^Öldfr — GhutürptSr bis 
zu dem norwegischen könige Hdlf- 
dan hvitbeinn hinauf geführt. Vgl. 
Islendingaböc c. 12 (Sagabibl. an- 



hang II), Landnamabök II, c. 15. 
Doch sind mit der Identifikation des 
königs ÖUfr jedesfalls Schwierig- 
keiten verbunden. (Vgl. G. Storm, 
Norsk bist, tidskrift 2 r. II, 313 ff.) 

5. Svertlingar^ „das geschlecht 
des Svertingr (oder Svartr)*. Nach 
einer in mehreren formen — u. a. 
bei Saxo — erscheinenden alt- 
dänischen sage war Svertingr ein 
von dem könig Frötfi besiegter 
häuptling, welcher an diesem räche 
nahm, indem er mit seinen söhnen 
ihn überfiel und tötete. 

6. manvitsbrekka, „verstands- 
weib«. (?) 

7. Ketils ens fiskna. Der bei- 
name ist hier fiskinnj ,in fischerei 
glücklich*. In anderen quellen führt 
K, den beinamen enn fifiski ; fißskr, 
„thöricht", «oll er, weil er zum 
Christentum sich bekannte, von 
seinen heidnischen landsleuten ge- 
nannt sein. Vgl. Landn. IV, c. 1 1. 

KirkjuboBTj gehöft am 1. ufer der 
Skapt4 im so. Island. Die land- 
schaft, in der dieser ort liegt, führte 
im altertum den namen Skögahverfi, 
während der name Sit$a, mit dem 
man heute diesen bezirk bezeichnet, 
früher eine ausgedehntere bedeutung 
hatte. (Kälund II, 312 ff.) 

8. 9. Sighvats Ipgspgumanns. Sig- 
hvatr Surtsson war isländischer ge- 
setzsprecher 1076—83. 



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KetiU und seine söhne. 3 

Eetill und seine söhne verlassen Norwegen. 

11, 1. A ofanveröum dogum Ketils höfz rfki Haralds I^d. II. 
konnDgs ens bärfagra, sv4 at engl fylkiskonangr preih i 
landinn n^ annat stormenni, nema bann r68i einn nafhbotnm 
l?eira. 2. En er KetiU fregn )?etta, at Haraldr konungr haföi 
honiim slikan kost setlat sem oSrnm rfkismonnnm at hafa frsßndr 5 
oboetta, en g9rr )?ö at leigumanni själfr, — siöan stefnir bann 
)>ing vis frsBndr sina ok hof svä mal sitt: 

3. „Kunnig hafa yÖr verit skipti vär Haralds konungs, ok 
t^arf eigi ]7au at inna, )?vl at oss berr meiri nanösyn til at r4Sa 
um vandkvseöi }?au, er y6y eigum fyrir bcjndum. 4. Sann- 10 
spuröan befi ek Qändskap Haralds konungs til vär; syniz m^r 
8t4, at y6r munim eigi J^aSan trausts bföa; Uz m6r svä sem 
oss 86 tveir kostir gorvir, at flyja land eöa vera drepnir bverr 
f sfnu rümi. 5. Em ek ok )7ess füsari at bafa sUkan dauÖ- 
daga sem frsendr minir; en eigi vil ek yör leiöa 1 svä mikit 15 
vandkvsBÖi meÖ einrseöi mlnu, )?vi at m6r er kunnigt skaplyndi 
fraenda minna ok vina, at p^r viUÖ eigi viÖ oss skiljaz, )?6tt 
mannraun sfe 1 nokkur at fylgja m6r." 

6. BJ9m, son Ketils, svarar: ,,skj6tt mun ek birta minn 
vilja. Ek vil gera at doemum gofugra manna ok fl^ja land 20 
J>etta; )?ykkjumz ek ekki af J?vl vaxa, }?ütt ek biöa beiman 
prsdlsL Haralds konungs, ok elti )?eir oss af eignum värum, eSa 
l'iggja af )>eim dauSa meS Qllu^^ 

7. At J^essu var gorr göör römr, ok )?ötti )?etta drengib'ga 
talat. Petta r4Ö var bundit, at )?eir mundu af landi fara, pwi 25 

2. fylkiskonungr. Ursprünglich ^^unsere, (die meinigen und) des 
zerfiel Norwegen in ungefähr 30 königs Haraldr Streitigkeiten* — so 
fyVci ; in einigen dieser landschaften mit einer im altnordischen oft wieder- 
hatte sich vor der zeit des gesamt- kehrenden konstruktion, indem das 
königstums eine königswürde aus- erste glied der apposition {sjdlfs 
gebildet, doch von ziemlich be- min) und die konjunktion (ok) weg- 
schränkter und unbestimmter art. gelassen wird. 
6. a^2ei^umanm, „zum pachtbauern^i 9. fearf. Unpersönlich konstruiert. 
Die norwegischen grossbauern fühl- pau^ diese früheren händel. 
ten sich nicht mehr als freisassen, 16. einroebi, «eigensinn^. 
nachdem könig Haraldr schönhaar 18. i, regiert at fylgja, 
ihnen Steuer auferlegt hatte. Vgl. 21. biba heiman, „zw hause ab- 
Egilssaga (Sagabibl.) c. 4, 13; c. 6, 6. warten"; heiman eigentl. „von hause 

8. skipti var Haralds konungs, aus". 



V 



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4 Ketill und seine söhne. 

Ld.n.at synir Ketils fystu ):>es8a mjok, en engi maslti i möti. 

^^^* S. Bjgrn ok Helgi vilda til Islands fara, p\i at J>eir J^ottuz 

}?aSaD mart f^siligt fregnt bafa; S9g8a )?ar landskosti göSa, ok 

)?urfti ekki f6 at kaupa; kglluöu vcra hvalr6tt mikinn ok lax- 

5 veiöar, en fiskast^Ö gllum missarum. 

9. Ketill svarar: „f ]>& veiöistoö kern ek aldregi ä, gamals 
aldri'^ SagSi Ketill ])k sina sBtlan, at bann var füsari vestr 
um baf; kvaz )?ar viröaz mannllfi gott. Vdru bonum )?ar viöa 
Ignd kunnig, )?vf at bann baföi )?ar vlt$a berjat. 

Die söhne Ketils BJ9rn und Helgi wandern nach Island aus. 

10 in, 1. Eptir )?etta bafÖi Ketill bo8 dgaett. Pä gipti bann 

Dörunni byrnu, döttur sina, Helga enura magra, sem fyrr var 

ritat. 2. Eptir )?at b^r Ketill ferft sfna or landi vestr um baf. 

Unnr dottir bans for meS bonum ok margir aörir frsBudr bans. 

3. Synir Ketils beldu )?at sama sumar til Islands ok Helgi 

15 magri, mä,gr I^eira. 4. BJQrn Ketilsson kom skipi slnu vestr 



4. purfti ekki f^ at kaupa, „man 
hatte nicht nötig (land) für geld zu 
kaufen" . Formaliter berechtigt wäre 
auch die Übersetzung „man hatte 
nicht nötig vieh zu kaufen". 

hvalrett{r), ,das antreiben von 
verendeten walfischen am ufer". 

5. flskastpta, „fischstelle% d.h. für 
fischerei geeignete stelle, = veitSi- 
stgtS (z. 6). 

7. 8. füsaH vestr um haf. Ein 
verbum {at fara oder ein ähnliches) 
ist ausgelassen; v. u. h., d. h. nach 
den brittischen in sein. 

8. mannlifi, „lebensunterhalt". 
11. ßörunni hyrnu. I>. h. hat 

wahrscheinlich erst auf einer der brit- 
tischen inseln Helgi „den hageren" 
geheiratet, da dieser, welcher dort 
geboren sein wird, kaum jemals 
sich in Norwegen aufgehalten hat. 
1.3. Unnr, U. kann kaum bei 
dieser gelegenheit ihren vater Ketill 
begleitet haben, da man annehmen 



muss, dass sie zu dieser zeit schon 
etwa 20 jähre auf den brittischen 
inseln als verheiratete frau gelebt 
hatte. 

14. Synir Ketila. Die söhne Ketils 
BJ9rn und Helgi sind kaum gleich- 
zeitig nach Island aufgebrochen. 
Dass Björn nach der gewöhnlichen 
darstellung erst weit später als seine 
verwandten von Norwegen aus- 
wanderte, ist schon früher (c. 1, 1—2) 
bemerkt. Gewöhnlich wird, nach 
der Berechnung G. Vigfüssons in 
„Timatal i Islendinga sögum" — 
Safn til sögu Islands I — nach- 
folgende Chronologie aufgestellt : 
Ketill und Helgi bjölan wandern 
aus c. 870, BJ9rn 884; Björn fährt 
von den brittischen inseln nach 
Island 886, Helgi bjölan c. 889, 
Helgi magri c. 890. 

1 5 fg. vestr i Breit5afj(yrd. B. 
ist der nördlichste der zwei grossen 
meerbusen (B. und FaxafjortJr), an 



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Die sühne des Ketill. 5 

i nreiÖaijortJ ok sigldi inn eptir fir?5inum ok nser enu sytSra I^d* ni. 
landinu, )?ar til er fj(}Y^r skarz inn 1 landit; en Qall hätt stoß 
ä nesinu fyrir innan §9r8inn. En ey l& skamt frä landinu. 
Björn segir, at peir mundu eiga )>ar dvgl nokkura. 5. Björn 
gekk & land upp meS nQkkura menn ok reikaöi fram meS 5 
sjonum; var ):>ar skamt 1 milli Qalls ok ^(fvn. Honum }?6tti 
J?ar byggiligt. Par fann BJ9rn reknar 9ndvegi88ililur slnar i 
einni vfk; ]>6tü );eim pk k vlsat um büstaSinn. 

6. SfÖan tük Björn s^r )?ar land allt & millum Stafär ok 
HraunQarÖar ok bj6 I?ar, er sltJan heitir i Bjarnarhofn. Hann lo 
var kallaör Björn enn austroeni. Hans kona var Gjaflaug, döttir 
Kjallaks ens gamla. 7. Deira synir vdru )?eir Öttarr ok Kjallakr. 
Hans son var Porgrimr, faöir Viga-Styrs ok Vermundar, en 
d6ttir Kjallaks li^t Helga; bana Mti Yestarr k Eyri, son Porolfs 
bl98ru8kalla. er nam Eyri. Deira son var Dorlä-kr, faÖir Stein- i5 
J?örs & Eyri. 

8. Helgi bjölan kom skipi sinn fyrir sannan land ok nam 



der Westküste Islands. Er wird 
gegen süden von der Snaefellsnes- 
halbinsel begrenzt. In einer der 
vielen buchten die sich in die nord- 
küste der halbinsel einschneiden 
(im KolgfafaQ9r$r), landete BJ9rn 
und baute hier den hoi Bjarnarhofn. 

2. fjall hdtt, die isolierte berg- 
gruppe BjamarhafnarQall (Käl. I, 
430 fg.). 

3. eyj wahrscheinlich die insel 
Lande}' n. von Bjarnarhofn, die jedoch 
nur zur flutzeit ganz von wasser um- 
geben ist. 

6. i milli fjalls ok fjpru, häufig 
gebrauchte allit. forme!. 

7. pndvegissülur, ,die das pndvegi 
(d. h. hochsitz) begrenzenden 
(inneren) pf eiler". Siehe Grund- 
riss der germanischen philoIogie 
U^, s. 238. 

9. Stafd, ein kleiner fluss im o. 
von Bjarnarhofn. 



10. Hraunfjartiar. H-QorÖr ist 
eine östliche Verzweigung des Kol- 
grafaflorör. 

1 3. Hans son, d. h. der söhn Kjal- 
laks. 

Viga-Styrs, d. i. „ Kampf" -S. 
Der mann ist aus mehreren sagen, 
besonders Eyrbyggja saga und HeiÖ- 
arviga saga bekannt. 

14. Helga; hana dtti Vestarr ä 
Eyri. Dies ist falsch; vielmehr war 
nach der Landnämabök (II, c. 9) 
Helga mit Asgeirr, einem söhne des 
Vestarr verheiratet. 

Eyrr ist der jetzt Hallbjamareyri 
genannte hof an der Westküste des 
Kolgrafafl^rÖr. 

15. blptSruskallaj „blasenkopf*. 
Ueber ansiedeluog und descendenz 
des Björn Ketilsson vgl. Landnäma- 
bök II, c. 11. 

17. fyrir sunnan land, d.h. an 
die sUdkUste des landes. 



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6 



Helg] magri, Eetill. 



Ld. III« Kjalarnes allt k milli KollaQarÖar ok Hvalfjar?$ar ok bj6 at 
^^* Esjubergi til elli. 

9. Helgi enn magri kom skipi sfnu fyrir noröan land 
ok nam EyjaQ^rS allan k milli Siglaness ok Beynisness ok 
5 bj6 1 Kristnesi. Frk }>eim Helga ok Porunni er komit EyfirÖ- 
iogakyn. 



Eetill flatnefr wandert nach Schottland aus. Seine tochter Unnr wird 
Oberhaupt des geschlechts. 

IV, 1. Ketill flatnefr kom skipi slnu viÖ Skotland ok fekk 

gööar vi8t9kur af tlgnum monnum, pvi at bann var frsBgr maÖr 

ok stdrsettaSr, ok buSa honum }?aiin räSakost j^ar, sem bann 

10 vildi hafa. 2. Ketill staöfestiz J?ar ok annat fraendlitJ bans, 

nema Porsteinn, döttnrson bans. Hann lagöiz ]>egar f bernaS 



1. Kjalarnes, halbinsel im süd- 
westlichen Island, von den zwei 
z. 1 genannten Verzweigungen des 
FaxaQorÖr (§ 4, fussnote) begrenzt. 

2. Esjubergj gehöft am KollafjortJr 
(nö. von Reykjavik). Ueber die 
ansiedelung des Helgi bjölan siehe 
Landnä.mab6k I, c. 11. 

3. fyrir nortSan land, siehe § 8, 
fussnote. EyjafJ9rÖ(r) bezeichnet hier 
nicht den meerbusen im nördl. Island 
(an dessen ende der bekannte han- 
delsplatz Akureyri liegt), sondern 
die ihn umgebende landschaft. 

4. Siglunes, Beynisnes, zwei kleine 
Vorgebirge, das erste an der kleinen 
bucht SiglufjorÖr im westen des 
EyjafJ9rÖr, das zweite (gegenwärtig 
Gjögratä genannt) im osten des- 
selben belegen. 

5. Kristnes liegt s. von Akureyri, 
am 1. ufer der Byja^arÖarä. 

6. 7. Eyfirtiingakyn , „das ge- 
schlecht der leute aus dem Eyja- 
5orÖr". Ueber Helgi magri siehe 
Landnämabök III, c. 12. Dort findet 
man auch die erklärung seines bei- 
namens. Er wurde „hager*^ genannt, 
weil seine Pflegeeltern ihn als kind 



hatten hungern lassen, als er von 
seinen eitern auf zwei jähre auf den 
Hebriden zurückgelassen war. Sein 
vater Eyvindr amtmatir stammte in 
der tat durch seinen mütterlichen 
grossvater von dem c. 1 , 2 fälschlich 
erwähnten dänischen künig Fr68i ab. 
Er war in Gautland in Schweden 
geboren, fuhr aber als seekrieger 
{vikingr) nach den brittischen 
inseln, wo er in Irland heiratete, 
sich ansiedelte und — wegen der 
läge seiner früheren heimat — seinen 
beinamen (atistmatfr) erhielt. 

9. rdtaako8t(r), „läge, (Stellung)". 

11. Porsteinn, Diesermann, c.6, 10 
A rauör genannt, ein söhn des Öläfr 
hviti und der Unnr, kann kaum dem 
Eetill von Norwegen aus gefolgt 
sein. Wahrscheinlich ist t. identisch 
mit „Oistin*, dem historisch be- 
kannten söhn des Öläfr, der auf 
gleiche weise umkam, wie t. nach 
dem berichte.der sagas. „Oistin" ward 
aber um 875 getötet, und seine 
mutter muss sich dann viele jähre 
auf den Orkneyjar und Fsereyjar 
aufgehalten haben, bevor sie nach 
Island auswanderte. Nach der dar- 



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Unnr djäpu5ga. 7 

ok berjaÖi vlÖa um Skotland ok fekk jafnan sigr. SfÖan gerÖi Ld. IV. 
hann ssett viÖ Skota ok eignaSiz bälft Skotland ok varS 
konungr yfir. Hann dtti DnrfÖi Eyvindardottur, systur Helga 
ens magra. 3. Skotar beldu eigi lengi saettina, pvi at )^eir 
sviku hann i trygÖ. Svd segir Ari Dorgilsson enn fröÖi um 5 
liflät Porsteins. 

4. Unnr djüpüöga var ä Katanesi, er Porsteinn feil, son 
hennar. Ok er hon frA }>at, at Porsteinn var lätinn, en faöir 
hennar andaör, p& J^öttiz hon ]7ar enga uppreist {& mundu. 

5. Eptir l^at Isetr hon gera kngrr 1 skögi a laun. Ok er skipit lo 
var algQrt, p& bjö hon skipit ok haftJi auö Qär. Hon baföi i 
brott meÖ s6r allt fraandliS sitt, )?at er & llfi var, ok l^ykkjaz 
menn varla doemi til finna, at einn kvennmatJr bafi komiz 1 
brott 6r )?villkum öfriöi meÖ jafnmiklu f6 ok f^runeyti. Md 
af pyl marka, at hon var mikit afbragÖ annarra kvenna. 15 

6. Unnr baföi ok meÖ s6r marga ]>& menn, er mikils vdru 
veröir ok storaettaÖir. 7. MaÖr er nefndr KoUr, er einna var 
mest verör af f9runeyti Unnar; kom mest til J>ess aett bans, 
bann var hersir at nafni. 8. Sä maör var ok 1 ferÖ meÖ 
Unni, er HgrÖr h6t. Hann var enn störaettaör maör ok nükils 20 
verör. 

9. Unnr beldr skipinu 1 Orkneyjar, )?egar er hon var 
büin. Par dvalMz hon Iftla brfÖ. Par gipti hon Grö, dottur 
Porsteins rauös. Hon var moöir GreilaÖar, er Porfinnr jarl ätti, . 
son Torf-Einars jarls, sonar ßognvalds Moerajarls. 10. Peira 25 

Stellung der sagas dagegen fällt der 24. GreilgtS, so die haupthand- 

tod t>.s um 890. lieber die in der schrift; der Laxdoela saga, gewöhn- 

Laxd. nachfolgende darstellung vgl. lieh Grelpb\ 

Landnämabök II, c. 15. 25. Mcerajarl, d.h. jarl der land- 

5. Äri Porgikson, vgl. über ihn die schaft (NorÖ-) Moeri in Norwegen, 

einl. zur Islendingaböc (Sagabibl. I). Wie in einigen landschaften Nor- 

Die oben citirte notiz bezieht sich wegens eine königswürde, scheint 

auf eine verlorene schrift des A., die in anderen eine jarlswürde sich vor 

wahrsch. in der Landn. benutzt ist. der zeit des gesamtkönigstiims als 

7. -^a^awcs,Caithness in Schottland. Obergewalt ausgebildet zu haben. 

17. ÄbMr,s.zuc.7;9. Landnamabök Unter der regierung des königs 
(II, c. 16) nennt ihn enkel eines Äerstr. Haraldr härfagri treten die jarlar 

18. mest vertSr, „der tüchtigste, als königliche beamte auf, und 
der bedeutendste''. der könig soll nach eroberung des 

20. Eprtfr. Vgl. Landnämabök ganzen reiches beabsichtigt haben, 
II, c. 17. jedem fylki einen jarl als seinen 



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8 



Unnr djüpiiSga. 



Ld. lY. gon var Hl^Övir, faftir SigarÖar jarls, foönr Porfinns jarls, ok 
^" er )?aÖan komit kyn allra Orkneyinga jarla. 

11. Eptir )?at helt Unnr skipi slnu til Fsereyja ok ätti 
)>ar enn nokknra dvQl. Par gipti hon aSra dottar Dorsteins; 
5 sü h^t Olof. PaÖan er komit kyn et dgsBzta 1 )?vi landi, er 
)?eir kalla Gotuskeggja. 

Unnr wandert nach Island aus. 

V, 1. Nü b^z Unnr 1 brott 6r Faereyjum ok l^sir pyi 

fyrir skipverjnm slnum, at hon setlar til Islands. Hon hefir 

meC s^r OW feilan, son Dorsteins rauÖs, ok systr hans, ]>9dr 
10 er ügiptar varu. 2. Eptir J?at laetr hon f haf ok verör vel 

reiöfara ok kemr skipi slnu fyrir sunnan land & VikrarskeiÖ. 

Par brjöta }>au skipit f spon. Menn allir helduz ok f6. 

3. SfÖan für hon ä fand Helga broöur sins meÖ tuttugu 

menn. Ok er hon kom )>ar, gekk hann & möt henni ok hanS 
15 henni til sin viÖ tlunda mann. Hon svarar reiSuliga ok kvaz 

eigi vitat hafa, at hann vseri sllkt lltilmenni, ok ferr 1 brott; 

sBtlar hon nü at soekja heim Björn bröönr sinn 1 BreiÖafJQrÖ. 

4, Ok er hann spyrr til ferÖa hennar, )?A ferr hann 1 möt 



Statthalter zu geben; von bestand 
war jedoch die jarlswürde nur in 
Drontheim (residenz Hla^ir) und 
(eine Zeitlang) in Mceri. Stamm- 
vater der Moera-jarlar war Rogn- 
valdr, der die würde von könig 
Haraldr empfing, nachdem dieser 
die kleinkönige der betreffenden 
landschaften {NortSmmri und Raums- 
dalr) besiegt hatte. Von ihm 
stammen die Orkney -jarlar (siehe 
unten) und (nach norwegischer tra- 
dition) die herzöge der Normandie. 
2. Orkney inga{r\ „Bewohner der 
Orkneyjar". Seit der zeit des Har- 
aldr härfagri wurden die Orkney- 
inseln als ein erbliches lehen der 
norwegischen kröne von einem jarl 
regiert. Als der erste in der reihe 
dieser fursten kann Torf-Einarr 
gelten, der die norwegische her- 



schaft über die inseln sicherte; 
seinen beinamen soll er deswegen 
erhalten haben, weil er den be- 
wohn em den gebrauch des torfs 
lehrte. Vgl. Landnämabök IV, c. 8. 
Ausführlich berichtet über diese 
kriegerischen fürsten eine eigene 
saga (Orkney inga saga — auch in 
die Flateyjarbök eingeschaltet). 

6. Gptu8keggja{r), „leute von dem 
hofe Gata (jetzt Nordregöte auf der 
fseröischen insel Strömö). 

9. feilan. Beinahme von un- 
sicherer bedeutung, wahrscheinlich 
keltisch. 

11. Vikrarskeitf. Dieser ortsname 
ist nicht erhalten, wahrscheinlich ist 
das gegenwärtige Skeit^ am r. uter 
des flusses Qlf^^^ ^™ südlichen 
Island gemeint. 



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Unnr in Island. 



henoi meÖ igglmenni ok fagnar henni vel ok bauÖ henni til M. Y. 
sin met5 qIIu liSi sinn, ]>Yi at bann knnni veglyndi systur 
sinnar. Pat Ifka^i henni allvel, ok ^^akkaSi honum störmenska 
sina. 6. Hon var )?ar um vetrinn, ok var henni veitt et 
störmannligsta, p\l at efni väru gnog, en fö eigi sparat. 5 

6, Ok um vdrit for hon yfir BreiÖafjgrÖ ok kom at nesi 
ngkkuru, ok ätu )?ar dagverö. Pat er siöan kallat DggurÖ- 
arnes ok gengr I?ar af MeÖalfellsstrgnd. 7. SfÖan helt hon 
skipi sinu inn eptir HvammsfirÖi ok kom \>ä at nesi einu ok 
ätti J>ar dvgl ngkkura. Dar tapaCi Unnr kambi slnum. Dar 10 
heitir sfÖan Kambsnes. 8, Eptir )?at för hon um alla BreiÖa- 
QarQardali ok nam s^r Ignd svA viSa, sem hon vildi. 

9. SfSan helt Unnr skipi sinu i fjaröarbotninn ; väru )?ar 
reknar k land gndvegissdlur hennar. Potti henni p& auövitat, 
hvar hon skyldi büstaÖ taka. Hon laetr boe reisa, )?ar er siÖan 15 
heitir i Hvammi, ok bygCi )?ar. 

10. Dat sama var, er Unnr setti bü saman i Hvammi, 
fekk KoUr PorgerÖar, döttur Porsteins rauÖs. Pat bo8 kostaöi 
Unnr; Isetr hon PorgerÖi heiman fylgja Laxärdal allan, ok setti 
bann )?ar bü saman fyrir sunnan Laxä. 11. Var KoUr enn 20 
mesti tilkvsemöarmaör. Peira son var Hgskuldr. 



2. veglyndi, ,neignng auf grossem 
fusse zu leben". 

7. cUu, pL, als Subjekt ist pau 
(Unnr und ihre begleiter) zu er- 
gänzen. 

7—9. Dpgvrtiames — Metfalfeüs- 
strgnd — HvammsfjprtSr. Der 
HvammsfJ9rÖr ist eine einbuchtung 
des BreiÖiQorÖr (c. 3, 4) mit öst- 
licher, daon nach norden abbiegeoder 
richtuog; die nordküste des Hvamms- 
i^grÖr ist die MetJalfellsstrond (jetzt 
Fellsströnd) , die westlichste spitze 
derselben ist D9gurt$ames. 

11. Kanibsnea, landspitze an der 
ostküste des HvammsQ9rSr. 

för hon uMj „sie bereiste". 

11. 12. Breit5afjartSardali{r), ,die 
täler des B.''. Der name wird be- 
sonders von den tälern gebraucht, 
die, vom Hvamms^frSr ausgehend. 



sich in das land hineinziehen; zu 
ihnen gehört auch der Laxdrdalr, 
der hauptschauplatz unserer saga. 

16. i Hvammi, eigen tl. «iu dem 
kleinen tal". Wegen ihrer appella- 
tivischen bedeutung werden die 
meisten namen isländischer höfe 
nicht im nominativ gebraucht, son- 
dern von Präpositionen regiert. — 
Der hof H. bildet den mittelpunkt 
einer kleinen landschaft am innersten 
(nördlichsten) teil des nach dem hofe 
benannten HvammsQ9rt$r. 

19. 20. Laxdrdalj Laxä. Der hier 
erwähnte fluss Laxä durchströmt 
den nach ihm benannten Laxdrdalr, 
ein tal, das in nordöstlicher richtung 
vom Hvammsf}9rÖr ausgeht; derfluss 
hat also einen südwestlichen lauf. 

21. Hpskuldr, eigentl. Hps-koUr, 
„graukopf , also ein compositum. 



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10 



Unnr in Island. 



Unnr verteilt land. 
Ld. VI. Yi^ 1. Eptir pat gefr Unnr fleirum m9nnum af landnämi 

sina. HerÖi gaf hon HorSadal allan üt til Skrämuhlaupsär. 
Hann bjo & HorÖabölstaC ok var mikill merkismaör ok kynsaell. 
3. Hans son var A8bJ9rn auögi, er bj6 f Ornolfsdal & Asbjarnar- 
5 stQÖum; hann dtti PorbJ9rga, dottur MiÖQarÖar-Skeggja. 3. Peira 
dottir var Ingibj^rg, er ätti lUugi ean svarti; J?eira synir väru 
)?eir Hermundr ok Gunnlaugr ormstunga. Dat er kallat Gils- 
bekkingakyn. 

4. Unnr mselti viS sfna menn: „nA sknln p6x taka 9mbun 
10 verka yövarra; skortir oss nü ok eigi fong til at gjalda yör 
starf ytJvart ok göÖvilja. 5. En yÖr er )?at kunnigt, at ek 
hefi frelsi gefit }>eim manni, er Erpr heitir, syni Meldung jarls; 
f6r ]7at fjarri nm svä st6r%ttat5an mann, at ek vilda, at hann 
bsBri Israels nafn". 
15 6. SiÖan gaf Unnr honum SauÖafellslond a millnm Tungudr 

ok MiÖär. Hans b9rn väru )?au Ormr ok Asgeirr, 6uhnbJ9rn 
ok Halldis, er ätti Dala-Alfr. 

7. S9kkölfi gaf hon Sokkölfsdal, ok bjo hann I^ar til elli. 
8. Hundi h6t lausingi hennar; hann var skozkr at aett; honum 
20 gaf hon Hundadal. 9, VifiU h6t )?r8ell AuÖar enn fjöröi, hon 
gaf honum Vifilsdal. 



2. HprtfadaKr) j nun Hörbtidalrf 
thal an der Südseite des Hvamms- 
fJ9rÖr. 

5. Mit^fjartiar-Skeggja, Der häupt* 
ling Skeggi wurde nach seinem 
heimatort Mitifjprb'r in dem nörd- 
lichen Island so benannt. Vgl. 
Landn4mab6k III, c. 1. Skeggi, der 
auch in vielen sagas erwähnt wird, 
ist besonders durch die I>6r5ar saga 
hreÖu bekannt. 

7. Crunnlaugr ormstunga, der be- 
kannte dichter (983—1009), dessen 
leben die oach ihm benannte saga 
schildert. 

7. 8. Gilshekkingakyfif „das ge- 
schlecht der leute von Gilsbakki''] 
G. ist ein hof in dem südwestlichen 
Island (BorgarfjorSr). 



12. Erpr— Melduns jarls, Meldun, 
keltischer name. Ueber M. und E. 
siehe Landnamabök II, c. 16 — 17. 

15. SautSafellslpnd j „die zu dem 
hofe Sautiafell gehörigen ländereien*; 
S. liegt südöstlich vom Hvamms- 
ij9rÖr. 

17. Dala-Älfr,2LuchÄlfriDplum, 
ist nach seiner heimat Dalir oder 
Breitiafjartfardalir (c. 5, 8) benannt. 
Vgl. Landnämabök II, c. 18. 

18-20. Spkkölfsdal{r) — Hunda- 
dal{r\ täler südöstl. von Hvamms- 
fjorÖr. 

20. Vifilsdal(r)y eine südliche Ver- 
zweigung des HorÖadalr (c. 6, 1). 
Spkkölfr — Hundi — Vifill, siehe 
Landnämabök IL c. 17. 



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Unnr und Öläfir feilan. 11 

10. Osk b^t en fjöröa döttir Porsteins rauös; hon var M* VI. 
in65ir Porsteins surts ens spaka, er fann sumarauka. 11. Por- ^^^' 
hildr h^t en fimta döttir Porsteins. Hon var möSir Alfs f 
D9lam; telr mart manna kyn sitt til bans. 13. Hans döttir 
var PorgerSr, kona Ära Mdssonar ä Reykjanesi, Atlasonar, 5 
Ulfssonar ens skjälga, ok Bjargar Eyvindardöttnr, systnr Helga 
ens magra. Pa8an em komnir Reyknesingar. 13. Vigdfs bot 
en s6tta döttir Porsteins raaSs. PaQan em komnir HofSamenn 
i EyjafirÖi. 

Unnr setzt ihren enkel Öläfr feilan zum erben ein. 

VII, 1. Öläfr feilan var yngstr barna Porsteins; bann var lo 
mikill maör ok sterkr, frlör synum ok atgervimaSr enn. mesti. 
3. Hann mat Unnr um fram alla menn ok lysti )?vl fyrir 
mQnnnm, at bon setlaöi Oldfi allar eignir eptir sinn dag f 
Hvammi. 3. Unnr gerSiz ]>k mj^k ellimöS. Hon kallar til 
sin OMf feilan ok msBlti: 15 

„Pat befir m6r komit 1 hng, frsendi, at pti mnnir staSfesta 
räÖ pitt ok kvaenaz." 

4. Oläfr tök )>vi vel ok kvez bennar forsj4 blita mundu 
um )>at mdl. 

6. Unnr mselti : „svä. hefi ek beizt setlat, at bo8 l'itt mani 20 
Vera at äliSnn snmri }?essa, pwi at p& er anöveldast at afla 
allra tilfanga, J>vl at )?at er naer minni setlan, at vinir vdrir 
muni ]>& mjgk Q^lmenna bingat; pvi at ek setla }^essa veizlu 
sfSast at büa*'. 

6. Oläfr svarar: „)?etta er vel mselt, en }>eirar einn^-r konu 25 
»tla ek at fd, at sü rseni J>ik bvärki fö n^ rdÖam*. 

2. Porsteins surts. Siehe Islend. Beykjanes^, Ueber dieses geschlecht 

böc IV, 2. vgl. Landnämabök II, c. 22. 

2. sumarauka, „Zulage zum g. Hpßamenn, „die leute von 

Sommer", eine jedes siebente (oder Hofl5i"/einem hofe an der ostküste 

sechste) jähr wiederkehrende schalt- des EyjagorÖr im nördlichen Island, 

woche , durch deren einführung Vgl. Landn&mabök II, c. 1 8 (schluss) ; 

torsteinn surtr den isländischen III, c. 17. 
kalender verbesserte. „, ,. ^ , . .a ^ ,^ 1 ^ 

5. Beykjanes, halbinsel an der , ^4. sitSast, „zuletzt% d.h. als das 

nordküste des BreiöitJvrör. ^^*^*^ (gastmahl). 

7. Reyknesingar, „die leute von 26. rät5um, „die autorität". 



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12 Hochzeit des 014fr. 

Ld. yil. 7. t)at sama hangt fekk Oldfr feilan Alfdisar. Deira boö 

var f Hvammi. Unnr hafÖi mikinn fökostnaÖ fyrir veizlunni, 
]M at hon 16t vföa bjööa tfgnum mgniinm 6t oSrum sveitum. 
8, Hon bauÖ Birni brööur sfnara ok Helga brööur slnum bjölan; 
5 kömu }>eir fjolmennir. 9. Dar kom Dala-KoUr mägr hennar 
ok HorÖr 6r HorÖadal ok mart annat stormenni. 10. BoÖit 
var allQolment, ok kom )?6 hvergi nsBr svä maii; manna, sem 
Unnr baföi boöit, fyrir pvi at EyfirÖingar ättu farveg langan. 
11. Elli sotti pä, fast at Unni, svd at hon reis ekki upp 

10 fyrir miSjan dag, en hon lagSiz snemma niSr. 13. Engnm 
manni leyf ßi hon at soekja räÖ at s^r, J^ess ä milli er hon för 
at sofa & kveldit ok hins, er hon var klsedd; reiöuliga svarar 
hon, ef nokkurr spuröi at maetti hennar. 

13. Dann dag svaf Unnr 1 lengra lagi, en )?6 var hon & 

15 fotum, er boSsmenn köma, ok gekk & möt )>eim ok fagnaÖi 
frsendam sinum ok vinam me^ soemS; kva5 p& dstsaraliga gort 
hafa, er |^eir hgfön sott pangat langan veg — „nefni ek til 
pess Bjgrn ok Helga, ok gllum vil ek yÖr I^gkk kunna, er h^r 
eruÖ komnir*. 

20 14. SlÖan gekk Unnr inn 1 skäla ok sveit mikil me8 
henni. Ok er skälinn var alskipaSr, fannz mgnnnm mikit nm, 
hversu veizla sü var skgrulig. 

15. l>& maelti Unnr: »Bjgrn kveÖ ek at pessu, broÖur 
minn, ok Helga ok a8ra frsendr mina ok vini; bölsta^ )>enna 

25 meÖ slfkum bdnaSi, sem nü mega ]^&y sjä, sei ek 1 hendr 
Oldfi fraenda mlnum til eignar ok forrdÖa*. 

16. Eptir pht st65 Unnr npp ok kvaz ganga mondu til 



] . Alfdisar. Sie wird in der Land- 1 4. 15. vera d fötwm^ „aufgestanden 

nämabok — wo ihre abstammung sein". 

{II, c. 19) mitgeteilt wird — Kondls- 17. langan veg, acc. sg. als mass- 

döttir en bareyska genannt. angäbe. 

5. Dala-Kolh-. So wird K. ge- 20. skäla. Skäli ist hier wahr- 

nannt, weil er in den BreiÖafjarÖar- scheinlich = veizluskdli, d. i. ein 

dalir wohnte. Vgl. über ihn und speziell fUr gastmähler eingerichtetes 

sein geschlecht Landnämabök II, gebäude. Siehe Grundriss IP, s. 234. 

c. 16 und 18. 23. Bjpm kvetf ek at pessu. „B. 

. , , rufe ich hierbei zum zeugen an* 

13 ai m^i hermar, „nach ihrem ^^^^^.^ .^^ . ^^^ ^^^ ^^^^^ 

befinden«; math, dat. von miUr. ^j ^^^^-^ .hausrat«. 

14. i lengra lagi, .ziemlich lange". megupir, Umbildung von me^ud'^. 



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Unnr stirbt 



13 



)?eirar skemmn, sera hon var von at sofa 1, baÖ, at )?at skyldi M« VII. 
hverr hafa at skemtan, sein p& vseri nad&i skapi, en mungät 
skyldi skemta al)?yÖanm. 17. Svd segja menn, at Unnr hafi 
baeöi verit hä ok }>reklig. Hon gekk hart utar eptir skälanum; 
funduz monnum orÖ um, at konan var enn viröulig. 18. Drnkku 5 
menn um kveldit, )>angat til at mQunum p6ü\ mal at sofa. 

19. En um daginn eptir gekk 014fr feilan til svefiistofu 
Unnar frsendkonu sinnar; ok er hann kom 1 stofuna, sat Unnr 
upp viÖ hoegindin. Hon var ]>& 9ndtt8. Gekk Oldfr eptir )?at 
{ sk41a ok sagSi t{t3endi pem. 30. Dötti monnum mikils um 10 
vert, hversu Unnr haföi haldit viröingu sinni til dauSadags. 
Var nü drukkit allt saman, bruUaup 01ä,fs ok erfi Unnar. 

21. Ok enn slöasta dag boÖsins var Unnr flutt til haugs 
peBs, er benni var büinn. Hon var logÖ i skip f hauginum, 
ok mikit f6 var i haug lagt met$ henni; var eptir pat aptr 15 
kastaSr haugrinn. 

22. Oläfr feilan tok )?ä viÖ büi 1 Hvammi ok allri fjdr- 
varöveizlu at rAÖi )?eira fraenda sinna, er hann hoföu heim 
sott. 23. En er veizluna prftr^ gefr Oläfr störmannligar gjafir 
]?eim m9nnum, er ]?ar väru mest viröir, äör & brott foru. 20 
24. Ol&fr gerSiz rikr maör ok hoföingi mikill. Hann bjo 1 



1. skemmu. Skemma bezeichnet 
gewöhnlich ein kleineres isoliertes 
gebäude, welches häufig — besonders 
ausserhalb Islands — als Schlafzimmer 
verwendet wurde; doch hat eine 
membrane die Variante stofu, und 
es geht aus z. 15 hervor, duss 
skemma hier mit svefnstofa identisch 
ist, also wahrscheinlich einen teil 
des gebändecomplexes ausmachte, 
den die isländischen Wohnhäuser 
bildeten. Vergl. Grundriss IP, 
s. 230. 

2. sem pd vceri ncest skapij was 
„(ihm) jetzt am liebsten wäre". 

4. prekligj „von kräftigem körper- 
bau". 

utar eptir skälanvmj „das gast- 
mahlshaus entlang, in der richtung 
von innen nach aussen". 



14. logti i skip i hauginum, Ueber 
diese bestattung siehe Grundriss IP, 
s. 211—12, 226-28. Uebrigens be- 
richtet die Landnämabök (II, c. 1 9) 
von der bestattung der Unnr (AuÖr) 
abweichend, dass sie „var grafin i 
flcebarmdli (im bereiche der flut) 
sem hon hafti'i fyrir sagt, pviat hon 
vildi eigi liggja i övigb'ri moldu, er 
hon var skird^'. 

19. gjafir. Austausch von gaben 
wurde als zeichen der gastfreiheit 
und der freundschaft als unbedingt 
notwendig betrachtet; daher be- 
kamen alle angesehenen gaste beim 
abschied eine gäbe. Sowohl die 
Unterlassung dieses brauches als die 
Zurückweisung der gäbe wurden 
als zeichen der unfreundschaft an- 
gesehen. 



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14 



Das geschleckt des Ö14fr feilan. 



Ld, TU. Hvammi til elli. 25. Born )?eira Öläfs ok Alfdlsar väru PorÖr 
gellir, er ktti Hr6Ön]^ju, dottur MiÖQarÖar-Skeggja — )?eira 
synir vära |?eir Eyjolfr grk\^ Pörarinn fylsenni, Porkell kuggi — ; 
dottir Olafs feilans var Pora, er atti Dorsteinn ]?or8kabitr, son 
5 Porolfs Mostrargkeggs — }?eira synir vdru B9rkr enn digri ok 
Dorgrfmr, faöir Snorra goÖa — ; Helga b^t onnur döttir Olafs, 
hana ätti Gunnarr HUfarson — I^eira dottir var Jöfrlör, er ätti 
Döroddr, son Tungu-Odds, en siöan Dorsteinn Egilsson ; t>6rnnn 
h6t enn dottir hans, hana ätti Hersteinn, son Dorkels Blund- 
10 Ketilssonar — ; Pördls h6t en ]?ri8ja dottir OUfs, hana ätti 
Porarinn ßagabr6Öir l9gS2gama8r. 



1. 2. Pörb'r gellir j ein bekannter 
bäuptling, der wiederholt in der 
Islend. böc erwähnt wird; gellir, 
„der brüller" — vgl. Hoensa-töris 
saga, c. 1 3. Dass es eine besondere 
saga über t>. g. gegeben hat, bezeugt 
Landnämabök II, c. 16. 

3. Eyjölfr grdi. Grdr kann auch 
,büse" bedeuten, und freilich hat 
sich £. durch die Verfolgung und 
ermordung des geächteten edlen 
Gisli — wie in der Gisla saga Sürs- 
sonar erzählt wird — einen schlechten 
ruf erworben. Vgl. Eyrbyggja saga 
c. 13. 

fylsenni, die bedeutung ist un- 
sicher (flillenstirn?). 

kuggi f beiname von unsicherer 
bedeutung; vgl. kuggr, „handels- 
schiflF". Die beiden letztgenannten 
sühne t>. g.s sind geschichtlich wenig 
hervortretend. 

4 — 6. Porsteinn porskabitr — 
Snorra gotia, lieber dieses ge- 
schlecht erzählt ausführlich die Eyr- 
byggja saga c. 2 ff. torskabitr, „der 
die dorsche beisst", wahrscheinlich 
mit der bedeutung „eifriger fischer", 
vgl. Eyrb. c. 11; Mostrarskegg , so 
nach der insel Mostr im südwest- 
lichen Norwegen benannt, -skegg 
wird in Eyrb. als ,bart" aufgefasst, 



wahrscheinlich doch ursprünglich 
gleich -skeggij „mann". 

7—9. Grunnarr HUfarson — Her- 
steinn. Tungu-Oddr (nach seinem 
heimatsort Tunga in der landschaft 
BorgarfjorÖr so genannt) war ein 
mächtiger häuptling im südwestl. 
Island. Die Hoensa-töris saga er- 
zählt, wie er ein gegner des krie- 
gerischen Gunnarr HUfarson (aus 
Skögarstr^nd) wurde, weil dieser 
seine tochter pörunn (Hoensa I>. s.: 
I>uriÖr) mit Tungu-Odds feinde 
Hersteinn verlobte. Trotzdem 
musste Tungu-Oddr es sich ge- 
faUen lassen, dass sein söhn Pöroddr 
die JöfritSr, eine zweite tochter G.s, 
heiratete ; als t>. nach kurzer ehe im 
auslande starb, heiratete J. den 
Porsteinn, einen söhn des berühmten 
Egill Skallagrimson. Vergl. Egils 
saga c. 71 , 18. Hier wie in der 
Islend. böc wird Hersteinn als 
enkel des Blund-KetiU aufgeführt; 
die Landnämabök und Hoensa- 
töris saga bezeichnen ihn da- 
gegen (wahrscheinlich irrtümlich) 
als dessen söhn. Vgl. zu Egilss. 
c. 39, 5. Bhind- ist eigentlich bei- 
name, Blund'K. = K. blundr, ,K. 
schlaf" (d. i. „der schläfrige*). 

11. Ragabrötiir, „bruder des 
Bagi"; hier ist der mannesname B. 



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H98kuldr und torgerÖr. 15 

H98kuldr Dala-Eollsson und seine miitter torgerör. 

26. I )?aiin tima, er Oläfr bjo 1 Hvammi, tekr Dala-Kollr Ld. VII. 
mägr bans sott ok andat^iz. 27. Hgskuldr son Kolls var ä 
ungum aldri, er faöir bans andaöiz. Hann var fyrr fulIkomiDn 
at hyggju en vetra tglu. 28. Hoskuldr var vsenn maör ok 
gerviligr. Hann tök viÖ allri fgÖurleifÖ sinni ok büi; er sä 5 
beer viÖ bann kendr, er KoUr haföi bi\it ä; bann var kallaör 
slÖan d HgskuldsstoÖum. ♦ 29. Brätt varÖ Hgskuldr vinsaell i 
büi slnu, J>vl at margar stoSar runnu undir, bseöi fraendr ok 
vinir, er KoUr faöir.bans baföi s^r aflat. 

30. En. DorgertJr Dorsteinsdöttir, moöir Hgskulds, var pä lo 
enn ung kona ok en vsBnsta. Hon nam eigi ynöi k Islandi 
eptir dauSa Kolls; lysir bon ]?vf fyrir Hgskuldi syni slnum, at 
hon vill fara utan meÖ fjä,rblut )?ann, sem bon blaut. 31. Hgs- 
kuldr kvaz ]>at mikit ]?ykkja, ef ]?au sknln skilja, en kvaz \fd 
eigi mnndu }?etta gera at moti benni beldr en annat. SiÖan ]5 
kaupir Hgskuldr skip bälft til banda mööur sinni, er uppi st6t$ 
1 DggurÖarnesi. 32. Rfez PorgerÖr )?ar til skips meÖ miklum 
flärblut. En eptir )?at siglir DorgerÖr k baf, ok verÖr skip l>at 
vel reiöfara ok kemr viÖ Nöreg. 33. PorgerÖr atti 1 N6regi 
Doikit sBtterni ok marga ggfga frsendr. Peir fggnuöu benni vel 20 
ok bnt^n benni alla kosti, ^k sem bon vildi meÖ )?eim Hggja. 
84. Hon PorgerÖr tok J^vi vel, segir at J?at er bennar aetlan 
at stat^festaz }7ar i landi. 

als bestandteil eines beinamens ver- 16. kaupir H. skip hälft , ,H. kauft 

wendet, t. R. war gesetzsprecher die hälfte eines schiflFes". Wohl- 

950 — 69. Vgl. Egilssaga c. 29, 9. habende Isländer, die eine reise ins 

3. 4. hann var — vetra tglu, ,er ausländ beabsichtigten, kauften sich 

hatte bereits (männlichen) verstand, gewöhnlich einen an teil an einem 

als er dem alter {vetra tala) nach nach Norwegen abgehenden schiffe, 

noch ein Jüngling war", seine gei- uppi stob', „oben (d. h. auf 

stige entwickelung war früher voll- dem lande) stand**. Die schiffe 

endet als seine körperliche. wurden nach beendigter fahrt ans 

7. ä Hpskuldsatgtüum. H. liegt land gezogen und standen in dieser 
im Laxdrdalr südlich von der Laxä ; weise den ganzen winter, durch 
vgl. e. 5, 1 0. rollen (hlunnar) gestützt, gewöhnlich 

8. stotfar. So die membrane; der in einem zu diesem zwecke ein- 
gewöhnlich eplural von 5*0 Ö" ist s^oöir. gerichteten schuppen (nau^st). 

15. ai möti henni, «gegen ihren 17. i Dpgurb'amesi. Siehe c. 5, 6. 

willen". 19. kemr vib\ „gelangt nach". 



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16 l>orgerÖr gebiert den Hrütr. 

Ld. vn. 35. DorgerÖr var eigi lengi ekkja, äör maör varÖ til at 

^■m» biSja hennar. Sä er nefndr Herjolfr; bann var lendr maCr at 

virÖingu, auöigr ok mikils virör. 36, Herjolfr var mikill maÖr 

ok sterkr; ekki var bann frför mafir 8;^num ok po enn 8k9ru- 

5 ligsti i yfirbragSi; allra manna var bann bezt vigr. 37. Ok 

er at j^essum mälnm var setit, &iü PorgerSr 8V9r at veita, er 

bon var ekkja; ok meS frsenda sinna rdSi veikz bon eigi undan 

)?essum räöahag, ok giptiz DorgerÖr Herjolfi ok ferr heim til 

bris meÖ bonnm; takaz meÖ |?eim gööar ästir. 38. S^nir Por- 

10 gerör )?at brdtt af s^r, at bon er enn mesti skorungr; J>ykkir 

ok räÖabagr Herjölfs nü miklu betri en ät$r ok viröuligri, er 

bann befir fengit sllkrar konu, sem PorgerÖr var. 

Hrütr Herjölfsson wird geboren; torgerÖr kehrt nach Island zurück. 

VIII, I. Pau Herj61fr ok PorgeiÖr bof Öu eigi lengi äsamt 
verit, ä5r J?eim varÖ sonar auöit. Sä 8veinn var vatni ausinn, 

15 ok nafn gefit, ok var kallaör Hrütr. 2. Hann var snemmindis 
mikill ok sterkr, er bann 6x upp; var bann ok bverjam manni 
betr i vexti, bdr ok beröibreiör, miömjör ok limaör vel meÖ 
bondum ok fotam. 3. Hrütr var allra manna friÖastr synnm, 
eptir pvi sem verit bgföu J?eir Porsteinn moöurfaöir bans eöa 

20 Ketill flatnefr; enn mesti var bann atgervimaSr fyrir allra 
bluta sakir. 

4. Herjolfr t6k sott ok andaSiz; }?at t^otti m^nnum mikill 
skaöi. 5. Eptir pat fystiz PorgerÖr til Islands ok vildi vitja 
HQskulds sonar sins, pvi at bon anni bonum um alla menn 

25 fram, en Hrütr var eptir meÖ frsendum sfnum vel settr. 6. Por- 
gerÖr bjü ferÖ slna til Islands ok soekir beim Hoskuld son 



;t. mikils virtavj ,sehr angesehen", womit die namengebung verbunden 
6. dtti P. 8vpr at veita, „l>. hatte war, war schon eine heidnische 
das recht antwort zu geben", d. h. silte; s. zu Egilss. c 31, l. 
sie konnte als wittwe selbständig \b. Hrütr. Sowohl ITni^r als sein 
eine ehe schliessen (vgl. jedoch zu halbbruder ITpsÄwWr (§ 27 f.) spielen 
c. 19, II) — im gegensatz zu den auch in Njäls saga (c. Iff.) eine rolle; 
unverheirateten mädchen, die bei die erzählung übergeht aber dort 
der wähl des gatten rechtlich ohne ihre Jugend, behandelt andere be- 
allen einfluss waren. Siehe Grund- gebenheiten, oder die darstellung 
riss IP s. 217 f. ist etwas verschieden. Vgl. c. 19, 2 fg. 
14. vatni ausinn. Die besprengung 19. Porsteinn mötiu/rfatür hans, 
des neugebornen kiudes mit wasser, d. i. A raub'r. 



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H^skuldr heiratet. 



17 



sinn f Laxdrdal. Hann tök soemiliga viÖ moöur shmi; ätti hon M-Tin. 
auÖ fldr ok var meÖ Hgskuldi til dauöadags. 7. Fäm vetrum ^^* 
slöar tök PorgerÖr banasott ok andaöiz [ok var hon i hang 
sett, en] H^skuldr tok fö allt, en Hrütr bröÖir hans &tti hälft. 



Hoskulds heirat und kinder. 

IX, 1. I peunsi tima rfeÖ Noregi Häkon AÖalsteinsföstri. 5 
Hoskuldr var hirSmaSr hans; hann var jafnan sinn vetr hvärt 
meS Häkoni konungi eÖa at bül sinu; var hann nafnfrsßgr 
maÖr bseöi 1 Noregi ok d Islandi. 2. Bi9rn h^t maÖr; hann 
bjo 1 BjarnarfirÖi ok nam }>ar land; viS hann er kendr Qgr&rinn. 
S& fjorÖr skerz 1 land norÖr frä SteingrimsfirÖi , ok gengr )?ar lo 
fram hals i milli. 3. Björn var störsettaSr maÖr ok auöigr at 
f6. Ljüfa h^t kona hans. Deira dottir var Jorunn; hon var 
vsen kona ok ofldti mikilt; hon var ok skorungr mikill i vits- 
munum. Sä }?ötti ]>& kostr beztr { ollam VestfjgrÖum. 4. Af 
)?essi konu hefir Hoskuldr fr6tt ok J?at meÖ, at Björn var beztr 15 



3. 4. [ok — sett]. Die ursprüng- 
lichkeit dieses satzes kann nach den 
handschriftlichen Verhältnissen zwei- 
felhaft sein. 

4. ätti hälftj d. h, sollte von rechts 
wegen den halben nachlass der mutter 
erben. 

5. Hdkon AtÜaUteinsföstri. Dieser 
norwegische könig (so benannt, weil 
er von dem angelsächsischen köoige 
^Öelstan erzogen war), der jüngste 
söhn des Haraldr härfagri, regierte, 
nachdem er seinen halbbruder Ei- 
rikr — blöÖÄx genannt — vertrieben 
hatte, 935—961. 

7. nafnfrasgrf .berühmt". 

9. lU. Bjamarfirt^i — Stein- 
grimsfirtfi. Der Bjamarfjprb'r und 
der etwas südlichere Steingrima- 
fjorbr schneiden sich beide — als 
Verzweigungen des grossen meer- 
busens Hünaflöi — in westlicher 
richtung in die grosse nordwestliche 
halbinsel Islands (die jetzige Stranda 
sysla) hinein. 

Sagabibl. IV. 



9. vitf hann er kendr^ „nach ihm 
ist benannt *". 

10. nortür frdf »nördlich von". 

1 1 . hals, hier = bergrücken; gengr 
par fram h. i miUi, d. h. ein b. 
scheidet die zwei meerbusen. 

J2. Jorunn. üeber die frau des 
Hoskuldr enthalten die texte der 
Landnamab6k einander wider- 
sprechende angaben. Gewöhnlich 
wird sie Hallfridr genannt; die 
haupthandschrift bezeichnet sie als 
tochter des t>orbjorn aus Haukadalr. 
Vergl. LandnÄmabök II, cnpp. 17. 18. 
22. 25. 

1 4. Yestfjortium. VestfirtSir wird 
die uord westliche, an buchten (/ir^rir) 
besonders reiche halbinsel Islands 
genannt; doch kann der name auch 
das ganze westviertel Islands be- 
zeichnen. 

15. oA: pat meb\ ,und das zugleich 
(erfuhr er)*. 

beztr, ,der beste", d. h. der reichste 
und angesehenste. 

2 



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18 Die heimat Hoskulds. 

Ld. Et. büüdi ä ollum Str^ndum. 5. Hoskuldr reiÖ heiman me8 tianda 
mann ok scekir heim Björn bonda i BjarnarfjgrÖ. Hoskuldr 
fekk )?ar gö8ar viÖtokur, )>vf at Björn kunni goß skil ä honum. 
6. S18an vekr H98kuldr bönorÖ, en Bji^ro svarar )?vf vel 
5 ok kvaz psit hyggja, at dottir bans mundi eigi vera betr gipt, 
en veik po til hennar rä.8a. 7. En er )?etta mal var viö 
Jörnnni roett, p& svarar hon ä )?es8a leiÖ: 

„Dann einn spurdaga h9fam v6r til )?in, Hoskuldr! at v6r 

viljum j^essu vel svara, pyi at ver hyggjum, at fyrir f^eiri konu 

10 s6 vel söt, er p^r er gipt; en p6 man faöir minn mestu af 

räÖa, pyi at ek mun ])\i sam)?ykkjaz h6r um, sem hann vill." 

8. En hvärt sem at )?essum mälum var setit lengr eÖa 

skemr, pä varÖ )?at af rä,8it, at Jorunn var fgstnuÖ H^skuldi 

meÖ miklu f6; skyldi bruUaup )?at vera ä H9skuldsstoÖum. 

15 9. RfÖr Hoskuldr nü f brott viÖ svä büit ok heim til bAs sins 

ok er nd heima, til )?ess er bo8 }?etta skyldi vera. 10. Soekir 

BJ9rn noröan til boösins meÖ friÖu fyruneyti. H98kuldr hefir 

ok marga fyrirboÖsmenn, baeöi vini sina ok fraendr, ok er 

veizla j^essi en 8k9ruligsta. !!• En er veizluna )?raut, p& ferr 

20 hverr heim til sinna heimkynna meÖ göÖri vinättu ok soemi- 

ligum gjofum. 12, J6runn Bjarnardöttir sitr eptir ä Hoskulds- 

st9Öum ok tekr viÖ büs umsyslu meÖ Hoskuldi. 13, Var )?at 

brätt auÖsaett ä hennar h9gum, at hon mundi vera vitr ok vel 

at s^r ok margs vel kunnandi, ok heldr skapstor jafnan. Vel 

25 var um samfarar )?eira H9skulds ok ekki mart hversdagliga. 

14. H9skuldr geriz nü h9f8ingi mikill; hann var rikr ok 

kappsamr, ok skortir eigi f6; p6tti hann i engan staÖ minni 

1. Strpndum. Strandir iiewai m&Tk 19. praut, unpers., »als es mit 

die ausgedehnte nordostküste der dem gastmahl zu ende war". 

VestfirÖir-halbinsel. 23. hogum^ „benehmen". 

1. 2. metf tiunda mann, „selb- 24. margs vel kunnandi, „im be- 

zehnt", = viti t m. sitze vieler nützlicher kenntnisse". 

6. veik pö til hennar rdb'a, „stellte Vgl. H^v. 54. 

dennoch (die sache) ihrer ent- 25. ekki mart hversdagliga, „nicht 

Scheidung anheim". vieles (d. h. sie wechselten nicht 

10. s6t. Sjä fyrir, „für etwas viele werte) für gewöhnlich", 

sorgen'*. 27. skortir, unpers., mit ß als 

10. 11. mestu afrätSa, ,am meisten objekt. 
hierüber bestimmen", d. h. das ent- i engan statS, „in keiner hin- 
scheidende wort zu sprechen haben, sieht". 



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/ 



Die kioder Hoskiilds. 



19 



fyrir s^r en Kollr faöir hans. 15, Hoskuldr ok Jörnnn li9föu M« IX. 
eigi lengi äsamt verit, äör }?eim var8 barna aaöit. 16. Son ^* 
l?eira var nefhdr Porleikr; hann var elztr barna )?eira; annarr 
h6t BärÖr. D6ttir I>eira h6t HallgerÖr, er siöan var kglluÖ 
langbrök; 9nnur döttir j>eira h6t PariÖr. 011 vdru bgm H98- 5 
kiilds efnilig. 

17. Porleikr var mikill maör ok sterkr ok enn syniligsti, 
fklktr ok 6j>;^8r; )?6tti mgnnum Bk svipr ä um hang skaplyndi, 
sem bann mundi ver5a engl jafnaQarmaÖr. 18. H9Bknldr sag5i 
^at jafnan, at bann mundi mjok Ifkjaz f seit )>eira Strandamanna. 10 

19. Bdrör Hgskuldsson var ok skoruligr maÖr s;^num ok 
vel viti borinn ok sterkr; J?at bragÖ baföi hann & s6r, sem 
hann mundi likari verSa f98urfr2endum sfnum. 20« BdrSr var 
hoegr maSr 1 uppvexti sfnum ok vinssell maÖr. H9skuldr unni 
honum mest allra barna sinna; stöS nü räSahagr H98kulds meS 15 
miklum bloma ok virSingu. 

21. Penna tima gipti Hgskuldr Grö systur sfna V6leifi 
gamla. Peira son var Holmggngu-Bersi. 



Viga-Hrappr. 

Hrappr h6t maÖr, er bj6 f Laxärdal fyrir norSan 
äna gegnt H9skuldsst98um. Sä boer h6t siSan k Hrapp8st9Sum; 20 
pSiT er niü auSn. 2. Hrappr var SumarliSason ok kallaSr 



X, 1. 



5. langbrök, n^SMge bösen tragend '^ . 
Die Ursache des beinamens ist un- 
bekannt. HaUgertSr l, eine der 
hauptpersonen der Njäls saga, 
ist ein dämonischer cbarakter; sie 
heiratet dreimal und verursacht 
jedesmal den tod ihres gatten. 

7. enn syniligsti, „von sehr an- 
sehnlichem aeusseren". 

8. öpytir, »ungesellig'*. 

9. jafnatfarmatir, „ friedfertige^ 
mensch". 

10. likjaz i astt peira Stranda- 
manna, ,dem geschlecht der leute 
von Strandir (welchem seine mutter 
entsprossen war) nacharten*'. 



17. örJ;vgl.LandnAmabökII,c.l8. 
Es ist in isländischen sagas un- 
gewühnlichy dass eine person so 
erwähnt wird, ohne zuvor dem leser 
vorgestellt zu sein. Im anfang der 
Laxd. geschieht dies jedoch wieder- 
holt (vgl. torsteinn rauSr c. 4 und 6, 
Älfdis c. 7, torsteinn surtr und Hall- 
steinn c. 1>», Ingjaldr c. 11) und kann 
vielleicht darauf hindeuten, dass der 
Verfasser sich hier excerpierend 
verhält. 

18. Höhngongu - Bersi , „zwei' 
kämpf- B.", ein aus der Kormaks 
saga bekannter mann, zugleich skäld 
(vgl. c. 18). 

21. autSn, „unbebautes land". 
2* 



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20 



Viga- Hrappr. 



Ldr X. Vfga- Hrappr; bann var skozkr at foönraßtt, en moÖurkyn lianfl 
var allt i SuÖreyjum, ok )?ar var bann foeöingi. 3. Mikill 
maSr var bann ok sterkr; ekki vildi bann lata sinn hlnt, ]>6 
at mannamunr vseri n9kkarr; ok fyrir ]>B,t er bann var 6dsell, 
5 sem ritat var, en vildi ekki boeta l^at, er bann misgerSi, ]?& 
flyöi bann vestan um baf ok keypti s^r ]>& jorÖ, er bann bj6 L 
4« Kona bans b^t Vigdis ok var Hallsteins dottir; son 
|>eira bot SumarliSi. BröSir bennar b^t Dorsteinn surtr, er p& 
bjü 1 Pursnesi, sem fyrr var ritat; var };ar SumarliÖi at fostri 

10 ok var enn efniligsti maÖr. 5, Dorsteinn hafÖi verit kv4nga8r; 
kona bans var p& pnduÖ. Doetr ktü bann tvser; b^t ^nnur 
GuÖrlÖr, en onnur Osk. 6, Dorkell trefiU dtti GuÖriÖi, er bjo 
f SvignaskarÖi; bann var boföingi mikill ok vitringr; bann var 
RauSabjarnarson. 7. En Ösk, d6ttir Dorsteins, var gefin breiS- 

15 firzkum manni; sä b^t Dörarinn. Hann var braustr ma5r ok 



1. Viga- Hrappr, „totechlags-O." 
Dieser Zusatz ward häufig dem namen 
gewalttätiger männer angefügt; vgl. 
Viga-Styrr, Viga-Kolr, Viga-Sküta, 
Viga-Glümr usw. Eigentümlich aber 
ist es, dass der name Viga-Hrappr 
mehrmals in den isländischen sagas 
(Laxd. c. 63, 35, ^jals saga c. 87—9?) 
Personen von zweifelhaftem Cha- 
rakter beigelegt wird. 

2. Sutfreyjar, die Hebriden. 

3. lata sinn hltd, „nachgeben'^. 

4. mannamumTf „unterschied der 
männer^; po m. vasri, »auch dem 
mächtigeren gegenüber". 

6. vestan, d. h. nach Island. Diese 
in Norwegen übliche bezeichnung 
ward hergebrachter weise auch von 
den aus Norwegen ausgewanderten 
Isländern gebraucht. 

7 fg. Die hier gegebenen Perso- 
nalien weichen von der Landnäma- 
bök mehrfach ab. Hallsteinn (vgl. 
unten c. 34, 18) ist der häuptliog H. 
goSi (söhn desi^örölfr mostrarskegg). 
Seine tochter Vigdis ist sonst un- 
bekannt^ SumarliÖi (vergL unten 



c. 17, 9) wird nur noch in Land- 
nämabök JI, c. 17 erwähnt Gu5ri3r, 
die tochter torsteins surts, nennt 
Landnämabök (II, c. 23) tördis; Ösk 
ist nach derselben quelle an Steinn 
mjoksiglandi verheiratet (bdrarinn 
dagegen heisst der söhn I>or* 
Steins). 

9. i Pörsnesi, sem fyrr var ritat 
Der Verfasser irrt sich. Der Wohn- 
ort torsteins surts ist früher nicht 
angegeben (vgl. c. 6, 10). Pörsnes 
ist eine halbinsel an der Südseite 
des BreiÖifJ9rÖr. 

12. trefiUj „faser*, beiname. 

13. Svignaskar^f hof im südwest- 
lichen Island (in der landschaft 
BorgarfjorÖr). 

vitringr, „verständiger mann". 

1 4. Bautiabjamarson. Bautfabjprn 
ist eigentlich der name Bj^m mit 
dem Worte rautii, „sumpfeisenstein" 
(als beiname verwendet), zusammen- 
gesetzt; B. wird dadurch als eisen- 
schmied bezeichnet. 

14. 15. breiüfirzkum, „ausdenland- 
schaften rings um den Brei5iQ9r5r". 



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börör goddi. 21 

vinssell ok var meÖ Porsteini mägi sfnum, )?vi at Dorsteinn var M. X. 
pä hniginn ok )?nrfti um8;^slu )?eira mJ9k. ^^* 

8« Hrappr var flestnm m^nnam ekki skapfeldr; var hann 
ägaogssamr viÖ näbiüa sina; veik hann d ]>at stundum fyrir 
)^eim, at J^eim mundi )>UQgb;^lt verSa f ndnd honum, ef ]>eir 5 
heidi nokkarn annan fyrir betra mann en bann. 9. Ed boendr 
allir toku eitt rä.8, at peir f6ru til Hoskalds ok sogSu honum 
sfn vandrsBÖi. 

Hoskuldr baS s^r segja, ef Hrappr gerir )?eim n^kkut 
mein, — »K^ at hvärki skal han rsena mik mgnnum n6 fö/ 10 

]7Ör$r goddi und seine trau Vigdis. 

XI, !• PörÖr goddi h6t maör, er bjö f Laxärdal fyrir 
norSan ä, sä beer heitir sfSan & 6oddagt98am. Hann var 
auömaör mikill; engi dtti hann b9rn; keypt haffii hann jgrÖ 
p&, er hann bjo k. 2. Hann var näbiii Hrapps ok fekk opt 
^UDgt af honam. Hoskuldr sä um meb honum, Bvä at hann 15 
helt büstaS sfnum. 3« Vfgdfs bot kona bans ok var Ingjalds 
dottir, Oläfssonar feilans. BröÖurdottir var hon Porßar gellis, 
en systurdöttir Dörolfs rauönefs frä SauCafelli. 4. Porölfr var 
hetja mikil ok ätti goöa kosti. Frsendr bans gengu l^angat 
jafnan til ti'austs. Vfgdfs var meir geiin til fjär en brautar- 20 
gengis. 

5. t>6rSr ä^tti prsel ]7ann, er lüt kom meS honum; sä hat 
Asgautr. Hann var mikill maör ok gerviligr; en )?6tt hann 
vseri ];rsell kallaSr, p& mättu fdir taka hann til jafnaöarmanns 
vis sik, p6U frjälsir h^ti; ok vel kunni hann at )rj6na sfnum 25 



4. veik hann d pat, „er be- 19. dtti götfa kosti , „war wohl- 
rührte*, habend". 
6. betra, „vorzüglicher". 19.20. gengu — til trausts, „suchten 

hilfe" 

11. goddi. beiname von un- ^ .., >..^ 

bekannter bedeutung. '^^- 2.' • ♦^♦' f ''« *»' ^^f '^ ^^f' 

, . ,, , ^. argengiSj „mehr um des geldes 

16. 17. Insialds dötttr D.ese an- ^.,j^„ verheiratet als um (in ihrem 

gäbe ist unrichtig: nach der Und- ^^^„^^ ^.„^ ^^„j^^ ^„ bekommen", 

nimabök (II, c. 19) war Vigdis eine y , G^undriss II « s. 218. 

tochter des Ölifr feilan, folglich eine 24. 25. taka hann til jafnaUr- 

schwester des Ingjaldr. ^^^ ^.^ ^^ ^^^^^ .^^ ^^ ^.^ 

18. rfflH&ne/V', .rotnasig". Pördlfr seite stellen'. Vgl. Über den mann- 

r. ist sonst nicht bekannt. ja/nad'r Grundriss IP, 25U— 51. 



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22 H98kuldr reist nach Norwegen. 

Ld. XI. yfirmanni. Fleiri ätti PorÖr f^raela, p6 at pe&Bi s6 einn 
^*^* nefndr. 

6. PorbJQrn h^t maSr; hana bjo f Laxärtdal et nsesta 
P6rSi upp frä boe hans ok var kallaSr skrjiüpr; auSigr var bann 

5 at f6; mest var )?at l guUi ok gilfri; mikill maSr var bann 
vexti ok rammr at afli; engl var bann veifiskati vi8 al^^;^Su manns. 

H9skuldr reist nach Norwegen. 

7. Hoskuldi Dala-KoUssyni ]>6tti )>at ävant um rausn sfna, 
at bonum pötü beer sinn büsaör verr, en bann vildi. 8. SlÖan 
kanpir bann skip at bjaltnesknm manni. Pat skip st68 uppi 

10 i Bl9nduÖ8i. Pat skip b^r bann ok lysir )?vf, at bann aetlar 
ntan, en Jurunn varöveitir bii ok born l^eira. 9« Nu lata l'eir 
f baf, ok gefr J^eim vel, ok tOku Nöreg beldr siinnarliga; komu 
vis HorSaland, )7ar sem kaupstaSrinn f BJQrgvin er sfSan. 

10. Hann setr upp skip sitt ok ätti ]7ar mikinn frsenda afla, 
15 )>6tt eigi 8^ b^r nefndir. Pk sat Häkon konungr f Vikinni. 

11. Hosknldr for ekki a fund Hä^konar konungs, )>v{ at frsendr 
bans töku par viÖ honnm bäSum bondum. Var kyrt allan 
j?ann vetr. 

Hoskuldr kauft die sklavin Melkorka. 

XII^ 1. Dat vartü tii tfSenda um sumarit ondvert, at 
20 konungr for f stefnuleiSangr austr i Brenneyjar ok geröi friÖ 



4. upp frdj „oberhalb", d.h. tiefer Bjprgvin, die Stadt Bergen in 

im tale, weiter von der talmiindung, Norwegen, 

näher dem central -hochlande. 15. 86^ mit weggelassenem subj.: 

skrjüpr, „hinfiillig" (?) , beiname. peir (d. i. frcendr). 

torbJ9rn sk. sowohl als sein söhn Vikinni. Vikin (d. i. die bucht) 

Lambi (siehe c. 22 ff.) sind sonst werden die landschaften im sUd- 

nicht bekannt. liehen Norwegen rings um den 

6 engi veifiskati viti alpytfu Chris tianiaQord, besonders die an 

manns, „kein Verschwender (d. h. der ostseite belegenen, genannt, 

ziemlich karg) dem gemeinen mann 17. hdtium hpndum, ,mit beiden 

gegenüber". bänden", d.h. sehr freundschaftlich. 

9. hjaUneskum, „gebürtig von 20. for i stefnuleitüangry „unter- 
den Shetlandsinseln" (Hjaltland). nahm einen zug mit dem kriegsheer, 

10. i Blgnduösiy ,,an der mündung nach der angesesetzten zusammen- 
des flussesBiawda" (im nördl. Island), kunft (sfe/wa)". Ueber den ici&an^r 

13. HprtSalandj landschaft im vgl. zu Egilssaga 9, 1. 

westlichen Norwegen. Brenneyjar, eine au der damaligen 



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Hoskuldr kauft die Melkorka. 



23 



fyrir land sitt, eptir )?vi sem \qg stööa til, et priöja hvert Ld.XII. 
snmar. 2. Sä fundr skyldi vera lagör h9fÖingja i milli at 
setja )?eim mälam, er konungar dttu nm at dcema. 3. Dat 
]76tti skemtanarfor at soekja j^ann fund, ]fyi at }>aiigat k6mn 
menn nsBr af 9llam londum, }>eiin er v6r hgfam tlöendi af. 5 
4. Hoskuldr setti fram skip sitt; vildi bann ok soekja fand 
j^enna, p\i at bann baföi eigi fundit konung & )?eiin vetri. 
Pangat var ok kanpstefnu at soekja. 5. Fandr j^essi var all- 
^glmennr; )?ar vai^ skemtan mikil, drykkjur ok leikar ok alls- 
kyns gleöi; ekki varÖ )?ar til stortföenda. Marga bitti Hos- lo 
kuldr }?ar frsendr sfna, ]>k sem i Danmorku vä,ra. 

6. Ok einD dag, er H9skuldr gekk at skemta s6r meö 
nokknra menn, sk bann tjald eitt skraatligt Qarri oSram büöam. 
7. Hgskuldr gekk )?aiigat ok 1 tjaldit, ok sat )?ar maÖr fyrir 
i guöveflarklsßöum ok baftJi gerzkan hatt & bgföi, 8. Hos- 15 
kuldr spurÖi {^ann mann at nafni; bann nefndiz Gilli, — „en pk 
kannaz margir viÖ, ef beyra kenningarnafn mitt: ek em kallaör 
Gilli enn gerzki\ H9skuldr kvaz opt bafa heyrt bans getit; kalla?5i 
bann f^eira manna auögastan, sem verit bQf 8u i kaupmannalogum. 

9. Da mselti H9skuldr: „t^A munt bafa p& bluti at selja 20 
oss, er vir viljum kaupa". 

10. Gilli spyrr, bvat peiT vilja kaupa forunautar. 
H98kuldr segir, at bann vill kaupa ambätt nokkura, — 

„ef pti befir at selja*. 



reichsgrenze zwischen den drei 
skandinavischen königreichen ge- 
legene Inselgruppe, die zu Däne- 
mark gehörte. Eine dieser Inseln 
(vor der mündung des flusses Götaelf, 
nahe bei Gotenburg, liegend) führt 
noch heute den namen Breunö. 
Austr IB.: Da die B. zu der öst- 
lichen hallte der skandinavischen 
halbinsel gehören, wird die richtung 
von Norwegen nach den B. als 
östlich bezeichnet, obwol diese 
B. ziemlich genau südlich von 
Vikin liegen. 

s. 22, z. 20. ger^i firib'y , erneuerte 
den frieden". 

1. eptir pvi sem Ipg stötfu til, 



„der besühaffenheit des gesetzes 
gemäss", d.h. infolge der vertrags- 
mässigen bestimmungen (nämlich 
dass der friede Jeden dritten sommer 
erneuert werden sollte). 

3. setja peim mdlum, „diese 
Sachen abmachen". 

1 .5. gutSvefjar-. Von gutSvefr, wörtl. 
„gottesgewebe", wahrscheinlich ein 
feines wollenzeug. 

gerzkan, „russischen*, (aus „GartSa- 
Hki''). 

18. kaUatiij sc. Hoskuldr. 

19. i kaupmannalpgum, „in der 
Verbindung der kauf leute*; vera i k., 
= vera kaupmadr. 



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24 Hoskuldr und Melkorka. 

Ld.XIL 11. Gilli svarar: „|^ar )>ykkiz p€r leita m^r meinfanga um 

)?etta, er ]?€t faliÖ ]>& hluti, er );6r aetliÖ mik eigi til hafa; en 
)7at er )?ö eigi räSit, hvärt svä berr til". 

12, Hoskuldr sä, at um }?vera büöina var fortjald. Dd 
5 lypti Gilli tjaldinu, ok sä Hgskuldr, at tolf konur s4tu fyrir 
iunan tjaldit 13. Pä mselti Gilli, at Hoskuldr skyldi j^angat 
gauga ok Ifta ä, ef hann vildi nokkura kaupa af ]7essum 
konum. H98kuldr gerir svä. Djer sätu allar saman um )?vera 
büSina. 14. H9skuldr hyggr at vandliga at konum )7essum. 
10 Hanu sä, at kona sat üt yit$ tjaldskgrina; sü var illa kisedd. 
Hgskuldi leiz konan frfÖ s^num, ef ngkkut mätti ä sjä. 

15. Da msßlti Hgsknldr: „hversu d^r skal sjä kona, ef ek 
vil kaupa?* 

Gilli svarar: „)?ii skalt reiSa fyrir hana }?rjär merkr silfrs*. 
15 16. „Svä viröi ek**, segir Hoskuldr, „sem j?ü munir ))es8a 

ambätt gera heldr dyrlagöa, pvl at peitSL er }?riggja verÖ". 

17. Pä svarar Gilli: „r6tt segir p^ l^at, at ek met hana 
d;^rra en aörar; kj6s nü einhverja af f^essum ellifu ok gjalt 
j?ar fyrir mork silfrs, en )?e8si s6 eptir i minni eign". 
20 18. Hgskuldr segir: „vita mun ek fyrst, hversu mikit silfr 

er f 8J68 )?eim, er ek hefi ä belti m6r", — biör Gilla taka 
vägina, en hann leitar at sjöönum. 

19. Pä maßlti Gilli: „|>etta mal skal fara ov^lt af minni 
hendi, ]>\l at ä er IjoÖr mikill um räÖ konunnar; vil ek, at 

25 )>ii vitir }?at, Hgskuldr, äÖr vit släim kaupi pessu". 

20. Hgskuldr spyrr, hvat ]7at vaeri. 

Gilli svarar: „kona )?essi er ömäla; hefi ek marga 
vega leitat mala viÖ hana, ok hefi ek aldri fengit or8 

I. leita nUr meinfanga, „mich in prjdr merkr silfrs , ca. lOS rm. 
Verlegenheit zu setzen suchen" j ( 1 mark silber = Vi kilogramm silber 
meinfang j „Verlegenheit". = 36 rm.), — entsprechen aber tat- 

3. rdtiit^ ^abgemacht**. sächlich etwa 1 080 rm., daderkauf- 

4. fortjald j „Vorhang", = tjald wert um das jähr lOüO ungefähr zehn 
(z. 5 — 6). mal grösser war als jetzt. 

II. ef npkkut mdtti d sjd (un- 16. äyrlagtia, „kostbar", von dyr- 
persönlich), ,so weit man sehen lagdr, »teuer angeschlagen**, 
konnte" (eigentlich: insofern etwas p^99JcLt seil, ambdtta. 
sichtlich war). 23. öväty „ohne falsch**. 

14. reitia, „auszahlen**, eigentlich 24. Ijötür, „fehler". 
, schwingen". 27. 28. marga vega leitat m4la 



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Hoskuldr und Melkorka. 25 

af heDni; er )>at at visu min aetlan, at }>essi kona kunni eigi M.xn 
at mdßla''. 

21. Pä segir Hgsknldr: «l&t fram reizluna ok sjäm, hvat 
vegi sjoÖr sä, er ek hefi h6r". 

Gilli gerir svd; reiöa nü silfrit, ok väru )?at pvj&r merkr 5 
vegnar. 

22. P& mselti Hoskuldr: „svä hefir du til tekiz, at l^etta 
mnn verSa kaup okkar; tak pA {& ]?etta til |>in, en ek mun 
taka vis konu l^essi; kalla ek, at pti hafir drengiliga af );essu 
mkli haft, )7vi at visu vildir pt mik eigi falsa i {^essu^. SiSan lo 
gekk Hoskuldr heim til büSar sinnar. 

23. I>at sama kveld rekSi HQskuldr hj& henni. En um 
morguninn eptir, er menn foru f klaeM sin, maelti Hoskuldr: 
.litt s6r störlsBti ä klaeöabünaöi )?eim, er Gilli enn auftgi hefir 
)?6r fengit; er )?at ok satt, at honum var meiri raun at klseÖa 15 
tölf en m6r eina*. 

24. SiSan lauk Hoskuldr upp kistu eina ok tok upp g68 
kvennmannskiseöi ok seldi henni; var )>at ok allra manna mal, 
at henni semöi goÖ klaeöi. 

25. En er h9f8ingjar hoföu )?ar mselt pe\m mälura, sem 20 
pk stööu l(jg til, var slitit fundi )>essum. 26. SiÖan gekk 
H9skaldr ä fund Häkonar konungs ok kvaddi hann vir^^uliga, 
sem skapligt var. 

KoDungr sä viS honum ok mselti: „tekit mundu v^r hafa 
kveöju pinni, H^skulär, )?öttu heföir nokkuru fyrr oss fagnat, 25 
ok svä skal enn vera^. 



vt9 Aana, „auf mancherlei weise ver- 14. störlasti, „iieigebigkeit^; hier 

sucht, sie zum sprechen zu bewegen", objekt des satzes. 

:3. reizluna, „den besemer*. 15. ^aun, „beschwerdo". 

5. reitSa, seil. />eir ,g ^^ ^ ^ 1^ ^.^ ^.^^ 

t. vegnar, .an silbergewicht«; (^^ kleiden)«. 
mork vegtn im gegensatz zu mork , ,, *.. ^ , , 

taUn, d.h. ausgemünztes (und\u ^^' ^vennmanmkla^tii. In der be. 

leichtes) Silber - in Island nicht ^^"♦"°& .kleidung« wird k^t 

gangbar. immer im plur. gebraucht. 

8. okkar, gen. pl. von vit; ge- '9. at henni semtSi (impf, conj.), 

wohnlicher und wahrscheinlich ur- «dass ihr (gut) standen«. 
sprUnglicher ist in dieser Verbindung 24. sä viti honum , „betrachtete 

okkart (pron. poss.). ihn". 



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26 Die beimkehr Hoskulds. 

H98kuldT kehrt nach Island zurück. 

M, XIII, l. Eptir }?etta t6k konungr meÖ allri blföu Hos- 

"^"* kaldi ok ba8 bann gaoga & sitt skip, — „ok ver me8 oss, 
meöan }?ü vill 1 Noregi vera". 

2. Hgskuldr svarar: „hafiÖ j>okk fyrir boÖ yövart, en nü 
5 ä ek pGÜSL sumar tnart at starfa; hefir pat mjok til haldit, er 

ek hefi svä lengi dvalit at soekja yövarn fand, at ek aetlaöa 
at afla m^r hüsaviöar''. 

3. Konungr baÖ bann balda skipinu til Vikrinnar. Hgs- 
kuldr dvalÖiz nie8 konungi um hriS. Konungr fekk honum 

10 hüsaviö ok 14t ferma skipit. 

4. t>4 mselti konungr til Hoskulds: ,,eigi skal dvelja |^ik 
her meö oss lengr, en )?6r Ifkar, en pö )?ykkir oss vandfengit 
manns i rüm )?itt", 

5« SfÖan leiddi konungr Hgskuld til skips ok mselti: „at 
15 s6mamanni befi ek l^ik reyndan, ok nser er |>at minni setlan, 
at pti siglir nü et sfÖasta sinn af N6regi, svä at ek sjä b^r 
yfirmaÖr". 

6, Konungr dr6 guUhring af bendi s6r, )?ann er vä mgrk, 
ok gaf Hgskuldi, ok sverÖ gaf bann bonum annan grip, )?at 

20 er til kom bälf mork gulls. 

7. Hgskuldr )?akkaÖi konungi gjafirnar ok l?ann allan 
soma, er bann bafÖi fram lagit. SiÖan stigr Hgskuldr ä skip 
sitt ok siglir til bafs. 8. Deim byrjaöi vel ok komu at fyrir 
sunnan land; sigldu siöan vestr fyrir Reykjanes ok svä fyrir 

25 Snsefellsnes ok inn i BreiÖafjgrÖ. 



12. 13. vandfengit manns i rüm da gold damals ca. achtmal teurer 

/>i<f, „schwierig einen (andern) mann als Silber war, würde dessen wert 

an deiner stelle zu bekommen". tatsächlich auf ca. 2880 rm. sich 

14. 15. at sömam^anni, „als ehren- belaufen. Vgl. c. 12, 15. 

mann*. 20. er til kom half mgrk gtills, 

16. et sitiasta sinn. Es scheint ,das eine halbe mark gold (ca. 

hier angedeutet zu werden, dass 1440 rm.) wert war*, 

dieser besuch gegen ende der re- 22. fram lagit, „vorgelegt", d.h. 

gierung des königs Häkon statt- (ihm) bewiesen, 

fand; chronologische Schwierigkeiten 24. ReykjaneSy die südwestlichste 

machen jedoch diese annähme un- halbinsel Islands, 

wahrscheinlich. 25. SncefelUnes, halbinsel, die den 

18. vä mgrk, „eine mark wog". Faxafjor^r von dem nördlicheren 

Da der ring ein goldener war, und meerbusen BreiöifjorÖr trennt. 



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Die heimkehr H^skulds. 27 



9. n9skuldr lendi iLaxärOsi; laetr )^ar bera farm afskipi M. 
slnu, en setja upp skipit fyrir innan Laxä ok gerir )?ar hrof -^^^^'^ 
at, ok 86r par toptina, sem hann 16t gera hröfit. 10. Par 
tjaldaSi bann büSir, ok er pB.t kallaSr Bi!i8ardalr. SiSan 16t 
Hgskuldr flytja heim viöinn, ok var pat hoegt, pyi at eigi var 5 
loDg leit5. 11. RiÖr Hgskuldr eptir pst heim viÖ nykkara 
menn ok fser viÖt9knr göÖar, sem vän er; )?ar haföi ok fö vel 
haldiz siSan. 

12. Jörann spuröi, hver kona sü vaeri, er f ftjr var met5 
honam. .10 

H98kuldr svarar: ^svä mun pir }>ykkja, sem ek svara J?6r 
sksetingu; ek veit eigi nafn hennar". 

13. Jorunn mselti: „pat mun tveimr skipta, at sä kvittr 
mun loginn, er fyrir mik er kominn, eöa pt munt hafa talat 
viÖ hana jafnmart sem spurt hafa hana at nafni". 15 

14. H9skuldr kvaz p>e88 eigi }?raeta mundu ok segir henni 
et sanna, ok baS p& l^essi konu virkSa ok kvaÖ ]^at nser sfnu 
skapi, at hon vseri heima )7ar at vistafari. 

15. J6runn mselti: „eigi mun ek deila viÖ frillu pina, p& 
er pti hefir flutt af Nöregi, j^ott hon kynni eigi goöar nävistir, en 20 
nü pjlski m6r }?at allra synst, ef hon er baeöi dauf ok mällaus". 

16. H9skuldr svaf hj4 hüsfreyju sinni hverja nott, siöan 
hann kom heim, en hann var fkr viÖ frilluna. 

Ollnm m9nnum var auÖsaßtt störmenskumöt ä henni ok 
svä )?at, at hon var engi afglapi. 25 

Melkorka gebiert den Öläfr pai. 

17. Ok ä ofanverÖam vetri ):'eini fceddi frilla Hciskulds 
sveinbarn. SiSan var Hoskuldr J^angat kallaör, ok var honum 

1. i Laxdrösi, „in der mündung sein"; wörtl. „zwischen zwei dingen 
der Laxä (im Laxärdalr)". wechseln". 

2. fyrir innan, „nördlich von". 15. jafnmart sem, „so viel wie*, 
hröf „schiflFsscbuppen'*, = namt d. h. mehr als. 

3. ser, unpersonl.: „man sieht*. 20. ki/nni eigi götiar ndvistir, „sich 
7. 8. hafüi ok f6 vel haldiz Man, nicht gut zu betragen verstände". 

,auch war das gnt mittlerweile wohl 21. allra synst, „ganz und gar 

aufgehoben gewesen*. selbstverständlich". 

12. skasting, „neckerei". 24. störmenskumöt , „vornehmes 

13. tveimr skipta, „eiuB Yonheidau wesen". 



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28 Öläfr päi wird geboren. 

M. gynt barnit; syndiz honum sein 9ftram, at hann )?6ttiz eigi sdt 
^^^^* hafa vsenna barn n6 störmannligra. 

18. Hgskuldr var at spurör, hvat sveinninn skyldi heita. 
Hann baö sveininn kalla 01ä,f. )?vf at pk hafSi Ol&fr feilan 

5 andaz litlu 4Sr, moSurbroSir bans. 

19. Oläfr var afbragÖ flestra barna. H^skuldr lagÖi k^t 
mikla viÖ sveininn. 20. Um sumarit eptir mselti Jorunn, at 
frillan mundi upp taka verknaft n9kkum eöa fara 1 brott ella. 
Hosknldr baÖ bana vinna )?eim bjönum ok gaeta )?ar vi5 sveins 

10 sins. 21. En p& er sveinninn var tvsevetr, p& var hann 
almseltr ok rann einn saman sem fjogurra vetra gomul born. 
22. Dat var til tföeüda einn raorgun, er H98kuldr var 
geDginn üt at sjä um boe sinn; veör var gott, skein s61 ok var 
litt ä lopt komin; hann heyröi manna mkl. 33. Hann gekk 
15 l^angat til, sem loekr feil fyrir tünbrekkanni; sd hann l^ar tva 
menn ok kendi; var );ar Oläfr son bans ok mö?5ir bans; faer 
bann p& skilit, at bon var eigi mällaus, pyi at bon talaSi p& 
mart viÖ sveininn. 

24. SfSan gekk H9skaldr at l^eim ok spyrr bana at nafni 
20 ok kvaÖ henni ekki mundu stoöa at dyljaz lengr. 

Hon kvaS svä vera skyldu; setjaz ]?aa niör k tünbrekkuna. 

26. SlÖan mselti hon: „ef )?ü vill nafn mitt vita, pk heiti 
ek Melkorka". 

H9skuldr baÖ hana p& segja lengra sett sina. 
25 26. Hon svarar: „M^rkjartan heitir faSir minn; hann er 

konungr & Irlandi. Ek var )?aÖan hertekin fimtdn vetra g9mul*. 

Hosknldr kvaS hana balzti lengi hafa ]?agat yfir svk 
goöri aett. 

27. SlÖan gekk H9skuldr inn ok sagöi Joranni, hvat til 
30 n^lundu hafÖi gerz l ferÖ bans. 

Jorunn kvaz eigi vita, hvat hon segöi satt; kvaÖ s6r ekki 
um kynjamenn alla, ok skilja |>an )?essa rceöu. 



9. vinnüj .aufwarten". ländischen oberkönigs 926 — 943, 

15. fyrir tünhrekkunnif , unterhalb teils mehrerer kleiokönige, von 

der haide des den hof umgebenden welchen einer 963 getötet ward. 

grasfeldes". Ueber Melkorka vgl. Landn. II, c. 18. 

25. Myrkjartan, isländische um- 27. helzti, ,gar zu*, =helzti. 

bildung des keltischen Muircertach, 31.32. ser ekki um (qc\\. vera), „dn.8s 

bekannt als name teils eines ir- sie nicht gefallen daran finde". 



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Melkorka und Ö14fr. 29 

28. Var Jorann hyergi betr vift hana en &8r, en Hoskuldr Ld. 
D9kkQra fleiri. Ok litlu slöar, er Jorann gekk at sofa, togaöi XIII. 
Melkorka af henni ok lagöi skoklsBÖin ä gölfit. 29. Jorunn ^^^' 
tok sokkana ok keyrSi um h^fdÖ henni. Melkorka reiddiz 
ok setti hnefann ä nasar henni, svä at bloÖ varÖ laust. Hos- 5 
knldr kom at ok skilöi l^aer. 30. £ptir j^at l^t hann Melkorku 
{ brott fara ok fekk henni ]?ar büsta?) nppi f Laxirdal. Dar 
heitir siSan d MelkorkustgÖum — j>ar er nü auön — )?at er 
fyrir sunnan Laxä. 31. Setr Melkorka ^ar bü saman; faer 
Hgskuldr )?ar til büs allt )?at, er hafa ]7urfti, ok f6r Oläfr son 10 
l^eira meS henni. 32. Brätt s6r psd & Oläfi, er hann 6x upp, 
at hann mundi yer5a mikit afbragö annarra manna fyrir 
vsenleiks sakir ok kurteisi. 

Hallr, der bruder des Ingjaldr SauÖeyjargoÖi, wird von törölfr getötet. 

XIV, 1. Ingjaldr h6t maör; hann bj6 1 SauÖeyjum; )?aBr 
ligßja ä BreiSafirBi; hann var kallaÖr SauÖeyjargoÖi; hann var 15 
auöigr maÖr ok mikill fyrir s6r. 2. Hallr bot broöir bans; 
hann var mikill maör ok efniligr. Hann var fölltill maÖr; 
engl var hann nytjungr kallaÖr af flestum monnum. 3. Ekki 
väru I>eir broeör samj?ykkir optast; ]7ötti Ingjaldi Hallr litt vilja 
sik semja 1 siÖ dngandi manna, en Halli ]>6tü Ingjaldr litt 20 
vilja sitt räÖ hefja til )?roska. 

4. VeiÖistoÖ sü liggr ä BreiÖafirÖi, er Bjarneyjar heita. 
Dser eyjar eru margar saman ok väru mjok gagnauögar. I 
pB,nn tfma sottn menn )?angat mjok til veiöifangs; var ok }>ar 



3. akökUetiinf „das Schuhwerk". warten. Ingjaldr S. ist sonst un- 

4. sokkana, ,die strumpfe". bekannt. 

5. nasar, ,nase*; von nps, .nasen- \ §, nytjungr, „brauchbarer menscb*i 

loch". 4^ L 11 ' • • u 

w. i /. , ^.. i9- sampykmr, .einig". 

10. hafa burftt, unpers. . . , ., , 

11.«^ bat, unpers. ^ I . »t« rdti hefja t%l proska, „seine 

14. i SautSeyjum, Inselgruppe - Verhältnisse zum gedeihen zu brin- 

mit einer bewohnten insel - im f^"' ^•^- '^"^ ^^ «»^^^ ^««^^^^^ 

nordwestlichen Island. ^^^e zu verhelfen. 

lÄ. SaudeyjargoU, beiname, der 22. veitüistqtf, siehe c. 2, 8. 

Stellung igotfi) und wohnort angibt; Bjarneyjar, bewohnte Inselgruppe, 

doch wäre Saub'eyja- (gen. piur.) ungefähr mitten im BreiÖig9rÖr. 

für Sau^eyjar- (gen. sing.) zu er- 23. gagnautügar, „einträglich". 



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30 Halb und törölfr. 

^*- igglment mjok oUum ralssaram. 5. Mikit )?6tti spokum monnum 
undir )?vl, at menn aetti gott saman f ütverjum; var J>at pk 
msBlt, at in9iinam yrÖi ögaefra um veiÖifang, ef missättir yröi; 
gäfu ok flestir menn at pvl goöan gaum. 6. Dat er sagt 
5 eitthvert sumar, at Hallr, broöir Ingjalds SauÖeyjargoÖa, kom 
i Bjarneyjar ok setlaöi til fangs. 7. Hanu tök s^r skipan me8 
)?eim manni, er Pörölfr h4t. Hann var breiöfirzkr maör, ok 
bann var näliga laasingi einn fölauss, ok ]>6 Mligr maSr. 
Hallr er )?ar um hrfö, ok )?ykkiz hann mjgk fyrir oörum 

10 mgnnum. 

8, Pat var eitt kveld, at }>eir koma at landi, Hallr ok 
P6r61fr, ok skyldu skipta fengi slnu; vildi Hallr baeöi kjösa 
ok deila, pvi at hann )?6ttiz |?ar meiri raaör fyrir s6r. 9. Por- 
61fr vildi eigi lata sinn hlut ok var allsturortJr; skiptuz )?eir 

15 ngkkurum oröum viÖ, ok pötü sinn veg hvärum. Drifr ]>& Hallr 
upp hgggjärn, er Id bjä honum, ok vill foera f hofuÖ Dörolfi. 
10. Nu hlaupa menn f milli peira ok stgöva Hall, en hann 
var enn öCasti ok gat ]>6 engu ä leiÖ kömit at p\i sinni; ok 
ekki varÖ fengi j?eira skipt. 

20 11. ß6z nü Pörölfr & brott um kveldit, en Hallr tök einn 
upp fang J?at, er )?eir ättu bäöir, j?v( at p& kendi at rlkis- 
munar. Faer nü Hallr sör mann f sta8 Porölfs ä skipit; heldr 
nü til fangs sem ä8r. 12. P6r61fr unir illa viÖ sinn hlut; 
)?ykkiz hann mjgk svlvirör vera 1 ]7eira skiptum; er hann )?ar 

25 }?6 f eyjtinum ok hefir ]7at at vfsu f hüg s6r at r6tta )?enna 
krok, er honum var svä nauöuliga beygör. 13. Hallr uggir 

2. Mwdir, siehe Mübius' Glossar s.v. wohl den fang verteilen (dieser 
cetti gott saman ^ „sich gut ver- wurde in häufen entsprechend der 

trugen". zahl der teilnehmer geteilt) als 

i ütverjum f „auf den entlegenen (unter diesen häufen) wählen*. 

fischgründen". Kann auch sprichwörtlich gebraucht 

3. at — ögoefra^ „dass sie weniger werden. 

erfolg hätten". 14. lata sinn hlut, „zu kurz 

6. tök — skipan, „verschaffte sich kommen*, 

einen platz auf einem schiffe*. 16. hgggjärn, ,haueisen*. 

8. lausingi, „landstreicher*; auch 21. 22. pd kendi at (adv.) riUs- 
leysingi. munar (gen. sing.), „hieran merkte 

9. 10. fyrir ptirum monnum, ,vor- man nun den machtunterschied (dass 
nehmer als andere leute". Hallr ein mächtigerer mann als tör- 

12. fengi, „fang*; = fengr. ölfr war)". 

12. 13. bcetii kjösa ok deila , „so- 25.26. r6tta pennakrök, er honum 



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Hallr wird getötet. 31 

ekki at s6r ok biigsar )>at, at engir menn muDi )?ora at halda Ld. 
til jafns vis hann }?ar f ätthaga hans. ^^* 

14. Dat var einn goöan veördag, at Hallr reri, ok väm 
)?eir ]?Tlr & skipi; bftr vel & um daginn; r6a J?eir heim at 
kveldi ok eru mjgk kdtir. 15. Dorolfr hefir nj6sn af athofn 5 
Halls um daginn ok er staddr 1 vorum um kveldit, )?ä er )?eir 
Hallr koma at landi. 16. Hallr reri f hälsi fram. Hann 
hleypr fyrir borÖ ok aetlar at taka viÖ skipinu. Ok er hann 
hleypr ä land, pä er Dörölfr )?ar naer staddr ok hoggr til hans 
)?egar; kom hoggit ä hälsinn viÖ herÖarnar ok fykr af hofuÖii 10 
Dorolfr 8n;^r & brott eptir )^at, en }?eir fölagar Halls styrma 
yfir honum. 

17. Spyrjaz nü J^essi tßendi um eyjarnar, vfg Halls, ok 
)?ykkja j?at mikil tfÖendi, J?vi at maÖr var kynstorr, )?6tt hann 
heföi engi auÖnumaÖr verit. 15 

18. Pörolfr leitar nü k brott 6r eyjunum, p\i at hann 
veit )?ar engra )?eira manna vän, er skjoli muni skjöta yfir 
hann eptir ]7etta storvirki. 19. Hann ätti ]?ar ok enga frsendr, 
pä er hann msBtti s6r trausts af vaenta, en )7eir menn sätu naer, 
er vis vän var, at um Uf hans mundu sitja, ok hgfÖu mikit 20 
vald, sv4 sem var Ingjaldr SauÖeyjargoÖi, br6Öir Halls. 

20. Porolfr fekk s4r flutning inn til meginlands. Hann 
ferr mJ9k hulöu hgföi. Er ekki af sagt hans ferÖ, äir hann 
kemr einn dag at kveldi ä GoddastaSi. 21. Vigdfs, kona 
D6r8ar godda, var nokkut skyld Dörölfi, ok sneri hann j?vf 25 
))angat til boejar; spurn hafÖi Dorolfr af pwl äÖr, hversu )>ar 
var hättat, at Vigdfs var meiri sk9rungr 1 skapi en PorÖr 
bondi hennar. 22. Ok )?egar um kveldit, er Dorölfr var J?ar 
kominn, gengr hann til fundar viÖ Vigdisi ok segir henni til 
sinna vandra^Sa ok biör hana äsjä. 30 

23. Vigdfs svarar k ]>k leiÖ hans mäli: „ekki dyljumz ek 



var 8vä naub'uliga heygtir, „diesen II. styrma, ,,tummeln sich", ^sind 

haken, der ihm zum verdrusse ge- eifrig beschäftigt". 

krümmtwar,geradezumachen«,d.h. j^ kymtörr, „von vornehmer 

durch räche genugtuung zu suchen, ge^urf* 

2. ätthagif .heimat". Die Sauti- 

eyjar und Bjameyjar gehören zu 23. af, präp., von welcher der 

demselben distrikte. dat. ferZ abhängig ist. 



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32 Der totschläger törölfr. 

M. viÖ skuldleika okkra; }?ykki m^r ok |?ann veg at eins verk 

-^^' )>etta, er pü hefir unnit, at ek kalla \>\k ekki at verra dreng, 

CD ]f6 Bfuh m^r sv4, sem ]^eir mena mani veösetja bsBÖi sik 

ok {6 sitt, er )?6r veita äsjA, svä st6rir menn sem h6r munu 

5 veita eptirsjär. 24. En PorÖr böndi minn", segir hon, „er 

ekki garpmenni mikit, en urräS vkr kvenna verSa jafnan meS 

lltilli forsjd, ef nokkars )>arf viS; en ]>6 nenni ek eigi meS 9lla 

at vikjaz undan viS )^ik, alls ]^ü hefir ]f6 hör til nokknrrar 

dsjä. aBtlaf". 

10 25. Eptir l^at leiSir Vigdls hann f ötibür eitt ok bi5r 

hann pax bfSa sfn; setr hon )?ar las fyrir. 

26« SfÖan gekk hon til Pört^ar ok mselti: ,,h6r er kominn 
maör til gistingar, sä er P6rölfr heitir, en hann er skyldr mör 
nokkut; ]^oettiz hann l^urfa hör lengri dv^I, ef pti vildir, at svä 
16 vseri". 

27. DorSi kvaz ekki vera um manna setur, baÖ hann 
hvfiaz par um daginn eptir, ef honum yseri ekki k h^ndum, 
en verSa 1 brottu sem skjotast elligar. 

28. Vigdis svarar: „veitt hefi ek honum ät5Y gisting, ok 
20 mun ek ^au orö eigi aptr taka, }?6tt hann eigi sör eigi jafna 

vini alla". 

29. Eptir )7at sag<5i hon PorÖi vfgit Halls ok svd )>at, at 
Pörölfr haföi vegit hann, er ]>& var J^ar kominn. 30. DörÖr 
varÖ styggr viÖ )^etta, kvaz )?at vlst vita, at Ingjaldr mundi 

25 mikit Ü taka af honum fyrir )?essa bJ9rg, er nü var veitt 
honum, — „er h6r hafa huröir verit loknar eptir )?essum raanni*. 

31. Vigdis svarar: ,eigi skal Ingjaldr fö taka af)?6r fyrir 
einnar nsetr bJ9rg, );vi at hann skal hör vera i allan vetr". 

32. PörÖr mselti: „)?ann veg mättu mör mest upp tefla, 

1. at eim^ „lediglich". 16. Pörtfi, so (statt Pörtir)^ in- 

2. ekki at verra dreng, „nicht folge des in kvaz enthaltenen 
deswegen einen schlechteren mann*", s&r, 

5. veita eptirsjär {&cc.pl),eAgentl n. ef — hpndum, „falls er in 
„nachspürung halten«, d.h. die sache keine händel verwickelt wäre«, 
verfolgen. ^ 

6. 7. örrätS - forsjd, .die be- ^0. 21. /.rftt - vtm aOa, „wenn 
Schlüsse, die wir frauen fassen, sind «' «"»«j» ""*' »° »"«" (•«"ten) gleich 
oft nicht reiflich überlegt". «"te freunde hat«. 

7. ef ngkkwrs pa/rf vitS, ,wenn 29. upp tefla ehm, „jemand arm 
es um etwas (d.h. um eine be- machen, ruinieren**, (eigen tl. durch 
deutende sache) sich handelt*. brettspiel). 



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törölfr wird von I>6rÖr goddi verraten. 33 

ok at moti er )?at mfnu skapi, at slikr öhappamaÖr s6 h6r." M. 
En p6 var Pörölfr )?ar um vetrinn. ■^^^' 

33. Petta spuröi lügjaldr, er eptir broöur sinn ätti at 
msela. Hann b^r ferÖ sina 1 Dali inn at äliönum vetri; setti 
fram ferjn, er hann ätti. Peir vära tolf saman. 34> Deir sigla 5 
vestan litnyröing hvassan ok lenda f Laxärosi um kveldit; 
setja upp ferjnna, en fara & GoddastaSi um kveldit ok koma 
ekki & övart. Er )^ar tekit vel viÖ )?eim. 

35. Ingjaldr brä Dor&i & mal ok sagSi bonum erendi sitt, 
at bann kvez ]>B,r hafa spurt til P6r61fs broSurbana sins. 10 
P6r8r kvaÖ J?at engu gegna. 

36. Ingjaldr ba8 hann eigi )^raßta, — „ok skulum vit 
eiga kaup saman, at )^ü sei manninn fram ok 14t mik eigi 
I?urfa )?raut til, en ek hefi b^r )?rjär merkr silfrs, er )?ü skalt 
eignaz; upp mun ek ok gefa l^^r sakir J^aer, er ]?ü hefir gQrt 15 
ä hendr J?6r 1 bJ9rgum viÖ Porolf.* 

37. PorÖi pöiü f6it fagrt, en var heitit uppgJ9f um sakir 
}?8Br, er bann haf8i äör kvltt mest, at bann mundi föskurö af 
hljota. 

38. PorÖr maelti ]>ä: „nü mun ek sveipa af fyrir mgnnum 20 
um tal okkart, en pettsL mun l^o veröa kaup okkart.*" 

Peir sväfu, til )>ess er & leiÖ nottina ok var stund til dags. 

l>6rölfr, der von In^aldr verfolgte mörder des Hallr, wird von Vigdis d 
Goddasto5um beschützt. 

XV, 1. SiÖan stüöu )?eir Ingjaldr upp ok klaedduz. Vigdfs 
spurÖi PörÖ, hvat f tali beföi verit me8 )?eim Ingjaldi um 25 

4. Dalij = BreitSafiartSardali , zu eine rechtlich zu beanspruchende 

denen auch der Laxdrdalr ge- geldbusse". 

hört. 18. fiskmtSTy „verlust", eigentl. 

6. üinyrZing hvassan (acc. ohne .beschneidung (Verkürzung) des ver- 
praep.), «mit einem starken nord- ™^gens . ^ ^ . 
Westwind«. Die ausdrücke ütnorür, 20. V sveipa af fynr mpnnum 
UindnortSr, iUsuSr, landmtSr, .nord- «J» ««^ "^f' •*«" 1«"*«" S«««"" 
west, nordest, Südwest, Südost« über den inhalt unseres gespraches 
waren schon in Norwegen gebildet verhehlen« ,?). sveipa, .wickeln, 
und stimmen eigentlich nur zu der tischen«; svya af um eht wahr- 
geographischen läge dieses landes; schemheh „leicht über etwas hmweg- 
vgl. zu Egilss. c. 21, 8. ««''«"• Vgl.Rietz,Svensktdial.lex. 

22. stund, „eine (beträchtlichu) 

17. uppgjpf, .Verzichtleistung auf weile'. 

Sas>bibl. IV. 3 



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34 Vigdis UDd ihr sklave Asgaiitr helfen dem I>6rölfr. 

Ld. XT. kveldit. 2. Hann kvaÖ p& mart talat hafa, en }?at samit, at 
uppi skyldi vera rannsokn, en )?au ör mdlinu, ef Dörölfr hittiz 
eigi pSLT — „16t ek nA Asgaut prsdl miDn fylgja manninum 
& brott^ 
5 3. Vigdlsi kvaz ekki vera um lygi, kva? s^r ok leitt vera, 

at Ingjaldr snakaSi um hAs hennar, en baS hann ]>6 ]?essu 
räSa. 4. SfÖan rannsakat^i Ingjaldr )?ar ok hitti eigi }>ar 
manninn. I peuxn tfma kom Asgautr aptr, ok spurSi Vlgdls, 
hvar bann skilöiz viÖ Porölf. 

10 6. Asgautr svarar: ,,ek fylgöa bonum til sauÖabüsa värra, 

sem DörÖr maelti fyrir". 

6. Vfgdis mselti: ,mun ngkknt meir & ggtu Ingjalds en 
l'etta, p& er bann ferr til skips? ok eigi skal til bsetta, bvärt 
}>eir bafa eigi l^essa rdSagerÖ saman borit { gser kveld; vil ek, 

15 at )?ü farir I>egar ok fylgir bonum 1 brott sem tföast. 7. Skaltu 

fylgja bonum til SauÖafells d fund Porolfs. MeÖ ]>yi at J?ü 

gerir svä sem ek byS ]?6r, skaltu uQkknt eptir taka; frelsi 

mun ek p6T gefa ok fö )?at, at )?ü sir fcerr, bvert er pti vill*. 

8. Asgautr jättaöi )7yl ok for til sauöahüssins ok hitti 

20 )?ar Porölf. Hann baÖ pä fara & brott sem tiÖast. 9. I }?enna 
tfma rfSr Ingjaldr af GoddastoÖum, pvi at hann setlaöi at 
heimta pä verÖ fyrir silfrit. 10. Ok er hann var kominn ofan 
frä boenum, ]>ä sj4 )?eir t\& menn fara f möti s6r, ok var l?ar 
Asgautr ok Porolfr. Petta var snemma um morgin, svä at 

25 Iftt var lyst af degi. 11. Peir Asgautr ok Pörolfr väru komnir 
f svä mikinn klofa, at Ingjaldr var & a8ra h9nd, en Laxä & 
aSra bgnd. 12. Ain var dkafliga mikil; väru h9futifsar at 
bäSnm megin, en gengin upp eptir miöju, ok var äin allill at 
soekja. 

30 13. Pörölfr mselti viÖ Asgaut: ,nii }?ykki m^r, sem vit 

munim eiga tvä kosti fyrir h9ndum. 14. Sd er kostr annarr 
at bföa )?eira h6r viÖ dna ok verjaz, eptir pvl sem okkr endiz 
breysti til ok drengskapr, en p6 er I>ess meiri vän, at pQu 

5. Vigdisi kvaz. Vgl. zu c. 14, 27. das silber" (nämlich durch die er- 

6. snakatii um, „umherstöberte greifung des t>5r51fr). 

in". 26. klofa, „klemme"; khii, wörtl. 

17. eptir taka, ,zur belohnung „winkel". 

empfangen". 28. gengin upp, .aufgebrochen" 

22. vertS fyrir silfrit, „ersatz für d. h. frei von eis. 



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törölfr entwischt dem Ingjaldr. 35 

ingjaldr soeki Iff okkart skjott; b& er annarr kostr at räÖa til I^^- XT. 
ärinnar, ok mun psit t^ykkja p6 enn meS nokkurri hsettn/ 

15. ÄBgautr biör bann rd8a, kvaz nd ekki mnau viS bann 
skiljaz, — »bvert r&Ö sem ]?ü vill upp taka bir um*. 

16. Pörölfr svarar: „til ärinnar mann vit leita", ok svä 5 
gera yeiv; biüa sik sem l^ttligast. Eptir )>at ganga I^eir ofan 
fyrir b^faSisinn ok leggjaz til snnds. 

17. Ok meÖ t>vi at menn väru braustir ok ]?e\Ta varÖ 
lengra Iffs auöit, ]>& komaz J^eir yfir äna ok app k bQfxiSlsinn 
Qt3ram megin. 18. Dat er mjok jafnskjött, er ]7eir eru komnir 10 
yfir äna, at Ingjaldr kemr at 9Srum megin at änni ok f9ru- 
nantar bans. 

19. l>k tekr Ingjaldr til orSa ok mselti til fornnaata sinna: 
,bvat er nü til räSs? skal rktisL til ärinnar eSa eigi?" 

30. Peir S9gSu, at bann mnndi räöa, sggSaz ok bans 15 
forsjä mnndn blfta at; p6 s^ndiz {^eim km öyfirfoerilig. 

Ingjaldr kvaÖ svd vera, — ^ok munu v6r frä bverfa änni*. 

31. En er }?eir Pörölfr sjä }?etta, at }7eir lugjaldr r48a eigi 
til ärinnar, pk vinda peiv fyrst klaeSi sin ok büa sik til gonga 
ok ganga I'ann dag allan; koma at kveldi til SauSafells 20 
33. l>ar var vel vi8 )?eim tekit, pyi at J?ar vär allra manna 
gisting. 33. Ok peghv um kveldit gengr Asgautr & fund 
t>ör61fs rauSnefs ok sagSi boaum alla vgxtu, sem & väru um 
)>eira erendi, at Vigdis fraendkona bans bafSi l^enna mann sent 
bonum til balds ok trausts, er pSLV var kominn; sag&i bonum 25 
allt, bv4 farit baf 8i meÖ J?eim PörÖi godda. 34. Par meß berr 
bann fram jartegnir J?aßr, er Vlgdfs baföi sent til Porolfs. 

35. Pörolfr svarar k p& leiö: ,ekki muu ek dyljaz viÖ 
jartegnir l^essar; mun ek at visu taka viÖ l^essum manni at 
orösending bennar; )'ykki m6r Vlgdfsi }>etta mal drengiliga 30 
hafa farit; er J'at mikill barmr, er p>vfllk kona skal bafa svä 
öskgruligt gjaforö; skaltu, Asgautr, dveljaz b6r )?vllika brlÖ 
sem J?6r likar". 

36. Asgautr kvaz ekki lengi pBX mundu dveljaz. 

Porolfr tekr nü viS nafna slnum, ok geriz bann bans 35 
ftrlgÖarmaÖr, en J?eir Asgautr skiljaz goöir vinir, ok ferr 
Asgautr beimlei^is. 



16. öyfirfcßrilig^ „unpassierbar^. 



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36 Ingjaldr wird von Vigdis verhöhnt. 

Ld. XT. 27. Nii er at segja M Ingjaldi, at hann snyr heim & 

^^^' GoddastaÖi, p& er l^eir Porölfr h^f 8u skiliz. 28. Par vdru H 

komnir menn af nsestam boejum at orSsendiDg Vlgdlsar; värn 

t^ar eigi faeri karlar fyrir en tattugu. 29. En er ]?eir Ingjaldr 

5 koma a boeinn, p& kallar bann DörÖ til 8fn ok mselti viS hann: 

„6drengiliga hefir ]>6t farit til vdr, PörÖr", segir hann, 

j,p\i at v6r bgfum pai fyrir satt, at p^ hafir manninnm & 

brott skotit*. 

30. I>6r8r kvaS hann eigi satt hafa & hondum s6r nm 
10 ]?etta mal: kemr nii iipp 9II )?eira r&ÖagerÖ, Ingjalds ok P6r8ar. 
31. Vill Ingjaldr nü hafa f6 sitt, psii er hann hafSi fengit 
PörÖi 1 hendr. 32. Vigdfs var ]>& nser stodd tali )?eira ok segir 
]7eim farit hafa, sem makligt var; bi?$r PörS ekki halda & f6 
I'essa, 
15 „}?vf at J?ü, DorÖr, »segir hon, ,hefir )?essa iQär ödrengi- 

iga aflat^. 

PörSr kvaS hana }>essu r^Sa mundu vilja. 
1 33. Eptir pettsi gengr Vigdis inn ok til erkr )?eirar, er 
PorÖr ätti, ok finnr )?ar 1 niSri digran ffesjüÖ. 34. Hon tekr 
20 upp sjööinn ok gengr lit meÖ ok )7ar til, er Ingjaldr var, ok 
biör hann taka viÖ f^nu. 36. Ingjaldr verÖr viÖ )?etta 16tt- 
brünn ok r6ttir hgndina at moti fösjoönum. Vigdis hefr upp 
f6sjö8inn ok rekr a nasar honiim, svä at }7egar feil blöÖ & 
jorÖ. 36. Dar meÖ velr hon honam mgrg hseöilig orÖ, ok J?at 
25 me8, at hann skal petta f6 aldregi fa siSan; biSr hann & brott 
fara. 37. Ingjaldr ser sinn kost pSLUR enn bezta at ver8a & 
brottu sem fyrst, ok gerir hann svä ok 16ttir eigi fer8 sinni, 
fyrr en hann kemr heim, ok unir illa viÖ slna ferÖ. 

Vigdis scheidet sich von ihrem manne {>ört5r goddi; dieser adoptiert 
den Öläfr päi. 

30 XVr, 1. I }>enna tima kemr Asgautr heim. Vigdis fagnar 

honum vel ok fr6tti, hversu gööar viötgkur peiv hef 5i at SauÖa- 

6. hefir p^ farit til var, „bist 21.22. Z^f^ftniww, „vergnügt", wörtl. 

du gegen uns verfahren**. ,mit in die höhe gezogenen augen- 

9. 10. hann eigi — pettamdl, ,dass brauen (Utta „hochheben**), d.h. mit 

er in dieser angelegenheit ihm gegen- geglätteter stirn"; vgl. hef ja upp 

über nicht im rechte sei**. brün vitf eht (opp. Idta siga hrynn). 

18. erkr, genet. von ork, ,kiste**. 22. Äc/r, von hef ja. 



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Vigdis scheidet sich von I>6rSr goddi. 37 

felli. Hann laetr vel yfir ok segir henni älykÖarorÖ )?aa, er Ld. 
Porolfr haföi mselt. 2. Henni hugnaöiz )?at vel; ^^^* 

„hefir )?ü nii, Aegautr*, segir hon, ,,vel farit meß J>fna 
efni ok trüliga; skaltu nü ok vita skjotliga, til hvers p^ hefir 
nnnit. 3. Ek gef l^^r frelsi, svä at pü. skalt M l^essam degi 5 
frjdls maör heita; h^r meß skaltu taka viÖ fö J?vi, er DörÖr 
tök til h9fu88 Dorölfi frsenda mfnum ; er nii f6it betr niSr komit." 

4. Asgautr l^akkaSi henni t^essa gjyf meS f9gram orSnm. 
Petta sumar eptir tekr Asgautr s^r fari f DogurÖarnesi, ok 
Isetr skip l^at 1 haf. Peir fä veSr stör ok ekki langa ütivist; io 
taka I?eir Noreg. 6. SiÖan ferr Asgautr til Danmerkr ok 
staöfestiz I>ar, ok }7ütti hraustr drengr. Ok endir )?ar sggu M 
honam. 

6. En eptir räSagerS l^eira P6r8ar godda ok Ingjalds 
SauÖeyjargoÖa, ]>& er )?eir vildu rdöa bana Dörolfi, frsenda 15 
Vfgdisar, let hon }>ar fjändskap 1 möti koma ok sagßi skilit 
vis Pövt^ godda, ok for hon til frsenda sinna ok sagSi }^eim 
l'etta. ?• PörÖr gellir tök ekki vel & )?es8U — |>vl at hann var 
fyrirmaör )?eira — , ok var p6 kyrt. Vfgdfs haf Öi eigi meira fö 
& brott af GoddastoÖum en gripi slua. 8. Deir Hvammverjar 20 
14tu fara or5 um, at (^eir setluSn s6r helming Qär }>e8s, er 
DörSr goddi hafSi at varfiveita. 9. Hann verör viÖ )?etta 
klQkkr mjgk ok rför ]?egar & fund Hgskulds ok segir honum 
til vandrsßSa sinna. 

10. Hgskuldr maelti: „skotit hefir p&r ]>k skelk i bringu, 25 
er ]?ü hefir eigi ktt at etja viS svd mikit ofrefli". 11. Pa 
bauÖ PörÖr Hgskuldi f6 til liöveizlu ok kvaz eigi mundu smdtt 



1. älyktfarortf j „eiidgiltiger be- durch törÖr gellir repräsentierten 

scheid*'. nachkommen der Unor. 

16. 17. sagtai skilit vi9. Siehe 21. helmingr, „hälfte*. Wahr- 

Grundriss II*, s. 222. scheinlich hat zwischen l>örÖr goddi 

18. tök ekki vel d pessu, „äusserte und Vigdis das sogen, helmingar- 
sein missverguiigen hierüber". ßlag bestanden, in welchem falle 

19. fyrirmaör, „vormann", d. h. jeder der beiden gatten auf die 
Oberhaupt der familie. hälfte des gemeinsamen Vermögens 

20. gripi «iwa, „ihre schmuck- ansprnch hatte. 

Sachen". 23. klokkr^ „niedergeschlagen". 

Hvammverjar, „das geschlecht 27. 2S. midtt d sjd^ »karg sein"; 

der leute von Hvammr", d. h. die a ist adv. 



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38 l>ört5r goddi adopliert den Öläfr päi. 

I^d. 12. Hgskuldr segir: ^reynt er }7at, at pti vill, at engi 

^^^' maSr njoti fjkr J^lns, svä at )?d saettiz & }?at*. 

13. DorBr svarar: «eigi skal nü }?at )?6, }?vl at ek vil 
^arna, at )>ü takir handsolam ä oUu f^na. SlSan vil ek bj6t$a 

5 Oläfi syni J^lnum til fostrs ok gefa honum allt f^ eptir minn 
dag, pyl at ek ä engan erfingja h6r & landi, ok hygg ek, at 
pä s6 betr komit f^it, beldr en frsendr Vfgdfsar skelli hr9mmam 
yfir". 14. Pessu jdttaöi Hgskuldr ok Isetr binda fastmselum. 
Petta llkaöi Melkorku f^ungt; I>6tti föstrit oflägt. 

10 16. H98kaldr kvaÖ hana eigi sjd kunna, — „er PurÖr 

gamall ma&r ok bamlauss, ok SBtla ek Oläfi allt fö eptir bans 
dag, en pä mdtt bitta bann Avalt, er }7ü vilt". 

16. SlÖan tük PörÖr viÖ Oläfi, sjau vetra gomlum, ok 
leggr vis bann mikla äst. Petta spyrja ]?eir menn, er mal kitn 

15 viÖ PörÖ godda, ok pöiti nii fjdrbeimtan komin fastligar en 
4Ör. 17. H^skuldr sendi PorÖi gelli guöar gjafir ok baS bann 
eigi styggjaz viÖ }>etta, )?vl at )?eir mättu engi f6 beimta af 
P6r8i fyrir laga sakir; kvaÖ Vlgdlsi engar sakir bafa fandit 
PörSi, psßr er sannar vseri ok til braatgangs maetti metaz, — 

20 18. „ok var PörÖr eigi at verr mentr, )?ött bann leitaöi 

s6r nokkars rdSs at koma )?eim manni af 86r, er settr var & 
f(6 bans ok svä var S9kam borfinn sem brfsla eini.*' 

19. En er )?essi orÖ komu til PörÖar frä Hoskuldi ok 
pSLT meÖ störar fögjafir, P& sefaSiz PörÖr gellir ok kvaz )?at 

25 byggja, at pat fö vaßri vel komit, er H^skuldr varSveitti, ok 



2. njöti fjär pins, „von deinem »(so) mit rechtssachen (anklagen) 

gute nutzen oder vorteil habe**. belastet wie ein wacholderstrauch 

8vd at pü soBttiz d f>at, „so dass mit nadeln". Die stelle kann kaum 

du deine einwilligung dazu giebst". anders Übersetzt werden ; aber dann 

7. 8. skelli hrommum yfir, „die muss entweder einir, das sonst 
tatzen darauf legen", es an sich „wachholder Strauch" bedeutet, 
reissen. hier die bedeutung „wachholder- 

8. fastmcelumj „durch feste ab- nadeln" haben (vergl. Tamm, 
machungen '^. Etymologisk svensk ordbok s. v. 

18. fyrir laga sakir j „auf gesetz- en), oder ein wort für , nadeln" aus- 
lichem wege". gelassen sein. Eine entstellung ist 

19. braut gangSj „der Scheidung*^, schwerlich anzunehmen, da die stelle 

20. at verr mentr, „deswegen ein übereinstimmend in den drei hier 
schlechterer (unedlerer) mann". bewahrten, selbständigen hand- 

22. spkum horfinn sem hrisla eini, Schriften vorliegt. 



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Viga-Hrappr stirbt. 39 

tok viÖ gJ9fum; ok var J^etta kyrt slöan ok um ngkkura fera M. 
en &6r, 20. Öläfr vex upp meÖ PörÖi godda ok geriz mikill ^^^* 
maSr ok sterkr. Svä var hann vsenn maör, at eigi fekkz bans 
jaftiingi. 21. Pä er hann var tolf vetra gamall, reiÖ bann til 
]?ings, ok )>6tti monnum ^at mikit erendi 6r 9Sram sveitam at 5 
undraz, hversu hann var ägsetliga skapat^r. Dar eptir helt 
Oläfr sik at vdpnabünaSi ok klseSam; var hann )^yl auSkendr 
M Qllum mQnnum. 22. Miklu var räÖ P6rt3ar godda betra, 
siöan Olkfv kom til bans; Hgskuldr gaf honum kenningarnafn 
ok kallaSi pä. Dat nafn festiz yiS bann. 10 

Viga-Hrappr stirbt und geht um. 

XVn, 1. Pat er sagt fra Hrapp, at hann geröiz ürigr 
viSreignar; veitti nä näbüum sfnum svä mikinn ägang, at ^eir 
mättn varla halda hlut sfnum fyrir honum. 2. Hrappr gat 
ekki fang & DörSi fengit, sfOan Oläfr foerSiz d foetr. Hrappr 
bafÖi skaplyndi et sama, en orkan ]:>yarr, l^vl at elli sötti & 15 
hendr honum, svä at hann lagSiz 1 rekkju af. 

3* r>ä kallat^i Hrappr til sfn Vlgdlsi konu sina ok maelti: 
,,ekki hefi ek verit kvellisjAkr^, segir hann, ,er ok ]?atlfkast 
at l'essi s6tt skili värar samvistur; en ]>& at ek em andaSr, 
)^ä vil ek m6r Uta grgf grafa l eldhiüsdurum, ok skal mik niSr 20 
setja standanda )>ar i durunum. Mk ek p& enn vendiligar sjä 
yfir h^b^li min*. 

4. Eptir J?etta deyr Hrappr. Svd var met$ oUu farit, sem 
bann haföi fyrir sagt, )?v{ at hon treystiz eigi göru. 6. En 
svä illr sem hann var viöreignar, )?ä er hann liföi, pä juk nii 25 
miklu vis, er hann var dauör, )7vi at hann gekk mjok aptr. 
Sv& segja menn, at hann deyddi flest hjon sin 1 aptrggngunni. 
6. Hann gerSi mikinn omaka )>eim flestnm, er f nänd bjuggu, 
var eyddr boerinn & HrappsstoÖum. Vigdfs kona Hrapps r^z 

I. %m npkkuru fasra, „etwas deutet hier gewiss ,küche* und 
kühler"; um hier adv. eldhüsdyrr den innerhalb des ge- 

5. mikit erendi ,ein bedeutendes ^^^^^ belegenen eingang zu diesem 
erlebnis" räume. Siehe den plan im Grund- 

' ^ , ^ riss II«, s. 252. 

6. undraz, ,bewundem^ ^5. 26. pd jök nü miklu tn&, „so 

II. ürtgr, „gewaltsam«. „^1^^ ^^g n^u g^jj^ zu", .ward noch 
18. kvelUajukr, „kränklich". schlimmer". 

20. eldhusdimm. Eldhüa be- 28. ömaka, „beschwerde". 



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40 



Viga-Hrappr geht um. 



xvn. 
xvni. 



vestr til Porsteins surts, bröÖar sins; t6k bann viÖ henni ok 
f^ hennar. 7. Nu var enn sem fyrr, at menn foru & fand 
Hoskulds ok sggSa honum til )?eira vandraeSa, er Hrappr gerir 
monnam, ok biSja bann nokkut ör räSa. 8. H9sknldr kvaÖ 

5 svä vera skyldu, ferr meÖ n9kkara menn & HrappsstaSi ok 
lajtr grafa upp Hrapp ok foera bann 1 brott, par er sizt vaeri 
iQärgangr l ndnd eSa mannafer^iir. Eptir j'etta nemaz af beldr 
aptrgongur Hrapps. 

9. SumarliSi son Hrapps tök fö eptir bann, ok var bssSi 

10 mikit ok fritt. SumarliSi gerSi bü & HrappsstQSam um värit 
eptir; ok er bann bafSi par Iitla brft3 bAit, ]>h tok bann oersl 
ok du lltln sfÖar. 10. Nu k Vigdfs moÖir bans at taka ]>Sir 
ein f(6 )>etta allt. Hon vill eigi fara til landsins & Hrapps- 
st98um; tekr nü Porsteinn surtr fö }?etta andir sik til var8- 

15 veizlu. Porsteinn var ]>& bniginn ngkkut ok )?ö enn braustasti 
ok vel bress. 



t^orsteinn surtr ertrinkt. HrappsstatJir fällt dem torkell trefiU zu. 

XTIII5 1. I )>ann tlma böfaz )'eir upp til mannvirÖingar 
f Pörsnesi fraendr Porsteins, B^rkr enn digri ok Porgrimr brööir 
bans. Brätt fannz pat &, at |^eir broe?$r vildu ]>& vera J^ar 



7. fjärgangr, „Viehweide". 

8. aptrgongur Hrapps. Ueber 
die wiederholte aptrganga H.'s siehe 
c. 18, 9 und c. 24, 24. Der ge- 
spensterglaube war bei den Isländern 
sehr verbreitet und wird in vielen 
sagas berührt, z. b. Eyrbyggja saga 
(c. 34 und 63), Grettis saga (c. 35), 
HävarÖar saga (c. 2 — 3), sowie in 
zahlreichen sagenhaften sogur. Es 
waren gewöhnlich unheimliche und 
boshafte menschen, die das grab 
nicht fesseln konnte. Als gespenster 
treten sie nicht geisterhaft auf, 
sondern bewahren durchaus ihre 
materielle leibesgestalt. Die nach- 
lebenden müssen mit ihnen gefähr- 
liche kämpfe bestehen und mit 
ihnen wie mit lebendigen gegnem 
ringen. Wenn das grab solcher 



leute geöfiFhet wird, findet man die 
leiche un verwest; das verbrennen 
derselben und die Vernichtung der 
asche ist das wirksamste mittel gegen 
die Wiederholung der spukerei. 

9. eptir kann, „nach seinem tode"; 
eptir regiert in dieser Verbindung 
den accusativ. 

18. frcmdr Porsteins ^ Bgrkr enn 
digri ok Porgrimr. Hallsteinn, der 
vater des torsteinn surtr, und sein 
bedeutend jüngerer bruder {>orsteinn 
)7orskabitr, der vater des Borkr und 
I>orgrimr, waren söhne des land- 
nämsmat^r {>6r61fr Mostrarskegg, 
(siehe c. 7, 25 und c. 10, 4), überdies 
aber stammten beide parteien von 
torsteinn rauör ab (siehe c. 6, 10 
und c. 7, 25). 



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torsteinn aurtr ertrinkt. 



41 



mestir menu ok mest metnir. 2. Ok er Porsteinn finnr )?at, M. 
]>& vill hann eigi viÖ p& bsegjaz; l^sir pvl fyrir in9nnum, at X^^-^- 
bann setlar at skipta um büstat3i ok aetlaSi at fara bygSnm & 
Hrappsstabi 1 Laxärdal. 

3. Dorsteinn surtr bjo ferÖ slaa af vär)?ingi, en smali var 5 
rekinn eptir strondinni. Dorsteinn skipaöi feiju ok gekk |>ar 
& med t<^lfta mann; var )7ar Dorarinn k^ mägr bans, ok Osk 
Porsteinedöttir; ok Hildr b6t döttir Dorarins, er enn für meÖ 
)>eim, ok var hon pr^veir. 4. Dorsteinn tök ütsynning hvassan; 
sigla ^eir inn at straumnm f )^ann stranm, er hat Kolkistu- 10 
stranmr; sd er 1 mesta lagi )?eira straama, er & BreiÖafirÖi eru. 
5. Peim tekz siglingin ögreitt; beldr |^at mest til ]7ess, at pä, 
var komit ütfall sjävar, en byrrinn ekki vinveittr, pyi at skiira- 
veör var ä, ok var hvast vetJrit, ]>& er rauf, en vindlltit }?es8 
{ milli. 6. Porarinn st^rSi ok bafSi aktanmana um berSar 15 
s6r, \>vl at J^rgngt var ä skipinu; var hirzlum mest hlaöit, ok 
varÖ bär farmrinn, en Igndin väru nser; gekk skipit Iftit, \>\i 
at straumrinn gerSiz 68r at möti. 

7. Sf&an sigla )?eir & sker upp ok brutu ekki at. Porsteinn 
baS fella seglit sem skjötast, bat^ menn taka forka ok räöa 20 
af skipinu. 8. Pessa r&t$s var f reistat ok dugöi eigi, )?vi at 
8v& var djüpt ä baeöi borÖ, at forkarnir kendu eigi niör, ok 



3. Mm, praep., regiert büstaöi. 

5. af vdrfnngi. Das betreffende 
frühlingsthing ist das Pörsness-ping, 
das bei einer bucht im no. der halb- 
insel t>ör8nes abgehalten wurde. 
Von dieser stelle aus (dem jetzigen 
NngveUir in der HelgafelUsveit^ wo 
borsteinn wahrscheinlich seinen hof 
gehabt hat) brach er auf. 

10. at straumum. Die hier ge- 
nannten straumar sind die schmalen, 
bei ebbe und flut durch starke 
Strömungen ziemlich gefährlichen 
meerengen, welche die zahlreichen 
Inseln in der mündung des Hvamms- 
Q^rtSr scheiden ; wahrscheinlich einer 
der südlichsten dieser ströme (jetzt 
Kollkö8t%mgw) ist der z. 10. 11 ge- 
nannte KoHmtvistravmr, 



13. vinveittr, ^günstig"; eigentlich 
«freundschaftlich*^. 

13. 14. skuravetSr^ ,wetter mit 
häufigen regenschauern". 

14. pd er rauf, «wenn das wetter 
sich aufklärte**; von rjufa. 

15. o/p^autnana, „die brassen^. Die 
aktaumar waren zwei (aue, die an den 
enden der segelstange befestigt wa- 
ren, und womit diese gedreht wurde. 

16. hirzlum, „mit kisten"; von 
hirzla. 

17. Ipndin, „die ktisteu*. 

19. brutu ekki at, seil, skipit, .das 
schiff blieb trotzdem unbeschädigt*'. 

20. 21. rätSa af skipinu, „das 
schiff flott machen"; af adv. 

22. kendu eigi nit^r, „erreichten 
nicht den grund'^. 



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42 Porsteinn snrtr ertrinkt. 

Ld« varS }>ar at blSa atfalls; Qarar nA nndan skipinu. 9. Deir sd 

XVIII. ggj ^ Btrauminum um daginn, meira miklu en aöra. Hann for 

1 bring am skipit um daginn ok var ekki fitjaskammr. Sv& 

g^ndiz l'eim Qllnm, sem manns auga vasri f honum. Dorsteinn 

5 baS \>& 8kj6ta selinn; )?eir leita vi8, ok kom fyrir ekki. 

10. SfSan feil sj6r at. Ok er nser haföi, at skipit mundi 
fljüta, ]>ä rekr a hvassviöri mikit, ok hvelfir skipinu, ok drukna 
nü menn allir ]7eir, er )>ar värn & skipinn, nema einn maSr. 
Dann rak & land meS viSam; sä h&i GuSmandr. Dar heita 

10 slSan GaSmnndareyjar. 

11. GuSriSr ätti at taka arf eptir Dorstein surt foöar sinn, 
er dtti Dorkell trefill. 

12. Dessi tiSendi spyrjaz vl&a, droknun Dorsteins snrts 
ok l^eira manna, er )>ar bgfSu lätiz. Porkell sendir pegsiv orÖ 

15 l^essum manni, GaÖmundi, er )7ar haf&i & land komit. 13. Ok 
er hann kemr & fand Dorkels, pk slaer Dorkell viö hann kaupi 
& laan, at hann skyldi svd greina fräsQgn am Iffldt manna, 
sem hann segÖi fyrir. Dvi jdtti GuÖmundr. li. Heimtir nü 
Dorkell af honum frä,SQgn um atburt$ pennsi, sv& at margir 

20 menn väru hjd. Da segir GuSmnndr svä, kvaO Dorstein bafa 
fyrst druknat, ]>& Dörarin mag hans — pk küi Hildr at taka 
f6it, }?vl at hon var dottir Dörarins — , 16. J?i kvaÖ hann 
meyna drukna, ]?\i at )?ar naest var Osk hennar arfi, möÖir 
hennar, ok l^z hon t^eira si&ast; bar ]>k f6it allt undir 



1. atfall, „flut". 9. Pann rak, „er trieb". Der 

3. fitjaskammr, «mit kurzen ausdruck ist unpersönlich, mit dem 
schwimmfÜssen versehen" (von fit) ; pron. demonstr. sä als objekt statt 
ok — f., d. h. er war sehr gross. des gewöhnlichen Jiann. 

4. nianns augu. Man nahm an, lo. Ghutimundareyjar, m8e\gT\ippe 
dass trotz aller Verwandlungen die in der nähe des Kolücöstungur 
angen des menschen immer un- (g, oben zu § 4). 

verändert blieben (vgl. V9I8. saga \^ ^^^^.^^ ^^^ GutSritSr. 

c. 29). Der vert. unserer saga nahm , r .^ , 

zweifellos an, dass der grosse see- , ^^' ^l '^^ ^' ^*^: ^nn kaupi a 

hund der spukende Viga-Hrappr ^«'*^' «P' «^^^*^«»* "^*^ ^^"^ \i^im\x,\i 

gewesen sei ^«° ^*"^^* ^^'^ Übereinkunft)«. 

5. kom fynr ekki, ,es nützte ^7. greina fräapgn, „den bericht 
nichts". formnlieren". 

6. er ncer haftSi, „als es nahe 21. 22. pd dtti — Pörarins ist 
daran war". als ein erklärender zusatz des ver- 

7. hvassvitfri, „stürm". fassers zu betrachten. 



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Die rasenprobe des torkell trefill. 



43 



Dorkel trefil, >vi at GuÖriÖr kona hans dtti fö at taka eptir I^d. 
systur sina. XVin. 

16. Nu reit^iz J^essi fräs^gn af Dorkatli ok hans 109000111, 
eo GuÖmuodr hafÖi dör 09kkut oöruvlsa sagt. Nii }?ötti J?eim 
fraeodom DOrarios ogkkut ifaolig sjä saga, ok k^UoSaz eigi 5 
mnodo trüoaÖ k leggja raooarlaost, ok t9lÖu )^eir s6r f^ hä,lft 
vis Dorkel; en Dorkell }?ykkiz eino eiga ok baft gera til skirslu 
at siS )>eira. 17. I>at var pk skfrsla i )>at mood, at gaoga 
skyldi uodir jaröarmeo |?at er torfa var ristiu 6r velli; skyldu 
eodaroir torfoaoar vera fastir 1 velliouui, eo sä maör, er skirsl- 10 
uoa skyldi fram flytja, skyldi l^ar gaoga uodir. 

18. Porkell trefill gruoar ogkkut, hvärt J^aooig mao farit 
bafa om liflät maooa, sem )>eir GuSmnodr b9fSa sagt et slöara 
siooi. 19. Ekki }7Öttuz heiöoir meoo miooa eiga 1 äbyrgß, 
]fk er sllka bluti skyldi fremja, eo oü J^ykkjaz eiga kristoir 15 
meoo, ]>k er sklrslur eru g9rvar. Pä var5 sä skfrr, er uodir 
jaröarmeo gekk, ef torfao feil eigi ä haoo. 20. Porkell gert3i 



3. reitüZj „wird verbreitet". 

4. ptfruDiSttj = ptfruvis. 

5. ifanlig, ^zweifelhaft"; von ifan 
= if. 

6. raunarlaxist f „ohne prUfung". 
tpl'du foeir 8er y „sie berechneten 

sich**, d. h. sie forderten. 

7. 8. skirslu at nitS peira^ „rei- 
nigungsbeweis nach der sitte der 
zeit*; skirslttj „reinigung", wird be- 
sonders von einem durch ein gottes- 
urteil geführten beweise gebraucht. 

9. undir jartSarmen f>ai — ristin 
ör veüi, „unter dem erdstreifen, wo 
(d. h. der dadurch gebildet war, dass) 
man ein schmales stück rasen von 
dem boden abgelöst hatte". In be- 
zug auf das im nachfolgenden be- 
schriebene verfahren ist zu bemerken : 
der rasenstreifen wurde durch einen 
in die erde gepflanzten spiess, eine 
Stange oder dergl. getragen; dass 
er, trotzdem dass die enden in 
ihrer natürlichen Verbindung mit 
dem boden blieben, in manneshöhe 



gehoben werden koonte, lässt darauf 
schliessen, dass man eine beliebige 
erdmasse fortschaffte und so eine 
Vertiefung bildete. Die betreffende 
ceremonie at ganga undir jartlfar- 
nien, die übrigens namentlich beim 
abschliessen der blutsbrUderschaft 
angewendet wurde, aber auch als 
form für abbitte einem gegner gegen- 
über vorkommt, wird in mehreren 
sagas (FöstbreeÖra saga, Gisla saga 
SArssonar, Vatnsdoela saga) ausführ- 
lich beschrieben. Vgl. GrundrissII'^ 
s. 217 und das dort citierte werk 
von M. Pappenheim; Zeitschr. für 
deutsche phiL 24, 157 fg. 

12. Porkell trefiü grunar npkkut. 
Vorausgesetzt, dass der ausdruck 
nicht ironisch ist, ist wahrscheinlich 
anzunehmen, dass GuSmundr in 
seinem gespräch mit t>. nicht direkt 
der von diesem (als hypothese?) 
aufgestellten reihenfolge der er- 
trunkenen widersprochen hat. 

17 fg. gertii rata usw. I>orkell, 



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44 



HrappsstaSir föllt dem torkell trefill zu. 



Ld* r4Ö vis tvk menn, at )^eir skylda sik lata ä skilja am einn- 

^^™* hvern hlut ok vera )?ar naer staddir, )?ä er skirslan vaeri fr9m8, 

ok koma viö torfana svä mjok, at allir saei, at l>eir feldi hana. 

21. Eptir peüsi rseSr b& til, er skfrsluna skyldi af hondam 

5 inna, ok jafnskjott sem hann var kominn nndir jarSarmenit, 

hlaupaz pe&m menn at mot meft väpnum, sem til l^ess varn 

settir; moetaz }7eir bjä torfabugnnm ok liggja )>ar fallnir, ok 

fellr ofan jart3armenit, sem van var. 23. Si8an hlaupa menn 

1 millam )?eira ok skilja )?ä; var )>at auövelt, pyi at pen bgröuz 

10 meÖ engum baska. 23. Porkeil trefill leitaSi orSröms am skfrsl- 

ana; maeltu nü allir bans menn, at vel mnndi bl^tt bafa, ef 

engir beföi spilt SlÖan tok Dorkell lausaft allt, en Igndin 

leggjaz app h HrappsstoSam. 

Streit der brüder H98kuldr und Hrütr. 

XIX^ 1. Nü er frk HQsknldi at segja, at räS bans er 

15 virönligt; var bann boföingi mikilL Hann vartJveitti mikit f4, 

er ätti Hrütr Herjölfsson, broSir bans. Margir menn maelta 

|>at, at n^kkat mandn ganga skorblldar f fö H98kalds, ef bann 

skyldi vandliga üt gjalda moöurarf bans. 

2. Hrütr er birSmaSr Haralds konnngs Gnnnbildarsonar 



der selber die berechtigung seiner 
ansprüche bezweifelte, fUrchtete in- 
folgedessen, dass die rasenprobe zu 
seinen Ungunsten ausfallen, der 
rasenstreifen also einstürzen werde. 
Er richtet es daher so ein, dass der 
streifen während der feierlichen 
handlnng, wie durch einen zufall, 
wirklich umgestossen wird, um 
dann behaupten zu können, dass 
der erfolg fUr ihn entschieden haben 
würde, wenn nicht jenes missgeschick 
sich ereignet hätte. 

1. 8ik lata ä skilja, „uneiaig 
werden". Die konstruktion ist 
eigentlich unpersönlich (pd skilr a, 
„sie sind uneinig**). 

2. fromtif = framin ; von fremja. 
4. rastfr ad til, „schickt sich an" 

(unter den rasenstreifen zu gehen). 
Hiernach hat also t>orkell nicht 



selber den reinigungsbeweis geführt, 
sondern durch einen seiner leute 
sich vertreten lassen, was immer- 
hin auffallend ist. 

7. torfubugr, „der gekrümmte 
rasenstreifen" (= jartf armen). 

12. 13. Ipndin leggjaz upp ä H., 
„die zu H. gehörigen ländereien 
werden nicht benutzt* (weil man 
sich immer noch vor der spukerei 
des Hrappr fürchtete). 

17. at mundu ganga skorblldar i 
ß JET.», „dass die markbeile (die belle, 
mit denen man die zum fallen be- 
stimmten bäume bezeichnete) in das 
vermögen H.'s kommen würden", 
d. h. dass eine starke Verminderung 
seines gutes eintreten werde. 

19. Hrutr er hirthnatfr Haralds 
konnngs. Auch nach der Njäls saga 
tritt Hrütr in den dienst des königs 



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HrÄtr in Norwegen. 



45 



ok haföi af honum mikla viröing; helt put mest til j^ess, at ^•'• 
hann gafz bezt f gllum mannraunum, en Gunnhildr drottning ^^^* 
lagöi 8vä miklar msetur k hann, at hon helt engi hans jafh- 
ingja innan hirÖar, hvirki f oröum n6 9t$rum hlatum. 3. En 
p(> at mannjafnaör vaeri haft3r ok til agSBtis manna talat, pk 5 
var J>at öUum monnum auÖsatt, at Gunnhildi pöüi hyggjuleysi 
til ganga eÖa ^fund, ef n9kknram manni var til Hrüts jafnat. 
4. MeÖ pyi at Hriitr ätti at vitja til Islands flärblatar mikils 
öt gofhgra frsenda, p& fysiz hann at vitja l^ess; byr nii ferÖ 
flfna til Islands. Konungr gaf honum skip at skilnaÖi ok lO 
kallaöiz hann reynt hafa at goÖum dreng. 5. Gunnhildr leiddi 
Hrüt til skips ok maelti: 

»ekki skal }?etta lägt msöla, at ek hefi pik reyndan at 
miklum igaetismanni, pyi at }?ii hefir atgervi jafnfram enum 
beztum monnum h6r 1 landi, en pti hefir vitsmuni langt um fram". 15 

6. SfSan gaf hon honum guUhring ok baS hann vel fara; 
bri Bföan skikkjunni at hof 8i s^r ok gekk snüSigt heim til 
boejar; en Hrütr stlgr & skip ok siglir 1 haf. 

7. Honum byrjaöi vel, ok tok ßreiöafjgrö. Hann siglir 
inn at eyjum; gföan siglir hann inn BreiÖasund ok lendir vi5 20 



Haraldr und wird günstling der 
königin Gunnhildr, aber dies ge- 
achieht erst während eines besuches 
in Norwegen, nachdem er lange zeit 
in Island gelebt hat. Der Charakter 
des Hrütr und das Verhältnis 
zwischen den brüdern wird über- 
haupt in diesen beiden sagas ab- 
weichend geschildert. — Der hier 
genannte kOnig Haraldr Qunn- 
hildarsonr (mit dem beinamen grä- 
feldr), enkel des königs Haraldr 
hirfagri, war während der regierung 
des königs H4kon A&alsteinsf6stri 
mit seiner mutier und seinen brüdern 
von Norwegen vertrieben gewesen; 
die mutter Ghinnhildr, wittwe des 
königs Eirikr bl6ö0x , wird in den 
sagas als eine kluge, aber grausame 
und sittenlose person geschildert. 
Haraldr gräfeldr trat die regierung 



961 an; sein todesjahr (959?) ist 
unsicher. 

4. hvärki i ortfum nS gtSrum 
hlutum, «weder in beredsamkeit 
noch in anderen eigenschafcen*'. 

5. mannjafnatir, siehe c. 11,5. 
til dgcBtis manna, „über die vor- 
züglichkeit von lenten'^. 

6. hyggjuleysij „Unverstand^. 
11. hann, obj. zu reynt. 

14. atgervi, „tüchtigkeit". 

15. vitsmuni, „verstand". 

17. 18. til bcßjar. Beer kann so- 
wohl ,hof* als .Stadt" bedeuten, 
hier wohl wahrscheinlich das letzte. 

19. tök, seil. hann. 

20. at eyjum . . Breitiasund. Die 
eyjar sind die c. 18, 4 (fussnote) er- 
wähnten inseln, die den äusseren 
teil des HvammsQ9rt5r füllen-, das B. 
ist die haupteinfabrt zwischen diesen. 



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46 



Streit der brttder Hc^skiildr und Hriitr. 



Ld. Kambsnes ok bar bryggjur & land. Skipkväraan spuröiz ok 

^^^* 8vä pat, at Hrütr Herjölfsson var st^rimaör. 8. Ekki fagnar 

Hgskaldr }>e8sam tföendam, ok eigi för hann & fand bans. 

Hriitr setr upp skip sitt ok b^r um. Dar geröi bann boe, er 

5 sfSan beitir k Kambsnesi. 

9. SfSan reiS Hrütr & fand HQskulds ok heimtir mot^ararf 
sinn. H9Bkaldr kvaz ekki (6 eiga at gjalda, kvaS eigi mot^ar 
slna hafa farit f^lansa af Islandi, \>k er hon kom til m6ts viS 
Herjölf. 10. Hriiti Ifkar illa ok reiÖ i brott viö svd büit. 
10 AUir frsßndr HrAts gera soemiliga til bans aSrir en H9skaldr. 
11. Hrütr bj6 pvjk vetr k Kambsnesi ok heimtir jafnan U at 
H9skaldi & )?ingam et$a 9t3ram l9gfandam ok var vel talaSr; 
k9llat3a )?at flestir, at Hrütr hefSi r^tt at maela, en H9skaldr 
flatti }?at, at PorgerÖr var eigi at bans räöi gipt Herjölfi, en 
15 16z vera IggräSandi moSar sinnar, ok skilja viS {^at. 

12. Pat sama haast eptir for Hgskaldr at heimboSi til 
PörÖar godda. Detta spyrr Hrütr ok reiÖ hann k Hgskulds- 
staSi vis tulfta mann. Hann rak & brott nant tattaga; jafn- 
mgrg 16t bann eptir. SfÖan sendi hann mann til Hgskalds 
20 ok baß segja, hvert eptir f6 var at leita. 13. Hüskarlar H9S- 
kalds blapa )?egar til vdpna, ok väru ggr or5 }?eim, er naestir 
vära, ok nröu J?eir fimtdn saman; reiÖ hverr J^eira, sva sem 
mdtti bvatast. Peir Hrütr sä eigi fyrr eptirreiöina, en peiv ktta 
skamt til garßs & Kambsnesi. 14. Stiga )>eir Hrütr )^egar af 



2. atyrimatir, „schiffsherr*, eigentl. 
„Steuermann''. 

4. b^r um, „trifft die nötigen 
Sicherheitsveranstaltungen * . 

5. ä Kambsnesi. Der von Hrütr 
aufgeführte hof ist somit auf der 
c. 5, 7 und c. 19, 7 erwähnten halb- 
insel belegen gewesen und nach 
dieser benannt; doch ist es möglich, 
dass eine Variante zu dieser stelle 
ä Kambsnesi par sem si'^an Mt d 
Bölstata eine genauere angäbe be- 
wahrt hat. 

12. Ipgfundum, „öffentliche (ge- 
setzlich befohlene) Versammlungen^ 
15. Ipgrdtiandij ^Vormund". Ob- 



gleich torgerör als wittwe etwas 
freier gestellt war, forderte doch 
das gesetz zu ihrer wiederverheira- 
tung die einwllligung ihres nächsten 
männlichen verwandten; vergleiche 
V. Finsen, Fremstillingen af den 
islandske familieret efter Grägä» 
(Annaler for nord. oldkyndighed 
og bist. 1849—50). Hiemit stimmt 
nicht ganz die in den sagas (vgl. 
Laxd. c. 7, 37, c. 43, 8) öfter vor- 
kommende äusserung, dass wittwen 
als solche das recht hatten in heirats- 
fragen selbst die entscheidung zu 
treffen. 

20. hvert eptir fe va/r at leita, 
.wo das vieh zu suchen war''. 



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Hoskuldr und Hrutr. 47 

baki ok binda hesta sina ok ganga fram & mel nokkurn, ok M. 
sagöi Hrütr, at )?eir mundu )?ar viö taka, kvaz )?at hyggja, ^^X- 
}>6tt seint gengi fjärheimtan viS HQskald, at eigi skyldi l^at 
spyrjaz, at hann rynni fyrir )?raelum bans. 15. F9ruiiaatar 
HrAts S9g8u, at liSsmunr mandi vera. Hrütr kvaz l^at ekki 5 
hirÖa, kvaÖ lp& ]>\i verrum fgrum fara skyldu, sem }?eir vseri fleiri. 

16. Peir Laxdoelir hljopu du af hestum sinum ok bjugguz 
Dii viö. Hrütr baÖ ]>& ekki meta muninn ok hleypr 1 möti 
J^eim. 17. Hann haföi hjdlm & hof 8i, en sverÖ brugöit 1 hendi, 
en skjold 1 annarri; bann var vfgr allra manna bezt. Svk var 10 
Hrütr J?d 68r, at fiiir gätu fylgt honum. 18. BorÖuz vel bvärir- 
tveggju um hrl5 ; en brätt fandu )^eir Laxdoelir }?at, at }?eir dttu 
p&r eigi viÖ sinn maka, sem Hrütr var, )?vl at 1^& drap bann 
iv& menn 1 einu atblaupi. 19. SlÖan bäöu Laxdoelir s^r griöa. 
Hrütr kvaÖ P& vlst bafa skyldu griÖ. Hüskarlar Hgskulds 15 
väru ]>k allir särir, )?eir er upp stotJu, en florir väru drepnir. 
20. Hrütr for beim ok var n9kkut särr, en f9runautar bans 
litt eSa ekki, pvi at bann baf 8i sik mest frammi baft. Er )^at 
kallaör Orrostudalr, slöan }7eir borÖuz pax. SiÖan 16t Hrütr af 
boggva föit. 20 

21. Pat er sagt fr4 H9skuldi, at bann kippir m9nnum at 
s6r, er bann spyrr rdnit, ok reiß bann beim. Pat var mJ9k 
jafnskjott, at büskarlar bans koma beim; ]>e\Y sogSu slnar 
feröir ekki sl^ttar. 22. Hoskuldr verör viÖ )?etta öör ok kvaz 
setla at taka eigi optar af bonum rän ok manntjon. Safnar 25 
hann mgnnum psnin dag allan at 86r. 23. SiSan gekk Jurunn 
büsfreyja til tals viÖ bann ok spyrr at um räÖagerÖ bans. 

Hann segir: „Utla rdSagerS befi ek stofnat, en gjarna 

2. vid taka, .sich verteidigen"; 8. meta muninn j „sich um den 

wörtlich „in emp&ng nehmen" (die unterschied (zwischen der stärke 

feinde). der gegner und ihrer eigenen) be- 

6. pd pvi verrum forum fara kümmern". 

skyldUf „dass es ihnen um so viel 1 8. sik mest frammi haft, ^(unter 

schlimmer ergehen sollte". den seinigen) der vorderste ge- 

7. Laxdcßlir, „die leute aus dem wesen", d. i. am tapfersten ge- 
Laxdrdalr, d. h. H98kuldr und seine kämpft. 

männer. 19. Orrostudalr, wörtlich „kampf- 

7. 8. bjugguz nü vi^, «machten tal". Die localität lässt sich nicht 
sich (zum kämpf) bereit". mit Sicherheit nachweisen. 



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48 Hoskuldr und Hrütr. 

M. vilda ek, at annat vaeri optar at tala en um drdp hüskarla 
^1^* miuna". 

24. Jörunn svarar: „pessi aetlun er ferlig, ef pd setlar at 
drepa slikan mann, sem bröSir ymn er, en sumir menn kalla, 
5 at eigi s6 sakleysi 1, pöü Hrütr heföi fyrr J?etta f6 heiint; hefir 
hann )>at nü s^nt, at bann vill eigi vera bornungr lengr )?ess 
er bann dtti, eptir pvi sem bann ätti kyn til. 25. Nu man 
bann bafa eigi fyrr )?etta räÖ upp tekit at etja kappi vi8 )?ik, 
en bann man vita s6r ngkkars traasts y&n af enam meirum 

10 mQnnum, p\l at m6r er sagt, at farit mani bafa orSsendingar 
i bljoöi milli p>eira PorBar gellis ok Hrüts; mandi m6r slikir 
blutir )?ykkja IsjdverÖir; mun Dör?5i J^ykkja gott at veita at 
slikam blatum, er svä bryn eru mälaefni. 26. Veizta ok t^at, 
Hoskuldr, siÖan er mdl )?eira P6r?5ar godda ok Vigdfsar uröa, 

15 at ekki verör slik bliöad meS ykkr DorÖi gelli sem äör, )?ötta 
koemir 1 fyrstu af ]>6r meÖ ffegjpfum fjdndskap J>eira fraenda; 
bygg ek ok }>at, H(jskaldr*, segir bon, j,at )?eim )?ykkir J?ii )?ar 
raunmjgk sitja yfir sfnam blut ok son )?inn Oldfr. 27. Nu 
JxBtti oss bitt rdöligra, at )^ii byÖir Hrüti bröÖur J>lnum soemi- 

20 liga, pvi at ]^ar er faags vän af frekum ülfi; vsenti ek ]7ess, at 

Hriitr taki )?vi vel ok likliga, J>vl at m6r er maÖr sagör vitr; 

mun bann l>at sjä kunna, at ]?etta er bvärstveggja ykkar somi^. 

28. HQskuldr sefaÖiz mJ9k viÖ fortolur Jorunnar; )>ykkir 

bonum )?etta vera sannligt. Fara nd menn i milli I?eira, er 

25 väru beggja vinir, ok bera saettarorÖ af Hgskulds bendi til 
Hrüts. 29. En Hrütr tok )?vf vel, kvaz at visu vilja semja viÖ 



1. at annat vasri opta/r at taJa, 18. raunmjpk sitja yfir sinumhluty 

,dass man von anderen dingen öfter „in sehr hohem grade sie die über- 

zu sprechen hätte''. macht fühlen lassen'^. 

6. 7. eigi vera hornungr kngr '»:, .^O" *J'f f ^- ^'^^'*^ ^^"T 
pess er hann dtti, „nicht länger an «f»»%«. »demem bruder H. ein 
seinem rechtmässigen eigentum ver- ehrenhaftes anerbieten machst'. 

kürzt werden«. -"• **■ ^<"'^* ♦"*» «^ ^*"**'**» ^fi' 

.. . , , ,,.. , ein aus Reglnsm. 13 bekanntes 

7. epUr pvi sem hann ath kyn Schwort: „vom gierigen wolf ist 

m, -Wie man es nach seiner her- .«• i. « j i. «j. • 

^.-.,, „irrio 111 CO «v oc 1 angriff zu erwarten", d.h. mit einem 

kunft von ihm erwarten konnte . . x i. x . ».^ 

1111X1 ciwaiiüu ivv/uiitc gereizten gegner hat man aussieht 

12. isjävertiir, „bedenklich". auf gefährlichen kämpf". 

13. er 8vd br^n eru mälaefnij „wo 26. semja vit5 H.j „mit H. sich 
ein so klarer rechtsfall vorliegt". vergleichen". 



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Die familien Verhältnisse des Hrütr. 



49 



HpBkuld, kvaz J^ess l9ngu hafa verit büinn, at )?eir setnöi sfna M. 
fraBndsemi, eptir )?vl sem vera setti, ef Hgskuldr vildi honum ^^^^* 
r6tts Unna. Hrütr kvaz ok H98knldi vilja unna soma fyrir 
afbrigS )>au, er hann hafSi gQrt af sinni hendi. 30. Eru nü 
t'essi mal sett ok samiS { milli )?eira broeSra HQgkulds ok 5 
Hrüts; taka peix nii upp fraendsenii sina gööa heÖan i frd. 

31. Hrütr gsetir nü büs sfns ok geriz mikill maSr fyrir 
s6r, ekki var hann afskiptinn nm flesta hluti, en vildi rdÖa )?vf, 
er bann hlutaSiz til. 33. Hrütr ]7okat3i nü büstaS sfnum ok 
bj6 par, sem nü heitir ä HrütsstoÖum, allt til elli, Hof ätti 10 
hann 1 tüni, ok sär pesB enn merki. Pat er nü kallat TroUa- 
skeiS; pBx er nü )>j6Sgata. 33. Hrütr kvängaSiz ok fekk konu 
}?eirar, er Unnr h6t, dottir MarSar gigju. Unnr gekk M honum; 
|>ar af he^az deilur )?eira Laxdoela ok FljötshliÖinga. 34. ASra 
konu ätti Hrütr, J>ä er PorbJ9rg h6t; hon var ArmöÖsdottir. ^5 
Att befir Hrütr ena )>ri8ju konu, ok nefnum v6r hana eigi. 
35. Sextän sonu ätti Hrütr ok tiu doetr vi8 ]>essum tveim 
konum. Svi segja menn, at Hrütr Vieri svi ä )?ingi eitt sumar, 



I. semtii sina frcendsemi, „ihr 
verwandtschaftliches Verhältnis ver- 
besserten*' ,d.h.ihrem verwandtschaft- 
lichen Verhältnis gemäss lebten. 

3. 4. 8öma fyrir afhrigtS pau, 
„genngtuung für das mehrfache 
unrecht". 

5. sett ok samitS^ „abgemacht und 
geordnet"; diese allit. formel be- 
gegnet auch sonst, z. b. Ösvalds s. 

c. 2 (Ann. f. nord. oldk. 1854, s. 30, 
14). 

10. d Hrütsstgtfum, gehöft südlich 
von Kambsnes, von dem gegen- 
wärtig nur noch ruinen sichtbar sind. 

II. 12. Troüaskeit^, „weg der un- 
holde*. Der name soll als benennung 
eines weges bewahrt sein. 

1 3. gigjuy beiname ; gigja bedeutet 
.geige". 
gekk frd Kormn^ .verliess ihn", 

d. h. erklärte sich von ihm ge- 
schieden. 

S»g»bibl. IV. 



14. Fljötshlitiingar, „bewohner 
des distriktes FljötshliS (im süd- 
lichen Island)". Die erzählung von 
diesem streit — zwischen Hoskuldr 
und Hrütr auf der einen seite, 
Gunnarr von HliSarendi auf der 
anderen — macht den inhalt des 
ersten teiles der Njäls saga aus. 

15. Porbjprg .... Ärmötfsdöttir, 
nach der Landnämabök (II, 18) hiess 
die zweite frau des Hrütr Hall- 
veig Porgrimsdöttir und war eine 
Schwester des ÄrmöÖr. 

10. ok nefnum v6r hana eigi^ d. h. 
ihren namen kennen wir nicht. Die 
andern quellen wissen von einer 
dritten ehe des Hrütr überhaupt 
nichts. 

17. Sextdn sonu dtti Hrütr ok 
tiu dcßtr. Die Landnämabök teilt 
dem Hrütr mit Hallveig (s. zu z. 15) 
15 söhne und 5 töchter zu. 

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50 fiiste reise des Ölä,fr p4i. 

Ld. at fjortän synir bans vseri meß honum. Pvl er j^essa getit, at 
XIX. )7at J?ötti Vera ransn mikil ok afli; allir viru gerviligir synir 
^^* hans. 



Erste reise des 014fr pai. Sein besuch in Norwegen. 

XX, 1. Hgskuldr sitr nü f büi sfnu ok geriz bDiginn ä 
5 enn efra aldr, en synir bans eru nü )?roskaÖir. Porleikr gerir 
bü & )>eim boe, er beitir ä Kambsnesi, ok leysir Hoskuldr üt 
f^ bans. 2. Eptir )>etta kvängaz bann ok fekk konn )>eirar, 
er Gjaflang b^t, döttir Arnbjarnar Sleitu-Bjarnarsonar ok Dor- 
laugar PörÖardöttur frä HofÖa. Pat var ggfugt kv&nfang; var 

10 Gjaflaug vaen kona ok ofläti mikill. 3« Porleikr var engi daeld- 
armaör ok enn mesti garpr; ekki lagöiz mjgk 4 meÖ I?eim 
frsendum Hrüti ok Porleiki. 4. BärÖr, son Hoskalds, var beima 
met^ feCr sinum; hafSi bann p& nms^sln ekki minnr en Hgs- 
kuldr. 5. Doetra Hgskulds er b^r eigi getit mjgk; )?ö eru menn 

15 frä J>eim komnir. 

6. Öläfr Hgskuldsson er nü ok framvaxti ok er allra manna 
frföastr s^num, )?eira er menn bafi 86t. Hann bjö sik vel at 
vdpnum ok klseöum. 7. Melkorka, möÖir Olafs, bjö & Mel- 
korkustgöum, sem fyrr var ritat. Hgskuldr veik meir af s6r 

20 umsjä um rdSabag Melkorku, en verit bafSi; kvaz honum )?at 
I?ykkja ekki sför koma til Olafs sonar bennar, en Oldfr kvaz 
benni veita skyldu sfna äsjä, sHka sem bann kunni at veita 
henni. 8. Melkorku )?ykkir Hgskuldr gera svfviröliga til sin; 
befir bon J>at 1 bug s6r at gera pk bluti ngkkura, er bonum 

25 podiii eigi betr. 9. Porbjgrn skrjüpr haföi mest veitt umsj& 

2. pat pötti Vera rausn mikil ok Sleitu-Bjarnarsonar, Der name 
afli, „das schien ihm grosses an- Bjpm ist hier zur genaueren be- 
sehen und macht zu verleihen*^. Stimmung des mannes mit sleita, 

Cap. XX. 6. d Kambsnesi, vgl. «ausflucht**, zusammengesetzt. Die 

c. 5, 7, c. 19, 8 und c. 25, 10. Landnämabök (II, 21 flf.) nennt ihn 

6. 7. leysir H, üt fe hans, „H. jedoch SUttu-Bjprn, 
zahlt (ihm) sein vermögen aus*. 9. Hpftüi, hof im nördl. Island, an 

8. Gjaflaug. Von ihr wird zwei- der ostseite des SkagafjgrÖr. 
mal in der Landnämabök gesprochen 10. 1 1. dceldarmatSr, , umgänglicher 

(II, 18; III, 10); doch wird sie das mensch". 

erste mal PuritSr, das zweite mal li.16. eru menn frdpeimkomnir,,,8\e 

Chutflaug genannt haben nachkommen hinterlassen''. 



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Melkorka heiratet den l>orbJ9m skrjüpr. 51 

um bü Melkorku; vakit hafSi hann bonorS viÖ hana, ]>& er Ld.XX. 
hon haf5i skamma stund büit, en Melkorka t6k pvl fjarri. 

10. Skip Bt6Ö uppi & BorÖeyri f HrütafirÖi. Orn h6t sty^ri- 
maSr; hann yar hirSmaÖr Haralds konungs Gunnhildarsonar. 
11. Melkorka vekr tal viS Olaf son sinn, p& er {^an finnaz, at 5 
hon yill, at bann fari utan at vitja frsenda sinna gQfugra, — 
y)7yl at ek hefi )?at satt sagt, at M^rkjartan er at visu faSir 
minn, ok er hann konnngr tra; er ]7^r ok hoegt at räSaz til 
skips & BorÖeyri." 

12. ÖUfi- segir: „talat hefi ek )>etta fyrir fQÖnr mfnam, lo 
ok hefir bann Iftt d tekit; er ]>anneg ok Qärbag fostra mfns 
bättat, at pat er meir i l^ndum ok kvikf^, en bann eigi fs- 
lenzka vgru liggjandi fyrir.* 

13. Melkorka svarar: „eigi nenni ek, at pti b6t ambättar- 
sonr kallaör lengr, ok ef t^at nemr viS fgrinni, at pti ]7ykkiz 15 
bafa f6 oflitit, ]>& man ek heldr ]7at til yinna at giptaz Por- 
bimi, ef )?ü raez J?d til feröar heldr en dör, )?vf at ek aetla, at 
hann leggi fram voruna, svd sem pA kannt }?6r pqr( til, ef 
hann näir räöahag viQ mik; 14. er J^at ok til kostar, at Hqs- 
knldi munn ]>ä tveir blutir illa llka, pk er bann spyrr bvärt- 20 
tveggja, at pt ert af landi farinn, en ek manni gipt." 

Oläfr baS m68ar sina eina rä8a. 

15. SiÖan roeddi Oläfr viÖ PorbJ9rn, at hann vildi taka 
y^ra af bonam at läni ok gera mikit at. 

16. Porbjgm svarar: ^pai man pvi at eins, nema ek u& 25 
r&Öahag viÖ Melkorku; p& vaentir mik, at p6r s6 jafnheimilt 
mitt ffe sem J>at, er )>ii hefir at varöveita." 

17. Oläfr kvaS )>at pä mundu at räöi g9rt; toluSu p& 

2. tök fovi fjarrif „nahm es kühl 16. pai til vinna^ „das opfer 
auf*, „lehnte die Werbung ab*. bringen*. 

3. BorSeytr, hafen im west- ,9 ^^ ^ ^^ ^.j j^,^„ ^.^^^ 
UcheB teüe des nördlichen Island. ^^^^ ^^^ j ^ ^ ^^^^^ 

12. 13. islenzka vpru. Jede reise .. .. . 

war mit handel verbunden, indem ^4 gera m^t at „grosse ver- 

man durch absetzen der mitge- pAichtungen übernehmen*, eigentl : 

brachten waren - die zugleich als ^^^^«« ^"'^ hmsichtlich (der anleihe). 

bares geld dienten — sich unterhalt 25. pvi at eins, nema, „nur (ge- 

verschaffte. schehen), falls". 

15. nemr vitS fprinnij „der reise na, so die haupthandschrift, = 

im wege steht". nda, praes. conj» 



* 



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52 



Heirat der Melkorka. 



Ld.XX. meÖ s^r p& hluti, er l?eir vildn, ok skyldi )?etta fara allt af 
hljööi. 

18. HQskuldr roeddi viS Olaf, at bann mundi rfSa til )>i°S<9 
meS honum. Oläfr kvaz ]>at eigi mega fyrir bds^sla, kvaz 
5 vilja lata gera lambhaga viS Laxä. HQskuldi Ifkar J^etta vel, 
er bann vill am büit annaz. 19. SlSan rei& HQsknldr til pings, 
en suüit var at brallaupi d Lambast^Sam, ok r^8 Oläfr einn 
mäldaga. Oldfr tok t>rjd tigu bundraSa vqfu af 6skiptu, ok 
skyldi pSiT ekki fö fyrir koma. 20. Bär5r H^skuldsson var at 
10 bruUaupi ok vissi )?essa räÖagerÖ meÖ J>eim, En er boöi var 
lokit, pk reiÖ Öläfr til skips ok bitti Orn st^rimann ok t6k 
s6r pB,T fari. 

21. En äör en J^an Melkorka skilöiz, selr bon 1 bendr 
Oldfi fingrgnll mikit ok mselti: 

t5 ,^enna grip gaf faSir minn m^r at tannf6, ok vsenti ek, 

at bann kenni, ef bann s^r/ 

22. Enn fekk bon bonnm f bgnd knif ok belti ok baS 
bann selja föstru sinni, — „get ek, at bon dyliz eigi viS pesssx 
jartegnir." 

20 23. Ok enn mselti Melkorka: ^^beiman befi ek pik büit, 
svd sem ek kann bezt, ok kent piv irskn at msela, svd at ^ik 
man )>at eigi skipta, bvar {^ik berr at Irlandi/ 



3. at kann mündig „dass er (d. h. 
Ö14fr) solle». 

4. büsyslu, „betrieb der wirtschaftet 

5. lambhaga, „eingefriedigte weide 
für lämmer". 

7. anüit var at hrullaupi d Larnba- 
stqtSumj „man rüstete zur hochzeit 
auf L.". Dass mit L. der hof des 
I>orbJ9m skrjdpr gemeint ist, ver- 
säumt der Verfasser mitzuteilen; 
diesen namen bekam übrigens der 
hof wahrscheinlich erst später, nach 
Lambi, dem söhne des torbJ9rn 
und der Melkorka. 

8. prjd tigu hundratfa vpru af 
öskiptu. Wie dr. V. GuÖmundsson 
in seiner abhandlung „Manngjüld— 
hundrat^' (Germanistische Abhand- 



lungen, Göttingen 1893) bewiesen 
hat, bedeutet in solchen Verbin- 
dungen hundrad (d. i. ein gross- 
hundert) 120 Ipgaurar zu 6 (Unar, 
Ein solcher Ipgeyrir war ein achtel 
eines eyrir silfrs. Die ganze summe 
in geld und nach dem kaufwert der 
neuzeit berechnet würde c. 19000Bm. 
repräsentieren; at öskiptu „im vor- 
aus", ehe der mäldagi das Ver- 
mögensverhältnis zwischen den 
gatten festgesetzt hatte. 

14. fingrguU, „fingerring aus gold*^, 
im gegensatze zu guUhringTf „gol- 
dener armring". 

15. tannßf geschenk, das dem 
kinde gegeben ward, wenn der erste 
zahn sich zeigte; vgl. Grundriss IIb, 
s. 215. 



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öläfr pii in Norwegen. 53 

Nu skilja )?au eptir J?etta. Pegar kom byrr ä, er Oldfr Ld,XX. 
kom til skips, ok sigla )7eir J^egar i haf. XXI« 



Ölafr päi begiebt sich nach Irland und wird als tochtersohn des 
königs Myrkjartan anerkannt. 

XXI5 1« Nd kemr H^skuldr heim af pingi ok spyrr ]>eQ&\ 
tfSendi. Honnm Ifkar heldr J?ungliga; en meÖ ]>\i at vanda- 
menn bans ättn hlut 1, pk sefaöiz hann ok l^t vera kyrt. 5 

2. Peim Olafi byrjaöi vel, ok töku Noreg. Orn fysir Öl&f 
at fara til birSar Haralds konungs, kvaS bann gera til ]?eira 
gööan soma, er ekki väru betr mentir, en Oldfr var. Öläfr 
kvaz ]>at mundu af taka. 3. Fara peiv Oläfr ok Orn dA til 
biröarinnar ok {& J>ar göÖar viStokur. Vaknar konungr )?egar 10 
viÖ Olaf fyrir sakir frsBnda bans ok bauÖ bonum )?egar meß 
s^r at vera. 4. Guunbildr lagSi mikil mseti k Olaf, er bon 
vissi, at bann var broöurson Hrüts; en sumir menn kgUuÖu 
]?at, at benni l^oetti ]>6 skemtan at tala viS Olaf, ]76tt bann 
nyti ekki annarra at. 15 

5. Oläfr ügladdiz, er & leiÖ vetrinn. Orn spyrr, bvat 
bonum vseri til ekka. 

Oldfr svarar: „ferö ä ek ä b9ndum m6r at fara vestr um 
baf, ok t^oetti m^r mikit undir, at pt settir blut f, at sd yröi 
farin sumarlaujgt." 20 

Orn baS Olaf l^ess ekki f^saz, kvaz ekki vita vänir skipa 
J^eira, er um baf vestr mundu ganga. 

6« Gunnbildr gekk & tal )>eira ok mselti: „nd beyri ek 
ykkr {>at tala, sem eigi befir fyrr viÖ borit, at sinn veg )?ykkir 
bv&rum." Ol&fr fagnar vel Gunnbildi ok Isßtr eigi niör falla 25 
talit. 7. Sit5an gengr Orn & brott, en )7au Gunnbildr taka p& 
tal; segir Oläfr p& setlan sfna, ok svä bvat bonum lä viS at 
koma fram feröinni, kvez vita meÖ sannindum, at Myrkjartan 
konungr var möBurfaÖir bans. 

Cap. XXI. 9. af taka, , wählen". für) gewisse andere leute (n'äml. 
12. miJcil masti, (neutr. pl.) = Hrütr) begünstigt worden wäre". 



miklar mastwr. 

14. 15. pött hann nyti ekki ann- 
arra at, , selbst wenn er nicht 27. hvat honvm Id vit5, ,wie viel 



19. SM, seil, ferd, 
27. hvat honwn ü 
durch (die verliebe der Gunnbildr i*i™ <iaran gelegen sei*^. 



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54 Ölafr in Norwegen. 

Ld. 8. l>& maelti Gannhildr: „ek Bkal fd ]>6r styrk til feröar 

XXI, )?es8ar, at )?ü megir fara svd rikuliga, sem ]fti vilt." 
Öl&fr )?akkar henni orÖ sfn. 

9. SiSan Isetr Gnnnhildr büa skip ok fser menn til, bat^ 
5 Olaf d kveÖa, hv6 marga menn hann vill hafa meÖ s^r vestr 
um hafit. 10. En Oläfr kvat3 k sex tiga manna, ok kvaz p6 
)?ykkja miklu skipta, at )?at liÖ vaeri likara hermonnum en 
kaupm9nnnm. 11. Hon kvaÖ svä vera skyldn, ok er Orn einn 
nefndr meÖ Oläfi til feröarinnar. Petta liö var allvel büit. 
10 13. Haraldr konungr ok Gunnhildr leidda Olaf til skips 

ok SQgÖnz mundu leggja til meS honum hamingjn sfna meS 
vingan )?eiri annarri, er )?au h^fÖu til lagt; sagöi Haraldr kon- 
ungr, at )?at mundi auövelt, pvi at J>au k9llu8u engan mann 
Ysenligra hafa komit af Islandi & ]>eira dogum. 
15 18. l>& spurSi Haraldr konungr, hv^ gamall maÖr hann 

vsßri. 

Ol&fr svarar: „nü em ek ätj&n vetra." 
Konungr mselti: „miklir ägsetismenn eru slikt, sem ]>t ert, 
]f\i at )?ü ert enn litit af barns aldri, ok soek ]7egar ä värn 
20 fund, er )?ü kemr aptr." 

14. SiÖan baÖ konungr ok Gunnhildr Oldf vel fara. Stigu 
siöan k skip ok sigla )>egar ä ha f. 

15. Peim byrjaöi illa um sumarit; hafa ]>eir ]7okur miklar, 
en vinda litla ok öhagstoeSa, p& sem väru; rak ]>& viSa um 

25 hafit; y&ru pdr flestir innan borSs. at d kom hafvilla. 16. Pat 
varÖ um sföir, at )>oku höf af h9f8i ok geröuz vindar &; var 
pä tekit til segls. 17. T6kz p& umroeSa, hvert til Irlands 

8. 9. er Qm einn nefndr meti Die stelle lautet in allen hand- 

Oldfi til fertSarinnarj „0. allein ist Schriften gleich ; vielleicht ist jedoch 

ausser dem Öläfr namhaft gemacht dieser satz erst durch entstellung 

als teilnehmer an der reise". dem könige und seiner mutter in 

11. 12. spgb'uz — lagtj „sagten, den mund gelegt, während er ur- 

dass sie der übrigen freundschaft, sprünglich eine bitte Olafs ausge- 

die sie ihm erzeigt hätten, nun auch drückt hat. Hierauf scheint die 

ihr glück beifügen wollten", — all- nachfolgende äusserung des Haraldr: 

gemein verbreitet war der glaube, a*/>a^mww(?iaie&t;e/iusw. schliessen 

dass man, wenn man jmd. glück zu lassen. 

wünschte, sein „glück* auf den be- 25. at ä , ,in quos* ; at steht für 

treffenden übertragen konnte. — er, also relativisch. ^ 



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ÖUfr in Irland. 55 

mnndi at leita, ok urSu menn eigi dsättir & psd. Orn var til Ld. 
möts; en mestr blati manna mselti f gegn ok kväSu Orn allan XXI. 
villaz ok SQgSa ]f& räSa eiga, er fleiri vära. 

18. SlÖan var skotit til räöa Olafs, en Oläfr segir: 

,J>at vil ek, at }>eir räöi, sem bygnari eru; pyi verr )?ykki 5 ^ 
m6r, sem oss muni duga heimskra manna rdS, er pa^n koma 
fleiri saman/ 

19. Pötti P& ör skorit, er Oldfr mselti J?etta, ok r68 (^rn 
leiSsQgu )7aSan 1 M. Sigla )>eir ]?& naetr ok daga ok hafa 
jafnan byrlltit. 10 

20. Pat var einhverja nött, at varÖmenn hljöpa upp ok 
bäSu menn vaka sem tfSast; kväSaz sjä land svä nser s6r, at 
J^eir stungu nser stafni at; en seglit var uppi ok allUtit veÖrit 
at. 21. Menn hlaapa j^egar upp, ok baÖ Orn beita & brott M 
landinn, ef }?eir msetti. 15 

22. Oläfr segir: „ekki eru )?au efni i um värt mal, )?vl at 
ek s4, at boSar eru allt fyrir skutstafn, ok felli seglit sem 
tft^ast, en gerum räS vär, p& er Ijöss dagr er ok menn kenna 
land I>etta." 

23. SlSan kasta peiv akkerum, ok brffa J^au {^egar viS. 20 
Mikil er umroeÖa um nöttina, bvar ]?eir mundu at komnir. En 
er Ijüss dagr var, kendu ]?eir, at ]?at var Irland. 

24. Orn mselti }?d: „}?at hygg ek, at v6r bafim ekki goSa 
atkvämu, ]>\i at ]?etta er Qarri bQfnum J^eim eöa kaupst^Sum, 
er Ätlendir menn skulu hafa friö, f]?vi at v6r erum nü fjaraöir 25 
uppi SV& sem bornsllj; ok naer aetla ek )?at logum }?eira Ira, 

1.2. ft2mJ^8, „gegen (die andern)*', 25.26. Die in eckigen klammern 

d. h. auf der einen seite. eingeschlossenen werte finden sich 

2. Qm allan f „den ganzen Orn^, zwar in der haupthandschrift und 

d. h. 0. ganz und gar. der mit dieser am meisten ver- 

4. var skotit til räb'a öldfSj „wurde wandten ; da sie aber in einem der 

die Sache dem urteile Öläfs über- wichtigsten fragmente fehlen und 

lassen". dem ganzen charakter der saga nicht 

14. ok bat! Qrn beita^ seil, pd: angemessen sind, so dürften sie wol 

17. skutstaffif „hintersteven**. als iuterpolation zu betrachten sein. 

fellL Wahrscheinlich 3. pl. (eher 26. hormily „stichlinge*, neutr. pl. 

als sg.) conj. praes. , „man lasse wahrscheinlicher als fem. sg. 

herab". 26.-8.56,2. ok noer cetla ek — 

23. 24. göt5a atkvdmiij „gute an- fqngum^ ,nnd nahe (d. h. in über- 

kunft", d. h. eine günstige stelle einstimmung mit) den gesetzen der 

aum landen. Irländer wird es, wie ich vermute, 



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56 



Öläfr in Irland. 



Ld. t^ott ]feiT kalli fö {^etta, er y6r h^fam meÖ at fara, meÖ sinum 
XXI. f9ngum, \>\l at beita lata J>eir J?at vägrek, er minnr er fjarat 
frä skutstafui/^ 

25. Öläfr kvaS ekki til mundn saka, — „en s6t hefi ek, 

5 at mannsafhaSr er k land app f dag, ok {^eim Iram t^ykkir 

am yert skipkväma l^essa; hugöa ek at 1 dag, p& er Qaran 

yar, at h6r gekk upp öss viS nes J^etta, ok feil )>ar ovandliga 

Bjor üt 6r osinum. En ef skip värt er ekki sakat, p& manum 

y^r skj6ta bäti värum ok flytja skip värt {^angat*' 

10 26. Leira var undir, )?ar er )?eir h9fÖu legit um strengina, 

ok var ekki borS sakat i skipi )?eira; flytjaz pen Oläfr J^angat 

ok kasta )?ar akkernm. 27. En er & Iför daginn, ]>& drffr ofan 

mannfj^lSi mikill til strandan SfSan fara tveir menn & bäti 

til skipsins. 28. Peir spyrja, hverir fyrir rdÖi skipi t>es8U. 

15 Oläfr ma^lti ok svarar k irsku. sem )>eir mselta til. 29. £n 

er Irar vissa, at ]>eir väru norroenir menn, pk beiSaz )>eir laga, 

at )>eir skylda ganga frä f6 sinn, ok mundi }^eim pk ekki ^ort 

til aavisla, äör konuDgr setti d6m ä t>eira mäli. 30. Oläfr 

kvaÖ )?at Igg vera, ef engi vseri tülkr meÖ kaupmonnum, — 

20 ,,eD ek kann ySr psA meS SQnna at segja, at )>etta era 

friömenn; en p6 munu vir eigi upp gefaz at öreyndu." 

31. Irar oepa pk her6p ok vaöa üt & sjöinn ok setla at 
lei&a upp skipit undir )>eim; var ekki djüpara, en pe\m tok 



sein, wenn sie dies gut, das wir bei 
uns haben, für ihr eigentum er- 
klären*. 

2. 3. heita — skutstafnif „sie er- 
klären schon das (dasjenige schiff) 
für Strandgut, hinter dessen hinter- 
steven weniger ebbe sich befindet**, 
d. h. sie nennen schon solche schiffe 
wrack, die nicht so unzweifelhaft 
gestrandet sind. 

5. mannsafnatürf „Versammlung 
von menschen**. 

6. um vert skipkvdmu pessa = 
vert um s. />., ,die ankunft dieses 
Schiffes wichtig". 

7. ovandliga j « nicht völlig". 

\ 5. svarar d irsku, sem ptir m(B\Xvi, 



Ulf „beantwortete — in irischer 
spräche — das, wonach sie fragten". 

1 6. norrcßnir. Das adjectiv norrcBnn 
(und das entsprechende Substantiv 
Nortümatfr) kann, in mehr oder 
weniger umfassender bedeutung, 
bezeichnen: 1. nordisch (d.i. scan- 
dinavisch), 2. mann aus Norwegen 
oder von dort aus kolonisierten 
ländern, 3. Norweger. 

beitüaz peir laga, „fordern sie die 
erfüUung der gesetzlichen Vor- 
schriften". 

21. fritfmenn, „friedliche leute". 

at öreyndu, „ohne (den wider- 
stand) versucht zu haben". 

23. undir peim^ d. h. samt der an 
bord befindlichen bemannung. 



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.^^ 



Ölafr in Irland. 



57 



nndir hendr [eÖa i bröklinda, J>eim er stoerstir v&ru]. Pollrinn Ld, 
var svÄ djüpr, )?ar er skipit flaut, at eigi kendi niÖr. 82. Oldfr XXI. 
baO p& brjöta upp yäpn sfn ok fylkja & skipinu allt & millum 
stafha. StöÖu J>eir ok bv4 )?ykt, at allt var skarat meÖ skjgldum; 
ßtöC spjötsoddr lit hjä hverjum skjaldarsporSi. 33. Öldfrgekk 5 
p& fram f stafninn ok var svä büinn, at bann var { brynju ok 
hafSi bjälm ä h9fÖi gullroöinn. Hann var gyrÖr sveröi, ok 
värn gnllrekin bj^ltin. Hann bafSi kr6kaspj6t f hendi hQgg- 
tekit ok allgöS m&l f. RauÖan skjold hafÖi hann fyrir s^r, 
ok var dregit ä leö meß golli. 34. En er Irar sjd viöbüning lo 
l^eira, )?& sk^r )?eim skelk i bringa, ok )?ykkir ]?eim eigi jafn- 
auSvelt föfang, sem ]7eir bugSu til; hnekkja Irar nü ferSinni 
ok hlanpa saman f eitt j^orp. 35. SiÖan kemr knrr mikill f 
liS J?eira, ok J?ykkir )?eim nü auövitat, at )?etta var herskip, ok 
mnni vera miklu fleiri skipa vän; gera nü skyndiliga orÖ til 15 
konungs; var )?at ok boegt, ]>yI at konnngr var p& skamt f 
brott )>a8an & veizlum. Hann riör ]7egar meÖ sveit manna {^ar 
til, sem skipit var. 36. Eigi var lengra ä millam landsins ok 
l^esB, er skipit flaut, en vel mätti nema tal millum manna. 
Opt hgfÖu Irar veitt ]?eim ärisir meÖ skotum, ok varÖ )?eim 20 
Oläfi ekki mein at. 37. Oläfr stöÖ meS J^essum büningi, sem 
fyrr var ritat, ok fannz mgnnum mart um, hversu skgruligr 



1. Für die in eckigen klammern 
eingeschlossenen werte gilt dasselbe 
wie das za c. 21, 24 angemerkte. 

Folhinn; poUr bezeichnet ein ein- 
geschlossenes ge Wässer (bucht oder 
fjord) von beträchtlicher tiefe. 

2. at eigi kendi «i&r, „dass man 
den boden nicht erreichen konnte"; 
kenna^ eigentl. „fühlen". 

3. brjöta upp, »hervorholen". 
hrjöta, „brechen*, auch: etwas zu- 
sammengepacktes lösen. 

5. skjaldarsportii j „schildspitze". 
Die Schilde, die der Verfasser vor 
äugen hat, sind unten spitz. 

6. i brynju. Die hämische dieser 
zeit sind ringpanzer, aus ineinander 
geflochtenen eisenringen bestehend. 

8. 9. hoggtekit. Die bedeutung 



unsicher {an. Afy.), wörtl. „hieb- 
genommen* (d. h. mit eingehauenen 
zeichen versehen?). 

9. mal, „zeichen", vielleicht die 
durch damasciernng hervorge- 
brachten figuren(?). 

10. dregit d leö, „ein lowe ge- 
malt"; leö hier neutrum. 

12. hnekkja irar nü ferbinni, „die 
Irländer stellen nun das vorrücken 
ein". 

13. porpf gewöhnlich .dorf"*, hier 
jedoch wahrscheinlich „schar" (vgl. 
Snorra Edda I, 532). 

19. pess, „der stelle*. 

nema tal millum manna, „die rede 
zwischen den männem hören", d. h. 
sich gegenseitig verstehen. 



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58 öläfr in Irland. 

Ld. sjd maör var, er J>ar var skipsforingi. 38. En er skipverjar 

XXI. Olafs 8jd mikit riddaraliS rföa til )?eira, ok var et froeknligsta, 

]>& l^agna )>eir, {^vl at J^eim t^otti mikill liSsmunr yiÖ at eiga. 

39. En er Oläfr heyrSi j^enna karr, sein i sveit bans gerüiz, 

5 baS bann p& herSa bugina, — ,,]7vi at nA er gott efiii 1 vära 

mäli, beilsa )>eir Irar nd M^rkjartani konungi sinum." 

40. SfSan riSu t^eir svä nser skipinn, at bydrir mättu skilja, 
bvat aörir t^laön. Konungr spyrr, bverr skipi styröi. 41. Oldfr 
segir nafn sitt ok spnröi, bverr sä vsßri enn vaskligi riddari, 
10 er bann &tti p& tal viö. 

Sä svarar: ,ek beiti M;^rkjartan." 
42. Öläfr mselti: ,bvirt ertu konungr Ira?" 
Hann kvaÖ svd vera. Pä spyrr konungr almseltra tiÖenda, 
Oläfr leysti vel ör )?eim tiöendum oUum, er bann var spurör. 
15 43. Da spuröi konungr, bvaöan )?eir beföi dt lätit, eÖa bverra 
menn )?eir vaeri. Ok enn spyrr konungr vandligar um aett 
Olafs en fyrrum, )?vl at konungr fann, at )?e8si maÖr var 
riklätr ok vildi eigi segja lengra, en bann spurSi. 

44. Oldfr segir: „Dat skal yÖr kunnigt gera, at v6r yttum 
20 af Nöregi, en }?etta eru birtJmenn Haralds konungs Gunnbildar- 
sonar, er b^r eru innanborSs. 45. En yör er )?at ft& sett minni 
at segja, berra, at faöir minn b^r & Islandi, er HQskuldr beitir 
— bann er störsettaSr maÖr — ; en mööurkyn mitt vaenti ek, 
at piv muniö s^t bafa fleira en ek, p\i at Melkorka beitir 
25 mööir min, ok er m^r sagt meS S9nnu, at bon s6 dottir ]>fn, 
konungr, ok psd befir mik til rekit svä. langrar ferSar, ok liggr 
mir nd mikit viÖ, bver svor )n\ veitir mlnu mäli/ 

46. Konungr ]7agnar ok & tal vi8 menn sfna; spyrja vitrir 

2. riddaralitff „ritterschar*. 18. rikldtr^ Mbochmütig*^. 

4. kurr, die leute, die zuerst vor ««5/« lengra, ,auf mehr bescheid 
schreck verstummt waren (z. 3), geben*. 

äusserten jetzt also flüsternd ihre 24. fleira, attribut zu mödurkyn, 

besorgnisse. ^vom geschlechte meiner mutter 

5. herda hughia , „ die gemüter habt ihr, glaube ich, mehr personen 
stählen", d. h. sich ein herz fassen, gesehen als ich^. 

15. üt Idtit, „ausgefahren". 26. mik til rekit, „mich dazu ge- 

15. 16. hverra menn, „wessen trieben*, 
leute", d. h. in wessen dienst. 



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Öläfr wird als tochtersohn des königs Myrkjartan anerkannt. 59 

menn konuDg, hvat gegDast muni l }>essa mäli, er sjd maör Ld. 
aegir. XXI. 

47. Konungr svarar: „auSssett er ]>at ä Öläfi )>es8um, at 
hann er storsettaSr maör, hvärt sem bann er värr fraßndi e&a 
eigi, ok svä ]7at, at hann mselir allra manna bezt irskn.'' 5 

48. Eptir ]7at stö8 konungr upp ok mselti: ,,ni!i skal veita 
sv^r ]>iu\x mäli, at ek vil ^Unm y?5r griÖ gefa, skipverjum, en 
um frsßndsemi p&, er J?ü telr vi5 oss, raunum v6r tala fleira, 
äör en ek veita )?vi andsvgr.* 

49. SfSan fara bryggjur ä land, ok gengr 01a.fr & land 10 
ok f^runautar hans af skipinu. Finnz J^eim Irum nü mikit um, 
hversu vigligir J^essir menn eru. 60. Fagnar Oläfr )?ä konungi 
vel ok tekr ofan hjälminn ok l^r konungi, en konungr tekr 
honum p& meS allri blföu. 51. Taka ]7eir \>& tal meS 86r; 
flytr Oläfr p& enn sitt mal af ufju. ok talar baeöi langt erendi 15 
ok snjalt. 53. Lauk svd mälinu, at hann kvaz ]7ar hafa guU 
psd & hendi, er Melkorka seldi honum at skilnaSi ä Islandi 
ok sagÖi 8V&, — ,^at )?ü, konungr, gaefir henni at tannfö.* 
Konungr tök viö ok leit ä gullit, ok geröiz rauör mj§k 
dsyndar. 20 

53. SfRan maslti konungr: „sannar eru jartegnir, en fyrir 
engan mun eru psdv ömerkiligri, er )?ü hefir svä mikit sßttar- 
bragS af mööur )?inni, at vel mä J>ik J?ar af kenna. 54. Ok 
fyrir }?es8a hluti lf>& vil ek at visu viÖ ganga }?inni frsendsemi, 
Oläfr, at }7eira manna vitni, er hör eru hjä ok tal mitt heyra; 25 
skal J?at ok fylgja, at ek vil )?^r bjööa til hiröar minnar meÖ 
alla )>lna sveit; en sömi yövarr mun )?ar vi5 liggja, hvert 
mannkaup m6r J?ykkir i )?6r, )?ä er ek reyni )?ik meir.* 

55. Sföan laetr konungr fd I^eim hesta til reiöar, en hann 
setr menn til at büa um skip {^eira ok annaz varnaS {^ann, er 30 
}?eir ättu. Konungr reiÖ p& til Dyflinnar, ok )?ykkja mgnnum 
pettsL mikii tl?5endi, er )?ar var dötturson konungs 1 fgr meÖ 



1. gegnast, Superlativ von gegn diejenigen weniger bedeutend, (die 

(adj.); hvat gegnast muni (vera\ darin bestehen) dass*. 

„wie viel wahres sein möge''. 22. 23. cettarbragtf j „familienähn- 

o ^ , 1. ..LI X» lichkeit*. 

8. telr, „herzahlst . ^^ ^^^, ^-^ ^.^^.^^ ^^^^^ ^^^ 

22. eru pcer ömerkiligri, er, ,sind ruhen". 



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60 ÖUfr in Irland. 

Ld. hoDum, ]?eirar er J^at^an var fyrir Ipnga hertekin, fimtdn vetra 
^^^' gomul. 56. En p6 brd föstru Melkorku mest viÖ )?essi tlöendi, 
er p& \& l kgr, ok sötti bseSi at stri8 ok elli; en ]>6 gekk hon 
p& stafianst & fand Olafs. 
5 57. Pä mselti konungr til Öläfs: ,b4r er nü komin fostra 
Melkorkn, ok man hon vilja hafa tföenda sogn af ]>6t am 
hennar hag.'' 

OUfr t6k vi8 henni bäöum hondam ok setti kerlinga ä 

kn6 s^r ok sagSi, at föstra hennar sat f goÖam kostam & Is- 

10 landi. 58. Da seldi Oläfr henni knffinn ok beltit, ok kendi 

kerling gripina, ok var?5 grätfegiii, kvaÖ )?at baeöi vera, at sonr 

Melkorka var skoruUgr, — ^enda & bann til J^ess varit" 

59. Var kerling hress )?ann vetr allan. Konangr var litt 
1 kyrsaeti, )?vi at pk var jafnan herskdtt am vestrlgnd. Rak 
15 konangr af s^r )>ann vetr vfkinga ok üthlaapsmenn. Var Oläfr 
meÖ sveit sina ä konangsskipi, ok )?ötti sü sveit heldr lirig 
viöskiptis, )?eim er i möti vära. 60. Konangr hafÖi p& tal viÖ 
Olaf ok bans f^laga ok alla rät3agerS, )?vf at bonum reyndiz 
Oläfir baeöi vitr ok framgjarn 1 9llam mannraanam. 61. En 
20 at äliönum vetri stefndi konangr )?ing, ok varÖ allflglment. 
Konangr stöÖ app ok talaÖi. 63. Hann höf svd mdl sitt: 

„)?at er yÖr kannigt, at h^r kom sä maör 1 fyrra banst, 
er döttarson minn er, en ]>6 störsettaÖr 1 fgöarkyn; viröiz m6r 
Oläfr svä mikill atgervimaör ok skgrungr, at v6r eigam eigi 
25 sllkra manna h^r kost. 63. Nü vil ek bjoSa honam konnng- 
döm eptir minn dag, pvi at Oldfr er betr til yfirmanns fallinn 
en mlnir synir." 

64. Oläfr l^akkar honam boÖ {^etta me8 mikilli snild ok 

f9gram oröam, en kvaz )?ö eigi manda & haetta, bversa synir 

30 bans )?yl8i I?at, ]>ä er M^rkjartans misti viÖ, kvaÖ betra vera 

at fä skjöta soemS en langa svfviröing; kvaz til Nöregs fara 

3. stritfj „sorge" (wegen des ver- 14. vestrlpnd, Grossbritannien und 
lustes der pflegetochter) ; sötti atj Irland. 

„gn an . ^^ . . ^^ Murkjartans misti vitf, 

4. stafUiust, „ohne Stab«. ^^^^^ ^ 3^^^^^« 
12. varit f von verja (got. wasjafi); 

d hann til pess vant, „er hat die 31. skjöta scemtf en langa svi- 
natur (die ererbte anläge) dazu"; virtiing, „kurzen rühm als lange 
vgl. Olkofra )?. 17, 14. schände". 



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Ö14fr kehrt nach Norwegen zurück. 61 

vilja, )>egar gkipum vseri ohsett at halda & millam landa; kvaS Ld. 
möüar sfna mandu hafa lltit ynCi, ef hann kcemi eigi aptr. XXI. 
ft5, KonuDgr ba5 Olaf räöa. SfÖan var slitit }?ingmu. En er XXll. 
ßkip OlAfs var albtit, pä fylgir konungr Oläfi til skips ok gaf 
honrnn spjot guUrekit ok sverÖ büit ok mikit U annat 66, Öläfr 5 
beiddiz at flytja f6stru Melkorku ä brott meÖ g6r. EonuDgr 
kvaÖ peBB enga J^^rf, ok for hon eigi. 67. Stigu peiv Oldfr 
& skip sitt, ok skiljaz )>eir konungr me5 allmikilli vingan. 
Eptir J^at sigla J?eir Oldfr ä haf. 68. Peim byrjaöi vel ok 
tüku Nöreg, ok er Oldfs fgr allfraeg; setja nü upp skipit. Fser 10 
014fr B&r hesta ok soekir nü & fand Haralds konangs met3 
sinn f9raneyti. 



Ö14fr p&i kehrt über Norwegen nach Island zurück. 

XXn^ 1. Oldfr HQsknldsson kom nü til hirSar Haralds 
konnngs, ok t6k konangr honam vel, en Gunnhildr mikln betr. 
2. Pau buöu honam til sin ok IggÖu )?ar m^rg orÖ til. Öläfr 15 
)>iggr ]>at, ok fara )>eir Orn bäSir til konangs hiröar. 3. Leggr 
konangr ok Gannbildr svä mikla virtfing & Olaf, at engl üt- 
lendr maSr hafSi slfka virSing af )>eim ^egit. 4. Oläfr gaf 
konangi ok Gannhildi marga fds6na gripi, er hann hafSi )>egit 
& Irland! vestr. Haraldr konangr gaf Öläfi at jolam 9U klseSi 20 
skorin af skarlati. Sitr nii Ol&fr am kyrt am vetrinn. 5. Ok 
am y&rit,^ er & leiS, taka ]?eir tal milli sin konangr ok Öläfr; 
beiddiz Öläfr orlofs af konangi at fara üt til Islands am 
samarit, — , ä ek )?angat at vitja,* segir hann, , ggfagra 
frsenda.' 25 

6. Konangr svarar: „]>at vseri mör nsest skapi, at pA staS- 
festiz meS mär ok toekir h^r allan räSakost slfkan, sem pt 
vilt själfr." 

7. Öläfr }^akkat$i konangi l^ann soma, er hann baaS honam, 



1. öhasttj „gefahrlos^ (wegen der 19. /a8^a, „seltene"; wörtl. „selten 

Jahreszeit). gesehene*. 

b. svertf büit, «ein kunstvoll ge- 20^21, oll kketii skorin afskarlatif 

arbeitetes schwert**. „eine vollständige kleidang ans 

Cap. XXII. 15. IpgtSu foar morg Scharlach (feinem wollenstoff) ver- 

ord til, i, forderten dringend dazu fertigt", 

auf". 27. rätfakoatf ,8tellung^ 



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62 ÖUfr kehrt nach Island zurück. 

Ld. en kvaz ]>ö gjarna vilja fara til Islands, ef ]?at vseri eigi at 
XXII. m^^ konungs vilja. 

8. Pd svarar konungr: »eigi skal )?etta gera ovinveitt viÖ 
)?ik, Oldfr. Fara skaltu i sumar lit til Islands, p\i at ek s6, 

5 at hugir piniv standa til J^ess mJQk; en ongva 9nn n^ starf 
skalta hafa fyrir um bünaS ]?inn, skal ek ]7at annaz.*' 

9. Eptir )?etta akilja )?eir talit. Haraldr konungr Isetr fram 
setja skip nm värit; )>at yar knQrr; }7at skip yar bseSi mikit 
ok gott. Pat skip laetr konungr ferma meÖ viöi ok büa meß 

10 qIIqid reiSa. 10. Ok er skipit yar bAit, Isetr konungr kalla & 
Olaf ok mselti: ),]>etta skip skaltu eignaz, Oläfr. Vil ek eigi, 
at )?ii siglir af Nöregi )>etta sumar, svä at ]7ii s6r annarra far- 
)?egi." 11. Oläfr )?akkaÖi konungi meÖ fogrum oröum slna 
stormensku. Eptir )?at byr Oläfr ferö slna. Ok er bann er 

15 biiinn, ok byr gefr, )?ä siglir Oläfr d haf, ok skiljaz )?eir Har- 
aldr konungr meS enum mesta kaerleik. 12. Olifi byrjaöi yel 
um sumarit. Hann kom skipi sfnu f HrütafjgrS ä BorSeyri. 

Skipkyäma spyrz brdtt, ok svd )?at, hyerr st^rimaör er. 
13. Hgskuldr fregn ütkydmu Olafs sonar sins ok yerSr feginn 

20 inJ9k ok riör }?egar norör til HrütafjarÖar meÖ ngkkura menn. 
VerÖr )?ar fagnafundr meÖ ]?eim fe5gum. BauÖ Hoskuldr Oläfi 
til sin. Hann kvaz psd t'iggja mundu. 14. Oldfr setr upp 
skip sitt, en f6 bans er noröan flutt. En er psA er syslat, riÖr 
Oläfr norSan yiÖ tolfta mann ok beim & HgskuldsstaSi. 15. Hos- 

25 kuldr fagnar bliöliga syni sinum. BroeÖr bans taka ok meÖ 
bliSu yiS bonum ok allir frsendr bans; ]>6 var flest um meS 
)?eim BärÖi. 16. Oläfr yarö fraegr af ferÖ )?essi. Pä yar ok 
kunnigt gort kynferöi Olafs, at bann yar dotturson Myrkjartans 
Irakonungs. 17. Spyrz J^etta um allt land ok J^ar meS yiröing 

30 sü, er rikir menn b9f Su ä bann lagt, {^eir er hann baf 8i beimsött 

8. ovinveitt, ,unfreunclschaftlich"; 20. met5 npkkura menn. met5 wird 

eigi skal petta gera ovinveitt viti hier mit dem accusatiy verbunden, 

pik, „nicht sollst du in dieser weil die begleitung dienender leute 

Sache unfreundschaftlich behandelt als eine unfreiwillige betrachtet 

werden". wird. 

8. kngrr, ein grösseres band eis- 26. 27. />d var flest um med peim 

schiff, das jedoch auch als kriegs- Bdrtii, „doch bestand zwischen 

schiff gebraucht werden konnte. Ölafr und BärÖr das vertrauteste 

15. gefr^ unpers., hyr obj. Verhältnis". 



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H9skaldr rät dem Öläfr sich zu verheiraten. 63 

ÖlÄfr haföi ok mikit fö üt haft ok er nü um vetrinn meÖ feör Ld. 
siniim. XXII. 

18. Melkorka kom brätt & fand Öläfs sonar slns. Öläfr 
fagnar henni meÖ allri bll8a; spyrr bon mJ9k margs af Ir- 
land!, fyrst at feÖr sinnm ok görnm fraendum slnnm. Olifr 5 
segir sllkt, er hon spyrr. 19. Br&tt spuröi hon, ef föstra hennar 
liföi. ÖlÄfr kvaÖ hana at visu Ufa. Melkorka spyrr ]?&, hvl 
bann vildi eigi veita henni eptirlseti )?at at flytja hana til Is- 
lands. 

20. Da svarar OlÄfr: „ekki fystu menn I?ess, moöir, at ek 10 
flytta füstru I?ina af Irland!." 

„Svä mä vera," seg!r bon. I>at fannz ä, at benn! J^ött! 
l'etta mJ9k i möü skap!. 

21. Pau Melkorka ok DorbJ9rn ättu son einn, ok er sä 
nefndr Lamb!. Hann var mik!ll maör ok sterkr ok glikr feSr 15 
sfnum yfirHts ok svä at skaplyndi. 

22. En er OMfr bafÖ! verit um vetr ä Island!, ok er vär 
kom, p& roeöa )?e!r feögar um räöageröir slnar. 

2B. „Dat vilda ek, ÖlÄfr,** seg!r Hoskuldr, „at ]>6r vseri 
rdÖs leitat, ok toekir siöan vi8 büi föstra )?in8 & GoddastgÖum ; 20 
er I?ar enn iQärafli mikill; veittir slöan ums^slu um bü )?at meÖ 
minni umsjä.'' 

24. Öläfr svarar: „Iftt befi ek J>at bugfest b^r til; ve!t ek 
eigi, bvar sü kona sitr, er m6r sä mikit bapp 1 at geta; mättu 
svä til sßtla, at ek mun framarla & borfa um kvänfangit; veit 25 
ek ok I?at gorla, at pti munt }?etta eigi fyrr hafa upp kveöit, 
en pti munt bugsat hafa, bvar )>etta skal niSr koma.' 

25. H9skuldr mselti: „r^tt getr pü. MaÖr heitir Egill; 
hann er Skallagrfmsson ; hann hfr at Borg f BorgarfirSi. Egill 

8. eptirketi, , Willfährigkeit". I^.hugfest, „im gemüt befestigt", 

10. em fystu menn pess, „nicht ^- ^' ernstlich daran gedacht, 
spornten die leute dazu an«, d.h. ^7. hvarjetta skal m?!rkoma, 
«„ -•«* «K »auf was dies ausgehen soll*, d.h. 

man riet ab. , . . , „ 

wohin wir uns wenden sollen. 

17. um vetr, ,den winter hin- 29. Egill SkallagHmsson, der be- 

durch". rühmte dichter (901—82), dessen 

19. 20. at p^ va^ rätfs leitat, leben in einer ausführlichen saga 

«dass eine ehe für dich gesucht (Sagabibl. 1 11) geschildert wird; sein 

würde", d. h. dass du dich nach hof Borg war im südwestlichen Is- 

einer frau umsähest. land belegen. 



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64 



ÖUfr wirbt um die torgerör Egilsdöttir. 



Ld. & s6r dottur J>&, er DorgerÖr heitir. Dessarrar konu aetla ek 
XXIL pir til handa at biöja, pvi at J^essi kostr er albeztr i ^llum 
Borgarfirbi ok p6 at viöara vaeri; er pat ok vsenna, at ]>6y yröi 
p& efling at msegöum viö )?ä M^ramenn." 
5 26. Oläfr svarar: „I?inni forsjä mun ek hllta h6r um, ok 
vel er mör at skapi pQtisL r&S, et viS gengiz, en Byk mättu 
sBtla, faSir, ef )7etta mk\ er upp borit ok gangiz eigi viö, at 
m^r mQn illa Ifka/' 

27. Hgskaldr segir: „til pess munum v^r rä.Sa at bera 
10 l?etta mÄl upp/ 

Oläfr biÖr bann räSa. 

28. LfSr nü til )nngs framan. H9skuldr b^z nü heiman 
ok fjglmennir mjok. Oläfr son bans er i fgr meS bonum. Peir 
tjalda bü8 sfna. Par var fjglment. Egill Skallagrfmsson var 

15 & pingi. 29. Allir menn hgf Su & mäli, er OW e&, hversu frfSr 



1. Porgerdr Egilsdöttir sowol als 
ihr c. 7, 25 erwähnte bruder I>orsteinn, 
ist — abgesehen von Egils saga — 
besonders durch Gunnlaugs saga be- 
kannt. 

3. p6 at vitiara vceri, zu ergänzen 
ist leitat oder dergl. 

vcenna^ (comparativ) „recht wahr- 
scheinlich*'. 

4. efling at nuBgtfvm viti f>d Myra- 
menfif «verinehrtes ansehen durch 
die verschwägerung mit den M.*'. 
Myramenn wurden die nachkommen 
Egiis nach dem bezirke Myrar (d. i. 
die moore), worin Borg lag, genannt. 

7. ef . . , upp borit, «wenn diese 
Sache vorgebracht (dieser antrag ge- 
stellt) ist«. 

9. til pess munum ver rata, „daran 
wollen wir die hand legen**, d. h. 
wir wollen den versuch wagen. 

12. til pings framan ^ „bis das 
thing nahe bevorstand«, ping be- 
zeichnet hier, wie öfter in der Lax- 
doela saga, das alpingi, das gesamt- 
thing Islands, das etwa am ersten tage 
des juli (nach dem Gregor, kalender) 
anfieng und zwei wochen dauerte. 



Es wurde zu PingveUir im südlichen 
Island, unweit des danach benannten 
sees PingvaUavatn, in einer von dem 
flusse 0xard durchströmten ebene 
abgehalten. Die lokalitäten der 
thingstelle sind in meinem buche 
„Bidrag til en historisk-topografisk 
Beskrivelse af Island« 1 , 90 ff. aus- 
führlich besprochen. Eine mit der 
dort beigefügten karte im wesent- 
lichen übereinstimmende mit an- 
gehängten topographischen mit- 
teiluDgen findet sich auch in der 
Sturlunga saga (Oxford 1S7S), II, 
513. 

13. 14. Peir tjalda butS sina. Jeder 
häuptling, besonders die gotSar, hatte 
auf dem thingplatze seine eigene 
bude, einen viereckigen, aus rasen- 
wänden bestehenden bau (vgl. c. 12, 
6) , der gewöhnlich das ganze Jahr 
hindurch stehen blieb. In der thing- 
zeit wurden die buden — nachdem 
sie ausgebessert waren — mit einem 
friesplane überdacht; mit decken 
von fries wurden wahrscheinlich 
auch die rasenwände an der inneren 
Seite behängt. In dieser weise die 



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Ölafr wirbt um iorgerÖr Egilsdöttir. 65 

maör hann var ok fyrirmannligr. Hann var vel büinn at Ld. 
väpnum ok klaßSam. XXII. 

xxin. 

Öläfr päi heiratet i>orgerÖr, die tochter des Egill Skallagrimsson. 

XXIII, 1. Pat er sagt einn dag, er J^eir fe{5gar H9skuldr 
ok Oläfr gengQ frä btö ok til fandar viS Egil. Egill fagnar 
)?eim vel, ^vl at )?eir Hosknldr väru mjgk mÄlkunnir. 2. Hos- 5 
kuldr vekr nü bönorÖit fyrir hgnd OlAfs ok biör PörgerÖar. 
Hon var ok psiv k )>ingiDa. Egill t6k )>essa mäli vel, kvaz 
hafa g6Öa fr6tt af )?eim feÖgum; 

3. ,,veit ek ok, Hgskuldr," segir Egill, „at )?ü ert aettstörr 
maör ok mikils verör, en Oläfr er fraegr af ferö sinni; er ok lo 
eigi kynligt, at slfkir menn setli framarla til, ]7y{ at hann skortir 
eigi sett n^ frföleika; en )?ü skal nü )?etta viö DorgerÖi roeöa, 
]>vi at )7at er engnm manni foeri at fä PorgerSar an hennar 
vilja/ 

4. Hgskaldr mselti: „J^at vil ek, Egill, at pt roeöir peüsi 15 
viö döttur I?ina.* 

Egill kvaÖ svä vera skyldu. 5. Egill gekk nü til fundar 
viö döttur sina, ok toku psm tal saman. 

l>& maelti Egill: „maÖr heitir 01ä,fr ok er Hoskuldsson, ok 
er hann nü frsegstr maÖr einnhverr. 6, Hgskuldr faöir hans 20 
hefir vakit bonorÖ fyrir h9nd Olafs ok beöit )?in. Hefi ek )?vl 
skotit mjok til )?inna räÖa; vil ek nü vita svt^r )?ln, en svÄ 
Ifz oss, sem slfkum mälam s^ vel feit at svara, pwi at peüa, 
gjaforö er ggfogt.* 

7. PorgerÖr svarar: „)?at hefi ek )?ik heyrt msßla, at )?ü 25 
ynnir mär mest barna )?inna, en nü pjkki m6r pA pat osanna, 
ef pt vill gipta mik ambdttarsyni,.)?ött hann so vsenn ok mikill 
^burÖarmaÖr.* 

bude mit der nötigen friesbekleidung 11.12. hann (aec.) skortir (unpers.) 

zu versehen nannte man tjalda, eigi cett (acc); fritüleiki = /H&- 

1. fyrirmannligr f „ansehnlich"; leikr. 

wörtlich: einer, der wie ein fyrir- 21. 22. pvi skotit mjgk til pinna 

matir aussieht. rd?!a, «die sache fast ganz deiner 

Cap. XXUI. 5. mälktinnirj „mit entscheidung anheimgestellt", 

einander durch gespräche bekannt", 23. vel feit, „wol geeignet", d. h. 

d. h. leute, die sich öfter mit ein- nicht schwierig; feldr (adject.), 

ander unterhalten hatten. „passend **. 

Sagabibl. IV. 5 



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66 



Ölifr wirbt um torgerör EgiUdöttir. 



I^d» 8, Egill segir: ^eigi ertii um |?etta jafhfrtttin sem um 

XXIII. annat; hefir )?ü eigi }?at spurt, at hann er dotturson Myrkjartang 

IrakoDung8? Er hann miklu betr borinn i möSurkyn en foSnr- 

aett, ok vaeri oss )?at }?ö fullboöit." 

5 9. Ekki 16t PorgerÖr s6r J>at skiljaz. Nu skilja I?au talit, 

ok )?ykkir nokkut sinn veg hväru. 10. Annan dag eptir gengr 

Egill til büSar Hoskulds, ok fagnar Hgskuldr honum vel; taka 

nü tal saman; spyrr Hoskuldr, hversu gengit hafi bönorös- 

mälin. 11. Egill 16t litt yfir, segir allt, hversu farit haföi, kvaÖ 

10 fastliga hoi*fa. 

Hoskuldr sannar J>at, — „en J>ö I?ykki m6r )?6r vel fara.* 

Ekki var Ol&fr viÖ tal )?eira. Eptir J?at gengr Egill & 

brott. 12. Fr6ttir Öläfr nü, hvat liöi bönorÖsmdlum. Hoskuldr 

kvaS seinliga horfa af hennar hendi. 

15 13. Oläfr mselti: „nti er, sem ek sagöa J>6r, faöir, at m6r 

mundi illa lika, ef ek fenga n9kkur svivirSingarorQ at m6ti. 

14. R6ttu meir, er )?etta var upp borit. Nü skal ek ok )?vl 

/ räÖa, afc eigi skal li6r niör falla; er }?at ok satt, at sagt er, at 

"^ ülfar eta annars erendi; skal nü ok ganga ]7egar til büSar 

20 Egils.« 



1. jafnfrütin, ^eben so neugierig". 

4. ok vceri oss pat pö fullbotfit, 
„obgleich dies (d. h. eine Verbindung 
mit einem geschlecht wie das des 
ÖlÄfr von väterlicher seile) für uns 
ein völlig geziemendes anerbieten 
wäre". 

5. Ekki Ut A Sir pat skiljaz, ,!>. 
schien das nicht verstehen zu 
wollen". 

6. hvdru^ nj^^^m der beiden-'. 
Neutrum, weil das geschlecht der 
personen verschieden ist. 

9. Ut litt yflr, „äusserte seine Un- 
zufriedenheit". 

9. 10. koab fastliga horfa, »sagte, 
dass die sache ins stocken zu ge- 
raten scheine"; fastliga, „unbeweg- 
lich'; horfa, „den anschein haben" 
(eig. eine gewisse richtung haben). 

14. seinliga Iwrfa = fastliga 
horfa. 



17. Eettu, d. i. rm-pu (2. sg. impf, 
von rdtia), 

19. ülfar eta annars erendi, Sprich- 
wort, das auch in etwas abweichen- 
der form vorkommt — mit reka als 
satzverbum statt eta\ die bedeutung 
muss jedoch in beiden fällen die- 
selbe sein : eine wamung, sich nicht 
auf andere zu verlassen, da die 
menschen, wenn es sich nicht um 
ihre eigenen angelegenheiten han- 
delt, unzuverlässig sind. Die wört- 
liche auslegung ist zweifelhaft: „auf- 
trage von andern lässt man (wie 
fremdes vieh, das uns nichts an- 
geht) von den Wolfen fressen" (?). 
Vergl. Östnordiska och latinska 
medeltidsordspräk (E0benhavn 1889 
ff.) nr. 341 und comment. s. 150; 
Laxdoela saga (Ebb. 1889-91) s. 
LXIX— LXX. 



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OUfr wirbt um torgerör Egilsdöttir. 67 

15. Hgsknldr baS hann pvi räÖa. Ld. 

Oläfr var büinn k ]>k leiÖ, at hann var f skarlatsklaeÖum, 3^X111. 
er Haraldr konnngr haf8i gefit honum. Hann haf8i k hofÖi 
bjälm guUroÖinn ok sverÖ büit 1 hendi, er Myrkjartan konungr 
haföi gefit honum. 16. Nu ganga )?eir H9skuldr ok Öläfr til 5 
büöar Egils; gengr H^skuldr fyrir, en Oldfr }?egar eptir. Egill 
fagnar I?eim vel, ok gez Hoskuldr niör hjk honum, en Oläfr 
stoS upp ok litaölz um. 17. Hann sä, hvar kona sat k pallin- 
um f büt5inni; sü kona var vsen ok stormannlig ok vel büin. 
Vita }?öttiz hann, at J?ar mundi vera DorgerSr, döttir Egils. 10 
18. Oläfr gengr at pallinum ok sez niÖr hjä henni. DorgerÖr 
heilsar t^essum manni ok spyrr, hverr hann sä. Oläfr segir 
nafn sitt ok fgöur sins, — ^mun p6r I^ykkja djarfr geraz 
ambättarsonrinn, er hann J^orir at sitja hjk p&r ok setlar at 
tala vis J>ik." 15 

19. PorgerÖr svarar: „)?at muntu hugsa, at }?ü munt }?ykkjaz 
hafa g9rt meiri )>oranraun en tala viÖ konur." 

SfSan taka psm tal milli sin ok tala J^ann dag allan. 

20. Ekki heyra aSrir menn til tals {^eira. Ok äÖr )>au sliti 
talinu, er til heimtr Egill ok H9skuldr. Tekz p& af n^ju roeSa 20 
um bönorösmälit Olafs. Vikr PorgerÖr p& til riöa foÖur slns. 
Var ]>k I?etta mal auÖsött, ok foru ]>k )?egar festar fram. 

21. VarÖ )?eim. p& unnt af metoröa, Laxdoelum, p\i at ]?eim 
skyldi foera heim konuna; var & kveÖin bruUaupsstefna k Hos- 
kuldsstgSum at sjau vikum sumars. 22. Eptir psA skilja ]:^eir 25 

8. 9. ä pallinum. Wie die atofa sache ehrenvolle bedingungen zn- 

(der gewöhnliche aufenthaltsort in gestanden*^. 

dem hanse) sind auch die bütfir mit 23. 24. peim skyldi foßra heim 

einem ^aUr versehen gewesen : einer konuna^ „die hausfrau sollte man 

erhöhnng längs der seitenwände ihnen in das haus führen^. Ge- 

und der hinteren giebelwand ; der wohnlich wurde die hochzeit an dem 

an der giebelwand befindliche pver- Wohnsitze des brautvaters abge- 

pa2/r war vorzüglich sitz der frauen. halten; wenn sie, wie hier, von 

Vgl. Grundriss II *, s. 232 - 33. dem vater des bräutigams ausge- 

17. poranraun^ ^mannhaftigkeits- richtet wurde, so ward dies als eine 

probe", poran (fem.), „mut", „tüch- ihm erwiesene besondere ehre be- 

tigkeit**. trachtet. Vgl. Grundriss II 2, s. 219. 

23. Varti pdm pd unnt af (adv.) 25. at sjau vikum sumars, „wenn 

metoröa {g&ik.p\.),Laxdcelumf „ihnen, noch sieben woehen vom sommer 

den LaxdoBlar, wurden in dieser Übrig waren", d. h. am anfange des 



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68 



Die hochzeit Olafs. 



XXIV. 



Ld. Egill ok Hoskaldr, ok rföa }'eir feSgar heim & HQsknldsstaSi 
XXIII. ok eru heima um sumarit, ok er allt kyrt. 

33. SfSan var stofnat til bo8s ä H^skaldsstgSüm ok ekki 
til sparat, en (Brin vära efni. BoSsmenn koma at äkveSinni 
5 stefna; värn j^eir BorgfirSingar all^olmennir. 24. Var pox Egill 
ok Porsteinn son hang. I)ar var ok brüÖr 1 f^r ok valit liÖ 
6r heraÖinu. H98kuldr haföi ok Q9lmeniit fyrir. Veizla var 
allskorulig; vära menn meS gjofam & brott leiddir. 25. I>ä 
gaf Oläfr Agli sveröit M^rkjartansnaat, ok varÖ Egill alll^tt- 
10 brünn vi5 gjofina. Allt var )7ar tfSendalaast, ok fara menn 
heim. 



Der hof HjarSarholt wird gebaut. 

XXIV, 1. Dau OlÄfr ok PorgerÖr vdru ä H98kuld88tgÖum, 
ok takaz ]^ar ästir miklar. AaÖssett var pat gllum m^nnum, 
at hon var 8k9rungr mikill, en fäskiptin hversdagliga; en )?at 

15 varÖ fram at koma, er DorgerSr vildi, til hvers sem hon hlutaöiz. 
2. Oläfr ok DorgerÖr väru ^mist |?ann vetr & H98kulds8t9Öum 
eöa meÖ fostra han8. Um värit tök Oläfr vi8 büi ä Godda- 
8toÖum. B. I>at 8umar tok DorÖr goddi 8ütt p&^ er hann leiddi 
til bana. Oläfr 16t verpa hang eptir hann 1 nesi I?vl, er gengr 

20 fram 1 Laxä, er Drafnarnes heitir, I)ar er garÖr hjä ok heitir 
HaugsgarSr. 4. SiÖan drffa menn at Oläfi, ok gerÖiz hann 



September. Nach dem isländischen 
kalender zerfiel (und zertällt) das 
jähr in zwei hälften, sommer und 
Winter; jener begann an dem den- 
nerstage zwischen dem 9.— 15. april 
alten stils, dieser an dem Sonnabend 
zwischen dem 11.-17. Oktober alt. 
Stils (jetzt 10 tage später). 

4. cerin väru efni, „das vermögen 
war^gross". 

5. Borgfirb'ingar , „die leute aus 
der landschaft Borgarj^^rÖr**, d. h. 
EgilPund sein gefolge. 

6. Porsteinn. P. Egilason ist so- 
wol aus der Egils saga, als be- 
sonders aus der Gunnlaugs saga 
ormstungu bekannt; er war der 



vater der schönen Helga, der ge- 
liebten des Gunnlaugr. 

7. ör heratSinu, d. h. aus dem 
Borgar Q9r6r. 

9. Mgrkjaviatisnaut, ,der (frühere) 
besitz des Myrkjartan*. Nautr, 
„Wertgegenstand, kleinod", mit dem 
genet. eines eigennamens verbunden, 
bezeichnet den gegenständ als das 
frühere eigentum joner person. 

Cap. XXIV. 14. fäskiptin hvers- 
dagliga y „gewöhnlich nicht in 
die angelegenheiten anderer sich 
mischend**. 

20. 21. Drafnarnes . . . Haugs- 
gartfr, D. soll dem jetzigen Lamba- 



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Der hof HjarÖarholt wird gebaut. 



69 



h9fSiDgi mikill. ÜQskaldr 9fanda8i J^at ekki, pvi at haun Ld. 
vildi jafnan, at Oläfr vseri at kvaddr ollum störmilum. Par XXIV. 
var bü risuligast i Laxdrdal, er Oldfr dtti. 6. Peir väru broeör 
tveir me8 Oläfi, er hvärrtveggi h^t An; var annarr kallaÖr An 
enn bviti, en annarr An svarti. Beinir enn sterki var enn 5 
)?riÖi. Dessir värn smiöar Olafs ok allir hraustir menn. Por- 
gerör ok Oläfr ättu döttur, er DuriÖr h6t. 

6. Lendar J^aer, er Hrappr hafÖi ätt, lÄgu i au5n, sem fyrr 
var ritat. Ol&fi )>öttu )?aer vel liggja; roeddi fyrir feör sinum 
eitt sinn, at )?eir mundi gera menn k fnnd Trefils me8 J^eim to 
erendnm, at Oläfr vill kanpa at bonum löndin & HrappsstoSnm 
ok aÖrar eignir, psdr er ]?ar fylgja. 7. Dat var auBsött, ok 
var t^essu kaupi slnngit, ]?v{ at Trefill sä. )>at, at bonum var 
betri ein krdka i bendi en tvaer 1 skögi. 8. Var )>at at kaupi 
meÖ ]?eim, at Oläfr skyldi rei8a )?rjär merkr silfrs fyrir Igndin, 15 
en )?at var p6 ekki jafna?arkaup, }?vl at )?at väru vlBar lendur 
ok fagrar ok mjok gagnauSgar; miklar laxveiöar ok selveit5ar 
fylgöu }?ar; väru )?ar ok skögar miklir. 

9. N9kkuru ofar en HQskuldsstaSir eru, fyrir norSan Laxä, 
)?ar var li9ggvit rjü5r i sköginum, ok )?ar var näliga til g9r8 20 
at ganga, at )?ar safnaöiz saman ft Olafs, bvart sem veÖr väru 
betri e8a verri. 10. Dat var & einu bausti, at i J?vl sama bolti 



statianes eotsprechen ; auf dieser 
landspitze will man noch jetzt einen 
von einem rasenwalle umgebenen 
grabhiigel nachweisen. 

2. at kvaddr pllum störmdlum, 
,za allen wichtigen Sachen (als 
Schiedsrichter oder dergl.) herbei- 
gezogen^. 

8. bü risuligast f „das ansehnlichste 
gehöft«. 

6. smitfaTy .handwerker*^ im all- 
gem. (ein „schmied" heisst jam- 
smib'r, ein Zimmermann trismitir 
usw.). Die haupthandschrift hat 
übrigens hier sveinar. 

8. 9. sem fyrr var ritat j s. c. 18, 23. 

9. vel liggjaj „passend belegen zu 
sein* (für öl&fr, dessen besitz mit 
GoddastaSbr grenzte). 



13. slungit (von slyngva, wörtl. 
„schlingen"), „abgemacht*. Vgl. 
sld kaupi c. 12, 19. 

13. 14. honum var betri einkrdka 
i hendi en tvcer i skögi, Sprichwort: 
ein vogel („krähe") in der band ist 
besser als zwei im walde. 

15. prjdr merkr silfrs, d. i. 1080 
Rm. Vgl. zu c. 12, 15. 

16. jafnat^arkaup, „ein flir beide 
Parteien gleich vorteilhafter handel" 

19. ofar, „höher (in dem tal)", 
d. h. femer von der küste. 

20. gprs, von gprr (adjectiv zu 
gera) ; til gprs at ganga, „in bereit- 
schaft zu haben", d.h. mit voller 
Sicherheit zu wissen. 

21.vedr (neutr.pl.), „die witterungM 
22. holti. Das wort holt (etymo- 



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70 



Der Umzug Olafs. 



Ld. löt Oläfr boe reisa ok af )7eim viSum, er ps^r väru hgggnir 1 
XXIY. gkoginum, en samt hafSi hann af rekastr^ndum. Pessi boer 
var risuligr. Hüsin vära au8 um vetrinn. 11. Um yarit eptir 
für OlÄfr l?angat bygöum ok I6t äör saman reka f6 sitt, ok 
5 var )?at mikill fjglÖi oröinn, )?vl at engi maör var }?ä aaögari 
at kvikf^ 1 BreiÖafirÖi. 12. Oläfr sendir nü orÖ feör sinum, 
at bann Btoet5i üti ok ssei fer5 bans, p& er bann for & J^enna 
nyja boe, ok beföi oröbeill fyrir. Hgskuldr kvaÖ svä vera 
skyldu. 13. Oläfr skipar nd til, Isetr reka nndan fram sauSfä 

10 t^at, er skjarrast var; ]>k f6r büsmali pSiY nsest. SfSan vära 
rekin geldneyti; klyfjabross föra 1 sföara lagi. 14. Svä var 
skipat monnam meS f(6 )>essa, at )>at skyldi engan krok rista. 
Var p& feröarbroddrinn kominn ä )?enna boe enn n;f ja, er Ol&fr 
reiÖ or garöi af 6oddast98um, ok var bvergi bliÖ 1 milli. 

15 15. H9skaldr stoS üti me8 beimamenn sina. Pä mselti Hqs- 
kuldr, at Olafr son bans skyldi l^ar velkominn ok meS tfma 
ä }?enna enn n^ja bolstaÖ, — „ok nser er )?at mfnu bugboöi, 
at ]7etta gangi eptir, at lengi so bans nafn appi/ 

16. J6rann büsfreyja segir: „befir ambättarson sjä auS 

20 til ]?ess, at uppi s^ bans nafn/ 



logisch = „bolz") bedeutet in Island 
eine baumlose anhöbe mit steinigem 
boden. 

2. rekastrpndum. Solche küsten, 
wo treibbolz (das der polarstrom 
von dem nördHcben Asien mit sich 
führt) angeschwemmt wird, finden 
sich besonders im nordwestlichen 
Island. 

7. stcßtfi üti. Weil die höfe H9S- 
kuldsstaSir und Hjar5arholt, jener 
an dem linken, dieser an dem rechten 
ufer der Laxä, ungefähr einander 
gegenüber belegen sind, so dass 
man von dem einen sehen kann, 
was auf dem andern vorgebt, muss 
angenommen werden, dass H9skuldr 
vor seinem eigenen bofe steht und 
von dort aus den umzug jenseits 
des flusses betrachtet (Eälundl, 468). 



8. heßi ortfheill fyrir, „glück- 
bringende Worte ausspräche". Vgl. 
c. 21, 12. 

9. undan fram, „zuvor". 

10. husmali, „das melkvieh". 

11. geldneyti j „das trockene vieh* 
(tiere, die keine milch geben). 

12. engan krök ristüf „keinen um- 
weg machen". 

13. ferbarbroddrinn, ,die spitze 
des zuges". 

!4. hvergi hlitf i milli, „nirgends 
eine lücke zwischen (den hinterein- 
ander gehenden tieren)*. Der ab- 
stand zwischen HjarSarholt und 
Goddastat^ir beträgt ungefähr 5- km. 

18. at lengi si hans nafn uppi, 
«dass sein name lange fortleben 
werde". 



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öl&fr pii als be wohner des hofes HjarSarholt. 71 

t>at var mJQk jafnskjott, at hüskarlar h^fSu ofan tekit Ld. 
klyQar af hrossnm, ok p& reiÖ Olifr i garÖ. XXIV» 

17. P^ tekr hann til orSa: ,nü skal mQnnum skeyta for- 
vitni um )>at, er jafnan hefir verit um roett f vetr, hvat sjä 
bcBr skal heita. Haan skal heita 1 HjarSarholti/ 5 

t>etta ]}6tü mQnnum vel til fnndit af )7eim atburSum, er 
I?ar hgfÖu oröit 

18. OlÄfr setr nü bü saman i HjarÖarholti. Dat var8 brdtt 
risuligt; skorti ps^r ok engi hlut. Oxu nü mJ9k metorS Olafs. 
Bärn til ];eBS margir hlutir; var Oläfr manna vinsaßlstr, )?yi at 10 
]>at, er bann skipti s^r af um mal manna, )>ä unSu allir vel 
vis sinn hlut 19, Fa8ir hans helt honum mj^k til virSingar. 
Oläfi var ok mikil efling at tengSum vi8 M^amenn. Oläfr 
]>6tti gQfgastr sona Hgskulds. 

20. Dann vetr, er Öläfr bjo fyrst f HjarÖarholti, haföi t6 
bann mart hj6na ok vinnumanna; var skipt verkum meS hüs- 
k9rlum; gsßtti annarr geldneyta, en annarr k&neyta. Fjösit 
var brott { skog, eigi allskamt frd boenum. 21. Eitt kveld 
kom s& maSr at Oläfi, er geldneyta gsetti, ok baS bann fä til 
annan mann at gaeta nautanna, — ,,en setla mör gnnur verk/ 20 

Oläfr svarar: ^I^at vil ek, at pti hafir en 89mu verk )?fn." 

Hann kvaz heldr brott vilja. 

22. „Abota }?ykki )?6r ]>ä, vant,* segir OUfir; ,,nili mun ek 
fara f kveld meÖ )>6r, er pti bindr inn naut, ok ef m^r f^ykkir 
ngkkur v^rkunn til ]7essa, y& mun ek ekki at telja, ella muntu 25 
finna & Hnum hlut l nokkuru/ 

23. Oläfr tekr i hgnd s^r spjotit gullrekna, konungsnaut; 
gengr nü heiman ok hüskarl meö honum. Snjor var ngkkurr 

S. 4, mpnnum skeyta forvitni, j,die , verbesseruog , abhilfe für etw."; 

neugierde der leute befriedigen*'. äböta vantj «unbefriedigend*'. 

5. i Ejar^arholti. Hjardarholt 25. at telja, „anrechnen, znm vor- 
bedeutet »herdenhügel". warf machen" ; at adv. 

6. afpeimatbvrdum. Siehe c. 24,9. 25. 26. muntu finna d pinum hlut 
11. pat . . . />a, eine häufig vor- i nokkuru, „wirst du es selber ge- 
kommende anacoluthie. hörig empfinden (büssen) müssen*'. 

17. küneyta, genetiv von käneyti 27. konungsnaut, den der könig 

(neutr. pL), ,milchvieh". besessen hatte. Dieses kleinod war 

23. Ahöta pykki p^ pd vanty wahrscheinl. ein Myrkjartananautr, 

.Es scheint dir also etwas nicht Von dem könig Myrkjartan hatte 

richtig zu sein**. Almtr (fem. pL), Öläir sowol einen spiess als ein 



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72 Letzte spukerei des Hrappr. 

Ld. i jgröu. Koma l?eir til Qössins, ok var psd opit; rceddi OlÄfr, 
XXIV. at hüskarl skyldi inn ganga, — «en ek mun reka at ]>6r 
^^^* nautin, en pA bitt eptir/ 

24. Hüskarl geogr at igösdurnnum. 
5 Oldfr finnr eigi fyrr, en kann hleypr i fang honum; spyrr 

Oläfr, hvf bann foeri svä faeltiliga. 

Hann gvarar: «Hrappr 8tendr f fjösdurunum ok vildi fÄlma 
til min, en ek em saddr ä fangbr^gJJum vi8 bann." 

25« Öläfr gengr pk at durunum ok leggr spjötinn til bans. 

10 Hrappr tekr b^ndum bäÖnm um fal spjötsins ok snarar af üt, 

svä at )>egar brotnar skaptit. 26. Olafr vill p& renna ä Hrapp, 

en Hrappr for )?ar niör, sem bann var kominn. Skilr ]?ar meö 

)?eim; bafÖi Oläfr skapt, en Hrappr spjotit. 27. Eptir I?etta 

binda J^eir Oläfr inn nautin ok ganga beim slöan. Oläfr sagt5i 

15 nü büskarli, at bann mun bonum eigi sakir & gefa )?essi orSa- 

semi. 28. Um morgininn eptir ferr Oläfr beiman ok ]>a,r til, 

er Hrappr bafÖi dysjaör verit, ok Isetr }?ar til grafa. Hrappr 

var p& enn öfüiinn. Par finnr Oläfr spj6t sitt. 29. SiÖan Isetr 

bann gera bäl; er Hrappr brendr ä bäÜ, ok er aska bans flntt ä 

20 sjä üt HeSan frä verÖr engum manni mein at aptrgongu Hrapps. 

Streit zwischen Hrütr und torleikr Hoskuldsson wegen des frei- 
gelassenen Hrölfr. 

XXV, 1. Nü er at segja frä sonum Hgskulds. Dorleikr 
HQskuldsson bafSi verit farmaSr mikill ok var meS tignum 

Schwert erhalten (c. 2 1 , 65) , später heit gesprochenen worte zur last 

aber seinem Schwiegervater Egill das legen. ort!asemi ist dat. regiert 

Schwert geschenkt (c. 23, 25). von a. 

3. bitt eptir j „binde (sie) darauf 17. dysjadr, das begräbnis unter 

fest". einer dySj d. h. unter einem häufen 

5. i fang honum ^ „ihm in die zusammengeworfener steine, war — 

arme". im gegensatz zu dem sorgfaltigeren 

6. /öBifi%a(a;r.Afy.), „erschrocken" hügelbegräbnis — nur wenig ehren- 

Vgl. fcela, „schrecken** (trans.), und haft und wurde deswegen gewöhn- 

fceltast (norw. dial.) , „erschrecken** lieh nur Verbrechern oder getöteten 

(in trans.). feinden zuteil. 

10. af Hd, „nach der seite fort**. Cap. XXV. 22. /arma&r, „fahrender 

15. 16. honum eigi sakir ä gefa kaufmann**, d. h. ein mann, der zu 

J>e88i ort^asemi, ,ihn nicht dieser gleicher zeit seefahrt und handel 

gesprächigkeit anklagen**, d. h. ihm treibt — wie es das handelswesen 

nicht die vielen bei dieser gelegen- jener zeit mit sich führte. 



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I^orleifr H^sknldsson tötet den freigelassenen Hrölfr. 73 

rngnnum, ]7i\ er bann var l kaupfcrOnm, äSr bann settiz i bi!i, Ld. 
ok ]7ötti merkiligr maÖr; verit hafÖi bann ok i vlkingu ok gaf XXV. 
pSLt g68a rann fyrir karlmennsku sakir. 

, 2. BärÖr Hgskuldsson baf8i ok verit farmaÖr ok var vel 
metinn, bvar sem bann kern, f^vi at bann var enn bezti drengr 5 
ok büfsmaÖr um allt. BärÖr kvängaÖiz ok fekk breiÖfirzkrar 
konu, er AstrlÖr b^t; var bon kyng68. 3. Son BärÖar bet 
Pörarinn, en dottir bans GuÖn^, er ätti Hallr son Viga-Styrs, 
ok er frä j^eim kominn mikill ättbogi. 

4. Hrdtr Herjolfsson gaf frelsi Israeli sinum, }?eim er Hrolfr 10 
b^t, ok )?ar meö fjdrblut ngkkurn ok büstaÖ at landamoeri 
I?eira Hgskulds, ok lägu svä nser landamerkin, at pe\m Hrytl- 
ingum hafÖi yfir skotiz um )?etta, ok boföu )?eir settan laus- 
iugjann f land Hoskulds. Hann groeddi )>ar brätt mikit f6. 
5. Hgskuldi )?ötti j^etta mikit i raöti skapi, er HrÄtr bafÖi sett 15 
lausingjann vi5 eyra bonum, baÖ lausingjann gjalda ser f^ 
fyrir jgröina, p& er bann bjö ä, — „)?vl at )?at er min 
eigD.* 

6. Lausinginn ferr til Hrüts ok segir bonum allt tal j^eira. 
Hrütr baS bann engan gaum at gefa ok gjalda ekki f^ Hos- 20 
kuldi; «veit ek eigi/ segir hann, «bvärr okkarr ätt befir land 
J?etta.« 

7. Ferr n& lausiuginn beim ok sitr f büi sinu rett sem 
äör. Litlu siÖar ferr Porleikr Hgskuldsson at räÖi fgÖur sins 
meS ngkkura menn ä ba3 lausingjans, taka bann ok drepa, en 25 
Dorleikr eignaöi s6r f6 )?at allt ok fg8ur sinum, er lausinginn 
bafÖi groett 8. Detta spurÖi Hrütr ok likar illä ok sonum 



2. merkiligr, „ansehnlich". 12. 13. Hrytlingum, „den leuten 

6. breitffirzkrar, aus der landschaft vom geschlechte des Hrütr", d. h. 

BreiÖifjorÖr, wo auch BärtJr seinen Hrütr und seine söhne. 

heimort hatte. p^i^ s. haßi yfir skotiz, «sie 

8. QutSny, die Landnämabök (II, hatten sich versehen". 

17) nennt die tochter des BärÖr «, «„ ,, .. ... ,. , ^ .„„ 

'-., . 21. 22. ve%t — petta, „ich weiss 

^' ^' nicht, sagte er, wer von uns zweien 

9. äUboffi = (Btthogi. diesen landstrich besessen hat% d. h. 
12. o/c Idgu 8vd ncer landamerkin, es kann nicht entschieden werden, 

die markscheide Hoskulds lief dem wem dieser landstrich von rechts 

hofe Hrüts so nahe. wegen angehört. 



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74 



Hrütr kann von I>orleikr keine genugtnung bekommen. 



Ld. bans. Deir vära margir proskaSir, ok )76tti sä frsendab&lkr 

^ XXY,^ Ö4renniligr. Hrütr leitaSi laga um mal {^etta, hversa fara setti. 

XXVI. 9^ Qi^ gj. pqij^ m^i var rannsakat af Iggmonnam, p& gekk 

]7eim Hrüti Iftt i hag, ok mätu menn l^at mikils, er Hrutr haföi 

5 seit lansingjann niÖr k öleyfSri jorSa H^skulds, ok hafSi bann 

groett l^ar fö; haföi Dorleikr drepit bann & eignum ]>eira feSga. 

10. Un8i Hrütr illa viö sinn blut, ok var )?ö samt. Eptir J?etta 

laBtr Porleikr boe gera at landamoeri peirs^ Hrüts ok H^sknlds, 

ok beitir {^at ä Eambsnesi. I>ar bjo Dorleikr nm brfS, sem 

10 fyrr var sagt. 11. Porleikr gat son viS konn sinni. Sä sveinn 

var vatni ausinn, ok nafn gefit, ok kallaSr Bolli; var bann 

enn vasnligsti ma8r snemma. 

Hosknldr Dala-KoUsson stirbt 

XXVI, 1. Hosknldr Dala-Kollsson tök sott f elli sinni. 
Hann sendi eptir sonum sfnum ok ^Srnm frsendum. Ok er 
15 J>eir komu, maelti H9skuldr vi8 p& broeÖr B&rÖ ok Porleik: 

2. „ek beii tekit t'yngS nokkara; hefi ek verit osottnsemr 



1. 8ä framdabdlkry „diese grosse 
zahl von verwandten**. 

2. ödrennüigr, „unangreifbar". 

3. Ipgmpnnum. Das wort Ipgmenn 
kann hier nur im allgem. „rechts- 
kundige männer" bedeuten ; beamte, 
die Ipgmenn hiessen, kommen auf 
Island erst nach dem untergange 
des freistaates (1264) vor. 

4. litt i hag, , nicht vorteilhaft". 

5. ä ökyftfrijprtfuHpskiUds, „im 
unerlaubten lande H.'s", d. h. im 
lande H.'s ohne dessen erlaubnis. 

7. var . . samt (vom adj. samr), 
„es war unverändert", „es blieb 
beim alten". 

9. d Kambsnesi. Der bericht der 
saga über die errichtnng des ge- 
höftes Kambsnes (vgl. c. 19, 8 und 
20, 1) ist ziemlich verwirrt und die 
ansiedel ung des borleikr Hoskalds- 
son an diesem orte wird zweimal 
erzählt (c. 20, 1 und 25, 10) — denn 



ohne zweifei haben wir es beide 
male mit derselben begebenheit zu 
tun, obwol die umstände, welche 
sie veranlassten, erst an der letztem 
stelle berichtet werden. Der her- 
gang ist wahrscheinlich der, dass 
Hrütr gleich nach seiner anknnft 
in Island sich irgendwo auf der 
1 and spitze Kambsnes den hot 
baute, der in einigen handschriften 
BöUtatir genannt wird (vgl. c. 19, 8); 
diesen vertauschte er dann nach 
dem vergleiche mit seinem bruder 
H<^skuldr, und wahrscheinlich in- 
folge der neuen abgrenzung seines 
gebietes, mit Hrütsstaötr. An der 
grenze, auf oder bei seinem früheren 
hofe, lässt er den freigelassenen 
Hrölfr sich ansiedeln; Hr^lfr wird 
von I>orleikr getötet, der hier den 
hof Kambsnes aufführt. 

Cap. XXVI. 16. ösöttnamr, «nicht 
kränklich". 



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Hoskuldr beschenkt seinen söhn Ö14fr. 



75 



maÖr; hygg ek, at poasi sott muni leiÖa mik til bana, en nü Ld. 
er, svä Bern ykkr er kunnigt, at )?it eruÖ menn skilgetnir ok XXYI. 
eigat3 at taka allan arf eptir mik, en sä er son minn enn )>riÖi, 
at eigi er eöliborinn. N6 vil ek bei8a ykkr broeör, at OlÄfr 
86 leiddr til arfs ok taki fe at )?ri8jungi vi?5 ykkr.* 5 

3. Bä.rSr svarar fyrri ok sagöi, at bann mundi j^etta gera, 
eptir )?vl sem faÖir haos vildi, — „}?vl at ek vsenti m^r soma 
af Öläfi { alla staSi, pyi beldr sem bann er förikari/^ 

4, P4 msßlti Porleikr: „fjarri er }?at minum vilja, at Oläfr 
8^ arfgengr ggrr; hefir Öläfr oerit f6 &8r; hefir )>d, faÖir, )?ar 10 
marga )?fna muni til gefna ok lengi mjgk misjafnat meS oss 
brceSrum; mun ek eigi npp gefa psmn soma meS själfvild, er 
ek em til borinn.* 

5. Hgsknidr mselti: „eigi mnnn {'it vilja rsena mik Iggum, 
at ek gefa tolf aura syni mfnum svä störaettaöum i mööur- 15 
kyn, sem Oläfr er.* 

Dorleikr jättar pvi, 

6, SiSan lät Hoskuldr taka guUbring Häkonarnaut — 
bann vä mgrk — ok sveröit konungsnaut, er til kom hilf 
mQrk guUs, ok gaf Oläfi syni sinum ok ]7ar met5 giptu sina 20 
ok peiTSL fraBuda, kvaz eigi fyrir )7yf j^etta maela, at eigi vissi 
bann, at bon bafSi psiv staSar numit. 7. Oläfr tekr viS grip- 
nnum ok kvaz til mnndu bsetta, bversa Dorleiki likaSi. Honum 



2. skilgetnir f „eheliche kinder''. 
Vgl. Grundriss II 2, s. 223. 
4. edliborinriy „ehelich geboren". 

10. 11. par marga pina muni til 
gefna f „dorthin viele deiner hab- 
seligkeiten weggegeben". 

11. n^pk misjafnat, , grossen 
unterschied gemacht **. 

12. själfoild = sjcUfvilij „freier 
wüle". 

14. 15. rcena mik logum, at ek 
gefa tölf awra syni minum, „mir 
mein gesetzliches recht nehmen, 
dass ich meinem söhn zwölf aurar 
gebe". Gesetzlich (in den Gala- 
^ingsl9g zum beispiel) ist festge- 
setzt, dass der vater seinem un- 



ehelichen söhn zwölf aurar (silber, 
oder vielleicht nur IggaurarT) 
schenken darf. Durch eine Spitz- 
findigkeit versteht Hoskuldr es hier 
als aurar gold, wodurch die gäbe 
weit kostbarer wird. 

19. vd mork. Siehe c. 13, 6. 
konungsruiut. Dieses schwert war, 

wie der gullhringr, ein Hdkonar- 
nautr\ siehe c. 13, 6. 

19.20. er til kom half mork gulls. 
Siehe c. 13, 6. 

20. par me?f giptu sina. Vgl. 
c. 24, 12. 

23. til mundu hcstta, «versuchen 
wollen" ; vgl. c. 26, 8. 



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76 H98kuldr stirbt. 

Ld. gaz illa at )>es8a ok pötti Hgskuldr hafa baft andirmäl 
XXYI. viö sik. 

8. ÖMfr svarar: „eigi mun ek gripina lausa Uta, Dorleikr, 
pvi at pu leyfSir )>vllika fögjof viÖ vitni; mnn ek til )?ess 

5 bsBtta, hväii; ek fse haldit.*' BärSr kvaz vilja samj^ykkja räSi 
f9Qar sins. 

9. Eptir )7etta andaSiz H9skuldr. Dat pötti mikill skaSi, 
fyrst at upphafi sonnm bans ok Qllam tengÖamQnnnm )>eira ok 
vinnm. Synir bans lata verpa baug virSaligan eptir bann. 

10 Lltit var U borit 1 baüg bjä honum. 10. En er pyi var lokit, 
pii taka )?eir brceSr tal um )?at, at t^eir mana efna til erfis 
eptir fgönr sinn, pvi at peA var p& tizka f t^at mand. 

11. Da maBlti Oläfr: «svä. liz m^r, sem ekki megi svä. 
skjött at t^essi veizln snüa, ef bon skal svä virSulig verSa, 

15 sem oss t^oetti s6ma; er nü mjgk & liSit banstit, en ekki anS- 
velt at afla fanga til; 12. man ok flestum m(jnnum t'ykkja 
torvelt, t'eim er langt eiga til at soekja, & banstdegi, ok vis 
vän, at margir komi eigi, peiv er v^r vildim beizt at koemi. 
Mnn ek ok nü til t^ess bj65az f samar ä J^ingi at bj68a 

20 m^nnnm til boSs J^essa. Mun ek leggja fram kostnaS at l^riöj- 
nngi til veizlunnar." 

13, Dessu jätta ]7eir broeör, en Olifr ferr nü beim. Peir 
Dorleikr ok BärÖr skipta fö me8 s^r. Hlytr BirÖr foöurleifö 
)?eira, pvi at til I^ess beldu fleiri menn, pwi at bann var vin- 

25 saelli. Dorleikr blaut raeir lausaf^. Vel var meÖ J^eim broeÖrum 
Oläfi ok Bdr?5i, en beldr stygt meÖ )?eim Öldfi ok Dorleiki. 
14. Nü Hör sjä enn naesti vetr, ok kemr sumar, ok Hör at 
]?ingi. Büaz )^eir H9skuld88ynir nü til f'ings. Var )7at brätt 
auÖsa^tt, at Oläfr mnndi mjgk vera fyrir )?eim broeörnm. Ok 

30 er pQxr koma til J^ings, tjalda j^eir bü8 sfna ok bjugguz um 
vel ok kurteisliga. 



4. 5. mun ek til f>e88 hcetta, hvärt 24. til pess heldu fleiri menn, 

ek fce halditj «ich will versuchen, „dies wünschten (und rieten) die 

ob ich den besitz behaupten meisten*, 

kann". 29. vera fyrir , „tibertrefFen". 

8. fyrst at upphafif , zuvörderst". 30. tjoMa peir büt5 sina. Siehe 

12. tizka, „gewohnheit*. zu c. 22, 28. 



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Ölafr ladet zum erbmahle ein. 



77 



Das erbmahl zum gedächtnisse des H9sknldr. Die halbbrüder I>orIeikr j^^ 

und Öläfr versöhnen sich. XXYIL 

XXYII, 1. Dat er sagt einn dag, p& er menn gaoga til 
l9gberg8, l?ä stendr Öläfr upp ok kveör s^r hljöös ok segir 
monnum fyrst fräfall foönr sfns; 

„eru h6r nü margir meno, frsendr hans ok yinir. 2. Nu 
er ]7at vili broeSra minna, at ek bj68a ySr til erfis eptir H98- 5 
kuld f^Sur väm oUnm goSorÖsmQnnum , ]7vi at peir mann 
flestir enir gildari menn, er 1 tengSnm väru bundnir vi8 bann; 
skal ok ]>\i l^sa, at engl skal gjafalanst & brott fara enna 
meiri manna. 3. I>ar meS yiljnm v^r bjoSa boendum ok 
hverjnm, er Hggj^ ^ill) saalnm ok veslam; skal soekja hälfs 10 
m&naSar veizia & H^sknldsstaSi, ]>& er tln vikur eru til 
vetrar." 

4. Ok er Oläfr lauk slnu uiä,li, ]>& var g6Sr r6mr g9rr, 
ok yötü pettsk erendi stornm skoraligt. Ok er Oläfr kom heim 
til btiSar, sagSi bann broet^rum sinum j^essa tilsBtlan. Deim 15 
fannz fätt nm ok poiü oerit mikit viS haft. 5. Eptir {^ingit 



Cap. XXVII. 1. 2. til logbergs. 
Das IggherQj der mittelpnnkt des 
alpingif wo alle öffentlichen be- 
kanntmachungen erfolgten, muss — 
im gegensatz zu der jüngeren tra- 
dition — westlich von der die thing- 
ebene durchströmenden 0xard ge- 
legen haben. Siehe c. 22, 28. Vgl. 
jetzt auch B. M. Olsen, Sundurlausar 
hugleit^ingar, in den Germanistischen 
abhandlungen (Göttingen 1893) s. 
187 ff. 

3. fräfäU, „tod«. 

6. gobortfsmonnum. Die Inhaber 
der isländischen gotSortSy ungefähr 
50 an der zahl, waren die aner- 
kannten häuptlinge des landes, die 
durch die teilnähme an der gesetz- 
gebung und ihren einfluss auf die 
Zusammensetzung der gerichte eine 
grosse rolle spielten. Auch in ihrem 
heimatlichen bezirk besassen diese 
gotfarbsmenn oder godar (obgleich 
die gotiortS nicht territorial abge- 



grenzt, also nicht distrikte in geo- 
graphischem sinne waren) gewöhn- 
lich eine nicht unbeträchtliche macht, 
wenn ihnen auch kaum eine ad- 
ministrative gewalt von bedeutnng 
zustand; aber die übrige bevölke- 
rung war infolge der allgemein 
geltenden Verpflichtung, sich einem 
der godorb' und dadurch einem be- 
stimmten thingbezirk anzuschliessen, 
mehr oder weniger von ihnen ab- 
hängig. Siehe K. Maurer, Island 
(1874), und V. Finsen, Ordregister 
til Grigas, K^benhavn 1883. 

11. 12. til vetrar. Der an&ng des 
winters (enn fyrsti vetrardagr) fällt 
nach dem nun üblichen kalender in 
die zweite hälfte des Oktobers — 
nach dem julianischen dagegen in 
der zeit des isländischen freistaates 
ungefähr 10 tage früher. Vglc. 23,21. 

16. oerit mikit mt5 haft^ „die ge- 
troffenen anstalten grossartiger als 
nötig«. 



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78 Erbmahl und Versöhnung. 

Ld. riöa l?eir broeör heim. LfÖr nü samarit. Büaz l?eir broeör viÖ 

XXVII^ veizlunni ; leggr Oläfr til ohneppiliga at J?ri8jangi, ok er veizlan 

bdin meS hinum bezta fongnm ; var mikit td^ aflat }>essar veizlu, 

pvi at pBi var aßtlat, at fj^lmennt mnndi koma. 6. Ok er at 

5 veizln kemr, er l^at sagt, at flestir virSingamenn koma, }>eir 
sem heitit h<}f8a. Var )?at svä mikit Qolmenni, at )>at er sogn 
manna flestra, at eigi skyrti dIq handrnS. 7. Dessi hefir 9nnnr 
veizla i^9lmeniiagt verit & Islandi, en sü 9nnnr, er Hjaltasynir 
geröu erfi eptir fgöur sinn; }>ar v&ru tölf hundruö. 8. Dessi 

10 veizla var en skgruligsta at 9lla, ok fengu }>eir broeÖr mikinn 
s6ma; ok var Olifr mest fyrirmaör. Öläfr gekk til mots viÖ 
b&Sa broeSr sina um f^gjafir; var ok gefit 9llam virSinga- 
monnum. 9. Ok er flestir menn väru 1 brotta farnir, p& vikr 
Oläfr til mäls viö Dorleik bröBur sinn ok mselti: 

15 «SV& er, frsendi, sem }>^r er knnnigt, at meÖ okkr hefir 

verit ekki mart. 10. Nu vilda ek til )?ess msela, at vit betr- 
aSim frsendsemi okkra; veit ek, at p^t mislikar, er ek t6k viS 
gripnm }>eim, er fa8ir minn gaf m6r & deyjanda degi. 11. Nu 
ef }>ii J?ykkiz af pessn vanhaldinn, p& vil ek )?at vinna til 

20 heils hngar pinB at föstra son j^inn, ok er sä kallaSr se minni 
maÖr, er görum föstrar barn." 

Dorleikr tekr J^essn vel ok sagSi, sem satt er, at )>etta er 
soemiliga boöit 12. Tekr nü 014fr viÖ BoUa, syni Porleiks. 
Pä var hann ]?r6vetr. Skiljaz ]?eir nü meÖ enum mesta kser- 

25 leik, ok ferr BoUi heim 1 HjarÖarholt meÖ Oläfi. PorgerBr 

2, öhneppiligaf j^TeiehWch" (hneppi- 11. 12. gekk til möta vitS hdtia 

liga, ,kaum*). brcetfr sina, »stellte sich seinen 

at pritfjungiy „den betrag eines beiden brüdern gegenüber", d. h. 

dritteis *". gab eben so viel wie seine beiden 

8. Hjaltasynir. Pörtir und Por- brtider zusammen genommen. 

valdr, die sühne des landnämamat^r 19. vanhaldinn^ „tibervorteilt". 

Hjalti Pört'arson im nördlichen' Is- 19. 20. til heils kugar pins, „um 

Land, ehrten ihren verstorbenen mir dein wohlwollen zu erwerben", 

vater durch ein weit berühmtes 20. 21. minni waZTr, er ptürum 

erbmahl, bei welchem auch eine zu föstrar harn. Es war die allgemeine 

eliren des Hjalti gedichtete drdpa auffassung — der jedoch die wirk- 

recitiert wurde. Landnämabök III, 10. lichkeit nicht immer entsprach — , 

7 — ^.niuhundrutS ...tölfhwndrutS. dass der föstri eines kindes dessen 

Da ein „grosshundeit" (120) gemeint eitern gegenüber als ^minm matSr 

ist, so beträgt die anzahl 1080 . . . (d. h. als minder vornehm) betrachtet 

1440. wurde. Vgl. Gnindriss II \ 215—16. 



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Die kinder des Öläfr. 



79 



tekr vel viÖ honum. FoeÖiz Bolli }?ar upp, ok nonu ];au M. 
honnm eigi minna en sinum b9rnum. ''^J^t 

Die kinder des Ölafr. 

XXVIII, 1. Olifr ok PorgerÖr äün son; sd sveinn var 
vatni ansinn, ok nafn gefit; l^t Oläfr kalla bann Kjartan eptir 
Myrkjartani moÖnrfQSnr sinnm. Peir Bolli ok Kjartan värn 5 
mjc^k jafngamlir. 2. Enn ä,ttn )>an fleiri bom. Son }>eira hat 
Stein)>6Tr ok Halldorr^ Helgi, ok Hj^skuldr hat enn yngsti son 
Olafs. Berg}?6ra h^t döttir )?eira Olafs ok PorgerÖar ok Por- 
bjorg. 011 v&ru bgrn J>eira mannvaen, er J?au öxu upp. 3. I 
]>enna tima bj6 H61mgonga-Bersi i Sanrboe & ]?eim boe, er i 10 
Tungn beitir. Hann ferr k fand Oldfs ok bauS Halldori syni 
bans til föstrs. Dat l^iggr Oldfr, ok ferr Halld6rr beim meS 
bonnm. Hann var y& vetrgamall. 4. Pat sauiar tekr Bersi 
sott ok liggr lengi snmars. Dat er sagt einn dag, er menn 
värn at beyverki f Tungu, en )>eir tveir inni Halldörr ok 15 
Bersi; \i Hallddrr i V9ggn. P& fellr vaggan undir sveininum 
ok bann 6r vQggunni k g61fit. l>& mätti Bersi eigi til fara. 
5. Pä kvaS Bersi ]?etta: 



Cap. XXVin. 5. Myrlijartan(i), 
Das keltische wort Muircertach ist 
darch Volksetymologie umgedeutet: 
man betrachtete nämlich Kjartan 
als den eigentlichen namen, der 
durch ein vorgesetztes myr(r) — 
„moor* — erweitert worden sei. 

6. mjpk, ,fast". 

ö— 9. Son peira — Porijprg. Die 
aufzählung ist etwas holperig, in- 
dem bei den Satzgliedern Halldörr , 
Helgi j Porbjprg subject und prädi- 
catsverbum weggelassen sind. — 
Die namen der kinder ölifs, wie 
sie die Laxd. mitteilt, stimmen nicht 
ganz zu den angaben der Land- 
nämabök (und Egils saga c. 78, 5); 
diese letzte quelle nennt nicht Hdgi 
und HpskuMr, dagegen einen Por- 
hergr. Sonderbar ist, dass die 
tochter htritfr schon c. 24, 5 isoliert 



eingeführt ist — wahrscheinlich war 
sie älter als ihre geschwister. — 
Ein leiblicher bruder Olafs, Helgiy 
den die Landnämabök als zweiten 
söhn des Hoskuldr und der Mel- 
korka nennt, scheint dem Verfasser 
der Laxdoela saga ganz unbekannt 
gewesen zu sein. 

10. 11. i Saurbce . . . i Tungu. 
Saurbcer ist der name eines bezirks 
im westlichen Island, nordwestlich 
von den Breibaßartiardalir] der 
hier genannte hof Tunga ist das 
jetzige Bessatunga. 

14—16. Pat er sagt . . .; Zrf Hall- 
dörr: 2^nakoluthie. 

16. i vpgguj „in einer wiege". 

17. mätti Bersi eigi til fara, ,B. 
konnte ihm (da er alt und gebrech- 
lieh war) nicht zu hilfe kommen '^. 



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80 Die pflegebrüder Ejartan und Bolli. 

Ld. 1. »Liggjom bd}>er 

XXvui. i lamasesse 

Halldörr ok ek, 
b^forn enge )?rek; 
5 veldr eile m6r, 

en oeska ]?^r, 
J>ess batnar }?6r, 
en peyge m6r.* 

6. SiÖan koma menn ok taka Halldör upp af golfinu, en 

10 Bersa batnar. Halldorr foeddiz pSiY app ok yar mikill maSr 
ok vaskligr. 7. Kjartan Oläfsson vex upp beima i HjarÖar- 
bolti. Hann var allra manna friSastr, }>eira er foez bafa & Is- 
land!. 8. Hann yar mikilleitr ok yel farinn 1 andliti, manna 
bezt eygt3r ok IjoslitaSr; mikit bär bafSi bann ok fagrt sem 

15 silki, ok feil met3 lokknm, mikill maSr ok sterkr; eptir sem 
verit baföi Egill moöurfaöir bans eÖa Pörolfr. 9. Kjartan 
yar byerjam manni betr & sik kominn, sy4 at allir undrat3nz, 
)>eir er sd bann; betr yar bann ok yigr en flestir menn aSrir; 
yel yar bann bagr ok syndr manna bezt. 10. AUar f|>r6ttir 

20 bafSi bann mjgk um fram aÖra menn; byerjam manni yar 
bann litillätari , ok yinssell, svd at byert barn unni bonum; 
bann yar 16ttii8igr ok müdr af fö. Öldfr unni mest Kjartani 
allra barna sinna. 11. Bolli föstbroQir bans yar mikill maör. 
Hann gekk nsest Kjartani um allar ff^rottir ok atgeryi; sterkr 

25 yar bann ok frlör synum, kurteisligr ok enn bermannligsti, 
mikill skartsmaSr. Deir unnuz mikit föstbrcßSr. Sitr Oläfr 
nü at büi sfnu, qy& at yetrum skipti eigi allfäm. 

1 — 8. Dieselbe visa — obwol mit alter, was dich betrifft, die Jugend; 

einigen Veränderungen — auch in dies wird für dich sich bessern, 

der Kormäks saga (Möbius str. 48). für mich aber nicht, (peyge = pö 

Z. 1. 2 (in Korm. auch z. 3. 4) reimen eige.) 

nicht, was doch in solchen lausa- 13. mikilleitr^ „mit grossem (brei- 

vi8t*r nicht auffallen kann (vgl. tem) gesiebt". 

Egils saga str. 2). Nach G. Vig- vel foHnn i andliti, „schön von 

füsson (Cpb I, 569) sollen die reime antlitz'. 

hier überhaupt zufällig sein. Ueb er- 16. förölfr, d.i.P.Skallagrims- 

setzung: Wir liegen beide im sitz son, eine der hauptpersonen der 

des lahmen (sind lahm), Halldörr Egils saga. 

und ich, haben keine kraft; dies 22. Uttütüigr, «munter**, 

verursacht, was mich betrifft, das 26. föathrcßtSr, hier im buchstäb- 



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6lä.fr päi reist zum zweiten male nach Norwegen. 



81 



Zweite reise des Öläfr päi nach Norwegen. 

XXIX^ 1. Pat er sagt eitt vdr, at Oläfr l^sti )?vi fyrir 
PorgerÖi, at hann a3tlar utan, — »vil ek, at )?ü varBveitir bii 
okkar ok born." 

PorgerÖr kvaÖ s6r lltit vera um ]?at, en Öläfr kvaz räöa 
mundu. Hann kaupir skip, er uppi stoÖ vestr f VaÖli. 2. Oläfr & 
för utan um sumarit ok kemr skipi slnu viS HQrSaland. Par 
bjo sä maÖr skamt k land upp, er h6t Geirmundr gn^r, rfkr 
maör ok auÖigr ok vlkiogr mikill; odseldarmaÖr var hann, ok 
hafÖi nü sez um kyrt ok var hirÖmaÖr Häkonar jarls ens 
rika. 3. Geirmundr ferr til skips ok kannaz brdtt viÖ Oldf, lo 
pvi at hann hafÖi heyrt hans getit. Geirmundr b^Ör Oldfi til 
sin med svä marga menn, sem hann vildi. Pat piggr Oläfr 
ok ferr til vistar meÖ s^tta mann. Häsetar Olafs vistaz ]?ar 
um HorÖaland. 4. Geirmundr veitir Oläfi vel. Par var bcBr 
risuligr ok mart manna; var ]?ar gleöi mikil um vetrinn. 15 
5. En er ä leiÖ vetrinn, sagöi Oläfr Geirmundi skyn k um 
erendi sin, at hann vill afla s6r hüsaviöar; kvaz )?ykkja mikit 
nndir, at hann fengi gott viöaval. 



Ld. 
XXIX. 



liehen sinne des wortes „männer 
die durch gemeinschaftliche er- 
ziehung gleichsam zu brüdern ge- 
worden waren". Das föstbroßtürälag 
(blutbrüderschaft) konnte aber auch 
im reifen alter geschlossen werden 
— vgl. c. 18, 17, die fusshote. 
Die in diesem capitel enthaltene 
Schilderung der pflegebrüder findet 
sich zum grossen teil in der grossen 
Öläfls saga Tryggvasonar wieder 
(Flateyjarbök 1,-308; Fomm. sog. 
II, 20). 

Cap. XXIX. 3. okkar, vgl. c. 12, 22. 

5. i VatilL VadiU ist eine kleine 
bucht an der nordktiste des BreiSi- 
fjort5r; vestr i V. wird gesagt, ob- 
gleich die richtung vom Laxärdalr 
aus eine nordwestliche ist, weil die 
reise dorthin (vom L. aus) weiter in 
das we st viertel führt, dem beide 
ürtlichkeiten angehürig sind. 

Sagabibl. IV. 



7. gnyry »lärm", hier als beiname 
gebraucht. 

9. 10. Häkonar jarls ens rika. 
Qäkon jarl warf sich zum be- 
herrscher Norwegens (ursprünglich 
unter dänischer Oberhoheit) auf, 
nachdem der könig Haraldr Gunn- 
hildarson geti5tet war (969?), wurde 
aber selbst von dem könig Öläfr 
Tryggvason vertrieben (995) und 
von seinem eigenen Sklaven er- 
mordet. 

10. kannaz brdtt vitS öldf, „macht 
schnell mit 0. bekanntschaft". 

IC. er ö leit5 vetrinn, unpers. aus- 
druck; vetrinn ist von der praep. 
d regiert. 

17.18. pykkja mikit undir, „grosses 
gewicht darauf legen". 

18. vitfaval, „aus wähl von bau- 
holz", d. h. gelegenheit das bauholz 
auszuwählen. 

6 



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82 Geirmundr gnyr und Oläfr. 

Ld. 6. Geirmundr svarar: „Häkon jarl ä bezta mork, ok veit 

XXIX. ek vist, ef ]?ü kemr & bans fand, at ]?6y man bü innan handar, 
pvi Sit jarl fagnar vel J?eim mgnnum, er eigi eru jafnvel mentir 
sem ]?ü, Oldfr, ef bann scBkja heim.*' 
5 7. Um värit byrjar Oläfr ferÖ slna ä fund Hdkonar jarls; 

tük jarl viÖ bonum ägaeta vel ok bauÖ Oläfi meÖ s^r at vera, 
svd lengi sem bann vildi. 8. Oläfr segir jarli, hversu af stööz 
um ferÖ bans, — „vil ek }?ess beiÖa yör, herra, at J?6r 16tiÖ 
oss heimila mgrk yöra at hgggva büsaviÖ.** 
10 9. Jarl svarar: „ösparat skal ]?at, l^ötta fermir skip l^itt 

af J;eim viöi, er v6r munum gefa )?6r, J;vi at v6r byggjum, at 
oss soeki eigi heim bversdagliga slfkir menn af Islandi/ 

10. En at skilnaSi gaf jarl bonum 0zi guUrekna, ok var 
]?at en mesta gersemi. Skili5uz sf&an meS enum mesta kserleik. 
15 11. Geirmundr skipar jarÖir sfnar A laun ok setlar üt til 

Islands um sumarit & skipi Olafs; leynt hefir bann t'essu alla 
menn. Eigi vissi Oläfr, fyrr en Geirmundr flutti f^ sitt til 
skips OMfs, ok var );at mikill auSr. 

13. Oläfr mselti: „eigi mundir ]?ü fara ä minu skipi, ef ek 

20 befda fyrr vitat, J^vf at vera setla ek p& munu nokkura ä Is- 

landi, at betr gegndi, at J^ik ssei aldri. En nü er }>ü ert b^r 

kominn viS svä mikit fä, p& nenni ek eigi at reka pik aptr 

sem bürakka." 

13. Geirmundr segir: ,eigi skal aptr setjaz, J?öttu s6r 
25 beldr störorBr, )?vi at ek setla at vera at fä yövarr farj^egi.** 

2. p6r mun 8ü innan handar, «der 23. bürakkij «hof band'*, 

(wald) wird zu deiner Verfügung 25. ek oetla at vera at fä ybvarr 

(stehen)". farpegi. Da diese Wortstellung durch 

8. letiti . . . heimila (von heimill)j mehrere übereinstimmende hand- 

,zur Verfügung stelltet". Schriften gesichert scheint, darf man 

10. ösparat skal pat, „dabei soll kaum fd anders als dativ neutr. sg. 

nichts gespart werden". des adj. fdr auffassen; farf>egi (ge- 

15. skipar jarbir sinar, „trifft be- wöhnl. „passagier") muss dann eine 

Stimmungen über den betrieb seiner besondere bedeutung haben (einer, 

höfe*. der umsonst überfahrt erhält — vgl. 

20. vera (Btla ek pd munu n^kku/ra, S. Egilsson, Lex. poet. s.v.). Die 
d. i. ek (ßtUif pd nokkura (menn) Übersetzung würde dann lauten: «ich 
munu vera, gedenke nur in geringem grade 

21. at betr. gegndi, „denen es euer fahrt-empfänger zu sein", d.h. 
besser wäre' ; peim ist zu ergänzen, ich beabsichtige reichliche vergei- 



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Geirmundr gnyr. 



83 



14. Stiga |>eir 014fr & skip ok sigla i haf. Deim byrjaöi M- 
vel ok toku BreiÖaßorÖ; bera du bryggjur ä land i Laxdrösi. ^^*^^- 
Lsetr Oläfr bera vi8u af skipi ok setr upp skipit 1 hrof )?at, 
er faÖir hans haf Öi gera litit. Oläfr bauÖ Geirmundi til vistar 
meÖ s6r. 16. Pat sumar 16t Öläfr gera eldhüs 1 HjarÖarholti, 5 
meira ok betra en menn heföi fyrr s6t. Vdru J?ar markaöar 
dgaetligar 8§gur & }>ilivi8inum ok svä & raefrinu; var I?at Bvä 
vel smlSat, at ]}ä );6tti mikln skrautligra, er eigi väru tJ9ldin 
uppi. 16. Geirmundr var fdskiptinn hversdagla, öpft^r viÖ 
flesta; en hann var svä büinn jafnan, at bann hafSi skarlats- 10 
kyrtil rauÖan ok gräfeld yztan ok bjarnskinnshüfu ä hoföi, 
sverS 1 hendi; )7at var mikit väpn ok gott^ tannbjolt at; ekki 
var }>ar borit silfr i, en brandrinn var hvass, ok beiÖ hvergi 



tang für meine überfahrt zu ge- 
währen. 

5. eWiü8, hat hier nicht die spätere 
bedeutung „küche", sondern be- 
deutet „gaststube*, ein zu festlichem 
gebrauch auf den höfen der häupt- 
linge aufgeführtes gebäude. Vgl. 
Grundriss II ^ s. 234 (und, ausßihr- 
licher, V. GuÖmundsson, Privatboli- 
gen pä Island i sagatiden, K£fben- 
havn 1889, s. 205—6). Das be- 
treffende gebäude (vgl. die nach- 
folgende beschreibung) , das wahr- 
scheinlich, wie die isländischen Woh- 
nungen im allgemeinen, rasenwände 
gehabt hat, war inwendig mit wand- 
getäfel {/nlivitir) bekleidet, und 
ebenso war unter dem rasendach 
eine bretterbekleidung angebracht, 
die- überall in der halle sichtbar war, 
da eine Zwischendecke fehlte. Der 
rauch von dem auf dem fussboden 
brennenden feuer fand durch das 
dachlüch (Ijöri) seinen ausgang. 
Unter gewöhnlichen Verhältnissen 
wurden die wände in einem solchen 
gebäude bei festlichen gelegenheiten 
mit teppichen {tjpld) bekleidet ; hier 
aber waren rühmliche begebenheiten 
(dgcetligar spgur) so trefflich an 



den getäfelten wänden und dach- 
brettern (rcefr) bildlich dargestellt 
{markatiar, d. h. wahrsch. geschnitzt 
und zugleich gemalt), dass die halle 
für weit schöner gehalten wurde, 
als wenn sie mit teppichen behängt 
gewesen wäre. Der Inhalt dieser 
abbildungen, der zum teil bekannt 
ist, war mythologischer art: die 
Verbrennung des Baldr, der fisch- 
zug des I^örr nach dem MiÖgarSs- 
ormr, der kämpf des Heimdallr mit 
Loki — siehe Laxdsela saga, Hafniae 
1826, pag. 386—94 (F. Magnusen, 
Disqvisifio etc.). 

9. fdskiptinn. Siehe zu c. 24, l. 

hversdagla j abgeleitet durch die 
adverbialendnng -la, nicht etwa 
Schreibfehler für -liga (vgl. E. Sievers, 
Beitr. 5, 475 fg.). 

11. bjarnskinnshüfu, ,mütze von 
bärenfeil**. 

12. tannhjglt at, »daran hjplt 
(knöpf und parierstange) von (wall- 
ross)zahn''. 

13. borit silfr a, „silber (zur aus- 
schmückung) darauf angebracht". 

13. — s. 84, 1. beib' hvergi rytf d, 
„nirgends ward daran rost ge- 
funden"; beib'j impf, von bitfa, 
6* 



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84 Geirmnndr heiratet die iuntSi Öläfsdöttir. 

Ld. ryÖ a. 17. Petta sverÖ kallaÖi bann Fötbit ok 16t }?at aldregi 

XXIX. bendi firr ganga. Geirmnndr baföi skamma hrl8 }>ar verit, 

XXX. ^gj. hann feldi bng til PurlÖar, dottur OUfs, ok vekr bann 
bonorÖ vi8 Olaf, en bann veitti afsvor. 18. SiÖan berr Geir- 

5 mnndr f6 nndir DorgerÖi, til pe&s at bann naßSi rä,8inn. Hon 
tük vi8 f6nu, J?vi at eigi var smäm fram lagt. 19. SiÖan vekr 
DorgerSr }>etta mdl viS Olaf; bon segir ok sfna setlan, at 
dottir }>eira muni eigi betr veröa gefin, — a}>vi at bann er 
garpr mikill, anöigr ok störldtr/ 

10 20. Pä svarar 014fr: ,eigi skal )?etta gera 1 moti }?6r 
beldr en annat, )^6tt ek vdBra füLsari at gipta PnriQi o8ram 
manni/' 

21. PorgerÖr gengr i brott ok J?ykkir gott oröit sitt erendi. 
Sag8i nü svd skapat Geirmnndi. Hann J?akka8i benni sin 

15 tillog ok skQrnngsskap; vekr nü Geirmnndr bonoröit 1 annat 
sinn viÖ Olaf, ok var )?at nü auösott. 22. Eptir }?at fastnar 
Geirmnndr s^r DurfÖi, ok skal boÖ vera at äliönnm vetri i 
HjarÖarbolti. Dat boÖ var allfJ9lment, pvi at ]>& var alg^rt 
eldbüsit. 23. Par var at boöi Ülfr Uggason ok bafÖi ort 

20 kvaeöi um Olaf Hoskuldsson ok um sogur J^aer, er skrifaöar 
väru & eldbüsinu, ok foeröi bann ]?ar at boÖinu. Petta kvseÖi 
er kallat Hüsdräpa ok er ^'el ort. 24. Oläfr lannaSi vel 
kvaeöit. Hann gaf ok störgjafir gUu stormenni, er bann baf8i 
beim sott. Potti Oldfr vaxit bafa af }>essi veizlu. 

I>uriSr Öläfsdöttir wird von ihrem manne, Geirmnndr gnyr, verlassen. 

25 XXX, 1. Ekki var mart um 1 samforum ]?eira Geirmnndar 

ok PuriÖar; var svä af beggja J?eira bendi. 2. Prjd vetr var 

»warten", „bleiben" ; eht bitfr (un- dräpa. Der dichter Ü. U. wird (von 

pers.), , etwas kommt vor*. einer stelle in der Kristni saga ab- 

1. Fötbitr^ „fussbeisser*". gesehen) in den quellen nur wegen 

2. hendi firr, „aus der band"; der hier erwähnten, zu ehren des 
firr, compar. v. fjarri (adv.). Ölafr p4i verfassten drdpa genannt. 

4. 5. berr G. ß undir A, „G. be- Von diesem gedieht werden in der 

sticht I>." Snorra Edda neun vollständig oder 

6. smäm fram lagt, „in geringer zum teil bewahrte Strophen citiert; 

menge gegeben" ; smdmj dat. pl. dies ist alles was von der Hüsdräpa 

14. svd skapat, «das so abge- erhalten ist, und zugleich die einzige 

machte", d. h. wie die Sachlage war. quelle , die über die vorwürfe der 

19—22. Ülfr üggason . . . Eüs- bilder in Ölifs halle uns unter- 



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kiriSr wird von ihrem manne verlassen. 85 

Geinnundr meÖ Oläfi, äör hann fystiz 1 brott ok l^sti )m, at Ld. 
PuriÖr mundi eptir vera ok svä dottir J?eira, er Gröa h6t. Sii XXX. 
mser var p& vetrg9mal; en fö vill Geirmundr ekki eptir leggja. 
Petta likar J?eim moeögum storum illa ok segja til Oläfi. 

3. En Oldfr mselti pk: „hvat er nü, PorgerÖr? Er aiist- 5 
maörinn eigi jafnstörlätr nü sem um haustit, pk er hann baÖ 
I>ik msögÖarinnar?* 

4t. Kömu p3dT enga k leiÖ viÖ Oldf, pvi at hann var um 
alla hluti samningarmaör, kva?5 ok mey skyldu eptir vera, }?ar 
til er hon kynni ngkkurn farnaS. 5. En at skilnaSi )^eira lo 
Geirmundar gaf 014fr honum kaupskipit meti Qllum reiSa. 
Geirmundr )>akkar honum vel ok sagöi gefit allstormannliga. 

6. SiÖan b^r hann skipit ok siglir üt or Laxdrösi löttan land- 
nyröing, ok fellr veÖrit, er }?eir koma üt at eyjum. Hann liggr 
üt viÖ 0xney hälfan minuÖ, svä at honum gefr eigi i brott. 15 
I t^enna tlma ä,tti 014fr heimanfor at annaz um reka slna. 

7. SlÖan kallar PariSr dottir hans til sin hüskarla, baS p& 
fara meÖ s6r. Hon haföi ok meß s6r meyna; tlu väru pam 
saman. 8. Hon Isetr setja fram ferju, er Ol&fr ätti. PurfÖr 
baß pk sigla ok röa üt eptir HvammsfirSi, ok er ]?au koma 20 
üt at eyjum, baÖ hon p& skjota bäti ütbyröis, er stö?5 & ferj- 
unni. 9. DurlÖr st6 d bätinn ok tveir menn aÖrir, en hon ba8 
pk gaeta skips, er eptir väru, }?ar til er hon koemi aptr. 
10. Hon tük meyna 1 faöm s6r ok ba8 pk roa yfir strauminn, 



richtet (s. zu c. 29, 15). Diese frag- 16. heimanfor at annaz um reka 

mente sind auch in Wis6n's Carmina aina. Eins der besten fragmente 

Norroena aufgenommen. Vgl. über fügt nach heimanfor das wahrschein- 

U. U. Finnur Jönsson, Den oldnorske lieh echte um heitfar vestr hinzu. 

og oldislandske litteraturs historie Die rekastrond öläfs muss dann auf 

I (Kbh. 1894) 8.513—15. der nordwestlichsten halbinsel Is- 
lands, in der jetzigen Strandasysla, 

Cap. XXX. 8. Kömu . . . engu d gesucht werden. 

leitSj „sie erreichten nichts*. 20. sigla ok röa. ok ist eine, wie 

9. samningarmatSr f „friedfertiger es scheint, notwendige conjectur 
mensch*'. für et5a der handschriften ; 8. ok r., 

10. kynni ngkkum famatf, „einige «die fahrt fürdern durch gleichzeitige 
erziehnng erhalten hätte". anwendung von segel und rüder"; 

15. Oxneyy eine insel in der mün- vgl. Egils s. c. 21, 7. 

düng des Hvammsfjprtir, an der 24. strauminn^ der sund zwischen 

aUdseite der einfahrt. 0xney und den nachbarinsein. 



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86 Letztes zusainincntrcifen von Geirmandr und I>uriÖr. 

I^d. j?ar tu er pan msetti u& skipinu. 11. Hon greip upp nafar 6r 

^^^* stafnlokinu ok seldi f hendr fQraDant sinnm ^Srum, baS hann 

ganga & kDarrarb&tinn ok bora, ßvä at ofoBrr vseri, ef }>eir 

l^yrfti skjött til at taka. 13. SfSan l^t hon sik flytja & land 

5 ok hafSi meyna 1 faSmi s6r. Dat var f solarappräs. Hon 

gengr üt eptir bryggjn ok svä 1 skipit. AUir menn yä,ra i 

ßvefni. 13. Hon gekk at hüöfati }>vi, er Geirmundr svaf L 

SverSit Fotbftr hekk d hnykkistafnnm. 14. ParfSr setr nü 

meyna Grö 1 hüöfatit, en greip upp Fötbit ok hafÖi me5 s6r. 

10 SfÖan gengr hon af skipinu ok til f^runauta sinna. 15. Nü 

tekr maßrin at grata. ViÖ J?at vaknar Geirmundr ok sez upp 

ok kennir barnit ok )?ykkiz vita, af hverjum ri^um yera mun. 

16. Hann sprettr upp ok vill ]?rifa sverÖit ok missir, sem vin 

var; gengr üt & borÖ ok s^r, at }>au röa M skipinu. 17. Geir- 

15 mundr kallar ä menn sfna ok baS ]>& hlaupa 1 bätinn ok röa 

eptir }>eim. Peir gera svä, ok er J?eir eru skamt komnir, pä, 

finna }>eir, at sjär kolbldr fellr at }>eim; snüa nü aptr til skips. 

18. Pä kallar Geirmundr & PurfÖi ok baS hana aptr snüa ok 

fä honum sverÖit Fötbit, — „en tak viÖ mey }?inni ok haf 

20 heöan me8 henni f6 svi mikit, sem )?ü vill.* 

19. PurlÖr segir: „}>ykki J?6r betra en eigi at nd sverÖ- 
inu?« 

Geirmundr svarar: , mikit f6 laet ek annat, äör m6r }>ykkir 
betra at missa sverSsins.*" 
25 20. Hon mselti: „)?ä skaltu aldri fä }>at; hefir per mart 

üdrengiliga farit til vdr; mun nü skilja meÖ okkr.** 

21. V& mselti Geirmundr: „ekki happ mun p6Y i veröa 
at hafa meÖ J?6r sverÖit.* 

Hon kvaz til )>ess mundu hsetta. 



2. stafnlok, n., „räum im vorder- dir viel an dem besitze des 

Steven des schiffes'. Schwertes? 

8. hnykkistafnum. Die bedeutung 

ist unsicher (vgl. hnykkja, „rücken« ^f- 24-. mxktt - aver^stns , .lieber 

und norw.n3/%a,.kr0ge, krumme", ^erlöre ich viele» andere gut, als 

Aasen 544a; Boss 552b). ^^^ '"^ ^'" «<'^^«'* aufgkbe«. 

21. pykhi p6r betra en ei^i (adv.) 25. 26. hefir — var, ,in vieler 
usw., „möchtest du das schwert (jeder) hinsieht hast du dich un- 
lieber haben als nicht haben", liegt ehrenhaft ^egen uns benommen', 



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Die nachkommen der töchter des Ö14fr. 87 

„Pat Iset ek p& um maelt," segir Geirmundr, „at J?etta Ld. 
sverÖ verÖi }>eim manni at bana i yövam aett, er mestr er XXX. 
skaöi at, ok öskapligast komi viB.'' XXXI. 

22. Eptir }>etta ferr Durßr heim f HjarÖarholt. Öldfr var 
ok p& heim kominn ok 16t litt yfir hennar tiltekju: en pö var 5 
kyrt. PurlÖr gaf Bolla frajnda slaum sverÖit Fötbit, ]>\i at 
hon nnni honum eigi minna en broeSrnm sinum; bar Bolli 
)?etta ßverÖ lengi siöan. 2S. Eptir };etta byrjaöi |?eim Geir- 
mundi; sigla )>eir 1 haf ok koma viÖ N6reg um haustit. Peir 
sigla & einni nött l boSa fyrir StaSi. Tyniz Geirmundr ok lo 
oll skip8h9fn hans, ok l^kr )?ar frd Geirmundi at segja. 

Die nachkommen der töchter des Ö14fr. Der träum Olafs. 

XXXI^ 1. Oläfr HQskuldsson sat i biüi sinu i miklum 
8Öma, sem fyrr var ritat. GuÖmundr h6t maör Sglmundarson. 
Hann bj6 i Asbjarnarnesi norör 1 ViÖidal. 2. GuÖmundr var 
auSigr ma&r; bann baÖ DnriSar ok gat bana meÖ mikln fö. 15 
DuriÖr var vitr kona ok skapstör ok skorungr mikill. 3. Hallr 
h6t son J?eira ok Bar8i, Steinn ok Steingrimr. GuÖrün b6t 
döttir ]?eira ok Olgf. 4. Dorbjgrg, döttir Olafs, var kvenna 
vsenst ok }?reklig; hon var koUuÖ Porbjprg digra ok var gipt 
vestr 1 VatnsfjgrÖ Asgeiri Knattarsyni. Hann var ggfugr maÖr. 20 
6. Deira son var Kjartan, faöir Porvalds, fgöur DorÖar, fgöur 
Snorra, fjBur Dorvalds. DaÖan er komit VatnsfirÖingakyn. 

2. peim mannif d. i. Kjartan. 20. i Vatnsfjprb, der V. — an 

3. ok öskapligast komi vid, „und welchem das gleichnamige gehöft 
(es, d.h. dieser tod) zum grössten liegt — ist eine Verzweigung der 
Unheil eintritt". grossen bat Isafjartfardjüp im nord- 

10. fyrir Statii. SteÖr, das jetzige westlichen Island. 

„Stadtland", ein Vorgebirge im west- 22. Vatnsfirtfingakyn, Das hier 

liehen Norwegen, an Sunnmceri und erwähnte auf dem hofe VatnsfjortSr 

Firtfir angrenzend. angesessene häuptlingsgeschlecht ist 

aus der verfallzeit des isländischen 

Cap. XXXI. 14. Äsbjamames, freistaats, der sogen. Sturlungapldy 

gehöft am westl. ufer des binnen- in welcher es an den heftigen parte!- 

sees H6p (südl vom HünafjorÖr) fehden rücksichtslos teilnahm, wol 

im Island, nordviertel. bekannt. Das hier zuletzt genannte 

15. PuritSr, ihr gatte Chutimundr mitgliedderfamilie,^orvaWr(Snorra- 

und ihre söhne gehören zu den sony ein Schwiegersohn des be- 

hauptpersonen der HeiÖarviga saga. rühmten geschieh tsschreibers Snorri 

Vgl. Egils saga c. 78, 5. Sturluson , starb durch mordbrand 



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88 



Der traum Ol&fs. 



Ld. 6. SlÖan ätti PorbJ9rgu Vermundr Porgrimsson. Peira dottir 

XXXI. var Porfinna, er dtti Porsteinn Kuggason. 7. Berg}>6ra Oläfs- 

döttir var gipt vestr f DjüpafjgrÖ Dörhalli goöa. Peira son 

var Kjartan, faÖir SmiÖ-Sturlu; hann var föstri PorÖar Gils- 

5 Bonar. 8. 014fr päi dtti marga kostgripi f ganganda f6. Hann 
dtti nxa goSan, er Harri h6t, apalgrär at lit, meiri en 9nnar 
naut 9. Hann hafSi fjogur hörn; vära tvau mikil ok stöSu 
fagrt, et }>ri8ja stöÖ f lopt upp, et flörÖa st6Ö 6r enni ok ni8r 
fyrir augu honum; }?at var brunnvaka hang; hann krapsaöi 

10 sem hross. 10. Einn fellivetr mikinn gekk hann ör HjarÖar- 
holti ok }>angat, sem nü heita HarrastaSir, f BreiSaQarÖardall. 
Par gekk hann um vetrinn meS sextän nantnm ok kom }>eim 
ollum & gras. Um vdrit gekk hann heim 1 haga, )?ar sem 
heitir Harrabol i HjarÖarholtslandi. 11. Pd er Harri var dtjdn 

15 vetra gamall, pk feil brunnvaka bans af h9fÖi honum, ok }>at 
sama haust 16t Oldfr hoggva hann. 12. Ena nsestu nött eptir 
dreymöi Oldf, at kona kom at honum; sü var mikil ok 
reiöulig. 

Hon tök til orÖa: »er p6T svefns?" 

20 Hann kvaz vaka. 

13. Konan maelti: „}>6r er svefns, en p6 mun fyrir hitt 



1228. üeber Asgeirr Knattarson 
und Vermundr forgrimason (schon 
Laxd. 3, 7 genannt) vgl. Egils saga 
c. 78, 5. 

2. Porsteinn Kuggason. Der 
vater hiess eigentl. Porkeil Pört5ar- 
8on (Laxd. 7, 25) mit dem beinamen 
kuggi (= kuggr, „schiflf«?). 

3. Djüpafjprdr, nördliche Ver- 
zweigung des BreitSifjgrtSr. 

4. SmitS-Stmlu. Der zusatz Smiti- 
deutet darauf hin, dass Stmla ein 
tüchtiger handwerker gewesen ist. 

4. 5. fö8iri Pörtfar GiUsonar. föstri 
muss hier aus chronolog. gründen 
^pflege vater" bedeuten. Eine der 
haupthandschriften fugt, nach Gils- 
sonar, fqtfur Sttirlu hinzu; dieser 
Stmla (t 1183) ist der Stammvater 
der berühmten Sturlungar, die dem 



letzten Zeiträume des isländischen 
freistaats den namen geben; einer 
seiner sOhne war der historiker 
Snotri 8tv/rluson. (Dieselbe hand- 
schrift hat übrigens auch nach Pör- 
hqUi goüa einen zusatz, nämlich 
syni Odda ^rasonar — 0. "^. kommt 
mehrfach in der Landnämabök vor). 

9. brunnvcüca, wörtlich „brunnen- 
wecker", d. h. Werkzeug, womit, um 
trinkwasser zu erlangen, löcher ins 
eis gehauen werden. 

11. Harrastatiir, hof im tief lande 
südöstlich vom Svavnmsfjortir. 

13. heim i haga, ,nach den zu 
dem hofe gehörigen weiden zurück'. 

14. Harraböl. Der name ist nicht 
erhalten. 

19. er per svefns, „schläfst du". 
21. s. 89^ 1. en pö mün fyrvr hitt 



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Osvifr Helgason. 



89 



ganga. Son minn hefir }?ü drepa Idtit ok Idtit koma ögervi- Ld. 
ligan m6v til handa, ok fyrir p& S()k skalta eiga at sjä |?inn XXXI. 
son alblöögan af mlnu tilstilli; skal ek ok ]?ann til velja, er X^^^** 
ek veit, at p6r er ofalastr.* 

14. S18an hvarf hon & brott. Öldfr vaknaöi ok |?öttiz sjä 5 
svip konunnar. 15. Oläfi J^otti mikils am vert dranminn ok 
segir vinum sfnum, ok varS ekki räSinn, svd at honam Ifki. 
Deir }?üttu honum bezt um tala, er )?at maeltu, at J;at vseri 
dranrnskr^k, er fyrir hann hafÖi borit. 



ösvifr HelgasoD. 

XXXII^ 1. Osvifr h6t maÖr ok var Helgason, Ottarssonar, 10 
Bjamarsonar ens austroena, Ketilssonar flatnefs, Bjarnarsonar 
bunu. 2. MöÖir Osvifrs h6t NiÖbjorg; hennar mööir KaBlin, 
düttir Gongu-Hrolfs, 0xna-P6rissonar; hann var hersir ägsetr 
austr i Vfk. Pvf var hann svä kallaör,. at hann ätti eyjar 
prj&Y ok ätta tigu oxna f hverri, Hann gaf eina eyna ok 15 
oxnina meÖ Häkoni konungi, ok varÖ sii gjgf allfrseg. 3. Osvffr 



ganga, „ahei doch wird das gegen- 
teil geschehen", d. h. dennoch wirst 
du dieselbe erfahrung machen, als 
ob du im wachen zustande mich 
sähest (dein träum wird in erfüUung 
gehen). 

1. 2. ögerviligan, „misshandelt*. 

4. at />6r er öfalastr, „dass du ihn 
am ungernsten verlieren wolltest"; 
natürlich ist Ejartan gemeint, fah, 
„käuflich". 

7. ok vartS ekki räbinn. Als sub- 
ject ist draumr zu ergänzen. 

9. draumskrgkf wörtl. „traumltige*, 
d. h. ein bedeutungsloser träum. 

Cap. XXXn. 10. Osvifr-, -r ist 
radical. üeber sein geschlecht vgl. 
Landnämabök II, 11; Forum, sog. 
II, 20; Flateyjarbök I, 308—9. 

13. Gpngu-Hrölfr, d. i. ,H. der 
fussgänger". Diesen zusatz zu 
seinem namen erhielt H., der be- 
rühmte eroberer der Nprmandie, 



weil er so schwer war, dass kein 
pferd ihn tragen konnte. 

0xna'Pöri88onar. Die Laxdoela 
saga lässt — im widerstreit mit der 
Landnämabök (aber merkwürdiger 
weise mit dem kleinen I>orsteins 
)?4ttr hvita übereinstimmend) — den 
Gongu-Hrölfr einen söhn des 0.-A 
statt des Bggnvald/ir Moercyarl (Laxd. 
c. 4, 9) sein. Bekanntlich ist es aber 
zweifelhaft, ob H. überhaupt nor- 
wegischer herkunft war: nach Dudo 
von St. Quentin war er ein Däne. 

14. Vikj die norwegische land- 
schaft dieses namens. Siehe zu 
c. 11, 10. 

8vä kallatSrf näml. 0x9ia-(Pörir). 

16. Hdkoni. Dieser name, obwohl 
ihn alle handschriften der saga 
übereinstimmend bieten, ist den- 
noch höchst wahrscheinlich ein alter 
fehler statt Haraldi. Der empfänger 
war, der Landnämabök zufolge, 
könig Haraldr härfagri, 



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90 



Die kinder des Ösvifr. 



Ldr yar spekingr mikill. Hann bj6 at Langnm 1 Ssßlingsdal. 

XXXII. Laugaboer stendr fyrir noröan SaBlingsdaUd gegnt Tungu. 

Kona hans h6t Dordfs, dottir PjoÖölfs Idga. 4. Ospakr hii 

8on )?eira, annarr Helgi, )?ri5i VandrdÖr, fj6vt5i TorrdBr, fimti 

5 Pörölfr. AUir vdru )?eir vigligir menn. 6. GuÖrün h6t döttir 

)>eira; hon var kveaoa vsenst, er upp öxu & Island! , bseSi at 

äsjänu ok vitsmunum. 6. GuÖrün var karteis kona, svä at 1 

)>ann tfma ]>ött\i allt barnavfpnr, }>at er aörar konnr h<jf&a 1 

skarti, bjd benni. AUra kvenna var bon koenst ok bezt oröi 

10 farin; hon var grlynd kona. 7. Sü kona var & vist meÖ 0- 

svlfri, er I>ürhalla h6t ok var kglluÖ en mälga. Hon var ngkkut 

skyld Osvffri. Tvä sonn dtti bon; h^t annarr Oddr, en annarr 

Steinn. 8. Deir v&ru knäligir menn ok väru mjok grjotpdlar 

fyrir büi Osvifrs. Mälgir vdru )?eir seni mööir )?eira, en övin- 

15 sselir; p6 h9fÖu J?eir mikit bald af sonum Osvifrs. 

9. I Tungu bjü sd maÖr, er Dorarinn b6t, son Doris sajl- 
ings; bann var g6Sr büandi. Porarinn var mikill maör ok 



1. 2. Laugum i Soelingsdal . . . 
Ttmgu. Der Scelingadalr ist ein von 
der ebene, die den innersten teil 
des Hvammsfjprb'r iimgiebt, in nord- 
westlicher richtnng ausgehendes tal, 
das von der Soelingsdalsd (die also 
einen südöstlichen lauf hat) durch- 
strömt wird. An diesem flusse 
liegen die zwei höfe Laugar und 
Tungaj jener auf dem r. (westlichen), 
dieser auf dem 1. (östlichen) ufer. 

3. Idga, „des niedrigen (kleinen)" 
— beiname. 

3. 5. Öspakr . . . Pörölfr. Ueber 
die sühne des Ösvifr herscht in den 
quellen keine Übereinstimmung; ihre 
namen und zum teil auch ihre an- 
zahl werden verschieden angegeben 
(vgl. Landnämabök, Eristni saga, 
Fornmanna sögur, Flateyjarb6k). 

<5. er, bezieht sich auf kvenna. 

7. Gutfrün. Sowol Fomm. sog. 
(II, 20—23) als Flateyjarbök (1, 
308—9) geben als einleitung des (in 
die Olafs sa^a Tryggvasonar einge- 



schobenen) Ejartans ]7ättr, nach der 
c. 28, 7—1 1 erwähnten beschreibung 
Ejartans und Bolus, entsprechende 
angaben über Ösvifr und sein ge- 
schlecht, besonders GuÖrün, deren 
zwei erste eben (Laxd. c. 34—35) 
und beginnende neigung für Ejartan 
(Laxd. c. 39) hier erwähnt werden. 

8. bamavipu/Ty „kindertand'. 

10. grlyndj „freigebig". 

13. grjötpdlar, wörtlich „brcch- 
stangen" (werkzeuge, womit in Is- 
land steine aus der erde losgebrochen 
werden); hier in figürlicher bedeu- 
tung: männer, die schwierige ar- 
beiten zu leisten im stände sind. 

16. 17. er Porarinn het, son Pöris 
soelings. swlingr^ beiname, „der 
reiche". Die Landnämabök nennt 
den Porarinn, der var meti Kjartani 
i Svinad/üy pd er hann feü, als söhn 
des aus Gisla saga Surssonar be- 
kannten Ingjaldr Hergilsaon aus 
Hergilsey und lässt ihn mit einer 
Schwester des c. 32, 1 1 ff. erwHhnt^n 



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Gestr Oddleifsson und GuÖrün 6svifrsdöttir. 



91 



sterkr. Hann ätti lendar goSar, en minna lausafö. Osvlfr Ld. 
vildi kaupa at honum lendar, pvi at hann haföi landeklu, en XXXU. 
flglöa kvikßir. 10. Petta for fram, at Ösvffr keypti at Dörarni^^^*"* 
af landi bans allt frä Gnüpusk^rSum ok eptir dalnam tveim 
megin til Stakkagils; }>at era g68 lond ok kostig. Hann haf&i 5 
}>angat selfQr. Jafnan hafSi hann hjon mart; var ]?eira rä,8a- 
hagr enn virSuligsti. 

11. Vestr i Sanrboe heitir boer & Höli; |>ar bjuggu migar 
pvir. Porkell bvelpr ok Knütr v&ra broe?5r ok settstörir menn. 
Mägr J^eira dtti bü meÖ J?eim, sä er PorÖr h^t. 12, Hann var lo 
kendr viÖ moÖur sina ok kallaör Ingunnarson. FaÖir PörÖar 
var Gliimr Geirason. Dör8r var vaenn maÖr ok vaskligr, g^rr 
at s6r ok sakamaör mikill. 13. PorBr ätti systur }>eira Dorkels, 
er AuÖr h6t; ekki var hon vaen kona n6 gervilig. PörÖr unni 
henni lltit; haf?5i hann mj^k sloegz til §är, )?vl at }?ar stoÖ 15 
auSr mikill saman; var bü ]7eira gott, siSan I>6rÖr kom til 
räöa meÖ J>eim. 



Gestr Oddleifsson deutet die träume der GuÖrün Ösvifrsdöttir. 

XXXIII^ 1. Gestr Oddleifsson bjo vestr k BarÖastr9nd 
i Haga. Hann var hgföingi mikill ok spekingr at viti, fram- 
sy'nn nm marga hluti, vel vinga?5r viÖ alla ena stoerri menn, 20 
ok margir söttu rdS at honum. 2. Hann rei& hvert samar til 



Pört'r Ingunnarson verheiratet sein. 
Landn. II, 19; III, 20. Dagegen 
kommt in der Landn. als ein ganz 
anderer mann ein l^urarinn saBÜngr 
törisson vor. 

17. göt!r hüandi, ein wohlhabender 
bauer. 

4. 5. frä Gnüpvskprdum . , , til 
Stakkagils, G. und S. sind locali- 
täten im Scelingsdalr \ sowol skartl 
als gil bezeichnet „kluff; tveim 
megin f auf beiden Seiten (des 
flusses). 

8. i Saurboe. Siehe zu c. 28, 3. 

d Höli, Der jetzige hof SaiMrhöll. 

9, hvelpr, hier beiname. 



12. Glümr Geirason^ der bekannte 
dichter. Da sein söhn I*örtir nach 
der mutter benannt ward, ist G. 
wahrscheinlich bald nach der ge- 
burt desselben gestorben; vgl. zu 
Egils 8. c. 25, 2. 

15. sloßgz til fjär, „nach dem ver- 
mögen gestrebt" (d. h. hatte um des 
geldes willen geheiratet); — von 
slodgjaz. 

Cap. XXXIII. 18. Gestr Oddleifs- 
son, Vgl. Landnämabök II, 25. 28. 30. 
Der weise G., der die gäbe der 
Weissagung hatte, kommt in vielen 
sagas vor, z. b. Gisla saga Süra- 
sonar und UavarÖar saga. 



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92 Die träume der GtiSrün. 

Ld. H^gs ^^ hafSi jafDan gistiogarstaS d H61i. Einhyerjn sinni 

XXXIII. bar enn svä til, at Gestr reiö til l?ings ok gisti & Holi. Hann 

b^z um morgininn snemma, p\i at leiS var l^Dg. 3. Hann 

sßtlaSi um kveldit 1 Pykkvaskög til Arm6Ss m&gs sfns; bann 

5 ätti Pörunni, systur Gests. Peira synir viru }>eir Ornolfr ok 

Halldörr. 4. Gestr rfSr nü um daginn vestan 6r Saurboe ok 

kemr til Saelingsdalslaugar ok dvelz l?ar um hriÖ. GuÖrün 

kom til laugar ok fagnar vel Gesti fraenda sinum. Gestr tök 

benni vel, ok taka pam tal saman, ok väru J^au bseSi vitr ok 

10 orSig. 5. En er & liSr daginn, mselti GuSrün: 

„psit vilda ek, frsendi, at }?ii riöir til v&r 1 kveld meß 
allan flokk }>inn; er }>at ok vili foöur mfns, }?ött hann unni 
m6r virt5ingar at bera }>etta erendi, ok ]?at meÖ, at }>ü gistir 
|?ar bvert sinn, er pü riör vestr e8a vestan." 
15 6. Gestr tök J^essu vel ok kvaÖ ]?etta sk<jruligt erendi, 
en kvaz J?6 mundu rlÖa, svd sem bann baföi aetlat. 

7. GuÖrün maßlti: „dreymt befir mik mart i vetr, en fjorir 
eru ]^eir draumar, er mär afla mikillar ähyggju; en engl maSr 
befir y& svd räÖit, at m6r liki, ok biß ek pö eigi J^ess, at }?eir 

20 86 1 vil räönir/ 

8. Gestr maelti p&: „seg ]?ii drauma J?fna; vera md, at v6r 
gerim af nokkut* 

9. GuÖriin segir: „üti ]?öttumz ek vera 8t9dd viÖ Icßk 
nokkurn, ok haföa ek krökfald ä hoföi, ok ]?ötti m6r illa 

25 sama, ok var ek füsari at breyta faldinum; en margir t^löu 

4. { Pykkvaskög, der name I>. scheint noch immer in der hanshaltung ge- 
die verschiedenen, nach dem sie braucht; in älterer zeit benutzte 
umgebenden walde (skögr) benann- man es auch vielfach zum baden, 
ton hüfe, die an der mündung des 10. ortSigj „gesprächig". 
Haukadalr liegen, zu umfassen. iS. ähyggjUf „bekümmemis". 
Der Haukadalr ist das südl. nach- 19. 20. bih—räbniry „ich verlange 
bartal des Laxardair. Ueber das doch nicht, dass sie (mir) zu ge- 
hiesige geschlecht vgl. Landndma- fallen gedeutet werden*, 
bök II, 18. 21. 22. at—npkkut, „dass wir 

7. til Scelingadalslaugar. Der hof etwas daraus machen künnen". 
Laugar hat nach einer heissen quelle 24. krökfald , ein faldr von be- 

(laug) — hier S. genannt — , die sonderer gestalt — wahrscheinlich 

oberhalb von ihm, etwas höher am stark nach vorn gebogen. Vgl. 

gebirgsabhange liegt, seinen namen; Grundriss II ^, s. 243. 
das wasser der quelle, dessen tem- 25. breyta faldinum y „die kopf- 

peratur 30— 40^ R. beträgt, wird bedeckung wechseln"» 



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Die träume der GuÖrün. 93 

um, at ek skylda )?at eigi gera; en ek hl;^dda ekki ä )?at, ok Ld. 
greip ek af hoföi mer faldinn ok kastaÖa ek üt k loekinn, — XXXni. 
ok var J^essi dranmr eigi lengri." 

10. Ok enn maelti GuÖrün: „)?at var upphaf at görum 
draum, at ek ]>6ttumz vera st9dd hjä vatni einu. Svä t^otti 5 
m^r, sem kominn vaeri silfrhringr a hond m6r, ok )?6ttumz ek 
eiga ok einkar vel sama; )?6tti m6r )?at vera allmikil gersemi, 
ok a3tla8a ek lengi at eiga. 11. Ok er m6v väru minstar 
vänir, ]>& rendi hringrinn af hendi m6r ok & vatnit, ok sä ek 
bann aldri siSan; t^otti m^r sjä skaöi miklu meiri, en ek maetta 10 
at glikendum rä5a, l^ött ek hefSa einum grip tynt. SiSan 
vaknaSa ek." 

12. Gestr svarar t^essu einu: ,era sjä draumr minni/^ 

13. Enn maelti GuÖrün: „sä er enn pnü draumr minn, at 
ek )?6ttnmz hafa guUhring & hendi, ok ]76ttumz ek eiga hringinn, 15 
ok t^ötti m6r boettr skaÖinn; kom m^r )>at i hug, at ek munda 
]7essa hrings lengr njota en ens fyrra, en eigi ]>6tti m6r sjä 
gripr j?vf betr sama, sem guU er d;frra en silfr. 14. SiSan 
)?öttumz ek falla ok vilja styöja mik meß hendinni, en guU- 
hringiinn moetti steini nokkurum ok stQkk f tvk hluti, ok t^otti 20 
m^r dreyra 6r hlutunum. 15. Pat j^otti mar Ifkara harmi en 
skaSa, er ek j^ottumz ]>& bera eptir; kom m6r pk l bug, at 
brestr baf Si verit ä bringnum, ok ]?ä er ek bug5a at brotunnm 
eptir, pk t^ottumz ek sjä fleiri brestina ä, ok pöiti mär }>6, sem 
beill mundi, ef ek bef 5a betr til gaett, ok var eigi )?essi dranmr 25 
lengri.* 

16. Gestr svarar: „ekki fara i pmi draumarnir.'^ 

S.92,25. 1. tpWu wm, , stellten % rendi, »glitt*, 

(mir) vor"; von telja. 10. 11. en ek mcetta at glikendum 

3. ok — lengri. Als abschluss des rdtia, „als ich mir vorstellen konnte 

ersten traumes erwartet man — wie (dass es der fall sein würde)" ; glik- 

es bei den folgenden geschieht — endi = likindi, „Vermutung"; rätSa 

eine bemerkung des Gestr; vielleicht at likindum, „sich etwas vorstellen", 

ist eine solche verloren gegangen, 22. bera eptir, „ertragen", 

die lücke ist aber allen handschriften 23. brestr, „sprung". 

gemeinsam. 24. 25. sem — gcett, ,als wenn er 

5. vatni, „landsee*. unbeschädigt geblieben wäre, falls 

7. ok einkar vel sama, stark ver- ich besser acht gegeben hätte", 

kürzt und anakoluthisch ; der satz 27. farai purti, »nehmen (an be- 

muss regelrecht lauten : o/p s4 (seil, deutung) ab*; purtSr, »verminde- 

hringr) pötti einkar vel sama m6r. rung* (zu />verra). 



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94 Die träume der GuÖrün. 

Ld. Ok enn maßlti GuÖrün: „s& var enn fjörSi draumr minn, 

XXXIII.at ek )>6ttumz hafa bjälm k b^föi af guUi ok var settr mJ9k 
gimsteinum. 17. Ek t^öttumz eiga ]>& gersemi, en ]>at ]>ötti 
m6r heizt at, at bann var n9kkuTs til j'ungr, ]>vi at ek fekk 
5 varla valdit, ok bar ek balt hgfuÖit, ok gaf ek p6 hjdiminum 
enga 8ok k ]>\i ok aetlaÖa ekki at loga honum ; en ]>6 steypöiz 
bann af bofSi mir ok üt & HyammsQ9rS, ok eptir ]7at vakn- 
aÖa ek. Eru p6v nü sagöir draumarnir allir.* 

18. Gestr svarar: rgl9ggt fe ek s6t, bvat draumar J^essir 

10 era, en mJ9k man )?6r samstaft )?ykkja, pvi at ek man naesta 
einn veg alla r&Öa. 19. Boendr mantu eiga flora, ok vaentir 
mik. ]>ä er )?ü ert enum fyrsta gipt, at )?at se )?6r ekki girnda- 
rd?5. 20. Par er )?ü J^öttiz bafa mikinn fald ä hofÖi, ok 
J?ötti ])6v illa 8ama, )?ar muntu lltit unna bonum; ok )?ar er 

15 pti tökt af bof^i p^v faldinn ok kastaSir ä vatnit, ]7ar mnntu 
ganga frä bonum. Pvf kalla menn k sse kastat, er maSr la^tr 
eigu slna ok tekr ekki i möt." 

21. Ok enn mselti Gestr: „sä var draumr )?inn annarr, at 
}?ü J>üttiz bafa silfrbring k bendi. Par muntu vera gipt 98rum 

20 manni, ägsetum; ]peim muntu unna mikit ok njota skamma 
stund; kemr mär ekki paA at övorum, (>6ttu missir bans meS 
druknun, ok eigi geri ek }?ann draum lengra. 22. Sä var enn 
}?riÖi draumr pinn, at J>ü j?6ttiz bafa guUbring & bendi. Par 
muntu eiga enn )?riÖja bonda; ekki mun s4 )?vi meira verÖr, 

25 sem p&Y j?6tti sd mälmrinn torugsetri ok dyrri; en nser er )?at 
mfnu bugboÖi, at 1 J>at mund muni orÖit siöaskipti, ok muni 
sä }?inn bondi bafa tekit viÖ )?eim siÖ, er v6r byggjum at 
miklu s6 bäleitari. 23. En par er );6r )>ütti bringrinn i sundr 
stokkva, n9kkut af )?inni vangeymslu, ok satt bloS koma <Sr 

3. 4. pötti mer heizt atj „kam mir 22, eigi geri ek pann draum lengrüj 
am meisten als ein ungemach vor". „nicht kann ich in diesem träume 

4. npkkurs til, „etwas zu". mehr finden". 

4. 5. fekk varla valdit, „konnte 24. pvi meira verÖr, „um so viel 

kaum ertragen". vorzüglicher". 

10. samstaft, „gleichartig". 27. peim sitf, d.i. „dem christen- 

16. d sce kastat. Sprichwörtlich tum*. Als Christ übertrifft der dritte 

wird gesagt at kasta d sce (oder d gatte der GuÖrün (Belli) seinen vor- 

glce), „verschwenden". gängcr oben so sehr wie gold wert- 

21. övpriim, dat. sg., apposition voller ist als silber. 

zu wer. 29. npkkut, „zum teil". 



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Die träume der GuÖrün. 95 

hlutunum, pä mun h& ]nnu bondi vera veginn; muntu pä Ld. 
}>ykkjaz gl9gg8t sjä \>& J>verbre8ti, er & )?eim r&Öahag hafaXXXIII. 
verit." 

24. Ok eDD mselti Gestr: «sjä er enn fjörtli dranmr ]>inu, 
at pti t^ottiz bafa hjälm k h9fSi af guUi ok settr gimsteinnm 5 
ok yar5 pir t^UDgbserr. Dar munt pd eiga enn fjorSa bonda. 
25. Sä mun vera mestr hof Öingi ok mun bera heldr oegishjälm 
yfir j>6r. Ok )?ar er p^r J>ötti bann steypaz üt ä HvammßQ9r8, 
p& man bann {^ann sama fjgrS fyrir bitta ä enum efsta degi 
sins lifs; geri ek nü t^enna draum ekki lengra/ 10 

26. GuSriüinu setti dreyrrauöa, meSan draumarnir y&yvl 
rdÖnir; en engi baföi bon orÖ um, fyrr en Gestr lauk sinu 
mäli. 

27. Dd segir GuÖrÄn: „bitta mundir pt fegri spar 1 pesm 
m41i, ef svd vsBri f bendr )>6r büit af m^r; en baf J^ö J?okk 15 
fyrir, er ]7Ü befir räÖit draumana, en mikit er til at byggja, 
ef j^etta allt skal eptir ganga/ 

28. GuÖnin bauÖ pk Gesti af nyju, at bann skyldi )?ar 
dveljaz um daginn, kvaS pä Oävffr mart spakligt tala mundn. 

29. Hann svarar: ,,rlÖa mun ek, sem ek befi & kveSit, en 20 
segja skaltu foSur )>inum kveSju mfna, ok seg bonum J^au min 
orS, at koma mun ]?ar, at skemra mun i milli bdstaÖa okkarra 
Osvifrs, ok mun okkr pk boegt um tal, ef okkr er pk leyft at 
talaz viÖ." 

80. SfÖan för GuÖrün beim, en Gestr reiÖ f brott ok 25 
mcetti beimamanni Olkh viÖ tüngarÖ. Hann bauÖ Gesti f 
HjarÖarbolt at orSsending Olafs. Gestr kvaz vilja finna Olaf 
um daginn, en gista 1 Dykkvask6gi. 31. Snyr büskarl f^egar 

5. 94, 29. vaw^feywsZw, „unachtsam- 19. ßd Ösvifr, „er uod Ö." 
keit", = vangcezlu. 22 — 24. Die werte Gests ent- 

2. pä pverbresti, „die grossen halten die Weissagung, dass ihn und 

mängel*; />verbrestr, wörtl. »quer- Ösvifr dasselbe grab aufnehmen 

Sprung*. werde. 

6. punghasrr, „schwer zu tragen". 26. vitS tüngarti, „am zäune des 

15. ef—m^f „falls mein bericht (zu dem hofe Laugar gehörigen) 
die möglichkeit gewährt hätte". grasfeldes**. 

16. mikit er til athyggja, „schwere 27. 28. finna Olaf um daginn, en 
Zeiten sind zu erwarten". gista i A, „den Ölafr im verlaufe 

17. eptir ganga, ^in erfüUung des tages zu besuchen, die nacht 
geben". aber in k zubringen". 



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96 Hellsichtigkeit des Gestr. 

Ld. heim ok segir Oläfi svd skapat. Öläfr \6i taka hesta, ok reiÖ 
XXXIlI.haun f mot Gesti viÖ ii9kkura menn. I>eir Gestr finnaz inn 
vi?5 Ljä. 32. Oläfr fagnar honum vel ok bauÖ hoDum til sin 
meS allan flokk sinn. Gestr j^akkar honum boöit ok kvaz 
5 rfSa mundu ä boeinn ok sjä hfb^li hans, en gista ArmoS. 
33. Gestr dvaWiz Iftla hriö ok sä po vl5a & bceinn ok 16t vel 
yfir, kvaÖ eigi )>ar fö til sparat boßjar )?ess. Olifr reiÖ & leiÖ 
me5 Gesti til Laxdr. 

34. Peir fostbroßör h9fÖa verit ä sundi um daginn; r6Öu 

10 )?eir Oldfssynir mest fyrir J>eiri skemtun. Margir väru uapr 
menn af oörum boejum & sundi. Pd hlupu )?eir Kjartan ok 
BoUi af sundi, er flokkrinn reiß at, vdru p& mJ9k klseddir, er 
)?eir Gestr ok 014fr riöu at. 35. Gestr leit ä J>essa ena ungu 
menn um stund ok sagSi Oläfi, hvar Kjartan sat ok svä Bolli; 

15 ok ]fä r^tti Gestr spjötshalann at s6r hverjnm t^eira Oläfssona 
ok nefndi p& alla, er j?ar vdru, 36. en margir vdru )?ar aÖrir 
menn allvsenligir, }7eir er ]>& vdru af sundi komnir ok sätu & 
drbakkanum hjd J>eim Kjartani. Ekki kvaz Gestr J>ekkja 
aettarbragt) Olafs & l^eim mgnnum. 

20 37. Pä mselti Oläfr: „eigi m& ofs^gum segja frä vitsmunum 
)?lnum, Gestr, er )?ü kennir osöna menn, ok pat vil ek, at pd 
segir m^r, hverr J>eira enna ungu manna mun mestr veröa 
fyrir s6r." 

38. Gestr svarar: „)?at mun mjok ganga eptir dstrlki }?inu, 

25 at um Kjartan mun )?ykkja mest vert, meöan hann er uppi." 
SfÖan keyrÖi Gestr hestinn ok reiÖ i brott. 39. En 
nykkuru si8ar rlör PörÖr enn lägi, son hans, hjd honum ok 
mselti: „hvat berr nd )?ess viÖ, faöir minn, er ]>6v hrynja 
t&r?« 

30 40. Gestr svarar: „J^arfleysa er at segja )?at, en eigi nenni 



3. Ljdj ein fluss im n. der Laxä d. h. „nicht genug kann man rüh- 

parallel mit dieser fliessend. men". 

9. hir föstbrostSr, d. h. die söhne 24. äsMH, .grosse liebe«. 

Öläfs und Bolli. ^^•T.T\"f.*\ , .. 

27. Porter, Auch m der Landnäma- 

19. (ßttarhragtS j »familienähnlich- ^ök II, 25 angeführt. 

ke*t*» 28. hvat berr nü pess viti, „was 

20. eigi md ofspgum segja, „nichts ist die Ursache davon", 
übertriebenes kann man berichten", 30. ßarfleysa = parfleysL 



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GuÖrüns erste ehe. 



97 



ek at l^egja yfir pvl, er k ]>iuum dognm mun fram koma; en Ld. 
ekki kemr mer at ovorum, )?6tt BoUi standi yfir hofuÖsv^rÖumXXXIII. 
Kjartans, ok bann vinni s6r p& ok h^fuÖbana, ok er ]>etta illt^^^'^* 
at vita um sva mikla dga3tismeQn/' 

SfÖan riöu )?eir til )?ing8, ok er kyrt J^ingit. 5 



GuÖrüns erste ehe (mit torvaldr Halldörsson). 

XXXIV, 1. Porvaldr b^t maör, son Halldors Garpsdals- 
goöa. Hann bjö i Garpsdal i GilsfirÖi, auöigr maÖr ok engi 
hetja. Hann baÖ GuÖrünar Osvifrsdottur & al)?ingi, )?a er hon 
var fimt^n vetra gomul. 2. I>vl mäli var eigi fjarri teklt, en 
]>6 sagöi Osvifr, at }?at mundi & kostum finna, at }?au GuÖrün 10 
vdru eigi jafnmenni. Porvaldr talaöi obaröfoerliga, kvaz konu 
biöja, en ekki fj4r. 3. SlÖan var GuÖriin f9stnuÖ Porvaldi, 
ok r68 Osvifr einn mäldaga, ok svä var skilt, at GuÖrün skyldi 
ein rdöa fyrir f6 )>eira, }?egar er }?au koma 1 eina rekkju, ok 
eiga aus hel«iing, hvärt er samfarar )?eira vseri lengri eöa 15 
skemri; 4. bann skyldi ok kaapa gripi til banda henni, svd 
at engi jafnfldÖ kona «tti betri gripi, en \>ö msetti bann balda 
büi sfnu fyrir psdr sakir. RiÖa menn nü beim af pingi. 5. Ekki 
var GuÖrün at J>es8u spurÖ, ok beldr gerÖi bon h6y at )?e8su 



Cap. XXXIV. 7. i Qilsfirtfi, Der 
GrilsfjprtSr ist die innerste Ver- 
zweigung des BreiÖiQOTÖr in nord- 
östlicher richtung. Ueber das hier 
erwähnte geschlecht siehe Land- 
nämabök II, 21. 

9. fimtän vetra gpmul. Nach den 
sagas wurden die mädchen öfter in 
einem noch sehr jugendlichen alter 
verheiratet. Vgl. Grundriss II *, 217. 

eigi fjarri teJdtj „nicht übel auf- 
genommen". 

10. J>at mundi d kostum finna, 
„dass würde aus den bedingungen 
(dem heiratskontrakt) ersichtlich 
werden". 

11. vdru eigi jafnmenni y „nicht 
gleich (vornehm) waren". 

öhartSfcerligaj „nachgiebig, be- 
scheiden". 

Sagabibl. IV. 



13. oÄ sva var sJdltj ,und so ward 
es ausbedungen". 

14. er — rekkju. Die formelle Voll- 
ziehung der ehe geschah dadurch, 
dass das brautpaar in gegenwart 
von zeugen zu dem ehebette ge- 
leitet ward. Vgl. Grundriss II *, 
s. 219. 

15. eiga aUs helming. Zwischen 
den gatten wurde demnach das so- 
genannte helmingarfüag geschlos- 
sen, wodurch jeder der gatten be- 
sitzer der halben masse wurde. 

16. gripij „kostbarkeiten". 

11 . jafnfjätS, „ebenso vermögend". 

17. 18. en — sakir, „aber doch so, 
dass er trotzdem seinen haushält 
führen konnte" (dass die nötigen 
mittel zum betriebe der Wirtschaft 
übrig blieben). 

7 



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98 Scheidung GuSrüns und borvalds. 

M. ögetit, ok var po kyri BrüÖkaup var f Garpsdal at tvi- 
XXXI?. njänuÖi. 

6. Litt unni GuÖrÄn Porvaldi ok var erfiÖ i gripa kaupum ; 
vdrn eogar gersimar svd miklar ä VestfjorÖum , at GuÖrünu 

5 poditi eigi skapligt at hon setti, en galt Qdndskap Porvaldi, ef 
hann keypti eigi, hversu d^rar sem metnar vdru. 7. DörÖr 
Ingunnarson geröi ß6r dätt viö )?au Porvald ok GuÖninu ok 
var }?ar l9ngum; ok feil J>ar m^rg umroeöa & um kaerleika 
)?eira DörÖar ok GuÖrünar. 8. Pat var eitt sinn, at GuÖrAn 

10 beiddi Dorvald gripa kaups. Porvaldr kvaÖ hana ekki hof at 
knnna ok slö hana kinnhest. 

Dd mselti GuÖrün: „nü gaftu m6r )?at, er oss konum )?ykkir 
miklu ßkipta, at v6r eigim vel at ggrt, en )?at er litarapt gott, 
ok af hefir )?ü mik räÖit brekvisi viÖ J?ik." 

»5 9. Dat sama kveld kom PörÖr }?ar. GuÖrdn sagöi honum 

)?e8sa svlvirÖing ok spuröi hann, hverju hon skyldi )?etta launa. 
PorÖr brosti at ok mselti: »hör kann ek gott räö til. GerÖa 
honum skyrtu ok brautgangs hofuösmätt ok seg skilit viÖ 
hann fyrir J?essar sakir." 

20 10. Eigi mselti GuÖrün 1 möti )?essu, ok skilja )?au talit. 

Pat sama vär segir GuÖrün skilit viÖ Porvald ok för heim 

til Lauga. 11. SlÖan var gort föskipti )?eira Porvalds ok GuÖ- 

rünar, ok haföi hon helming fj4r alls, ok var nü meira en 

48r. Tvä vetr hoföu |?au äsamt verit. 12. Pat sama vär 

25 seldi Ingunn land sitt f KroksfirÖi, t^at sem siÖan heitir & 

1. ögetit y „was jmd. missfällt*; duDg; hpfutismdtt j „halsloch"; b-s 
gertSi — ögetit, „sie gab ihr miss- ä., ein hemd, welches so tief aus- 
fallen kund". geschnitten ist, dass die brustwarzen 

1.2. at tvimdnub'i , d. h. in dem nicht bedeckt sind (s. c. 35 , 9). 

fünften Sommermonat (uugef. sep- Trug ein mann ein solches hemd, 

tember). Das wort scheint „doppel- so war dies für die frau ein gesetz- 

monat" zu bedeuten. lieber scheiduugsgrund: es wurde 

3. erfitSy „schwierig". nämlich als unanständig angesehen, 

7. ddtty „lieb" ; gertSi s&r ddtt vitS kleider zu tragen , welche sich für 

pau, „wurde mit ihnen befreundet", das betreffende geschlecht nicht 

12.13. er—8kipta, „worauf wir passten. Vgl. Grundriss II », s. 222. 

frauen grossen wert legen". 23. 24. oä: var nü meira en d^r, 

13. vel at gort, „in gutem stände", „und (ihr besitz) war nun grosser 

litarapt, „gesichtsfarbe". als zuvor". 

18. brautgangs hg futSsmdtt. braut- 25. i Kröksfirtii. Es wird als be- 

gangr, „weggehen", d. h. schei- kaunt vorausgesetzt — was andere 



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törör Ingimnarson und GuÖrün. 



99 



Ingunnarst^tSum, ok för vestr & Skälmarnes; haoa hafÖi ätt id. 
Glümr Geirason, sem fyrr var ritat 13. I }?enna tlma bjo XXXIV. 
Hallsteinn goöi & Hallsteinsnesi fyrir vestan DorskafjorÖ. Hann XXXV. 
var rikr maÖr ok meÖallagi vinssell. 



Gudruns zweite ehe (mit törör In^nnarson); dieser wird durch den 
zauber des Eotkell getötet. 

XXXV, 1. Kotkell h6t maör, er p& hafÖi üt komit fyrir 5 
litlu. Grima h6t kona bans; J^eira synir vä,ru J?eir Hallbjom 
sllkisteinsauga ok Stlg.indi. Pessir menn v4ru suÖreyskir. 
011 v&ru }>au mjok Qolkunnig ok enir mesta seiÖmenn. 2. Hall- 
steinn goöi tük viÖ )>eim ok setti )?au niör at üröum 1 Skdlmar- 
firöi, ok var )?eira bygÖ ekki vinsael. 10 

3. Petta sumar för Gestr til ]?ings ok för k skipi til Saur- 
boejar, sem bann var vanr. Hann gisti & Höli i Saurboe. Peir 
.mägar l^Öu bonum besta, sem fyrr var vant. 4. Pört5r Ing- 
unnarson var ]>& l fgr meö Gesti ok kom til Lauga 1 Saelings- 
dal. GuÖrdn Osvffrsdöttir reiß til ]?ings ok fylgöi benni PörÖr 15 



quellen (Landnämabök , Beykdoela 
saga) ausdrücklich berichten — , dass 
die eitern des törör, Ingunn und 
Glümr Geirason, im K.f westlich 
vom GilsfjprtfTj wohnten. 

1. Skälmames, eine halbinsel an 
der nordküste des BreitiifjprtSr. 

3. HaUsteinn gotii. Dieser mann 
wird hier erwähnt, als ob er zum 
ersten mal in der saga genannt 
würde ; tatsächlich ist es jedoch der- 
selbe mann, der c. 10, 4 als vater 
des torsteinn surtr und dessen 
Schwester Vigdis erwähnt wurde. 
Zu der zeit (um 990), wo die saga 
ihn zu Hallsteinsnes wohnen lässt, 
muss er, der aller Wahrscheinlichkeit 
nach als erwachsener mann am 
Schlüsse des 9. Jahrhunderts mit 
seinem vater nach Island kam, 
längst tot gewesen sein. 

4. metfallagij «mittelmässig**^ d. h. 



nicht besonders; eig. ein neutrales 
Substantiv in dat. sg. 

Cap. XXXV. 5. haßi üt komit, 
,(nach Island) ausgewandert war". 

7. sllkisteinsauga, beiname, wört- 
lich „schleifsteinsauge". 

sutSreyskir, von den Hebriden. 
Diese Inseln hatten damals zum teil 
skandinavische bevölkerung. 

9. 10. at Urb'um i Skälmarfirtii, 
der S. ist ein meerbusen, der gegen 
Osten das c. 34, 12 genannte Skälm- 
ames begrenzt; an der ostseite 
dieser halbinsel zeigt man noch die 
stelle, wo der hof UrÖu: einst ge- 
legen hat 

11. 12. för ä skipi til Saurbcejar, 
d. h. er segelte über den BreiÖi- 
fjOTÖr (welches für ihn der be- 
quemste weg war). 

13. sem fyrr var vant, ,wie ge 
wohnlich«. 

^^ 7» 



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100 



GuÖrün bewirkt die Scheidung von I>6rÖr und AuÖr. 



Ld. iDgunnarson. 5. Pat var einn dag, er )>au riöu yfir Bläeköga- 
XXXV. hciöi — var ä veör gott — , pk msdlü GuÖrün: ,,hvdrt er psit 
satt, PörÖr, at AuÖr kona piu er jafnan i brokum ok setgeiri 
1, cn vafit spjgrrum mJQk i sküa niör?" 
5 Hann kvaz ekki hafa til t^ess fundit. 

6. „Litit bragÖ mun pk at,* segir GuSriin, „ef pA finnr 
eigi, ok fyrir hvat skal hon pk heita Broka-AuÖr?** 

PorÖr mselti: „v6r aetlum hana Utla hrlö svd hafa verit 
kallaöa." 
10 7. GuÖrün svarar: „hitt skiptJr hana enn meira, at hon 

eigi petU nafn lengi siöan." 

Eptir ]?at k6mu menn til j^ings; er J^ar allt tföendalaust. 
8. PörÖr var longum f büÖ Gests ok talaöi jafnan viÖ GuÖrünu. 
Einn dag spuröi DörÖr Ingunnarson GuÖrünu, hvat konu varÖ- 
15 aöi, ef hon vaeri f brökum jafnan svä sem karlar. 

9. GuÖrün svarar: „slfkt vlti ä, konum at skapa fyrir ]?at 
& sitt hof sem karlmanni, ef hann hefir hofuÖsmätt svä mikla,' 
at sjäi geirv9rtur hans berar, brautgangssok hvdrttveggja." 

10. Pä mselti PorÖr: „hvdrt rseÖr )?ü mer, at ek segi skilit 
20 viÖ AuÖi h^r ä, J?ingi eÖa f heraÖi ok geri ek J>at viÖ fleiri 



1. 2. Bläskögaheitfi j eine hoch- 
ebene im südwestlichen Island, 
welche die landschaft um deuBorgar- 
fjortSr von dem bezirke, wo Ping- 
velliTf die stelle des gemeinsamen 
things, liegt, trennt. 

3. 4. i brökum — spjprrum netSan. 
Wie es scheint wird hier eine de- 
finition von männerhosen gegeben, 
und zwar in solcher weise, dass 
man vermuten könnte, dass eine 
entsprechende — wenn auch anders 
eingerichtete, hinten nicht ge- 
schlossene — bekleidung auch für 
weiber gebräuchlich gewesen sei, 
was jedoch nicht bekannt ist. aet- 
geirif , hinterstück" (das gesäss der 
hosen bildend); spjarrar, „zeug- 
streifen" (welche um die wadeu ge- 



wickelt den untersten teil der hosen 
festhalten sollten). Die hosen gingen 
also bis auf den knöchel herab ; der 
fuss ist entweder von einer socke 
bedeckt gewesen, oder die ge- 
nannten spjarra/r haben zugleich 
die fussbekleidung gebildet. Vgl. 
Arkiv f. nord. filol. IX, 90-91. 

6. Litit hragt, „geringe bedeu- 
tung". 

8. Utla hritSf »eine kurze zeit", 
d. h. nicht früher als jetzt. 

10. II. hitt — eigij „das ist für sie 
von grösserer bedeutung, dass sie 
wird tragen müssen •. 

17. ä sitt hoff »verhältnismässig'', 
d. h. in demselben grade. 

20. i herabij d. h. in meinem 
heimatsbezirk". 



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GuÖrüns zweite ehe. 



101 



manna rdÖ, \>yi at menn eru skapstorir, )?eir er s6r mun j^ykkja Ld. 
misboöit f J^essu.* XXXT. 

11. GuÖrün svarar stundu sfÖar: «aptans blör öframs sgk." ^ 
Pä spratt DörÖr )?egar upp ok gekk til logbergs ok nefndi 
s^r vdtta, at bann segir skilit viS AuSi, ok fann )>at til saka, 5 
at hon skarz 1 setgeirabroßkr sem karlkonur. 12. BrceSrnm 
AuÖar likar illa, ok er p6 kyrt. PörÖr riör af }?ingi meÖ )?eim 
Osvlfrssonum. En er AuÖr spyrr )>essi tföendi, ]>& maelti hon: 



„vel es ek veit )?at, 
vask ein of Idten.* 



10 



18. S18an reiÖ DörÖr til föskiptis vestr til Saurboejar meÖ 
tölfta mann, ok gekk )?at greitt, )>vl at PörÖi var ospart um, 
hversu f^nu var skipt. PorÖr rak vestan til Langa mart büfö. 

14. SiÖan baÖ bann GuÖrünar; var honum J>at mdl auösott 
vit5 Ösvlfr, en GuÖrdn msBlti ekki 1 möti. Brallaup skyldi 15 
Vera at Laugum at tia vikum snmars ; var sd veizla allskgrulig. 

15. Samfgr ]?eira D6r8ar ok GuÖrünar var goß. I>at eitt helt 
til, at Porkeil hvelpr ok KnÄtr föru eigi mälum ä bendr PorÖi 
Ingunnarsyni, at ]?eir fengu eigi styrk til. 

16. Annat sumar eptir hgfSu Holsmenn selfgr 1 HvammB- 20 
dal. Var Au5r at seli. Laagamenn hgfßu selfgr f Lambadal; 
sd gengr vestr f Q9II af Saelingsdal. 17. Au8r spyrr )>ann 



1. rät!y „billigung*. 

2. misbot^itf „verunglimpft". 

3. stundu sitiaTy „etwas später". 
aptans — spk Sprichwort: „die 

Bache des feigen wartet den abend 
ab'', d. h. der feige sucht aufschub. 

6. skarz i, v. skera (eig „schneiden"), 
»anzog". Bez. skeraz vgl. 9, 2 u. 87, 2. 

karlkonur y ein sonst unbekanntes 
wort: „mannweiber". 

9. 10. Wortfolge wie gewöhnlich; 
Übersetzung: „wol, dass ich es weiss; 
ich bin (von meinem manne) ver- 
lassen*. Es scheint, als ob AuSr 
unter diesem ironischen ausspruch 
ihren schmerz verbergen will. 

12. förtii var öspart um, „I>. nahm 
es nicht so genau *". 



16. a^ tiu vikum sumarSj „als 10 
Wochen vom sommer übrig waren" 
d. h. im monat august. Vgl. c. 23, 21. 

17. 18. hdt til, »bewirkte". 

18. föru — PörtSi, „nicht klagbar 
gegen i. wurden*. Porkell und 
Knütr sind die früher erwähnten 
brüder der Autir, 

19. styrk, „stärke*. Eine rechts- 
sache dieser art konnte ohne ent- 
faltung bewafifheter macht schwer 
durchgeführt werden. 

20. Annat sumar, „im nächsten 
sommer*. 

20—22. Hvammsdal . . . Lamba- 
dal ,. . Scelingsdal Von dem be- 
zirke Sau/rboer ausgehend erstreckt 
sich gegen Südost ein tal (der StaSar- 



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102 



Die räche der AuÖr, 



Ld. mann, er smalans gsßtti, hversu opt hann fyndi smalamann 
XXXV. frä Laugum. Hann kvaÖ J?at jafnan vera, sem Ifkligt var, )?vi 
at bäls einn var & milli seljanna. 

18. l>ä, msdlü Aut5r: „}?ü skalt hitta i dag smalamann frä 
5 Langum, ok mättu segja mar, hvat manna er at vetrhAsum 

eöa 1 seli, ok rcBÖ allt vingjarnliga til PörÖar, sem ]>^ dtt 
at gera." 

19. Sveinninn heitr at gera svä., sem hon msBlti. En am 
kveldit, er smalamaör kom heim, spyrr AuÖr tlöenda. 

10 20. SmalamaÖrinn svarar: „spurt hefi ek )?au tlöendi, er 

)?6r munu )?ykkja goÖ, at nü er breitt hvllugolf milli rüma 
J>eira DorÖar ok GuÖrÄnar, pvi at hon er i seli, en hann heljaz 
& skä,lasmfÖ, ok eru )?eir Osvlfr tveir at vetrhüsum.* 

21. «Vel hefir }?i!i njösnat," segir hon, „ok haf soölat 
15 hesta tv4, er menn farä at sofa." 

Smalasveinn geröi, sem hon bauÖ. 

22. Ok nokkuru fyrir sölarfall st6 Au?5r ä bak, ok var 
hon pk at vfsu 1 brokum. Smalasveinn reiÖ oÖrum hesti ok 
gat varla fylgt henni, sv4 knüSi hon fast reiSina. 23. Hon 

20 reit3 suör yfir SselingsdalsheiSi ok nam eigi staSar fyrr en 



hölsdalr) in das gebirge hinein, 
während der Scelingsdalr von stiden 
her sich in nordwestlicher richtung 
in dasselbe gebirge hineinschneidet. 
Von jedem dieser zwei täler zweigt 
sich ein nebental ab: vom StaÖar- 
holsdalr der Hvammsdalr und vom 
Sdßlingsdalr der Lamhadalr\ beide 
nebentäler sind nur durch einen 
schmalen bergrücken von einander 
getrennt. 

5. at vetrhüsum, ,in den winter- 
häusem*. Die vetrhüs sind der 
eigentliche hof, wohin die leute, 
welche im sommer auf den Senn- 
hütten beschäftigt gewesen waren, 
am anfange des winters zurück- 
kehrten 

6. 7. ok—geraj ,und sprich in 
jeder hinsieht freundschaftlich von 
t., wie sichs gebührt". 

8. Sveinninn, „der knabe". Als 



Schafhirten wurden, wie es scheint, 
gewöhnlich halberwachsene Jüng- 
linge verwendet. 

11. hreitt hvilugölf, ,eine breite 
bettkammer", d. h. ein grosser ab- 
stand. 

12. heljaz, wahrscheinlich „sich 
zu schänden arbeiten' (d. h. sich 
bis zum äussersten anstrengen ; vgl. 
neuisl. dvepa sik d). Vgl. J. torkels- 
son, Supplement til isl. ordb., ßeykj. 
1879—85. Anders bei Fritzner ; bei 
Cleasby-Vigfusson fehlt das wort. 

13. skdlasmitSj „auffÜhrung eines 
sMli (d. h. schlafhaus)". 

17. sölarfall, „Sonnenuntergang". 

18. at visu i brökum. A. hat 
wahrsch. auf dem pferde rittlings 
(wie ein mann) gesessen. 

20. ScelingsdalsheiÜij der zu § 16 
erwähnte bergrücken, der die 
äussersten Verzweigungen des Scel- 



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törör Ingunnarson wird von der AaÖr verwundet. 103 

undir tüngarSi at Laugum. l>k &t6 hon af baki, en baÖ smala- Ld. 
sveininn gseta hestanüa, meÖan hon gengi til hüss. 24. AnÖr XXXT. 
gekk at durum, ok var opin hur&; hon gekk til eldhüss ok 
at lokrekkju J?eiri, er PorÖr lä f ok svaf; yar huröin fallin 
aptr, en eigi lokan fyrir. 25. Hon gekk { lokrekkjuna, en 5 
P6r0r svaf ok horföi f lopt upp. l>& vaköi AuÖr PörÖ, en 
bann sneriz ä hliSina, er bann sä, at maör var kominn. 
26. Hon brä ]>& saxi ok lagt5i k PörÖi, ok veitti honum i- 
verka mikla, ok kom & hondina hoegri, varS hann särr & 
bäönm geirvortum; svä lag5i hon til fast, at saxit nam { lo 
be5inum staöar. SiÖan gekk AuSr brott ok til hests ok hljop 
d bak ok reiS heim eptir pai. 27. P6rSr vildi upp spretta, 
er hann fekk dverkann, ok varS psA ekki, pvi at hann moeddi 
bl6Öräs. 

ViÖ )?etta vaknaÖi Osvifr ok spyrr, hvat titt vseri, en 15 
PörÖr kvaz oröinn fyrir äverkum nokkurum. 28. Osvifr spyrr, 
ef hann vissi, hverr & honum hefSi unnit, ok stöÖ upp ok 
batt um sär bans. DörÖr kvaz sßtla, at J^at hefÖi AuÖr g9rt. 
29. Osvifr bauS at rfSa eptir henni, kvaS hana fämenna til 
mundu hafa farit, ok vaeri henni skapat viti. PörÖr kvaÖ 20 
l'at Qarri skyldu fara, sagÖi hana sllkt hafa at ggrt, sem 
hon ätti. 

30. AuSr kom heim f solarupprds, ok spurSu ]>e\r broeSr 
hennar, hvert hon hefSi farit. AuSr kvaz farit hafa til Lauga 
ok sag8i )?eim, hvat til tiÖenda haföi g9rz i forum hennar. 25 
Peir 16tu vel yfir ok kväöu of litit mundu at oröit. 31. PörÖr 

ingsdaW von den südlichsten tälern bauptraume durch bretterwände ge- 

im Saurbcßr scheidet schiedene bettkammer vorstellen, 

2. til hüfiSy gewöhnlicher v&i til zu der eine tür (ÄwrclF) führte, welche 
husa , da jeder isländische hof aus durch einen riegel (loka) geschlossen 
mehreren zusammengebauten hau- werden konnte. Vgl. Grundriss II ^, 
sem besteht, von dem jedes ein s. 230, 233—34, 249. 

Zimmer ausmacht. Vgl. Grundriss 8. soxt, sax ist ein kurzes, ein- 

II ^, s. 230. schneidiges schwert. 

3. 4. til — lokrekkju. eldhüs be- 10. 11. i 66&inww, „in dem bette*; 
zeichnet hier ein gebäude, das zu- betSr, „bettdecke*'. 

gleich als küche und als schlafraum 14. blödräs, „blutverlust*. 

dient, also auch die betten enthält. 20. oÄ— vif i, , und die strafe würde 

Die hier befindliche lokrekkja muss für sie wolverdient sein*. 

man sich als eine kleine, von dem 21.22. sem ^on aW, , wie sie muste*. 



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101 Kotkell und seine familie werden als zauberer verfolgt. 

Ld. lär lengi 1 sdram, ok greru vel briDgusärin, en sü hQndin varS 

XXXV. bonum bvergi betri til taks en äÖr. Kyrt var nii um vetrinn. 

32. En eptir am vä^rit kom Ingnnn, moöir P6rSar, vestan 

af Skdlmamegi. Hann tök vel viS benni. Hon kvaz vilja 

5 räÖaz undir äraburÖ Pör?5ar, kvaÖ bon Kotkel ok konu bans 

ok sonn gera 86r ovsBrt i fj&rränum ok fjolkyngi, en bafa 

mikit traust af Hallsteini goöa. 33. PorÖr veikz skjött viÖ 

)?etta mal ok kvaz bafa skyldu rött af J^jofum )>eim, )?6tt 

Hallsteinn vaeri at moti; snaraz }>egar til feröar viÖ tiunda 

10 mann. Ingunn for ok vestr meÖ bonum. Hann bafÖi ferju 
6r Tjaldanesi. 34. SfSan beldu J^au vestr til Skälmarness. 
PorÖr 16t flytja til skips allt lausaf^, j^at er moSir bans ätti 
]>ar, en smala skyldi reka fyrir innan fJ9rSu. Tolf väru (>au 
alls & skipi; )?ar var Ingunn ok gnnur kona. 35. PörÖr kom 

15 til boßjar Kotkels meÖ tlanda mann. Synir }?eira Kotkels 
väru eigi beima. SfÖan stefndi bann )?eim Kotkatli ok Grlmu 
ok sonum )?eira um }?jöfna8 ok fjolkyngi ok 16t varöa sköggang. 
Hann stefndi sokum }?eim til al}>ingi8, ok for til skips eptir 
)?at. 36. Dd komu J?eir HallbJ9rn ok Stlgandi beim, er PorÖr 

20 var kominn frä landi ok ]?6 skamt; sagSi Kotkell p& sonum 
sinum, bvat )?ar bafÖi 1 gorz. 37. Peir bra^Ör uröu ö5ir viÖ 
peüsi ok kväöu menn ekki bafa fyrr gengit i berbogg vi8 
)?au um svä mikinn fjä,ndskap. 38. SiÖan 16t Kotkell gera 
seiöbjall mikinn. Dau {odr^nz l?ar d upp 9II. Pau kväÖu 

25 )?ar barösnüin froeöi; J?at väru galdrar. Dvi nsBst laust ä briÖ 
mikilli. 

39. Dat fann DörSr Ingunnarson ok bans forunautar, |?ar 
sem bann var & sae staddr, ok til bans var goii; veÖrit. 

1. 2. sü hgndin—dtSr, „seine dem 5ret3Fi^'ör ?)> in nördlicher rich- 

(verwundete) hand wurde keines- tung ausgehen, 

wegs brauchbarer (eigentl. besser 24. seitihjallr^ «gertist zur aus- 

zum griff) als zuvor", d. h. sie wurde Übung des aeitSr gebraucht", 

nie völlig geheilt. 25. hartisnüin frcßt^i^ „kräftige 

6. övcert, «unruhig, unangenehm* ; Weisheit*, d. h. Zauberformeln. 

gera ser övcert, „sie verunglimpfen", galdrar. Sowol seitfr als galdr 

.schädigen". waren gesänge; vgl. F. Jönsson, 

W, ör Tjaldanesi j T. ist ein hof trjar ritgjöröir tileinkaöar Pili 

an der ktiste des Saurboer. MelsteÖ, Kph. 1892. 

13. fyrir innan fjgrtSu, landwärts, 28. til hans, „gegen ihn", „ihm zum 

die vielen föhrden entlang, die von verderben". 



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I>6r8r ertrinkt infolge der zaubere! des EotkelL 



105 



40. Keyrir skipit vestr fyrir Skälmarnes. PörÖr gyndi mikinn Ld. 
hraastleik 1 S8Blit5i. Pat sk }?eir menn, er d landi vdru, at XXXV. 
bann kastaöi J>vf gllu, er til }?anga var, utan mgonum; vaBDtu^^^^'* 
}?eir menn, er k landi v&ru, PorSi ]?ä landtoku, J^vi at ]>& var 
af farit }?at, sem skerjöttast var. 41. SfSan reis boöi skamt 5 
frä landi, sd er engi maör munöi, at fyrri heföi uppi verit, ok 
laust skipit, svä at }?egar horf?5i upp kJ9lrinn. Par druknat5i 
PörÖr ok allt fgruneyti bans, en skipit braut f sp6n, ok rak 
}?ar kjglinn, er sföan heitir Kjalarey. 42. Skjold PorÖar rak 
1 )?& ey, er Skjaldarey er k9lluÖ. Lfk PorÖar rak j^ar )?egar 10 
d land ok bans f^runauta; var }?ar baugr orpinn at Ifkum 
)?eira, pM er siSan heitir Haugsnes. 

Kotkell und seine familie werden von torleikr floskuldsson beschützt. 

XXXVI, !• Pessi tlöendi spyrjaz vföa ok mselaz illa 
fyrir; j?öttu )?at öUfismenn*, er slfka fj^lkyngi fr9mÖu, sem }?au 
Kotkell boföu ]>& Ifst 2. Mikit )?6tti GuÖrünu at um Ifflät 15 
PurÖar', ok var bon pä eigi beil, ok mJ9k framat. GuÖrün 
foeddi svein; sd var vatni ausinn ok kallaör DorÖr. 3. I J?enna 
tfma bj6 Snorri goöi at Helgafelli; bann var frsBndi Ösvlfrs 
ok vin; ättu )>au GuÖrün j?ar mikit traust. Pangat för Snorri 
goöi at beimboÖi. 4. Pd tjdÖi GuÖrün J^etta vandkvaeöi fyrir 20 



1. Keyrir skipit (unpers.), „das 
schiff wird getrieben (in verkehrter 
richtung)". 

2. i scelitiif „durch (seine) tüchtig- 
keit bei der Seefahrt*. 

5. af farit pat, ,die stelle passiert". 
skerjöttast var, „die meisten klip- 

pen enthielt". 

6. heftSi uppi verit, „existiere"; 
botfi ist eine durch eine blinde 
klippe verursachte brandung. 

9—12. Kjalarey . . . Skjaldarey . . . 
Haugsnes. K. und jS. sind inseln 
in dem Breidifjprtir, H. ist die süd- 
östlichste spitze von Skdlmames. 

Cap. XXXVI. 15. lyst, „an den 
tag gelegt«. 



16. mjpk framat (neutr. sg. un- 
pers.), „ihrer niederkunft nahe". 

18. Snorri godiy ein besonders 
durch seine berechnende khighuit 
bekannter häuptling, der in mehreren 
sagas eine grosse rolle spielt; er 
war ein söhn des c. 7, 25 u. c. 1 8, 1 
genannten t^orgrimr I>orsteinsson. 
Von ihm handelt besonders die 
Eyrbyggja saga. Ueber seinen ratio- 
nalismus bei einfdhrung des christcu- 
tums siehe Eristni saga c. 1 1 . Vgl. 
ferner z. b. HeiÖarviga saga und 
Njals saga. 

at Helgafellij H. ist ein auf hörsnes 
(c. 10) belegener hof. 

19. Pangatf „dorthin", d. h. nach 
Laugar f dem Wohnsitze der Gudrun. 



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106 I>orleikr HoskuldsBon beschützt Eotkell und seine familie. 

Ld. Snorra, en hann kvaz mundn veita ]7eim at mälam, pk er 
XXXYI. houum s^ndiz, en bauÖ GuÖrünu barnföstr til hngganar viÖ 
hana. 5. Petta p& GuSrün ok kvaz hans forsjd hlita manda. 
Pessi DörÖr var kallaÖr kQttr, faöir Stüfs skälds. 6. SlÖan 
5 ferr Gestr Oddleifsson k fand Hallsteins goöa ok geröi honnm 
tvd kosti, at hann skyldi reka i brott j^essa fjolkunniga menn, 
ella kvaz hann mundu drepa pk, — ,ok er )?ö ofseinat." 

7. Hallsteinn kaus skjött ok baS }?aa heldr i brott fara 
ok nema hvergi staöar fyrir vestan DalaheiÖi, ok kvaÖ r^ttara, 
10 at ]>au vaeri drepin. SiÖan föra t^aa Kotkell i brott ok h^föa 
eigi meira fö en stööhross Qogar; var hestrinn svartr. Hann 
var baeöi mikill ok vsenn ok reyndr at vlgi. 8, Ekki er getit 
um ferÖ ]?eira, kt^r ]?aa koma & Eambsnes til Dorleiks H9S- 
kuldssonar. Hann falar at ^eim hrossin, ]?v{ at hann sä, at 
15 )?at vdru afreksgripir. 

Kotkell svarar: „gera skal )76r kost k )?vl. Tak viÖ hross- 
unum, en tk m6r büstaS nokkurn h^r f nänd ];6r/ 

9. Porleikr mselti: „muno pk eigi heldr d^r hrossin, pvi 
at ek hefi )?at spurt, at J?6r munuö eiga heldr sgkött h6r f 

20 heraÖi?* 

Kotkell svarar: y,]7etta muntu msela til Laugamanna.'^ 
Porleikr kvaÖ )?at satt vera. 

10. Pd ma^lti Kotkell: „]7at horfir ]>6 nokkut annan veg 
viÖ um sakir viÖ GuÖrünu ok broeör hennar, en pit hefir sagt 

25 verit; hafa menn ausit hropi a oss fyrir enga SQk; ok }?igg 
stoShrossin fyrir J^essar sakir; ganga ok psar einar sogur frä 

4. kgUr^ „katze*, hier beiname. 9. Dalaheitiij wahrscheinlich die 

S^u/ssÄamStüfrI>öröar8on(auch ^ochebene zwischen Saurbcer und 

.Kattarson«) war ein bekannter den tälem im Südosten, 

dichter des 11. Jahrhunderts. Er 12. reyndr at vigi, »tüchtig zum 

soll blind geboren sein, aber aus- kämpf" (pferdekampf). Der kämpf 

gedehnte kenntnis von der dichtung zwischen pferden war ein beliebtes 

der damaligen zeit besessen haben, nationalvergnügen. Vgl. Grundriss 

Vgl. GuÖm. torlaksson, üdsigt over 11*, s. 251. 

denorsk-islandskeskjaldes. U3fg.; 28. 24. horfir . . . vib\ „verhält 

Sn. Edda III, 591 flf. ^ sich«. 

7. er , , ofseinatj „geschieht zu 25. 26. /»i^f^ — saÄir, , nimm dessen 

spät". ungeachtet die pferde an*. 



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I>orleikr und Eldgrimr. 107 

p6r, Sit v6t munim eigi uppi orpin fyrir sveitarmgnnum h6r, Ld. 
ef v^r h^fum }?itt traust." XXXVI. 

11. Porleikr slsez nü 1 mälinu, ok }?6ttu honum fogr X^^^^^- 
hrossin, en Kotkell flutti koenliga mälit. l>& tök Porleikr viÖ 
hrossnnnm. Hann fekk t^eim büstaÖ ä LeiSolfsstoSam { Laxär- 5 
dal; hann birgöi )>au ok um büfö. 12. Detta spyrja Lauga- 
menn, ok vilja synir Osvifrs )?egar gera til ]>eira Kotkels ok 
sona hans. 

Osvlfr msBlti: »hofum v6r nü rdÖ Snorra goöa ok sp^rum 
)?etta verk oörum, pvi at skamt mun 118a, 48r büar Kotkels lo 
munu eiga spdn;fjar sakir viÖ J>d, ok mun, sem vei-t er, Dor- 
leiki mest mein at )?eim; 13. munu )?eir margir hans ovinir af 
stundu, er hann hefir ä.8r haft stundan af, en eigi mun ek 
letja yÖr at gera slikt mein }?eim Kotkatli, sem yör likar, ef 
eigi verÖa aörir til at elta J^au ör heraöi eöa taka af lifi meö 15 
ollu, um pat er prlr vetr eru liÖnir." 

14. GuÖrün ok broeör hennar sggöu svä vera skyldu. 

Ekki unnuz )?au Kotkell mjok fyrir, en hvärki J^urftu )?au 
um vetrinn at kaupa hey n6 mat, ok var sü bygÖ ovinsael. 
Eigi treystuz menn at raska kosti )?eira fyrir Porleiki. 20 

Hrütr beleidigt seinen brudersohn I>OTleikr durch die tötung des Eldgrimr. 
torleilir rächt sich mit hilfe des Kotkell, der zur strafe getötet wird. 

XXXVII, 1. Dat var eitt sumar & H^gi, er Porleikr sat 
{ bü8 sinni, at maSr einn mikill gekk 1 büQina inn. Sä 
kvaddi Porleik, en hann tök kveöju )?essa manns ok spuröi 
hann at nafni, eÖa hvaÖan hann vseri. 2. Hann kvaz Eld- 
grimr heita ok büa i BorgarfirÖi a )?eim boi, er heita Eid- 25 
grimsstaöir, — en sä boer er i dal }?eim, er skerz vestr 1 fj^U 
milli Mdla ok Grfsartungu; sä er nü kallaSr Grimsdalr. 

1. uppi — h&Tf „schutzlos den 11. spänyjavy „ganz neue"; von 

leuten des hiesigen bezirks gegen- spd{n)nyr^ „neu wie ein (eben ab- 

über". geschnitzter) span*". 

4. kcenligüy „schlau". 12. 13. af stundu, „bald". 

5. d Leit5ölfs8tpt!um , L. ist ein 13. stundan, „hochachtung". 

hof südlich von der Laxd, etwas 18. unnuz . . . fyrir, , arbeiteten 

östlicher als Hpskuldsstatfir. ... für ihren unterhalt". 

7. gera til, „angreifen". 

9. rat! Snorra gotSa, vgl. c. 36,4. Cap. XXXVII. 25-27. EldgHms- 



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108 I)orleikr weigert sich dem Eldgrimr pferde zu verkauf en. 

Ld. 3. Porleikr segir: »heyrt hefi ek |?ln getit at pvi, at pti 

XXXVII. sör ekki litilmenni." 

Eldgrimr mselti: „pht er erendi mitt hegat, at ek vil kaupa 
at J?6r stüöhrossin )?au en d^ru, er Eotkell gaf p6r 1 fyrra 
5 sumar." 

4. Dorleikr svarar: ^eigi eru fol hrossin." 
Eldgrimr maelti: ^ek b^Ö J^^r jafnm^rg stoÖhross vit3 ok 
meSalauka nokkurn, ok manu margir msßla, at ek bj68a viÖ 
tvenn verÖ.** 
to 5. Porleikr msBlti: „engl em ek mangsmaSr, pYi at ]^essi 
hross faßr pd aldregi, )?üttu bjoBir viÖ J?renn verÖ.* 

Eldgrimr maslti: ,,eigi mnn ]7at logit, at pi, munt vera 
störr ok einräör. Munda ek )?at ok vilja, at )?ii hefSir örif- 
ligra veröit, en nü hefi ek p&r boöit, ok 16tir pti hrossin eigi 
15 at slör.* 

6. Porleikr roÖnaÖi mjok viÖ j^essi orÖ ok maßlti: ^}?urfa 
munta, Eldgrimr, at ganga nasr, ef pt skalt küga af mär 
hrossin.* 

7. Eldgrimr mselti: „olikligt pylski J?6r |?at, at pti munir 
20 veröa halloki fyrir m6r, en j?etta sumar mun ek fara at sjä 

y hrossin, hvärr okkarr sem p& hl^tr J?au at eiga )?a8an i frä.* 

Porleikr segir: „ger, sem J?ü heiti*, ok bjöÖ mör engan 
liÖsmun." 

8. SfÖan skilja )?eir talit. Pat mseltu menn, er heyröu, 
25 at hör vseri makliga ä komit nm peirsL skipti. SfSan foru 

menn heim af J?ingi, ok var allt tlöendalaust 

9. Pat var einn morgin snimma, at maSr sä üt ä Hrüts- 
8t98um at Hrüts bönda Herjolfssonar. En er hann kom inn, 

8tat5ir . . . Grimsdalr^ E. ist ein 13.14. örifligra, , weniger vorteil- 

jetzt verfallener hof in dem gegen- haft". 

wärtig unbewohnten Grimsdalr im 17. ganga ncer, „weiter gehen", 

westlichen Island ; Muli und Grisar- „sich mehr anstrengen" (eig. „zu- 

tunga bilden die östliche und west- dringlicher sein"), 

liehe begrenzung dieses tales, das 20. vertia halloki, „zu kurz kom- 

den vormals bewohnten, hochliegen- men". 

den Langavatnsdalr mit dem süd- 25. at — skipti, „dass sie als 

lieberen tiefland Myrar verbindet. gegner gut passten*, „dass hier ein 

8. metSalauka, „zugäbe*. paar ebenbürtige gegner an einander 

10. mangsmatir, „krämer". geraten seien". 

13. einrätir, , eigensinnig". 28. at Hrüts, seil, bce oder dergl. 



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Eldgrimr will die pferde t^orleiks fortführen. 



109 



spuröi Hrütr tlöenda; sä kvez engi tföendi kunna at segjä Ld. 
onnur, en hann kvez sjä mann rföa handan um vaöla ok }?ar XXXVII. 
til, er hrosg Porleikg värn, ok st^ maSrinn af baki ok hondl- 
aSi hrossin. 10. Hrütr spurSi, hvar hrossin vseri pk. 

Hdskarl msßlti: «vpl hofön ]?au enn haldit hagannm, pan 5 
stoön jafnt i engjnm ]:>{nam fyrir neöan garS.^ 

11. Hrütr gvarar: »}?at er satt, at Porleikr fraendi er 
jafnan ömeskinn am beitingar, ok enn ]?ykki m6r likara, at 
eigi s6 at bans Y&6i brossin rekin & brott/' 

SiÖan spratt Hrötr npp { skyrtn ok Ifnbrökum ok kastaöi 10 
yfir sik gi-äm feldi ok baföi i hendi bryntroll giillrekit, er 
Haraldr konungr gaf bonum. 12. Hann gekk üt nokkut 
snüÖigt ok sä, at maÖr reiÖ at brossum fyrir nefian garÖ. 
Hrütr gekk i moti bonum ok sk^ at Eldgrfmr rak brossin. 
18. Hrütr beilsaSi bonum. Eldgrfmr tok kveSju bans ok 15 
beldr seint 

Hrütr spuröi, bvert bann skyldi reka brossin. 

14. Eldgrfmr svarar: „ekki skal }?ik )?vi leyna, en veit 
ek frsBndsemi meÖ ykkr Porleiki; en svä em ek eptir bross- 
unum kominn, at ek setla bonum ]?au aldri sfSan; befi ek ok 20 



2. vadkif von vatSill (-aö), »wasser, 
durch welches man waten kann"; 
handan um va^la, „von jenseits 
durch das seichte wasser". Diese 
vatSlar bilden die südöstlichste ecke 
des Hvammsfjprtir , und durch sie 
führt zur zeit der ebbe der ge- 
wöhnliche weg. 

5. vd — haganumy «richtig waren 
sie auch diesmal auf der weide ver- 
blieben '', d. h. sie Hessen es sich 
wie gewöhnlich auf ihrem guten 
Weideplatz wol sein — ironisch, 
weil die pferde auf fremdem boden 
weiden. 

6. jafnt j Just". 

fyrir netSan gartS, , unterhalb dos 
zannes (des tuny, 

8. &me8kinn, ein cma^ As/.; vgl. 
norweg. meaken, meskjenf .lüstern, 



lecker* (Aasen 495 a; Ross 513 a); 
J. ist also eigentl. jmd., der in be- 
zug auf seine speise nicht w'ählerisch 
ist, dann überhaupt jmd., der es 
nicht genau mit einer sache nimmt. 

9. d brott, von den weiden Hrüts 
nämlich, wo sie nicht sein durften. 

10. i — linbrökum, stehender aus- 
druck in den sagas; man muss also 
annehmen, dass die leute auch wäh- 
rend der nacht die Unterkleider 
anbehielten und diese (wenigstens 
die unterbeinkleider), merkwürdiger- 
weise, von leinwand waren. 

11. bryntrollj „hellebarde". 

1 8. reiJ at hrossuntj ^pferde trieb". 
Wahrsch. ist at hier als adv. auf- 
zufassen. 

18. 19. en veit ek, „obgleich ich 
weiss". 



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110 Hrütr tötet den Eldgnmr. 

Ld. I^at efot, sem ek h6t honum & l^ingi, at ek hefi ekki me8 
XXXVII. fjjjlmenni farit eptir hrossunum.* 

15. Hrütr segir: „engl er J^at frami, f^öttu takir hross i 
brott, en Porleikr liggi 1 rekkjn sinni ok sofi: efnir pA ]>2Lt p& 

5 bezt, er pH urÖuÖ ä sättir, ef )?ü hittir bann, dör J?ü riör ör 
heraöi meÖ brossin." 

16. Eldgrlmr maelti: „ger J?ö Porleik varan vi8, ef J?li vill, 
pwi at pti matt sjä, at ek hefi svä beiman büiz, at m6r pötti 
vel, at fand okkarn Porleiks bseri saman," — ok bristi kröka- 

10 spjötit, er bann hafSi i bendi. Hann bafSi ok bjdlm & boföi 
ok var gyrör sveröi, skjgld k bliÖ; bann var 1 brynju. 

17. Hrütr mselti: „beldr mun ek annars & leita en fara 
a Eambsnes, p\i at m6r er fotr }>angr, en eigi man ek lata 
raena Dorleik, ef ek befi fong & J?vl, )?ött eigi s& mart 1 frsend- 

15 semi okkarri.* 

18. Eldgrfmr maßlti: „er eigi ]7at, at pA setlir at taka af 
m6r brossin?" 

Hrütr svarar: „gefa vil ek pir gnnnr stööbross, til )?e88 
at pti Idtir l^essi laus, l^ott l^aa s6 eigi jafngöS sem }7essi.^ 

20 19. Eldgrlmr mselti: „bezta talar |?ti, Hrütr, en me?5 )?vi 
at ek befi komit bondam & brossin Dorleiks, ]>& muntu pan 
bvärki plokka af m6r meÖ mütagjgfam n6 beitan.* 

20. Pä svarar Hrütr: ,J?at bygg ek, at pi. kjosir J?ann 
blnt til banda bdÖum okkr, er verr muni gegna.* 

25 Eldgrfmr vill nü skilja ok brakkvir bestinn. 21. En er 

Hrütr s4 )7at, reiddi bann upp bryntroUit ok setr milli beröa 
Eldgrlmi, svä at J^egar slitnaöi brynjan fyrir, en bryntrollit 
bljop üt am bringnna; feil Eldgrlmr daaör af bestinnm, gern 
vän var. SlÖan balöi Hrütr brae bans; |?ar beitir Eldgrims- 

30 bolt sttt^r frä Kambsnesi. 22. Eptir l^etta rför Hrüü* ofan ä 
Kambsnes ok segir Porleiki j^essi tlSendi. Hann bräz reiSr 

12. annars d leita = leita annars z. b. Droplaugar sona s. (Kbb. 1847) 

d, «einen andern aus weg versuchen*, s. 15 fg. 
20. bezta = et bezta. 

23. hr^kkvir, „setzt in bewegung«. ^9 30. EldgrimshoU, hUgel nord- 

29. hMi Hrütr hr<B hans, wenn ^««,'"> J ^.»° *^<'» '"'""«'' d«« ^''^'^ 

man es unterliess den leicknam zu ru ss a tr. 

bedecken, so hatte dies flir den tot- 30. ofan, „hinab", d. h. nach der 

Schläger die acht zur folge; vgl. küste zu. 



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I'orleikr hetzt die familie Kotkels gegen Hrütr auf. 111 

viÖ ok }?6ttiz vera mj<jk svlvirÖr i j^essu tilbragßi, en Hrütr Ld, 
)?öttiz hafa synt viÖ bann mikinn vinskap. 23. Porleikr kva8 XXXVII. 
)7at bset^i vera, at honum haföi illt til gengit, enda mnndi eigi 
gott { möti koma. Hrütr kvaS hann mnndn pyi r4Sa; skiljaz 
)?eir meÖ engri bUÖu. Hrütr var ]>ä dttroeör, er bann drap 5 
Eldgrlm, ok J?ötti hann mikit bafa vaxit af )?e8su verki, 
24. Ekki l^otti Dorleiki Hrütr }?vi betra af verÖr, at bann 
vsBri miklaÖr af )?essu verki; )?öttiz hann glogt skilja, at bann 
mundi bafa borit af Eldgrimi, ef |?eir beföi reynt meÖ sör, 
svä litit sem fyrir hann lagSiz. 10 

25. För Porleikr nü & fund landseta siuna, Kotkels ok 
Grimu, ok baÖ )?au gera nokkurn blut, )?ann er Hrüti va^ri 
svfviröing at. I>au töku nndir j^etta 16ttliga ok kvdt5uz )?ess 
Vera albüin. SlÖan ferr Porleikr beim. 26. En Iftlu slÖar 
gera J^au beimanferS slna, Kotkell ok Grfma ok synir j?eira; 15 
J?at var um nött. Pau foru & boe Hrüts ok gerSu j^ar sei8 
mikinn. 27. En er seiölsetin kömu upp, p& }?öttuz J?eir eigi 
skilja, er inni vdru, bverju gegna mundi; en f^gr var sü 
kveSandi at heyra. Hrütr einn kendi j^essi laeti ok baÖ 
engan mann üt sjd ä )?eiri nött, — „ok baldi bverr voku 20 
sinni, er mä, ok mun oss ]74 ekki til saka, ef svä er meß 
farit.** 

28. En \>ö sofnuöu allir menn. Hrütr vaköi lengst, ok 
sofnaöi ]>6. Käri b6t son Hrüts, er ]>& var tolf vetra gamall, 
ok var hann efniligastr sona Hrüts. Hann unni bonum mikit. 25 
29. Kkn sofnaöi nser ekki, ]?vl at til bans var leikr g^rr; 

s. 110, 31. 1. ftra'^rreiöVvi^T, „wurde gezeigt hatte, dass er vom glücke 

hierüber zornig". nicht begünstigt wurde. 

1. tilbragtS, „verfahren", „band- 13. Uttliga, „willig**, 

lungsweise**. 17. seitSicetiny wörtl. „die zauber- 

7. 8. Ekki — verki j „nicht schien laute*, 

dem torleikr das verdienst des 19. kvetSandi, „gesang**. 

Hrütr grösser, weil sein ansehen 21. oss pd ekki til saka^ „keine 

durch diese tat wuchs** ; betra, gen. schädlichen folgen für uns haben** ; 

sg. neutr. (construction: vertSr betra saka ist inf. (nicht gen. pl. von sok). 

af, pvi at). 24. Kdri, auch die Landnämabök 

9. horit af, , besiegt**. (II, 18) kennt unter den sühnen 

10. svd—lagt5iz, „da ihm so wenig Hrüts einen Karr oder Kdri. 
beschieden war**, d. h. weil es sich 26. leikr, „der zauber**. 



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112 Käri Hrütsson wird gerächt 

Ld. lionum geröiz ekki mj^k vsBrt. Kdri spratt upp ok sä üt. 
XXXVII. Hana gekk & seiöinn ok feil pegsr dauör nit5r. 30. Hrütr 
vaknaSi um morgininn ok hang heimamenn ok saknaöi sonar 
sfns; fannz bann orendr skamt frd dumm. I>etta l^otti Hrüti 
5 enn mesti skaSi, ok 16t verpa haug eptir Kära. SiÖan riör 
bann & fund Oldfs Hosknldssonar ok segir bonum ]?au tföendi, 
er J?ar b9f8u g9rz. 

81. Oldfr varÖ 68r viÖ j^essi tiÖendi ok segir verit bafa 
mikla vanbyggju, er J?eir bgföu Idtit sitja sllk illmenni et 
10 mesta s6r, sem )?au Kotkell väru; sagöi ok Porleik bafa s6r 
illan blut af deilt af mälum yi8 Hriit, en kyat3 ]f6 meira at 
oröit, en bann mundi vilja. 32. Oläfr kvaÖ pA J?egar skyldu 
drepa )?au Kotkel ok konu bans ok sonu, — ^er po of- 
seinat nü.** 

15 83. Peir Oldfr ok Hrütr fara meÖ fimtdn menn. En er 

)7au Eotkell sjä mannareiÖ at bcB sinum, p& taka ]?au undan 
1 flall upp. Par varÖ Hallbjorn slikisteinsauga tekinn ok 
dreginn belgr & bofuÖ bonum. 84. Pegar vdru }?ä fengnir 
menn til gazlu vit5 bann, en sumir sottu eptir J?eim Kotkatli 

20 ok Grlmu ok Stiganda upp ä, fjallit. 35. Pau Kotkell ok 
Grfma uröu dbend & bälsinum milli Haukadals ok Laxärdals; 
väru )?au l?ar bariÖ grjöti f bei, ok var )?ar gor at )?eim dys 
6y grjöti, ok s6r j^ess merki, ok beitir j^at SkrattavarÖi. 
Stigandi tok undan suSr af bdlsinum til Haukadals, ok }7ar 

25 bvarf bann ]?eim. 86. Hriitr ok synir bans forü til sjdvar 
meÖ Hallbjorn. Peir settu fram skip ok reru frä landi meÖ 
bann. SiÖan toku f^eir belg af bofSi bonum, en bundu stein 



1. honum — vcert, „er fand keine 21. dheTtd^ , ergriffen". 

rnlie". Haukadals, der H. ist ein süd- 

2. gekk d seiUnn, „ging zu der Hches nachbartal des Laxdrdalr, 
stelle, wo der Zauber betrieben war", ^as ungefähr parallel mit diesem 

10. 11. hafa — deilt, ,hätte sich ein läuft, 

schlechtes loos zugeteilt", d.h. sich , .^ 

schlecht aufgeführt. , 22. ban9 gpoU i hei, dies war 

11. 12. meira at ortSit, .dass <i>e gewiJhnl.che todesstrafe fUr 
ernstere dinge sich zugetragen ^««berer vgl. z. b. Eyrb. c 20; 
hätten". Landn. m, 20U.Ü. 

12. pä, adv.; ßd pegar, ,nun 23. Skrattavartii , südöstlich von 
gleich**. Leitfölfsstatiir, auf dem bergrttcken. 



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Hallbjorn Kotkelsson wird getötet. 113 

viÖ bälsinn. 37. Hallbjorn rak p& skygnur ä landit, ok var Ld. 
augnalag bans ekki gott. XXXVII, 

Pä msBlti HallbJ9rn: „ekki var oss j^at tfmadagr, er v^r 
frsendr komnm ä Eambsnes ]7etta til möts viÖ Dorleik. 38. Pat 
ma^li ek um,^ segir bann, „at Porleikr eigi ]>sly fk skemtanar- 5 
daga beSan f frä ok gllum vert3i ]?angbylt, }7eim sem f bans 
rüm setjaz." 

Mjok ]7ykkir peÜB. atkvseSi & bafa brinit SfSan drekt3u 
j^eiY bonnm ok reru til lands. 

39. Lftlu sföar ferr Hrütr & fand Qläfs frsenda sfns ok 10 
segir bonum, at bann vill eigi bafa svd büit viÖ Porleik, ok 
baÖ bann fä s^r menn til at soekja beim Porleik. 

40, 014fr svarar: ,}?etta samir eigi, at J?6r frsendr leggiz 
bendr &; befir }7etta tekiz ögiptusamliga Dorleiki til bandar; 
viljum vor beldr leita um ssettir meÖ ykkr; befir pü opt )?lns 15 
bluta beöit vel ok lengi." 

' 41, Hrütr segir: ,ekki er slfks at leita, aldri mun um 
beilt meß okkr gröa, ok j^at munda ek vilja, at eigi byggim 
vit bäÖir lengi 1 Laxärdal beÖan 1 frä.* 

42. Oläfr svarar: „eigi mun J?6r J?at vert5a blyt5isamt at 20 
ganga framar ä bendr Porleiki, en mitt leyfi er til; en ef ptü 
gerir J?at, ]>& er eigi olikligt, at moeti dalr boli." 48. Hrütr 
J^ykkiz nü skilja, at fast mun fyrir vera, ferr beim ok Ifkar 
störilla, ok er kyrt at kalla. Ok sitja menn um kyrt }>au 
missari. 25 



2. augnalag, ^blick". 14. til handar, til fehlt in allen 

3. timadagr, „glücklicher tag*'. handschriften. 

4.5. ßat mceli ek lim, „das wünsche 16. bebit, von bitfa, 

ich" (ein fluch). 21. ä hmdr, ,gegen« (zum an- 

6. 7. i hans rüm setjaz, »seinen griff), 

platz (als eigentümer des hofes 22. at mcßti dalr höli, Sprichwort, 

Kambsnes) einnehmen*. wörtl. „dass auf das tal ein hügel 

8. atkvcebi, »Verwünschung". folgen wird", d. h. dass die sache 

12. scekja heim, .besuchen", d. h. unangenehme, aber unabwendbare 
angreifen. folgen haben wird. 

13. 14. leggiz hendr ä = leggi 23. at fast mun fyrir vera, „dass 
hendr d sik, .die band an einander heftiger widerstand zu erwarten 
legen", d. h. sich befehden. sein werde*. 

Sagabibl. lY. S 



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114 Stigandi Kotkelsson wird getötet. 

Ld. 

XXXVm. Stigandi Kotkelsson wird getötet, torleikr H9skuldsson verlässt Island. 

XXXVIII, 1. Nti er at segja frä Stlganda. Hann geröiz 
ütilogumaör ok illr viSreignar. PorÖr h6t maÖr, hann bjö 1 
Hundadal; hann var auöigr maÖr ok ekki mikilmenni. Pat 
varÖ til nylundu um sumarit f Hundadal, at f6 nytjaöiz illa, 
5 en kona gsetti fjkr psix. 2. Pat fundu menn, at hon varS 
gripaauöig, ok hon var l9ngum horfin, svd at menn vissu 
eigi, hvar hon var. PorÖr böndi laßtr henni nauöga til sagna, 
ök er hon verör hraedd, ]>& segir hon, at maÖr kemr til fundar 
viÖ hana; „sd, er mikill,** segir hon, „ok syniz mör vsenligr.* 

10 3. l>& spyrr PörÖr, hversu brdtt b& maÖr mundi koma til 

fundar vit$ hana. Hon kvaz vsenta, at p-dt mundi brätt vera. 
Eptir )?etta ferr DörÖr k fund Olafs ok segir honum, at Stig- 
andi mnn eigi langt ]7aSan f brott, biSr hann til fara meS 
sina menn ok nd honum. 4. Oläfr bregör viÖ skjött ok ferr 

15 1 Hundadal; er pk ambdttin heimt til tals viS hann; spyrr p& 
Oläfr, hvar boeli Stlganda vseri; hon kvaz |?at eigi vita. Öläfr 
bauÖ at kaupa at henni, ef hon koemi Stlganda f foeri viÖ pL 
Pessu kaupa psnx saman. 

6. Um daginn ferr hon at f6 slnu. Kemr p& Stigandi 

20 til möts viÖ hana. Hon fagnar honum vel ok b^Ör at skoöa 
1 hgföi honum. 6. Hann leggr hofuöit i kn6 henni ok sofnar 
skjötliga. l>& skrei5iz hon undan hofSi honum ok ferr til 
mots vis pä Oldf ok segir J?eim, hvar p& var komit. 7. Fara 
peiY til Stlganda ok roeSa um meS sär, at hann skal eigi fara 

25 sem brot^ir hans, at hann skyldi )?at mart sjä, er {^eim yröi 
mein at; taka nü belg ok draga ä hgfiiS honum. 8. Stigandi 

Cap. XXXVIU. 3. Hundadalr, ein 20. 21. at—honumj »seinen köpf 

westl. Seitental des von der südöst- zu untersuchen", d. h. ihn zu lausen, 

liehen ecke des HvammsQ9rÖr in 23. hvar pä var komit, „wie es 

südlicher richtung sich erstreckenden sich nun verhielt* (eig.: ,wie weit 

tales der MiÖa; in jenem kleinen die sache nun gekommen war**), 

tale finden sich zwei höfe, die wie 24. at hann skal eigi fara, ,dass 

dieses den namen H. führen. es mit ihm nicht gehen solle". 

4. nytjatSiz illa, „wenig milch 25. 26. er peim yrt5i mein at, 

lieferte". vgl. c. 37, 37 ; man glaubte also, dass 

13. til fara = fara til der blick des sterbenden HallbJ9m 

17. ef—pä, „falls sie den S. in unheilbringend gewesen sei, oder 

ihre gewalt brächte". wenigstens dazu beigetragen habe, 



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HallbJ9rn geht um. 115 

vaknaÖi viÖ )?etta ok bregör nü eDgum viSbrogÖum, J>vf at Ld, 
margir menn väru nü um einn. Rauf var k belgnum, ok getr XXXVIIl. 
Stigandi s^t ^Örum megin i hlföina. 9. Par var fagrt lands- 
ieg ok grasloöit; en j^vl var Ukast, sem hvirfilvindr komi at; 
sneri um joröunni, svd at aldregi slöan kom J?ar gras upp. 5 
Par heitir nü & Brennu. 10. SlÖan berja )?eir Stfganda grj6ti 
1 hei, ok J?ar var bann dysjaÖr. Oldfr efnir vel viÖ ambättina 
ok gaf henni frelsi, ok för hon heim i HjarÖarholt. 

11. Hallbjorn slfkisteinsauga rak upp 6r brimi, litlu sfSar 
en honum var drekt. Par heitir Enarrarnes, sem hann var lo 
kasaör, ok gekk hann aptr raj^k. 

12. Sd maör er nefndr, er Porkell skalli h^t. Hann bjö 
f Pykkvaskogi ä foÖurleifÖ sinni. Hann var fuUhugi mikill 
ok rammr at afli. 13, Eitt kveld var vant kyr i Pykkva- 
skogi; for Porkell at leita ok hüskarl hans meÖ honum. Pat 15 
var eptir dagsetr, en tunglskin var &. 14. Porkell mselti, at 
J?eir mundu skipta meö sör leitinni, ok er Porkell var einn 
saman staddr, p& J^ottiz hann sjä & holtinu fyrir s6r kü, ok 
er hann kemr at, ]>& var l?at Slfkisteinsauga, en eigi kyr. 
15. Peir runnuz & allsterkliga; för HallbJQrn undan, ok er 20 
Porkel varöi minst, pA sm^gr hann niör f jort5ina ör hondum 
honum. Eptir )?at för Porkell heim. Hüskarlinn var heim 
kominn, ok hafSi hann fundit küna. Ekki varÖ siSan mein 
at Hallbirni. 

16. PorbJ9rn skrjüpr var p& andaör ok sv4 Melkorka; 25 
J?au liggja baeöi f kumli f Laxdrdal, en Lambi son )?eira bjö 
J?ar eptir. Hann var garpr mikill ok haföi mikit f6. 17. Meira 
var Lambi virör af monnum en faöir hans fyrir sakir möBur- 
frsenda sinna; vel var 1 fraßndsemi j^eira Olafs. 

dass der von ihm ausgesprochene 10. Knarrames, unbekannte loka- 

fluch in erfüliung gieng. lität ; sie ist in der nähe von Kambs- 

1. bregtür—vitsbrpgtfimij „leistet nes zu suchen, 
nun keinen widerstand«; vidbragti, j, ^^^^^ _ ^ .^^ ^^^ ^ 

„bewegung«. ^^^^^, ' ' 

4. graslot^it, „mit dichtem gras , „. , , „ ^, , . 
bewachsen^ ^12. skalh, ,kahlitopf«, hier als 

hvirfilvindr, „Wirbelwind«. ^«^°*"^« gebraucht. 

5. sneri, unpers. ^4. var vant kyr, (gen. sg.) „ver- 
^,ä Brennu, unbekannte lokalität; misste man eine kuh«. 

hrenna, wörtl. „brand". 16. tunglskin, ,mondschein'*. 

8* 



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116 torleikr Hoskuldsson verlässt Island. 

Ld, LlÖr nö enn Daesti vetr eptir dräp Kotkels. 18« Um värit 

XXXVni. eptir hittuz peir broeÖr, Öläfr ok Dorleikr; spurÖi Öläfr, bvärt 

Porleikr aetlaÖi at halda büi slnu. Porleikr segir, at svi var. 

19. 014fr msBlti: ,hins vilda ek beiöa yör, fraendi, at )?6r 

5 breytiÖ räöahag yöram ok foeriÖ utan; muntu )?ar J^ykkja 

somamaSr, sem pi. kemr, en ek hygg um Hitit frsenda okkarn, 

at bann }>ykkiz knlda af kenna af skiptum ySrnm. 20. Er 

m^r lltit um at haetta til lengr, at J?it sitiz svä naer; er Hrütr 

aflamikill, en synir bans ofsamenn einir ok garpar; f'ykkjumz 

10 ek vant viÖ kominn fyrir fraendsemis sakir, er ^^r deiliÖ ill- 
deildum, fraendr mfnir." 

21. Porleikr maelti: »ekki kvlöi ek ]?v{, at ek geta eigi 
haldit m6r r6ttum fyrir Hrüti ok sonum bans, ok mun ek eigi 
fyrir pvi af landi fara. 22. En ef ]>^r pykkir miklu mäli 

15 skipta, fraendi, ok |>ykkiz pn psi um f miklam vanda sitja, 
P& vil ek gera fyrir pin orÖ, pvl at ]>& unöa ek bezt minu 
räSi, er ek var ntanlendis; veit ek ok, at pti munt ekki at 
verr gera til Bolla sonar mlns, p6 at ek sjd hvergi 1 nänd, 
ok bonam ann ek mest manna/ 

20 23. Öldfr svarar: „]>& befir J?ü vel af pe&sn mäli, ef pi 
gerir eptir boen minni; aetla ek m6r pat at gera beSan i frä 
sem begat til, er til Bolla kemr, ok vera til bans eigi verr 
en til minna sona/ 

24. Eptir }?etta skilja }?eir brceÖr meÖ mikilli bliöu. Por- 

25 leikr selr nü jaröir sfnar ok verr f(6nu til utanferöar. Hann 
kaupir skip, er uppi stoÖ f DogurSarnesi. 25. En er bann 
var büinn meÖ oUn, stö bann ä skip üt ok kona bans ok 
annat skuldaliÖ. Skip |?at verör vel reiÖfara, ok taka Noreg 
um baustit. 26. PaSan ferr bann suSr til Danmerkr, pvl at 

30 bann festi ekki ynöi 1 Noregi; v&m lätnir fraendr bans ok 



9. ofsamenn einir ^ „lauter über- schlimmer handeln*, d. h. noch 
mutige männer". besser verfahren. 

10. vant viZ kominn, „in einer J^' pä-mäli, „dann beträgst du 

schwierigen läge«. ^'^^ ^^^^^ *° ^'^«^^ «^^^^^ ' 

^ ^ 22. er til Bolla kemr, „was B. 

13. haldit mer rettvm, ,mich auf- betrifft", 

recht halten", d. h. meinen mann 28. shMaiitS, „hausgenossen*. 

stehen. 30. f^ati ekki yntii, „fühlte sich 

17. 18. ekki at verr gera, „nicht nicht zufrieden". 



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Kjartan und Gudrun. 117 

vinir, en sumir ör landi reknir. SlÖan helt Porleikr til Gaut- Ld. 
lands. Pat er flestra manna sogn, at Porleikr «tti litt viÖ elli XXXVm. 
at fäz, ok }>6tti ]>6 mikils verBr, meöan hann var uppi. Ok XXXIX« 
lökum v6r j^ar s^ga tri Porleiki. 



Kjartans freundschaft mit BoUi und neigung zu GuSrün. 

XXXIX^ 1. Pat var ]>& jafnan tfShjalat f BreiSafjarSar- 5 
dolum um skipti )?eira Hröts ok Porleiks, at Hnitr hefCi }?angt 
af fengit Eotkatli ok sonum hans. l>k maelti Osvffr til Gu8- 
rünar ok broeöra hennar, baÖ ]>au ä mionaz, hvdrt p& vseri 
betr räSit at hafa p&r lagit sjdlfa sik f hsetta viÖ heljaguenn 
slika, sem )>aa Eotkell väru. lo 

GuÖrün maelti: »eigi er sä riÖlauss, faÖir, er )?inna raöa 
& kost* 

2. OUfr sat nü 1 büi sfnu meS miklam soma, ok ern pB,Y 
allir synir hans keima ok svd BoUi, frsendi ]?eira ok fostbroSir. 
Kjartan var mj^k fyrir son.um Olafs. 8. Peir Kjartan ok BoUi i5 
unnuz mest; för Kjartan hvergi J?ess, er eigi fylgöi BoUi honum. 
Kjartan för opt til Saelingsdalslaugar. Jafnan bar svä til, at 
GuÖrün var at laugu; )?ötti Kjartani gott at tala viÖ GnÖrünu, 
pYi at hon var bseöi vitr ok mälsnjijU. 4, Dat var aUra manna 
mal, at meÖ j^eim Kjartani ok GuÖrünn )?oetti vera mest jafn- 20 
rajöi )?eira manna, er pä oxu upp. Vindtta var ok mikil meÖ 
)?eim Oläfi ok Osvlfri ok jafnan heimboÖ, ok ekki p\i minnr, 
at ksert geröiz meS enam yngrum mgnnum. 

5, Eitt sinn roeddi 014fr viÖ Kjartan: ,,eigi veit ek,* segir 
hann, ,hvi mör er jafnan svä hugstoett, er pä ferr til Lauga 25 
ok talar viÖ GuÖrünu; en eigi er )?at fyrir )?vl, at eigi )?oetti 
mör GuÖrün fyrir 9llum konum ^Örum, ok hon ein er sv4 
kvenna, at ui6r pykki f>6r fuUkosta. 6. Nu er |>at hugboÖ 
mitt, en eigi vil ek J?ess spä, at v6r fraendr ok Laugamenn 
berim eigi allsendis gaefa til um vdr skipti.'* 30 

2.3. oetti—fdZy „nicht alt wurde". 22.23. ekki pvi minnr, at^ »nicht 

Cap. XXXIX. 6. 7. pungt af weniger (d. h. desto mehr), weil". 

fengit = fengit p. af jS. monnum, „leuten«. 

9. hetr rdoity „ein besserer be- 

schluss". 2^- ^'^y^^^^^i ,beklemmungen ver- 

11. 12. er--ko8t, „der deine rat- ursachend«. 

Schläge benutzen kann". 30, allsendis ^ „bis zum Schlüsse". 



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118 



Das gcschlecht des Äsgeirr oeöikollr. 



Ld, 7, Kjartan kvaz eigi vilja gera 1 mot vilja fgSur sins, p&t 

XXXIX. er haon msetti viÖ gera, en kvaz vaeDta, at )?etta mundi betr 
takaz, en hann gat til. Heldr Kjartan teknum hsetti um feröir 
sfnar. Für Bolli jafnan meS honam. LfSa nd psm missari. 



XL- 



10 



Das geschlecbt des Asgeirr oeöikollr. Keise Kjartans und Bolus nach 

Norw^egen, wo sie getauft werden und in den dienst des königs Öläfr 

Tryggvason treten. 

XL, 1. Asgeirr h^t maÖr ok var kallaör oeöikollr. Hann 
bjö at Asgeirsd i ViÖidal Hann var son AuÖanar skokuls; 
hann^kom fyrst sinna kynsmanna til Islands; hann nam VfÖi- 
dal. Annarr son AuÖunar h^t Dorgrlmr haerukollr; hann var 
faÖir Asmundar, f^Öur Grettis. 2, Asgeirr oeöikollr ätti finim 
b^rn; son bans h^t AuBun, faÖir Asgeirs, foöur AuÖunar, foBur 
Egils, er 4tti ÜlfeiCi, döttur Eyjölfs ens halta; J?eira son var 
Eyjölfr, er veginn var & al)?ingi. 3. Annarr son Asgeirs h^t 
Poi'valdr, bans döttir var Dalla, er ätti Isleifr byskup; )?eira 
son var Gizorr byskup. 4. Enn )?ri8i son Asgeirs h^t Kdlfr. 



1. 2. pat — gerttj , soweit es in 
seiner macht stünde". 

Cap. XL. 5. cet^ikollr^ beiname, 
wjihrsch. „brausekopf". Die genea- 
logie Asgeirs und die nachfolgende 
darstellung (die reise Kjartans nach 
Norwegen und sein aufenthalt am 
norwegischen hofe) findet sich in 
der grösseren Olafs saga Tryggva- 
sonar (Forum, sog. II, 23 ff. und 
Flateyjarbök I, 309ff.) wieder, in 
welche die ganze partie zweifellos 
aus der Laxdoela saga eingeschaltet 
ist. Vgl. zu c. 49, 22. 

6. YitiidaVr, bezirk im westlichen 
teile des Island, nord vierteis, südl. 
vom Hüna59rtJr. 

skokuls, beiname; skpkull, „strang*i 
Ueber das geschlecht des AuÖun 
sk9kull vgl. besonders Landnäma- 
bök III, 1 ; doch sind die angaben 
etwas unsicher. 



8. hcerukollr, beiname, „graukopf". 
Porgrimr h. war nach der Land- 
uämabök ein söhn des Qnundr 
trefötr (von dem die einleitung der 
Grettis saga handelt). 

9. Grettir, der volkstümlichste 
aller isländischen sagenhelden, ist 
die hauptperson der nach ihm be- 
nannten saga, die hauptsächlich von 
der lebenslangen friedlosigkeit dieses 
kecken, aber von dem unglück 
verfolgten mannes handelt. 

12. Eyjölfr — alpingi, dieses sonst 
nicht bekannte ereignis muss im 
12. Jahrhundert (1163? s. Sturl. saga 
I, 90) stattgefunden haben. Sein 
grossvater Eyjölfr halti war ein 
söhn des mächtigen häuptlings 
Gut5mundr riki aus dem Eyja59rÖr, 
der in vielen sagas, besonders aber 
in der Ljösvetninga saga und Valla- 
Ljöts saga, eine rolle spielt. 

13. 14. tsUifr byskup . . . Gizorr 



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Kjartan beschliesst Norwegen zu besuchen. 119 

AUir väru synir Asgeirs vaenligir menn. Kdlfr Asgeirsson var Ld, XL. 
pa,nn tima i f^rum ok ^otti enn nyzti maSr. 5. Döttir Asgeirs 
bot PuriÖr; hon var gipt Porkatli kugga, syni DörSar gellis; 
peirsL son var Porsteinn. 6, Onnur döttir Asgeirs h6t Hrefna; 
hon var vsBnst kvenna norSr )?ar 1 sveitum ok vel vinsael. 5 
Asgeirr var mikill ma?5r fyrir sör. 

7. Pat er sagt eitt sinni, at Kjartan Oläfsson byijaSi ferS 
sina suör til BorgarßarÖar; ekki er getit um ferÖ hans, fyrr - 
en bann kom til Borgar. Dar bjö p& Porsteinn Egilsson, 
möÖurbroÖir hans. 8. Bolli var f ferÖ meÖ honum, J?vf at sv4 10 
var ästöBigt meÖ pe\m föstbroeörum , at hvärgi }?öttiz n^ta 
mega, at peir vaßri eigi ä^samt. 9. Porsteinn tok vi8 Kjartani 
meÖ allri bllSu, kvaz p(fkk kanna, at bann vseri )7ar lengr 
en skemr. Kjartan dvelz at Borg um hrfS. Petta sumar stöS 
skip nppi 1 Gufuärösi; J^at skip ätti Kä^Ifr Asgeirsson. Hann 15 
bafSi verit um vetrinn ä vist meß Porsteini Egilssyni. 10. 
Kjartan segir Porsteini 1 bljoöi, at pü,t var mest erendi hans 
su8r ]?angat, at hann vildi kaupa skip hälft at Kälfi: „er 
mir ä ]>\i hugr at fara utan," — ok spyrr Porstein, hversu 
honum viröiz Kälfr. 20 

11. Porsteinn kvaz hyggja, at bann vaeri göÖr drengr; ,er 
}?at värkunn mikil, frsendi,* segir Porsteinn, „at pik ff si at 
kanna annarra manna siSu; mun piu ferS verSa merkilig meS 
n9kkuru moti; eigu frsendr plnix mikit f bsettu, hversu piiV 
tekz ferÖin.^^ Kjartan kva8 vel takaz munu. 25 

12. SfSan kaupir Kjartan skip hälfk at Kdlfi, ok gera 
helmingarfölag; skal Kjaii;an koma til skips, ]>ä er tfu vikur ern 
af sumri. 13. Gj^fum var Kjartan üt leiddr M Borg. RlÖa J^eir 

byskup, beide waren bischüfe von wähnte schiff war, nachdem es in 

Skälholt in Island, Isleifr (der erste der mündung (öss) der Guf4 ge- 

bischof Islands) 1056—80, Gizorr landet hatte, zur Überwinterung ans 

1082 — 1118. land gezogen worden, und noch 

nicht wieder zu wasser gelassen; 

11. nyta, , ertragen*. petta sumar (z. 14) ist der jetzt 

13. 14. lengi' en skemr ^ „eine (kalendarisch) beginnende sommer, 

längere zeit lieber als eine kürzere", das frühjahr. 

d. h. je länger, je lieber. 27. helmingarßlag, ,eine derartige 

15. i Gufudrösiy die Guf(u)ä ist gemeinschaft, dass jeder die hälfte 

ein fluss, der östlich von Borg in des Vermögens besitzt". Vgl. c. 16, 

den Borgarfjor^r fliesst. Das er- 8j 34,3. 



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'120 Ejartan and Bolli reisen nach Norwegen ab. 

Ld. XL. Bolli heim slÖan. En er Oläfr fr^tti }?essa räÖabreytni, p& 
}>6tti honnm Rjartan }>essn hafa gkj6tt riSit, ok kvaz p6 eigi 
bregSa mundu. 

14. Lltlu sßar rför Kjartan til Lauga ok segir GuÖrönu 
5 utanferS sina. 

GuÖrön mselti: „skjött hefir }?Ä }?etta rdöit, Kjartan". 
Hefir hon pBX um ngkkur or8, ]?aa er Kjartan mdtti skilja, 
at GuSrön l^t b&y ogetit at ^essu. 

15. Kjartan msBlti: «lät pir eigi ]?etta mislfka, ek skal 
10 gera annan hlut, svd at pit l?ykki vel." 

GuÖrün maßlti: »entu j?etta, )?vl at ek mun britt yfir pyi 
l^sa.« 

Kjartan baS hana svä gera. 

16. GuÖnin maßlti: „pk vil ek fara utan meC p6T i sumar, 
15 ok hefir pti pä yfir boett vi8 mik )?etta bri?5raßÖi, pyi at ekki 

ann ek Island!.'' 

17. „Dat m& eigi vera," segir Kjartan, ^broeör }?fnir eru 
ürd?5nir, en faöir t>inn gamall, ok eru }?eir allri forsjä sviptir, 
ef pti ferr af landi ä brott, ok blÖ min J?rjd vetr." 

20 18. Gu8rän kvaz um ]7at mundu engu heita, ok ]7Ötti sinn 

veg hväru )?eira, ok skilBu met3 p\L Reiß Kjartan heim. 

19. Oläfr reiÖ til j?ings um sumarit. Kjartan reiß meÖ 
feör slnum vestan or HjarÖarholti ok skilöuz 1 NorÖrdrdaL 
Pat^an reiS Kjartan til skips, ok Bolli frsendi hans var i f^r 

25 meÖ honum. 20. Tlu vdru )?eir fslenzkir menn saman alls, er 
{ ferÖ vdru meS Kjartani, ok engi vildi skiljaz viS Kjartan 
fyrir ästar sakir. ßför Kjartan til skips viÖ )?etta foruneyti. 
21. Kälfr Asgeirsson fagnar }?eim vel. Mikit fö hoföu )?eir 
utan Kjartan ok Bolli. Halda )7eir nö & bünaSi sinum, ok 

30 )?egar er byr gaf , sigla }>eir üt eptir BorgarfirÖi 16ttan byr ok 
gööan, ok sföan i haf. 22. Peim byrjaöi vel, toku Noreg 
norSr viS Drä^ndheim, l<;>gSu inn til AgSaness ok hittu J^ar 

1. rddabreytni, „neues vorhaben", verwandten, Stefnir, wegen gottes- 

8. Ut 86r ögetitf vgl. zu c. 34, 5. lästerung gericbtlich verfolgen. 

18. örätinir, sonderbar ist, dass ,t *. , , , , 

die unreife der brüder GuÖrüns ihre , f' ^or^rarMr, bezirk im west- 

anwesenheit notwendig machen soll, b^hen Island (in der landschaft 

da die Kristni saga c. 6 erzählt, dass BorgargorÖr). 

sie ungefähr gleichzeitig ihren an- 32. prandhemr^ die landschaft 



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Die Isländer in Norwegen. 



121 



meon at m41i ok spurSu tfSenda. 23. I>eiin var sagt, at Ld. XL. 
h^fÖingjaskipti var orÖit 1 landinu, var Häkon jarl M fallinn, 
en Öläfr konungr Tryggvason til kominn, ok haf 5i allr Noregr 
fallit f hang vald. 24, Oläfr konungr bauÖ siÖaskipti f Noregi; 
gengn menn allmisjafnt nndir pB,t Peir Kjartan iQgt^u inn til 5 
NiSaross skipi sinn. 

25. i J>enna tima vdru margir menn Islenzkir 1 Noregi, 
J^eir er virÖingamenn väru. Lägu J?ar fyrir bryggjunum }?rjü 
skip, er Islenzkir menn 4ttu oll; eitt skip ätti Brandr enn 
orvi, son Vermundar Porgrfmssonar; annat skip dtti HallfreÖr lo 
vandraeöaskäld; }?riÖja skip ättu broeSr tveir, höt annarr Bjarni, 
en annarr Pörhallr, )?eir vdru synir BreiÖAr-Skeggja austan 6r 
Fellshverfi. 26. Pessir menn allir hgfÖu aetlat um sumarit üt 
til Islands, en konungr haf 8i lagt farbann fyrir skip peB&i 9II, 
pvl at )?eir vildu eigi taka viÖ si8 J?eim, er bann bauR. 15 



auf beiden Seiten des Trondhjems- 
fjord in Norwegen. 

s. 120, 32. Agt!ane8f Vorgebirge 
am eingange des TrondhjemsQord, 
an der Südseite. 

2. 3. Häkon jarl . . . Oläfr kon- 
ungr Tryggvason^ Häkon jarl ward 
995 getötet und in demselben jähre 
ward der von seinen abenteuerlichen 
kriegszügen zurückkehrende Ö. T. 
zum könig erwählt; vgl. zu c. 29, 2. 

6. NidarösSj die Stadt Drontheim 
(Trondhjem), an. der mündung des 
flusses Nitf. 

9. 10. Brandr enn orviy „B. der 
freigebige". B. war der söhn des 
c. 3, 7 genannten, von Björn austroeni 
abstammenden Vermundr t>orgrims- 
son. Von ihm handelt ein ßättr 
in der Morkinskinna (s. 69fg.); vgl. 
auch Finnboga saga s. XXXVII. 

10. 11. HallfretSr vandratiaskdld, 
berühmter dichter, von dem eine 
eigene saga handelt Vgl. Snorra 
Edda III, 472—98. üeber seinen bei- 
namen (der dichter, der Schwierig- 
keiten macht) St unten zu c. 40, 77. 



13. Fellshverfi, alle handschriften 
haben FljötshUb'', wegen der läge 
des hofes Breitfä, wonach der sonst 
unbekannte Breitidr-Skeggi benannt 
ward, ist jedoch die änderung not- 
wendig. FJjötshliti ist ein bezirk 
im südlichen Island; der bezirk 
Fellshverfi aber liegt im südöstlichen, 
und hier hat auch, wie man weiss, 
ein später von gletschern zerstörter 
hof BreitSd ehemals bestanden. 

14. farbann^ „verbot gegen die 
abreise". 

14. 15. farbann — hau^j der ab- 
schnitt über die Zurückhaltung der 
nach Norwegen gekommenen Is- 
länder wegen ihrer Weigerung das 
Christentum anzunehmen findet sich 
nicht nur in der grossen Olafs saga 
Tryggvasonar (Fomm. sog., Flat- 
eyjarbök) wieder, sondern kommt 
auch in der Öläfs saga des Oddr, 
in der Kristni saga und der Heims- 
kringla vor, doch so, dass das Ver- 
hältnis zur Laxdoela saga ein ziem- 
lich verwickeltes ist. Vgl. 0. Brenner, 
über die Kristni-saga (München 1 87S); 



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122 Wettschwimmen zwischen Kjartan and Öläfr Tryggvason. 

Ld. XL. 27. Äliir Islenzkir menn fagna vel Kjartani, en p6 Brandr 
bezt, pYi at peir väru mj^k kunnir äör. B4ru nü Islendingar 
saman räS sin, ok kom }^at äsamt meÖ pe\m at nita siS ^eim, 
er koDUDgr bau?5, ok hgf Sa ]7essir allir samband, j^eir sem fyrr 

5 Y&m nefndir. 28. Peir Kjartan logÖu nü skipinu viÖ bryggjur, 
ok rnddu skipit ok gt^fuSu fyrir fö sinn. 

Oläfr konungr var f boennm. Hann spyrr skipkvämn 
]7cssa ok ]?at meS, at par mnnu )7eir menn margir & skipi, er 
mikilba3fir em. 

10 39. Dat var am hanstit einn goSan veSrdag, at menn 

forn 6y boenam til sands & äna Ni8. Deir Kjartan sj4 j^etta. 
Da maelti Kjartan til sinna fölaga, at ]>eiT manda fara til 
gundsins at skemta s^r am daginn. Peir gera svd. 30. Einn 
maör l^k j^ar mikla bezt. 

15 Pä spyrr Kjartan BoUa, ef hann vili freista gunds viÖ 

boBJarmanninn. 

BoUi gvarar: „ekki aetla ek }7at mitt foeri/ 

31. »Eigi veit ek, hvar kapp )?itt er nü komit,* segir 
Kjartan, ,ok skal ek p& til." 

20 BoUi svarar: „l^at mdtta gera, ef pir Ifkar." 

32. Kjartan fleygir s^r nü üt & ä^na ok at ^essum mannt, 
er bezt er sundfoerr, ok foerir niör )?egar ok heldr niöri um 
hriÖ; lajtr Kjartan J^enna upp. 33. Ok er f>eir hafa eigi lengi 
nppi verit, J?ä, )?rffr sä maÖr til Kjartans ok keyrir hann niÖr, 

25 ok ern niöri ekki skemr, en Kjartani l^ötti höf at; koma enn 
npp. Engl h9f8az )?eir orÖ viÖ. 34. Et )?riÖja sinn fara )?eir 
niör, ok eru }?eir ]?& miklu lengst niÖri; )?ykkiz Kjartan nö 
eigi skilja, hversa sjä leikr man fara, ok {^ykkiz Kjartan aldri 
komit hafa i jafnrakkan staÖ fyrr. 35. Dar kemr at lykt5um, 

30 at peiv koma app ok leggjaz til lands. 



G. Morgenstern, Oddr Fagrskinna 11. Nitf, vgl. c. 40, 24. 

Snorre (Leipzig 1890) und besonders 14. lek^ , schwamm", 

den aufsatz von Björn Magnussen 19. til, seil, vera, „bereit sein". 

Olsen: „Om Are frode" (Aarböger 23. penna, seil. mann. 

fornord.OldkyndighedogHist. 1893) 26. Engi — vit5, , keine werte 

namentl. s. 297, 325 ff., 335 ff., wo wechselten sie mit einander", 

diese Irage gründlich erörtert ist. 29. i jafnrakkan statu, ,in eine so 

6. stofutiu fyrir fe sinu, , trafen kühne läge*, d.h. in eine läge die 

bestimmnngen über ihr gut". so viel kühnheit forderte". 



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Ejartan und Ölafr, Tryggvason. 123 

t>ä mselti bcejarmaÖrinn: „hverr er pem maör?" Ld. XL, 

Kjaiian sagSi Dafn sitt. 

36. BoejarmaÖr mselti: „}?ü ert sundfoerr vel, eöa ertu at 
görum iprottam jafnvel biUnn sem at )?e8si?^ 

Kjartan svarar ok heldr seint: ^.^^at var orÖ ä, p& ex ck b 
var ä islandi, at pax foeri aörar eptir, en nü er lltils um 
l^essa vert," 

37. BoejarmaÖr maelti: „}?at skiptir nokkuru, viÖ hvern pd 
hefir dtt, eöa hvi spyrr J?ü mik engis?* 

Kjartan maßlti: „ekki hiröi ek nm nafn J^itt." io 

38. BoejarmaÖr segir: „baeöi er, at pti ert gerviligr maör, 
enda Isetr pd allstorliga; en eigi pvi siör skaltu vita nafn mitt, 
eöa viÖ hvern )?ü hefir sundit }?reytt; hör er Oläfr konungr 
TryggvaBon." 

39. Kjartan svarar engu ok snyr pegax i brott skikkju- 15 
lauss; hann var i skarlatskyrtli raaöum. Konungr var p& 
mJ9k klaßddr; hann kallar ä Kjartan ok baÖ hann eigi svä 
skjött fara. 40. Kjartan vfkr aptr ok heldr seint. Dd tekr 
konungr af heröum sör skikkju goöa ok gaf Kjartani, kvaÖ 
hann eigi skikkjnlausan skyldu ganga til sinna manna. 41. 20 
Kjartan )>akkar konungi gjgfina ok gengr til sinna manna ok 
s^nir ]7eim skikkjuna, Ekki 16tu bans menn vel yfir )7essu; 
}7Öttu Kjartan mjgk hafa gengit & konungs vald; ok er 
nü kyrt. 

42. VeÖrdttu gerÖi haröa um haustit; väru frost mikil ok 25 
kuldar. HeiÖnir menn segja )?at eigi undarligt, at veörätta 
16ti illa, — rgeldr at nybreytni konungs ok }?es8a ens n^ja 
siöar, er goöin hafa reiöz." 

43. islendingar väru allir saman um vetrinn i bobnum; 
var Kjartan mjgk fyrir )?eim. VeÖrätta batnar, ok komu menn 30 



5. pat var orti a, „man sagte**; 17. tnjpk, , beinahe**. 

constr. pat ortf var d. 23. gengit d konungs valdy „sich in 

6. at — eptir y „dass noch andere die macht des königs gegeben**, 
(nämlich ipröttir) sich nach diesen 25. 26. frost . . . ok kuldar ^ plur., 
richteten" (d. h. dass ich in anderen um die längere dauer der kalten 
künsten ebenso tüchtig wäre). Witterung anzudeuten. 

6. 7. er — vert, „hat diese wenig 27. geldr at (unpers.) nybreytni 

bedentung*, hat diese sich schlecht (gen) konungs, „man biisst für die 

bewährt. neue erfindung des königs**. 



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124 Kjftrtan und BoUi 

Ld. XL. fjglmeot pä til boejarins at or^sendiog Olafs konuDgs. 44. Margir 
mcnn h9f8a vi5 kristni tekit i Drändheimi, en hinir vdru pö 
mikln fleiri, er i möti väru. Einn hvern dag ätti konnogr 
l^ing f bcenam üt & eyrnm ok talaSi trü fyrir mgonnm, langt 
5 erendi ok snjalt. Prcendir hgf 8a her manns ok ba8a konuDgi 
bardaga i möt. 45. Konnogr kvaQ p& vita skyldn, at bann 
}?öttiz ätt hafa viÖ meira ofrefli en berjaz J?ar viÖ )?orpara f 
Prdndheimi. Skant pä bondnm skelk i bringu ok logön allt 
& konnngs vald, ok var mart fölk p& skfrt. En sföan vsly 
10 slitit t^inginn. 

46. Petta sama kveld sendir konnngr menn til herbergis 

Islendinga ok baÜ pä verSa vfsa, hvat |>eir talaSi. Peir gera 

Byk. Var ^^ar inn at heyra glaamr mikill. 47. Pä t6k Kjartan 

til orSa ok mselti til Bolla: „hversa füss erta, frsendi, at taka 

15 viÖ trii )?eiri, er konnngr b^Ör?" 

«Ekki em ek pe&B föss,'' svarar BoUi, ^ip^l at m6r Uz siSr 
)?eira veykligr mjok.* 

48. Kjartan spyrr: „}?ötti yCr konnngrinn f engum hotum 
hafa vis J?ä, er eigi vildn nndir ganga bans vilja?" 

20 BoUi svarar: „at visu pöiti oss konnngr ganga ör skngga 
nra }?at, at ]7eir mnndn miklnm afarkostnm moeta af honnm/ 

49. »Engis manns nauöungarmaör vil ek vera,* segir 
Kjartan, ,,me8an ek m& upp standa ok vapnnm valda; )>ykki 
m6r }?at ok UtUmannUgt at vera tekinn sem lamb ur stekk 

25 e8a melrakki 6r gildrn; ^ykki m^r binn kostr miklu betri, ef 
niaör skal pö deyja, at vinna ]?at nokknt dSr, er lengi s6 uppi 
baft slöan.* 

50. BoUi spyrr: „bvat viltu gera?" 

„Ekki mun ek pwl leyna," segir Kjartan. „brenna kon- 
30 unginn inni." 

51. „Ekki kaUa ek petia. Utilmannligt,'' segir BoUi, „en 
eigi mun j^etta framgengt veröa, at pvl er ek hygg; mun 

4. üt d eyruMf eyrar bezeichnet y^vad. durch drohungen einzuschUch- 
h er die seeküste an der Westseite des tem suchen**, vgl. Fritzner, 1,683«. 
flusses Nitfj wo die thingstelle war. 24. ör stekk, „aus dem pferch". 

5. Proßndir, die bewohner der 26. 27. uppi haft, „erwähnt", 
landschaft PrdndJieimr, 32. framgengt ver^a, „ausgeführt 

18. 19. i hötum hafa vitf ehn, werden können", 



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Oläfr Tryggvason bereitet die bekehrung Kjartans vor. 125 

konungr vera giptudrjügr ok hamingjumikill; bann hefir ok Ld. XL. 
9rugg varöhgld dag ok nött." 

52. Kjartan kva8 ärseöit flestum bila, }?6tt allgoÖir karl- 
menn vaeri. BoUi kvaÖ pst vant at sjä, hverjum hugar }?yrfti 
at fr^ja; en margir tokn nndir, at peüa, vseri {^arfleysatal. Ok 5 
er konungsmenn h9fSu }?e88a varir oröit, pd foru J?eir 1 brott 
ok segja konungi ]?etta tal allt. 

63. Um morgininn eptir vill konungr }?ing hafa; er nü til 
stefnt gllum fslenzkam mQnnnm. Ok er )>ingit var sett, p& 
stoS konungr upp ok ^akkaöi m9nnum ]?angatkyämu, l^eim er 10 
bans vinir vildu vera ok viÖ trü hofÖu tekit. 54. Hann beimti 
til tals viÖ sik Islendinga. Konungr spyrr, ef )?eir vildi sklrn 
taka. Peir rcema )?at litt. Konungr segir, at ]:^eir mundi psnin 
kost velja s6r til handa, er J?eim gegndi verr, — ,e8a hverjum 
yörnm pötü ]?at räSligast at brenna mik inni?^^ 15 

55. Dd svarar Kjartan: „]?at munu p6v setla, at sä muni 
eigi einurS til hafa viS at ganga, er l^at hefir mselt, en h6r 
mdttu )>ann sjä.'^ 

56. ,Sjd mä ek J?ik,* segir konungr, „ok eigi smäräöan; 
en eigi mun p6r }?ess auöit verÖa at standa yfir hofuösv^röum 20 
mfnum, ok oerna hefir pti sok til }?ess, t^öttu heitaöiz eigi viS 
fleiri konunga inni at brenna, fyrir pk sok er )?6r vaeri et betra 
kent; 57. en fyrir }?at er ek vissa eigi, hvärt hugr fylgÖi mdli 
l^inu, en drengiliga viÖ gengit, pä skal ]?ik eigi af Iffi taka 
fyrir J?essa S9k; kann ok vera, at )?ü haldir pyi betr trüna, 25 
sem pti msßlir meir i moti henni en aörir; kann ek ok t^at at 
skilja, at pBt mun 8kipsh9fnum skipta, at l^ann dag munu dö 
trü taka, er pA laetr onauöigr skiraz, 58. }?ykki m6r ok & pvi 
likendi, at fraendr yörir ok vinir muni mjgk & J?at hlyöa, hvat 

3. kvatS^biUif „sagte, dass der setzte noch andere könige deswegen 
mut (gelegentlich) die meisten ver- zu bedrohen, weil man dich das 
lasse " . bessere (den rechten glauben) lehrt" . 

4. vantf von vandrj ^schwierig*. 23. 24. hvdrt—pinUf „ob du im 
10. pangatkvdmuj „erscheinen". ernst sprachst". 

19. RmdrdZan, „auf kleinigkeiten 24. en drengiliga viti gengit (un- 

sinnend". pers.), ,du aber wie ein mann be- 

21—2.3. cema — kentf der sinn ist: kannt hast", 

„du hättest es wol verdient, dass ich 27. pat — sUj^ta, ,es wird (ganze) 

(durch hinrichtnng) dich ausser stand schififsbemannungen betragen*". 



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126 Kjartan und Öläfr Tryggvason. 

Ld. XL. Hr taliÖ fyrir )?eim, er p6r komifi üt til Islands; er J?at ok 
Dißr mfnu hugbo8i, at |?Ä, Kjartan, hafir betra siÖ, er )?ü siglir 
af Noregi, en pk er pti komt hegat. 69. FariÖ nü 1 friöi ok 
f griöum, hvert er p^r viliö af }?essum fundi; skal eigi pynda 
5 yÖr til kristni at sinni, )?vl at guÖ maelir svä, at bann vill, at 
engl komi nanSigr til hans.^ 

60. Var goör r6mr ggrr at m&li konungs ok p6 mest af 
kristnum mQnnum; en heiSnir menn mä,ta viS Kjartan, at bann 
skyldi svara, sem bann vildi. 

10 61. l>& maelti Kjartan: „J?akka viljum v^r yÖr, konnngr, 

er J?6r gefiÖ oss g6Öan friö, ok J?anneg mättu oss mest teygja 
at taka viÖ trünni at gefa oss npp st6rsakir, en maßlir til alls 
1 bllöu, par sem p€r bafiÖ )?ann dag allt räÖ värt i bendi, er 
P6y viliö, ok psit setla ek m^r at taka p\i at eins viS trü i 

15 Noregi, at ek meta lltils Dor enn naesta vetr, er ek kern til 
Islands." 

62. Dd segir konungr ok brosti at: ,}?at s6r d yfirbragöi 
Kjartans, at bann )?ykkiz eiga meira traust undir afli sinn ok 
vdpnum, beldr en }?ar sem er Dorr ok OÖinn.* 

20 SfSan var slitit {^ingina. 

63. Margir menn eggjuön konnng, er stand var 1 milli, 
at nauöga pe\m Kjartani til trüarinnar, ok J?6tti öräCligt at 
bafa svä marga beiSna menn naer s^r. 64. Konungr svarar 
reiSuliga, kvaz psii byggja, at margir mundi J?eir kristnir, er 

25 eigi mundu l^eir jafnbättagööir sem Kjartan eöa sveit bans, — 
„ok skal sllkra manna lengi blSa/ 

66. Konungr Isetr mart nytsamligt vinna pamn vetr, laetr 
bann kirkju gera ok auka mJ9k kaupstaÖinn. Sü kirkja var 
g9r at jolum. 66. t>ä maelti Kjartan, at }?eir mundi ganga 

30 sva nser kirkju, at )?eir maetti sjä atferöi siöar )?ess, er kristnir 
menn boföu. Toku margir undir ok sggöu j^at vera mundu 
mikla skemtan. 67. Gengr Kjartan nü meÖ sina sveit ok 
BoUi; p2iY er ok HallfreÖr i for ok mart manna af Islendingum. 

4. pynda, „zwingen". 12. en moslir til, dass du ver- 

5. 6. hann — hans, diese äusserung langest; wahrsch. — mit anakoluthie 
stimmt nicht gut zu der gewalt- — praes. indic. 

samen art, mit der könig Öläfr 21. er stund var i milli, „als 
bei der bekehrung zu werke gieng. einige zeit verflossen war". 
8. mätu vitf, „überliessen*. 30. atfertfi (neutr.) == atferd. 



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Bekehrung Ejartans und Bollis. 127 

Konungr talaöi trii fyrir moDDum, bsßöi langt erendi ok snjallt, Ld. XL, 
ok gerön kristnir menn goSan r6m at haos mdli. 68. En er 
}?eir Kjartan väru gengnir f herbergi sfn, tekz umrceÖa mikil, 
hverneg )>eim hefSi k litiz konnnginn nü, er kristnir menn 
kalla nsßst enni mestu hdtlÖ, — 69. ,J?vl at konungr gagöi, 5 
svä at vär mättam heyra, at sä hofSingi hafi 1 nott borinn 
verit, er v6r skulum nü & trüa, ef v6r gerum eptir }?vl, sem 
konungr b^8r oss." 

70. Kjartan segir: „svä leiz m^r vel & konung et fyrsta 
sinn, er ek sä bann, at ek fekk ]>at ^egar skilt, at bann var lo 
enn mesti ägsetismat^r, ok psi,i hefir baldiz jafuan sföan, er ek 
hefi bann & mannfandum sät; 71. en miklu bezt leiz m6r p6 
1 dag & bann, ok oll setla ek oss }?ar viS liggja vdr mälskipti, 
at v6r trüim J?ann vera sannan guÖ, sem konungr b^Ör, ok 
fyrir engan mun m& konungi nü tfSara til vera, at ek taka 15 
viÖ trünni, en m6r er at lata sklraz, ok )?at eina dvelr, er ek 
geng nü eigi )?egar ä konungs fund, er framoröit er dags, pvl 
at nü mun konungr yfir borSum vera, en sä dagr mun dveljaz, 
er v6r sveitungar lätum allir sklraz.* 

72. BoUi tok vel undir {^etta ok baÖ Kjartan einn räöa 20 
):>eira mäli. ViÖroeÖu )?eira Kjartans baföi konungr fyrri spurt, 
en boröin vaeri f brottu, )?vl at bann ätti trünaÖ 1 bvers peira 
berbergi enna beit^nu manna. 73. Konungrinn verSr allglaör 
vi5 t^etta ok maßlti: „sannat befir Kjartan oröskviöiun, at 
bätiöir eru til beilla beztar." 25 

Ok ]7egar um morgininn snimma, er konungr gekk til 
kirkju, moetti Kjartan bonum ä straetinu meÖ mikilli sveit 
manna. 74. Kjartan kvaddi konung meÖ mikilli blföu ok 

4. 5. nA — MtitSj Jetzt (d.h. an 18. dve/ja;?, „darauf gehen*, „völlig 

dem tage), den die Christen als in ansprach genommen werden*', 

ihren zweitgrössten feiertag an- 22. en hortiin vceri i brottu y die 

sehen". Der ausdruck ist sonder- tische wurden vor der mahlzeit 

bar; kann nosst enni mestu «bei- hereingetragen und nach derselben 

nahe den grössten" bedeuten? wieder entfernt. Vgl. Grundriss El 2, 

13. mdlskipti. „Interesse", „wohl- ** ^ * , *. ^ , *. 
-, , r 7 »» » n 22.trunati = tirünatiamiann, „einen 

zuverlässigen kundschafter". 

15. «Öara, , mehr angelegen". 25. hätitür — beztar, „festtage 

17. framortSit, „sp&t". sind die glücklichsten tage". 



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128 Kjartan und Bolli werdeD getauft. 

Ld. XL. kvaz eiga skyld erendi viS haoD. Konnogr tok vel kveSja 
XLI. hans ok kvaz hafa spurt af et lj6sasta um bans erendi, — 
,ok man pir )>etta mdl anSsott'' 

75. Kjartan baS p& ekki dvala vi8 at leita at vatninn, ok 
5 kvaS ^6 mikils mundn viÖ purtsL. Konungr svarar ok brosti viS: 
J4, Kjartan,^ segir bann, „eigi mundi okkr bör um baröfoeri 
skilja, ]7Ötta vserir n^kkurn kanpdyrri/ 

SlSan väru )>eir Kjartan ok Bolli skfrt^ir ok 9II skipsbofn 

^ peirtx ok QolSi annarra manna. Petta var annan dag j61a 

10 fyrir ti5ir. 76. SlSan bauS konungr Kjartani f j61aboS sitt 

ok QY& BoUa, frasnda bans. Pat er s^gn flestra manna, at 

Kjartan bafi ]?ann dag ggrz bandgenginn Oläfi konungi, er 

bann var foerör or bvltaväöum, ok }?eir Bolli b&Öir. 77. Hall- 

fre5r var eigi sklrSr ^ann dag, pvl at bann skil8i ^at til, at 

15 konungr sjdlfr skyldi balda bonum undir skfm; konungr lagöi 

]7at til annan dag eptir. Kjartan ok Bolli väru meö Oldfi 

konungi, }?at er eptir var vetrarins. 78. Konungr mat Kjartan 

um fram alla menn fyrir sakir sßttar sinnar ok atgervi, ok er 

]>at alsagt, at Kjartan vseri )?ar sva vinsaell, at bann ätti s&r 

20 engan Qfundarmann innan birSar; var ]7at ok allra manna mdl, 

at engi befSi sllkr maSr komit af Islandi sem Kjartan. 79. 

Bolli var ok enn vaskasti maSr ok metinn vel af goÖum 

monnum. LlÖr nü vetr sjd. Ok er värar, büaz menn ferÖa 

sinna, svd bverr sem aetlaCi. 



Kjartan wird in Norwegen zurückgehalten. Die misslungene isländische 
mission I>angbrands. Bolli begleitet die missionäre Gizorr und Hjalti nach 

Island. 

25 XLI^ 1. Kälfr Asgeirsson gengr til fundar vit$ Kjartan 

ok spyrr, bvat bann aetlaSi räSa sinna um sumarit. 2. Kjartan 

4. dvala viö", „säumen*. ihm zu übernehmen". Weil er dem 

5. mikils, „viel (wasser)*. könige diese und noch andere be- 

6. 7. dgi-^skUja, .nicht würde dingiingen stellte bevor er dessen 
halsstarrigkeit uns hier uneinig gefolgsmann werden wollte, bekam 
machen" ®^» ^*® Heimsknngla erzahlt, 

/.,*.. . . .., ^ ^ , , von diesem den beinamen vand- 

14. sktm pat ttl, «bedang sich ^fß^oakdld. 

^*® *"®*- 15. 16. lag^i pat til, „gestand 

15. halda—skim, ,patens teile bei dies zu". 



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KJartan bleibt in Norwegen zurUck. 129 

svarar: „]>at setlaöa ek heizt, at vit mnndim halda skipi okkraLd.XLI« 
til Englands, ^vl at J^angat er nü g68 kaupstefna kristnam 
monnam; en p6 vil ek finna konung, ä8r en ek räSa J^etta til 
staSar, p\l at hann tok litt d am ferS mlna, p& er okkr varÖ 
um roett & väri." 5 

3. SfSan gekk Kälfv k brott, en Kjartan til mäls viö 
konnng ok fagnar bonum vel. Konungr tok bonnm meÖ bliba 
ok spuröi, bvat f tali beföi verit meÖ J>eim f^logum. 4. Kjartan 
segir, bvat ^^eir befSi heizt setlat, en kvat$ ]f6 }?at sitt erendi 
til konangs, at biöja s^r orlofs um sfna ferS. 10 

5. Konungr svarar: „)?ann kost mun ek \>&r gera & }?vl, 
Kjartan, at pti farir til Islands üt f sumar ok brjotir menn til 
kristni }>ar annatbvärt meÖ styrk eöa rä8um; en ef I?6r }?ykkir 
sü fgr torsöttlig, pä vil ek fyrir engan mun lata bendr af }?6r, 
pyi at ek viröi, at p6r s6 betr bent at }?j6na tfgnum mgnnura 15 
beldr en geraz b^r at kaupmanni.^ 

6. Kjartan kaus beldr at vera meÖ konungi en fara til 
Islands ok boSa }?eim trdna, kvaz eigi deila vilja ofrkappi viÖ 
fraendr slna, — ,er J?at ok llkara um fg?5ur minn ok aÖra 
bgfCingja, p& sem fraendr mlnir eru nänir, at {^eir b& eigi at 20 
strangari 1 at gera pmn vilja, at ek sjd 1 yöru valdi i gööum 
kostum." 

7. Konungr segir: , )?etta er baßöi korit byggiliga ok 
mikilmannliga.* 

Konungr gaf Kjartani 9II klaßSi n^skorin af skarlati; 25 
somöu bonum )?au, }?vl at )?at sogSu menn, at }?eir bafi jafn- 
miklir menn verit, ]f& er J?eir gengu undir mal, Oläfr konungr 
ok Kjartan. 

Cap. XLI. 3.4. dtfr—statiarf „ehe ek, , nicht deswegen hartnäckiger 
ich hierüber eine endgiltige ent- . . . dass ich", d. h. weniger ab- 
scheidung treffe". geneigt . . . wenn ich. 

4. tök litt äf „äusserte damit seine 25. pll klcetii , „einen ganzen an- 

Unzufriedenheit''. zug". 

11. a pvi, »hierfür", d.h. für die 2«. «pmöw, »passten". 
reiseerlaubnis. 27. 28. Öläfr konungr ok Kjartan. 

13. me^f—rätiumf „mit gewalt flier schliesst vorläufig der par- 
oder durch klugheit". allele text der grossen Ölafssaga 

14. Idta—p^f „dich fahren lasson^i (Fornm. sog. II, 79; Flateyjarbök I, 
20. 21. eigi at strangari . , , at 339—40). 

Sftgftbibl. IV. 9 



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130 



Die misfiion hangbrands. 



Ld. XLI. 8. Öläfr konungr sendi til Islands hiröprest sidd, er Dang- 
brandr h6t. Hann kom skipi sfna 1 AlptafjyrÖ ok var meÖ 
SlÖn-Halli um vetrinn, at Dvättd, ok boöaöi monnum trü bjeÖi 
meÖ bMÖum orÖum ok h9r8um refsiDgum. DaogbraDdr vd tvä 
5 menn, pk er mest maeltu i möti. 9. Hallr tök trii um v&rit 
ok var skfrSr ]7vättdagion fyrir päska ok gll hjon bans; ok 
p& 16t Gizorr hvfti skiraz ok Hjalti Skeggjason ok margir 
aörir hgföingjar; en p6 vdru }?eir miklu fleiri, er i möti maeltu, 
ok gerSiz pk trautt obsett me5 heiSnum mQunum ok kristnum; 

10 geröu h^fÖingjar rdÖ sitt, at }?eir mundu drepa Pangbrand ok 
p& menn, er honum vildu veita forstoÖ. 10. Fyrir }?essum 
ofriSi stokk Dangbrandr til Noregs ok kom k fand Olafs kon- 
nngs ok sagSi honum, hvat til tiCenda baf5i borit i sinni ferS, 
ok kvaz paA hyggja, at eigi mundi kristni viS gangaz & Is- 

15 landi. 11. Eonungr verSr )>essu reiSr mjok ok kvaz psiX setla, 
at margir Islendingar mundu kenna & sfnum hlut, nema ]>eir 
rifti själfir k vit sin. 12. Dat sama sumar varö Hjalti Skeggja- 
son sekr & t^ingi um goögd. Riinölfr Ulfsson sötti hann, er 
bjö i Dal undir EyjafjoUum, enn mesti h9f8ingi. 

20 13. Dat sumar for Gizorr utan ok Hjalti meÖ honum; 



1. 2. Pangbrandr, deutsch „Dank- 
brand". Vgl. über ihn: K.Maurer, 
Bekehrung I, 382 flf. 

2. Älptafjprdvj bucht im süd- 
östlichen Island. 

3. Si&u-Hallij der auf dem hofe 
Pvdttd in Älptafjprtfr wohnende 
häuptling Hallr wurde S.-H. ge- 
nannt, nach der landschaft Siti'a, zu 
der wahrscheinlich auch sein bezirk 
gerechnet wurde; der an seinem 
hofe vorbeifliessende fluss (a) soll 
wegen der hier stattgefundenen 
taufe ßvdttäj d.h. „waschfluss", ge- 
nannt worden sein. Vgl. Kristni- 
saga c. 7 (Bisk. sögur I, 12). Be- 
sonders häufig wird SiSu- Hallr in 
der NjÄls saga erwähnt. 

7. Gizorr hviti und Hjalti Skeggja- 
son waren bekannte häuptlinge im 
südlichen Island; G. (Teitsson) war 



vater des hleifr^ des ersten bischofs 
von Island. Ueber die mission 6.s 
und H.s, die die annähme des 
Christentums als der landesreligion 
in Island durchführten, berichtet 
ausführlich die Kristni saga. Auch 
in der Njäls saga werden sie häufig 
erwähnt. 

11. forstoti, „hilfe". 

16. mundu — hlut, „würden es 
empfinden''. 

16. 17. nema—sinj »falls sie nicht 
zur besinnung kämen*; ritfa eht d, 
„etwas anwenden" (rib'a wörtlich 
„reiben") ; vit, .sinne*. So Fritzner. 

18. 19. Rünöl fr — undir Eyja- 
fjpllum, die E, sind ein gebirge im 
südlichen Island. Ueber den process 
wegen der gotteslästerung vergl. 
Kristni saga c. 9 ; übrigens ist R. be- 
sonders aus der Njäls saga bekannt. 



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Bolli reist nach Island ab. 131 

taka Nöreg ok fara J^egar ä fund Olafs konungs. KonangrLd.XLI. 
tekr pQ\m vel ok kvaC ]>& hafa vel or räöit ok bauö }?eim 
meft s^r at vcra, ok }?at J^iggja )?eir. 14. I>ä haföi Svertingr, 
son Rünolfs or Dal, verit 1 Nöregi um vetrinn ok setlaSi til 
Islands um sumarit; flaut p& skip hans fyrir bryggjnm albüit, 5 
ok beiß byrjar. Konungr bannaöi honum brottferÖ, kvaÖ eogi 
skip skyldu ganga til Islands ]:>at snmar. 15« Svertingr gekk 
d konungs fund ok flutti mal sitt, baÖ s6r orlofs ok kvaÖ sir 
miklu mäli skipta, at )>eir bseri eigi farminn af skipinu. Kon- 
ungr maelti ok var J?& reiÖr: ,vel er, at )?ar &6 son blötmanns- 10 
ins, er honum pykkir verra,* — ok for Svertingr hvergi. 
Var )?ann vetr allt tlöendalaust. 

16. Um sumarit eptir sendi konungr p& Gizor hvlta ok 
Hjalta Skeggjason til Islands at boSa ti*ü enn af n^ju, en bann 
t6k Q6ra menn at gfslum eptir, Kjartan Oläfsson, Halldör, son 15 
GuÖmundar ens rika, ok Kolbein, son PörÖar FreysgoÖa, ok 
Sverting, son Rünolfs ör Dal. 17. Da raez ok Bolli til farar 
meS }?eim Gizori ok Hjalta. Sföan gengr bann at hitta Kjartan 
frsenda sinn ok maelti: 

18. «nü em ek büinn til ferSar, ok munda ek bföa l^ln 20 
enn na3Sta vetr, ef at sumri vaeri lausligra um l^fna ferS en 
nü; en v6r J^ykkjumz hitt skilja, at konungr vill fyrir engan 
mun ]nk lausan Uta, en hofum }?at fyrir satt, at }?ü munir fätt 
)?at, er k Islandi er til skemtanar, p& er J?ü sitr ä tali viÖ 
Ingibjorgu konungssystur.* ^ 25 

19. Hon var ]f& meß hirÖ Olafs konungs ok J>eira kvenna 
frlöust, er ]>& vkra l landi. 

Kjartan svarar: „haf ekki slfkt viS, en bera skaltu fraendum 
värum kveSju mlna ok svä vinum.* 

Xh.fjöra — ^i«2um, es scheint, dass des gottes Freyr), Svertingr dem 

der könig aus jedem landesviertel sUdviertel. 

eine geisel gewählt habe: Kjartan ^1. lausligra, „loser«, d.h. weniger 

repräsentiert das westviertel, HaU' gchwieriff 
dörr Grut!inund88on war der söhn 

eines der mächtigsten häuptlinge im 23. pik lausan Uta, „dich los- 
nordviertel (im Eyjafjgr^r, vgl. lassen«, dich reisen lassen, 
oben zu c. 40, 2), Pördr, der 25. Ingibjprg, vgl. die einleitung 
vater des Kolheinn , gehörte dem § 3 ; at pu munir fdtt pat usw., d. h. 
ostviertel an (derbeiname^rei/s^o&i dass du GuÖrün über IngibJ9rg ver- 
bezeichnet ihn als eifrigen Verehrer gessen hast. 

9* 



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132 BekehriiDg Islands. 

XTff ^^® bekehmng Islands. Bolli versucht GuÖn'm zu gewinnen. 

XLII, 1. Eptir )?at skiljaz }?eir Kjartan ok Bolli. Gizorr 
ok Hjalti sigla af Nöregi ok veröa vel reiöfara; koraa at 
J>ingi i Vestmannaeyjar ok fara til meginlands; eigu )?ar stefnur 
ok tal viÖ frsendr sina. 2. SfÖan fara J?eir til al)?ingi8 ok 
5 tolöu trii fyrir m9nnum, baeöi langt ereodi ok sojallt; ok toku 
p& allir menn trü & Islandi. Bolli reift i HjarÖarholt af )?ingi 
meß Oläfi fraenda sinum; tok hann vi8 honum meß mikilli 
bllöu. 3. Bolli reiß til Lauga at skemta sör, ])A er hann hafßi 
Utla hriÖ verit heima; var honum )?ar vel fagnat. GuÖrün 
10 spurßi vandliga um feröir bans, en p\i nsest at Kjartani. 

4. Bolli leysti ofl^ttliga 6r p\i ollu, er GuÖrün BpurÖi, kvaÖ 
allt tlöendalauöt um ferÖir sfnar, — ,en pat er kemr til 
Kjartans, pk er )?at meß miklum ägsetum at segja satt M 
bans kosti, pyi at bann er i birß Olafs konungs ok metinn 
15 pSiT um fram bvern mann; en ekki kemr m6r at 6v9rum, )?6 
at bans hafi b6r i landi lltlar nytjar ena naestu vetr.* 

6. Gußrün spyrr pk, bvärt nokkut beldi til }?ess annat en 
vinätta {^eira konungs. 

Bolli segir, hvert orßtak manna var k um vindttu }?eira 
20 Kjartans ok Ingibjargar konungssystur ok kvaß )?at najr sinni 
aßtlan, at konungr mundi heldr gipta bonura Ingibjorgu en 
lata bann lausan, ef fvf vaeri at skipta. 

6. Gußiün kvaß )?at goß tfdendi, — «en ]>Yi at eins er 
Kjartani fuUboßit, ef bann fjer goßa konu," ok 16t pk )?egar 

25 falla nißr talit, gekk k brott ok var allrauß. 

En aßrir grunußu, bvä,rt henni pcetti )?essi tlßendi svä, 
goß, sem hon 16t vel yfir. 

7. Bolli er heima 1 Hjarßarholti um sumarit ok bafßi 
mikinn soma fengit i ferß }?e8si; potii oUum frsendum bans 

s. 131, 28. haf—vidj „brauche 11. ofUttliga, „bereitwillig*, 

nicht derartiges*, d.h.sprich nicht so. 12. 13. kemr til Kjartans, „K. 

Cap. XLII. 2. 3. at pingi, ,um angeht*, 

die zeit des allthings". 13. 14. pd er pat—kosti, ,da 

3. Vestmannaeyjar, eine insel- sind es sehr rühmliche dinge, die 

gruppe an der Südseite Islands; der Wahrheit gemäss von seiner 

hier findet sich ein hafen, während Stellung berichtet werden können'', 

sonst beinahe die ganze 6 üdküste für 16. at hans hafi, „dass man von 

grössere schiffe unzugänglich ist. ihm haben werde''. 



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Bolli und GuÖrün. 138 

ok kunningjum mikils um vert hans vaskleik. Bolli bafÖi ok Ld. 
mikit fö At haft. Hann kom opt til Lauga ok var k tali viÖ XLII. 
GuÖrünu. 8. Eitt sinn gpnröi Bolli Gu8rünu, liversu hon mundi ^I^m* 
svara, ef hann bsBÖi hennar. 

Pd segir 6u8rün skjött: «ekki }?arftu sllkt at roeöa, Bolli; 5 
engum manni mun ek giptaz, meSan ek spyr Rjartan ä Iffi.^ 

9. Bolli svarar: ,}?at hyggjnm v6r, at pti veröir at sitja 
nokkura vetr mannlans, ef pd skalt bföa Kjartans; mnndi 
hann ok kost hafa ätt at bj68a m^r pM um n^kknt erendi, 
ef honnm t^oetti psit allmikln mäli skipta/^ 10 

Skiptuz )?au nokkuruna oröum viÖ, ok )>ötti sinn veg hväru. 
Sffian riÖr Bolli heim. 



GutSrün^ dritte ehe (mit Bolli I>orleiks8on). Ejartan wird vod kl5nig 
Öläfr entlassen. 

XLIU, 1. Nokkurn slöar roeöir Bolli viÖ ÖUf fraeada 
sinn ok mselti: y,k p& leiS er, fr$endi, komit, at m^r vseri k 
pvl hagr at staöfesta r4S mitt ok kvängaz; }^ykkjumz ek nü 15 
yera fallkominn at l^roska; vilda ek til hafa pesBB. mäls l^itt 
oröa fuUting ok framkvsemÖ, pwi at }?eir eru h6r flestir menn, 
at mikils manu virCa )>ln orS.'^ 

2. Oldfr svarar: ,,)?8er eru flestar konur, at v6r munum 
kalla, at t^eim s6 fnllboSit, pSLY er pti ert; muntu ok eigi hafa 20 
l?etta fyrr upp kveöit, en pti munt hafa statt fyrir p6r, hvar 
niSr skal koma." 

3. Bolli segir: ,,ekki mun ek m6r ör sveit k brott bi5ja 
konu, meöan svä ndlsegir eru goöir räöakostir; ek vil biöja 
GuÖrdnar Osvffrsdottur; hon er nü fraßgst kvenna." 25 

4. Oldfr svarar: „pRY er ]?at mal, at ek vil engan hlut at 
eiga; er l^^r, Bolli, }?at f engan staÖ 6kunnara en m6r, hvert 
orötak k var um kaßrleika meÖ )?eim Kjartani ok GuÖrünu; 
5. en ef H^ l^ykkir )?etta allmiklu mäli skipta, p& mun ek 
leggja engan meinleika til, ef )?etta semz meS yör Osvlfri. 30 
E5a hefir pti J?etta mal nokkut roett viÖ GuÖrünu?* 

Cap. XLIII. 16. 17. pUt — fram- 23. ör sveit d brott , „ausserhalb 

kvcemdj , deine hilfe in wort und tat*^ des bezirkes". 

21. statt j .beschlossen"; von 26. 27. at eiga\ at adv. 

stetija. 30. meinleika, ,hinderung". 



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134 Bolli heiratet Guörün. 

Ld, 6. Bolli kvaz hafa & vikit um sinns sakir ok kvaft hana 

XLIII. hafa ekki mJ9k & tekit, — „vsßnti ek }>ö, at Osvifr muni mestu 
um rafta }?etta mal." 

Oläfr kva5 bauu meS mundu fara, 8em honnm IfkaSi. 
5 7. Eigi mikln sföar rl8r Bolli heiman ok meÖ honnm gynir 

014fs, Halldörr ok Stein)?6rr; vdru peir tolf saman. Deir riÖa til 
Lauga. Osvifr fagnar )?eim vel ok synir haus. 8, Bolli kvaddi 
Osvifr til mdls vi?5 sik ok hefr upp bonorÖ sitt ok baÖ GuÖ- 
rünar dottur hans. En Osvifr svarar & ]>& leiÖ: ,sva er, sem 
10 pti veizt, Bolli, at GuÖrün er ekkja, ok & hon själf sv9r fyrir 
s6r, en fysa mun ek J^essa.* 

9. Gengr nii Osvifr til fundar viÖ GuÖrünu ok segir henni, 
at l?ar er kominn Bolli Porleiksson — „ok biör )?fn; dttu nü 
svgr )?es8a mäls; mun ek h6r um skjott birta minn vilja, at 

15 BoUa mun eigi frä, hnekt, ef ek skal räöa.* 

10. GuÖriin svarar: „skjötlitit gerir pii |;etta mdl, ok roeddi 
Bolli eitt sinn pettSL mal fyrir m6r, ok veik ek heldr af, ok 
}?at sama er m6r enn i hug." 

11. Pä segir Osvifr: j,pk munu margir menn msela, at 
20 J^etta s6 meir af ofsa mselt en mikilli fyrirbyggju, ef pt neitar 

slikum manni. sem Bolli er. En meSan ek em uppi, ]>& skal 
ek hafa forsjd fyrir yör, bgrnum mfnum, um p& bluti, er ek 
kann gorr at sjä en )?6r." 

12. Ok er Osvifr tök }?etta mdl svä pvert, p& fyrirtök 
25 GuÖrün^ eigi fyrir slna hond ok var ]>6 en tregasta i yllu. 

Synir Osvlfrs fysa }?essa mjgk; }?ykkir s6r mikil sloegja til 
msegöa viÖ BoUa. 13. Ok hvärt sem at )?essum mälum var 
setit lengr eöa skemr, )>ä r6z )?at af, at J?ar foru festar fram, 
ok kveöit k bruUaupsstefnu um vetrndttaskeiS. 14. SiÖan rlör 
30 Bolli heim 1 HjarÖarholt ok segir Öl&fi )?es8a r&Öastofnun. 
Hann Isetr s6r fdtt um finnaz. Er Bolli heima, pM til er bann 



1. hafa—sinm sakir , ,es gelegent- 16. skjötlitit, „schnell betrachtet" ; 

lieh zur spräche gebracht zu haben", sk. gerir pu petta mdlj „schnell 

4. likatSij diese haltung ÖUfs und bist du mit der prüfung dieser an- 
aller beteiligten wird erklärlicher, gelegenheit fertig". 
wenn man sich erinnert, wie wenig ^^ f^^^j^ ^^^ ^^^^ ^^. 
damals eine mit otficieller Verlobung 

nicht verbundene, gegenseitige nei- 26- slcßgja = slcßgr^ „vorteil"* 

gung respectiert wurde. 



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Ejartan wird von könig Öläfr entlasseD. 135 

skal boöit soekja. 15. Bolli ban?5 Ol&fi fraenda sinum, en Oläfr Ld. 
var )?e88 ekki flj6tr ok för }?ö at boen BoUa. Veizla var viröa- XLIII. 
lig at Laugum. Bolli var )?ar eptir um vetrinn. Ekki var 
mart i samforum J?eira BoUa af GuÖrünar hendi. 

16. En er samar kom, pä gengu skip landa 1 milli. Pä 5 
gpuröaz l^au tföendi til Noregs af Islandi, at j^at var alkristii 
VarÖ Oläfr konungr viö )?at allglaÖr ok gaf leyfi ollum til 
Islands J^eim monnum, er bann haföi i gislingum haft, ok fara 
hvert er )?eim HkaÖi. 17. Kjartan svarar — pyi at bann var 
fyrir f^eim monnum ollum, er i gfslingu hoföu verit baldnir — : lo 
„hafiS mikla p^kk, ok j^ann munum v^r af taka, at vitja Is- 
lands 1 sumar/ 

18. Dd segir Oläfr konungr: „eigi munum v^r }?essi orÖ 
aptr taka, Kjartan, en p6 mseltum v^r }?etta ekki sfSr til 
annarra manna en til )?ln, }?vf at vir viröum svä, Kjartan, at 15 
pti hafir bir setit meir f vingan en gislingu; 19. vilda ek, at 
)7Ü ffstiz eigi üt til Islands, p6 at )?ti eigir )?ar ggfga frsendr, 
]7vl at kost muntu eiga at taka ]?ann rät^akost i Nöregi, er 
engi mun sllkr & Islandi/' 

20. P& svarar Kjartan: „vdrr herra launi yör )?ann soma, 20 
er J?6r hafiÖ til min gort, slöan er ek kom & yövart vald, en 
^ess vsenti ek, at p&r muni8 eigi sför gefa m6r orlof en t^eim 
oörum, er p^r bafiÖ h6v baldit um briÖ." 

Konungr kvaÖ sv4 vera skyldu, en segir sir torfengan 
slikan mann otlginn, sem Kjaii;an var. 25 

21. Pann vetr haföi K41fr Asgeirsson verit 1 Noregi ok 
bafSi äör um baustit komit vestan af Englandi meS skip 
}?eira Kjartans ok kaupeyri. Ok er Kjartan bafÖi fengit orlofit 
til IslandsferÖar, balda l^eir Kä,lfr & bünaöi sinum. 22. Ok er 
skipit var albüit, )>ä gengr Kjartan & fund Ingibjargar kon- 30 
ungssystur. Hon fagnaÖi bonum vel ok gefr rüm at sitja hjk 
sir, ok taka pau tal saman; segir Kjartan p& IngibJQrgu, at 
bann befir büit ferS slna til Islands. 

23. Da svarar bon: „meir aetlum v6r, Kjartan, at pA bafir 

5. 6. Pä spurtfuz, das nachfolgende, auszug der begebenheiten bis zu 
bis zum schluss des kapitels, hat der ermordung Kjartans folgt, 
in der grossen Olafs saga (Fomm. 11. pann^ ergänze kost. 
sog. II, 253; Flateyjarbök I, 453) 24. torfengan, „schwierig zu er- 
eine parallele, worauf ein kurzer langen*. 



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136 Abschied KJarlans von der prinzessin Ingibjorg. 

Ld, gort )>etta viÖ cinrseÖi )?itt, en menn liafi )?ik )>e88a eggjat at 
XLIII. fara f brott af Nöregi ok til Islands;* en fätt varft }?eiin at 
oröum )?a?5an f frd. 

24. i J?es8u bili tekr Ingibjorg til mJ98drekkii, er stendr 
5 hjä henni. Hon tekr j^ar 6r motr hvltan, guUofinn ok gefr 
Kjartani, ok kvaÖ GnÖrünu Osvffrsduttur belzti gott at vefja 
honum at hyfÖi s^r, — 25. „ok muntu benni gefa motrinn at 
bekkjargjof; vil ek, at }?aer Islendinga-konar sjäi pat, at 
sü kona er eigi praela settar, er J^ü befir tal ätt viS 1 
10 Noregi;* )?ar var guÖveflarpoki um utan, var paA enn dgaetasti 
gripr, 

26. „Hvergi mun ek leiöa }?ik," sagöi Ingibjorg, ,far nü 
vel ok beill!'* 

Eptir )?at stendr Kjartan npp ok bvarf til Ingibjargar, ok 
15 bofftu menn |?at fyrir satt, at }?eim )?oetti fyrir at skiljaz. 
27. Gengr nü Kjartan i brott ok til konnngs; sagÖi konnngi, 
at bann er p& biiinn ferÖar sinnar. Oläfr konungr leiddi 
Kjartan til skips ok fjolöi manns meÖ bonum. Ok er )?eir 
kömu )?ar, sem skipit flaut, ok var ]>& ein bryggja d land, \>& 
20 tök konungr til orSa: 

28. „b^r er sverö, Kjartan, er pi. skalt J'iggja af m6r at 
skilnaÖi okkrura; lättu per väpn )?etta fylgjusamt vera, pvi at 
ek vsenti l^ess, at pd ver8ir eigi väpnbitinn maör, ef pti berr 
)?etta sverÖ." 
25 29. Dat var enn virÖuligsti gripr, ok biiit mjok. 

Kjartan )?akkaÖi konungi meÖ fogrum orÖum alla p& soemö 



I. einrcetfij , eigen Willigkeit". Sowol b. als linfe bezeichnen die 

4. mjpMrekkUj «ein gefäss ans hochzeitsgabe des bräutigams an die 
dem man met zu trinken pflegte, braut; es scheint, als ob das linfe 
ein metkrug", — hier, sonderbar der jungfräulichen braut vorbehalten 
genug, als aufbewahrungsort für war, während die frau, die zum 
frauenputz angewandt. zweiten male sich vermählte, sich 

5. motr, „kopftuch"; wahrschein- mit derftefc/c/ar^/ö/'begnügenmusste. 
lieh von ähnlicher beschaffenheit 12. Hvergi — jnkj , nicht will ich 
wie das öfter erwähnte skaut. Dieses dir (zum hause hinaus) das geleit 
tuch wurde wahrscheinlich durch die geben". 

art , in der man den köpf mit ihm 1 4. hvarf til Ingibjargar, „wandte 

umwickelte, zum faldr. sich zu I.*, d.h. klisste I. 

6. hßlzti = helzti. 17. buinn ferfSar sinnar, „zu seiner 
8. bekkjargjof, wörtl. „bankgabe** reise bereit". 



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Ileimkcbr Kjaitans. 137 

ok virÖing, er liaan hafÖi honum veitt, meÖan bann liafÖi Ld, 
verit i Nöregi. XLIII. 

l>& maelti konimgr: „pess vil ek bi8ja )?ik, Kjartan, at )?ü ^^^^* 
haldir vel trü }?iaa." 

30. Eptir )?at skiljaz peir, konungr ok Kjartan, meÖ 5 
miklum kairleik. Gengr ]?ä Kjartan üt & skip. 

Konungrinn leit eptir honum ok maelti: „mikit er atKjartani 
kveöit ok kyni lians, ok mun öboegt vera atgeröa viÖ for- *^ 
l9gum )?eira." 

Kjartan trifft nach seiner rUckkehr nach Island Hrefna, die Schwester 
seines gefährten K&lfr. 

XLIV, 1. Peir Kjartan ok Kälfr sigla nü 1 haf. Peim 10 
byrjaÖi vel ok väru litla hrlÖ üti; töku Hvftä, 1 BorgarfirÖi. 
Pcssi tlöendi spyrjaz vlöa, ütkväma Kjartans. 2. Detta fr^ttir 
Oläfr faöir bans ok aÖrir frsendr bans ok verÖa fegnir mjgk. 
RlÖr Oläfr }?egar vestan 6r D9lum ok suör til BorgarfjarÖar; 
verÖr )?ar mikill fagnafimdr meÖ }?eim feCgum; byÖr Oläfr 15 
Kjartani til sin viÖ svä marga menn, sem bann vildi. 3. Kjartan 
tök ])\\ vel, kvaz ser ]fk eina vist setla at bafa ä Islaudi. 
Ri8r Oläfr nü beim i Hjar?5arbolt, en Kjartan er at skipi um 
sumarit. Hann spyrr nü gjaforÖ GuÖrünar ok brä, s6r ekki 
viÖ )?at; en morgum var a pvi kvfÖustaÖr äÖr. 20 

4. GuÖmundr S9lmundarson, mdgr Kjartans, ok DurlÖr 
systir bans kömu til skips. Kjartan fagnar peim vel. Äsgeirr 
oeÖikollr kom ok til skips at finna Kälf son sinn. Dar var 
( ferö meÖ bonum Hrefna döttir bans; hon var en friöasta 
kona. 6. Kjartan bauÖ PuriÖi systur sinni at bafa sllkt af 25 
varningi, sem bon vildi. Slfkt et sama maelti Kdlfr vi?5 Hrefuu. 
Kälfr lykr nü upp eiuni mikilli kistu ok baÖ )?aer )?ar til 
ganga. 6. Um daginn gerÖi & bvast veÖr, ok bljopu peir 
Kjartan pk üt at festa skip sitt. Ok er peir bofÖu ]>\i lokit, 
ganga )^eir beim til büöanna. Gengr Kä,lfr inn fyrri i büÖina. 30 



7. 8. mikit — hanSj „schwere ver- Cap. XLIV. 17. />a— Isiaw(?i, „dass 
hängnisse sind dem K. und seinem er in Island nur diesen aufentlmlts- 
geschlechte bestimmt". ort wählen würde". 

8. öhoßgt . . . atgerb'a (gen. pl.), 20. kvitittötatfr, „veranlassung zur 
, schwierig vorbeugende massregeln furcht*. 

zu treffen", 30. inn fyrri, inn adv., fyrri wol adj. 



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138 Ejartan macht die bekauntschaft der Hrefna. 

Ld. 7. Paer DnriSr ok Hrefna hafa ]?ä mj<^k brotit 6r kistunni. Da 

XLIY. J^rlfr Hrefna upp motrinn ok rekr 1 sandr; tala ]>sdv um, at 

J?at 86 en mesta gersemi. Da segir Hrefna, at hon vill falda 

s6r viÖ motrinn. DurlÖr kvaÖ )^at räÖligt; ok nii gerir Hrefna 

5 svä. 8. Eälfr s6r J^etta ok 16t eigi hafa vel til tekiz, ok ba8 
hana taka ofan sem skjotast; — „J?vl at »j& einn er svä hlutr, 
at vit Kjartan eigum eigi bäSir saman/ 

9. Ok er )7an tala J^etta, pi. kemr Kjartan inn i büSina. 
Hann haföi heyrt tal )?eira ok tök undir J?egar ok kvaÖ ekki 

10 saka. Hrefna sat \>& enn me8 faldinum. 10. Kjartan hyggr 
at henni vandliga ok mselti: „vel )^ykki m6r p^r sama motrinn, 
Hrefna,^' segir hann, „setla ek ok, at J^at s6 bezt fallit, at ek 
eiga allt saman, motr ok mey/ 

11. Da svarar Hrefna: „^at munn menn aetla, at pd mnnir 

15 eigi kvängaz vilja bräöendis, en geta p& konu, er J?ü biör." 

13. Kjartan segir, at eigi mnndi mikit undir, hverja hann 
aetti, en Uz engrar skyldu lengi vänbiöill vera; — „s6 ek, at 
J?es8i bünaör berr J?6r vel, ok er sannligt, at J?ü veröir min 
kona." 

20 13. Hrefna tekr nü ofan faldinn ok selr Kjartani motrinn, 
ok hann varÖveitir. GuÖmundr ok }?au DuriÖr bu8u Kjartani 
norör J?angat til sfn til kynnisvistar um vetrinn. Kjartan h6t 
fer5 sinni. Kälfr Asgeirsson y6z norÖr meS feör sinum. 
14. Skipta }^eir Kjartan nü f^lagi sinu, ok f6r psd allt i mak- 

25 endi ok vinskap. Kjartan riör ok frä skipi ok vestr i Dali. 
Deir väru tölf saman. Kemr Kjartan heim i HjarÖarholt, ok 
verÖa allir menn honum fegnir. 15. Kjartan Isetr flytja f6 
sitt sunnan frä skipi um haustit. Dessir tölf menn, er vestr 
riöu meÖ Kjartani, väru allir 1 HjarÖarholti um vetrinn. 

1. brotit, wörtl. „gebrochen", hier 18. berr per vel, „ist angemessen 
„ausgepackt*. für dich". 

2. rekr i svmdr, „entfaltet"; von sannligt, »billig*. 

rekja, 22. til kynnisvistar, ,auf besuch 

5. Ut— tekiz, „sagte, dass hier bei bekannten". 

etwas unpassendes geschehen wäre". 24. 25. makendi, „friedfertigkeit". 

6. 7. svä hlutr, at, „ein ding der 28. Pessir tölf etc. Der ausdruck 
art, dass". ist ungenau, weil (wie z.26 angegeben) 

\b. en geta, scM en {at pü mtmir) die schar Kjartans, nur wenn er 
geta, „aber dass du bekommen selbst mitgezählt wurde, 12 aus- 
w^rdest". machte. 



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Unfreiindschaft Kjartans und Bollis. 139 

16. I>eir Oldfr ok Osvffr heldu enum sama haetti um lieim- Ld. 
bo8; skyldu sitt haust hvärir aöra heim soekja. Detta haust XLIY. 
skyldi Vera boÖ at Laugum, en Oläfr til soekja ok j^eir HjarÖ- ^^^• 
hyltingar. 17. GuÖrün maelti du viÖ Bolla, at henni J>ütti 
hann eigi hafa s6r allt satt til sagt um ütkvämu Kjartans. 5 
Bolli kvaz }7at sagt hafa, sem hann vissi pSiT af sannast. 
18. Gudrun talaSi fätt til pessa, efnis, en pat var auöfynt, at 
henni likaÖi illa, pvi at )^at setluöu flestir menn, at henni vaeri 
enn mikil eptirsjä, at um Kjartan, p6 at hon hylÖi yfir. 19. 
LlÖr nü )^ar til, er haustboöit skyldi vera at Laugum. 014fr to 
bjoz til feröar ok baÖ Kjartan fara meÖ s6r. Kjartan kvaz 
mundu heima vera at gseta büs. 

Öläfr baÖ hann eigi J?at gera at styggjaz viÖ frsendr sina, 
— 20. „minnstu ä. }?at, Kjartan, at J?ü hefir engum manni 
jafnmikit unnt sem Bolla föstbroÖur )?lnum; er J?at minn vili, 15 
at pti farir; mun ok br&tt semjaz meÖ ykkr frsendum, ef ]nt 
finniz själfir.^ 

21. Kjartan gerir, svä sem faSir hans beiöiz, ok tekr hann 
nü upp skarlatsklsßSi sin, pam er Oläfr konungr gaf honum 
at skilnaöi, ok bjo sik viÖ skart. 22. Hann gyrÖi sik meÖ 20 
sverÖinu konungsnaut; hann hafÖi ä hofÖi hjälm gullroöinn 
ok skJ9ld & hliÖ rauöan, ok dreginn & meÖ guUi krossinn 
helgi; hann hafSi f hendi spjöt ok guUrekinn falrinn ä. 
23. AUir menn hans väru i litklaeöum. I>eir väru alls & l?ri8ja 
tigi manna. Deir rlÖa nü heiman or HjarÖarholti ok föru }>ar 25 
til, er }?eir kömu til Lauga; var )?ar mikit fj()lmenni fyrir. 

Zwischen Kjartan und Bolli entsteht unfreundschaft. 
Kjartan heiratet Hrefna. 

XLV, 1. Bolli gekk 1 möti peim Öläfi ok synir Osvffrs 
ok fagna }7eim vel. Bolli gekk at Kjartani ok mintiz til hans. 

4. Hjartihyltingarj die bewohner 24. i litklcetfum, ,in künstlich gc- 

des hofes EjartSarhoU. färbten kleidern", die nur wol- 

7. til pessa efnis, .was diese labendere leute zu tragen pflegten, 

Sache betraf" während die ärmeren sieh mit un- 
gefärbtem zeuge (das also die 

9. eptirsjäy „sehnsüchtiges ver- natürliche färbe der wolle hatte) 

langen", „liebe". begnügten. Siehe Arkiv f. nord. 

hyltfi yfir, „es verbärge". filol. IX, 171 ff. 



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140 Ejartan besnclit seine verwandten in Äabjaniarnes. 

Ld. Kjartan tok kveftju hans. Eptir }?at var )?eim inn fylgt. Bolli 
XLY. er viö p& enn kätasti. Oläfr t6k ywi eiokar vel, en Kjartan 
heldr fäliga. 2. Veizla för vel fram. Bolli kit\ stoöhross }?aii, 
er bezt väm kplluÖ. Hestrinn var mikill ok vaenn ok haföi 
5 aldregi brugöiz at vlgi; hann var hvftr at lit ok rauÖ eyrun 
ok topprinn. Dar fylgöu J?rjü merhryssi meÖ sama lit gern 
hestrinn. 3. Pessi hross vildi Bolli gefa Kjartani, en Kjartan 
kvaz engi vera hrossamaör ok vildi eigi J^iggja. Oläfr baS 
hann viÖ taka hrossunum, — ^ok eru petta, enar virÖuligstu 

10 gjafir.* 

4. Kjartan setti }?vert nei fyrir. SkilÖuz eptir l?at me8 
engri bliÖu, ok föru HjarÖhyltingar heim; ok er nü kyrt. Var 
Kjartan heldr fär um vetrinn. Nntu menn Iftt tals hans; pötü 
Oläfi ä }?vf mikil mein. 

15 5. Dann vetr eptir jöl byz Kjartan heiman, ok I?eir tolf 

saman; aetluöa l^eir norör til heraöa. RiÖa nü leiS sina, pSiT 
til er )?eir koma i VfÖidal norÖr, 1 Asbjarnarnes, ok er J?ar 
tekit viö Kjartani meÖ enni mestu bllÖu ok olüÖ. 6. Vära 
J?ar hybyli en vegligstu. Hallr son GuÖmundar var J?ä & tvl- 

20 tugs aldri; hann var mjok 1 kyn peira Laxdoela. Dat er alsagt, 
at eigi hafi verit alvaskligri ma8r i oUum NorÖlendingafjorÖ- 
uugi. Hallr tök vi8 Kjartani fraenda sfnum meÖ mikilli bllÖu. 
7. Eru pk J?egar leikar lagÖir 1 Asbjamarnesi, ok safnat vfÖa 
til um heruÖ; kom til vestan 6r MiSfirÖi, ok af Vatnsnesi, ok 

25 ör Vatusdal, ok allt utan ör Langadal; varÖ }?ar mikit Ij^l- 
menni. 8. AUir menn hQfÖu & mäli, hversu mikit afbragC 
Kjartan var annarra manna. SfÖan var aflat til leiks, ok 
beitiz Hallr fyrir; hann baö Kjartan til leiks, — „vildim v6r 
fraeüdi, at pü syndir kurteisi }?lna 1 J?essu.* 

30 9. Kjartan svarar: „litt hefi ek tamit mik til leika nü 



Cap. XL V. 6. merÄrt/m, .Stuten', nachbarbezirke des Vitiidalr, wo 
8. hrossamatSr, .pferdeliebhaber*. der hof Ashjarnames gelegen ist. 
19. Hallr Gutfmundarson , nach Langidalr ist die nordöstlichste 
der HeiÖarviga saga wurde dieser landschaft, aber weil sie an der 
mann ungefähr 10 jähre später in küste liegt, wird von ihr die be- 
Norwegen getütet. Zeichnung utan (z. 25) gebraucht. 

24. 25. Mitffirtfi — Langadal, samt- 28. beitiz H. fyrir, „H. tibernimmt 

liehe hier genannte localitäten sind die leitung''. 



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I>iiri8r, die Schwester Kjartans, rät ihm die Hrefna zu heiraten. 141 

et nsesta, }>vl at annat var tföara me5 Oldfi konungi; en eigi Ld. 
vil ek synja p&r um sinns sakir J^essa.'* XLV. 

10. Byz nü Kjartan til leiks; var J?eim m^nnum at moti 
honnm skipt, er J?ar väru sterkastir. Er nü leikit um dagiun; 
haföi }?ar engl ma5r viÖ Kjartani hvärki afl n6 fimleik. 5 ' 

11. Ok um kveldit, er leik var lokit, J?ä stendr upp Hallr 
GnÖmundarson ok mselti: «l'at er bo5 f<^8ur mins ok viii am 
alla pk menn, er hiugat hafa leugst sott, at j^eir sS hSr allir 
ndttlaugt, ok taki hSr ä morgin til skemtanar/ 

12. Petta erendi roemöiz vel, ok J^ötti störmannliga bo5it. lo 
Kdlfr Asgeirsson var )?ar kominn, ok var einkar kaert meö 
)?eim Kjartani, Dar var ok Hrefna systir bans ok belt all- 
mJ9k til skarts. Var \>b,y aukit bnndraÖ manna & büi um 
nottina. 13. Um daginn eptir var }?ar skipt til leiks. Kjartan 
sat p& bj4 leik ok sä ä. PurfSr systir bans gekk til mäls 15 
vis bann ok maelti svd: 

14. „}7at er m6r sagt, fraendi, at J?d s6r beldr bljoör vetr- 
langt; tala menn J?at, at p^r muni vera eptirsjä at um GuÖ- 
rÜDu; foera menn J?at til )?es8, at engi bllÖa verÖr & me5 ykkr 
Bolla fraendum, svä mikit ästrlki sem meÖ ykkr befir verit 20 
allar stundir. 16. Ger svä vel ok boefiliga, at pi lät }?6r ekki 
at )7essu }7ykkja, ok unn fraenda }7{num göSs räSs; poetti oss 
J?at räSligast, at J?ü kvängaöiz eptir l?vl, sem pt maeltir f fyrra 
sumar, J?6tt )?6r 86 eigi J^ar meÖ oUu jafnraeöi, sem Hrefna er, 
]?v{ at pti matt eigi ]?at finna innanlands. 16. Asgeirr faSir 25 
bennar er g^fugr maSr ok storaettaSr. Hann skortir ok eigi 
f^ at friöa J?etta räÖ; er ok onijur dottir bans gipt rikum 
manni. Pü befir ok m6v sagt, at K41fr Asgeirsson s6 eun 
r9skva8ti maCr; er peira räSabagr enn skgruligsti. Dat er 
minn vili, at pt takir tal viÖ Hrefnu, ok vaentir mik, at p6Y 30 
J?ykki p2ir fara vit eptir vaenleik.* 

1. et fUBstüj „in der letzten zeit". 19. fcßra — pess, „man schliesst 
annat var titSara etc., die in Is- dies daraus". 

land gebräuchlichen spiele scheint 29. rddahagff , Stellung' (ver- 

Ejartan hierdurch als unfein oder hältnisse). 

bäuerisch stempeln zu wollen. 31. fara — vcenleik, „dass ihr vor- 

2. um sinns sakir, „für diesmal", stand ihrer Schönheit entspricht*. 
5. finUeikf „behendigkeit". Der Stabreim giebt dem satze die 
13. aukit hvmdra^f .mehr als ein form einer sentenz. 

hundert". 



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142 Ejartan heiratet die Hrefna. 

Ld. 17. Kjartan tok vel imdir J?etta ok kvaÖ hana vel mala 

XLY- leit«. Eptir )?etta er komit saman tali j^eira Hrefnu; tala J?au 
um daginn. Um kveldit spur8i PariSr Kjartan, hversu honiim 
heföi virz orötak HrefDU. Hann l^t vel yfir, kvaz kona J^ykkja 
5 Vera en skoruligsta at oUu }?vf, er hann m&tti sjä af. 18. Um 
morgininn eptir varu menn sendir til Asgeirs ok boöit honum 
1 Asbjarnames. Tokz nü nmroeöa um mal }?eira, ok biör 
Kjartan nü Hrefnu, döttur Asgeirs. 19. Hann tekr pyi mäli 
Ifkliga, pvi at hann var vitr maÖr ok kunni at sjä, hversu 

10 soßmiliga ]7eim er boöit. Kälfr er pesBB. mkls mJQk flytandi, 
— „vil ek ekki lata til spara." 

Hrefna veitti ok eigi afsv9r fyrir sina hond, ok baÖ hon 
f()8ur sinn räÖa. 20. Er nü }?es8U mäli d leiÖ snüit ok vättum 
bundit. Ekki Isetr Kjartan sSr annat Hka, en bruUaup sS i 

15 HjarÖarholti. Deir Asgeirr ok Kälfr msela ekki J^essu 1 möt 
21. Er nü äkveöin brullaupstefna f HjarÖarholti, p& er fimm 
vikur eru af sumri. Eptir pat reiÖ Kjartan heim meÖ storar 
gjafir. Oläfr 16t vel yfir J^essum tlöendum, J?vf at Kjartan var 
miklu kätari, en dSr hann for heiman. 22. Kjartan fastaSi 

20 ]^urt langafostu ok gerSi ]>ad at engis manns doemum h^r & 
landi; pwi at ]:'at er sogn manna, at hann hafi fyrstr manna 
fastat l'urt h^r innanlands. 23. Svä pötü mQunum {^at undar- 
ligr hlutr, at Kjartan lifÖi svd, lengi matlauss, at menn foru 
langar leiÖir at sjd hann. Me8 sliku möti vdru aÖrir haettir 

25 Kjartans um fram aöra menn. SiÖan gengu af päskarnir. 

Eptir pat Idta )?eir Kjartan ok Oläfr stofna til veizlu mikillar. 

24. Koma J?eir noröan Asgeirr ok Kälfr at akveöinni 

stefnu, ok GuÖmundr ok Hallr, ok hoföu J?eir allir saman sex 

1. 2. hana — leita, „dass sie einen 14. 15. Ekki — HjartSarholti , ein 
ansprechenden Vorschlag mache". ausdruck von Kjartans selbstgeflihl. 

2. tali pdra Hrefnu j „gespräch Vgl. c. 23, 21. 

zwischen Kjartan und H.* 16. 17. pd— sumri, d.h. c. I.juni. 

4.5. kvaz — skoruligsta, d h. kvab' 19. 20. fastatSi purt, „lebte (den 

ser fyykkja kona vera usw., eine katholischen fastenregeln entspre- 

sonderbare construction, die conta- chend) von pwrr matr, d. i. fisch 

mination eines conjunctivsatzes und (ohne milchspeisen)". 

eines acc. cum inf. zu sein scheint. 23. matlauss, »ohne speise**; twa^r 

5. at—af, „nach allem was er da- steht hier jedoch in beschränkterer 

von sehen könne", d.h. soweit er bedeutung, da es die in der fasten- 

dic Sache zu beurteilen vermöge. zeit verbotenen hauptnahrungsmittel 



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Gastmabl zu HjarÖarholt. 143 

tigu maDDa. Deir Kjartan h9ff!fu ok mikit fjolmcDni fyrir. Ld. 
Var sü veizla ägset, )?vi at viku var at boöinu setit. 25. Kjartan XLV. 
gaf Hrefnu at Ifnfö motriDn, ok var sü gJ9f allfrsBg, ])\i at ^^^^* 
engi var }?ar svä vitr eÖa storauBigr, at slfka gersemi hofSi 
s6t eSa ätta; en J^at er hygginna manna fräs^gn, at ätta 5 
aiirum gulls vaeri ofit i motrinn. 26. Kjartan var ok svä kdtr 
at bot^inu, at bann skemti pM hverjum manni 1 tali sinu ok 
sagÖi frd ferÖum sfnum; J?ötti monnum J?ar mikils um J?at vert, 
bversa mikil efni )?ar väru til seid, }?vf at bann bafÖi lengi 
{yonat enum ägaetasta boföingja, 01a.fi konungi Tryggvasyni. 10 
27. En p& er boÖinu var slitit, valöi Kjartan gööar gjafir 
Guftmundi ok Halli ok ^Öru störmenni. Fengu }7eir feögar 
mikinn orÖstfr af j^essi veizlu. Tokuz goÖar ästir meÖ pe\m 
Kjartani ok Hrefnu. 

Die gastmähler zu HjarÖarholt und Laugar. Während des ersten wird 
das Schwert Ejartans gestohlen ; bei dem zweiten verschwindet der kopf- 

putz Hrefnas. 

XLTI, 1. Deir Öläfr ok Ösvffr beldu sinni vinättu, )?6tt 15 
nokkut vsBri )?Ü8tr ä meÖ enum yngrum monnum. Dat sumar 
haföi Oldfr heimboÖ bälfum mänaöi fyrir vetr. Osvifr bafÖi 
ok boÖ stofnat at vetrnöttum; bauö pä bvärr J?eira oörum til 
sin meÖ svä marga menn, sem pä J?oetti bvärum mestr somi 
at vera. 2. Osvffr ätti ]>& fyrri boÖ at soekja til Olafs, ok 20 
kom bann at äkveöinni stundu 1 HjarÖarbolt. I )?eiri ferÖ 
var BoUi ok GuÖrün ok synir Osvifrs. 3. Um morgininn eptir 
roeddi kona ein um, er }>aer gengu utar eptir skälanum, bvcrsu 
konum skyldi skipa f sseti. Dat bar saman ok GuÖrün er 
komin gegnt rekkju }>eiri, at Kjartan var vanr at liggja 1. 25 
4. Kjartan var }?ä at ok klseddiz ok steypöi yfir sik skarlats- 
kyrtli rauCum; pk maelti Kjartan til konu }?eirar, er um kvenna 
skipunina bafÖi roett — J?vi at engi var annarr skjötari til at 

bezeichnet, also so gut wie ohne Cap. XLVI. 16. pustr^ ,unfrcuud- 

speise. schaft". 

3. linß, siehe c. 43, 25. 20. at vera; at adv. 

b, Q. dtta aurum gulls = S mprkum 23. skdlanumj skäli bezeichnet 

silfrs, also ungefähr 2880 rm. hier den gemeinschaftlichen schluf- 

9. hversu—seldy „wie bedeutende räum; siehe GrundrissIP,s. 233—34-, 

begebenheiten hier (im gespräche) utar eptir sk., „von innen den 

behandelt wurden". schlafraum entlang*'. 



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144 Das Schwert Kjartans wird gestohlen. 

Ld. svara — : »Hrefna 8kal sitja 1 ondvegi ok vera mest metin at 
XLVI. gorv^Uu, ä meöan ek em ä lifi.* 

5. En GuÖrün haf 8i pö aCr dvalt skipat ondvegi 1 HjarÖar- 
bolti ok annarg staSar. 6u8rün beyrSi J^etta ok leit til Kjartans 
5 ok brä lit, en svarar engu. 6. Annan dag eptir mselti GuÖriin 
viÖ Hrefnn, at hon skyldi falda g6r meÖ motrinum ok s^na 
mi/nnam svä enn bezta grip, er komit hafÖi til Islands. Kjartan 
var hjä ok )?6 eigi allnaer ok heyröi, hvat GuÖrün mselti. 
7. Hann varö skjötari til at svara en Hrefna: «ekki skal bon 

10 falda 86r meÖ motri at }?essu boöi, pvi at meira l)ykki m6r 
skipta, at Hrefna eigi ena mesta gersemi, beldr en boösmenn 
hafi nü angnagaman af at sinni." 8. Vikn skyldi baastboQ 
vera at Olafs. Annan dag eptir roeddi GuÖrün i hljööi til 
Hrefnu, at hon skyldi syna henni motrinn; hon kvaÖ svd vera 

15 skyldu. Um daginn eptir ganga }?aer i ütibür }?at, er gripirnir 
väru i. 9. Lauk Hrefna upp kistu ok tök }?ar upp guövefjar- 
poka, en ör pokanum tok hon motrinn ok s^ndi GuÖrünu. 
Hon raköi motrinn ok leit ä um hriÖ ok roeddi hvärki um 
lost n6 lof. SlÖan hiröi Hrefna motrinn, ok gengu J?a3r til 

20 ssetis sins. Eptir psit för l^ar fram gleöi ok skemtan. 

10. En l^ann dag er boösraenn skyldu ( brott riöa, gekk 
Kjartan mj^k um s;^slur at annaz mQunum hesta skipti, pe\m 
er langt vdru at komnir, ok slfkan fararbeina hverjiim, sem 
hafa }?urfti. 11. Ekki haföi Kjartan baft sveröit konungsnaut 

25 i hendi, pä er hann haföi at )?essu gengit, en pö var hann 
sjaldan vanr at lata psi hendi firr ganga. SiÖan gekk hann 
til rüms sfns, }?ar sem sverÖit hafÖi verit, ok var pä & brottu. 
12. Hann gekk J^egar at segja feör sinum )>essa svipan. 



1 . pndvegif „hochsitz" ; er befand 22. at annaz mpnnum hesta skipti 

sich in der mitte der erhöhungen (acc), peim etc., „um dafür sorge 

(oder bUnke), die längs der Seiten- tragen, dass die leute, die aus weiter 

wände der stube liefen. Vgl. Grund- ferne gekommen waren , frische 

riss II*, s. 232-33. pferde bekamen". 

1. 2. a^^f^rvöWu, „in jeder hinsieht" 23. ok (annaz) slikan fararbeina 

13. vera, d.h. dauern. hverjum, „und jedem einzelnen für 

at ÖldfSj das von at regierte wort seine reise die hilfe zu leisten*. 

(502 oder ^aröi) ist, wie gewöhnlich, 26. hendi firr ganga ^ ,von der 

weggelassen. hand fortgehen", d.h. es aus der 

21. 22. gekk . . . mjpk um syslur, hand lassen, 

„war eifrig beschäftigt*. 27. til rums sins, es war üblich, 



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Kjartans schwert wird widergefunden. 145 

t 
Oläfr mselti: »h6r skulum v^r fara meÖ sem hljööast, ok Ld. 

mun ek fä menn til njösnar i hvern flokk J^eira, er k brott XLVI. 

riöa;* ok svä geröi bann. 

13. An enn bvlti skyldi rlSa meß liöi Osvifrs ok bugleiBa 
af bvarf manna e5a dvalar. I>eir riöu inn bjd Ljdrskögam ok 5 
bjä, bcejum )?eim, er i Skögum beita, ok dvglöuz bjd, sköginum 
ok stigu }?ar af baki. 14. Dörolfr, son Osvifrs, for af boenum 
ok ngkkurir aörir menn meC honum. I>eir hurfu f brott i 
bri8kJ9rr nokkur, k meÖan }?eir dvglöuz bjä sköginum. 15. An 
fylgCi }?eim til Laxär, er fellr ör Sselingsdal, ok kvaz bann 10 
J?ä mundu aptr hverfa. Eigi talöi Dörölfr mein d, J?vl, }?ött 
bann beföi bvergi farii 16. Da nött äör baf Öi fallit litil 
snaef^lva, svä at sporrsekt var. An reiÖ aptr til skögar ok 
raköi spor Pörolfs til keldu einnar eöa fens. Hann }?reifar 
}?ar 1 niör, ok greip ä, sverösbjoltum. 17. An vildi bafa til 15 
vitni meß s6r um l?etta mal ok reiß eptir Dorarni i Sselings- 
dalstuDgu, ok bann for til meÖ Ani at taka upp sveröit. Eptir 
}?at foeröi An Kjartani sveröit. Kjartan vaföi um düki ok 
lagöi niCr 1 kistu. 18. Dar beitir SverÖskelda slöan, er J?eir 
Dorolfr boföu fölgit konungsnaut. Var nü lätit kyrt yfir )?essu, 20 
en umgjoröin fannz aldregi sföan. Kjartan baf Si jafhan minni 
msßtur & sverSinu sfSan en äör. 

Detta 16t Kjartan k sik bita ok vildi eigi bafa svä büit. 

19. OMfr majlti: ^Idttu J?etta ekki & }?ik bfta; bafa )?eir 
synt ekki goöan prett, en }?ik sakar ekki; lätum eigi a5ra 25 

dass jeder mann die waflfen über durch die Vereinigung der Scelings- 

seinem bette bangen hatte. dalsä und der Svinadalsd gebildet, 

s. 144, 28. svipafij , vertust"; = ergiesst sich von norden her in die 

svipr. innerste bucht des HvammsfjortSr. 

11. 12. Eigi—farit, „i. sagte 

5. afhvarf, „das abbiegen vom dass er es nicht bedauert haben 
wege*. würde, falls er zu hause geblieben 

Ljdrskögarj hof nördlich von dem wäre", 
c. 33, 31 genannten fluss loa. 13. sncefplva, , dünne schnee- 

6. i Skögunij gegenwärtig liegen decke". 

nördlich von Ljärskögar zwei höfe 8vd—var, „sodass man die spuren 

dieses namens. verfolgen konnte**. 

9. hriskjorTj „gebüsch auf sump- 14. keldu, „sumpf" = fem. kelda, 
figem boden". urspr. „quelle". 

10. peim, d.i. litii Osvifrs. 1 9. SverÖ's/ceWa, der name ist nicht 
Laxär . . . Scelingsdal, diese Laxd, erhalten. 

Sagabibl. IV. 10 



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146 Hrefnas kopfputz verschwindet. 

Ld. eiga at pyi at hlsBJa, at v^r leggim slfkt til deilu, )?ar er til 
XLTl. möts eru vinir ok frsendr." 

Ok viÖ }?essar fort9lur Olafs 16t Kjartan kyrt vera. 

20. Eptir pettsL bjöz Olafr at soekja heimboS til Lauga 
5 at vetrnöttum ok roeddi um vi8 Kjartan, at bann gkyldi fara. 

Kjartan var trauör til ok h6t pö feröinni at boen foöur sins. 
Hrefna skyldi ok fara ok vildi heima lata motrinn. 

21. DorgerÖr hüsfreyja spnrÖi: „hv6 nser skaltu upp taka 
slfkan ägsBtisgrip, ef bann skal i kistum liggja, ]>& er J^ü ferr 

10 til boöa?* Hrefna svarar: ,,margir menn maßla }?at, at eigi 
sä orvsena, at ek koma {^ar, at ek eiga faßri ^fundarmenn en 
at Langum/ 

22. PorgerÖr segir: ,ekki leggjum v6r mikinn trünaö 4 
p& menn, er slfkt lata fjüka b6r i milli büsa.*" 

15 En me8 J?vi at PorgerÖr fj^sti äkafk, J?ä bafÖi Hrefna 

motrinn; en Kjartan mselti pä eigi f m6t, er bann sä, bversu 
moSir bans vildi. 23. Eptir petta räöaz )7au til ferSar, ok 
koma }?au til Lauga um kveldit, ok var J?eim par vel fagnat 
PorgerÖr ok Hrefna selja klseöi sfn til varöveizlu. 24. En um 

20 morgininn, er konur skyldu taka bünaÖ sinn, p& leitar Hrefna 
at motrinum, ok var pi i brottu J?aÖan, sem bon baföi varö- 
veitt; ok var pä vföa leitat ok fannz eigi. 25. GuÖrün kvaÖ 
psi Ifkast, at beima mundi eptir bafa orSit motrinn, eSa bon 
mundi bafa büit um ovarliga ok feilt niör. Hrefna sagöi nü 

25 Kjartani, at motrinn var borfinn. 26. Hann svarar ok kvaÖ 
eigi boegt blut 1 at eiga at gseta til meS J^eim ok baS bana 
nü lata vera kyrt, segir siöan foÖur slnum, um bvat at 
leika var. 

27. Oläfr svarar: „enn vilda ek sem fyrr, at );ü 16tir vera 

30 ok bjd, }?6r UÖa J?etta vandrsBÖi; mun ek leita eptir J?essu 1 
bljüÖi, pyi at psir til vilda ek allt vinna, at ykkr BoUa skilSi 
eigi ä; er um beilt bezt at binda, fraendi,* segir bann. 

11. srvcena = ^rvcenty „kaum zu die läge der dinge war"; at leika 

erwarten", eigi s6 s. at ek koma um eht, „mit etwas zu tun baben". 

par, atj „es sei leicht möglich, dass 29. 30. at — 2id'a, „dass du (dies) 

ich an einen ort kommen könnte, wo' . unerwähnt und unbeachtet liessest". 

26. at gceta til metS peim, »auf 32. er— binda, Sprichwort; wörtl. 
sie acht zu geben". »das unbeschädigte ist am leichtesten 

27. 28. vm hvat at leika var, „wie zu verbinden". 



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Ejartan macht BoUi für den diebstahl verantwortlich. 



147 



28. Kjartan svarar: „auövitat er )?at, faöir, at J?ü mundir Ld. 
Unna (ßum h6r af göÖs hlutar, en J?ü veit ek eigi, hvärt ek XLVI. 
nenni at aka svä h9llu fyrir Laugamonnum." 

29. Pann dag, er menn skyldu k brott riöa frä boöinu, 
tekr Kjartan til mäls ok segir svä: „l)ik kveÖ ek at J^essu, 5 
Bolli fraendi, |?ü munt vilja gera til vär drengiligar heöan 1 
frä en hingat til; 30. mnn ek J^etta ekki 1 hIjoSmsßli foera, 
J?vi at )?at er nü at margra manna viti um hvgrf J?au, er h6r 
hafa oröit, er v6r hyggjum at f yövarn garÖ hafi runnit. 
81. A hausti, er v6r veittum veizlu f HjarÖarholti, var tekit 10 
sverÖ mitt; nü kom J?at aptr, en eigi umgjorCin. Nü hefir h6r 
enn horfit sä gripr, er ftmsetr mun J>ykkja; ]>6 vil ek nü hafa 
hvärntveggja." 

82. I>ä svarar Bolli: „eigi eru v^r J^essa valdir, Kjartan, 
er pA berr ä oss; mnndi oss alls annars af p&v vara en )7at, 15 
at pti mundir oss stulQ kenna.'^ 

88. Kjartan segir: „]?ä menn hyggjum \6r h6r i räSum 
hafa verit um }?etta, at )?ü matt boetr d räöa, ef )?ü vill; gangi 
J>6r l?orfum meir & fang viö oss; hofum v6r lengi undan eirt 
Qändskap yt^rum; skal nü ]>\i l^sa, at eigi mun svä büit 20 
hlyöa." 

84. l>& svarar GuÖrün mäli hans ok maelti: ^pann seyöi 
raufar J?ü I?ar, Kjartan 1 at betr vseri, at eigi ryki. 85. Nü pö 
at svä se, sem }?ü segir, at }?eir menn se h6r nokkurir, er räö 
hafi til }?ess sett, at motrinn skyldi hverfa, ]>& viröi ek svd, 25 
at }?eir hafi at sinu gengit; 86. hafi j?6r nü )?at fyrir satt J?ar 
um, sem yör llkar, hvat af motrinum er orÖit, en eigi J?ykki 



2. unna — hlutar, „allen (beiden 
Parteien) einen gnten ansgang dieser 
Sache gönnen*'. 

3. at — hpllUf 
(wagen) fahren", 
kurz kommen. 

7. hljötSmoßlij 
redung". 

12. fimastr, „wertvoll". 

14. pessa valdir, ^urheber davon" 

19. pgrfum meir, „mehr als not- 
wendig". 



,mit so schiefem 
d. h. so sehr zu 

„ geheime unter- 



22. 23. pann sey^i raufar pü, 
„dies feuer schürst du*. ,feuer 
schüren* bildlich gebraucht = eine 
Sache erwähnen; vergl. auch das 
nachfolgende. 

26. at sinu gengit, hierdurch wird 
angedeutet, dass GuSrun, wegen 
der Worte der königstochter Ingi- 
bJ9rg (c. 43, 24), den motr als ihr 
eigentum betrachtete, und indirekt 
bekannte, an dem verschwinden 
desselben schuld zu sein. 
10* 



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148 Einschliessuog von Laugar durch Ejartau. 

Ld. m^r illa, J?6 at svä 86 fyrir honum hagat, at Hrefna hafi Iftla 
XLVl. biiningsbot af motrinum heöan 1 frä." 

XLYII. g7^ jjp|;iy j^^tta skilja )?au heldr )?angliga. RlÖa j?eir heim 
HjarÖhyltingar. Takaz nü af heimboöin; var ]>6 kyrt at kalla. 
5 Ekki sparSiz sfSan til motrsins. 38. Dat h<^fSa margir menn 
fyrir satt, at Dörolfr lief Si brendan motrinn 1 eldi at räöi GqS- 
rünar systur sinnar. Pann vetr 9ndver8an andaÖiz Asgeirr 
oeÖikoUr. Toku synir hans par viÖ büi ok f6. 



Ejartan hält die leute des hofes Laugar eingeschlossen und verhindert 
BoUi an dem kaufe des hofes Tunga. 

XLVn, 1. Eptir jül um vetrinn safnar Kjartan at g^r 

10 moDnnm; nr8u }>eir saman sex tigir manna. Ekki sagöi 

Kjartan fQ^ar sfnum, hversu af stöz um ferÖ )7essa; spurSi 

Öläfr ok Iftt at. Kjartan haföi meÖ s6r tjgld ok vistir. 

2. RiÖr Kjartan nü leiS sina, J^ar til er bann kemr til Lauga. 

Hann biör menn stfga af baki ok mselti, at sumir skyldu 

15 geyma hesta J^eira, en suma biSr hann reisa tj^ld. 3. I J^ann 

tima var J^at mikil tfzka, at üti var salerni ok eigi auskamt 

frd, boenum, ok sv4 var at Laugum. Kjartan 16t J?ar taka dyrr 

allar & hüsum ok bannaöi Qllum m9nnum ütgongu ok dreitti 

)?au inni }?rjd,r nsBtr. 4. Eptir }?at riör Kjartan heim f HjarÖar- 

20 holt ok hverr hans fQrunauta til sfns heimilis. Oläfr Isßtr illa 

yfir )?e8si ferÖ. PorgerÖr kvaC eigi lasta }?urfa ok sagöi 

Laugamenn til slfks gort hafa eöa meiri sviviröingar. 

5. l>k mselti Hrefna: „ättir )7Ü, Kjartan, viÖ nokkura menn 
tal at Laugum ?*' 

25 Hann svarar: „litit var bragÖ at }?vi;" segir hann, at }?eir 
BoUi skiptuz viÖ n9kkurum oröum. 

6. l>ä maelti Hrefna ok brosti vi8: ,)?at er m6r sannliga 
sagt, at )7it GuÖrün muniÖ hafa viÖ talaz, ok svä hefi ek 
spurt, hversu hon var büin, at hon hefSi nü faldit sik viS 

80 motrinum ok semöi einkar vel.* 

7. Kjartan svarar ok roönaöi mj^k viÖ — var monnum 
auöfynt, at hann reiddiz viÖ, er hon haföi );etta f fleymingi — : 

2. büningsböty »Verschönerung der Cap. XLVII. 16. tizküf „gewohnheit*J 
tracht**. 17. 18. taka dyrr allar ^ ,alle 

türen besetzen". 



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Bolli kauft von I>6rarinn den hof Tunga. 149 

8. „ekki bar m6r }?at fyrir augu, er J?ü segir frä, Hrefna," Ld. 
segir Kjartan; „mundi GuÖrün ekki J?urfa at falda s^r motri XLVIL 
til l?ess at sama betr en allar konur aörar." 

Pä hsßtti Hrefna )?e88u tali. 

9. Peim Laugamonnum Hkar illa ok ]76tti J^etta mikln 5 
meiri svfviröing ok verri, en ]>6tt Kjartan heföi drepit mann 
eöa tvä fyrir )?eim. 10. Väru J?eir synir Osvffrs oÖastir & 
}?etta mal, en Bolli svaföi heldr. Gu8rün talaöi h^r fsest um, 
en J?6 fundu menn )?at ä oröiim hennar, at eigi v«ri vfst, 
hvärt 9Örum IsBgi 1 meira rümi en henni. 11. Geriz nü fall- lo 
kominn fjändskapr milli Laugamanna ok HjarÖhyltinga. Ok 
er & lei8 vetrinn, foeddi Hrefna barn. Pat var sveinn, ok var 
nefndr Apgeirr. 

13. Porarinn büandi f Tnngu l;fsir J?vl, at bann vildi 
selja Tungu-land; var J?at bseöi, at bonum }?urru lausaf^, enda 15 
pöiü bonum mjgk vaxa J^üstr milli manna 1 beraSinu; en 
bonum var ksert viÖ bväratveggju. 13. Bolli J^ottiz }?urfa at 
kaupa s6r staÖfestu, J?vf at Langamenn hgföu fä. Ignd, en 
fj(}KsL fjär. Pau Bolli ok GuÖrün riSu f Tungu at r&Öi Osvifrs; 
]76tti l'eim f bgnd falla at taka upp land l^etta bjä s6r själfum, 20 
ok baS Osvlfr pam eigi Uta smätt slfta. 14. Sföan r^Öu )^au 
Pörarinn um kaup )?etta ok urCu äsätt, bversu d^t vera skyldi, 
ok svä, }?at, er 1 moti skyldi vera, ok var mselt til kaups meÖ 
}?eim Bolla. 15. En J?vi var kaupit eigi vättum bundit, at eigi 
väru menn svd margir bjä, at J?at }?oetti vera IggfuUt. RiÖa 25 
J?au Bolli ok GuSrün heim eptir }?etta. En er Kjartan Oläfs- 
son spyrr }?essi tiSendi, riör bann J?egar viÖ tölfta mann ok 
kom 1 Tungu snemma dags; fagnar Pörarinn bonum vel ok 
bauÖ bonum }?ar at vera. 16. Kjartan kvaz beim mundu rfSa 

8. svaßi, ^beruhigte". 21. lata smätt slita^ „etwas un- 

13. ÄsgeirTj die LandDamabok bedeutendes hindernd sein lassen", 

(II, 18) kennt, ausser A , noch einen d.h. das Zustandekommen des kaufes 

söhn aus der ehe von Kjartan und durch eine kleine Verschiedenheit 

Hrefna, nämlich Skümr. hinsichtlich des Verkaufspreises zu 

18. 19. hgßu — ßdr, „hatten vereiteln, 

mangel an land, aber viel vieh". 23. ok—vera, ,und zugleich was 

20. i hpnd falla, „gelegen sein". (d.h. welcher art waaren) als zah- 

taka— själfum y ^dieses, in ihrer lungsmittel dienen sollte', 

unmittelbaren nähe belegene land 25. logfullt, „den gesetzlichen vor- 

in besitz zu bekommen*. Schriften entsprechend". 



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150 Ejartan zwingt I>örarmD, den kauf rückgängig zu machen. 

Ld. um kveldit, en eiga l?ar dv(^l nokkura. Porarinn frötti at um 
XL VII. erendi. 

Kjartan svarar: „psit er erendi mitt hiugat at roeöa um 
landkaup )?at nokkut, er )?6r Bolli hafiö stofnat, ]>\l at m6r er 
5 )?at 1 moti skapi, ef )^ü selr land }>etta J^eim Bolla ok GuÖ- 
rünu." 

17, Dörarinn kvaÖ s6r vanhenta annat, — ^J?vf at verÖit 
skal baeBi rifligt, J?at er Bolli hefir m6r fyrir lieitit laudit, ok 
gjaldaz skjött/ 
10 18. Kjartan mselti: „ekki skal pik i skaöa, p6 at Bolli 

kaupi eigi landit, pyi at ek mun kaupa }?vfliku veröi, ok ekki 
mun J?6r duga mJ9k i möti at msela ^vi, sem ek vil vera lata, 
p\i at }?at mun & finnaz, at ek vil h6r mestu räöa i heraöi 
ok gera p6 meir eptir annarra manna skaplyndi en Lauga- 
t5 manna. ^ 

19. Dörarinn svarar: „d^rt mun mir verBa dröttins orÖ 
um )7etta mal, en J^at vaeri naest mfnu skaplyndi, at kaup )7etta 
vaeri kyrt, sem vit Bolli hgfum stofnat* 

20. Kjartan mselti: „ekki kalla ek poX landkaup, er eigi 
20 er vättum bundit. Ger nü annathvdrt, at }>ü handsala mir 

J?egar landit at l?vflikum kostum, sem f?ü hefir äsättr oröit viÖ 
aöra, eÖa bü själfr ä landi J?lnu ella.* 

31. Dorarinn kaus at selja honum landit. Väru nü pegar 
vättar at ]^essu kaupi. Kjartan reiß heim eptir landkaupit. 
25 Detta spurSiz um alla BreibafjarÖardali. Et sama kveld spuröiz 
]?etta til Lauga. 

22. t>ä msßlti GuÖrün: „sva viröiz m6r, Bolli! sem Kjartan 

hafi y^Y g9rt tvd, kosti. nokkuru harÖari en bann gerÖi Porarni, 

at J?i!i munt Uta veröa heraö )?etta meÖ litlum soma eöa syna 

30 J?ik & einhverjum fundi ykkrum nokkuru öslsera, en J?ü hefir 

fyrr verit.* 

Bolli svarar engu ok gekk }?egar af )?essu tali; ok var 
nü kyrt J?at er eptir var langafostu. 

7. vanhenta, „ungelegen sein". Sprichwort, ,das wort des herren 

,,. , ^ , „ , hat viel gewicht*. 
10. ekki — skaoa, «du sollst da- «r» i 'j. ^' j 

l^J, /v/v* ö u,uu.j „uu auuöt u» 29. Za^fl verött, »gezwungcu wcrdcn 

durch keinen schaden leiden"; skal verlassen* 

^°P®"- 30. öslcera, „weniger stumpf, d. h. 

16. d^rt mun . . . dröttins ortfj weniger nachgiebig. 



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Ejartans ritt nach dem Saurboer. 



151 



23. Enn }?riQja dag päska reiS Kjartan lieiman viS annan Ld. 
mann; fylgÖi honum An svarti. Peir koma 1 Tungu um XLTII. 
daginn. 24. Kjartan vill, at Porarinn riöi meS honum vestr 
til SaurbcBJar at jäta ]^ar skuldarstQÖum , )7vi at Kjartan ätti 
J?ar miklar fjärreiÖur. Pörarinn var riöinn & annan boe. 5 
Kjartan dvalöiz par um hri8 ok bei8 bans. 25. Pann sama 
dag var ]?ar komin Dorhalla mä,lga. Hon spyrr Kjartan, bvert 
bann setlaSi at fara. Hann kvaz fara skyldu vestr til Saur- 
boejar. 

26. Hon spyrr: »hverja skaltu leiÖ rlöa?" 10 
Kjartan svarar: ,ek mun riSa vestr Sselingsdal, en vestan 

Svinadal.« 

27. Hon spuröi, hversu lengi hann mundi vera. 
Kjartan svarar: „}?at er llkast, at ek rlöa vestan fimta- 

daginn.'' 15 

28. „Mantu reka erendi mitt," sagöi Porhalla. „Ek ä 
fraenda vestr fyrir Hvltadal 1 Saurboe; hann hefir beitit m6r 
hälfri m9rk vaömäls; vilda ek, at pA beimtir ok heföir me8 
p&v vestan.* 

29. Kjartan h^t j?essu. SlÖan kemr Pörarinn heim ok 20 
rsez til ferBar meÖ )?eim. K18a pe\v vestr um SaelingsdalsbeiÖi 
ok koma um kveldit ä. Hol til J?eira systkina. Kjartan faer 



4. jdta par skuldarstptfum, ,dort 
ausstände (als zeuge) beglaubigen*. 

5. fjdrreitSuTj „ geldangelegen - 
heiten'' ; wahrscheinlich ein guthaben 
aus der verkauften Schiffsladung. 

d annan boe, „nach einem nach- 
barhof*. 

11. 12. Scelingsdal — Svinadal, 
diese beiden täler verbinden den 
an der Innersten bucht des Hvamms- 
fjprtür gelegenen bezirk (die 
Hvammssveit) , in welche sie un- 
gefähr an demselben punkte ein- 
münden, mit dem Saurboer \ von der 
Hvammssveit erstreckt sich der 
Sselingsdalr gegen nordwesten, wäh- 
rend der Svinadalr — tatsächlich 
nur ein enger pass — in nördlicher 
richtung zum gebirge hinaufführt. 



14.15. fimtadaginn, „donnerstag". 
Die heidnischen namen der Wochen- 
tage wurden in Island auf befehl 
des bischofs Jon von Hölar (t 1121) 
abgeschafft. 

17. fyrir Svitadal^ so ist der hof, 
der an der mündung des tales H. 
belegen ist, nach seiner läge be- 
nannt gewesen. 

18. hdlfri mprk vatfmdlSj der aus- 
druck mprk in Verbindung mit vatS- 
mdls zeigt, das vatSmdl hier für 
Ipgeyrir steht, worunter man ver- 
schiedene waaren verstehen konnte, 
obwol fries (ellenweise) als rech- 
nungseinheit verwendet wurde. Der 
betrag ist 24 „eilen*, die einen wert 
von c. 22 rm. repräsentieren. 



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152 Der traam des An hnsmagi. 

Ld. )?ar goöar viÖtQkur, pvi at |?ar var en raesta vingan. 80. Pör- 

LXYII. halla mälga kom heim til Langa um kveldit Spyrja synir 

LXVIII. Qgvffrg^ iivat hon hitti manna um daginn. Hon kvaz hafa 

hitt Kjartan Oläfsson. 31. Peir spurÖu, hvert hann aetlaöi. 

5 Hon sagöi sHkt af, sem hon vissi, — ^ok aldregi hefir hann 

yerit vaskligri en nü, ok er ]>at eigi kynligt, at slfkum monnnm 

5 }?ykki allt lägt hjä s6r/ 

32. Ok enn mselti Dorhalla: „auöfynt J?6tti m6r }>at &, at 
Kjartani var ekki annat jafnlett hjalat sem um landkaup J^eira 

10 Dörarins.* 

33. GuBrün mselti: „vel mä Kjartan J?vi allt gera djarfliga, 
)?at er honum llkar, J?vf at J^at er reynt, at hann tekr enga 
J?ä osoemS til, at neinn }?ori at skjöta skapti at möti honum." 

34. BaeÖi var hjä tali }?eira GuÖrünar BoUi ok synir 
15 Osvlfrs. I>eir Ospakr svara fä ok heldr til dleitni viÖ Kjartan, 

sem jafnan var vant. Bolli löt, sem hann heyrÖi eigi, sem 
jafnan er Kjartani var hallmselt, pvi at hann var vanr at 
)>egja eSa msela i möti. 

Die leute von Laugar legen dem Kjartan einen hinterhalt. 

XL VIII, 1. Kjartan sitr enn QörÖa dag päska & Holi; 
20 var par en mesta skemtan ok gleÖi. Um nöttina eptir 16t An 
illa 1 svefni, ok var hann vakiÖr. I>eir spurÖu, hvat hann 
hefÖi dreymt. 

2. Hann svarar: „kona kom at m6r, 6J>ekkilig, ok kipÖi 
m6r & stokk fram; hon hafÖi f hendi skälm ok trog 1 annarri; 

25 hon setti fyrir brjöst mer skälmina ok reist ä mer kviÖinn 
allan ok tok k brott innyflin ok 16t koma i staöinn hris. 
Eptir }?at gekk hon üt," segir An. 

3. Deir Kjartan hlögu mjgk at drauminum ok kv&Öu hann 

7. aUt — seTf »alles im vergleich 11. 12. pvi . . . pvij unnötige 
mit ihnen selbst geringftigig''. Wiederholung. 

at—ser, dass solche männer alle 12. 13. tekr — tily „er übt nicht 

anderen leute für minderwertig an- solche ungebtihrlichkeif*. 

sehen". Cap. XLVIII. 23. öpekHlig, „wider- 

8. 9. at — hjalat, ,dass K. von wärtig". 

keiner anderen sache so gerne 24. stokk, ,seitenrand des bettes". 
sprach". trog, „trog". 



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GuÖrün hetzt ihre brüder gegen Ejartan auf. 153 

lieita skyldü An hrismaga; )?rifu }?eir til bans ok kväÖuz leita Ld. 
skyldii, hvärt bris vseri 1 raaganum. XLVIII. 

4. Da mselti AuÖr: „eigi )?arf at spotta )?etta sv4 mjok; 
er J?at mitt tillag, at Kjartan geri annathvä,rt, at bann dveliz 
b6r lengr, en ef bann vill riÖa, ]>& riÖi bann meÖ meira liÖ 5 
beÖan en bingat.* 

6. Kjartan maelti: „vera kann, at yör }>ykki An brismagi 
mjok merkimäll, )?ä er bann sitr ä tali vi8 yÖr um dagana, 
er y5r ]?ykkir allt, sem vitran s6, )^at er bann dreymir; ok 
fara mun ek, sem ek befi äÖr setlat, fyrir J^essum draum/ lo 

6. Kjartan byz snimma fimtadag i pdskaviku, ok Porkell 
bvelpr ok Knütr broöir bans at rdÖi AuÖar. Peir riÖu meÖ 
Kjartani & leiÖ alls tolf saman. Kjartan kemr fyrir Hvftadal 
ok beimti vaöm&l I)6rb9llu mälgu, sem bann b6t. SiÖan reiß 
bann suör Svfnadal. 15 

7. Dat var tiöenda at Laugnm i Sselingsdal, at Gudrun 
var snemma d fötum, )?egar er s61u var ofrat. Hon gekk 
}>angat til, er broeSr bennar sväfu; bon tok & Ospaki. Hann 
vaknaöi skjott viÖ ok svd }?eir fleiri broeör. 8. Ok er Ospakr 
kendi }?ar systur slna, ]>& spurÖi bann, bvat bon vildi, er bon 20 
var svd snemma ä fötum. GuÖrün kvaz vildu vita, bvat j?eir 
vildu at bafaz um daginn. Ospakr kvaz mundu kyrru fyrir 
balda, — „ok er nü fätt til verknaöar.* 

9. GuÖrün mjßlti: „gott skaplyndi beföiö }?6r fengit, ef 
)?er vseriö doetr einsbvers bönda, ok lata bvdrki at ySr veröa 25 
gagn ne mein; en slfka sviviröing ok skomm, sem Kjartan 
hefir yör gort, ]?a sofi J?6r eigi at minna, at bann riÖi ber bjä 



1. hrismaga, »reisigmagen". 26.27. slika svivirding ok skomm 

8. merkimäüj ^dessen Worten man . . . pd sofi per, man übersetze: 

gewicht beilegen muss" (weil er „trotz der schmach" usw.; die hier 

zukünftige dinge vorauszusehen ver- vorliegende anakoluthie ist sehr ge- 

mag). wohnlich. Eigentümlich ist, dass 

22. at hafaz = Jiafa sik at. svivirding ok skomm in dem casus 

22. 23. kyrru fyrir halda, „sich stehen, den das verbum des- an- 
ruhig verhalten". gehängten relativsatzes (sem — ^förf ) 

23. fätt til verknatiar, „wenig zu fordert. 

verrichten*. 27. eigi at minna, at, , nichts 

25. at yt5r, „von euch". desto weniger, obgleich*. 



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154 Dem Ejartan wird ein hinterhalt gelegt. 

Ld. garSi viS annan mann, ok bafa slfkir menn mikit svfnsminni; 

XLTIII. 10. pykki mör ok rekin vän, at )?6r poni Kjartan heim at 

BOBkja, ef J?6r )?oriÖ eigi at finna hann nü, er bann ferr viÖ 

annan mann e8a l^riSja, en \>6y sitit3 beima ok lätiÖ vaenliga 

5 ok eruÖ se balzti margir.* 

11. Ospakr kvaÖ bana mikit af taka, en vera illt til m6t- 
msela, ok spratt bann upp pegar ok klseddiz ok bverr peira 
broeÖra at 9?5ram. SiÖan bjugguz )?eir at sitja fyrir Kjartani. 
12. Pä ba?5 GuÖrün BoUa til ferÖar meÖ )?eim. BoUi kvaÖ s6r 
10 eigi sama f^rir fraßndsemis sakir viS Kjartan ok tjäSi, bversn 
ä,8tsamliga Oläfr baföi bann npp foeddan. 

13. GuÖrün svarar: „satt segir pä }?at, en eigi muntu bera 
giptu til at gera svä, at Qllam J^ykki vel, ok man lokit okkrum 
samfQrum, ef J^ü skerz nndan f^rinni/ 
15 14. Ok viÖ fort9lur GuBrünar miklaöi Bolli fyrir s^r 

^ändskap allan & hendr Kjartani ok sakir ok väpnaöiz siÖan 
skjott, ok nrön nfa saman. 15. Värn ]?eir fimm sjnir Osvifrs 
Ospakr ok Helgi, VandräÖr ok Torra?5r, Porolfr, Bolli enn s6tti, 
GuÖlaugr enn sjaundi, systarson Osvifrs ok manna vsenligastr. 
20 Par var Oddr ok Steinn, synir DörboUu mdlgu. 16. Peir riöu 
til Svinadals ok ndmu staöar bjä gili )?vi, er Hafragil beitir; 
bundn ]mr bestana ok settaz niör. Bolli var blj68r um daginn 
ok l& uppi bj4 gilsj?reminum. 

17. En er J?eir Kjartan vdru komnir suör um Mjosyndi, 
25 ok rymaz tekr dalrinn, mselti Kjartan, at {^eir Porkeil mundn 

1. svinsminnij „gedäcbtnis wie 21. J3a/ra^t2, eine Schlucht an der 
ein Schwein", d.h. ein kurzes ge- ostseite des SvinadcUrj nicht weit 
dächtnis. von der mündung desselben. Ge- 

2. rekin van , „die hoffhung ver- naueren aufschiuss über die lokalität 
trieben (geschwunden)". giebt ein zusatz in einer der beiden 

4. IdtiTi voenliga^ „sprechet zu- handschriftenklassen der Laxdoela 

versichtlich *, d.h. beschränkt euch saga: pat gil liggr nortSan ör fjalU 

auf grosse werte. inu ok fram i dna; lä pjötSgatan 

6. mikit af taka, „sich darüber eptir hlitii7ini npkkuru ofar en peir 

sehr ereifern". Ösvifrssynir sdtu. 

G. 7. illt til niötmcela (gen. pl.), 24. Mjosyndi ^ ein engpass im 

, schwierig (dem) zu widersprechen". Svinadalr^ ungefähr in der mitte 

\h.miklat5ij „vermehrte*; m. Bo2H desselben. Der name ist identisch 

fyrir ser fjdndskap allan, „B. Hess mit dem namen des bekannten 

den hass in seinem herzen räum dorfes Missunde (dän. Mysunde) an 

gewinnen". der Schlei. 



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Ejartan auf dem heimwege. 155 

snüa aptr. Porkeil kvaz rlÖa mnndu, }>ar til er prytr dalinn. Ld. 
18. Ok ]>ä er )?eir komu suÖr um sei J?au, er NorÖrsel heita, XLVin. 
pä ma^lti Kjartan til }?eira broeöra, at J?eir skyldu eigi riöa ^^^« 
lengra, — „skal eigi Dörolfr, }>jöfrinn, at }>vi hlaeja, at ek 
}?ora eigi at r(Öa leiÖ mina f&mennr." 5 

19. Porkell hvelpr svarar: „J^at munu v^r nü veita J?6r 
at riöa nü eigi lengra, en iöraz munu v6r J?ess, ef v6r erum 
eigi viöstaddir, ef J^ii J?arft manna viÖ 1 dag.** 

20. t>& msdlti Ejartan: ,,eigi mun Bolli frsendi minn slä. 
banaräÖum viÖ mik; en ef J?eir Osvifrssynir sitja fyrir m6r, lo 
)?ä er eigi reynt, hvärir frä tiÖendum eiga at segja, p6 at ek 
eiga vi?5 ngkkurn liÖsmun.* 

SiÖan riÖu }?eir broeör vestr aptr. 

Ejartan wird getütet. 

XLIX, 1. Nü rlör Kjartan suÖr eptir dalnum ok )?eir }?rlr 
saman, An svarti ok Pörarinn. Porkell h6t maör, er bjo at 15 
Hafratindum i Svinadal. Par er nü auSn. 2. Hann haföi 
farit til brossa sinna um daginn ok smalasveinn hang meÖ 
honum. Peir sä hvä,ratveggju, Laugaraenn 1 fyrirsdtinni ok J?4 
Kjartan, er ]>e\r riÖu eptir dalnum )>rir saman. 3. Da ma)lti 
smalasveinn, at )?eir mundu snüa til mots viÖ p& Kjartan, 2o 
kvaÖ )>eim pat mikit bapp, ef }?eir maetti skirra vandrseSum 
svä miklum, sem ]^& var til stefnt. 

4. Porkeil raaelti: „)?egi skjött,'' segir hann, „mun foli 
)?inn nokkurum manni l(f gefa, ef bana verör auöit? Er }?at 
ok satt at segja, at ek spari hväriga til, at ]?eir eigi nü svä 25 
illt saman, sem j^eim Ifkar. 5. Syniz m6r pat betra räÖ, at vit 
komim okkr }?ar, at okkr s6 viÖ engu ha)tt, en vit megim sem 
gorst sja fundinn, ok hafim gaman af leik {^eira, pwi at J^at 

2. NortSrsel, die läge der lokalität der Svinadalr ist gegenwärtig un- 

ist unsicher. bewohnt. 

11. hvärir— segja j „weiche von 23. fölij „thor". mun föli pinn 

den beiden parteien (als über- usw., ausdruck des den heidnischen 

lebender sieger) von dem ausgange nordleuten eigentümlichen fatalis- 

wird berichten können". mus. 

25. ek—tilj „ich halte keine von 

Cap.XLIX. 15.16. a^Sa/raiiwdwm, beiden parteien für zu gut dafür", 

die läge dieses ortes ist unbekannt; d.h. ich gönne es beiden parteien. 



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156 Der kämpf bei Hafragil. 

Ld. ägsßta allir, at Kjartan s6 vigr hverjam manni betr; 6. vajntir 
XLIX. mik ok, at hann püvü nü }?es8, )?vi at okkr er }>at kunnigt, 
at oerinn er liÖsmiinr." 

Ok varÖ svä at vera, 8em Dorkell vildi. 
5 7. Deir Kjartan rfSa fram at Hafragili. En i annan staS 

gruna J?eir OsvffrsBynir, hvf Bolli mun g6r hafa J?ar svä, staöar 
leitat, er hann mdtti vel sjä, ]>& er menn riÖu vestan. 8. Peir 
gera nü rdÖ sitt, ok }>6tti sem Bolli mundi )?eim eigi vera triir, 
ganga at honnm npp ( brekkuna ok brugt^n ä glfmn ok & 

10 glens ok toku i foetr honum ok drogu hann ofan fyrir brekkuna. 
9. En ]>& Kjartan bar brätt at, er )?eir riÖu hart, ok er J?eir 
komu suÖr yfir gilit, p& sä )?eir fyrirsdtina ok kendu mennina. 
Kjartan spratt J^egar af baki ok sneri 1 moti |>eim Osvffrg- 
soniira. 10. Par stöö steinn einn mikill. Dar baÖ Kjartan ]>& 

15 vi8 taka. En aör )?eir moettiz, skaut Kjartan spjötinu, ok kom 
i skjold Dörolfs fyrir ofan raundriÖann ok bar at honum 
skjoldinn viÖ. 11. Spj6tit gekk i gegnum 8kJ9ldinn ok hand- 
legginn fyrir ofan 9lboga, ok tök J>ar i sundr aflvoÖvann; 16t 
Dörolfr p& lausan skJ9ldinn, ok var honum ön^t hgndin um 

20 daginn. 12. SiSan brä Kjartan sverÖinu ok hafÖi eigi kon- 
ungsnaut. D6rh9llusynir runnu k Pörarin, p\l at ]?eim var }?at 
hlutverk setlat. Var sä atgangr harör, )?vi at Porarinn var 
ramr at afli; }>eir väru ok vel kndir; mätti )?ar ok varla f 
milli sjä, hvärir }?ar mundu drjügari veröa. 13. Pä söttu |>eir 

25 Osvifrssynir at Kjartani ok GuÖlaugr; väru J?eir fimm, en 
)?eir Kjartan ok An tveir. An varöiz vel ok vildi aß ganga 
fram fyrir Kjartan. Bolli stöÖ hjä meÖ Fotbit. 14. Kjartan 
hjö stört, en sverÖit dugÖi illa; brä hann )?vi jafnan undir fot 
ser; uröu ]?ä hvdrirtveggju sdrir, Osvifrssynir ok An, en Kjartan 

16. 17. bar—vitf, „der schild richtigt, obgleich sämtliche hand- 

wurde dadurch (durch den wurf) an Schriften sex haben. Von den fünf 

ihn heran gedrückt". Osvifrssynir war aber Pörölfr schon 

18. aflvoSvann, „den muskel des ""f"*"'« ^«m kämpf, und gleich nach- 

oberarms- (wörtl. „kraftmuskel"). ^«' (•^- ^^' «> ^"^ auch angegeben, 

dass nur vier O.-ss. an dem kämpfe 

21. 22. pat hlutverk, „dieser teil teilnehmen, 

der arbeit". 28. brä usw., dies geschah um 

23. 24. i milli sjd, „einen unter- die durch die hiebe krumm ge- 
schied sehen". wordene klinge wieder gerade zu 

25. firnntj so in der ausgäbe be- machen. 



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Kjartan wird von Bolli getötet. 157 

var }?ä enn ekki särr. 15. Kjartan baröiz svd snart ok braust- Ld. 
liga, at J?eir Osvlfrssyair hopuöu undan ok sneru ]>& )?ar at, XLIX. 
sem An var. Pä feil An ok haföi hann \>ö bariz um hriS, 
svä at üti lägu iÖrin. 16. 1 J^essi svipan hj6 Kjartan föt af 
GuÖlaugi fyrir ofan kn6, ok var honum sä dverki oerinn til 5 
bana. Pä soekja J?eir Osvffrssynir fjorir Kjartan, ok varÖiz 
hann svä hraustliga, at hvergi f6r hann ä hsel fyrir ]7eim. 

17. Pä mselti Kjartan: „Bolli frsBndi, hvi fortu heiman, ef 
J?ü vildir kyrr standa hjä? ok er J?6r nü }?at vaenst at veita 
oörumhv&rum ok reyna nü, hversu Fotbftr dugi." Bolli 16t, 10 
sem hann heyröi eigi. 18. Ok er Ospakr sä, at J?eir mundu 
eigi bera af Kjartani, ]^ä eggjar hann Bolla ä alla vega, kva5 
hann eigi mundu vilja vita p& skömm eptir s6r at hafa heitit 
J^eim vigsgangi ok veita nii ekki, — 19. ,ok var Kjartan oss 
]>& pnugr i skiptum, er v6r hgföum eigi jafnstört til gort; ok 15 
ef Kjartan skal nü undan rekaz, ]>& miin ]76r, Bolli, svä sem 
oss, skamt til afarkosta/ 

20. Pä brä Bolli Fötbit ok sn^r nü at Kjart;ani. 

Pä msBlti Kjartan til Bolla: »vist setlar pd nü, fraindi, 
niSingsverk at gera, en miklu }>ykki m6r betra at }^iggja 20 
banorÖ af Ip&r, frsendi, en veita )?6r }?at/ 

21« SiSan kastaSi Kjartan väpnum ok vildi p& eigi verja 
sik, en p6 var hann litt särr, en äkafliga v{gm6t3r. Engl veitti 
Bolli svor mäli Kjartans, en po veitti hann honum banasär. 
22. Bolli settiz }?egar undir herSar honum, ok andaSiz Kjartan 25 
i knjäm Bolla. löraöiz Bolli )?egar verksins ok l^sti vigi ä 
hendr s6r. Bolli sendi p& Osvffrssonn til heraSs, en hann var 
eptir ok Porarinn hjä Hkunum. 23. Ok er )?eir Osvffrssynir 
kömu til Lauga, p& sogöu }>eir tlöendin. 6u8rün 16t vel yfir, 

4. sviparij .augenblick". hinweisung auf unsere saga: sem 

13. eptir »er, ,an seinen namen segir i Laxdoßla sggu. 
geknüpft". 26. 27. l^sti—sdr, „erklärte öffent- 

14. vigsgangi (dat. sg. msc), «bei- lieh, dass er den totschlag begangen 
stand im kämpfe"; für vigsgengi habe". Eine solche erklärung war 
verschrieben? durch das gesetz vorgeschrieben; 

21. banorb) „tod". widrigenfalls wurde der totschlag 
26. i knjdm Bolla ^ die ent- als (besonders straf bares) morÖ' be- 
sprechende stelle in der grossen trachtet. 

ÖlÄfs saga (Forum, säg. II, 257; 27. til heraus, „nach dem bezirk 

Flateyjarbök I, 455) enthält eine (der bewohnten gegend)". 



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158 GuSrün erhält die nacbricht von dem tode Kjartans. 

Ld. ok var ]>& bnndit nm bpndina Dörolfs, greri hon seint, ok 

XLIX. varÖ honum aldregi meinlaus. 24. Lik Kjartans var foert heim 

{ Tangu. SfSan reiS Bolli heim til Lauga. Gat^rün gekk f 

moti honum ok spnröi, hversn framoröit vari. Bolli kvaÖ p& 

5 Vera nser nöni dags J^ess. 

25. Da mselti GaÖrün: „mikil veröa hermöarverk, ek hefi 
spnnnit tölf alna garn, en pti hefir vegit Kjartan.* 

26. Bolli svarar: „J?6 msetti m^r ]?at ohapp seint or hug 
ganga, )^6tta mintir mik ekki ä ]>b.V^ 

10 27. GuÖrün mselti: „ekki tel ek slfkt meÖ öh9ppum; potü 

m^r, s6m pt hefÖir meiri metorS pkun vetr, er Kjartan var i 
Noregi, en nü, er hann tra8 yör undir fötum, }?egar hann kom 
til Islands. En ek tel )?at J?6 siöast, er m6r {?ykkir mest vert, 
at Hrefna man eigi ganga hlaßjandi at ssenginni 1 kveld.^ 

15 28. l>& segir Bolli ok var mjok reiÖr: „osynt )?ykki m^r, 

at hon fglni meir vi?$ )?es8i tiöendi en }?ü, ok )?at grunar mik, 
at )?ü brygöir )>6r minnr viÖ, p6 at v6r laegim eptir & vig- 
vellinum, en Kjartan seg?5i M tiSendum." 

29. GuÖriin fann p&, at Bolli reiddiz, ok malti: „haf ekki 
20 sllkt viÖ, pwi at ek kann J?6r mikla )?okk fyrir verkit; J^ykki 

m6r nü pat vitat, at pd vill ekki gera i moti skapi mfnu.* 

30. SiÖan gengu }?eir Osvffrssynir i jaröhüs )?at, er ]?eim 
var biiit k laun, en ]?eir Porh^llusynir v&ru sendir üt til Helga- 
fells at segja Snorra goöa pessi tföendi ok )?at meÖ, at )?aii 

25 bät^n hann senda s6r skjotan styrk til liöveizla & moti Oldfi 
ok J?eim m^nnum, er eptirmäl ättu eptir Kjartan. 

31. Pat varS til tföenda i Sa^lingsdalstnnga p& nott, er 
vfgit hafSi ort3it nm daginn, at An settiz upp, er allir hugSii, 
at dauör vseri. UrÖu )?eir hra^ddir, er vokBu yfir llkunum, ok 

30 }?6tti l?etta nndr mikit. 

32. l>& majlti An til J?eira: ,,ek biÖ yör f guös nafni, at 
p&v hrseöiz mik eigi, pvi at ek hefi lifat ok haft vit mitt allt 

G. hermtüarverkj „rUhmliche taten*. 13. ek — sidast, „und doch nenne 

7. tölf ahm gam, „garn, das fiir ich zuletzt das". 

12 eilen (fries) ausreicht". Eine solche 20. er — Kjartan, „denen es zu- 

menge garn konnte jedoch in so kam die sache wegen der tütung 

kurzer zeit von Gutirün — selbst Kjartans anhängig zu machen", 
mit hilfe ihrer dienstmägde — un- 
möglich bereitet werden. 



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TötuDg der I>örhollu8ynir. 159 

til ]?eirar stundar. at rann & mik omeginshofgi. 33. l>& dreymÖi Ld. 
mik en sama kona ok fyrr, ok J^otti m^r hon nü taka hrisit XLIX. 
ör maganum, en l^t koma innyflin i staÖinn, ok varÖ m6r ^* 
gott viÖ )?at skipti.* 

SlÖan värn bundin sär t>au, er An haföi, ok varÖ kann 5 
heill, ok var sföan kallaÖr An hrfsuiagi. 34. En er Oläfr 
Hoskuldsson spurÖi }?essi tf?5endi, ]?ä )?6tti honum mikit at um 
vlg Kjartans, en ]?ö bar hann drengiliga. Peir synir bans 
vildu ]?egar fara at Bolla ok drepa hann. 

35. Olafr segir: ^}>at skal Qarri fara; er m^r ekki sonr lo 
minn at boettri, J?ö at BoUi ß6 drepinn, ok unna ek Kjartani 
um alla menn fram, en eigi mätta ek yita mein Bolla; en s6 
ek ySr makligri s^slu; 36. fari |>6r til mots viÖ Porh^llusonu, 
er peir eru sendir til Helgafells at stefna liöi at oss; vel Ukar 
m6r, J>6tt }>6r skapiÖ }?eim Blikt viti, sem yÖr Hkar.* 15 

37. SiÖan snaraz J^eir til ferfiar Oläfssynir ok gengu k 
feiju, er Olafr dtti; väru J?eir sjau saman; röa üt eptir Hvamms- 
firöi ok soekja knäliga ferÖina. 38. Peir hafa veör litit ok 
hagstoett. Peir röa undir seglinu, J?ar til er }?eir koma undir 
Skorey, ok eigu )>ar dvol nokkura ok spyrjaz )?ar fyrir um 20 
feröir manna. 39. Ok litlu sfSar gjä }?eir skip roa vestan um 
flgröinn; kendu )>eir brätt mennina; v&ru ]?ar DorhpUusynir. 
Leggja J?eir Halldorr )?egar at ]?eim. 40. Par varS engi viÖ- 
taka, }?vi at )?eir Oläfssynir bljopu }>egar üt k skipit at )?eim. 
yr?5u }?eir Steinn handteknir og h9ggnir fyrir borÖ. Peir 25 
Oläfssynir snüa aptr, ok J?6tti J?eira ferÖ allskorulig vera. 

Der process wegen der tötung des Kjartan wird eingeleitet. 
L, 1. Oldfr för i moti liki Kjartans. Hann sendi menn 
suÖr til Borgar at segja Porsteini Egilssyui {^essi tiöendi ok 



J. omeginshofgi, „schwere olin- 14. at oss, „gegen uns". 

™*^ '. , 19. Pdr — seglinu . ,sie bedienen 

11. a* 6«ttn, , dadurch mehr ge- ^.^^ ^^^ ^^^^^^H^^ ^^^^»^^3 ^^ 

bdsst". Der smn der stelle ist: „der 



kommen) beim segeln auch noch 
der rüder". Vgl. c. 30, 8. 



kummer nm den tod meines sohnes 
wird dadurch nicht kleiner ,^ dass 

Belli getötet wird*. 20. Skorey, jetzt Skoreyjar, insel 

12. mdtta ek vita, .könnte ich nordöstlich von Pörsn^. 

vertragen zu wissen*, d.h. könnte 25. hpggnir fyrir borti, „nieder- 

ich dulden. gehauen und über bord geworfen*. 



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160 



Der process wegen der tötuDg Kjartans wird eingeleitet. 



Ld. L. I^at rnet^, at hann vildi hafa styrk af honnm til eptirmäls; ef 
stormenni sloegiz f möti meS Osvifrssonum, ]>& kvaz hann allt 
vildu eiga undir 86r. 2. Slik orÖ sendi hann norör i ViÖidal 
til Gut^mnndar mägs gfns ok ]7eira Asgeirssona, ok {'at meS, 
5 at hann haf Öi \fBt vlgi Kjartans ä hendr gUum mgnnum, J?eim 
er i tilfgr hgföu verit, nema Ospaki Osvifrssyni — 3. hann 
var äÖr sekr um konu )?ä, er Aldis h^t, hon var dottir Hglm- 
ggngu-Ljüts af Ingjaldssandi. 4. Peira son var Ulfr, er siÖan 
var stallari Haralds konangs SigurOarsonar; hann ätti Joranni 
10 Porbergsdüttur. Peira son var J6n, faöir Erlends himalda, 
foöur Eysteins erkibyskups. 5. Oläfr haf?5i lyst vigsokinni til 
Porsnessf'ings. Hann 16t flytja heim lik Kjartans ok tjalda 
yfir, }?vi at )?d var engi kirkja ggr i Dglum. 6. En er 014fr 
spuröi, at Porsteinn haföi skjott viÖ brugöit ok hafÖi tekit 



Cap. L. 5. at—pllum usw., ,dass 
er alle ... für mitschuldige an der 
tütiing des Ejartan erklärt habe". 

6. nema Öspakij weil Ö. bereits 
geächtet war, wäre eine zweite Ver- 
urteilung überflüssig gewesen. 

7. 8. Aldis . . . döttir Hölnigpngu- 
LjötSf diese frau nennt die Land- 
ndmabök (II, 28) Asdis und be- 
zeichnet sie als Schwester des 
Ljötr. Dieser letztgenannte, der 
auch in der HavarSar saga Isfirtüings 
H61mgongu - Ljötr heisst, führt in 
der Landnamabök den ganz ver- 
schiedenen beinamen spakL 

8. af Ingjaldssandi, I. ist ein be- 
zirk im nordwestlichen Island (an 
der Südseite des QnundarfjortSr). 

8—11. ülfr— Eysteins erkibyskups, 
über die hier genannten personen 
sei folgendes bemerkt; ülfr Öspaks- 
son, der bis zu seinem tode dem 
norwegischen könige Haraldr hartS- 
rdtii SigurtSsson (1047—1066) diente, 
hatte an den griechischen kriegs- 
abenteuern dieses fürsten teilg - 
nommen und gehörte zu seinen ver- 



trautesten freunden; seine frau 
Jörunn (eine tochter des norwe- 
gischen häuptlings Porbergr Äma- 
son) war eine Schwester der ge- 
mahlinn des könfgs, Pöra. Ihr 
enkel Erlendr führte, aus uns un- 
bekannter Ursache, den beinamen 
himaldi („dummkopf"); dessen söhn 
Eysteinn (erzbischof von Drontheim 
1157—1188) war ein eifriger Vor- 
kämpfer für die macht der katho- 
lischen kirche. 

II. 12. lyst ~ Pörsnesspings , , er- 
hebt die klage wegen des tot- 
schlages beim Hrsnesthiug". Ueber 
dieses siehe c. 18, 3. Da die gegner 
des Kjartan gewiss alle diesem 
thingbezirk angehört haben, musste 
gesetzlich die sache hier anhängig 
gemacht werden, falls der kläger 
es nicht vorzog, sie sogleich vor 
das viertelgericht am allthing zu 
bringen. 

13. engi—Dplum, als der tot- 
schlag stattfand (im jähre 1003), 
waren erst drei jähre seit der ein- 
fUhrung des Christentums in Island 
verflossen. 



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Oläfr päi wird als richter in seiner eigenen sacbe anerkannt. 161 

upp mikit ^olmenni, ok svk peiv VfÖdoelir, p& laetr Oldfr safha Ld. 
m9nnum fyrir um alla Dali; var ]?at mikit fjglmenni. 7. SiÖan L. LI. 
sendi 014fr liÖ }?at allt til Lauga ok maelti svä: ,l>at er minn 
vili, at )?6r veriö BoUa, ef hann J^arf, eigi verr en p&r fylgiÖ 
m6r, ]?vi at nser er J?at minni aetlan, at l?eir )?ykkiz ngkkut 5 
eiga eptir sinum hlut at sjä viÖ hann, utanherat5smennirnir, er 
nü mnna brätt koma & hendr oss/ 

8. Ok er ]?essa var skipat meö ]?essum hsetti, ]>& kömu 
]?eir Dorsteinn ok svä, VlÖdoelir, ok väru }>eir enir ööustu. 

9. EggjaÖi Hallr GuÖmundarson mest ok Kälfr Asgeirsson at 10 
ganga skyldi at BoUa ok leita Osvifrssona, )?ar til er )>eir 
fyndiz, ok 89gÖu, at )?eir mundu hvergi ör heraÖi famir. 

10. En meÖ )>vl at Oldfr latti mjok at fara, pk vdru börin ä 
milli sdttmdl, ok var }>at au?s6tt viÖ BoUa, pwl at hann baÖ 
0\&{ einn rdöa fyrir sina hond; en Ösvifr sä engl sin efni at 15 
msela 1 möti, )?vf at honum kom ekki US frä Snorra. 11. Var 
pk lagör ssettarfundr i Lj4rsk6gum; k6mu mM oll öskoruÖ 
nndir Olaf; skyldi koma fyrir vig Kjartans, svä sem Oläfi 
likaöi, f6 ok mannseköir. SlÖan var slitit saettarfundi. 12. Eigi 
kom BoUi til saettarfundarins, ok r68 014fr )?vf. GerÖum 20 
skyldi upp lüka d Pörsnessj^ingi. Nü riÖu )?eir Myramenn ok 
VlÖdoelir 1 HjarÖarholt. 13. Porsteinn Kuggason bauÖ Äsgeiri 
syni Kjartans til f6strs til hugganar viÖ Hrefnu, en Hrefna f6r 
norSr meÖ broeörum sinum ok var mj§k harm}?rungin; en p6 

bar hon sik kurteisliga, \>vl at hon var viÖ hvern mann l^tt 25 *^ 
{ mäli. 14. Engan t6k Hrefna mann eptir Kjartan. Hon lifSi 
lltla hrfS, siSan er hon kom norSr, ok er ]7at sogn manna, at 
hon hafi sprungit af strföi. 

Öläfr päi legt den gegnem Kjartans ihre strafe auf. 

LI, 1. Lfk Kjartans st68 uppi viku i HjarÖarholti. Por- 
steinn Egilsson haföi gera Idtit kirkju at Borg. Hann flutti 30 
lik Kjartans heim meÖ s6r, ok var Kjartan at Borg grafinn. 

8.160,14 — 161,1. tekit uppj ,auf 5. 6. npkkut — hann, „in irgend 

die beine gebracht*. etwas veriust durch ihn erlitten zu 

1. ViffdceliTf „bewohner des Fi&i- haben*. 

dälr*, hier namentlich das geschlecht 6. utanheratSsvnennimir, ,die leute 

von Äsgeirsd, aus den fremden bezirken". 

Sagabibl. IV. U 



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162 Das urteU des Öl4fr päi. 

Ldc LI. l>& var kirkja n^vigÖ ok f hvltaväöum. 2. SlÖan leiÖ til 
PörsnessJ^ings. V&ru }?ä mal til biiin k hendr J?eim Osvifrs- 
^ Bonum, ok urÖu }?eir allir sekir. Var gefit ft til, at J?eir skyldi 
Vera ferjandi, en eiffa eigi ütkvsemt, meöan n9kkurr Ol&fssona 
5 Vdßri ä dggum e&a Asgeirr Kjartansson; 3. en GuSlaugr, systnr- 
son Osvlfrs, skyldi vera ögildr fyrir tilfgr ok fyrirsät viÖ 
Kjartan, ok 0ngvar skyldi Porolfr scemöir hafa fyrir äverka 
p&, er bann hafSi fengit. Eigi vildi Oläfr lata soekja BoUa 
ok baS bann koma U fyrir sik. 4. Petta llkaSi {^eim Hall- 

10 döri ok Stein)?6ri störilla, ok svd ^llum sonum Olafs, ok kväöu 
]?ungt mundn veita, ef BoUi skyldi sitja samberaÖs viÖ ]>&. 
Oläfr kvaÖ bl^Öa mundu, me?5an bann vsBri & fötum. 5. Skip 
st68 uppi i Bjarnarb9fn, er ätti AuÖun festargarmr. Hann var 
ä )7inginn ok maelti: „t^at er til kostar, at ]>essa manna sekS 

15 mun eigi minni i Noregi, ef vinir Kjartans Ufa.* 

6. Pä segir Osvlfr: „}?ü, festarbundr, munt veröa eigi 
sannsp&r, pvi at synir mfnir munu vera viröir mikils af tignum 
m9nnum, en }?ü, festargarmr, munt fara 1 troUendr i sumar." 

7. AnSnn festargarmr for utan psA snmar ok braut skipit 
20 vis Fsereyjar. Dar tyndiz bvert mannsbarn af skipinu; }?ötti 

J?at mJ9k bafa & brinit, er Osvlfr baföi spät. 8. Ösvifrssynir 
föru utan J?at sumar, ok kom engl )?eira üt sfÖan. Lauk J7ar 
eptirmäli, at Öläfr pötA bafa vaxit af )>vf, at bann l^t pSiY 
meÖ beini ganga, er makligast var, )>ar er J?eir väru Osvifrs- 
25 synir, en bliföi BoUa fyrir fraendsemis sakir. 9. Ölkfr }?akkaÖi 
m9nnum vel lit^veizlu. Bolli bafSi landkaup f Tungn at räöi 

Cap. LI, 1. iÄvitovaÖwm, hiernach 13. festargarmr, „ kettenhund * ; 

worden also die neugebauten kirchen beiname = festarhwndr (z. 16). 

bei ihrer einweihung mit weissem Autiun f, kommt auch in der Gunn- 

stofif dekoriert, wie ja auch die zum laugs saga ormstungu vor (c. 5—6). 

Christentum tibertretenden heiden 14. er tu kostar, vgl. zu c. 20, 14. 

bei der taufe weisse kleidung an- 18. i troUendr = i trolla hendr, 

legen mussten. „in die hände der unholde"; fara 

4. vera ferjandi, sonst durfte kein i t, „ins ungltick geraten*, 

schiff geächtete an bord nehmen. 23. 24. hann Ut ganga metS beini, 

11. pungt mundu veita, , ihnen ,er Hess (den hieb) längs dem 
schwer fallen würde". knochen gehen*, d. h. er verfuhr 

samheratSs (adv.), ,in demselben rücksichtslos, kannte keine scho- 

bezirke". nung. 

12. vasri ä fötum, „am leben 26. landkaup i T,, «ankauf des 
wäre". hofes T.". 



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torleikr BoUason wird geboren. 163 

Olafs. Pat er sagt, at Oldfr lifÖi prjk vetr, siÖan Kjartan var Ld. 
veginn. En siÖan er hann var allr, gkiptu J^eir synir hans ^^* ^^* 
arfi eptir hann. 10. Tök Halldörr büstaÖ i HjarÖarholti. Por- 
gerör moöir J?eira var meÖ Halldori. Hon var mJ9k heiptar- 
fengin til BoUa, ok pötü sär fogtrlaunin. 5 



I>orleikr Bollason wird geboren. An torkell 4 Hafratindum wird räche 

genommen. 

LH, 1« Dan Bolli ok GnSrün settn bü saman nm värit i 
Sa^lingsdalstangu , ok var8 pat brätt risuligt. Pan Bolli ok 
GuÖrün gä,tu son. Peim sveini var nafn gefit, ok kallaör Por- 
leikr. Hann var vsenn sveinn snemma ok vel fljotligr. 2. Hall- 
dörr Oläfsson bjö i HjarÖarholti, sem fyrr var ritat; hann var 10 
mJ9k fyrir )?eim brceörum. 3. Pat v&r, at Kjartan var veginn, 
tök PorgerÖr Egilsdöttir vist frsendsveini sinum meÖ Porkatli 
at Hafratindam. Sveinninn gsetti ]?ar Qär um sumarit. 4. Honam 
var Kjartan mJ9k harmdauÖi sem 98rum. Hann mdtti aldri 
tala til Kjartans, sv4 at Dorkell vseri hjä,, }?vi at hann mselti 15 
jafnan illa til hans ok kvat3 hann verit hafa hvftan mann ok 
hnglausan, ok hermSi hann opt eptir, hverneg hann hafSi vi& 
orÖit äverkann. 5. Sveininum varö at }?essu illa getit, ok ferr 
1 HjarÖarholt ok segir til Halldori ok Porger?5i ok baÖ }>au 
vi8t9ku. PorgerÖr baÖ hann vera 1 vist sinni til vetrar. 20 
6. Sveinninn kvaz eigi hafa }?rött til at vera }?ar lengr, — „ok 
mundir )?ü mik eigi biSja )?essa, ef )>ü vissir, hversu mikla 
raun ek hefi af }?essn.* 

5. sär föstrlaunifij „ein schlechter Olafs söhn Halldörr, als selbständiger 

lohn für die erziehung (des Bolli)". inhaber des väterlichen hofes HjarÖ- 

arholt auf, auf dem neben ihm die 

Cap. LII. 9. vel fljotligr^ „früh- mutter als hertin waltet. 

J'eif". 16. hvitan, wörtl. „weiss"; hier 

11. M- veginn usw., eine eigen- wahrscheinlich .weibisch«, 

tiimliche chronologische Unsicherheit ^ ^ Mglausan, „mutlos«, 

tritt hier zu tage. Obgleich es .*. , , ^ . *... 

(c.51,9) gesagt ist, dass ÖUfr päi 1^ ^^' vx^-^ averkann, d.i. ortSit 

nach dem tode Kjartans noch drei ^^ (P^aep.) av. 

jähre lebte, tritt hier schon kurz 18. var^-- getit, .wurde dabei 

nach dem tode Kjartans, bei der ^hel zu mute". Vgl. c.34,5. 

tötung des I>orkell d Hafratindam, 19. segvr til, «giebt nachricht". 

11* 



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164 I>orkell k Hafratindum wird getötet. 

M. LH. 7. l>& gekkz PorgerÖi hugr viÖ harmtglur hans, ok kvaz 

mnnda lata honnm uppi vist fyrir sina hgod. 

Halldorr segir: ^gef ekki gaum sveini ]>essnm, pYi at bann 
er ömerkr.* 
5 8. t>& svarar PorgerÖr: »Htils er sveinn verör,* segir hon, 
«en Porkatli hefir alls kostar illa farit }?etta mal, pvi at bann 
vissi fyrirsät Langamanna fyrir Kjartani ok vildi eigi segja 
bonum, en gerSi q6t af gaman ok skemtan af yit3skiptam 
J>eira, en befir si?5an lagt til mgrg övingjarnlig orÖ; 9. mun 

10 yör fjarri fara broeörnm, at y&r muniÖ J?ar til befnda leita, 
sem ofrefli er fyrir, en ]>&r getiö eigi launat sfn tillgg slikum 
mannfylum, sem Porkell er.* 

Halldörr svarar f& b6r um, en baÖ PorgerÖi räöa viat 
sveinsins. 

15 10. Fäm dogum slÖar rlör Halldörr beiman ok J>eir 

nokknrir menn saman. Hann ferr til Hafratinda ok tök büs 
ä Dorkatli; var Porkell leiddr üt ok drepinn, ok varÖ bann 
ödrengiliga viÖ sitt liflät. 11. Engu 16t Halldörr raena ok för 
beim viÖ svd büit Vel 16t DorgerÖr yfir )>essu verki, ok }?ötti 

20 minning sjä betri en engi. Petta snmar var kyrt at kalla, ok 
yar pö et fsesta meS ]?eim BoUa ok Oläfssonnm. 12. L6tu 
}?eir broeör et ölinligsta viÖ BoUa, en bann vaßgöi 1 gUu fyrir 
]>eim frsendum, ]?ess er bann minkaSi sik 1 engu, pvi at bann 
var enn mesti kappsmaSr. Bolli bafSi fjglment ok belt sik 

25 rlkmannliga, J?vf at eigi skorti f6, 13. Stein)?örr Ol&fsson bjö 
ä DgnustpSum f Laxdrdal. Hann ätti Purföi Asgeirsdöttnr, er 

1. gekkz PorgertSi hugr, .wurde gemachtes versehen)", daher strafe, 

das gemüt der 1>. bewegt*. räche. 
harmtplWj „klagen". 21. et fcesta, „ein sehr kaltes ver- 

4. ömerkTj „unzuverlässig*. hältnis". 

5. er um . . . verir, „taugt nicht ,. ^2. et ölinligsta, .sehr ungümpf- 

viel«. ^^^^ • 

T- T 28. bess er, «so dass**. 

^ 6. Porkatli-^mdl, .!>. hat sich in ^.^^j. ^^ .^j^ verringerte« 

jederhmsichtmdiesersacheschlecht ^^ ^ ^.^^ demütigte), 

aufgeführt". 2^ kappsmafSr, ,.„ unbeugsamer 

16. 17. tök hÜ8 (neutr. pl.) d ßor- mann«. 

katli, .nahm K in seinem hause ge- 26. d Dpnustpbum, D. ist ein hof 

fangen«. Vgl. c.47,3. im oberen Laxdrdalr, an der süd- 

20. minning, „erinnerung (an ein seite des flnsses. 



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Die rachsacht der I>orgerÖr Egilsdöttur. 165 

dtt haföi Porkeil kuggi. Peira son höt Steiü}>örr, er kallaÖr Ld. LII. 
var gröslappi. liHI. 

I>orgert$r fordert ihre söhne auf an Bolli räche zu nehmen. 

Lin, 1. Eon nsßsta vetr eptir andiät Olafs H^sknldssopar 
)?d sendir PorgerÖr Egilsdöttir orö Stein}?6ri syni sinum at 
äliCnum vetri, at bann skyldi koma k fund heunar. 2. Ok er 5 
}7au moeSgin hittaz, segir hon honnm skil ä, at hon vill fara 
heiman ok vestr til Sanrbcejar at hitta AuSi vinkonu sina. 
Hon segir Halld6ri, at bann skal fara. Pan väru fimm saman. 
Halldörr fylgSi m6Sar sinni. 3. Fara nü, til t^ess er psm koma 
fyrir boßinn 1 Sselingsdalstungu. Pä sneri PorgerSr bestinnm lo 
upp at bcenum ok spurÖi: „bvat beitir beer sjä?* 

4. Halldorr svarar: »}?e88 spyrr pt eigi af )?vi, m68ir, at 
eigi vitir J?ü ä?5r. Sjä beer beitir 1 Tungu.* 

„Hverr b;fr h^r?" segir bon. 

Hann svarar: „veiztu )?at, moBir.* 15 

5. Pä segir PorgerÖr ok bl^s viÖ: „veit ek at visu," segir 
bon, „at b6r b^r Bolli, brööurbani yÖvarr, ok furÖu öUkir uröu 
p6v yörum frsBndum gofgum, er ]?6r viliÖ eigi befna ]?yfllks 
broöur, sem Kjartan var; 6. ok eigi mundi sv4 gera Egill 
mööurfaöir yÖvarr; ok er illt at eiga däölausa sonn; ok vist 20 
aetla ek yÖr til j^ess betr felda, at J?6r vaeriÖ doetr fgöur yövars 
ok vsßriÖ giptar. 7. Kemr b6r at }?vi, Halldörr, sem maelt er, 
at einn er au?5kvisi settar bverrar, ok sü er m6r auösaest ö- 
gipta Olafs, at bonum glapSiz svä mJQk sona eignin. 8. KveS 
ek J?ik af }?vl at }?essu. Halldörr,* segir bon, „at }?ü )?ykkiz 25 

2. gröslappi, beiname von un- fasste dies wort als avJc-visi (von 

bekannter bedeutung. auk und vesa, später vera), eigentl. 

„einer der in der familie überflüssig 

Cap. LIII. 22. Kemr-—pvij „es ist*. Dasselbe Sprichwort auch in 

zeigt sich nun'*. ÖUfs s. helga (1853) s. 145,22. 

«em mceW er, „wie das Sprichwort 23. 24. aü — Öläfa, ,das war 

lautet". meines erachtens das grösste un- 

23. audkvisif , entarteter mensch", glück Ö14fs". 

Als die ursprüngliche form hat man 24. sona eignin , „der besitz an 

ein *a/%vm angenommen ;K.Gisla8on söhnen", d.h. die söhne die er er- 

(vgl. E. Jonsson, Oldn. ordbog) sah halten hatte, 

jedoch das auch vorkommende 24. 25. Kveti ek pik . , , at pessu, 

avJcvisi fUr die urform an und ,an dich richte ich die auff orderung". 



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166 Die brüder Kjartans bescbliessen ibn zu räcben. 

Ld. im. mest fyrir yÖr broe?5rum. Nu munum v6r aptr snüa, ok var 
LIY. )?etta erendit mest at minna yör k J?etta, ef \>6r mynÖiÖ 
eigi äör.* 

9. Pä svarar Halldorr: »ekki munum v6r )?6r )?at kenna, 
5 mööir, )?ütt 0S8 1181 6r hug }?etta/ 

Halldorr svarar h6r fä um, ok pö l^rütiiaÖi honum mjgk 
m68r til Bolla. 

10. LiÖr nü vetr sjä, ok er sumar kemr, p& liör framan 
til }?ing8. Halldörr l^sir }?ingreiÖ sinni ok )?eir broeör bans. 

10 Rl?5a }>eir meÖ mikinn flokk ok tjalda büÖ )?ä, er Oldfr hafSi 
dtt. Var J?ingit kyrt ok tföendalaust. 11. Peir vdru ä )>ingi 
noröan VlÖdoelir, synir GuÖmundar Solmundarsonar. BarÖi 
GuÖmundarson var }?& ätjdn vetra gamall, bann var mikill 
maÖr ok sterkr. Oläfssynir bjöÖa BarÖa frsenda ginum heim 

15 meÖ B6r ok leggja til )?ess mgrg orÖ. 12. Hallr GuÖmundar- 
son var pk eigi h6r k landi. BarBi tok }?essu vel, pvi at 
dstüÖigt var meÖ J?eim fraendum. Ri8r nü BarÖi vestr af Jringi 
meÖ ]?eim Oldfssonum. Koma J?eir beim i HjarÖarbolt, ok er 
BarÖi }?ar um sumarit, }?at sem eptir var. 

Der tiberfall gegen Belli wu-d verabredet. 

20 LIV, 1. Nü segir Halldorr BarÖa i bljööi, at }?eir broeÖr 
setla at fara at Bolla, ok sogSuz eigi lengr ]?ola fr;fju moöur 
sinnar, — „er ekki p\i at leyna, BarÖi fraendi, at mjok var 
undir heimboöi viÖ }?ik, at \6r vildim h6r til bafa J^itt liösinni 
ok brautargengi.* 

25 2. Pä svarar BarÖi: „illa mun J^at fyrir msBlaz at ganga 
& saettir viÖ frsendr sina, en i annan staÖ syniz m6r Bolli 
torsottligr. Hann hefir mart manna um sik, en er själfr enn 
mesti garpr; pur skortir ok eigi vitrligar räÖagerÖir, er J^au 
eru GuÖrün ok Osvlfr. Pykki m6r viÖ )?etta allt saman ö- 

30 auösottligt.* 

3. Halldorr segir: „bins munu v6r }?urfa at torvelda ekki 
}?etta mal fyrir oss. Hefi ek ok J?etta eigi fyrri upp kveöit, 

4. ß&r pat kenna y .dir schuld auf reisen, bis er c. 1010 in Nor- 

geben**. wegen erschlagen wurde. Siehe 

16. eigi — landi, Hallr war ge- HeitJarviga saga c. 13. 
wQhnlich als fahrender kaafmann 



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Die Verbindung gegen BoUi. 167 

en )?at mun framgengt veröa, at v^r munum til leita hefnd- Ld. LIY. 
anna vi?5 BoUa. Vsenti ek ok, fraendi, at pti skeriz eigi undan 
fer?5 pessi meÖ oss." 

4. BarÖi svarar: ,veit ek, at J?6r mun ösannligt J>ykkja, 
at ek vlkjamz undan. Mun ek pai ok eigi gera, ef ek sä, at 5 
ek fsB eigi latt* 

5. ,P4 hefir )?ü vel af mdli,* segir Halldorr, „sem vdn 
var at* 

BarÖi sagöi, at pQir mundu verSa räSum at at fara. 

Halldorr kvaz spurt hafa, at BoUi liafQi sent heiman menn 10 
sina, suma norör til HrütafjarÖar til skips, en suma üt & 
strond, — 6. „)?at er m6v ok sagt, at BoUi s6 at seli i SsbI- 
ingsdal, ok s6 )?ar ekki' fleira manna en hüskarlar )?eir, er }?ar 
vinna heyverk. S^niz m6r svä, sem eigi muni f annat sinn 
s;:^nna at leita til fundar viÖ BoUa en nü.* 15 

Ok J>etta sta?5fe8ta )?eir meÖ s6r. Halldörr ok BarÖi. 

7. Ma8r h6t Porsteinn svarti, bann bj6 i Hundadal { 
BreiÖafjarÖardolum, vitr maör ok auöigr; bann baföi verit 
langan tlma vinr Oldfs pä; systir Porsteins bot Sölveig, hon 
var gipt J?eim manni, er Helgi h6t ok var HarÖbeinsson. 20 

8. Helgi var mikill maör ok sterkr ok farmaÖr mikill, hann 
var nykominn J?& üt ok var ä vist meÖ Porsteini mägi sinum. 
Halldörr sendir orÖ Porsteini svarta ok Helga mägi hans; 

9. en er )?eir kömu 1 HjarÖarholt, segir Halldörr }?eim setlan 
slna ok rdÖagerÖ ok ba5 ]>& til feröar meS sör. Porsteinn Ut 25 
illa yfir }>essi setlan, — ,er )?at enn mesti geigr, at J^ör fraendr 
skuluS drepaz niSr ä leit^ fram. Eru nü fair sllkir menn i 
yövarri aett, sem BoUi er.* 

10. En pö at Porsteinn maelti slikt, p& kom fyrir ekki. 
Halldörr sendir orö Lamba foöurbrööur slnum, ok er hann so 
kom ä fund Halldörs, ]>& sagSi hann honum setlan sina. 
Lambi fysti mJ9k, at J>etta skyldi fram ganga. 11. PorgerÖr 
hüsfreyja var ok mikill hvatamaör, at }?essi ferö skyldi takaz; 

Cap. LIV. 4. ösannligtf „unge- 17. svarti, ,der schwarze^, bei- 

btihrlich". name. 

9. at at fara, das erste at ad- 27. drepaz — fram, , zukünftig ein- 

verbiell. ander durch totschlag vernichten". 

12. strond f wahrsch. Fellsstrpnd, 29. pd—ekki, „so nützte es den- 

die nordküste des Hvammsfjortir, noch nichts*. 



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168 



Der ttberfiill gegen BoUi. 



Ld.Liy.kvaz aldri befnt pjkkja Ejartans, nema Bolli koemi fyrir. 

I^V. Eptir )?etta büaz peiv til feröar. 12. I J^essi ferö v&ru )?eir 

Oldfßßynir fjorir, enn fimti var Bart3i — J^essir väru Oläfs- 

synir: Halldörr ok SteinJ^orr, Helgi ok Hosknldr, en BarÖi var 

5 son GnÖmnndar — , s^tti Lambi, sjanndi Dorsteinn, dtti Helgi 

mägr haus, nlnndi An hrfsmagi. 13, DorgerSr r6z ok til ferSar 

meS )?eim; heldr lottn }>eir {^ess ok kväSn slikt ekki kvenna- 

feröir. Hon kvaz at visu fara skyldu, — „pYi at ek veit 

ggrst um yör sonn mlna, at )?nrfi pir bryningina." Peir segja 

10 hana räSa mundn. 



Bolli wird getötet 

LY^ 1. Eptir }>at rfSa }7eir heiman ör HjarSarholti nfu 
saman; DorgerÖr var en tlunda. Pau rlöa inn eptir fJ9ram 
ok ßvä til Ljärsköga. Pat var ^ndverBa nött. 2. L6tta eigi, 
fyrr en t^an koma i Sselingsdal, pk er nokkut var mornat. 

15 Skögr )?ykkr var 1 dalnnm 1 ]?ann tlÖ. Bolli var )?ar i seli, 
gern Halldorr haf Öi spnrt. Selin st68n vi8 äna, p9,T gern nd heita 
BoUatoptir. 3. Holt mikit gengr fyrir ofan selit ok ofan at 
Stakkagili. Milli bllöarinnar ok holtsins er engi mikit, er 1 Barmi 
heitir; )?ar unnu hiiskarlar Bolla. 4. Peir Halldorr ok bans foru- 

20 nautar riöu at Oxnagrof, yfir Ednarv9llu ok svä fyrir ofan 
Hamarengi, )?at er gegnt selinu; )?eir vissu, at mart manna var 



1. nema — fyrir j „wenn nicht B. 
an die stelle käme", d. h. zur Ver- 
geltung getötet würde. 

9. at purp, per = at per purfitf. 

Cap. LV. 12. inn eptir fjorum, 
„das zur zeit der ebbe trockene 
ufer entlang'*. Ein solcher Strand 
bietet einen ungewöhnlich guten 
weg dar. 

15. Skögr pykkr, skögr bedeutet 
hier, wie gewöhnlich in Island, 
birkengestrüpp. 

17. Bollatoptirj man zeigt die 
trilmmer dieser sennhütte noch im 
tale an der ostseite des flusses. 

18. i Barmi ^ B. ist eine wiesen- 



strecke in dem Soelingsdalrj an der 
ostseite des flusses, durch eine an- 
höbe von diesem geschieden. 

20. 21. at Oxnagröf — gegnt selinUj 
0. ist eine einsenk ung in dem 
Scelingsdalr, an der Westseite des 
flusses ; die stelle ist jetzt unbekannt, 
muss aber den BoUatoptir gegen- 
über gesucht werden. Ednarvellir 
ist die benennung des tieflandes 
unterhalb der felsenkluft Bdnargil, 
an der Westseite des flusses. Der 
name Hamarengi ist gegenwärtig 
auch verschollen, die lokalität aber 
muss man an der Westseite des 
flusses, nördlich von Bdnarvellirj 
suchen. 



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Bolli wird in seiner sennhütte angegriffen. 169 

at selinu; stfga af baki ok setlnöu at blQa j^ess, er menn foeri Ld. LY. 
M selinu til verks. 5. SmalamaSr BoUa f6r at fö snemma 
um morgininn nppi 1 hliÖinm; hann sd mennina f sköginnm 
ofc Bvd hrossin, er bündln viru; hann grunar, at )?etta muni 
eigi Vera friömenn, er svd leyniliga foru; hann stefnir )?egar 5 
heim et gegnsta til selsins ok setlar at segja BoUa kvämn 
manna. 6. Halldörr var skygn maör. Hann 86r, at maÖrinn 
hleypr ofan ör hllÖinni ok stefndi til selsins. Hann segir 
fgrunantum smum, at ]7at mnn vera smalamaör BoUa, — ?• „ok 
mnn hafa s6t ferS vdra; skalum v^r nü gera f moti honam lo 
ok Uta hann engri njösn koma til selsins/ 

Peir geröu, sem hann mselti fyrir. An hrismagi varÖ }?eira 
skjötastr ok getr farit sveininn, tekr hann upp ok keyrir niör. 
Pat fall varÖ k p& leiÖ, at hryggrinn brotnaÖi 1 sundr i svein- 
innm. SlÖan riöu ]?eir at selinu. 8. Selin väru tvau, svefhsel 15 
ok bür. Bolli haföi verit snemma & fötum um morgininn ok 
skipat til yinnu, en lagiz pk til svefns, er hüskarlar föru i 
brott, Pau vdru tvau 1 selinu, Bolli ok GuÖnin. 9. Dan 
vgknuBu vis dyninn, er )?eir hlupu af baki ; heyröu )?au ok, er 
J>eir roeddu um, hverr fyrstr skyldi inn ganga f selit at BoUa. 20 
BoUi kendi mdl Halldors ok fleiri ^eira forunauta. 10. Bolli 
mselti viÖ GuÖrünu ok baÖ hana ganga ör selinu i brott ok 
segir, at &k einn mundi fundr ]?eira verSa, er henni mundi 
ekki gaman at verBa. GuÖrün kvaz hyggja, at )?au ein tiÖendi 
mundi )?ar verÖa, at hon mundi sjä mega, ok kvaÖ BoUa ekki 25 
mundu mein at s6r, ):>ött hon vseri nser honum stQdd. 11. Bolli 
kvaz )?essu' räÖa vilja, ok svä var, at GuÖrün gekk üt ör 
seUnu. Hon gekk ofan fyrir brekkuna til loekjar )?es8, er J?ar 
feil, ok tök at pvk lörept sin. 12. Bolli var nü einn 1 selinu; 
hann tök vdpn sin, setti hjälm ä hofuö s6r ok baföi skjold 30 
fyrir s6r, en sverBit Fötbit i hendi; enga hafÖi hann brynju. 
13. Peir Halldörr roeÖa nü um meÖ s6r, hversu at skal orka, 
]7vl at engl var füss at ganga inn 1 selit. 

I>ä mselti An hrismagi: „eru )?eir menn h6r 1 ferÖ, er 
Kjartani eru skyldri at frsendsemi en ek, en engl mun sä, at 35 

6. et gegnsta, „auf dem kürzesten 32. hversu at skal orka = h. skal 

wege". orka at, „wie man das werk an- 

10. gera, hier „eilen*. fangen solle". 
24. at vertSa, at adv. 



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170 Der kämpf gegen Bolli. 

Ld. LY. minnisamara mnni vera nm J^anii atbart3, er Ejartan 16z, en 
m6r. 14. Var m6r )?at pk 1 hug, at ek var heim foerör 1 
Tungn ödauör at einu, en Kjartan var veginn, at ek mnnda 
feginn vinna Bolla mein, ef ek koemumz 1 foßri. Mnn ek fyrgtr 

5 inn ganga 1 selit/ 

15. Pd svarar Dorsteinn gyarti: ,,hreystimannliga er slikt 
maelt, en ]>6 er rdöligra at rasa eigi fyrir rdt$ fram, ok fari 
menn nü varliga, pYi at Bolli mnn eigi kyrr fyrir standa, er 
at honum er sott. 16. Nu I?ött hann 86 fdliör fyrir, ]>& munu 

10 p6r )?ar v&n eiga snarprar varnar, ]?vl at Bolli er bseöi sterkr 
ok vfgfimr. Hefir hann ok sverö )?at, er 9rugt er til vdpns/ 

17. SlSan gengr An inn f selit hart ok skjott ok hafSi 
skJ9ldinn yfir h9fÖi s6r ok sneri fram enu mjöra. Bolli hjö 
til hans meÖ Fötbft ok af skjaldarsporSinn, ok )?ar meS klanf 

15 hann An f herSar niör; fekk hann )?egar bana. 18. SfSan 
gekk Lambi inn; hann hafBi hlif fyrir ß6r, en ßverÖ brugöit 1 
hendi. I )?vl bili kipöi Bolli Fötbft ör sdrinu, ok bar p& af 
honum skJ9ldinn. Pd lagöi Lambi 1 laer Bolla, ok varÖ )?at 
mikit gär. 19. Bolli hjö { moti k oxl Lamba, ok rendi sverSit 

20 ofan meÖ sftunni; hann varÖ }?egar övlgr, ok aldri slÖan varÖ 
honum h9ndin meinlaus, meSan hann lift3i. 20. I {^essarri 
svipan gekk inn Helgi HarÖbeinsson ok hafSi 1 hendi spjöt 
t'at, er alnar var l9ng Q9Srin ok järni vafit skaptit. 21. En 
er Bolli s6r )?at, pk kastar hann sveröinu, en tok skJ9ldinn 

25 tveim h9ndum ok gekk fram at selsdurunum 1 moti Helga. 
Helgi lag5i til Bolla meÖ spjötinu i gegnum skJ9ldinn ok 
sjdlfan hann. 22. Bolli hallaÖiz upp at selsvegginum. Nu 
pvLBtn menn iüta i selit, Halldörr ok broeÖr hans. PorgerÖr 
gekk ok inn i selit. 

3. ödautir at einu, „so gut wie tot", schild hatte die form eines läng- 

7. rasa—- fram f „sich nicht un- liehen dreiecks. 

kluger weise übereilen". 14. sJtjaldarsportiinnj „die schild- 

9. fälitr, ,von wenigen begleitet*, spitze". 

1 1 . vigfimr, , waflfentüchtig". 17.18. bar — sh^pldinrif „ der schild 

prugt , ,.til väpns, „wegen seiner wurde von ihm fortgeführt", d. h. 

Zuverlässigkeit gut als wafife zu ver- glitt zur seite, so dass er den körper 

wenden*. nicht mehr deckte. 

13. sneri— mjöra f „kehrte den 23. aZwar—^*^3fnn, die länge des 

schmälsten teil vorwärts". Der blattes betrug hiemach ungefähr 



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Tod des BoUi torleiksson. 171 

23. Pä niselti Bolli: „)?at er nü rdÖ, broeör, at gaoga nser Ld. LT, 
en h6r til/ kvaz J^ess vsenta, at ]>& mundi skgmm VQrn. 

DorgerÖr svarar mdli hans ok sagÖi eigi spara J^urfa at 
vinna ögrunsamliga at viÖ BoUa, baÖ )?ä gaüga milli bols ok 
hofuös. 24. Bolli stoÖ p& enn upp viÖ selsvegginn ok helt at 5 
s^r kyrtlinum, at eigi hlypi üt iörin. l>& hljöp SteinJ^örr Oldfs- 
son at Bella ok hj6 til hans meS exi mikilli k hälsinn vi8 
heröarnar, ok gekk ]?egar af hgfuBit. 25. PorgerÖr baÖ hann 
heilan njota handa, kvaS nü Gudrun a mundn eiga at büa am 
rauöa skor Bolla um hriÖ. Eptir )?etta ganga )?eir üt or selinu. lo 
26. GuÖrün gengr ]?& neöan frd loeknum ok til tals viÖ )?& 
Halldor ok spnröi, hvat til tiÖenda haf 8i ggrz 1 skiptam J^eira 
Bolla. Peir segja sllkt, sem i haföi ggrz. 27. GuÖrün var 1 
n&mkyrtli, ok viÖ vei^ar upphlutr J^rgngr, en sveigt mikill ä 
h9f8i. Hon haft$i knytt um sik blseju, ok vdru i mork blä 15 
ok trgf fyrir enda. 28. Helgi HarÖbeinsson gekk at GuÖrünu 
ok tök blsejuendann ok ]?erÖi blöÖ af spjotinu pyi enu sama, 
er hann lagöi Bolla 1 gegnum meÖ. GuÖrün leit til hans ok 
brosti viÖ. 

29. P& msölti Halldörr: ,]?etta er illmannliga ggrt ok 20 
grimmliga.* 

Helgi baÖ hann eigi )?at harma; ^)?vi at ek hygg )?at," 
segir hann, ,,at undir J>es8u blsejuhorni büi minn hofuösbani/ 

30. SlÖan toku )?eir hesta slna ok riöu 1 brott. GüÖrün 
gekk ä veg meß ]?eim ok talaöi viÖ pk um hrlö. SiÖan hvarf 25 
hon aptr. 

48 cm, da die damalige eile nur ca. 13. 14. i ndmkyrtliy oh vit5 (seil. 

I8V2" lang war. var) vefjar upphlutr prgngr^ ,im 

1. hros^r^ „ihr brtider". rock und überdies {trug sie) ein 

2. at — vgmj „dass er nur noch enges mieder von wollenzeug". Vgl. 
kurze zeit sich werde wehren Grundriss II \ s. 244. 

können". 14. sveigr, „ein um den köpf ge- 

4. ögrunsamliga, „zweifellos*; eigi wickeltes tuch*. 

spara purfa usw., „sie würden nicht 15. 16. blceju—enda, „eine schürze, 

verfehlen mit B. so zu verfahren, die mit blauen (eingewebten) figuren 

dass niemand an seinem tode zwei- und unten mit fransen versehen 

fein werde". war*. Vgl. Grundriss a.a.O. 

9.10. büa — Bolla, „sich mit dem 23. minn hofutSshani, d.i. Bolli 

roten haare (den blutigen locken) Bollason, der noch ungeborene söhn 

des Bolli beschäftigen". der GuÖrün, 



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172 Gudrun sucht bei Snorri gotSi hilfe. 

Ld. LVI. 

Bolli Bollason wird geboren. Gudrun verlegt ihren wohnsitz 

nach Helgafell. 

LYI, 1. Pat roeddu ]?eir fQraiiautar Halldörs, at GnSröna 
]7oetti Htit drdp BoUa, er hon sloz & leit3iort3 viS p& ok dtti 
allt tal yiS ]>&, svd sem ]7eir hefSi ekki at gort, t^at er henni 
vaBri { möti skapi. 
5 2. P& svarar Halldörr: „ekki er )?at min setlan, at GuÖriinu 

pjkki Htit l&t BoUa; hygg ek, at henni gengi )?at meir til 
leiöiorös viÖ ose, at hon vildi vita sem ggrst, hverir menn 
hef Öi verit f )?e8si ferö. 3. Er )?at ok ekki ofmseli, at GuÖrün 
er mjok fyrir görum konum um allan gkgrungskap. Pat er ok 

10 eptir vännm, at GuÖrtinu pjkki mikit Idt Bolla, pwi at )?at er 
satt at segja, at eptir slfka menn er mestr skaSi, sem Bolli 
var, )?ö at v6r frsendr bserim eigi giptu til sam)?ykkis.* 
4. Eptir J>etta rft5a )?eir heim f HjarÖarholt. 
Pessi tlöendi spyrjaz brätt vfÖa ok )>öttu mikil. Var 

15 Bolli et mesta harmdauöi. GuSrün sendi t^egar menn & fund 
Snorra goöa, )?vi at )?ar )?6ttuz }?au Ösvlfr eiga allt traust, er 
Snorri var. 5. Snorri brä viÖ skjött orÖsending GuÖriinar ok 
kom 1 Tungu viÖ sextigi manna. GuÖriin varÖ fegin kvämu 
hans. Hann bauz at leita um ssettir, en GuÖrünu var litit um 

20 J?at at jdta )?vl fyrir hond Porleiks at taka (6 fyrir vfg Bolla. 

6. „Pykki mör )?ü Snorri )?at liÖsinni m6r mest veita," 
segir GuÖrün, „at J>ü skiptir büstoöum vi8 mik, svd at ek sitja 
eigi samtynis viÖ ]>& HjarÖhyltinga." 

7. I )?enna tlma ätti Snorri deilur miklar viÖ )?ä Eyr- 
25 byggja. Snorri kvaz )?etta mundu gera fyrir vinfengis sakir 



Cap. LVI. 2. slöz d UitSiortS^ „sich Eyrbyggjar (bewohner des hofes 

auf ein abschiedsgespräch einliess". Eyrrj vgl. c. 3, 7) sind namentlich 

12. bcerim eigi giptUj „kein glück aus der nach diesem geschlechte 

hatten". benannten Eyrbyggja saga bekannt. 

17. brd vitH skjött = b. skjött vitf, — Der Verfasser setzt den umzug 

20. taka ß fyrir, sich gegen zah- des Snorri von Helgafell TiB,ch Tunga 
lang einer busse auf einen vergleich irrtümlich zu seinen Streitigkeiten 
einlassen. mit den Eyrbyggjar in beziehung: 

21. mestj apposition zu li^sinni. diese händel waren nämlich schon 

23. samtynis, wörtL ^in demselben im jähre 998 abgeschlossen, während 
ftin", d. h. in unmittelbarer nähe. der umzug wahrscheinlich im jähre 

24. 25. viti pd Eyrbyggja,^ die 1008 stattgefunden hat. 



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Bolli BoUason wird geboren. 173 

viÖ GuÖrünu, — »en )>ö muntu GuÖrün )?es8i missari veröa atLd.LTI. 
büa 1 Tungu.« I^vn. 

8. B^z nü Snorri 1 brott, ok gaf GuÖrün honum viröu- 
ligar gjafir. RiSr nü Snorri heim, ok var kyrt at kalla psM 
missari. 5 

9. Enn nsesta vetr eptir yfg BoUa foeddi GuSrAn barn; 
]7at yar sveinn. Sd var Bolli nefhdr. Hann var snimma 
mikill ok vsenn. GuÖrün unni honum mikit. 

10. Ok er vetr sä. Hör af ok vdr kom, pi ferr fram kaup 
)>at, sem roett haföi verit, at )?au myndi kaupa um Ignd, Snorri lo 
ok GuÖrün. 11. R6z Snorri 1 Tungu ok bjö J?ar, meöan hann 
liföi; GuÖrün ferr til Helgafells ok )?au Osvffr ok setja )?ar 
bü saman risuligt; vaxa )?ar upp synir GuÖrünar Porleikr ok 
Bolli. Porleikr var )?d Qogurra vetra gamall, er Bolli var 
veginn, faöir hans. 15 

torleikr Bollason wird von torgils H9lluson unterrichtet, torkell 
Eyj61fsson zieht gegen den friedlosen Grimr aus. 

LVll, 1. MaÖr h6t Porgils ok var HoUuson; en )?vl var 
hann kendr viÖ mööur slna, at hon lifÖi lengr en faÖir hans; 
hann höt Snorri ok var son Alfs ör Dolum. Halla moöir Por- 
gils var döttir Gests Oddleifssonar. Porgils bjö 1 HQrÖadal & 
J>eim boe, er 1 Tungu heitir. 2. Porgils var mikill maÖr ok 20 
vsenn ok enn mesti ofläti; engl var hann kallaör jafnaöar- 
maÖr. Opt var heldr fdtt meÖ )?eim Snorra goÖa; )?ütti Snorra 
Porgils hlutgjarn ok äburöarmikill. 3. Porgils gaf s6r mart 
til erenda üt f sveitina, hann kom jafnan til Helgafells ok 

7. Sd—nefndr, während die Lax- Arkiv 9, 199 ff. (Vgl. auch Pört!r 

doela saga nur zwei kinder des Bolli törtSarson c. 86, 2). 
l>orleiksson und der GuÖrün kennt 

(die beiden söhne ^orZei/cr und £oZZi), Cap. LVII. 16. Porgils . . . HgUu- 
führt die Landnämabök II, 17 aus son, siehe Landn4mab6k II, 18. 
dieser ehe nicht weniger als sechs 23. hlutgjarn ok dburtfarmikillf 
kinder auf (4 söhne und 2 töchter), „geneigt sich in fremde angelegen- 
ferner je zwei kinder aus ihrer heiten zu mischen und ehrbegierig", 
zweiten und vierten ehe (die Laxd. 24. üt i sveitina, ,in den bezirk 
ans jeder nur eins). -— Zu der heraus**. So wird die richtung von 
namengebung ist zu bemerken, dass dem tiefer im lande liegenden hofe 
postume söhne stets den namen des l^orgils nach der küste be- 
ihres vaters erhielten, vgl. G. Storm, zeichnet 



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174 



I>orkell £yj61f88on. 



Ld. bauÖ sik til nrns^sln meÖ GuÖrdiin. Hon tök ä )?vi vel at 
LVII. eins ok lltit af ollu. 4. Porgils bau8 heim Porleiki syni 
hennar, ok var hann longnm 1 Tnngn ok nam l^g at Porglsli, 
pyi at hann var enn logkoensti mat3r. 
5 5. I )?enna tima var 1 forum Porkeil Eyjölfsson, hann var 

enn frsegsti maSr ok kynstörr, ok var hann mikill vin Snorra 
go8a. Hann var ok jafnan meS Porsteini Knggasyni, frsenda 
slnnm, p& er hann var üt h6r. 6. Ok eitt sinn, er Porkell 
dtti skip nppi standanda i VaÖli & BarÖastrond, pi varÖ at- 

10 burÖr sä f BorgarfirÖi, at son EiÖs ör Asi var veginn af sonum 
Helgu frä Kroppi. H^t sä Grimr, er vegit haföi, en brößir 
hans Njdll; hann druknaÖi 1 Hvltä Iftlu slöar. 7. En Grimr 

^ varÖ sekr skogarmaör um vfgit, ok l& hann üti ä ^ollum, er 
hann var f seköinni; hann var mikill maör ok sterkr. EiÖr 

15 var p& mjok gamlaör, er }?etta var tlöenda; varÖ af ]>yi at 
]7essu ggrr engl reki. 8. Mj^k lägu menn & hälsi Porkatli 
Eyjölfssyni, er hann rak eigi J>essa röttar. Um vdrit eptir, }?d 
er Porkell hafÖi büit skip sitt, ferr hann suör um BreiÖa^orÖ 
suör til Borgar^arÖar ok fser s6r )?ar hest ok rför einn saman 



1. 2. tök—pllUf .beantwortete 
den antrag höflieh, aber zurück- 
haltend". 

3. Porgislij von Porgils, urspr. 
Porgisl 

5. I^orkeU Eyjölfsson^ dieser mann 
war ein söhn des Eyjölfr grdi (c. 7, 
25), und folglich ein enkel des be- 
' kannten häuptlings Porter geüir. 

7. 8. me& — sinum^ die väter des 
A K. und des Porkell Eyjölfsson 
waren brüder; siehe c. 7, 25. 

8. üt, so (nicht üti), weil man an 
die mit der reise verknüpfte be- 
wegung denkt. 

1 0. 1 1. Eit^s örÄsi .,. frd Kroppi, 
die höfe Äss und Kroppr liegen in 
der landschaft BorgarfjgrtSry an der 
Südseite des flusses Hvltd, ziemlich 
weit von der küste und in der nähe 
des bekannten i^^'a^oZ^ (besitzung 
des Snorri Sturluson). üeber Ei^r, 



söhn des häuptlings MitffjartÜar- 
Skeggij siehe Landnämab6k I, 21. 

15. gamlabr, .bejahrt". 

16. lägu— Porkatli, „man lag dem 
i. auf dem halse*', d. h. man machte 
ihm fortdauernd vorwürfe. 

17. rak — rittar, „nicht dies recht 
verfolgte", d. h. sich in dieser sache 
nicht recht verschaffte. Hier fügt 
die eine der zwei handschriften- 
klassen der saga hinzu: svd skyldr 
sem hann var Eitii at frcendsemi. 
Genauere auskunft über diese Ver- 
wandtschaft gibt die I>örÖar saga 
hretJu, in welche (am schluss der 
saga) dieser abschnitt aus der Lax- 
doela saga aufgenommen ist. Aus 
der genannten quelle geht hervor, 
dass Porkell Eyjölfsson ein enkel 
der HrötSny, der Schwester des EiÜr, 
war; vgl. c. 7, 25. Auch Grettis saga 
(c. 62) erwähnt den kämpf zwischen 
Grimr und k £. 



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I>orkell Eyjölfsson zieht gegen den Grimr aus. 175 

ok l^ttir eigi ferßiDni, fyrr en bann kemr 1 As til EiÖs frsenda Ld. 
slns. 9. EiÖr tok viÖ honum feginsamliga. Porkeil segir LVII. 
honnm sitt erendi, at hann vill leita til fundar viö Grfm, 
skögarmann hans; spyrr ]>& EiÖ, ef hann vissi nokkut til, hvar 
hodli hans mnndi vera. 5 

10. EiÖr svarar: „ekki em ek ]?ess fiiss, }?ykki m6r )?ü 
miklu til haetta, hversu fert$in tekz, en at eiga viÖ heljarmann 
slfkan, sem Grfmr er. Ef )?ü vill fara, J>& far J>ü viÖ marga 
menn, svä at )?ü eigir allt undir )>6r." 

11. ,,Dat )?ykki m6r engi frami," segir Dorkell, ,,at draga lo 
fjolmenni at ein um manni, en )?at vilda ek, at ]?ü 168ir m6r 
8vert5it Skofnung, ok vsenti ek ]?ä, at ek skyla bera af ein- 
hleypingi einum, )?ött hann so vel at s^r büinn.* 

12. „Pü munt )?es8u riöa,** segir EiÖr, „en ekki kemr 
mör ä övart, ]?6ttu iÖriz eitthvert sinn ]?essa einraeöis; en me8 15 
pyi at )?ü )?ykkiz )?etta gera fyrir mlnar sakir, p& skal )?6r 
eigi )?e8sa varna, er )?ü beiSir, }?vi at ek aetla Skofnung vel 
niör kominn, pöüxx berir hann. 13. En sü er ndttüra sverös- 
ins, at eigi skal söl skina ä hj^ltin, ok honnm skal eigi 
bregöa, svd at konur s^ hjd. Ef maör faer sär af sveröinu, 20 
p& m& )?at sär eigi grceöa, nema lyfsteinn sä se riöinn viÖ, er 
J>ar fylgir." 

14. Porkeil kvaz )?essa setla vandliga at gseta ok tekr viÖ 
sveröinu, en baÖ EiÖ vlsa s6r leiB ]?angat, sem Grimr setti 

4. skögarmann hans, den mann, 12. Skofnungr^ dieses schwert, das 
dessen ächtung er (EiÜr) vor gericht dem berühmten dänischen sagen- 
durchgesetzt hatte. könig Erölfr kraJci angehört hatte, 

6. ßess füsB, „dazu geneigt«, d. h. ""* ^^ SkeggiA^t vater des Ei^r, 

damit einverstaBden, dass du die »"" dem grabhugel dieses kbnigs 

reise unternimmst; eine von den S^rmU haben soll (vgl. c.78 22), 

haupthandschriften (C) hat füss at ^''^ f "»f^'^f " sagas erwähnt, 

M farir besm ferS. besonders m der Koirnkks saga, 

- ; , . , , wo seine Übernatürlichen eigen- 

6.7.>yJ*t-fefar,.e8 8chemtmir, ^^y^^^^^ ^^^ ausführlicher be- 

dass du bei der reise, deren aus- g^hrieben werden, 

gang unsicher ist, viel aufs spiel ^^ jg b^a-einum, „einen ein- 



setzst* 



zelnen landstreicher Überwinden*. 



7. en at eiga, ,(man hat) aber hier js. vd—Minn, .tüchtig', 

zu tun". 15_ einreetiis, ,eigensinn'. 

9. eigir— pir, „die entscheidung 18. nitSr hominn, .angebracht", 

ganz in deiner macht hast". 21. lyfsteinn, „heilkräftiger stein*. 



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176 Der kämpf zwischen torkell und Grimr. 

Ld. boeli. EiÖr kvaz )?at heizt aßtla, at Grimr aßtti boßli norÖr & 

LVII. TvldoDgru vis Fiskiv9tii. 15. »lÖan riör Porkeil norÖr i 

LVIII. heiöina pk leiÖ, er EiÖr vlgaöi honum, ok er kann sotti d 

heiSina mjok langt, s6i hann hjd vatni einn mikla skäla ok 

5 soekir )>angat til. 



I>orkel] Eyjölfsson wird von Grimr besiegt und vergleicht sich mit ihm. 
Die ehe von torkell und GuÖrün wird durch Snorri goöi eingeleitet. 

LYIII^ 1. Nü kemr Dorkell til skälans, ok s6r bann pk, 
hvar maÖr sitr vit5 vatnit viÖ einn loekjarös ok drö fiska; s& 
haföi feld & hoft$i. Porkell stigr af baki ok bindr hestinn 
undir skdlavegginum. SiÖan gengr hann fram at vatninu, J>ar 

10 sem maörinn sat. 2. Grimr sä skuggann mannsins, er bar & 
vatnit, ok sprettr hann upp skjött. Porkell er pk kominn 
mjok svd at honum ok hoggr til bans; h<^ggit kom k b^ndina 
fyrir ofan ülfliÖ, ok var )?at ekki mikit sdr. 3. Grfmr rann 
t^egar ä Porkel, ok takaz ]?eir fangbr^gSam; kendi par hiktt 

15 aflsmanar, ok feil Porkell ok Grimr k hann ofan. 4. Pä 
spurÖi Grimr, hverr J>essi maÖr vseri. Porkell kvaÖ hann engu 
skipta. 

Grimr maelti: „nü hefir göruvls oröit, en )?ü mundir setlat 
hafa, p\l at nü mun )?itt lif vera ä mlnu valdi." 

20 6. Porkell kvaz ekki mnndn 86r friÖar biöja, — „]?vl at 

mör hefir ögiptuliga tekiz.* 

Grimr sagöi oerin sin öhopp, }?6tt )?etta liöi undan, — 

1.2. d Tvidoegru vitf Fiskivptn, Cap. LVIII. 7. loßkjarös, „mündung 

Tvidcßgra ist der name des nord- eines baches". 

östlich von der landschaft Borgar- 8. haftfi — hpßi, »hatte den ärmel- 

fj^rtJr belegenen hochlandes, das losen mantel wie eine decke über 

den südwestlichen teil des islän- sich geworfen", 

dischen nordviertels mit den land- 14.15. kendi ... afl8munarj „man 

Schäften am FaxalQ^rÖr verbindet; merkte . . . den unterschied der 

die zahlreichen dort befindlichen stärke". 

binnenseen führen den gemein- 21. mer—tekiz, »ich habe kein 

schaftlichen namen FisTdvgtn. glück gehabt", d. h. das glück hat 

4. skdla, hier »schuppen". Dass mich verlassen, 

die ursprüngliche bedeutung des 22. ö?nw sin öhppp (neutr. pl.), 

Wortes „primitive hütte" ist, ent- »sein unglück sei hinlänglich gross*, 

wickelt V. GutJmundsson, „Privat- d. h. er habe mehr als genug un- 

boligen pä Island", s. 207—8. glück angerichtet. 



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I>orkell und Grimr vergleichen sich. 177 

„mun ]>6r annarra forlaga auöit verÖa, en deyja & okkrum id. 
fundi, ok vil ek p6r lif gefa, en )?ü launa )?vl, sem )?ü vill/ LVIII. 

6. Standa ]^eir nü npp bäSir ok ganga heim til skälans. 
Porkell s6r, at Grlm moeÖir bloÖräs; tekr p& Sk<?fnungs-stein 
ok rför ok bindr viÖ bond Grims, ok tök )?egar allan sviöa 5 
ok )?rota ör särina. 7. Peir vdru ]?ar um nöttina. Um morgin- 
inn byz Dorkell 1 brott ok spyrr, ef Grlmr vili fara meÖ 
honum. Hann kvez )?at at visu vilja. 8. Dorkell sn^r )?egar 
vestr ok kemr ekki & fand EiÖs, l^ttir ekki, fyrr en hann 
kemr 1 Saelingsdalstungu. Snorri goöi fagnar honum meß 10 
mikilli bliSu. Porkeil sagSi honum, at ferS sjd haföi 
illa tekiz. 

9. Snorri kvaÖ hafa vel oröit, — „Hz m6r giptusamliga 
& Grlm; vil ek, at pA leysir hann vel af hendi. Vseri )?at nü 
mitt rdÖ, vinr, at pti. lötir af feröum ok fengir )?6r staöfestu lö 
ok rdöakost ok geriz h^föingi, sem )?ii ätt kyn til." 

10. Porkeil svarar: „opt hafa m6r vel gefiz yöur rdÖ," 
ok spuröi, ef hann heföi um hugsat, hverrar konu hann 
skyldi bit5ja. 

Snorri svarar: „}?eirar skaltu konu biÖja, er beztr kostr 20 
er, en )?at er GuÖrün Osvifrsdöttir." 

11. Porkell kvaÖ }?at satt vera, at rdöahagrinn var viröu- 
ligr; „en mikit }?ykki m6r ä liggja ofstaeki hennar,* segir 
hann, „ok storrseßi; hon mun vilja hefna lata Bolla bonda 
sfns. 12. Par )?ykkiz 1 rdÖum vera meÖ henni Porgils HoUu- 25 
son, ok mä vera, at honum s6 eigi allr getnat3r at {^essu; en 
vel er mör GuÖrün at skapi." 

13. Snorri mselti: „ek mun i )?vl bindaz, at )?6r mun ekki 
mein verÖa at Porgisli, en meiri vän l?ykki mör, at nokkur 
umskipti 86 oröin um hefndina Bolla, dör J^essi missari se 30 
liöin." 

14. Porkell svarar: „vera kann, at )?etta 86 eigi tom orÖ, 
er ]?tL talar nü; en um hefnd Bolla s6 ek ekki llkligra nü en 

4. blöb'räSj .blutverlust". rigkeiten scheinen mir (da)mit ver- 

13.14. liz—Grimj ,G. scheint bunden zu sein", 
mir auszusehen wie ein mann, dem ofstoekif «ungestüm*, 

das glück hold ist*. 24. störrceb'ij „grosse plane*. 

'IS. mikit — liggja, , grosse seh wie- 2ü. getnat^r, „gefallen*. 

Sagabibl. IV. 12 



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178 Porkell Eyjölfsson führt den Grimr nach Norwegen. 

Ld. fyrir stnndu, oema }>ar snariz Dokknrir enir stoerri menn 
LTIII. i bragö." 

15. Soorri mselti: „vel llkar m6r, at )7Ü farir enn utan 1 
Bumar; sjdm )?d, hvat viÖ berr." 
5 Dorkell kvaÖ svd vera skyldu, ok skiljaz )?eir viÖ svd 

büit. 16. För Porkell vestr yfir BreiBaiggrS ok til skipe. 
Hann flutti Grfm utan meS s^r. Peim byrjaSi vel um sumarit, 
ok toku N6reg sunnarla. 

17. Pä mselti Porkell til Grims: »kunnigr er )?6r m&lavgxtr 
10 ok atburSir um f^lagskap okkarn, J^arf pat ekki at tjd, en 
gjarna vilda ek, at hann seldiz meS minnum yandrseöum üt 
en dborfSiz um hriS; en at hrauBtum manni hefi ek ]?ik reynt, 
ok fyrir )?at vil ek pik svä af h^ndum leysa, gern ek hafa 
aldri )?ungan hug ä p6T haft 18. Kaupeyri mun ek )?6r fä 
15 8vä mikinn, at )?ü megir vel ganga 1 hraustra manna 19g, en 
]>A nem ekki staÖar norör h6r 1 landi, pvi at frsendr EiÖs eru 
margir i kaupfgrum, )?eir er Jmngan bug hafa ä J>6r." 

19. Grimr ]?akkaSi hon um ]?essi orS ok kvaz eigi beiSa 
mundu kunna jafnframarla, sem hann bau8. At skilnat3i gaf 
20 hann Grlmi gööan kaupeyri. T^luÖu J>at margir, at J?etta 
vseri ggrt allstormannliga. 20. SlBan for Grfmr f Vlk austr 
ok staSfestiz )?ar; hann }>ötti mikill maör fyrir s6r, ok endaz 
J>ar frä Grfmi at segja. Porkell var 1 Nöregi um vetrinn ok 
)?ütti vera mikils hättar maSr; hann var störaubigr at U ok 
25 enn mesti äkafamaör. 21. Nu verSr }?ar frd at hverfa um 
stund, en taka til üt ä Islandi ok heyra, hvat ]?ar geriz til 
tlBenda, meöan Porkell er utan. 

1.2. snariz . . . i bragüj „sich in die hier, wie öfter, die stelle des 

die angelegenheit mischen*'. baren geldes vertritt. 

4. hvat t?i& berTy ,wie es geht". 15. iö^, „gesellschaft, Verbindung". 

8. stmnarla = sunnarliga. 22. 23. ok— segja, der hier er- 

11. af hann (füagsskapr okkarr) zählte verfall zwischen torkell Ey- 

8eldiz..,ütj „dass er enden (wörtl jölfsson und Grimr wird auch in 

abgeliefert werden) könnte". der Grettis saga berührt, mtisste 

13. hafa, conjunctiv, weil der aber nach dieser quelle um das jähr 
nebensatz eine der Wirklichkeit 1024 stattgefunden haben (nach der 
widersprechende annähme enthält; Chronologie der LaxdoBla saga, die 
vgl. Lund, Ordföjningslsere § 120; jedoch in diesem und den nach- 
Nygaard, Ark. 3, 17 fg. folgenden abschnitten recht ver- 

14. Kaupeyri, , handeis waare", worren ist, um 1018). 



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BoUi I>orleiksson wird gerächt. 179 

GuÖrün fordert von Snorri goÖi räche wegen der tötung des Bolli. l^, 
LIX^ 1. GuÖrüii Osvlfrsdöttir for heiman )?at sumar at MX. 
tvimdnaÖi ok inn 1 Dali; hon reiÖ f Dykkvaskog. Porleikr 
var )?d ymigt 1 Pykkvaskogi meÖ }?eim ArmöÖssonum Halldori 
ok Ornölfi, stun^um var bann 1 Tungu meÖ Porgfsli. 2. S9mu 
D6tt send! GuSrün mann Snorra goöa, at hon vill finna hann 5 
]?egar um daginn eptir. Snorri brä skjött viÖ ok reiÖ }?egar 
vis annan mann, )?ar til at bann kom til Haakadalsär. 

3. Hamarr stendr fyrir norÖan äna, er HofÖi beitir; )?at er 1 
Loekjarskögs landi. I J^eim staS hafSi GnSrön ä kveSit, at 
)?au Snorri skyldn finnaz. Pau kömu )?ar mJ9k jafnsnemma. lo 

4. FylgÖi ok einn maör GuÖrünu; var )?at Bolli BoUason; 
hann var ]>& tölf vetra gamall, en fuUkominn var bann at afli 
ok byggju, 8vä at )?eir väru margir, er eigi biöu meira )?ro8ka, 
p6 at alrosknir vseri; hann bar ]?ä ok Fotbit. 6. Pau Snorri 
ok GuÖrün toku )?egar tal, en Bolli ok forunautr Snorra sätu 15 
& bamrinum ok hugöu at mannaferSum um beraSit. Ok er 
}?au Snorri ok GuÖrün b9f8u spurz tlöenda, ]>& fr6tti Snorri 
at erendum, hvat ]>& heföi nyliga vi5 borit, er hon sendi svd 
skyndiliga orÖ. 

6. GuÖrün mselti: „]>SLt er satt, at m6r er J^essi atburör 20 
spännyr, er ek mun nü upp bera, en ]>6 varö bann fyrir tölf 
vetrum, )?vf at um befndina Bolla mun ek n9kkut roeöa; m& 
]>6r j?at ok ekki at ovorum koma, }?vl at ek hefi J>ik & mint 
stundum. 7. Mun ek )?at ok fram bera, at }?ü hefir )?ar til 
heitit m6r nokkurum styrk, ef ek biöa meÖ )?olinmoeÖi, en nü 25 
)>ykki mär rekin vdn, at )?ü munir gaum at gefa vdru mäli. 

Cap.LIX. ^. 4. ymist . . , stundumj 11. 12. Bolli Bollason . . . tölf 

„bald . . . bald*. Anakoluthie ; wörtl. : vetra gamall. Damit B. B., wie schon 

„wechselweise . . . zuweilen". c. 55, 39 angedeutet wurde, der 

4. 5. Somu nött, d. h. unmittelbar rächer seines vaters werden kann, 

nach ihrer ankunft in Pykkviskögr. ist diese begebenheit, die sicherlich 

7. til HaukadaUdry die Hatüca- früher stattfand, in der Laxdoela 
dalsd durchströmt, ungefähr parallel saga (so wie diese uns jetzt vor- 
mit der Laxd^ das südliche nach- liegt) bis zu der zeit verschoben, 
hartal. wo der knabe sein 12. lebensjahr 

8. Hpfb'if dieser felsen, innerhalb vollendete ; dadurch aber wird die 
des zu dem hofc Lcekjarskögr ge- Chronologie aller nachfolgenden be- 
hürigen landes gelegen, am ufer der gebenheiten gänzlich verrückt. 
Haukadalsdj heisst gegenwärtig 26. rekin van, Jede hoffnung ge- 
Gdlghamar. schwunden". Vgl. c. 48, 10. 

12* 



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180 



Beratung zwisehen GuSrüu und Snorri. 



Ld. Nu hefi ek beöil ]>& stund, er ek fae mör skap til, en )?ö vilda 
LIX. ek hafa heil rdÖ af yör, hvar hefnd )?essi skal niör koma." 

8. Snorri spuröi, hvar hon hef Öi heizt setlat. 

GuÖrÄn mselti: ,,)?at er minn vili, at )?eir haldi eigi allir 
5 heilu Olifssynir." 

9, Snorri kvaz ]?at banna mnndu at fara & hendr t^eim 
m9nnum, er mest vdru virÖir 1 heraöi, — „en ndfraendr ]?eira, 
er nadv munn ganga hefndannm, ok er allt mdl, at settvlg J^essi 
takiz af.*' 

10 10. Gudrun mselti: „pi skal fara at Lamba ok drepa 

hann; er p& af einn sä, er illfiüsastr er/ 

Snorri svarar: „er sok viÖ Lamba, J>ött hann vaeri drepinn; 
en eigi p>ykki mär Bolla hefnt at heldr; ok eigi mnn ]?eira 
Bolla slfkr munr g9rr f ssettum, sem vert er, ef )?eim vigum 

15 er saman jafnat." 

11. GnÖrün mselti: ,',vera kann, at v6r fdim ekki jafnmaeli 
af )?eim Laxdcelum; en gjalda skal nü einnhverr afrdÖ, i 
hverjum dal sem hann byr; skal ok nü }>ar at snüa, er Dor- 
steinn svarti er, )?vf at engl hefir sör verra hlut af deilt 

20 ]?essum mdlum en hann.* 

12. Snorri mselti: „slfkt er Porsteinn 1 sgkum viÖ yÖr, 
sem )?eir menn, er f tilfor v4ru vlgs Bolla ok unnu ekki & 



4. 5. haldi . , . heilu (dat. sg. n. von 
heill)y „ungeschädigt bleiben". 

7. 8. en — hefndunum, ,und über- 
dies nahe verwandte solcher leute 
sind, die eine nachdrückliche räche 
nehmen würden*. 

8. cettvig, „gegenseitige tötungen 
von mitgliedern verwandter ge- 
schlechter". 

11. er — einn, „dann ist einer aus 
dem wege geräumt*. 

iüfüsastrf „der boshafteste". 

12. er 8ok vitf Lamba . . . drepinn, 
„L. ist genügend mit schuld be- 
laden, um getütet werden zu können 
(hat den tod reichlich verdient)*. 

13. 14. eigi — gorr usw., „nicht 
wird bei dem nachfolgenden ver- 
gleiche ein solcher unterschied, wie 
er gebührend wäre, zwischen Bolli 



und Lambi gemacht werden, falls 
die tütung des einen der des andern 
gleich gerechnet wird*. 

1 6. jafnmcelij ,abmachung, bei der 
keine von beiden parteien zu kurz 
kömmt*; at v&r fdim ekkij,, „dass wir 
nicht zu unserem rechte kommen". 

1 7. 1 8. i hverjtwn — hyr, anspielnng 
auf das mit einer ableitung von 
dalr zusammengesetzte Laxdcßlvm 
(z. 17). 

19. 86r— deilt, »sich einen schlim- 
meren teil ausgewählt*, d. h. sich 
schwerer vergangen. 

21. slikt, »ebenso". 

i sokum, »in schuld". 

22. vigs Bolla, vigs ist von tüfpr 
regiert; er — Bolla, „die an dem 
Überfall gegen B. und an seiner 
tütung teilnahmen". 



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Snorris ratschlage. ^ 181 

honnm; en }?ü Isetr ]>& menn sitja hjd kyrra, er m6r )?ykkir, Ld. 
sem i meira lagi b^ hefnd i, en hafi )?ö borit banorÖ af Bolla, I^IX. 
er Helgi er HarÖbeiossoD." 

13. GuÖrün mselti: ,satt er )?at, en eigi mä ek vita, at 
J^essir menn siti um kyrt allir, er ek hefi iör )?enna fjändskap 5 / 
miklat ä hendr.* 

14. Snorri svarar: „ek b6 f?ar gott räÖ til. Peir Lambi 
ok Dorsteinn skulu vera i ferö meÖ sonum )?lnum, ok er )?eim 
Lamba )?at makligt friBkaup; en ef )?eir vilja eigi ]?at, )?d mun 
ek ekki msßla p& undan, at eigi skapi p6r ]7eim slikt vfti, sem 10 
yör likar." 16. GuÖrün mselti: „hverneg skal at fara at koma 
Jjessum m9nnum til feröar, er )?ü hefir upp nefnt.* 

Snorri mselti: „)?at veröa )?eir at annaz, er fyrir sknln 
vera fert5inni.* 16. GuÖrün mselti: „)?ar munu v6r hafa )?ina 
forsjd d pvi, hverr feröinni . skal stjörna ok fyrir vera." 15 

Di brosti Snorri ok mselti: ^h6r hefir ]?ü kyrit mann til.* 
GuÖnin mselti: „l?etta muntu tala til Porgils.* Snorri segir 
svd vera. 

17. GuÖrün mselti: „roett hefi ek ]?etta dör viÖ Dorgils, ok 
er, sem )?vl s6 lokit, }?vi at bann geröi }?ann einn kost d, er 20 
ek vilda ekki & Uta; en ekki for Porgfls undan at hefna 
Bolla, ef bann nseöi räöahag viÖ mik; en J>ess er borin vdn, 
ok mun ek ]>yi ekki biöja bann til )?essarrar ferÖar/ 

18. Snorri mselti: ^b6r mun ek gefa räÖ til, fyrir )?vl at 
ek fyrirman Porglsli ekki ]?essar ferÖar. Honum skal at visu 25 
beita rdöabag ok gera )?at p6 meÖ undirmdlum )?eim, at )?ü 
86r engum manni samlendum gipt oörum en Porgfsli, ok )?at 

2. banortS = banaort!, „tod^. bera 16. kyrit (häufiger k^rit), part. 

b. af, „tüten". perf. von kjösa, „wählen*. 

4. md ek vita, „ertrage ich es zu 17. petta—til, „hierdurch deutest 

wissen**. du auf . . . hin**. 

6. miklat, „vermehrt**, d. h. ge- 22. />e«s— van, „hierauf ist keine 

häuft. hoflfnung*; borin, »entfernt*. 

9. makligt friWcaup, »passende 25. fyrirman P. ekki, »misgönne 

erkaufung des friedens**, d. h. eine es dem t. nicht**, d. h. gönne dem 

friedensbedingüng, die nicht un- t. 

billig ist (die so demütigend ist, 26. meti—peim, ,mit den hin^er- 

wie solche leute es verdienen). listigen worten**. 

10. mala /»a'Mwdan, „sie losreden**, 27. samlendum, der ausdruck ist 

d.h. flirbitte für sie einlegen. zweideutig; waZTrsamiewdr bedeutet 



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182 GuÖrfin reizt ihre söhne zur räche. 

Ld. skal cnda, J^vf at Dorkell Eyjolfeson er nü eigi bdr a landi, 
LIX. en ek hefi honam aetlat )?enna räöahag.* 
^^* 19. GuÖrda mselti: „sjd mun hanii )?enna krok.* 

Snorri svarar: „sjd mun bann vfst eigi, ]>\i at Porgils er 

5 meir reyndr at äkafa en vitsmanum. Ger ]^enna inäldaga vi8 

fära manna vitni; Idt Iijd vera Halldor fostbroöar bans, en 

eigi Ornölf, )?vi at bann er vitrari, ok kenn m6r, ef eigi 

dngir." 

20. Eptir )?etta skilja )?au GuÖrin talit, ok baÖ bvärt 
10 )?eira annat vel fara; reiÖ Snorri heim, en Gu8r6n 1 Dykkva- 
sküg. 21. Um myrgininn eptir rfÖr GuBrün or Dykkva- 
skogi ok synir bennar meÖ benni; ok er p>aa rl5a üt eptir 
Skogarstrond, sjä )^an, at menn riöa eptir )?eim. 22. Deir riöa 
bvatan ok koma skjott eptir, ok var f>ar Dorgils H9lluson; 
15 fagna )?ar bvärir oörum vel. RlÖa uü oll saman nm daginn 
üt til Helgafells. 

GuSrnn reizt ihre söhne zur räche, torgils Holluson übernimmt gegen 
das versprechen die hand der Giit^rdn zu erhalten, die leitung des Unter- 
nehmens. 

LX, 1. Fäm nottam slöar en GuÖrün bafSi beim komit, 
beimti bon sonn sfna til mäls viö sik i laukagarS sinn; en er 
)?eir koma J>ar, sjd )?eir, at )?ar vdru breidd niör linklaeöi, 
20 skyrta ok linbroekr; J>au väru blöBug mJQk. 

2. Da mailti GuÖrün; „l^essi s()ma klseöi, er ]nt sjäiS b6r, 
fryja ykkr foßurbefnda. Nu mun ek ekki bafa b6r um morg 
01*8, pyi at ekki er vän, at )?it skipiz af frambv9t oröa, ef )?it 
ibugiÖ ekki vi5 sllkar bendingar ok äminningar." 



nämlich 1. landsmann und 2. einen 13. Skogarstrond j bezirk an der 

mann, der sich gleichzeitig mit einem Südseite des HvammsfjgrtSr. 
andern in demselben binde aufhält. Cap. LX. 18. laukagarti, «gemüse- 

3. krök, , haken", hier ,list". garten". Da gärten in Island nicht 

6. Halldor — hans, H. und 9ru<^^i^) vorkamen, scheint dieser zug eine 
die föstbroßtir des torgils genannt romantische ausschmückung des 
werden, waren eig. vettern seiner Verfassers zu sein. 

mutter. Vgl. c. 33, ,S und 57, 1. 19. linklcetfi, „leinene kleider". 

7. kenn — eigi y „gieb mir die VgLc. 87, 11. 

schuld, falls nicht", d.h. ich stehe 23. skipiz^ „beeinflusst werdet", 
dafür, dass. framhvpt or'Öaj „aufreizung durch 

11. myrgininn = morgininn, worte". 



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tor^ls HoUuson und GuSfun. 183 

3. Deim broeörum brä mj^k vi8 )7etta, er GuSrün mselti, Ld. LX. 
en svoruSu pö ä y& leiS, at peir hafa verit ungir til hefnda 

at leita ok fory»tulausir; kväöuz hvärki kunna räÖ gera fyrir * 
s&r n6 göruin, — „ok muna msßttim vit, hvat vit hgfum lätit" 

4. GuSrÜD kvaz setla, at ]7eir mandu meir hugsa um hesta- 5 
vfg eöa leika. Eptir )?etta gCDgu )?eir 1 brott. 

Um nottina eptir mdttu ]?eir broeör eigi sofa. Dorgils varS 
J^ess varr ok spuröi, hvat }?eiiD vseri. 5. Peir segja honum 
allt tal peii*a uKBCgina ok pat meS, at )7eir mega eigi bera 
lengr barm sinn ok fryju m6Sar sinnar; „viljum vor til hefnda 10 
leita," sagöi BoUi, „ok hgfam vit broeÖr nü )?ann }?ro8ka, at 
menn muna mjc^k & leita viÖ okkr, ef vit hefjum eigi handa."" 

6. Um daginn eptir taka psm tal me8 sör Dorgils ok 
GuÖrün, en GuSrün h6f svä mal sitt: „svä }>ykki m6r, Dorgils, 
sem synir minir nenni eigi kyrrsetu f^essi lengr, svä at l?eir 15 
leiti eigi til hefnda eptir fgSar sinn; 7. en pat hefir mest 
dvalit h^r til, at m6r )?öttu )?eir Dorleikr ok BoUi of ungir h6r 
til at standa 1 mannrä,Sum; en oerin hefir nauösyn til verit at 
minnaz l?ess nokkuru fyrr." 

8, Dorgils svarar: j,pvi )?arftu )?etta mä\ ekki viÖ mik at 20 
roeöa, at )?ü hefir }>vert tekit at ganga meÖ m6r. En allt er 
m^r }?at samt 1 hug ok fyrr, pk er vit hofum }?etta att at 
tala; 9. ef ek näi räÖahag viÖ )?ik, p& vex m6r ekki 1 augu 
at stinga af einnhvern }?eira eÖa bäöa tvd, p& er nsest gengu 
vfgi BoUa/ 25 

10. GuÖrün mselti: „svd pykki m6r, sem Dorleiki viröiz 
engi jafnvel til fallinn at vera fyrirmaÖr, ef j^at skal ngkkut 
vinna, er til harÖra^Öa s6; en pik er ekki p\i at leyna, at pek 



4. ok—vitf „erinnern könnten 24. stinga afj .töten". 

wir uns (daran)*. ft^g^a tvä, „alle beide*. Hier wird 

5. 6. hestavigj „pferdekampf**, jedoch kaum an zwei bestimmte 
d. h. der kämpf zweier hengste männer gedacht. 

gegen einander - ein in Ishind ^^ ^^^ eifrigsten sich 

sehr beliebtes Volksvergnügen. beteilifften • 

12. ä leita, „tadeln*. 

18. standa i mannrätium, .sich 27. skal, unpers. 

mit totschlag abgeben*. 28. er— se, „das tatkraft er- 

21. ganga metS nUr, „mit mir in fordert*, 
den ehestand treten*. 



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184 torgils lässt sich durch eioe list zur leitung des znges bewegen. 

Ld. LX. sveinarnir sßtia at stefna at Helga HarSbeiDSsyDi, berserkiniim, 
er sitr f Skorradal at büi sinu ok uggir ekki at s4r." 

11. Dorgils maelti: „aldregi hiröi ek, hv&rt bann heitir 
Helgi eöa oÖra nafni, p\i at hvärki )>ykki m^r ofrefli at eiga 

5 vis Helga e?5a einnbyern annan. Er um ^etta mal allt roett 
fyrir mfna h^nd, ef pti heitr meS vättum at giptaz mör, ef ek 
kern befadam fram meS sonum ]7{Dum.'^ 

12. GuÖrün kvaz l?at efna mondu allt, er bon yröi ä satt, 
]?6tt )7at vseri viQ fära manna vitni gort, ok sagSi bon, at 

10 l^etta mundi at räöi gort. 13. GuÖrün baÖ }^angat kalla Hall- 
dor f6stbr6Snr bans ok ]>& sonn sina. Dorgils baS ok Omolf 
vis vera. GuÖrün kvaÖ pess enga J^^rf, — „eru m6r meiri 
grunir & um trüleika Omolfs viö ]?ik, en ek setla p^v vera." 
Dorgils baÖ bana rdöa. 14. Nu koma )?eir broeör ä fund 

15 GuÖrünar ok Dorgils; }^ar var Halldörr i tali meÖ )?eim. 

GuÖrün segir ^eim nü skyn ä, at „Porgils befir beitit at 
geraz fyrirmaör feröar f^eirar at veita beimferÖ at Helga HarÖ- 
beinssyni meÖ sonum mfnum at befna Bolla; 15. befir Porgils 
]7at til mselt ferÖarinnar, at bann nsßÖi räÖabag viÖ mik. Nü 

20 skfrskota ek )?vl viÖ vitni yöru, at ek beit Dorgisli at giptaz 
engum manni oörum samlendum en bonum; en ek setla ekki 
at giptaz I 9nnur lond.^ 

16. Dorgisli j^ykkir nü }?etta vel mega fyrir bita, ok s6r 
bann ekki f J^etta. Slfta pan nü )^essu tali. Delta räÖ er nü 

25 fullgort, at Dorgils skal til ferÖar rdÖaz. Byz bann frä Helga- 
felli ok meÖ bonum synir GuÖrünar; riÖa }?eir inn i Dali ok 
fyrst beim i Tungu. 



1. berserkinum, hier nicht buch- das, welches ich bei dir zu finden 
stäblich zu nehmen ; „dem gewaltigen meine. 

kämpfer". 17. veita heimferti at ehm, ,jmd. 

2. Skorradal, tal im sUdwestUchen '" "«'"«"' ''»f ! überfaUen«. 
iBlmd, von der Borgarfjorörland- J^: P^t - ferSartnnar «eh dM 
Bchaft ausgehend. ' für die Unternehmung ausbedungen«. 

, , 20. sktrskota. „appellieren'; ak. 

10 mundi-- gort, .abgemacht e^^^i ^^& t;i*ni t/2rni, , ich nehme 

werden sollte«. ^^^^^ ^„ ^^^^^^. 

13. trüleika, acc. pl. von truUikr. 21. samlendum, siehe zu c. 59, 18. 

en^vera, ,als ich bei dir ver- 23. fyrir bita, „genügend sein", 

mute", d. h. (mein misstrauen gegen 23. 24. ser—petta, „er durchschaut 

die treue des 9* i'^t grösser) als es nicht". 



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I>orgil8 sammelt teilnehmer. 185 

torgils H9lluson sammelt tcilnehmer zu dem zuge gegen Helgi ^^* 

HarÖbeinsson. LXI. 

LXI, 1. Enn nsesta dröttinsdag var leiÖ, ok reiß Dorgils 
pangat meß flokki sfnum. Snorri goöi var eigi ä leiÖ; var 
)?ar fjglmenni. 2. Um daginn heimti Porgils til tals viÖ sik 
Porstein svarta ok maelti: ^svä er, sem )76r er kunnigt, at )>ü 
vart i tilf9r meß Oläfssonum, pd er veginn var BoUi; hefir |?ü 5 
t^aer sakir öboett vi8 p& sonu hans. 3. NA pö at slSan s6 
langt liöit, er }?eir atburöir uröu, p& setia ek )?eim eigi ör 
minni liöit viÖ ]>& menn, er i j^eiri ferÖ vdni. 4. Nu viröa 
}?eir broeör svä, sem )?eim sami }?at slzt at leita ä viÖ Oläfs- 
sonu fyrir sakir fraendsemi; er nü )?at setlan |>eira broeöra at lo 
venda til befnda viÖ Helga Har?5beinsson, pvi at bann veitti 
Bolla banasär. 5. Viljum v6r )?es8 biöja }?ik, Dorsteinn, at |>ü 
86r i ferÖ )?es8i meÖ j^eim broeöram ok kaupir )?ik svä, 1 friÖ 
ok i ssett.* 

6. Porsteinn svarar: ,eigi samir m6r )?etta, at sseta v^l- 15 
raeöum viÖ Helga mag minn; vil ek myklu heldr gefa fö til 
friöar m4r, svä at )?at }?ykki göÖr sömi." 

7. Dorgils segir: „litit aetla ek )?eim um psd broeörum at 
gera )?etta til Qär s6r. Darftu ekki 1 )?vl at dyljaz, Dorsteinn, 

at pu munt eiga tvä, kosti fyrir hgndum, at r4?5az til feröar 20 
e?5a sseta afarkostum, J^egar er }?eir megu viÖ komaz; 8. vilda 
ek ok, at pti toekir )?enna kost, pöit )^6' s6 vandi d viÖ Helga; 
verör hverr fyrir s^r at sjä, er menn koma i slikt c^ngpveiti." 

9. Porsteinn maelti: „man g9rr fleirum slikr kostr, )?eim 

er 1 spkum eru viÖ sonu Bolla?" 25 "^ 

Porgils svarar: ,um slikan kost mun Lambi eiga at kjosa.'^ 

10. Dorsteinn kvaz p& betra pykkja, ef bann skyldi eigi 
veröa um |>etta einlagi. Eptir )^at kallar Dorgils Lamba til 
m6ts Vit) sik ok biör Dorstein heyra tal J^eira ok maelti: 

Cap. LXI. 6. öbcßttj part. perf., 19. gera—ser, „sieh liierdurch 

hefir . . . öhoRÜ. einen geld vorteil zu verschaffen**. 

7. püm, d. i. Boüasonum. ^ i-dyljiz, „darüber in nnwissen- 
^ .^ , .«. „ heit gehalten zu werden*. 

8. mtf, „was anbetnfft". .^^ ^^^.^ „Verwandtschaft«. 

9. leita ä, .anfeUen". 23. pngpveiti, „klemme*, d. i. 
15. 16. v^lrce^um, „heimtückischen schwierige läge. 

anschfögen*. 28. einlagi (adjectiv), „allein". 



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186 I>or8teinii svarti und Lambi werden zur teilnähme bewogen. 

Ld. 11. r^sliki saina mal vil ek viÖ ]?ik roeSa, Lambi, sem ek hefi 
LXI. upp borit vi8 Dorstein; hverja soemö villtu bj68a sonum BoUa 
fyrir sakarstaöi )?ä, er )?eir eigu viÖ |>ik? pvi at J?at er oss 
meS g^DDu sagt, at ]7Ü yunir k Bolla. 12. Ferr ]7at saman, at 
5 pti ei-t Bakbitinn i meira lagi, fyrir pyi at pü eggjaÖir mj^k, 
at Bolli vsßri drepinn; var ok viS pik l meira lagi värkunn, 
pegSLT er leiÖ sonu Öidfs.* 13. Lambi spuröi, hver» beitt 
mundi vera. Dorgils svarar, at sllkr kostr mundi boniim gorr 
sem Porsteini, at räSaz f ferS meS }^im broeSrum. 14. Lambi 

10 segir: ,illt J^ykki m^r friSkanp { J^essu ok ödrengiligt, em ek 
üfiiss l^essar farar." 

15. l>i maslti Porsteinn: „eigi er einssett, Lambi, at skeraz 
svä skjott uodan ferÖinni, ]7y{ at hör eigu storir menn { hlat 
ok )?eir, er mikils eru veröir, en J^ykkjaz lengi hafa setit yfir 

15 skgrSam hlot. 16. Er m^r sagt um sonu Bolla, at )7eir s6 

/ )?ro8kav8ßnligir menn ok fuUir ofrkapps, en eigu mikils at 
reka; megum v^r ekki annat astla en leysaz af nokkaru eptir 
sllk storvirki. 17. Manu menn ok m^r mest til dmaelis leggja 
)?etta fyrir sakir tengöa meÖ okkr Helga. Dykki m4r ok, sem 

20 svä veröi flestum gefit, at allt läti ßgrvi fyrri; verör )?vi vand- 
raeöi fyrst at hrinda, er brdöast kemr at hgndum.* 

18. Lambi mselti: „aaöheyrt er }>at, hvers )?ü fysir, Dor- 
steinn; %tla ek ]?at vel fallit, at pd rdSir l^essu, ef p^i s^niz 
svä einsaett, )?vi at lengi hgfum vit ätt vandrsBÖafölag mikit 

25 saman. 19. Vil ek ]7at til skilja, ef ek geng at {^essu, at J^eir 
fraßndr minir, Oläfssynir, siti kyrrir ok l friöi, ef hefnd gengr 
fram viÖ Helga." 

Dorgils jättar }?essu fyrir hgnd }?eira broeöra. 20. Rez nü 
{^etta, at ^eir Dorsteinn ok Lambi skulu räSaz meÖ Dorgisli 

30 til ferSar; kvdÖu d meÖ s6r, at Veir skylda koma pri&ja dag 

3. sakarstatii, , anklagepunkte ". sprichwörtlich: das leben wird nie 

A. Ferr pat saman, , dazu kommt", zu teuer erkauft. 

6. 7. var ^ sonu Olafs, „du hattest 24. 25. dtt^ saman, „alle gefahren 

— nach den sühnen Öläfs — das (Schwierigkeiten) mit einander ge- 

meiste recht auf mildere beurteilung^i teilt" . 

l'l.leysazaf(&dY,)npkkuru,„dw[G\i 30. pritfja dag, vielleicht hier als 

etwas (d. h. ein opfer) uns (aus der name des Wochentages aufzufassen 

Schwierigkeit) retten". {pritSjadag = dienstag), was mit 

20. at — fyrri, „dass sie alles der angäbe in § 1 stimmt, 
lieber als das leben aufgeben" — 



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torgils Holluson bricht mit seiner schar auf. 



187 



snimma 1 Tungu l HorÖadal. Eptir petta skilja peir. 21. Rit^v Ld. 
Dorgils heim um kveldit f Tungu. LlÖr du sjä stund, er )?eir I^^» 
hgföu ä kveöit, at l?eir skyldu koma & fand Dorgils, er til ^^^^* 
ferÖar vdru setlaÖir meÖ honum. DriÖja myrgininn fyrir sol 
koma peir Porsteinn ok Lambi l Tungu; fagnar Dorgils 5 
I?eim vel. 

Aufbruch des torgils H9llason. 

LXII^ 1. Dorgils byz nd beiman, ok rlöa )?eir upp eptir 
HorÖadal tlu saman. Dar var Dorgils Holluson flokkstjöri. 
2. Dar vdru 1 ferÖ synir BoUa, BoUi ok Dorleikr, DörÖr k9ttr 
var enn fjörÖi, bröÖir p>eira, fimti Dorsteinn svarti, s6tti Lambi, 10 
sjaundi ok ätti Halldorr ok Ornölfr, nlundi Sveinn, tfundi 
Hünbogi, )?eir v4ru synir Alfs ör Dolum. Dessir väru allir 
vlgligir. 3. Deir rlÖa leiÖ sina upp til SopandaskarÖs ok yfir 
Langavatnsdal ok svd yfir Borgarfj^rÖ )?veran. Deir riöu at 
EyjarvaÖi yfir NorÖrd, en at BakkavaÖi yfir Hvitä skamt M 15 
Boe ofan. 4. RiÖa }>eir Reykjardal ok svä, yfir hälsinn til 
Skorradals ok svä upp eptir sköginnm { ndnd boenum at 
Vatnshorni; stlga )?ar af hestum sinum; var )?ä mjok kveldit 



Cap. LXIL 8. flokkstjöri, ,führer 
der schar", d. h. leiter der unter- 
nehinung. 

1 2. peir, d. i. Sveinn und Hün- 
bogi; sie und der früh verstorbene 
vater des fcorgils waren brüder. 

13. 14. til Söpandaskartis— Langa- 
vatnsdal j S. ist ein pass, der den 
L. (ein jetzt unbewohntes tal im 
westlichen Island, umgeben von 
den gebirgen, welche die täler am 
Brd^ifjgrtir von der landschaft 
Borgarfjprtfr trennen) mit dem 
Hortiudalr verbindet. 

14. Borgarfjgrtij die landschaft 
B. 

14—16. at Eyjarvatii — ofan, von 
den beiden hier genannten strömen 
ist die JSvitä der hauptfluss der 
landschaft BorgarfjorÖr, die NortSrd 
der bedeutendste nebenfluss, den sie 



von norden her aufnimmt; Eyjarvatü 
und Bakkavad sind zwei fürten, von 
welchen die läge der letzteren durch 
die erwähnung des hofes Bcßr — 
am linken ufer der Hvitd — näher 
bestimmt ist. 

15. 16. skamt —ofan j „eine kurze 
strecke oberhalb von B.". 

16. Beykjardalf B. oder B. enn 
sytfri (gegenwärtig Lundareykja- 
dalur) ist ein tal im südwestlichen 
Island, das dem südlicher gelegenen 
Skorradalr parallel läuft. 

17. 18. bcenum at Vatnshorni, der 
hof F. ist benannt nach einem see 
(vatn)y an dessen südöstlicher spitze 
er gelegen ist, und zwar südlich 
von der in den see sich ergiessenden 
Fitjd, Der vorher erwähnte skögr 
ist natürlich nur ein birkengebüsch 
(c. 55, 2). 



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188 I>orgil8 als kundscbafter. 

Ld. & liSit. Boerinn at Vatnshorni stendr skamt frä vatDinu fyrir 

LXII. sunnan äna. 5. Dorgils mselti p& vi8 forunauta slna, at }?eir 

muüdu )?ar vera um n6ttina, — „ok mun ek fara heim til 

boejarins ä njösn, at forvitnaz, hvärt Helgi s4 heima. 6. M6r 

5 er sagt, at Helgi hafi heldr fdment optaRt, en s4 allra manna 

varastr um sik ok bvili f ramligri lokrekkju." 

7. F^runautar Porgils b4Öu bann fyrir sjä. Gerir Dorgils 
nü klaeÖaskipti, steypir af s6r käpu bläri, en t6k yfir sik 
väskufl einn grau. 8. Hann ferr beim til boejarins, ok er 
10 bann var kominn näliga at garSi, pä s^r bann mann ganga f 
moti s^r; ok er )?eir finnaz, uiaelti Dorgils: „]>&r mun ek l?ykkja 
öfrööliga spyrja, fölagi; bvar em ek kominn 1 sveit, eöa bvat 
beitir boer sjä, eÖa bverr b^r b^r?" 

9. MaÖrinn svarar: ^]?ii munt vera furöu beimskr maör 
15 ok fdvlss, ef )?ii befir eigi beyrt getit Helga HarÖbeinssonar, 

ens mesta garps ok mikilmennis/ 

10. Porgils spyrr pk^ bversu goör Helgi vseri viötakna, 
ef ökunnir menn koma til bans ok )?eir, er mJ9k }?urfa äsjä. 

11. Hann svarar: „Gott er j^ar satt frä, at segja, I?vi at 
20 Helgi er it mesta stormenni baeöi um manna viöt^kur ok annan 

skorungskap.'' 

12. „Hvärt er Helgi nü beima?* segir Dorgils, ,ek vilda 
skora ä bann til viSt^ku/' 

Hinn spyrr, bvat bonum vseri & bondum. 13. Dorgils 

25 svarar: „ek varS sekr 1 sumar ä l^ingi; vilda ek nü leita m6r 

trausts n9kkurs til t^ess manns, er mikill vseri fyrir s6r; vilda 

ek }?ar 1 m6t veita bonum fylgÖ mina ok Jyonostu; skaltu nü 

fylgja m6v beim til boejarins til fundar viö Helga." 

14. „Vel mä ek )?at gera," segir bann, „at fylgja )?6r 
30 beim, pvi at beimul mun p&v gisting b^r vera nättlangt; en 
ekki muntu Helga finna, p\i at bann er eigi beima." 

9. väskufl, »regenmantel". Der 19. Gof* — 8e5[/a, , davon ist wahr- 

kufl unterschied sich vom mantel lieh etwas gutes zu berichten*^. 

(mpttull) dadurch, dass er vorn ge- 20. stormenni, hier ,hochsinniger 

schlössen war. Siehe Gnmdriss II *, moriii« 
8.241. 

n. götfr . . . vimakna (gen. pl.), 24. hvat — hpndum, ,was er auf 

„gut was die aufnähme betriflFf, ^^^ herzen habe«, 
d.h. gastfrei. 



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Der Schafhirt des Helgi entdeckt die feinde. 189 

15. Da spyrr Porgils, hvar bann vseri. Ld. 
Hann svarar: »Helgi er i seli sfnu, )?ar er heitir 1 Sarpi." LXII. 

16. Dorgils spyrr, hvar I?at vseri , eÖa hvat manna vseri l^^^^^« 
meS honum. Hann kvaS par vera 8on bans HarÖbein ok tvä. 
nienn aöra, er sekir väru, ok bann baföi viÖ tekit. 17. Por- 5 

gils baS bann visa s^r gern gegnst til selsins, — ,]7v{ at ek 
vil I^egar bitta Helga, er ek näi bonum, ok reka erendi 
mitt." 

Hüskarlinn gerSi sv&, at bann vlsaSi bonum leiöina, ok 
eptir )?at skilja )?eir. 18. Snyr Dorgils 1 sköginn ok til fijru- lo 
nauta sinna ok segir )>eim, bvers bann befir viss orSit um 
bagi Helga; ,,munu v6r b^r dveljaz nättlangt ok venda ekki 
fyrr til selsins en ä morgin." 

19. Peir gera, sem bann malti fyrir. Um morgininn riöu 
pe\r Porgilß upp eptir gkoginum, )?ar til er )?eir komu skamt i5 
frä selinu; ]?& ba5 Dorgils pk stfga af bestanum ok eta dag- 
verÖ, ok svä gera )?eir, dveljaz j^ar um briÖ. 



Die feinde des Helgi HarSbeinsson werden ihm von seinem Schafhirten 

beschrieben. 

LXin^ 1. Nu er at segja, bvat tiSenda er at selinu, at 
Helgi var }?ar ok I?eir menri meÖ bonum, sem fyrr var sagt. 
2. Helgi roeddi um morgininn vit3 smalamann sinn, at bann 20 
skyldi fara um sköga 1 ndnd selinu ok byggja at manna 
ferSum, eSa bvat bann ssei til tiöenda, — „erfitt bafa draumar 
veitt 1 nott." 

3. Sveinninn ferr eptir ]?vf, sem Helgi mselti. Hann er 
borfinn una brfÖ, ok er bann kerar aptr, pk spyrr Helgi, bvat 25 
bann saei til tiSenda. 

4. Hann svarar: „s^t befi ek pB,% at ek setla, at tfSendum 
muni gegna." 

Helgi spyrr, bvat }>at vseri. Hann kvaz 86t bafa menn 
eigi allfä, ok bygg ek vera munu utanberaSsmenn. 30 

2. i Sarpi, Sarp(u)r ist jetzt der Cap. LXIIl. 22. 23. erfitt — veitt, 

name eines hofes, der nördlich von „die träume sind beschwerlich (d. h. 

yatnshorn, jenseits des das tal anheilkündend) gewesen *". 

durchströmenden flusses belegen ist. 24. eptir pvi, ,so*. 

6. sem gegnst f „den nächsten weg*. 



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190 Besehreibung der bundesgenossen. 

Ld. 5. Helgi maelti: „bvar väru )?eir, er }>ü satt ]>&, eöa hvat 

LXIII. hgföaz }>eir at, eÖa hugöir }>ii n9kkut at klaeöabünaöi )?eira 
eöa yfirlitum?* 

6. Hann Bvarar: „ekki varÖ m6r |>etta svä mj^k um 
5 felmt, at ek hngleiddak eigi slika bluti, pvi at ek vissa, at 
I?ii mundir eptir spyrja*; hann sagÖi ok, at )?eir vseri skamt 
frä selinu, ok }?eir ätu )?ar dagverÖ. 7. Helgi spyrr, hvärt 
)?eir ssßti i bvii-fingi eÖa hverr üt ü& gSnim. Hann kvaÖ ]>& 
l bvirfingi sitja { sQÖlam. 
10 8. Helgi maelti: „seg m^r nü frd yfirlitum }?eira; vil ek 

vita, ef ek mega nokkut räSa at llkendum, hvat manna 
J>etta sd* 

9. Sveinninn mselti: ,)7ar sat maSr f steindum SQÖli ok { 
bläri kdpu; sä var mikill ok drengiligr, vik6ttr ok nokkut 

15 tannberr.* 

10. Helgi segir: „penuB, mann kenni ek gorla at frdsogn 
I?inni. Par hefir pti s^t Dorgils H9llu8on vestan 6r HorÖadal; 
e8a hvat mun bann vilja oss, kappinn/^ 

11. Sveinninn mselti: ,]7ar nsest sat maÖr 1 gyldum sgöli; 
20 sä var f skarlats kyrtli rauSnm ok bafSi gullbring & bendi, 

ok var knytt gullblaSi um b^fuö bonum. Sä maör baföi gult 
bdr ok liöaöiz allt ä beröar niör. 12, Hann var Ij6slita8r, ok 
liör ä neu, ok nokkut baut upp framan nefit, eygQr allvel, 
bläeygr ok snareygr ok nokkut skoteygr, ennibreiör ok fullr 
25 at vgngum; bann bafSi brAnaskurS & bäri. ok bann var vel 
vaxinn um berÖar ok J^ykkr undir bgnd. 13. Hann baföi all- 

1. 2. hvat — at, „womit beschäf- 23. li^r (8c\\. var) ä nefi, „er hatte 

tigten sie sich*. eine krtimmung an der nase*, eine 

5. ek hugleiddak = ek hugkidda- gebogene nase. 

ek; der verbalform ist das personal- framan^ , vorne", 

pronomen angehängt; letzteres ist 24. s/po£e^^r, , mit unruhigen äugen" 

also in dem satze zweimal vorhanden. 24. 25. fullr at vpngum, ,mit 

8. i — otSrum, „im kreise oder in vollen wangen". 

einer reihe nebeneinander". 25. haftüi — häri, „hatte den 

9. i sotSlunij , auf ihren satteln". brauenschnitt im haare", d.h. sein 

14. viköttr, ,kahl oberhalb der haar hing über die stirne herab, 
schlafen*^. war aber oberhalb der angenbrauen 

15. tannherr, „mit entblössten abgeschnitten. 

zahnen". 26. pykkr imdir hond, „dick 

21. var knytt (unpers.) guUhlatSi unterhalb des armes", d. h. von 
(dat. sg. neutr.). starkem leibe. 



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Beschreibuug der bundesgenossen. 191 

fagra hond ok sterkligan haodlegg, ok allt var hans lätbragÖ Ld. 
kurteisligt; ok pvl orÖi lyk ek ä, at ek hefi engan mann s6t LXIII. 
jafnvaskligan at gllu. Hann var ok nngligr maör, sya at 
honum var ekki gr9n vaxin; syndiz m6r, sem )?rötinn mundi 
Vera af trega.* 5 

14. t>k svarar Helgi: »vendiliga hefir ]>ii at }?essam manni 
hügat; miin ok mikils um )^enna mann vert vera, en ekki man 
ek )?enna mann s6t hafa. 15. l>& man ek geta til, hverr hann 
er; pat hygg ek, at )?ar hafi verit Bolli BoUason, p\i at )?at 
er m4r sagt, at hann s6 efniligr maör.* lo 

16. t>ä mselti sveinninn: „p& sat maÖr i smeltum soÖli; 
sä var f gulgroenum kyrtli; hann hafÖi mikit fingrgull a hendi. 
Sk mat$r var enn frlCasti synum ok man enn vera & angum 
aldri, jarpr ä härslit ok ferr allvel härit, ok at 9IIU var hann 
enn kurteisasti maör." 15 

17. Helgi svarar: ,,vita j^ykkjumz ek, hverr )?essi maÖr 
man vera, er }?ü hefir nü frd sagt; )?ar man vera Dorleikr 
BoUason, ok ertu skyrr maÖr ok glogg)?ekkinn/ 

18. Sveinninn segir; „j^ar naest sat ungr raaör; hann var 

1 bläm kyrtli ok 1 svgrtum brökum ok gyrÖr 1 broekr. Sä 20 
maÖr var r^ttleitr ok hvltr d härlit ok vel farinn 1 andliti, 
grannligr ok kurteisligr.* 

19. Helgi svarar: «j^enna mann kenni ek, ok hann man 
ek s^t hafa, ok mundi ]fk vera maÖrinn allnngr; j^ar man vera 
PorÖr DörÖarson, föstri Snorra go5a, ok hafa }?eir kurteist 118 25 
mjok VestfirÖingarnir. Hvat er enn p>d?" 

20. Pä msßlti sveinninn: „pk sat maSr i skozkum soÖli, 
harr f skeggi ok skolbrünn mJQk, svartr d hdr ok skrüfhdrr 

I. lätbragti, „benehmen". 2Q. Vestfirbtngamir, die hewohnei 
4. 5. prütinn . . . af trega, ,an- des west vierteis ( 7es*^r5iw^a /j'drS^- 

geschwoUen (d. h. erfüllt) von ungr) von Island. 

^^^^^ • 27. skozkum aotili. „schottiscliem 

II. fmeltum, „emailliert«. ^^^^^j«. ^.^ ^.^;^ ^^ttel beschaffen 
18. skyrr .verständig«. ^^^^ .^^ unbekannt. 

20. gyrür i brcekr. -in die hosen , , . „ 
gegürtet-, d. h. er hatte den unteren 2^- ^«'^' .grauhaarig«. 

teil des rockes in die hosen ge- skolbrünn, .dunkelbraun (von ge- 
steckt. Bichtsfarbe)". 

21. härlitr, m., „haarfarbe". skrußärr, .kraushaarig«. 



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192 Beschreibung der bimdesgenossen. 

Ld. ok hcldr ösjniligr ok p6 gai-pligr; haon hafÖi yfir s6r felli- 
LXIII. käpa grä.« 

21. Helgi segir: „gl^gt s6 ek, hverr )?es8i maör er; )?ar er 
Lambi Porbjarnarson 6r Laxärdal, ok veit ek eigi, hvi hann 

5 er 1 for j^eira brceöra." 

22. Sveinninn maelti: ,,]>& sat maÖr f standsgÖli ok hafÖi 
yzta hekla bU ok silfrhring ä hendi. Sä var büandligr ok 
heldr af oeskualdri, dgkkjarpr ä här ok hrokk mjok; hann 
hafÖi 0rr 1 andliti." 

10 23. „Nii vesnar mj^k frdsggnin," sagöi Helgi, ,}?ar muntu 

s^t hafa Dorstein svarta mag minn, ok vfst )?ykki ni6r undar- 
ligt, er hann er f )?essi ferÖ, ok eigi munda ek veita honum 
slika heimsökn; eöa hvat er enn I?d?" 

24. Hann svarar: „)?d sdtu tveir menn; I?eir vara likir 
15 s^num ok mundu vera miöaldra menn ok enir knä^ligstn, rauöir 

ä hdrlit ok freknöttir 1 andliti ok )>ö vel s^num." 

25. Helgi mselti: „gorla skil ek, hverir f^essir menn eru. 
Par eru j^eir ArmoÖs synir, fostbroeör Porgils, Halldörr ok 
Ornolfr, ok ertu skilviss maÖr; eÖa hvdrt eru nü talÖir }?eir 

20 menn, er }?ü sdtt?" 

26. Hann svarar: „Iftlu mun ek nü vib' auka. Da. sat par 
naest maÖr ok horföi üt 6r hringinura; sd var f spangabrynju 
ok hafÖi stälhüfu ä hoföi, ok var barmrinn ]?verrar handar 
breiör; hann hafÖi oxi Ijosa um 9x1, ok mundi vera alnar 

25 fyrir munn. Sjä maÖr var d9kklita8r ok svarteygr ok enn 
vlkingligsti/ 



1. Js^wi%r, „hässlich" (kann auch 16. freknöttir ^ „mit sommer- 

, unansehnlich" bedeuten). sprossen bedeckt". 

1. 2. fellikdpUj eine art mantel; vel Synum ^ „von schönem aus- 

die bedeutung von feUi- unsicher. sehen". 

6. standspt^li, wörtl. ,standsattel" 19. skilviss, , zuverlässig". 

— ein sattel, in welchem der reiter 22. hringinum, „dem kreise". Vgl. 

mehr steht als sitzt (?) c. 63, 7 i hvirfingi. 

7. heklUj oberkleid, wahrscheinlich spangabrynju ^ wörtlich „platten- 
ohne ärmel und ziemlich kurz und panzer". Die gewöhnliche brynja 
eng. bestand aus geflochtenen eisenringen 

8. hrpkkj „ringelte sich". (kringabrynja), 

10. vesnar = versnar. 23. barmrinn, »die kante** 

15. mitialdray „von mittlerem 24. sxi Ijösa, ,eine blanke axt". 

alter". 24. 25. mundi — munn , „deren 



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Die verbündeten bekommen in dem Hrappr einen genossen. 193 

27. Helgi svarar: „)?eDna mann kenni ek glogt at Msggn Ld. 
j^inni; )?ar hefir verit Hünbogi enn sterki, son Alfs 6r Dglum, LXIII. 
ok vant er m6r at sjä, hvat )?eir vilja, ok mjgk hafa )?eir valöa 
menn til feröar I?essar.* 

28. Sveinninn mselti: „ok enn sat maSr )?ar et nsesta 5 
}?e8sum enum sterkliga manni; sä var svartjarpr ä här, J^ykk- 
leitr ok rauöleitr ok mikill f brünum, hdr meÖalmaÖr." 

29. Helgi maelti: „h6r f^arftu eigi lengra frd at segja; )>ar 
hefir verit Sveinn, son Alfs ör Dolum, broöir Hünboga. 30. Ok 
betra mnn oss at vera eigi räölaasum fyrir j^essum mgnnum; 10 
}?vi at nser er }?at minni setlan, at ]?eir muni vilja hafa minn 
fund, 4Ör )?eir losni 6r heraöi, ok eru j^eir menn i fgr }?essi, 
er värn fund munu kalla skapligan, p6 at hann hefSi ngkknru 
fyrr at hendi komit. 31. Nu skulu konur )?8er, sem h^r eru 

at selinu, snaraz f karlfgt ok taka hesta j^d, er h&v eru hjd 15 
selinu, ok rlöa sem hvatast til vetrhüsa; kann vera, at )?eir, 
sem nser oss sitja, }?ekki eigi, hvdrt }?ar rlÖa karlar eöa konur. 
32. Munu )?eir )>urfa litils töms at Ijd oss, dör v4r munum 
koma monnum at oss, ok er p& eigi synt, hvdrra vsenna er." 

33. Konurnar rlÖa f brott, fjörar saman. Porgils grunar, 20 
at njüsn muni borin vera frd J?eim ok til Helga ok baÖ p& 
taka hesta sfna ok riSa at sem tiöast, ok svd geröu }>eir; ok 
ät5r )?eir stigi d hak, reiÖ maör at )?eim )?jö8sj^nliga. 34. Sä 
var Iftill vexti ok allkvikldtr, hann var margeygr furÖuliga ok /" 
haföi foeriligan best. Pessi maÖr kvaddi Porgils kunnliga. 25 
Porgils spyrr hann at nafni ok kynferöi ok svd, hvat$an hann 
vsßri kominn. 

35. Hann kvez Hrappr heita ok vera breiöfirzkr at moÖur- 
kyni, — „ok )?ar hefi ek upp vaxit; hefi ek nafn Vlga-Hrapps 
ok )?at meÖ nafni, at ek em engl daeldarmaör, p6 at ek s6 lltill 30 

schneide ungefähr eine eile lang 23. pjötiaynliga, „augenscheinlich'' 
war". (sodass man nicht im zweifei sein 

3. m«f, .schwierig«. 1^°»»*«' *«"» «' ««»«" "« 

lenkte). 

15. karlfgt, „männerkleidung*. 34. allkvikUtr, ,8chr lebendig*. 

16. til vetrhüsa, vgl. c. 35, 18. margeygr, „mit unstätem blicke«. 
19. hvdrra voenna er, „für welche 25. fcßriligan, „tüchtigen". 

von beiden parteien die aussiebten 29. VigorHrapps, siehe c. 10, 1 ff. 
bessere sind" (voenna ist nom. sg. 30. doeldarmatSr , „umgänglicher 
neutr.). mensch". 

Sagabibl. IV. 13 



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194 Hel^ HarSbeinsson sucht vergeblich die feinde zu täuschen. 

Ld. vexti; 36. en ek em sunnlenzkr at foöurkyni, hefi ek nü dvaliz 

LXIII. )?ar Dokkura vetr; ok allvel befir )>etta til borit, Porgils! er ek 

LXIY. jjßg j^jj. Y^^j, ratat, )7vi at ek setlaöa )?ü )^inii fand at soekja, p6 

at niör yröi um )?at DQkkaru torsottara. 37. En vandkvaeöi eru 

5 m&T & hendi. Ek hefi ortAt missdttr viS hüsbönda minn; baföa 

ek af hoDum yiöfarar ekki göSar, en ek hefi )>at af nafni, at ek 

vil ekki sitja mpnnam sHkar hneisar, ok veitta ek bonam til- 

raeöi; en j^o get ek, at annathvärt bafi tekit Iftt eöa ekki. 

38. En Htia stund var ek (>ar til raunar gföan, ]>\i at ek ]76ttumz 

10 hirör, )>egar ek kom & bak besti j^essuni, er ek tök M bonda." 

39. Hrappr segir mart, en spuröi ßis; en p6 varö bann 

brdtt varr, at )?eir setluöu at stefna at Helga, ok l^t bann vel 

yfir }^vl ok sagSi, at bans skal eigi & bak at leita. 

Helgi HarÖbeinsson wird getötet. 
LXIV, 1. Deir Porgils toku reiÖ mikla, }?egar )?eir kömu 
15 ä bak, ok riöu nü fram 6r sköginum. Deir sä fjöra menn 
riöa M selinu; )?eir bleypöu ok allmikii 2. Da mseltu sumir 
forunautar Porgils, at rl5a skyldi eptir }?eim sem skjotast 

l>& svarar Porleikr Bollason: „koma munu v6r dör til selsins 
ok vita, bvat par sä manna; p\i at l^at setla ek siSr, at h6r sä 
20 Helgi ok bans fylgöarmenn; s^niz mär svä, sem )>etta sä 
konur einar.* 

3. Deir vdru fleiri, er 1 moti maeltu. Porgils kvaS Porleik 

räöa skyldu, p\i at bann vissi, at Dorleikr var raanna skygn- 

astr; snüa nü at selinu. 4. Hrappr bleypir fram fyrir ok düöi 

25 spjötsprikuna, er bann baföi 1 hendi, ok lagöi fram fyrir sik 

1. sunnlenzJcTf „aus dem südviertel 10. hirtfr, , geborgen*, „in sicher- 
(Sunnlendinga fjörtSungr) von Is- heit". 

land*'. 11. fdSj «wenig* (nach wenigen 

2. par, in dem südviertel (wozu dingen). 

auch der Skorradalr gehört). 13^ hans — leita ^ „ihn dürfe man 

3. ratat, „getroffen". nicht hinten (im hintertreffen)suchen*f 

6. vitffararf „behandlung*. 

afnafni, „infolge meines namen". Cap. LXIV. 18. koma munu v€r 

7. sitja — hneisurj „von den leuten = koma munum v6r. 
solche beschämungen ertragen". 24. hUypir, „reitet". 

8. tekit ^ „getroffen" (d. h. ver- 25. spjötsprikuna, „speerschaft", 
wundet). Das wort pHka {an, Xey') hat sicher- 

9. til raunar, „um mich darüber lieh dieselbe bedeutung wie prik, 
zu vergewissern". ,stab*. 



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Die Sennhütte des Helgi wird zerstört. 



195 



ok kvaÖ )?d vera allt m&\ at reyna sik. 6. VerÖa j^eir Helgi Ld. 
pä eigi fyrr varir viÖ, en }?eir Porgils taka & }>eim selit. Peir I^XIV, 
Helgi lüka aptr huröina ok taka väpn »Id. 6. Hrappr hleypr 
)?egar upp ä selit ok spuröi, hvärt skoUi vseri inni. 

Helgi svarar: „fyrir J^at mun )?6r gaDga, sem sd se n9kkut 5 
skseSr, er h^r b^r inni, at bann muni bita kunna Dser greuinu'' 
— ok )?egar lagöi Helgi spjöti üt um selsglugginn ok 1 gegnum 
Hrapp; feil bann dauör til jaröar af spjotinu. 

7. Porgils baß ]>& fara varliga ok gsßta sin viÖ slysum, — 
^)?vl at v6r h^^fum cerin efni til at vinna selit ok Helga, ]?ar sem lo 
bann er nü kominn, \>vi at ek bygg, at hör s6 fätt manna fyrir.* 

8. Selit var g^rt um einn &s, ok lä bann & gaflblgÖum, 
ok stöSu üt af äsendarnir, ok var einart peik & büsinu ok ekki 
groit. Da mselti Porgils, at menn skyldu ganga at dsendunum 
ok treysta svd fast, at brotnaöi eöa ella gengi af inn rapt- 15 
arnir; en sumir skyldu geyma duranna, ef )?eir leitaöi üt. 

9. Fimm väru }?eir Helgi inni i selinu; HarÖbeinn son bans 
var ]?ar — bann var tölf vetra gamall — ok smalamaör bans 
ok tveir menn at$rir, er ]?at sumar boföu komit til bans ok 
vdru sekir; b6t annarr Porgils, en annarr Eyjölfr. 10. Por- 20 
steinn svarti stöÖ fyrir selsdurunum ok Sveinn, son Dala-Alfs, 
en )?eir aörir forunautar rifu af rsefrit af selinu, ok bofÖu )?eir 



8. 194, 25. lagtSij .stach". 

1. allt — sik, „die zeit gekommen 
den mut zu erproben". 

2. taka—8elit, ,sie in der Senn- 
hütte umzingeln". Vgl. c. 52, 10. 

3.4. hleypr — selitj „springt sofort 
auf die sennhütte", d. h. springt auf 
das niedrige rasendach der hütte 
hinauf (um durch das in dem dach- 
first angebrachte licht- und jauch- 
loch [IjöH] hinein zu rufen). 

5. fyrir — ganga, „dir mag es da- 
für gelten", d.h. du wirst es schon 
empfinden. 

6. skoBtir, , schädlich", „gefährlich" 

7. selsglugginn, „das sennhütten- 
fenster". Hier wahrscheinlich = 
^öri, siehe die note zu z. 3— 4. 

9. viti slysum, „vor Unfällen*. 



10. efni, d.i. stärke. 

12. gort — ds, „über einen balken 
gebaut", d. h. das dach der senn- 
hütte ruhte auf einem firstbalken 
(dss). 

ä gafhlgtSum, „auf den giebel- 
wänden". 

1 3. stötSu üt af, „ragten (über die 
giebel) hinaus". 

einart pak, „ein einfaches dach", 
d. h. ein dach, das aus einer ein- 
fachen rasenschicht besteht. 

13. 14. ekki gröit, ,(der rasen) 
nicht zusammengewachsen". 

15.16. at — raptamir, „damit das 
dachwerk zerbrochen oder (aus 
dem firstbalken) einwärts losgelöst 
würde". Vgl. Grundriss II«, s.231. 

22. rasfrit, „das dachwerk". 
13* 



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196 Helgi HarSbeinssou wird getötet. 

Ld. pSiT skipt liÖi til. 11. T6k annan äsenda Hünbogi enn sterki 

XI Y. ok )?eir ArmoÖssynir, en ]?eir Dorgils ok Lambi annan äsenda 

ok )?eir synir GuÖrünar. 12. Treysta peir nü fast ä äsinn, ok 

brotnaöi bann i sundr i miöju; ok 1 )?e8si svipan lagöi HarÖ- 

5 beinn üt atgeiri 6r selinu, ^ar sem hurÖin var brotin; 13. lagit 

^ kom f stälhüfu Porsteins svarta, svä at i enninu nam staöar, 

var )?at mjok mikill dverki. Di msBlti Dorsteinn )?at, er satt 

var, at I?ar vära menn fyrir. 14. Dvf naest bljöp Helgi üt um 

dyrrnar svä djarfliga, at }?eir hrukku fyrir, er nastir vdru. 

10 Porgils var pk nser staddr ok hjo eptir honum meÖ sveröi, ok 
kom ä gxlina, ok varÖ )?at mikill iverki. 16. Helgi sneriz pä 
i moti ok haföi i hendi viöarexi. 

Helgi maelti: „enn skal pem enn gamli ]7ora at sj& i mot 
väpnum,* ok fleygÖi oxinni at Porgfsli, ok kom oxin ä föt 

15 bonam, ok varÖ poi mikit sär. 16. Ok er BoUi sä }?etta, p& 
bleypr bann at Helga ok hafÖi i bendi Fotbft ok lagÖi 1 
gegnum Helga, var )?at banasär bans. Deir fylgöarmenn Helga 
blaupa )^egar ör selinu ok svä, HarÖbeinn. 17. Porleikr BoUa- 
son vikr 1 möti Eyjolfi; bann var sterkr maör. Dorleikr bjo 

20 til bans meÖ sveröi ok kom ä laerit fyrir ofan kn6 ok tök af 
fötinn, ok feil bann dauör til jarÖar. 18. En Hünbogi enn 
sterki bleypr i moti Dorgisli ok bj6 til bans meS oxi, ok kom 
ä brygginn ok tök bann sundr i miÖju. 19. DorÖr k9ttr var 
naer staddr, pHX er HarÖ beinn blop At, ok vildi )?egar räöa 

25 til bans. 

Bolli bleypr til, er bann sä I?etta, ok baÖ eigi veita 
HarÖbeini skaöa, — „skal b^r engi maÖr vinna klsekisverk, 
ok skal HarÖbeini griÖ gefa." 

20. Helgi ätti annan son, er Skorri b6t; sä var at föstri 

30 ä Englandi 1 Reykjardal enum syöra. 



5. atgeiri j atgärr scheint einen 14. a/i^*, das wort /"(^^r bezeichnet 

Speer mit langer spitze zu be- „fuss* und »bein" zugleich (wie 

zeichnen. hond ,hand* und „arm"). 

7.8. Pd mcelti — menn fyrir, „da ^30. d Englandi, E. (d.i. „wiesen- 

sprach !>., und mit gutem grund, land") ist ein hof auf dem linken 

(man könne es merken) dass man ufer der Tungud (Borgarfjartfar- 

es mit männem zu tun habe" (wörtl, s^sla), üeber den Beyl^ardalr enn 

„dass männer anwesend wären"). sytiri siehe c. 62, 4. 



12. vitfarexi, „holzaxt* 



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I^orgils begiebt sich nach Helgafell. 197 

torgils H9lluson wird von GuÖrün um das eheversprechen betrogen. txV 

LXV, 1. Eptir )?es8i tiöendi riöa peir Porgils 1 brott ok 
yfir hdlsinn til Reykjardals ok l^stu )?ar vlgum )?es8um; riÖu 
siöan ena somu leiÖ vestr, sem )?eir hoföu vestan riftit, l^ttu 
eigi sinni ferÖ, fyrr en )?eir kömu 1 H9rÖadal. 2. Deir segja 
nü pem tföendi, er gorz hofÖu 1 f^r )?eira. VarÖ pesBi ferÖ 5 
en frsßgsta, ok pötü }?etta mikit störvirki, er slikr kappi hafÖi 
fallit, sem Helgi var. 8. Porgils )?akkar m^nDum vel feröina, 
ok ßlfkt et sama maeltu }?eir broeör Bollasynir. Skiljaz }?eir 
menn nü, er 1 ferÖ hofÖu verit meÖ Porglsli. 

4. Lambi rför vestr til Laxdrdals ok kemr fyrst f HjarÖar- lo 
holt ok sagSi peim frsendum sinum inniliga frä. t^essum tföendain, 
er oröit hofÖu l Skorradal. Deir 14ta illa yfir bans fer?5 ok 
t^lÖu mjok & bendr honum, kväöu bann meir hafa sagz f sett 
Dorbjarnar skrjüps en M^rkjartans Irakonangs. 

5. Lambi reiddiz mjgk viÖ orÖtak I?eira ok kva8 ]?& kunna 15 
sik ogorla, er pe\r veittu honum ätglur, — „]?vi at ek hefi 
dregit yör undan dauöa,* segir bann. 

Skiptuz )?eir sföan fäm oröum vi8, )?vf at hvdrumtveggjum 
lfkat$i P& verr en dör. RlÖr Lambi heim til büs sfns. 

6. Porgils Hglluson rlör üt til Helgafells ok meÖ honum 20 
synir GuÖrünar ok föstbroeör hans Halldorr ok Orn61fr; )?eir 
komu sllla um kveldit til Helgafells, svä at allir menn värn 

f rekkjum. 7. GuÖrün riss upp ok baS menn upp standa ok 
vinna ]?eim beina; hon gengr til stufu ok heilsar Porglsli ok 
gllum ]?eim ok spuröi \>& tiöenda. 8. Porgils tök kveÖju 6uÖ- 25 
rAnar, bann hafÖi ]>i lagt af s6r käpuna ok svä vä,pnin ok 
sat \>& upp til stafa. 9. Porgils var i rauöbrünum kyrtli ok 

Cap. LXV. 11. inniliga, „ausfuhr- 22. silla = sitSla, „spät*, 
lieh». 24. stufu = stofu, 

^« . ,-- , . ., 27. sof — »fa/«, „sass darauf gegen 

13. toWu— honum, „wiesen ihn ^. _ ., \ » " „ t^. ,. 

, - ' , .» die pfeiler gelehnt". Die hier ge- 
scharf zurecht". ^ ^® .. i.,.,. , 

nannten staftr sind wahrscheinucn 

sagz, ,sich gesagt«, d. h. durch ^.^ ^^^^^^^ ^^^^ äusseren pfeiler), 
das, was er getan hatte, zugehörig ^.^ i»^gg ^^^ seitenwände des ge- 
erwiesen, bäudes standen und das dach trugen. 

15.16 kunna sik ögsrla, „sich Siehe Grundriss IP, s. 231 und be- 
unschicklich benehmen". sonders V. GuÖmundsson , Privat- 

16. ätolur, „vorwürfe". boligen pä Island, s. 119—20. 



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198 torgils berichtet der GuÖrün den erfolg seines untemehmeos. 

Ld. haf(üi um sik breitt silfrbelti. GuÖrün settiz nißr f bekkiDU 
U^y* hjä honum. 10, Da kvaÖ Porgils vfsü )?es8a: 

3. „S6ttom heim at Helga. 
Hrafn l^tom n& svelga. 
6 Ru]?om farr9}?ul8 eike, 

p&B fylg)?om Porleike. 
Pria l^tom )?ar falla, 
pj6]>nftsL g9rvalla, 
hjalms allk(Bna )>olla. 
10 Hefnt teljom nü BoUa.* 

11. GuÖrün spuröi )?ä vendiliga at ]?e8sum tlöendum, er 
oröit h9fÖu 1 for )>eira. Porgils sagöi slfkt, er hon spuröi. 
GuÖrün kvaÖ feröina orÖna ena snefrligstu ok baÖ pä hafa 
}?okk fyrir. 12. Eptir J>at er }?eim beini veittr, ok er }?eir 

15 väru mettir, var )?eim fylgt til rekkna; sofa }?eir af nottina. 
um daginn eptir gengr Porgils til tals viÖ GuÖrünu ok mselti: 
13. „svä er hättat, sem )?ü veizt, GuÖrün, at ek hefi fram 
komit feröinni )>eiri, er }?ü batt mik til, tel ek }?at fuUmann- 
liga af h9ndum int; 14. vaenti ek ok, at ek hafa pvi vel vart; 

20 )>ü munt J?at ok muna, hverjum hlutum )?ü hefir mer heitit 
)?ar i mot. Pykkjumz ek nü til )?ess kaups kominn.* 

15. r>ä mselti GuÖrün: „ekki hefir sföan svä langt liÖit, 
er vit roeddumz viÖ, at m6r s6 psd ör minni liöit; aetla ek ok 
}?at eina fyrir m^r, at efna vit5 )>ik allt J?at, er ek varÖ a satt; 

25 eöa hvers minnir }?ik um, hversu maelt var meÖ okkr?** 

3 — 10. Prosaische Wortfolge: züglich, liessen wir dort fallen. Nun 

Söttom heim at Helga. Hrafn sehen wir BoUi als gerächt an". 

Utom svelga nä. Eupom farrp/mls 13, or^ina ena snefrligstu, „sehr 

eike, pd es fylgpom Porleike. Pria j-agch ausgeführt». 

allkcBfia hjalms />olla, ggrvalla pjöp- ^g jg fullmannliga, .völlig wie 

nyta, Utom par falla. Teljom nü ^^ ^^^^ ^.^^^ ^^^^^ geziemt«. 

Bolla hefnt. ,Wir griffen Helgi in ,^ , . * a- fA- v -^x 

seinem wohnsitz an. Wir liessen 19. W«"^«^*, .dies (diese arbeit) 

den raben leichen verschlingen, mcht umsonst ausgeführt habe«. 

Wir röteten (die bäume der sonne 21. til—kominn, „den lohn ver- 

des schiflfes [= des Schildes] =) «l^ent zu haben«, 

die Schwerter, als wir dem torleikr 25. hvers— okkr, „wie steht es 

folgten. Drei sehr tüchtige (bäume mit deiner erinnerung an den wort- 

des helmes =) krieger, alle vor- laut unserer abmachungen«. 



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torgils wird um seinen lohn betrogen. 199 

16. Porgils kvaS hana muna mundu. Ld. 
GuÖrün svarar: „)?at hygg ek, at ek h6ta p6r )?vi, at I^XT. 

giptaz engnm manni samlendum gÖrum en )?6r; eÖa villtu ^^^1- 
nokkut msBla i möti J^essu?'* 

17. Porgils kvaS hana r6tt muna. 5 
„Pd er vel/ segir GuÖrün, ,ef okkr minnir eins um )>etta 

mal; vil ek ok ekki lengr draga }?etta fyrir J>6r, at ek aetla 
)?e8S eigi auöit veröa, at ek sjä pin kona. 18. Pykkjumz ek 
enda viö )?ik 9II äkveöin orö, )?ö at ek giptumz Porkatli 
Eyjolfssyni, )?vl at hann er nü eigi h6r ä landi." 10 

19. l>k mselti Porgils ok roSnaÖi mjgk: „g0rla skil ek, 
hvaSan alda sjä renn undir; hafa m^r }?a8an jafnan kgld räS 
komit. Veit ek, at )?etta eru räö Snorra goSa.* 

20. Sprettr Porgils upp )?egar af J?es8u tali ok var enn 
reiöasti, gengr til forunauta sinna ok sagöi, at hann vill 1 15 
brott rlÖa. 21. Porleiki likar illa, er svd var hagat, at Por- 
gisli var eigi geÖ ä, en BoUi sam)?ykkiz h6r um vilja mööur 
sinnar. 'GuÖrün kvaz gefa skyldu Dorglsli goÖar gjafir ok 
bliSka hann sva. 

22. Porleikr kvaÖ )?at ekki tjä mundu, — „J>vl at Porgils 20 
er myklu skapstoerri maÖr, en hann muni h6r at smählutum 
lüta vilja/ 

GuÖrün kvaÖ hann ok pk heima huggaz skyldu. 23. Por- 
gils rför viö J?etta frä Helgafelli ok meÖ honum föstbroeÖr 
hans; kemr hann heim 1 Tungu til büs sins ok unir storilla 25 
sinum hlut. 

ösvifr und Gestr sterben. 

LXTI, 1. Pann vetr t6k Ösvifr sott ok andaöiz. Pat 
}?ötti mannskaÖi mikill, J?vl at hann hafÖi verit enn mesti 
spekingr. Ösvffr var grafinn at Helgafelli, }?vf at GuÖrün 
hafÖi )?ar ]>& lätit gera kirkju. 30 

2. A )?eim sama vetri fekk sott Gestr Oddleifsson, ok er at 

3. samlendum j vgl. c. 59, 18 und 19. blit5kay .besänftigen*. 

60, 15. 21. 22. at— Uta, .sich mit kleinig- 

1 2. hvaTSan alda sjä renn (= rennr) keiten begnügen* (eigentl. „nach kl. 

undir, „woher diese welle fliesst", sich bücken*), 

d. h. von wem diese list ersonnen 23. heima — skyldu , „dass er in 

ist. seinem (eigenen) hause (d. h. selbst) 

kpld, „kalte", d.h. feindliche. sich trösten müsse*. 



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200 Der tod des Gestr Oddleifsson. 

Ld. honum leiÖ sottiD, p& kallaSi bann til sin DorÖ läga son sinn ok 

I^VI. mselti: 3. „svä segir ni6r hugr um, at ]>e88i sott muni skilja vära 

LXTll. gamvistu. Ek vil mik lata foera til Helgafells, pvi at sä staÖr 

mun veröa mestr h6r 1 sveitum; )?angat hefi ek opt Ijös s6t.* 

5 Eptir fetta andaÖiz Gestr. 4. Vetrinn haföi verit kulÖa- 

samr, ok v&ru lsl9g mikil, ok haföi langt lagt üt BreiÖajQorÖ, 

svä at eigi mä,tti & skipnm komaz af Bar8astr9nd. 5. Lfk 

Gests stöÖ uppi tvser nsßtr 1 Haga; en ]?& S9mu nött geröi ä 

veSr QYä hvast, at isinn rak allan frk landi; en um daginn 

10 eptir var veör gott ok lygnt. 6. PörÖr tök skip ok lagÖi & 
Uk Gests, ok fara )?eir suör um daginn yfir BreiÖafjorÖ ok 
koma um kveldit til Helgafells. Var )?ar vel tekit viÖ DörÖi, 
ok er hann )>ar um nöttina. 7. Um morgininn var niQr sett 
lik Gests, ok hvlldu }>eir Osvifr f einni gr9f Kom nü fram 

15 späsagan Gests, at skemra var 1 milli J>eira en )?ä, er annarr 
var & Bari^astr9nd, en annarr 1 Sselingsdal. 8. PorSr enn lägi 
ferr heim, }?egar hann er biiinn; ena naestu nott eptir geröi & 
oeÖiveÖr, rak p& Isinn allan at landi; helt pyi lengi um vetrinn, 
at ekki mätti par & skipum fara. 9. P6ttn at pes&xx niikil 

20 merki, at svä gaf til at fara meÖ lik Gests, at hvärki var foert 
dÖr n^ sfÖan. 

torgils Holluson wird getötet. 

LXVII, 1. Porarinn h6t maÖr, er bjö i Langadal; hann 
var goÖorÖsmaÖr ok ekki rikr. Son hans h^t AuÖgisl; hann 
var fräligr maÖr. 2. Porgils Holluson tok af |>eim feögum 
25 goöoröit, ok )?ötti J^eim )?at en mesta sviviröing. AuÖgisl för 
ä fund Snorra go8a ok sagSi honum )>enna ojafnaÖ ok baS 
hann äsjä. 

3. Snorri svarar vel at einu ok tok litinn af 9IIU ok 

Cap. LXVI. 4. ljÖ8 sei, „licht ge- 19. 20. Pöttu— merki (neutr. pl), 

sehen* — als zeichen der heiligkeit ,dies schien sehr bedeutungsvoll" 

der stelle. Die Weissagung in z. 2 — — als zeugnis der frömmigkeit Gests. 

4 bezieht sich auf das zu Helgafell Cap. LXVII. 22. i Langadal, L. 

im j. 1184 gestiftete kloster. ist der name zweier paralleler, 

5. 6. kuttSasaimrj ^reich an kälte*, kleiner täler — und zweier in diesen 

6. haßi—üt (impers.), „war weit belegener höfe — in dem bezirke 
belegt". Skögarstrpnd. 

15. späsagan Geata, vgl. c. 33, 29. 28. veZ— öWm, vgl. c. 57, 3. litinn 

18. helt pvi, «es dauerte". (acc. sg. msc.) steht adverbiell. 



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Anschlag auf das leben des torgils. 201 

mselti: , geriz bann Hgllnslappi nii framgjarn ok äburÖar- Ld. 
mikill. Hvärt mun Porgils enga pä menn fyrir hitta, at eigi LXVII. 
muni bonnm allt vilja J^ola? 4. Er )>at vfst auössett, at bann 
er mikill maSr ok knäligr; en komit befir orSit slfkum m^nnum 
i bei, sem bann er/ 5 

Snorri gaf AuÖgfsli 0x1 rekna, er bann for 1 brott. 6. um 
värlt föru )?elr Porgils H9lluson ok Porsteinn svartl su5r tll 
BorgarflarÖar ok buöu boetr sonum Helga ok 98rum frsendum 
bans. Var saez & )?at mal, ok var ggr göÖ soemö. Galt Dor- 
steinn iwä bluti böta vigsins; en I>orgils skyldi gjalda )?riÖjung^ 10 
ok skyldi greiöa ä pingi. 6. Petta sumar reiÖ Porgils til 
J^iogs; ok er J^eir komu ä braunit at voUum, sä t^eir konu 
*ganga f m6ti s6r; sü var mikil haröla. 7. Porgils reiÖ 1 moti 
benni; en hon veik undan ok kvaö )?etta: 

4 a Koste fyr)?ar, 15 

ef framer )?ykkjask, 
ok varesk vi)? svä 
v61om Snorra; 
enge mun vi)? varask, 

vitr es Snorre/ 20 

8. SfSan gekk bon leiÖ sina. 

l>k mselti Porgils: „sjaldan for svä, ]>& er vel vildi, at pA *^' 
foerir )?ä af H^g^ ^^ ®^ ^^^ ^^ }>ings." 

Porgils riÖr nü ä }>ingit ok til büÖar sinDar, ok var kyrt 
gndvert }?ingit. 9. Sä atburör varÖ einnbvern dag um }>iDgit, 25 
at fest vdru üt kla^Öi manna til j^erris. Dorgils ätti bla heklu; 
hon var breidd ä büöarvegginn. 10. Menn beyröu, at beklan 
kvaÖ )?etta: 

I . Hplluslappiy Schimpfwort. Vgl. tüchtig halten , und vor den listen 
neiiisl. sldpr (Schweinigel). des Snorri sich in acht nehmen; 

9. gor götS scemtS , „eine ehren- (doch) keiner -wird sich hüten, klug 

volle busse gezahlt**. ist Snorri". 

II. ofc skyldi greitSaf unpers. 22. pd ervelvildij „wenn es (das 
12. d—vpüumf „zu den die all- Schicksal) günstig war", d.h. wenn 

thingsebene umgebenden lava- ich aussiebten auf glücklichen er- 

feldern*. folg hatte. 

konUf diese frau ist die fylgja s. 202, 1—4. „Sie hängt nass an 

(der Schutzgeist) des I>orgils. der wand; die kapuze kennt einen 

15—20. „Die leute mögen sich hinterlistigen anschlag — deswegen 

mühe geben, wenn sie sich für nicht öfter trocken — , ja ich leugne 



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202 



torgils H9llu6on wird getütet. 



Ld. 
LXYII. 



5. «Hanger vöt ä vegg, 
veit hattküan brag}?, 
J>vfget optar )?urr, 
)?eyge dyl ek, at hon vite tvau.* 

5 11. Detta t^ötti et mesta iindr. Enn nsesta dag eptir gekk 

Dorgils vestr yfir äna ok skyldi gjalda f(6 sonum Helga. Hann 
sez niör ä hc^lknit fyrir ofan biiÖirnar; meÖ honum var Uall- 
dorr fostbröÖir hans, ok fleiri väru }?eir saman. 12, Deir synir 
Helga komu til mötsins. Porgils tekr nü at telja silfrit. AuÖ- 

10 gisl Pörarinsson gekk }?ar hjä, ok 1 }?vi, er Porgils nefndi tfu, 
pä, hj6 AuÖgfsl til hans, ok allir )?üttuz heyra, at h9fa8it 
nefndi ellifu, er af fauk hälsinum. 13. AuÖgisl hljöp til« 
VatnsfirÖingabiiÖar, en Halldorr hljöp )?egar eptir honum ok 
hjö hann. 1 büÖardurunum til bana. Pessi tiÖendi k6mu til 

15 bü5ar Snorra goöa, at Porgils H9lluson var veginn. 



nicht, dass sie zwei (anschlage) 
kennt". Die hier genannte hattkila 
— ein sonst nicht vorkommendes 
wort, das vielleicht eine enge kapuze 
bedeuten kann, und dann wahr- 
scheinlich mit (accentuiertem) i zu 
schreiben ist — muss dasselbe sein 
wie die § 9 genannte blä hekla des 
torgils, und vielleicht die hld käpa 
desselben mannes (c. 62, 7 u. 63, 9) ; 
sowol hekla als käpa können mit 
kapuze (hpttr) versehen sein, pvigit 
=pvi-gi-at. Das zweifache bragpj das 
in dem verse angedeutet wird, ist 

1. der trug, durch welchen torgils 
Holluson sich zu dem zuge gegen 
Helgi Hart^beinsson verlocken lässt, 

2. der anschlag gegen das leben 
des torgils — beide das werk des 
Snorri. Die bedeutung des ein- 
geschobenen Satzes ist wahrschein- 
lich, dass die kapuze, weil ihr 
besitzer bald getötet werden wird, 
nicht öfter von ihm gebraucht 
werden, also auch nicht wider zum 
trocknen aufgehängt werden wird. 



6. vestr yfir dna , d. h. über den 
die thingebene durchströmenden 
fluss 0xard auf das westliche ufer 
desselben. Die bütSir der thingleute 
lagen an beiden ufern, die bude des 
torgils wahrscheinlich an der ost- 
seite. 

12. 13. til Vatnsfir^ingabütfar, 
diese bude, gewiss nach dem häupt- 
lingsgeschlecht aus dem VatnsfjgrtSr 
im nordwestlichen Island benannt, 
liegt auch nach der Njäls saga 
(c. 145) an der Westseite des 
flusses. 

14. 15. til bütiar Snorra gobttj die 
bude des Snorri go5i» die nach dem 
Zeugnisse der Njäls saga und Sturl- 
unga saga den namen Hlatibüti 
führte, kann man mit ziemlicher 
Sicherheit an der Westseite des 
flusses, am eingange der schlucht 
Alm^nnagjä nachweisen ; nördlich 
von dieser bude, und zwar ganz in 
der nähe derselben, hat man wahr- 
scheinlich die stelle des Ipgberg zu 
suchen. 



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torkell Eyjölfssoü kehrt Dach Island zurück. 203 

14. Snorri segir: „eigi mun ]>6y skiliz hafa, Porgils HqUu- Ld. 
son mun vegit hafa/ LXYII. 

MaÖrinn svarar: «enda fauk h9fu8it af bolnum." LXYIII. 

«Pä m& Vera, at satt s^," segir Snorri. 
Sdßz var & vfg }>essi, sem f SQgn Dorgils ügllusonar segir. 5 

GutJrüns vierte ehe (mit frorkell Eyjölfsson). 

LXYIII, 1. Pat sama samar, er Porgils Hglluson var 
veginn, kom skip f Bjarnarhgfn. Dat ätti Porkeil Eyjölfsson. 
Hann var ]?ä svä auöigr maÖr, at hann ätti tvd kngrru 1 
forum; annarr kom 1 HrütafjorÖ ä BorÖeyri, ok var hvärrtveggi 
viöi hlaöinn. 2. Ok er Snorri goöi spuröi ütkvämu Porkels, 10 
rfÖr hann }?egar til skips. Porkell tök viÖ honum meÖ allri 
bliÖu. Porkell hafÖi ok mikinn drykk & skipi sfnu; var veitt 
allkappsamliga, varö )?eim ok mart talat. 3. SpurÖi Snorri 
tföenda af Noregi. Porkell segir frä gllu vel ok merkiliga. 
Snorri segir f mot )?au tföendi, sem h^r hoföu gorz, meÖan 15 
Porkell hafÖi utan verit. 

4. „S^ndiz m^r nü ^at räÖ/ segir Snorri, „sem ek roedda 
fyrir p&r, äör pA fort utan, at pt tcekir J?ik 6r fgrum ok settiz 
um kyrt ok aflaöir p^r kvänfangs }?ess ens sama, sem ]>ä var 
orÖi & komit." 20 

5. Porkell svarar: „skil ek, hvar )?ü ferr; ok allt er m6r 
slfkt et sama nü i hug, sem p& rceddum vit, }>vi at eigi fyrir- 
man ek m^r ens ggfgasta räös, ef f^at mä viÖ gangaz." 

6. Snorri msßlti: „til J^ess skal ek boSinn ok büinn at 
ganga meÖ ]?eim mälum fyrir J?lna hond; er nü ok af räÖinn 25 
hvärrtveggi hlutrinn, sä er )?6r J>6tti torsottligastr, ef )?ü skyldir 
fä GuÖrünar, at Bolla er hefnt, enda er Porgils frä räöinn.* 

7. Porkell mselti: «djüpt standa räÖ )?ln, Snorri, ok at 
visu vil ek at venda J?essu mäli." 

1. eigi— hafa f „du hast gewiss 21. Ävar/m/m-, , was du meinst*, 

nicht recht verstanden*. 24. bot^inn ok büinnj alliterierende 

5. i — Hpllusonarf diese saga ist formel. 

nicht mehr vorhanden. 27. frd rdtSinn^ „aus dem wege 

Cap. LXVm. 12. drykk, ,getränk", geräumt", 

d. h. starke getränke (hier oder met) 29. a^ — mdli, „dieser sache (d. h. 

18. toikir — forum y „mit deinen dieser heirat) mich zuwenden", d. h. 

reisen aufhörtest". um diese partie mich bemühen. 



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204 Porkell wirbt um Gu?5rün. 

Ld. Süorri var at skipi nokkurar nsetr. 8. SfSan tökn ]:»eir 

LXYIII, gkip teinfiert, er )?ar flaut viö kaupskipit, ok bjugguz til feröar 

hälfr t^riSi togr manna. Deir föni til Helgafells. 9. GnSrün 

tök viö Snorra ägseta vel; var }?eim veittr allgöör beini, ok er 

5 )?eir h9f8u verit )?ar eina nött, p& kallar Snorri til tals viÖ 

sik GuÖrÜDU ok mselti: 10. «svä er mal meö vexti, at ek hefi 

ferÖ }?es8a veitt Dorkatli Eyjölfssyni, vin mfnnm; er hann nü 

h^r kominn, sem pii s6r, en )>at er erendi hans hingat at 

hefja bonorÖ viÖ }?ik. 11. Er Porkeil gofugr maör; er }?6r ok 

10 allt kunnigt nm a3tt haos ok athsßfi; skortir hanu ok eigi U. 

Pykkir oss hann nü einn maÖr llkastr til h^föingja vestr 

hingat, ef bann vill sik til j^ess hafa. 12. Hefir Porkeil mikinn 

s6ma, p& er hann er üt h6r; en miklu er hann meira virÖr, 

]>& er hann er i Noregi meÖ tignum m9nnum.* 

15 13. Dd svarar GuÖrün: »synir minir munu h6r mestu af 

r&Öa, Dorleikr ok BoUi; en }?ü ert svd enn )?ri8i maÖr, Snorri! 

at ek mun mest )>au r&8 nndir eiga, er m6r l^ykkja allmiklu 

mäli skipta, }?vl at J>ü hefir m6r lengi heilr&Ör verit* 

14. Snorri kvaz einssett ]?ykkja at hnekkja Porkatli eigi 
20 M. Eptir )?at l^t Snorri kalla )?angat sonu GuÖriinar; hefir 

J>d uppi viö ]>& mälit ok tjär, hversu mikill styrkr ]?eim maetti 
veröa at Dorkatli fyrir sakir fjärafla bans ok forsjä, ok talÖi 
)?ar um mjükliga. 

15. Pd svarar BoUi: „mööir min mun }?etta gl9ggva8t sjä 
25 kunna; vil ek h6r um hennar vilja sam}>ykkja; en vist )?ykkir 

oss rdöligt at viröa }?at mikils, er )?^r flytiÖ )?etta mal, Snorri! 
)?vl at pt hefir marga hluti storvel ggrt til vär.* 

16. Pä mselti GuÖrün: »mjok munum v^r hlita forsjd 
Snorra um }?etta mal, pvi at oss hafa )?in räÖ heil verit.* 

V 30 Snorri fysti 1 hverju oröi, ok r6z }?at af, at räÖahagr skyldi 
takaz meÖ )>eim GuÖrünu ok Porkatli. 17. BauÖ Snorri at 
hafa boÖ inni. 

Porkatli likaÖi )?at vel, — „pvi at mik skortir eigi fjng 
til at leggja fram, svä sem yör Ifkar." 

2. skip teincertj „ein fahrzeug mit IT.a^—ei^a, „dessen entscheidung 
zehn rudern". Noch heutzutage ich am liebsten solche Sachen tiber- 
nennt man in Island alle offenen lassen werde*, 
böte mit sechs oder mehr rudern 34. Ze^^'a/ram, „Zuschüsse leisten", 
skip („schiffe"). nämlich zu den kosten des gastmahls. 



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Die hochzeit torkels und GuÖrüns. 205 

Pä maelti GuÖriin: «)>at er vili minn, at boö )?etta s6 h6r Ld. 
at Helgafelli; vex m6r ekki J>at fyrir augum at hafa h^rl^^^'H!, 
kostDaÖ fyrir. Mun ek hvärki til }?ess krefja Porkel ii6 aöra ^^^^* 
at leggja starf ä }>etta.* 

18. aOpt synir )?ü )>at GuÖrün," segir Snorri, ^at }?ü ert 5 
enn mesti kvennskgrungr/ 

VerÖr nü }>at af räöit, at bruUaup skal vera at Helgafelli 
at sex vikum sumarg. 19. Fara )?eir Snorri ok Porkell viÖ 
}?etta ä brott; for Snorri heim, en Dorkell til skips; er bann 
ymist um sumarit i Tungu eöa viÖ skip. LlÖr til boösins. 10 
GuÖrün hefir mikinn viÖrbünaÖ ok tilgflun. 20. Snorri goÖi 
sotti j^essa veizlu meÖ Dorkatli, ok h9f8u )>eir nser sex tigu 
manna, ok var )?at liÖ mJ9k valit, )?vf at flestir menn väru i 
litklseÖum. 21. GuÖrün haföi nser hundraÖ fyrirboÖsmanna. 
Peir broeör BoUi ok Porleikr gengu i mot )?eim Snorra ok 15 
meÖ peim fyrirboÖsmenn. Er Snorra allvel fagnat ok bans 
f9runeyti. 22. Er nü tekit viÖ hestum )?eira ok klseöum. Var 
}?eim fylgt i stufu; skipuöu }?eir Porkell ok Snorri bekk annan, 
}?ann er oeöri var, en boÖsmenn GuÖrünar enn öoeöra bekk. 



I>ork6ll und Gudrun entzweien sich vorübergehend wegen des Gunnarr 

I>it$randabani. 

LXIX, 1. Petta haust hafÖi Gunnarr DiÖrandabani verit 20 
sendr GuÖrünu til trausts ok halds; hon hafÖi ok viÖ honum 
tekit, ok var leynt nafni bans. 2. Gunnarr hafÖi sekr oröit 
um vlg PiÖranda Geitissonar ör Krossavik, sem segir i sogu 

2. vex — augvmj ich fürchte mich liehen gelagen verwendet. Von den 

nicht davor. zwei langbänken längs der seiten- 

8. at—8umar8, vgl. c. 23, 21. wände war die vornehmere wahr- 

10. i TimgUj d.i. i Scelingsdals- scheinlich die zur rechten des ein- 
tungu, dem hofe des Snorri gotJi. gangs. Vgl. Grundriss II ^ 232—33. 

11. tilpflun (= tilaflan)y »das an- 
schaffen (von lebensmitteln)". Cap.LXIX. 23. Krossavik, hof an 

13. 14. i Zi^WöBÖ'Mm, vgl. c. 44, 23. der Südseite des YdpnafjgrtSr im 

14. fyrirbotismanna t ,im voraus nordöstlichen Island; der hier ge- 

eingeladeue leute". nannte Pitirandi war der söhn eines 

18.19. i stufu (= stofu) ... bekk dort wohnenden häuptlings;(Titnnarr, 

... er oebri var . . . enn öoßtira bekk, der ihn erschlug, ein vor kurzem in 

die stofa ward als das ansehnlichste Island angekommener norwegischer 

gebäude des hofes auch zu feier- schiffsherr. 



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206 



Gnnnarr I>i5randabaD! wird UDter den gasten entdeckt. 



Ld. NjarÖvikinga. För hann mjok hulÖu hofÖi, )>vl at margir 

LXlX. gtorir menn veittu par eptirsjär. 3. Et fyrsta kveld veizlunnar, 

er menn gengu til vatns, stoÖ )?ar maÖr mikill hjä vatninu; 

sä var herÖimikill ok bringubreiÖr; sk maÖr hafÖi hatt & 

5 hofÖi. Porkell spuröi, hverr hann vsieri. Sä nefndiz svä, sem 

honum syndiz. 

4. Dorkell segir: „pi. munt segja eigi satt; vaerir }?ü llkari 
at frdsogn Gunnari PiSrandabana; ok ef )>ü ert svd mikil 
kempa, sem aörir segja, )?ä muntu eigi vilja leyna nafni )?fnu.* 
10 6. Da svarar Gnnnarr: „allkappsamliga maelir pt til )?essa; 

sBtla ek mik ok ekki }?urfa at dyljaz fyrir )?6r; hefir }>ü r^tt 
kendan manninn, eöa hvat hefir pA m6r hugat at heldr?" 

6. Dorkell kvaz )?at vilja mundu, at hann vissi )>at brätt; 
hann mselti til sinna manna, at J^eir skyldu handtaka hann. 
15 7. En GuÖriin sat innar ä }?verpalli ok }?ar koniir hjä henni 
ok hgfÖu Ifn ä hofÖi; en )?egar hon ver8r vor viÖ, stigr hon 
af brüSbekkinum ok heitr & sfna menn at veita Gnnnari liö; 
hon baö ok engum manni eira, pe\m er J>ar vildu övisu lysa. 



8. 205, 23. 1 . i sogu Njartivikinga, die 
N.-saga ist ohne zweifei identisch 
mit der unter dem namen Gunnars 
pdttr Pidrandabana bekannten er- 
zählung. Der bei der hochzeit der 
Gu5rün sich abspielende auftritt 
wird hier etwas anders erzählt; 
Snorri tritt hier nicht als Vermittler, 
sondern als unbedingter bundes- 
genosse der GuÖrün auf. Dieser 
erzählung zufolge kann die hoch- 
zeit der Gudrun nur wenige jähre 
nach 1005 stattgefunden haben, — 
der Zeitrechnung der Laxdoela saga 
zufolge dagegen erst 1020. Tatsäch- 
lich darf aber ihre Vermählung nicht 
später als 1007 angesetzt werden. 

2. veittu par eptirsjär ^ „beküm- 
merten sich um diese sache", d.h. 
stellten ihm wegen des totschlags 
nach; vgl. 8jd eptir um eht Egils 
saga c. 70, 3. 

3. gengu til vatnSf näml. um sich 
zu waschen. 



5. 6. sem honum syndiz, .wie es 
ihm einfiel'. £r gab also einen 
falschen namen an. 

9. kempa, „held*. 

1 0. moelir—pessaj , forderst du dies" 
12. m6r — heldr, „deswegen mir 

zugedacht". 

15. innar, im inneren teil der 
Stube. 

d pverpalli, „auf der querbank*. 
Diese längs der inneren querwand 
angebrachte erhöhung war gewöhn- 
lich den frauen vorbehalten. 

16. lin, wahrsch. eine von sämt- 
lichen anwesenden frauen getragene 
kopfbedeckung; anderswo (tryms- 
kviöa) wird brutfar lin erwähnt 

17. brutibekkinum, d.i. dem pver- 
paUr (z. 15). 

18. peim er . . . vildu, plur., ob- 
schon das vorhergehende engum 
manni formaliter sing. ist. 

övisu lysa, „eine ungehOrigkeit 
begehen". 



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I>orkell und Gunnarr. 207 

8. HafÖi GuÖrüü liÖ miklu meira; horfÖiz }?ar til aDnars, en Ld. 
setlat hafSi verit. LXIX. 

Snorri goöi gekk )?ar i milli manna ok baÖ Isegja storm 
)?enna, — „er }?6r, Dorkell! einsaett at leggja ekki svä mikit 
kapp & J^etta mal 9. Mätta sjd, hversu mikill skorungr GuSrdn 5 
er, ef hon berr okkr bäöa räöum." 

Porkell 16z )?vl hafa heitit nafoa slnum Porkatli Geitissyni, 
at hann skyldi drepa Gnonar, ef bann koemi vestr & gveitir, 
— „ok er bann enn mesti vinr minn." 

10. Snorri maelti: «miklu er p6Y meiri vandi ä at gera 10 
eptir varum vilja; er ]>6r ok }?etta själfum bofuönauösyn, pvl at 
J?ü faer aldri slikrar konu, sem GuÖrün er, J>6tt }?ti leitir vlÖa." 

11. Ok vis umt9lur Snorra ok )?at meÖ, at bann sä, at 
bann maelti satt, ]>& sefaöiz Dorkell, en Gunnari var f brott 
fylgt um kveldit. 12. Veizla för p&r vel fram ok skijruliga, 15 
ok er boöi var lokit, büaz menn 1 brott. Porkeil gaf Snorra 
allf^miklar gjafir ok svä 9llum virÖingamonnum. Snorri bauö 
heim Bolla BoUasyni ok baS bann vera meÖ s6r Qllum )>eim 
stnndum, er bonum podtti J^at betra. 13. Bolli piggr }>at ok 
riör heim f Tungu. Porkeil settiz nü at Helgafelli ok tekr 20 
)?ar viÖ büsumsyslu; J>at mätti brätt sjä, at bonum var J?at 
eigi verr beut en kaupferÖir. 14. Hann 16t }>egar um haustit 
taka ofan skäla, ok varö upp gorr at vetri, ok var bann 
mikill ok risuligr. Astir takaz miklar meÖ )?eim Porkatli ok 
GuÖrünu. LfÖr fram vetrinn. 15. Um värit eptir spyrr Gu8rün, 25 
bvat bann vili sjä fyrir Gunnari PiÖrandabana. 

Porkeil kvaÖ bana mundu fyrir J>vf räÖa, — „befir }?ü 
tekit }>at svä fast, at }>6r mnn ekki at getaz, nema hann s6 
Boemiliga af hondum leystr/ 

16. GuÖrün kvaÖ bann r6tt geta. 30 

„Vil ek,* segir hon, „at pt gefir bonum skipit ok )>ar 
meS ]>& hluti, sem bann m& eigi missa at hafa."" 

7. Porkatli Geitissyni; Porkell, ein 8. ef—sveitir, .falls er (aus dem 

bruder des erschlagenen Pitirandi^ ostviertel, wo der totschlag be- 

ist ein bekannter häuptling, der be- gangen war) nach dem westviertel 

sonders in der VäpnArt^inga saga sich flüchten sollte'', 

eine rolle spielt, aber auch z. b. in 10. vand% „Verpflichtung*. 

Droplaugarsona saga, Ljösvetn. saga 2B. sMUif hier wahrscheinl. durch 

und Njäls saga vorkommt. „schlafhaus^ zu übersetzen. 



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208 Die machtstellimg I^orkels. 

Ldr Porkell svarar ok brosti viÖ: 17. „eigi er )>6r Utit f hug 

LXIX. um mart, GuÖrün," segir hann, „ok er }>6r eigi hent at eiga 

LXX. vesalmenni; er }>at ok ekki viÖ }?itt oeBi; skal }>etta gera eptir 

}>inum vilja." 

5 Ferr J>etta fram. 18. Gunnarr tok viÖ gjgfinni all)>akk- 

samliga, — «man ek aldri Bvk langhendr veröa, at ek fd yör 

lannat t^ann söma allan, sem }?it veitiS mär.'' 

19. För GuDDarr utan ok kom viÖ Noreg. Eptir )?at for 
hann til büa sinna. Gunnarr var störanSigr ok et mesta 
10 mikilmenni ok göÖr drengr. 

torleikr BoUason besucht Norwegen. Heirat des Bolli Bollason. 

LXX^ 1. Porkell Eyjolfsson geröiz hoföingi mikill. Helt 
hann s^r mj^k til vinsaelda ok viröingar. Hann var maSr 
heraörfkr ok m&lamaör mikill; )?ingdeilda bans er b6r po ekki 
getit. 2. Dorkell var rikastr maÖr f BreiBafirÖi, meöan hann 

15 lifÖi, )?egar er Snorra leiÖ. Porkell sat vel boe sinn, hann l^t 
gera 9II hüs at Helgafelli stör ok ramlig; hann markaSi ok 
grandv^ll til kirkju ok lysti p\l^ at hann setlaSi s^r at soekja 
kirkjuviöinn. 3. Pau Dorkell ok GuÖrün dttu son, sä er nefndr 
Gellir, hann var snemma enn efniligsti maQr. Bolli Bollason var 

20 fmist 1 Tungu eÖa at Helgafelli; var Snorra til bans allvel. 
Dorleikr brööir bans var at Helgafelli. 4. Väru }?eir broeör 
miklir raenn ok enir knaligstu, ok bafÖi Bolli allt fyrir. Vel 
var Dorkatli til stjüpbarna sinna. GuSrün unni Bolla mest 

8.207,32. missaj , entbehren*^. mit rechtshändeln abgiebt*, „sach- 

1. 2. eigi — mart, „du denkst nicht walter'*. 

kleinlich in vielen dingen". 15. pegar—leitH, «nächst S.*, „von 

3. vesalmenni j „ein erbärmlicher S. abgesehen **. 

mann", „ein lump*. sat vel^ „hielt in gutem stände"; 

6. langhendr, «langarmig", d.h. im sitja hier trans. 

Stande weithin zu reichen, leistungs- 16. oll hüs, „alle häuser", d.h. 

fähig. den ganzen hof ■— in Island ist 

nämlich jedes zimmer gewöhnlich 

Cap.LXX. 11.12. Helt — til, „er ein haus für sich. Vgl. Grundriss 

Hess es sich sehr angelegen sein zu II ^ s. 230. 

erlangen". 22. Äa/tri — /*ynr, „B. übertraf ihn 

13. herabrikr, „im bezirke ein- in jeder beziehung". 

flussreich". 22.23. Vel var Porkatli, „i>. be- 

mälamatfr, „mann, der sich handelte gut*. 



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torleikr Bollason wird gefolgsmann des norwegischen königs. 209 

allra barna sinna. 5. BoUi var nii sextän vetra, en Porleikr Ld. 
tuttugu. l>& roeddi Porleikr viÖ Porkel stjüpfijÖur sinn ok LXX. 
möÖur glna, at hann vildi utan fara, — „leiÖiz m6r at sitja 
heima sem konum; vilda ek, at m6r vaeri fengin fararefni.* 

6. Dorkell svarar.: „ekki )?ykkjumz ek verit hafa m6t- 5 
geröasamr ykkr broeörum, siöan er tengöir värar tokuz. Pykki 
m^r }?etta en mesta värkunn, at )?ik fysi at kanna siöu 
annarra manna, }?vi at ek vaenti, at }>ü )?ykkir vaskr maÖr, 
hvar sem }?ü kemr meÖ dugandi m^nnum." 

7. Porleikr kvaz ekki mundu hafa mikit f6, — «)?vi at lo 
ös^nt er, hversu m^r gaetiz til, em ek ungr ok f morgu 
öräÖinn.* 

Porkeil baÖ hann hafa, svä sem hann vildi. 8. Siöan 
kaupir Porkell i skipi til handa Porleiki, er uppi stöÖ i Dijg- 
uröarnesi; fylgir Porkell honum til skips ok bjo hann at 9IIU 15 
vel heiman. F6r Porleikr utan um sumarit. 9. Skip }?at 
kemr til Noregs, var )?ä lands h9fÖingi Oläfr konungr enn 
helgi. Porleikr ferr }>egar ä fund Olafs konungs. Hann tok 
vel vis hoDum ok kannaÖiz viÖ kynferöi hans ok bauÖ honum 
til sin. 10. Porleikr }?ek8iz )?at; er hann meÖ konungi um 20 
vetrinn ok geröiz hirÖmaÖr hans, viröi konungr hann vel. 
Pötti Porleikr enn vaskasti mat5r, ok var hann meÖ Oläfi 
konungi, svä at vetrum skipti. 

11. Nu er at segja frä Bolla BoUasyni. l>& er hann var 
ätjän vetra gamall um värit, roeddi hann viÖ Porkel mag sinn 25 
ok t^au m68ur sina, at hann vill, at t^au leysi foönrarf hans. 
12. GuÖrün spyrr, hvat hann sßtlaöiz fyrir, er hann kallaöi 
til Qär i hendr }>eim. 



4. sem konum j dativ, weil das 19. kannatiiz — hanSj „erinnerte 
zweite comparationsglied sich nach sich seines geschlechts '^, d. h. er 
dem ersten {m6r) richtet. äusserte, dass ihm t's geschlecht 

5. 6. mötger'basamr ehm, „wer bekannt sei. Vgl. Egils saga c. 33, 9. 

einem andern entgegenhandelt, seine 23. svä — skiptij „mehrere jähre". 

plane durchkreuzt". 25. mdgr, hier „Stiefvater", be- 
ll, hverm — tilf „wie ich es hüten zeichnet jede art verschwägerung, 

soll". nicht aber blut Verwandtschaft. 

13. svä, „so viel' (näml. geld). 26. leysa, „auszahlen". 

14. kaupir — skipi, „kautt dem t. 27. (BÜatSiz fyrir = cetlatii fyrir 
einen anteil an einem schiffe". s&r. 

Sagabibl. IV. 14 



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210 Bolli BoUason wirbt um tördis Snorrad<Sttir. 

Ld. Bolli svarar: ^]?at er vili minn, at konu 86 beÖit til handa 

LXX. m6T. Vilda ek, Dorkell mägr!* segir Bolli, ,at )?ü vserir m6r 
p2LT um flutningsmaör, at }>at gengi fram.* 

18, Porkeil spuröi, hverrar konu hann vildi biöja. 

5 Bolli svarar: „kona heitir Pordis^ hon er döttir Snorra 

goöa; hon er svd kvenna, at m6r er mest um at eiga, ok 
ekki mun ek kvängaz i bräÖ, ef ek näi eigi )?es8u räöi. Pykki 
m6r ok mikit undir, at )?etta gangi fram.* 

14. Porkeil svarar: ^»heimolt er }?6r, mägr! at ek ganga 
10 me8 mä,li }?essu, ef p^r J?ykkir )?at mäli skipta. Vaenti ek, at 

)?etta mal verÖi auösott viÖ Snorra, pvl at hann mun sjd 
kunna, at honum er vel boöit, )?ar er )?ü ert." 

15. GuÖrün mselti: „)?at er skjott at segja, Porkeil, at ek 
vil til ]7ess lä,ta engan hlut spara, at Bolli täi }>ann raOakost, 

15 sem honum likar; er ]?at bseÖi, at ek ann honum mest, enda 
hefir hann eruggastr verit 1 )?vi minna barna, at gera at 
minum vilja.* 

16. Porkeil 16z ]?at setla fyrir s6r at leysa BoUa vel af 
hendi, — „er )?at fyrir margs sakir makligt, )?vl M ek vaenti 

20 l^ess, at gott verÖi mannkaup 1 BoUa.* 

17. Litlu sfÖar fara )?eir Porkell ok Bolli ok väru saman 
mJ9k margir menn ; fara, ]?ar til er )>eir koma i Tungu. Snorri 
tök vel vi5 }?eim ok blföliga, eru )?ar enar mestu 9lvaerÖir af 
Snorra hendi. 18. Pordis Snorradottir var heima meÖ feör 

25 sinum, hon var vsen kona ok merkilig; ok er }?eir hoföu fdr 
naetr verit i Tungu, ]>& berr Porkell upp bonorösmälin ot 
maelir til maegöar viÖ Snorra fyrir hgnd Bolla, en til samfara 
viÖ Pördlsi döttur bans. 

19. Pd svarar Snorri: „sllkra mala er vel leitat, sem m6r 
30 er at }?6r vän ; vil ek J?essu mäli vel svara, }>vi at m6r )?ykkir 

Bolli enn mannvaensti maSr, ok sü kona )>ykki m6v vel gipt, 
er honum er gipt; en )?at mun ]>6 mestu um st^ra, hversu 
Pördlsi er um gefit, pvi at hon skal psmu einn mann eiga, at 
henni s6 vel at skapi." 
35 20. Petta mal kemr fyrir Pordfsi, en hon svarar & ]f& 

6. 8vä kvenna (gen. plur.) , „eine 23. glvcerdir; plvcerti = glutS. 

solche frau"; vgl. Lund, Oldnord. 29. slikra— leitat ^ „dies ist ein 
ordföjningslsere § 58. ehrenvoller antrag*'. 



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Heirat des Bolli Bollason. 211 

leiÖ, at hon mundi }?ar um hlita forsjä, f9Öiir slns, kvaz füsari id. 
at giptaz Bolla i sinni sveit en 6kunum manni lengra 1 brott. LXX. 
21. Ok er Snorri fann, at henni var ekki )?etta 1 möti skapi, I^x:xi. 
at ganga meÖ Bolla, Ipä er }?etta at räÖi gort, ok foru festar 
fram. Skal Snorri hafa boÖ )?at inni, ok skal vera at miÖju 5 
sumri. 22. ViÖ )?etta rfÖa J>eir Porkell ok Bolli heim til 
Helgafells, ok er nü Bolli heima, )?ar til er at bruUaupsstefnu 
kemr. Büaz }?eir nü heiman Porkeil ok Bolli ok )?eir menn 
me8 )?eim, er til pe&s väru aetlaÖir; var ]:>ar §9lmenni mikit 
ok et 8k9rnlig8ta liÖ. 23. RiÖa nü leiÖ sfna ok koma 1 Tungu; 10 
eru J?ar allgöÖar viöt^kur. Var J?ar mikit fJ9lmenni ok veizla 
en virSuligsta, ok er veizluna )?r^tr, büaz menn i brott. 
24. Snorri gaf Porkatli gjafar soemiligar ok )?eim GuÖrünu 
bäÖum, slfkt sama oÖrum slnum vinum ok fraendum; rlÖr nü 
hverr heim til slns heimilis f>eira manna, er )?etta boÖ hafa 15 
sott. 25. Bolli var i Tungu, ok tokuz brätt g6Öar ästir meÖ 
)?eim Pordisi. Snorri lagöi ok mikla stund & at veita Bolla 
vel ok var til hans hvar betr en til sinna barna. Bolli )?ekÖiz 
)?at vel ok er }>au missari f Tungu 1 g6?5u yfirlaeti. 

26. um sumarit eptir kom skip af hafi f Hvitä. Pat skip 20 
dtti hä,lft Porleikr Bollason, en hälft ättu norroenir menn. 
27. Ok er Bolli spyrr ütkvämu broöur sins, riör hann )?egar 
suÖr til BorgarfjarÖar ok til skips; verör hvärr )?eira broeöra 
oörum feginn; er Bolli )?ar, svä, at nöttum skiptir; siöan ri?5a 
)?eir bäöir brceÖr vestr til Helgafells. 28. Porkeil tekr viÖ 25 
}?eim meÖ allri bliöu ok }?au Gu5rün baeöi, ok buöu Porleiki 
)?ar at vera um vetrinn, ok )?at )?iggr hann. Porleikr dvelz 
at Helgafelli um hriö, riÖr slöan til Hvitär ok Isetr setja upp 
skipit, en flytja vestr varnaÖ sinn. 29. Porleiki hafÖi gott 
orÖit til fj&Y ok virÖingar, )?vi at hann hafÖi ggrz handgenginn 30 
enum tlgnasta manni, Oläfi konungi. Var hann nü at Helga- 
felli um vetrinn, en Bolli 1 Tungu. 

Vergleich der söhne Bollis mit den söhnen des Öläfr. 

LXXI, 1. Penna vetr finnaz )?eir brceÖr jafnan ok hofÖu 
tal meÖ s6r, ok hvärki hendu peh gaman at leikum n6 annarri 

2. i sinni sveity „in ihrem eigeucn 4. ganga tnetff „heiraten", 

bezirk". 18. hvar betr, „viel besser". 



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212 torleikr und BoUi machen plane gegen die söhne des 6\kfr. 

Ld. skemtan; ok eitt sinn, er Porleikr var f Tungu, P^ t9luÖu J?eir 

LXXI. broeör, svi at doegrum skipti. 2. Snorri }>6ttiz )?ä vita, at J?eir 

mandu stört nakkvat räSa. l>& gekk Snorri & tal )>eira broeSra. 

Peir f9gnu5u honum vel ok lötu J?egar falla niör talit. Hann 

5 tök vel kveöju J^eira. 

3. SfÖan mselti Snorri: „hvat hafi )>it 1 räÖagerÖum, er 
J>it gdiÖ hvdrki svefns n6 matar?* 

Bolli svarar: ^J>etta eru ekki räöageröir, ]>\i at )?at tal er 
meÖ litlum merkjum, er v6r eigum at tala." 

10 4. Ok er Snorri fann, at }?eir vildu leyna hann J?vi §llu, 

er )?eim var i skapi, en hann grunaÖi )?ü, at )?eir mundn um 
J?at mest tala, er stör vandraeöi mundu af geraz, ef fram 
gengi, — Snorri mselti til )?eira: 5. ^hitt grunar mik nü, sem 
)7at mnni hvärki h^gomi n6 gamanmäl, er ]>it mnnuQ lengstam 

15 um tala, ok viröi ek ykkr til värkunnar, )?ött svä s6, ok geriÖ 
svä vel ok segiÖ m^r ok leyniÖ mik eigi; munu v6r «igi allir 
verr knnna um rdöa peÜB. mal, pvi at ek mun hvergi { moti 
standa, at )?at gangi fram, er ykkarr sömi vaxi viö." 

6. Porleiki J?ötti Snorri vel undir taka, sagöi hann i fdm 

20 orSum setlan J?eira broeöra, at J?eir aetla at fara at J>eim Oläfs- 
sonum, ok J?eir skyldi saeta afarkostumj 7. segja sik ]>& ekki 
til skorta at hafa jafnan. hlut af }>eim Oldfssonum, er Dorleikr 
var handgenginn Öläfi konungi, en Bolli kominn i maegöir viÖ 
slikan h9fßingja, sem Snorri er. 

25 8. Snorri svarar ä pk lei8: „oerit hefir komit fyrir vfg 

BoUa, er Helgi var HarÖbeinsson fyrir goldinn; eru helzti 

mikil vandraeöi manna iör orÖin, pö at staöar nemi um sföir." 

9. Bolli segir ]>&: „hvat er nü, Snorri? ertu eigi jafohvass 

1 liÖveizlunni, sem )?ii Uz fyrir litlu? ok eigi mundi Porleikr 

30 \>6r enn {^essa aetlan sagt hafa, ef hann hefOi n^kkut vit3 mik 
um räöiz. 10. Ok )?ar er ]?ü telr Helga hafa komit i hefnd 

Cap. LXXI. 3. stört noUckvat rdtia, 26. var . . . fyrir goldinn ^ „war 

, etwas grosses vorhaben^. als busse gezahlt", d. h. hatte mit 

4. faUa nitSr, „aufhören*. dem leben büssen müssen. Durch 

13. flfewflfi, — SnomwcBZfi, anakolu- die etwas ungewöhnliche wort- 
thie; für 8n. m. erwartet man m. Sn. Stellung er Kdgi var Hartiheinsson 

14. lengattmi, „gewöhnlich". wird die nennung des namens em- 
22. hafa^peim Öl, ,sich mit den phatischer. 

söhnen Olafs zu messen**. 29. fyrir litlu, .vor kurzem*. 



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Snorri tritt als Vermittler auf. 213 

fyrir BoUa, pk er monnum )?at kunnigt, at fö kom fyrir Yig Ld. 
Helga, en faöir minn er öboettr.* LXXI, 

!!• En er Snorri sd, at hann fekk J?eim eigi talit hug- 
hvarf, p& hfz Snorri til at leita um saettir meÖ )?eim Öläfs- 
sonum, heldr en manndrdp toekiz; ok ]>\l jdtta J?eir broeör. 5 
12, S18an reiß Snorri f HjarÖarholt meÖ n9kkura menn. Hall- 
dörr tük vel viÖ honum ok bauÖ honum }?ar at vera. 

Snorri kvaz heim mundu rfÖa um kveldit, — ,,en ek & 
viÖ J?ik skylt erendi.* 

13, SiÖan taka J?eir tal, ok lysir Snorri yfir erendum 10 
sinum, at hann kvaz }?ess oröinn varr, at )?eir BoUi ok Por- 
leikr unöu eigi lengr, at faÖir )?eira vseri bötlauss af }?eim 
Oldfssonum, — ^en nii vilda ek leita um ssßttir ok vita, ef 
endir yröi & ögiptu yövarri fraenda.* 

14. Halldörr tök )?es8U ekki fjarri ok svarar: „harßla 15 
kunnigt er mör, at Porgils HgUuson ok BoUasynir setluöu at 
veita m^r drds eöa broeörum minum, äÖr en )?ii snerir hefnd- 
inni fyrir }?eim, svd at }?a8an af s;fndiz }?eim at drepa Helga 
HarÖbeinsson; 15. hefir J?ii ]>6t deilt gööan hlut af J?es8um 
mdlum, hvat sem )?ii hefir til lagt um en fyrri skipti vir 20 
frsBnda." 

16. Snorri mselti: „miklu )?ykki mör skipta, at gott veröi 
mitt erendi, ok h^r koemi )?vi ä leiÖ, er m^r er mestr hugr d, 
at toekiz gööar ssettir meÖ yÖr frsendum, )?vl at mör er kunnigt 
skaplyndi )?eira manna, er mälum eiga at skipta viÖ ySr, at 25 
}?eir munu }?at allt vel halda, er }?eir veröa ä sdttir." 

17. Halldorr svarar: „]?essu vil ek jä,tta, ef J?at er vili 
broeÖra minna, at gjalda fö fyrir vlg BoUa, slikt, sem )?eir 
menn doema, er til geröar eru teknir; en undan vil ek skilja 
seköir alUr ok sv& goÖorÖ mitt, svä staöfestu; 18. slikt et 30 



3. 4. at — hughvarfj „dass er sie die haltung Snorris nach der tötung 

nicht auf andere gedanken bringen des Ejartan und BoUi; siehe c. 49, 30 

konnte*. und 56, 4 fg. 

19. 20. Äe/?r— ma'^wm, ,duhastdich 23. kcemi, unpers. 

bei dieser sache trefflich benommen' 29. til gerdar, ,um ein schieds- 

(eig. ,du hast dir einen gutenteil da- richterliches urteil auszusprechen", 

bei ausgewählt"). Vgl. Egils s. c. 52,8. 29. 30. undan — allar, „ausnehmen 

20. 21. hvat—vdr (gen. pl. von will ich jede acht" (d. h. dass irgend 

v&r) froenda, dies bezieht sich auf einer der schuldigen geächtet werde). 



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214 Vergleich der söhne Bollis mit den söhnen des Ölafr. 

Ld. sama ]?aer staÖfestur, er broeör minir büa d, vil ek ok til 
LXXI. skilja, at I?eir eigi )^ser at frjälsu fyrir J?essa m&lalykÖ. Taka 
LXxn. Q^ gjjjjj mann hvärir til geröar." 

19. Snorri segir: «vel ok skgruliga er )?etta boöit; munu 
5 }?eir broeör }?enna kost taka, ef l^eir vilja at ngkknru hafa 

mfn räÖ,* 

20. SiÖan reiÖ Snorri heim ok segir }?eim broeörum, hvert 
orSit hafÖi bans erendi, ok svä }?at, at bann mandi viS skiljaz 
J?eira mdl meÖ 9IIU, ef peiv vildi eigi jä,ta J?essu. 

10 21. BoUi baÖ bann fyrir räÖa, — „ok vil ek, Snorri, at 
)?6r doemiÖ fyrir vära bond.* 

l>ä sendir Snorri or8 Halldöri, at p& var riöin ssettin, baÖ 
bann kjösa mann til geröar til möts vi5 sik. 22. Halldorr 
kaus til geröar fyrir sina bond Stein)?6r Porläksson af Eyri. 

15 Ssettarfundr skyldi vera at Drgngum & Skogarstrgnd, p& er 
fjörar vikur eru af sumri. Porleikr Bollason reiÖ til Helga- 
fells, ok var allt tlöendalaust um vetrinn. 23. Ok er leiö at 
}?eiri stundo, er ä kveÖit var um fundinn, ]>ä kom Snorri goÖi 
meS ]7eim Bollasonum, ok väru alls fimtdn saman; jafnmargir 

2u kömu peiv Stein]?6rr til mötsins. 24. Töku I?eir Snorri ok 
Stein)?örr tal ok uröu äsättir um mal }?eg8i. Eptir ]>Sit luku 
}?eir fifesekÖ, en eigi er d kveÖit b6r, bversu mikit )?eir geröu; 
frä J?vi er sagt, at f6 galz vel ok ssßttir väru vel baldnar. 
25. A Pörsnes8)?ingi väru gjold af bendi int Halldörr gaf 

25 BoUa sverÖ gott, en SteinJ^örr Oläfsson gaf Porleiki 8kJ9ld, 
var }?at ok goör gripr; ok var siÖan slitit pinginu, ok )?öttu 
bvärirtveggju bafa vaxit af J?essum mdlum. 

Belli Bollason beschliesst mit seinem bnider ins ausländ zu reisen. 

LXXII, 1. Eptir )?at er }?eir bofÖu sa3z BoUi ok Porleikr 
ok Ol&fssynir, ok Porleikr baföi verit einn vetr & Islandi, pk 
30 fysti BoUi p\i, at bann aetlaöi utan. 

2. Snorri latti pess ok maelti: „oss l^ykkir mikit 1 baettu, 

2. Täkttj 3. pers. pl. pres. ind. mit 15. a^ Drgngum ^ der hoiDrangar 

imperativischer bedeutung. liegt an der slidseite des Hvamms- 

14. Steinpör ßorldksson, vgl. c. 3, 7 fjprtir. 

und 56, 7 wo sein geschlecht, die 22. fSsekÜ, ,geldbusse*. 

EyrbyggjaVf erwähnt ist. d kvetiit, »berichtet". 



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BoUi Bollason begleitet seinen bruder nach Norwegen. 215 

hversu p6r tekz; en ef )?ik f^sir fleira at rdöa, en nü rseör Ld. 
)?ii, p& vil ek fä ]>6r staöfestu ok gera }?6r bü ok J?ar DieÖ fä LXXII. 
J?6r 1 hendr manna forraeöi ok halda }?6r til virÖingar 1 9llu;^^^^^^ 
vaBnti ek, at )?at s6 auövelt, pyi at flestir menn leggja gööan 
hug til J?lii." 5 

3. BoUi svarar: „^at hefi ek lengi haft { hug m^r at 
gaDga suör um sinnsakir. Pykkir maör viÖ ]?at fävlss veröa, 
ef hann kannar ekki vifiara en h6r island.** 

Ok er Snorri s^r J?at, at BoUi hefir statt ]?etta fyrir s6r, 
at ekki mundi tjä at letja, p& hft^r Snorri honum at hafa f6 lo 
sv4 mikit, sem hann vildi, til feröarinnar. 4. BoUi j&tar pti 
at hafa f6it mikit — ,,vil ek,* segir hann, „engis manns 
miskunnarmaör vera, hvärki h6r n6 utanlendis.* 

5, SlÖan riör BoUi suÖr til BorgarfjarÖar ok til Hvltdr ok 
kanpir skip J^at hälft at l^eim m9nnum, er pai ättu. Eiga 15 
]7eir brceSr \>& saman skipit. Rför BoUi sföan vestr heim. 
6. Pau BoUi ok Pördfs ättu eina dottur, sii h6t Herdls; J?eiri 
mey bauÖ GuÖrün til föstrs. Hon var pä vetrg9mul, er hon 
f6r til Helgafellg. Pördis var ok Igngum }?ar, var GuÖrün ok 
allvel til hennar. 20 

Bolli und I>orleikr besuchen den norwegischen könig. Belli fährt weiter 
nach Dänemark und MikligarSr. 

LXXni^ !• NÜ foru J^eir broeÖr bdÖir til skips. BolU 
haföi mikit f6 utan. Peir bjuggu nü skipit, ok er )?eir väru 
albünir, 16tu )?eir 1 haf. Peim byrjaöi ekki skjött, ok h9f8u 
ütivist langa; töku um haustit N6reg ok kömu norÖr viÖ 
Prändheim. 2. Öl&fr konungr var austr i landi ok sat l 25 

Cap. LXXII. l,ganga — sinnsakir j schiff hatte zur hälfte dem I>orleikr 

„einmal die südlichen länder zu be- gehört; jetzt kaufte Snorri fUr Bolli 

suchen". die andere hälfte, so dass es aus- 

9. statt (von stetSja), „fest be- schliessliches eigentum der beiden 
schlössen*'. brüder wurde. 

10. at^f parallel mit dem vorher- 17. HerdiSj H. heisst in der Land- 
gehenden a^; .und" kann einge- namabök eine Schwester des Bolli 
schoben werden. Bollason. 

13. miskunnarmatSr, „mensch, der 

von der barmherzigkeit anderer ab- Cap. LXXIII. 25. aiistr, die rich- 

hängig ist*. tung ist tatsächlich mehr südlich als 

15. skijp patj vgl. c. 70, 26. Das Östlich; vgl. nortfr s. 216, 2 u. c.73, 6. 



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216 Die brfider besnchen den norwegischen könig. 

Ld, Vlkinni, ok haföi hann }?ar efnat til vetrsetu. Ok er }?eir 
LXXIIL brceSr spurSu }?at, at konungr mnndi ekki koma norör til 
Prändheims pst haust, p& segir Porleikr, at hann vill leita 
anstr meS landi ok & fand Ol&fs konungs. 

5 3. Bolli svarar: ,l(tit er m6r nm pB,t at rekaz milli kaup- 

staöa & haustdegi; J?ykki m6r J?at mikil nauÖ ok öfrelsi. Vil 
ek h6r sitja vetrlangt f boenum. Er m6r sagt, at konangr 
mnn koma norSr 1 vär; en ef hann kemr eigi, pä mnn ek 
ekki letja, at yit farim &, bans fand/ 

10 4. Bolli raeSr ]?essa; rySja l^eir nü skip sitt ok taka s6r 

böejarsetu. Brätt fannz J?at, at Bolli mnndi vera maör fram- 
gjarn ok vildi vera fyrir oÖrum mgnnum; honum tökz ok sv&, 
pyi at maörinn var orlätr; fekk hann brätt mikla virÖing 1 
N6regi. 6. Bolli helt sveit nm vetrinn 1 Prdndheimi, ok var 

15 anSkent, hvar sem hann gekk til skytninga, at menn hans 
värn betr biinir at klseöum ok vdpnnm en annat boejarfölk; 
hann skant ok einn fyrir sveitanga sfna alla, pä er ^eir sä,ta 
i skytningum. Par eptir för annat grlseti hans ok stormenska. 
6. Eru )?eir broeör nü i boenum um vetrinn. Penna vetr sat 

20 Oläfr konungr austr i Sarpsborg, ok )?at spurSiz austan, at 
konungs var ekki norÖr vdn. 7. Snemma um värit bjuggu 
)?eir broeör skip sitt ok föru austr meÖ landi. T6kz }?eim 
greitt feröin, ok kömu austr til Sarpsborgar ok föru J?egar k 
fund Olafs konungs; fagnar konungr vel Dorleiki hirÖmanni 

25 sfnum ok hans forunautum. 

8. SiÖan spuröi konungr, hverr sä va3ri enn v^rpuligi 
maör, er i ggngu var me8 Porleiki; en hann svarar: „sä er 
brööir minn ok heitir Bolli." 

„At vfsu er hann skoruligr maÖr," segir konungr. 

30 9. Eptir J?at bauÖ konungr }?eim broeörum at vera meÖ 

s6r; taka )?eir }?at meÖ J^gkkum, ok eru J?eir meÖ konungi um 
värit. Er konungr vel til Porleiks sem fyn-, en J?ö mat hann 

11. bcßjarsetUj aufenthalt in der 18. Par ^stormenska, „dem ent- 
stadt (Nitfaröss), sprach auch sonst seine freigebig- 

13. prldtr, .freigebig«. ^^f /"jf generosität« 

' . ' " 7 , ., , „ 20. Sarpsborg, Stadt im siidöst- 

14. sveit, „gefolge«, „leibwache«. ^^^^^ Norwegen, an der ostseite 

15. skytningr, „trinkgelage". des flusses Glommen, unweit des 
17. skaut, .zahlte*. Wasserfalles Sarpr. 



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BoUi BoUason fährt nach Dänemark. 217 

BoUa miklu meira, )?vf at konungi J?ötti hann mikit afbragÖ Ld. 
annarra manna. LXXIII. 

10. Ok er & lei? värit, J?ä roeöa J?eir broeör um feröir 
slnar; spuröi Porleikr, hvdrt BoUi vili fara üt til Islands um 
sumarit, — ^eÖa villtu vera 1 Noregi lengr?" 5 

!!• BoUi svarar: ^ek setla m^r hvärki, ok er I?at satt at 
segja, at ek hafSa J?at setlat, p& er ek för af Islandi, at eigi 
skyldi at spyrja til min f 9Öru hiisi; vil ek nü, fraendi! at J^ii 
takir viÖ skipi okkru." 

Porleiki J?ötti mikit, ef }?eir skulu skilja, — „en J?ü, BoUi! lo 
munt )?es8U rdÖa sem 9Öru.* 

12. Pessa sgmu roeöu bdru }?eir fyrir konung, en hann 
svarar & p& leiÖ: „villtu ekki, BoUil dveljaz meö oss lengr?" 
segir konungr, ,,)?oetti m6r hinn veg bezt, er )?ü dvelöiz meÖ 
m6r um hriÖ; mun ek veita p6r }?vflika nafnbot, sem ek veitta i5 
Porleiki brööur }?lnum.* 

13. Pä svarar BoUi: ^»allfüss vsera ek, herra! at bindaz 
yör & hendr, en fara vil ek fyrst I?angat, sem ek hefi d8r 
sßtlat, ok mik hefir lengi til f^^st; en }?enna kost vil ek gjarna 
taka, ef m6r verör aptrkvämu auÖit* 20 

14. „Pü munt r&Öa feröum )?inum, BoUi!" segir konungr, 
„)?vl at }?6r eruö um flest einräöir Islendingar; en p6 mun ek 
]}Yi oröi ä lüka, at m6r }?ykkir )?ü, BoUi! hafa komit merki- 
Ugastr maSr af Islandi um mlna daga/ 

15. Ok er BoUi hafÖi fengit orlof af konungi, pä by^z 25 
hann til ferSar ok gekk ä kngg einn, er äßtlat^i sut^r til Dan- 
merkr; hann hafÖi ok mikit f6 meÖ s6r; foru ok n9kkurir 
menn meÖ honum af hans f9runautum. SkilÖuz J^eir Oläfr 
konungr meÖ mikilli vinättu ; veitti konungr BoUa goöar gjafar 

at skilnaöi. 16. Porleikr var ]>& eptir meÖ Oläfi konungi, en 30 
BoUi for feröar sinnar, }?ar til er hann kemr suör til Dan- 
merkr; hann er I?ar um vetrinn i Danmgrku ok fekk )?ar 
mikinn s6ma af rfkum monnum; hann helt sik ok J^ar at engu 
örikmannligar, en \f& er hann var i Noregi. 17. Ok er BoUi 

6. hvärki j »keines von beiden 15. na/n6dt, vgl. c. 70, 10. 29. 
(keine der beiden alternativen)*. 22. einrdtSir, „eigensinnig". 

8. i otSrUy „im anderen*, d.h. im 23. pvi — lüka^ »das sagen", 
nächsten; gemeint ist Island oder 26. kugg, „(geräumiges) handels- 

die nachbarländer. schiff*. 



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218 Bolli Bollason tritt in den dienst des grichischen kaisers. 

Ld, hafÖi verit einn vetr 1 Danmgrku, p& byrjar hann ferÖ sfna 

LXXni.tit 1 l9nd ok 16ttir eigi fyrr feröinni, en hann kemr üt 

LXXIT. f MiklagarÖ. 18. Hann var Iftla hrlÖ }^ar, dör hann kom 

s6r i Vseringjasetu ; hgfum v6r ekki heyrt frdsagnir, at neinn 

5 NorÖmaÖr hafi fyrr gengit & mala me8 GarÖskonungi en Bolli 

Bollason. 19. Var hann i MiklagarÖi mJ9k marga vetr ok 

l^otti enn hraustasti maSr 1 9llam mannraunam ok gekk jafnan 

naßst enum fremstum. Dötti Vaeringjum mikils vert um Bolla, 

meÖan hann var 1 MiklagarÖi. 

I>orkeli Eyjölfsson besucht mit seinem söhne Gellir 
den norwegischen könig. 

10 LXXIV, 1. Nü er }?ar til mäls at taka, at Porkeil Eyjölfs- 
son sitr 1 h9f8ingskap slnum. Gellir, son ]?eira GuÖrünar, 6x 
upp heima ]>B,r, hann var snemma drengiligr maör ok vinsaell. 

2. Pat er sagt eitt sinn, at Dorkell sagöi GuÖrünu draum 
sinn: „)?at dreymöi mik," segir hann, „at ek )?üttumz eiga 

15 skegg svd mikit, at toeki um allan BreiÖa^orÖ.* 

3. Porkeil baÖ hana rdöa draumrinn. 

GuÖrün spuröi: „hvat aetlar I?ü I?enna draum }?^8a?" 

4. „AuÖssett }?ykki m6r I?at, at J^ar mun standa riki mitt 
um allan Brei8afJ9rÖ.* 



2.üti Ipnd, „nach fernen ländem". 

3. Miklagart^j Konstantinopel. 

3.4. kom — VceringjasetUf ^brachte 
sich in die Stellung der Voeringjar'^, 
d.h. liess sich unter die Vceringjar 
aufnehmen. Die ursprüngliche be- 
deutung des wortes Vceringif später 
ausschliesslich als benennuug eines 
kriegers von der nordischen leib- 
wache des griechischen kaisers ge- 
braucht, ist wahrsch. , Schutzbürger* 
(oder »fremder"); es ist von den 
scandinavischen Russen zur be- 
Zeichnung ihrer Russland besuchen- 
den stammverwandten aus Scandi- 
navien gebildet. Vgl. V. Thomsen, 
Der Ursprung des Russischen Staates 
(Gotha 1879) und S. Bugge im Arkiv 
f. nord. filol. II, 225. 



5. Nortimatfr, der name bezeichnet 
teils Nordleute im allgemeinen, teils 
(und so wahrsch. hier) einen mann 
aus Norwegen oder den von dort 
kolonisierten ländem, teils endlich 
einen Norweger im engeren sinne. 

meti Ga/rtSskonungi , „mit dem 
könig in Mikligartir", d. h. mit dem 
griechischen kaiser. 

5. 6. Bolli Bollason, die angäbe, 
dass B, B. der erste norwegisch- 
isländische Vceringi gewesen sei, 
steht mit den berichten der übrigen 
sagas in widersprach, nach welchen 
er gerade von den Isländern, die in 
dieser eigenschaft in der ersten 
sagaperiode (bis j. 1030) genannt 
werden, der allerletzte ist. 

Cap.LXXIV. 18. ab— mitt, „dass 



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torkell Eyjölfsson und söhn besuchen den norwegischen könig. 219 

„Vera m&, at svä s6," segir GuÖrün, „en heldr mnnda ek Ld. 
setla, at }?ar mundir }?ü drepa skeggi 1 BreiÖafl9rÖ niör." LXXIT. 

5. Pat sama sumar setr Porkeil fram skip sitt ok hfr til 
Noregs. Gellir son hans var pk t61f vetra gamall, bann f6r 
utan meÖ feör sfnum. Porkell l^sir J?vi, at kann setlar at 5 
scekja fl6r kirkjuviö, ok siglir }?egar ä haf, er haon var büinn. 
6. Hann kafSi hoegja ütivist ok eigi allskamma; taka l^eir 
Noreg noröarla. Pä sat Öläfr konungr i Prändheimi. Porkell 
sotti }?egar ä fund Olafs konungs ok meÖ honum Gellir son 
hans. Peir fengu J?ar gööar viStokur. 7. Sv& var Porkell lo 
mikils metinn af konungi J^ann vetr, at ]>B,t er alsagt, at kon- 
ungr gaf honnm eigi minna fö en tfu tigi marka brends silfrs. 
Konnngr gaf Gelli at jölnm skikkju, ok var ]>B.t en mesta 
gersemi ok dgaetr gripr. 8, Pann vetr 16t OlAfr konungr gera 
kirkju i boenum af viÖi; var psd stofnat allmikit mustari ok 15 t^ 
vandat allt til. Um värit var viör sd til skips fluttr, er kon- 
ungr gaf Porkatli. Var sä viÖr baeÖi mikill ok goSr, )?vf at 
Porkell gekk nser. 

9, Pat var einn morgin snemma, at konungr gekk üt viÖ 
fä menn. Hann sä mann uppi ä kirkju J?eiri, er i smlÖ var 20 
pM i boenum. Hann undra5iz ]?etta mJ9k, pvl at morni var 
minnr fram komit, en smi5ar väru vanir upp at standa. 
10. Konungr kendi manninn, var J^ar Porkell Eyjölfsson ok 
lagöi mal viÖ 9II en stoerstu tr6, bseöi bita ok staflaegjur ok 
uppsto8utr6. 25 

11. Konungr sneri J^egar J^angat til ok msßlti: „hvat er 

es bedeutet, dass meine gewalt sich entspricht im werte ungef. 36000 rm.; 

erstrecken werde*. brends bezeichnet das silber als un- 

2. drepa skeggi . . . nitir, „den gemünztes, 

hart eintauchen", d.h. ertrinken. 15. mmtarij ,hauptkirche". 

4. tölf vetra gamall. Wie in der 18. gekkncerj „führte genaue auf- 

einleitung (§ 3) ausgeführt ist, stehen sieht" . 

die hier erzählten begebenheiten im 21. 22. morni— komit, „der morgen 
Widerspruch mit den geschichtlich war weniger vorgeschritten", 
sicheren nachrichten, da weder das 24.25.6tia — wj?2}«^ö&w^rd, „streck- 
angebliche alter des Gellir noch die balken , wandbalken (längs der 
geschilderte reise sich in irgend inneren wandkante gelegt) und 
eine vernünftige Chronologie ein- träger*. Vgl. Grundriss II*, s. 231, 
ordnen lässt. und V. Gut^mundsson, Privatboligen 

12. tiu— silfrs, „100 ,mark* silber«, pä Island s. 122, 124. 



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220 I)orkell Eyjölfsson kehrt, vom kOnige beschenkt, nach Island heim. 

Ld, nü, Porkeil! sBtlar J?ü h6r eptir at semja kirkjuviÖ )?aiiii, er 
LXXIV. pt flytr til Islands?« 

Porkeil svarar: „satt er )?at, herra.* 
12. Pä mselti Öldfr konungr: „h9gg pt af tvsBr alcar 
5 hverju störtr^, ok mun sü kirkja p6 ggr mest k Island!.* 

18. Porkell svarar: „tak själfr vi? )?inn, ef J?ü J?ykkiz of- 
gefit hafa, eSa p^r leiki aptrmand at; en ek mun ekki alnar- 
kefli af honum hoggva; mun ek bseÖi til hafa atferÖ ok eljun 
at afla m6r annan viÖ." 
10 14. Pd segir konungr ok allstilliliga: „bseöi er, Porkell! 

at I?ü ert mikils verör, enda geriz pt nü allstörr, pvi at vlst 
er )?at ofsi einum l)öndasyni at keppaz viÖ oss; en eigi er J?at 
satt, at ek fyrirmuna J?6r viÖarins, ef )?6r verÖr auÖit at gera 
J?ar kirkju af, pvi at hon verÖr eigi svä mikil, at )?ar muni 
15 of ]7itt allt inni liggja. 15. En nser er }?at mfnu hugboSi, at 
menn hafi Utla nytsemÖ viÖar )?essa, ok fari )?vl firr, at J?ü 
getir g9rt neitt mannvirki 6r viöinum.* 

16. Eptir )?at skilja )?eir roeöuna, sn^r konungr 1 brott, ok 

fannz J?at ä, at honum )?6tti verr, er Porkell vildi at engu 

20 hafa )?at, er hann lagÖi til. L^t konungr J^at J?ö ekki viÖ 

ve8ri komaz ; skilÖuz )?eir Porkell meÖ miklum ksBrleik. 

17. Stfgr Porkell ä skipfjol ok laetr i haf. Peim byrjaöi vel, 

ok väru ekki lengi üti. Porkell kom skipi slnu 1 Hn!ita59r8. 

Hann reiÖ brdtt frd skipi ok heim til Helgafells; allir menn 

25 uröu honum fegnir. 18. HafÖi Porkell fengit mikinn söma i 

}?essi ferÖ. Hann 16t upp setja skip sitt ok um büa ok fekk 

kirkju viöinn til varöyeizlu, }?ar er vel var kominn, }?vi at eigi 

varS noröan fluttr um haustit, p\i at hann ätti starfsamt jafnan. 

19. Porkell sitr nü heima um vetrinn 1 büi sinu. Hann haföi 

30 joladrykkju at Helgafelli, ok var ]?ar fl9lmenni mikit, ok meÖ 



7. aptrmundj „Sehnsucht"; mör 17. mannvirk% „gebäude". 

Uikr a. at, „ich möchte etw. (ge- 19.20. vildi ^ Uly „sich nicht an 

schenktes) gerne wieder haben". seine ratschlage kehrte". 

10. allstilliliga, „sehr sanftmütig". 20. 21. Lei . . . ekki vitf vetiri 

14. 15. at— liggja j „dass dein komaz, ,liess sich nichts merken"^- 

ganzer Übermut darin platz haben 22. d skipfjol j näml. an bord; 

könnte". fjol, ,bretf. 

16. fari pvi firr, ,es wird bei 27. par — kominn j „wo es (das 

weitem nicht". holz) sicher geborgen war". 



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I>orkell Eyjölfsson besucht seinen verwandten t>orkell Kuggason. 221 

9IIU haföi hann mikla rausn )?aiin vetr. 20. En GuÖrün latti Ld. 
^ess ekki ok sagöi til I?ess U nytt vera, at menn miklaöi sik LXXIT. 
af, ok pB.t mundi ok ä framreitum, er GuSrünu skyldi til fä. I^XXV. 
um alla störmensku. Porkell miölaöi marga gööa gripi J^aon ^ 
vetr vinum sfnum, er hann hafÖi üt haft. 5 

torkell Eyjölfsson und torsteinn Kuggason versuchen dem Halidörr 
Ölafsson HjarÖarholt abzuzwingen. 

LXXV, 1. Penna vetr eptir jöl bjöz Porkell heiraan norÖr 
til HrütafjarÖar at flytja noröan viöu sina RiÖr hann fyrst 
inn 1 Dali ok )?a8an i Ljärsköga til Porsteins fraenda sins ok 
aflar s6r manna ok hrossa. 2. Hann ferr siöan norÖr til 
HrütafjarÖar ok dvelz )?ar um hrlö ok hefir aetlan & um ferÖ- 10 
ina, safnar at sör hestum |?ar um fJ9rÖ, ]?vf at hann vildi eigi 
fleiri farar at gera, ef svä, msetti takaz. 3, VarÖ )?etta ekki 
skjott. Porkeil var 1 starfi J^essu fram ä langaf9stu. Hann 
kemr J?essu starfi til vegar; hann drö viöinn norßan meir en 
& tuttugu hestum ok Isetr liggja viöinn & Lj&eyri. 4. SiÖan 15 
setlaöi hann at flytja k skipi üt til Helgafells. Porsteinn ätti 
ferju mikla, ok aetlaöi Porkeil J?at skip at hafa, )?d er hann 
foeri heimleiöis. Porkeil var f Ljärskogum um fostuna, J?vl at 
dstüBigt var meÖ }?eim fraendum. 

5. Porsteinn roeddi viÖ Porkel, at )?at mundi vel hent, at 20 
)?eir foeri 1 HjarÖarholt, — „vil ek fala land at Halldöri, )?vl 
at hann hefir Iftit lausaf^, siÖan hann galt ]?eim BoUasonnm 
1 fjöurboetr; en )?at land er svd, at ek vilda heizt eiga.* 

2. 3. miklatii sik af, „sich dadurch kappa verschiedenes. Vgl. auch 
ansehen verschafften". Grettis saga c. 53. 

3.4. pat mundi ok d framreitum 10. hefir cetlan a, „entwirft den 
(<m, Af/.), er — störmensku, „das plan". 

musste auch in bereitschaft sein, 14. 15. wcir— Äe«ftim, wenn 20 

was GuÖrün forderte um in jeder pferde das bauholz fortschaffen 

hinsieht ein grosses haus zu führen", konnten, ist die kirche nicht gross 

gewesen (vgl. c. 74) , selbst wenn 
Cap. LXXV. 8. Porsteins frcetida nach isländischer weise wände und 
sinsy torsteinn ^Kuggason" (d. i. dach aus rasen hergestellt waren, 
torkelsson kugga) und torkell 15. Ljdeyri, das ufer an der 
Eyjölfsson waren vettern, enkel mündung des flusses L>jä. 
des törör gellir. Ueber torsteinn 22. galt, als object ist fä zu er- 
erzählt die Bjamar saga Hitdoela- ganzen; siehe c. 7t,24. 



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222 torkell und Porsteimi begeben sich nach HjarÖarholt. 

Ld. 6. Dorkell baö haon räöa; fara |?eir heiman ok v&ru 

LXXV. gaman vel tuttugu meno. Peir koma i HjarÖarholt; t6k Hall- 
dörr vel viö J?eim ok var enn mälreifasti. 7. Fdtt var manna 
heima, pvi at Halldorr haföi sent menn norör 1 Steingrfms- 
5 QorÖ; )?ar haföi komit hvalr, er bann ätti 1. Beinir enn sterki 
var heima. Hann einn lifÖi pä )?eira manna, er verit hofÖu 
meÖ Oldfi foöor hans. 

8. Halldorr haföi maelt til Beinis, I?egar er hann s4 reiö 
}?eira Dorsteins: „gorla 86 ek erendi )?eira frsenda, ]?eir munu 
10 fala land mitt at m6r; ok ef svä er, J?d munu )?eir heimta 
mik & tal. 9. Dess get ek, at d sfna hond m^r setiz bvärr 
I?eira, ok ef )?eir bjoöa m^r nokkurn omaka, pk vertu eigi 
seinni at rä8a til Porsteins en ek til Dorkels; hefir )?ü lengi 
verit trtir oss fraendum. 10. Ek hefi ok sent & ena nsestu 
15 boei eptir mgnnum; vilda ek, at ]?at hoeföiz mjgk ä, at liÖ )?at 
koemi, ok v6r slitim talinu.* 

11. Ok er & leiÖ daginn, roeddi Porsteinn viÖ Halld6r, at 
J?eir skyldu ganga allir saman ä tal, — „eigum vit erendi 
viö )?ik.* 
20 Halldorr kvaÖ )?at vel fallit. 12. Porsteinn maelti viÖ 

forunauta slna, at ekki pjrfü )?eir at ganga meÖ J?eim, en 
Beinir gekk meÖ )?eim ekki at siör, pvi at honum )?ötti mjok 
eptir }?vi fara, sem Halldorr gat til. Peir gengu mjok langt 
ä brott i tünit. 13. Halldörr haföi yfir s6r samÖa skikkju ok 
25 d nist long, sem )?a var tltt. Halldörr settiz niör a V9llinn, en 
k sina hond honum hvdrr J?eira fraenda, ok J?eir settuz ndliga 
a skikkjuna, en Beinir stö8 yfir )?eim ok hafÖi 0xi mikla 
1 hendi. 

14. Pa maelti Porsteinn: „Vat er erendi mitt hingat, at ek 



3. enn mälreifastij „sehr ge- 24. samtia, part. perf. von sama 

sprächig". oder aemja, ,abgepasst", ,gut 

5. ätti i, .hatte anteil an". Der passend". Oder ist «aw&a verderbt 

tote walfisch war also an einer stelle aus sawmatfa'i 

angetrieben, wo Halldörr Strand- 25. nist long, nist (fem. sg.) ist 

gerechtigkeit besass. Das fleisch kaum = nisti (neutr.), .weiber- 

dieses tieres gilt als ein gutes nah- schmuck*, eher darf man vielleicht 

rungsmittel. vermuten, dass es ,saum" oder 

15. hoßßiz mjok a, „genau zu- „naht" bedeutet. Vgl. Arkiv f. nord. 

sammenträfe". filol. IX, s. 89. 

23. gat ül, „vermutete*. 



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Versuch dem Halldörr ÖUfsson HjarÖarholt abzuzwingen. 223 

vil kaupa land at )?6r. Legg ek j^etta pvi nii til umroeöu, at Ld. 
nü er Porkell fraendi minn viÖ; podtii m6v okkr )?etta vel hent, LXXT. 
I?vi at m6r er sagt, at pd hafir ögnoglig lausaf^, en land dyrt 
undir. Mun ek gefa ]>6y i möti ]>& staöfestu, at soemilig s6, 
ok ]?ar 1 milli, sem vit verÖum & sättir." 5 

15. Halldörr tök ekki svä fjarri i fyrstu, ok iütuz }?eir 
til um kaupakosti; ok er l^eim )^6tti hann ekki Qarri taka, pä 
feldi Porkell sik mjgk viÖ umroeöuna ok vildi samao foera 
meÖ l?eim kaupit. Halldorr drö p& heldr fyrir )?eim, en ]?eir 
s6ttu eptir |?vi fastara, ok )?ar kom um slöir, at )?e8s firr var, lo 
er )?eir gengu naer. 

16. D& mselti Porkell: „s^r }?ü eigi, Porsteinn fraendil 
hversu ]?etta ferr? Hann hefir )?etta mdl dregit fyrir oss 1 
allan dag, en v^r hQfum setit h^r at h^görna hans ok ginningum; 
nü ef J?6r er hugr ä landkaupi, p& munum \6r veröa at ganga naer.* 15 

11. Porsteinn kvaz \f& vilja vita sinn hluta, baö nü Hall- 
dör 6r skugga ganga, hvärt hann vildi unna honum land- 
kaupsins. 

Halldorr svarar: „ek aetla, at ekki )?urfi at fara myrkt 
um }?at, at J?ü munt kauplaust heim fara i kveld." 20 

18. Pä segir Porsteinn: „ek aetla ok ekki J?urfa at fresta 
)?vl at kve^a }?at upp, er fyrir er hugat, at J?6r eru tveir kostir 
hugöir, p\i at v^r };ykkjumz eiga undir oss haera hlut fyrir 
liösmunar sakir. 19. Er sd kostr annarr, at )?ü ger )?etta mdl 
meÖ vild, ok haf }?ar f möt vinfengi vdrt; en sä, er annarr, at 25 
Bfnu er verri, at )?ü r6tt nauöigr fram h9ndina ok handsala 
m6r HjarÖarholts land/ 

20. En J?i er Porsteinn maelti svä framt, p& sprettr Hall- 
dörr upp sv4 hart, at nistin rifnaöi af skikkjunni, ok maelti: 
„veröa mun annat fyrr, en ek maela J?at, er ek vil eigi.* 30 

21. „Hvat mun J^at?" spyrr Porsteinn. 

I. pvi ...at, „deswegen . . . dass". 19. 20. at ekki — pat, „ dass es 
3.4. land d^rt undir, , ein kost- unnötig ist, dass dieses unklar 

spieliges land zu bewirtschaften". bleibe*. 

5. par i miUi, „überdies zur ent- 22. er fyrir er hugat, „das voraus 

Schädigung". beschlossen ist". 

8 feldi — umrodtiuna, »griff eifrig 25. 26. at — verri, »die (nämlich 

in die Unterhandlung ein*. die alternative — kostr) beträchtlich 

II. er pevr gengu ncer. Je mehr schlimmer ist*. 

sie auf ihn eindrangen*. 29. nistin, vgl. § 13. 



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224 torkell und torsteinn kehren unverrichteter sache zurück. 

Ld. „BOI0X mun standa 1 hoföi )?6r af enum versta manni ok 

LXXT. steypa svd/ofea }?inum ok öjafnaöi/ 

LXXTI. 22. Porkell svarar: „J?etta er illa spdt, ok vaentum v6r, 

at eigi gangi eptir, ok oernar kalla ek nii sakar til, )?öttu, 
5 Halldörr! lätir land )?itt ok hafir eigi fö fyrir.* 

23, Dd svarar Halldörr: „fyrr muntu spenna um )?9Dguls- 
hofu8 & BreiÖafirÖi, en ek handsala nauöigr land mitt." 

Halldörr gengr nü heim eptir )?etta; pk drifa menn at 
boenum, )?eir er hann haf8i eptir sent. 
10 24. Porsteinn var eon reiöasti ok vildi )?egar veita Hall- 

döri atgongu. Porkeil baö hann eigi }?at gera, — »ok er }?at 
en mesta öhoefa & slikum tlönm; en )?egar ]?em stund Hör af, 
]>& mun ek ekki letja, at oss lendi saman/ 

25. Halldörr kvaz p2it aetla, at hann mundi aldri van- 
15 büinn viÖ J?eim. Eptir )?etta riöu }?eir f brott ok roeddu mart 

um ferÖ |?essa meö sör. 

26. Porsteinn mselti, kva?5 }?at satt vera, at )?eira ferÖ var 
en dä,ligsta, — »eöa hvl var5 p&r sv& bilt, Porkeil fraendi! at 
rdöa til Halldörs ok gera honum n9kkura skgmm?" 

20 27. Porkell svarar: „sättu eigi Beini, er hann stoß yfir 

p6r me8 reidda exina, ok var }?at en mesta öfoera, pvl at 
]?egar mundi hann keyra 0xina f hgfuS p&r, er ek gerSa mik 
likligan til nokkurs.'^ 

EiÖa )?eir nii heim i Ljärsköga. LlÖr nü fostunni, ok 

25 kemr en efsta vika. 

torkell Eyjölfsson ertrinkt. 

LXXYI^ 1. Skirdag snemmendis um morguninn byz 
Porkell til ferÖar. Porsteinn latti )?ess mjgk, — „}?vi at m6r 
liz veör ötrüligt/ sagöi hann. 

1. Bolex mun standa usw., hier- 12. d slikum tiZum^ d.h. in der 
mit wird auf den tod torsteins hin- heiligen fastenzeit. 

gedeutet. Er wurde nach den An- 13. at—saman, ^dass wir unsere 

nalen im jähre 1027 getötet. stärke prüfen". 

2. ofsa . . . ok öjafnatSiy dieselbe 18. en ddligsta, „von sehr schlech- 
allit. formel auch Egils s. c. 3, 11 tem erfolge". 

und Eyrb. s. c. 25, 19. 25. en efsta vika, „die letzte woche 

6. 7. spenna um ppngulshpfu^f, (der fasten)", 

„nach den tangblasen greifen", d. h. Cap. LXXVI. 26. Skirdag, „grtin- 

ertrinken. donnerstag". 



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torkell Eyjölfsson ertrinkt. 



225 



2. Porkeil kvaÖ veÖr duga mundu et bezta, — ,ok skaltu Ld. 
nü ekki letja mik, fraßndi! p\i at ek vil heim fyrir päskana/ LXXTI. 

Nu setr Porkell fram ferjuna ok hi68. 3. Dorsteinn bar 
jafnskjött af utan, sem Porkell blöÖ ok )?eir fgrunautar bans. 

Pd mselti Porkell: »baettu nü, fraendi! ok bept ekki fer8 5 
vära, eigi fser }?ü nü r&Öit )?essu at sinni." 

4. Porsteinn svarar: „sä okkarr mun nü räöa, er verr 
mun gegna, ok mun til mikils draga um ferÖ J^essa." 

Porkell baÖ p& beila bittaz. 6. Gengr Porsteinn nü beim 
ok er ök&tr mjqk. Hann gengr til stufu ok biSr leggja nndir 10 
bofuö s^r, ok sv4 var g^rt; griÖkonan sä, at tärin runnu ofan 
ä bcegindit 6r augum bonum. 

6. En litlu siSar kom vindsgn^r mikill ä stnfuna; p& 
maßlti Porsteinn: „}?ar megum v6r nü beyra gn;fja bana 
Porkels fraBuda.** 15 

7. Nü er at segja frä fer8 I?eira Porkels. Peir sigla um 
daginn üt eptir BreiÖafirÖi ok väru tiu ä skipi, veörit tok at 
bvessa mjgk, ok geröi enn mesta storm, äör l^tti. 8. Peir 
s6ttu knäliga fert^ina, ok väru )?eir menn enir r9sku8tn. Porkell 
baföi me8 s6r sveröit Skofnung, ok var J?at i stokki. Peir 20 
Porkell sigla, psiv til er ]>eiv komu at Bjarnarey; 9. sä menn 
feröina af bvärutveggja landinu; en er )?eir väru }?ar komnir, 
)>ä laust bviöu i seglit ok bvelföi skipinu. Porkell druknaöi 
}?ar ok allir )?eir menn, er meÖ bonum väru. 10. Vi8una rak 
vfÖa um eyjar, bornstafina rak i ]>& ey, er Stafey beitir sföan. 25 
Skgfnungr var festr viÖ innviÖuna i ferjunni, bann bittiz viö 
Skofnungsey. 11. En J?at sama kveld, er }?eir Porkell bgföu 
druknat um daginn, varS sä atburSr at Helgafelli, at GuSrün 



8. til mikils draga, , verhängnis- 
voll werden*. 

10. leggja, als object ist hoegindi 
zu ergänzen. 

13. vindsgnyr, ,windstoss". 

18. hvesaa, «stürmischer zu werden" 

dt5r Uta, «zuletzt". 

20. i stokki j «in einem kästen". 

21. Bjarnarey, insel imHvammS' 
fjortir\ der name ist nicht erhalten, 
doch ist wahrsch. die insel gemeint, 
welche heute Lambey heisst. 

Sagabibl. IV. 



23. hvidu, „windstoss". 

24. Vit^una, näml. das bauholz. 

25. homstafina, «die eckpfosten" 
(der projektierten kirche). 

Stafey, insel im Hvammsfjprb'r. 

26. innvitSuna, «die inneren quer- 
hölzer" (durch welclie das fahrzeug 
zusammengehalten wird). 

27. Skofnungsey, unbekannt, wahr- 
scheinlich in der nähe der Lambey 
belegen. 

15 



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226 Geliir torkelsson folgt seinem vater als häuptling nach. 

Ld, gekk til kirkju, p& er mcDn v&ru farnir i rekkjur, ok er hon 
liXXVI. gekk 1 kirkjiigaröshliöit, pk sä hon drang standa fyrir s6r. 

12. Hann lant yfir hana ok maßlti: „mikil tföendi, GuÖrün!'* 
sagSi hann. 
5 GuÖrün svarar: „)?egi )?ü yfir )?eim J?ä, anni!** 

18. Gekk GuÖrün til kirkju, svä sem hon haföi äör aetlat, 
ok er hon kom til kirkjunnar, ]>&, l^öttiz hon sjä,, at ]7eir 
Porkeil vdru heim komnir ok stoöu üti fyrir kirkju. Hon sä, 
at sjär rann ör klseöum )?eira. 14. GuÖrün maelti ekki viÖ 

10 p& ok gekk inn i kirkju ok dvalöiz }?ar slfka hriÖ, sem henni 
s^ndiz; gengr hon sföan inn til stufu, p\i at hon aetlaÖi, at 
}?eir Porkell mundu l?angat gengnir; ok er hon kom f stufuna, 
]>& var ^ar ekki manna. 15. Pä brä, GuÖrünu mjgk i brün 
um atbnrÖ l^enna allan jafnsaroan. Fostudag enn langa sendi 

15 GuÖrün menn sina at forvitnaz um feröir }?eira Porkels, suma 
inn & Strand, en suma um eyjar; var ]>& rekinn vlÖa kominn 
um eyjarnar ok svd til hvdrrartveggju strandar. 16. Dvätt- 
daginn fyrir päska spuröuz tiÖendin ok pöitu vera mikil, p\i 
at Porkeil haföi verit mikill h9fÖingi. Porkell hafÖi itta 

20 vetr ens fimta tigar, ]>& er hann druknaöi, en }?at var fjörum 
vetrum fyrr, en enn heilagi Oldfr konungr feil. 17. GuÖrünu 
pötü mikit Mfall Porkels, en bar p6 skgruliga af s6r. Fdtt 
eina näöiz af kirkjuviöinum. 18. Geliir var p& fjörtdn vetra 
gamall; hann t6k p& til bds ums^^slu meÖ moöur sinni ok t6k 

25 viö manna forrdöi, Var }?at brätt auÖssBlt & honum, at hann 
var vel til fallinn til fyrirmanns. 19. GuÖrün geröiz trükona 

2. kirkjugartishlitiitf „eingang des 21. öldfr konungr felly der heilige 

kirchhofs". ö. fiel in der schlacht bei Stikla- 

5. armij „elender*. staMr in Norwegen 1030, und das 

14. Fpstvdag enn langa, „char- todes jähr des torkell ist hier — der 

freitag". Chronologie der saga zum trotze — 

16. Strand = Skögarstrpnd. richtig angegeben. 
eyjar,kmläieime\nimHvamm8. 22. bar-s4r, .trug doch mit 

fjgror. . . , , . seelenstärke ihren schmerz". 

1 7. til hvarrartveggju strandar, d.i. 

an die beiden kUsten des Hvamms- 23. fjörtdn vetra, tatsächlich war 

fJ9rÖr: Skögarstrpnd (die südliche) er damals wahrsch. 18 jähre alt. 

und (Medal')Fell88trpnd (die nördl.). Vgl. die einleitung § 3. 

1 9. 20. hafbi — tigar, „war 48 jähre 26. trükona , „ gottesfärchtiges 

alt«. weib". 



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Die frömmigkeit der GuÖrün. 227 

miklL Hon nam fyrst kvenna saltara k Islandi. Hon var Ld. 
l9Dgiim um nsBtr at kirkju & boenum sfnum. Herdis BoUa- LXXTl. 
döttir för jafnan meÖ henni um naetmar, GuÖrün unni mikit I^^^^^^I- 
Herdisi. 

20, Pat er sagt einhverja nött, at meyna Herdisi dreymSi, 5 
at kona k<Bmi at henni; sü var f veQarskikkju ok faldin 
hofuÖdüki, ekki s^ndiz henni konan sviplig. 

21. Hon t6k til oröa: „seg pti psit ^mmu }>inni. at m&v 
hugnar illa viÖ hana, pwi at hon brgltir allar naetr ä m6r ok 
felUr ä mik dropa svä heita, at ek brenn af 9II. 22. En pyi 10 
segi ek ]>6r til J?essa, at m6r likar til )?in n9kkuru betr, en 
p6 svffr enn ngkkut kynligt yfir )>ik; en p6 munda ek vi8 
pik semja, ef m6r }?oetti eigi meiri bota vant, J^ar sem 
6u8rün er." 

28. SfÖan vaknaöi Herdfs ok sagöi GuÖrünu drauminn. 15 
GuÖrünu )?6tti g6Ör fyrirburörinn. Um morgininn eptir 16t 
GuÖriin taka upp fjalar ör kirkjugölfinu, )?ar sem hon var von 
at falla & kn^beÖ. Hon 16t grafa J?ar niör 1 J9r5. 2i. Par 
funduz undir bein, ]?au väru blä ok illilig; pSkV fannz ok kinga 
ok seiÖstafr mikill. Pöttuz menn p& vita, at )?ar mundi verit 20 
hafa V9luleiÖi nokkut Värn }?au bein foerÖ langt 1 brott, )>ar 
sem sfzt var manna vegr. 

Heimkehr des Bolli BoUason. 
LXXVII, 1. Pä er Qörir vetr vdru liönir fri druknun 
Porkels Eyjölfssonar, p& kom skip 1 EyjafJ9rÖ; }?at dtti Bolli 

1. fyrst kvenna saltara ^ „als das abt Eetill (c. 78, 6), hingedeutet? 
erste weib die psalmen Davids". oder nur auf ihren christlichen 

2. Ipngum, , lange". glauben? 

ä bcßnum sinvm, ,in gebet ver- 12 — 14. vitS pik — sem CMrAn er, 

sunken". „mich mit dir verständigen, falls 

6. i vefja/rsktkkju , ,in wollenem ich nicht an GutJrÄn mehr auszu- 
mantel". setzen hätte". 

6.7. faldin hcfuMühij „um den 16. fyrirburtürinn j „die erschei- 

kopf ein kopftuch gewickelt*. nung". 

7. sviplig, „von gefälligem aus- 19. kinga, , weiblicher brust- 
sehen", schmuck*. 

9. hrgltir, „wälzt sich". 20. seitSstafr, „zauberstab*. 

12. svifr—piky „ist auch etwas 21. vpluleitfi, „grab einer vplva 
sonderbares an dir". Wird hier- (hexe)"; derselbe ausdruck Baldrs 
durch auf ihren nachkommen , den draumar 4, 2. 

15* 



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228 Heimkehr de8 Bolli Boliason. 

Ld. BoUason; v&ru )?ar & flestir norroenir häseiar. Bolli haföi 

LXXyn. mikit fö üt ok marga dfrgripi, er hoföingjar Ii9f8u gefit 

LXXYIII. honuii). 2. Bolli var svä mikill skartsmaör, er hann kom üt 

6r fgr ]7essi, at hann vildi engl klseSi bera nema skarlats- 

5 klseSi ok pellsklsBÖi, ok oll väpn hafCi hann gulIbAin; hann 

var kallaör Bolli enn priiöi. 3. Hann l^^sti p\i fyrir skip- 

verjam sfnum, at hann setlaöi vestr til heraSa sinna, ok fekk 

skip sitt ok varnaS i hendr skipverjam sinum. 4. Bolli ri5r 

M skipi vis tolfta mann, }>eir väru allir i skarlatsklsBÖam 

10 fylgöarmenn BoUa ok riöu 1 gyldum sgölura; allir väru peiv 
listuligir menn, en j?6 bar Bolli af. 5. Hann var 1 pells- 
klseSam, er GarSskonungr hafSi gefit hon um; hann hafÖi yzta 
skarlatskdpa raaSa; hann var gyrb'r F6tblt. ok väru at honum 
hjolt gullbüin ok meSalkaflinn guUi vafi5r; 6. bann hafSi 
i 15 gyldan hjälm & h9fSi ok rauSan skjold & hliS, ok ä dreginn 
riddari meS galli; hann haf5i glaSel 1 hendi, sem titt er 1 üt- 
iQndam, ok hvar sem }>eir toka gistingar, ]>& gäöu konar engig 
annars en horfa & Bolla ok skart bans ok ]>eivs, fölaga. 
7. Meß slfkri kurteisi riSr Bolli vestr i sveitir, allt )?ar til er 

20 hann kom til Helgafells met3 liöi sfnu; var GuÖrdn allfegin 
Bolla syni slnum. 8. DvalSiz Bolli ]^ar eigi lengi, äSr hann 
reit3 inn i Sselingsdalstungn ok bittir Snorra m4g sinn ok 
Pördlsi konu sfna. VarÖ )?ar mikill fagnafundr. Snorri bau5 
Bolla til sin meS svä marga menn, sem hann vildi. 9. Bolli 

25 )>ekkiz )>at, ek er bann meS Snorra um vetrinn ok )7eir menn, 
sem norÖan riÖu meß honum. Bolli varÖ frsegr af ferö )>essi. 
Snorri lagSi eigi minni stund nü ä at veita Bolla meS allri 
blfSu en fyrr, er hann var meS honum. 



Snorri gotJi stirbt. GuÖrün wird nonne und stirbt hochbetagt. 
Der tod des Gellir torkelsson. 

LXXTIir, 1. En er Bolli haföi verit einn vetr & Islandi, 
80 p& tök Snon-i goöi sott. Sü sott for ekki ött. Snorri lä mJ9k 



Cap. LXXVII. 11. listuligir, yzta, acc. sg. fem., — appos. zu 

„schön". skarlatskäpu rautfa, 

bar B. af, „übertraf B. (sie)-. Jf' «/•:f 7. ,eingeiegt^ 

" " 16. glatSel, glänze- {koa \9X, gladt- 

12. GartSskonungr, s. c. 73, 18. olus). 



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Snorri goÖi stirbt. 



229 



lengi, ok er söttin 6x, heimti Snorri til sfn frsendr sina ok id, 
nauöleytamenn. LXXVIII. 

2. l>k maelti hann til BoUa: „]?at er vili minn, at )>ti takir 
h6r viÖ büi ok manna forraeöi eptir dag minn; ann ek ]>&y 
eigi verr virÖingar en mlnum sonum; er sä ok nü minn sonr 5 
eigi h6r & landi, er ek hygg, at }?eira veröi mestr maSr, er 
Halldorr er/ 

3. SlÖan andaSiz Snorri. Hann haföi pk sjau vetr eng 
sjaunda tigar. Dat var einum vetri eptir fall Olafs konungs 
ens helga; svä sagöi Ari prestr enn froöi. 4. Snorri var 1 10 
Tungu grafinn. Bolli ok Pördfs toku vi8 büi 1 Tungu, sem 
Snorri haföi mselt; 16tu synir Snorra s6r J?at vel Ifka. VarÖ 
Bolli mikilhsefr maör ok vinsaell. 5. Herdls BoUadottir öx 
upp at Helgafelli, ok var hon allra kvenna vsenst; hennar 
baÖ Ormr, son Hermundar lUugasonar, ok var hon gefin 15 
honum; }?eira son var KoÖrän, er ätti GuÖrünu Sigmundar- 
dottur. 6. Sonr KoÖrdns var Hermundr, er ätti UlfeiÖi, döttur 
Rünölfs Ketilssonar biskups; }?eira synir vdru Ketill, er dboti 



Cap. LXXVIII. 7. Halldorr. H. 
Snorrason erwarb sich rühm als 
teilnehmer an den kriegszügen des 
norwegischen königs Haraldr har5- 
räÖi im dienste des griechischen 
kaisers. 

8. 9. haßi — tigar j „war 67 jähre 
alt". 

9. 10. einum vetri — helga, d. h. im 
jähre 1031. 

10. Ari - frötai, vgl. c. 4, 3. Dieser 
hinweis bezieht sich wahrscheinlich 
auf eine verlorene arbeit des Ari. 

1 ! . töku — Tungu. Die Eyrbyggja 
saga erzählt, dass Snorri, son Snorra 
gotfa bjö i Tungu eptir fptfur sinn 
(c. 65) ; da dieser aber wahrscheinlich 
ein postumes kind war (s. zu c. 56, 
9), so lassen sich die angaben viel- 
leicht vereinigen. Die nachkommen 
des Bolli BoUason und der l>6rdis 
nennt die Eyrbyggja saga Gilsbekk- 
ingar; vgl. Gilsbekkingakyn Laxd. 
Q. 6, 3. Eine geschlechtstafel über 



diese familie findet sich in der 
Sturlunga saga II (Oxford 1878) s.486 ; 
vgl. Diplomat, Islandicum 1, 189. 

15. Hermundar lUugasonar. H 
I. war ein bruder des bekannten 
dichters Gunnlaugr ormstunga. 

15. 16. gefin honum, eine hand- 
scbrift fügt hinzu ok för hon til bus 
med honum i Kalmanstungu. K. 
liegt im westlichen Island, nicht 
weit von Gilsbäkki, dem Stammsitze 
des geschlechts. 

17.18. Hermundr — biskups. Her- 
mundr Kotfränsson, ein angesehener 
mann, der, wie es aus dem sogen. 
Einars |?ättr Sokkasonar (Groenlend- 
inga I?., Flateyjarbök III) hervor- 
geht, Grönland besuchte, und in 
der Sturlunga saga mehrmals er- 
wähnt wird, starb nach den Annalen 
1197; sein Schwiegervater Rünölfr, 
ein hervorragender priester, starb 
1186 (Dipl. Isl. I, 193); dessen vater, 
Ketill Porsteinsson , war bischof zu 



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230 



Die nachkommen des Bolii und des Geliir. 



Ld. var at Helgafelli, ok Reinn ok KoÖrdn ok Styrrair; döttir 

LXXYIII. )7eira var Pörvgr, er atti Skeggi Brandsson, ok er }>aÖan komit 

Skögverjakyn. 7. Ospakr h6t son BoUa ok Pördlsar. Döttir 

Ospaks var Gat3rün, er dtti Porarinn Brandsson; )?eira son var 

5 Brandr, er setti staÖ at Hüsafelli; hans son var Sighvatr prestr, 

er j?ar bj6 lengi. 8. Geliir Porkelsson kvängaöiz; hann fekk 

ValgerÖar, d6ttur Porgils Arasonar af Reykjanesi. Geliir för 

utan ok var meS Magnüsi konnngi ennm göSa ok p& af 

honum tölf aura guUs ok mikit U annat. 9. Synir Gellis 

10 värn )?eir Porkell ok Porgils; sonr Dorgils var Ari enn froöi; 

son Ära hit Porgils, hans son var Ari enn sterki. 10, Nu 



Hölar 1122—45. K. war ein enkel 
des Eyjölfr halti (c. 40, 2), über sein 
Verhältnis zur Islendingaböc siehe 
Ans * Vorwort'. Auch an dem Kristin- 
r6ttr forni der Grägäs hatte er an- 
teil. — TJlfem eig. TJlßeitSi. 

s. 229, 18. Ketill, er war abt zu 
Helgafell seit 1217. Dieser 1 220 ge- 
storbene mann wird also hier be- 
reits als tot erwähnt. Er und sein 
bruder Kotirdn werden in der 
Sturlunga saga (I, s. 78) als tüchtige 
männer hervorgehoben. Ketill 
kommt auch in dem Reykjaholts- 
mäldagi (II) vor. 

l. Reinn (oder Hreinn) scheint 
priester gewesen zu sein und starb 
in Norwegen; über ihn siehe Is- 
lenzkar ärtiöaskrär I, 41—42. 

3. Skögverjakyn, ein nach dem 
hofe Skögar in der Eyjafjallasveit 
(im südlichen Island) benanntes ge- 
schleeht. Vergl. Isl. ärtiöaskrär 
s. 136 — 37, wo als söhn des Skeggi 
Bolli Skeggjason (ca. 1160—70) an- 
geführt wird. 

5. setti — Hüsafelli, „9.\ia Hüsafell 
ein pastorat machte*. Der hof H., 
wo eine kirche gegenwärtig nicht 
mehr besteht, liegt im südwest- 
lichen Island (in der landschaft 
Borgarfjgrt5r)y tief im binnenlande. 



Die errichtung dieser Stiftung fand 
um 1170 statt; s. Diplomatarium 
Islandicum I, s. 217— 18, 725. Sig- 
hvatr prestr lebte also c. 1200. 

7. af Reykjanesi, halbinsel im 
nordwestlichen Island. Vgl. c. 6, 12. 
Ueber die genealogie des Porgils 
Arason siehe Landnämabök II, 22 
(wo jedoch seine tochter Valgertfr 
nicht erwähnt wird). 

7. 8. GeUir — götia. Magnus, söhn 
des heiligen Ölafr, ,der gute* ge- 
nannt, war könig von Norwegen 
1036—47. Von einem aufenthait 
des Geliir bei diesem könige ist 
sonst nichts bekannt, dagegen 
brachte er den winter 1025—26 am 
hofe Ö14fs des heiligen zu und be- 
suchte diesen könig 1027 wieder. 

9. tölf aura gulls , entspricht im 
wert ungef. 4320 rm. Vgl. c. 13,6. 

9 — 11. Synir Gellis — Ari enn 
sterki. Mit dieser genealogie v^l. 
die geschlechtstafei Aris in der Is- 
lendingaböc (anhang II). Von den 
söhnen des Geliir erbte Porkell von 
seinem vater den hof Helgafeil; er 
war ein sehr kenntnisreicher mann 
(vgl. unten § 23) und wird von seinem 
neffen Ari als gewährsmann citiert 
Der zweite bruder Porgils starb 
früh (siehe ebenda), und sein im 
jähre 1067 geborener kleiner söhn 



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GuÖrün wird einsiedlerin. 



231 



tekr GuÖrün mj^k at eldaz ok liföi viÖ slfka harma, sem uii Ld. 
var frä sagt, um hriÖ. Hon var fyrst nunna & Islandi ok ein- LXXYIII. 
setukona; er }?at ok almaeli, at GuSriin hafi verit gofgust jafn- 
borinna kvenna hör & landi. 11. Frä pvi er sagt eitthvert 
sinn, at BoUi kom til Helgafells, }?vi at GuÖrünu j?ötti ävalt 5 
gott, er bann kom at finna bana. Bolli sat hjä mööur sinni 
l<j>ngum, ok varÖ )?eim mart talät. 

12. l>& mselti Bolli: „muntu segja m6r )?at, mööir, at m^r 
er forvitni & at vita? bverjum befir )?ü manni mest unt?" 

13. GuÖriin svarar: „Porkell var maÖr rlkastr ok b9f8ingi lo 
mestr, en engl var maÖr gerviligri en Bolli ok albetr at s^r; 
I>ür8r Ingunnarson var maÖr )?eira vitrastr ok lagamaSr mestr; 
I>orvalds get ek at engu/ 

14. Pä segir Bolli: „skil ek )?etta gorla, bvat )?ü segir 
mir frä pvl, bversu bverjum var farit boenda )?inna, en bitt 15 
verSr enn ekki sagt, bverjum )>ü unnir mest. Parftu nii ekki 
at leyna )?vi lengr." 

15. GuÖrün svarar: „fast skorar }?ü )?etta, sonr minn," 



Ari wurde von seinem grossvater 
Gellir erzogen, bis dieser 1073 starb 
(s. § 21), worauf Ari (vgl. oben 
§ 3 und c. 4, 3) seine Jugend zu 
Haukadair im südlichen Island ver- 
lebte, unter berühmten häuptlingen 
und gelehrten männern. Als er- 
wachsener empfing er die priester- 
iiche weihe, hat wahrscheinlich ge- 
heiratet und als goöi den hof StaÖr 
am Snsßfellsnes im westlichen Island 
bis zu seinem tode 1148 bewohnt. 
Auch sein söhn Porgils war priester 
(Diplom. Isi. I, 186; f 1170). Dessen 
söhn Ari hatte seinen beinamen 
enn sterki wegen seiner ungewöhn- 
lichen körperkraft erhalten; er starb 
1188 an den folgen einer über- 
mässigen anstrengung, die er sich 
zugemutet hatte (Sturl. s. I, 197). 
Um von ihm seinen grossvater zu 
unterscheiden, ist dieser zuweilen 
enn gamli genannt worden. Ueber 
d?is leben des Ari frööi siehe, ausser 



den in der einleitung zu Saga- 
bibliothek I angeführten Schriften, 
Timarit X (1889), 214 ff.-, Isl. ärtiÖa- 
skrar 111—12. 

2.3. fyrst — einsetukonaj „einsied- 
lerin*. Eigentlich nonne ist GuÖrün 
nicht gewesen, da erst am Schlüsse 
des 12. jahrh. ein nonnenkloster in 
Island gegründet wurde. Der ganze 
ausdruck bezeichnet nur, dass G. 
ein besonderes zimmer bewohnte 
und sich hier nach vermögen von 
der aussenwelt absonderte. Ueber 
eine solche einsiedlerin aus der 
späteren zeit siehe Sturlunga saga 
I, s. 121. Vgl. Eist. eccl. IV, s. 21-22. 

3. 4. gpfgrist — kvenna y „die an- 
sehnlichste von den frauen gleiches 
Standes**. 

13. get — enguj „nenne ich gar 
nicht«. 

15. hversu— farit, „wie jeder be- 
I9chg^ffen war". 



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232 Gudrun gedenkt des Ejartan. 

Ld. segir GaSrün, „en ef ek skal psit DQkkarnm segja, pk mnn ek 
Lxxym. )7ik heizt velja til J^ess.« 

Bolli baS hana svä gera. 

16. Pä maßlti GuÖnin: „}?eim var ek verst, er ek nnna 
5 mest.* 

,Pat hyggjam v^r/ svarar Bolli, ,,at nü q6 sagt alleinarS- 
liga," ok kvaÖ hana vel hafa ggrt, ^r hon sagöi J^etta, er 
hann forvitnaSi. 

17. GnSrün varS gomul kona, ok er psit S9gn manna, at 
10 hon yröi gjönlaus. GuBnin andaöiz at Helgafelli, ok pa.T 

hvllir hon. 

18. Gellir Porkelsson bj6 at Helgafelli til elli, ok er mart 
merkiligt frd honnm sagt; hann kemr ok viÖ margar SQgur, 
J^ott hans s6 h6r litt getit. 19. Hann l^t gera kirkja at 

15 Helgafelli virSuliga mJ9k, svä sem Arnorr jarlask&ld vättar f 
erfidräpn J?eiri, er hann orti um Gelli, ok kveör )?ar sk;^rt ä, 
]>etta. 20. Ok er Gellir var ngkkut hniginn ä enn efra aldr, 
p& hfr hann ferS sfna af Islandi. Hann kom til Nöregs ok 
dvalöiz pSkT eigi lengi, ferr }>egar af landi ä brott ok gengr 

20 suSr til R6ms, soekir heim enn helga P^tr postola. 21. Hann 

dvelz 1 )?eiri ferÖ mJ9k lengi, ferr slöan sunnan ok kemr i 

Danm9rk; p& tekr hann s6tt ok lä mjgk lengi ok fekk alla 

/ jyonostu. S18an andaÖiz hann ok hvllir f Roiskeldu. 22. Gellir 

haföi haft Skofnang meS s^r, ok näSiz hann ekki siöan; en 

25 hann hafSi verit tekinn 6r haagi Hrölfs kraka. 23. Ok er 



4. peim, näml. Ejartan. göSi und Haraldr harl^ral^i. Seine 

6. 7. aUeinart^liga , „ sehr auf- hier erwähnte erfidräpa ist nicht er- 
richtig", halten. Vgl. Edda Snorra Sturlu- 

13. hann—spgury G. !>., der in sonar III, 559 ff. 
Heimskringla (Öläfs saga ens helga) 16.17. kvetfr — petta, „erwähnt 

erwähnt wird, tritt ausserdem in dort diesen umstand mit klaren 

Ljösvetninga saga und Bandamanna worten*'. 
saga auf. 20. scßkir — postola ^ „besucht das 

15. Amörr jarlaskäldf ein söhn grab des heiligen apostel Petrus*, 
des dichtersj^(^rSrrJ^o2&etn«son (einer 22.23. alla pjönostu, „sämtliche 

der hauptpersonen der Bjamar saga Sterbesakramente*'. 
Hitdoelakappa), hatte seinen bei- 23. Böiskeldu, die Stadt Koskilde 

namen wegen der gedichte, in denen in Seeland. 

er die ftirsten der Orkney - inseln 25. verit — kraka , das schwert 

besang; er dichtete aber auch auf Skpfnungr wird als eigentum des 

die norwegischen könige Magnus dänischen sagenkönigs J?, kr. in 



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I>orkeIl Gellisson übernimmt sein väterliches erbe. 233 

andldt Gellig sparSiz til Islands, p& iök Porkell son hans vi5 Ld. 
foÖurleifÖ sinni at Helgafelli; en I>orgilg, annarr son Gellis, LXXyni. 
druknaöi ungr ä BreifiafirÖi ok allir )?eir, er ä skipi vdru raeÖ 
honum. Porkell Gellisson var et mesta nytmenni ok var sagör 
manna fröSastr. 5 

der nach ihm benannten saga (FAS 5. manna frödastr. Der mit diesen 

I, 93. 102. 109) erwähnt; das schwert werten endigende satz bildet einen 

wurde nach der Landnämabök (III, natürlichen abschluss der saga, auch 

1) von Skeggi (dem vater des Eit!r% deutet alles darauf hin, dass die ur- 

der den grabhügel erbrach, geraubt, sprüngliche, auf echter tradition be- 

Vgl. c. 57, 1 1 . ruhende Laxdoela saga hier ab- 

4. nytmenni, „brauchbarer, tüch- brach, 
tiger mann*^. 



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[Bolla ])ättr.] 



I>6r6Ifr sterti- (oder stoeri-) maör tötet den kuaben Öläfr. 

Ld. LXXIX, 1. I l^ann tima, er BoUi Bollason bjö i Tonga, 

LXXIX. ok nii var ä?5r frä sagt, pä bjo norÖr i SkagafirÖi & Miklaboe 
ArnoiT kerlingaiTief, son Bjarnar DorÖarsonar frä HgfÖa. 

2. PorÖr h6t maÖr, er bjö ä Marboeli. GuÖrün h6t kona 
5 hans; }?au väru vel at sör ok hoföu gnött fjär; son )?eira hit 
Oläfr, ok var hann ungr at aldri ok allra manna efniligastr. 
3. GuÖriin, kona DorÖar, var ndskyld Bolla BoUasyni, var hon 
systrungr hans; Oläfr, son J?eira DörÖar, var heitinn eptir Oläfi 
pä 1 HjarÖarholti. 
10 4. PorÖr ok Porvaldr Hjaltasynir bjuggu at Hofi 1 Hjalta- 

dal, }?eir väru hoföingjar miklir. 



Cap. LXXIX. 2. oh—sagt, „und 
über welche im vorhergehenden be- 
richtet ist". 

Skagafjprtfr, bucht und landschaft 
im nördlichen Island. 

Miklihcer, ein gehöft an der ost- 
seite des Skagafjprtfr. 

3. kerlingamefj beiname, bedeutet 
wörtlich „weibernase". Amörr k. 
war tatsächlich kein Zeitgenosse des 
Bolli Bollason; er gehört, wie die 
übrigen in diesem abschnitt auf- 
tretenden geschichtlichen personen 
einer älteren zeit (dem 10. jahrh.) 
an. Siehe Landn4mab6k III, 10 und 
Eristni saga c. 1. 

son — HpftSa, B. P. war der söhn 
eines der bekanntesten „landnams- 
menn* Islands, des Hoßa-Pört^rj 



der nach dem c. 20, 2 erwähnten 
hofe Hpßi benannt war. 

4. Marboßlij hof an der ostseite 
des Skagafjprtir, unweit von Mikli- 
beer. 

7. ndskyld, „nahe verwandt*. 

8. systrungr, „kind einer Schwester 
der mutter", also cousine. Mithin 
müsste GuÖrun Ösvifrsdöttir nach 
dieser angäbe eine Schwester ge- 
habt haben; hiervon verlautet je- 
doch sonst nichts, und der bericht 
ist wahrscheinlich erdichtet. 

heitinn, „benannt". 

10. Hjaltasynir, siehe c. 27, 7. 

\(iA\, at—Hjaltadal Der Hjalta- 
dalr ist ein tal im nordöstlichsten 
teile der landschaft Skagafjprdr; 
das gehöft Hof liegt am r. ufer der 



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törölfr stertimaör und I>6rl5r d Marboeli. 235 

6. Ma8r h6t Dorölfr ok var kallaör stertimatJr, hann bjö Ld. 

i Piifam; hann var övinveittr i skapi ok oeöimaör mikill; hann LXXIX, 
ätti griöung grän, ölman. 6. PorÖr af Marboeli var 1 f^rum 
meß Arnori. Pörolfr stoerimaör ätti frsendkonu Arnörs, en 
hann var ]7ingmaSr Hjaltasona; hann ätti illt viS büa sina ok 5 
lagSi psit i vanda sinn; kom }?at mest til }>eira Marboelinga. 

7. GraSungr hans gerSi mgnnuni mart mein, pä, er hann 
kom 6r afr^ttnm; meiddi hann f6 manna, en gekk eigi andan 
grj6ti; hann braut ok andvirki ok gerÖi mart illt. PörÖr af 
Marboeli hitti Porolf at mdli ok baÖ hann varÖveita graöung lo 
sinn, — »viljum v6r eigi )?ola honiim ofrlki." 

8. Pörölfr 16z eigi mundu sitja at fö sinu; ferr PörÖr 
heim viÖ svd büit. Eigi miklu siöar getr DorÖr at Uta, hvar 
graÖungrinn hefir brotit niör torfstakka hans. 9, PörÖr hleypr 
)>ä til ok hefir spjöt i hendi, ok er boli s^r )?at, ve8r hann 15 
jorÖ, svä at upp tekr um klaufir. PorÖr leggr til hans, svä 
at hann fellr dauör k J9rÖ. PörÖr hitti Porolf ok sagÖi honum, 
at boli var dauör. 

10. „Detta var Iftit frsegÖarverk,* svarar Porölfr, „en gera 
munda ek J?at vilja, er p&r }?oetti eigi betr." 20 

Pörölfr var mdloöi ok heitaöiz 1 hverju oröi. 

11. DörÖr ätti heimanferS fyrir hgndum. Oläfr sonr hans 
var pä sjau vetra e5a ätta; hann for af boenum meÖ leik 
sfnum ok gerÖi s6r hüs, sem bgrnum er titt, en Porölfr kom 
pBX at honum; hann lagöi sveininn 1 gegnum meÖ spjöti. 25 
12. SiSan for hann heim ok sagSi konu sinni. 

das tal durchströmenden Hjalta- 4. stcerimatfrj in dieser bedeutung 

daisä. ein an, Xsy, Vgl. zu z. 1. 

5.6. dtti — Marboelinga, „lag mit 

1. stertimatfr, der beiname be- seinen nachbarn in streit und machte 
zeichnet einen „putzsüchtigen men- eine gewohnheit daraus ; es ging am 
sehen''; später wird t. stoßrimatfry meisten über die bewohner des 
d. h. ^übermütiger mensch" genannt, hofes Marboeli her". 

2. Pufur, hof an der ostseite des 8. 9. gekk — gfjöti, „Hess sich auch 
Skagafjprtfr, zwischen Marboeli und nicht durch steinwürfe vertreiben**. 
Mikliboer. 12. sitja at, «wache halten". 

oetfimatfr, „hitzkopf. 14. torfstakka, „torfstapel". 

3.4. var—metf A., „war gefährte 15. boli, „stier" (nhd. bulle), 

des A. auf dessen reisen (handeis- 24. gerdi ser hüs, „erbaute sich 

reisen ins ausländ)". ein haus". 



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236 törölfr tötet den söhn des I>örÖr. 

Ld. Hon svarar: „pettsL er illt verk ok ömannligt; man p&r 

LXXIX. i^etta illu reifa/ 

En er hon tok ä honam }>angt, ]>& f6r bann 1 brott )7aSan 
ok l^tti eigi, fyrr en bann kom k Miklaboe til Arnors. 
5 18. Fr^ttuz peiv tlÖenda. Porolfr segir bonum vfg Olafs, 

— ,8e ek }>ar nü til traasts, sem )?6r eruÖ sakir mdgsemÖar." 
»Eigi ferr pti sjändi eptir um )?enna blut," sagöi Arnorr, 
,at ek ninna viröa meira mägsemÖ viö }>ik en viröing mlna 
ok soemÖ, ok kBJ& ättu h6r engrar vän af m^r." 
10 14. Für Dörölfr upp eptir Hjaltadal til Hofs ok fann p& 

Hjaltasonu ok sagtJi )?eim, bvar komit var bans mali, — »ok 
8^ ek b6r nü til dsjd, sem }>it eruÖ.* 

15. PorÖr svarar: »sllkt eru niöingsverk, ok man ek enga 
äsjä veita )?6r um J?etta efni." 
15 Dorvaldr varÖ um fär. Faer Porolfr ekki af }?eim at sinni; 

16. reiÖ bann i brott ok upp eptir Hjaltadal til Reykja, für 
)?ar 1 laug; en um kveldit reiÖ bann ofan aptr ok undir virkit 
at Hofi ok roeddiz viÖ einn saman, svä sem annarr maör vaßri 
fyrir ok kveddi bann ok fr^tti, bverr }?ar vaeri kominn. 
20 17. „Ek beiti Porolfr," kvatJ bann. 

»Hvert vartu farinn, eöa hvat er )?6r & bondum?" spyrr 
launmaSrinn. 

Porolfr segir tilfelli J?essi oll, eptir pvi sem väru; „baÖ 
ek Hjaltasonu äsjä,** segir bann, »sakir nauÖsynja minna." 
25 18. Pessi svarar, er fyrir skyldi vera: »gengit er nü 

}?a8an, er j?eir geröu erfit )?at et Qq\meiinsi^ er tolf hundruö 

2AÜureifa, ^ ins Unglück stürzen". 21. hvat—hpndunij „was ist dein 

7. ferr — eptir, „urteilst du ver- gewerbe* (was hast du hier zu 

ständig". schaffen). 

1 6. Beykja. Beykir ist ein im 22. launmaMnn, „der verborgene 
Hjaltadalr (ungefähr eine meile stid- mann*, d. h. die fingierte person, 
licher als Hof) belegener hof, in mit der törölfr zu sprechen schien, 
dessen nähe sich eine heisse quelle 23. tilfelli pessi oll, ,alles was 
(laug) befindet. vorgefallen war". 

17. 18. virkit at Hofi, es wird 25. er— vera, „der angeblich da 
häufig erwähnt, dass die höfe der war*. 

isländischen häuptlinge von einer 25. 20. gengit—pa'^an, „eine ver- 

befestigung {virki) umgeben waren, änderung ist nun geschehen". 

18. rcßddiz — saYmn, „sprach mit 26. cr/?^—/)'öZmewna, siehe c. 27^7, 
sich selbst". 



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Bolli übernimmt die fUhrung der rechtssache. 237 

maDna sdtu at, ok gaDga slfkir h<^f8iDgjar mjok saman, er nü Ld. 
vilja eigi veita eioam manoi nokkura äsjä^ LXXIX. 

19, Porvaldr var liti staddr ok heyröi talit. Hann gengr ^^^^* 
l^aDgat til ok t6k i tauma hestsins ok baS hann af baki stfga, 
— „en J?ö er eigi virSingarvsenligt vi8 pik at eiga fyrir gakir 5 
fölsku )?innar." 

Bolli Bollason führt die rechtssache gegen den mürder des Öläfr. 

LXXX^ 1. KU er at segja frä PorSi, er hann kom heim 
ok frä yfg sonar slns ok harmaöi |?at mj^k. 

GuÖriin kona hans maelti: „psd er )?6r räÖ at lysa vigi 
sveinsins ä hond Dorölfi, en ek mun rlÖa suör til Tungn ok 10 
finna BoUa fraenda minn ok vita, hvern styrk hann vill veita 
okkr til eptirmäls." 

2. Dan gerÖu svä, ok er GuÖriin kom i Tungu, faer hon 
J>ar viötokur goöar. Hon segir Bolla vig Olafs sonar slns ok 
beiddi, at hann tceki viÖ eptirmälinu. 15 

3. Hann svarar: ^eigi )>ykki m6r }?etta sva hoegligt, at 
seilaz til scemÖar f hendr }>eim NorÖlendingum ; fr^ttiz m6r ok 
svä til, sem maSrinn muni J^ar niSr kominn, at ekki muni 
hoegt eptir at leita.* 

4. Bolli tük pö viÖ mdlinu um slöir, ok for GuÖrün norör 20 
ok kom heim. Hon sagöi PorSi bönda sfnum, svä sem nü 
var komit, ok IfÖr nü svä fram um hriÖ. 

6. Eptir jöl um vetrinn var lagör fundr 1 SkagafirÖi at 
Pverä, ok stefndi Porvaldr )?angat GuÖdala-Starra; hann var 
vinr )?eira broeBra. 6. Porvaldr för til J?ingsins viÖ slna menn, 25 

l.^an^a—nu, „es geht mit solchen Skagafjprtfr, das nach dem kleinen 

häuptlingen sehr zurück, wenn sie flusse ^vera benannt ist, welcher in 

jetzt". den östl. mündungsarm des Stromes 

5. er eigi virtiingarvcenligtj „wird H^ratSsvgtn (im altertum Jpkulsä 

es (nns) wahrscheinlich nicht zur genannt) sich ergiesst. 

ehre gereichen". GutSdala-Starra. Starri (Eireks- 

8on), nach seinem hofe Ghutfdalir im 

Cap. LXXX. 7. er*, „dass". süden der landschaft SkagafjgrtSr 

16. hcegligtj „leicht". (am L ufer der Vestri Jgkulsd be- 

17. Norblendingum, „bewohner legen) benannt, war söhn eines be- 
des isländischen nord vierteis*. kannten landnämsmaSr. Siehe Land- 

24. Pverd^ gehöft im süden des nämabök III, 7 und Eristni saga c. 1. 



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238 I>6r61fr findet im SkagaQ9r$r schntz. 

Ld. ok er J?eir kömu fyrir UrÖskriÖuhola, ])ä hljop 6r hllöinni 
LXXX. ofan at )?eiin maör; var )?ar Dorolfr, r^z hann 1 ferÖ me8 J>e5m 
LXXXI, porvaldi. 

7. Ok er )?eir ittu skamt til Pverdr, ]>& mselti Dorvaldr 
5 viÖ Pörolf: ,nü skaltu hafa me?5 p6r )?rjär merkr silfrs ok 

sitja h^r upp fvk boennm at Dverä; haf J^at at marki, at ek 
man snüa gkildi mfnam ok at p6T holinn, ef )76r er fritt, ok 
mättu ]>& fram ganga. Skjoldrinn er hvltr innan.- 

8. Ok er Dorvaldr kom til J>ing8in8, hittuz j?eir Starri ok 
10 toka tal saman. 

Porvaldr mselti: „svä, er mal me8 vexti, at ek vil j^ess 
beiÖa, at )?ü takir viÖ Porölfi stoerimanni til varöveizlu ok 
trausts. Man ek fd J?6r pYJ&r merkr silfrs ok vinätta mlna/ 

9. »Dar er sä ma8r," svarar Starri, »er mir j?ykkir ekki 
15 vinssell, ok övfst, at honum fylgi hamingja; en sakir okkars 

vinskapar ]>ä vil ek viÖ honum taka/ 
»Pä gerir j?ü vel", segir Dorvaldr. 

10. Sneri hann ])& skildinam ok frä s6r hvälfinu, ok er 
Porolfr s^r )?at, gengr hann fram, ok tok Starri vit5 honum. 

20 Starri dtti jarÖhüs i GuÖdglum, J?vi at jafnan väru meÖ honum 
skogarmenn; dtti hann ok nokkut sokott. 

BoUi Bollason führt die ächtung des t>6rölfr durch. 
LXXXI^ 1. BoUi Bollason b^r til vfgsmälit Olafs; hann 
byz heiman ok ferr norör til SkagafjarÖar viÖ )?rjä tigi manna. 
Hann kemr & Miklaboe, ok er honum J^ar vel fagnat; segir 
25 hann, hversu af stoß um ferÖir hans, — 2. »setla ek at hafa 
fram yfgsmälit nü & Hegranessj^ingi & hendr Pörolfi stoeri- 
manni; vilda ek, at pA vserir mir um }?etta mal liösinnaör." 

1 . fyrir ürtSskritSuhöla^ U. ist der Cap. LXXXI. 26. d Hegraness- 

name einiger anhöhen im n. der pingi, das H-ping war einer der 

Pverd (zwischen den höfen Hof- (13) platze, an welchen die regel- 

statiir und Svatiaata^ir), massigen frühlingsthinge abgehalten 

5. prjär merkr silfrs ^ ungeflihr wurden. Es lag auf der insel 

1080 rm. Siehe c. 12, 15. Hegranes, die von den mündungs- 

18. hvdlfinu. hvälf bedeutet eig. armen des die landschaft Skaga- 

,gewölbe", hier die innere hohle fjortfr durchströmenden flusses 

Seite des Schildes (= holinu § 7). Hiradsvgtn gebildet wird. 

20. jartahüs, ein solches unter- 27. litisinnatir j „bereitwillig zu 

irdisches versteck kommt in ver- helfen", 
schiedenen sagas vor. 



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Bolli führt die ächtung des töröifr durch. 239 

3. ArDÖrr svarar: „ekki )?ykki m^r ]m^ Bolli! vsent stefna id. 
lit, er )?ti soekir norör hingat, viö slika ojafnaöannenn sem h6r LXXXI. 
er at eiga. Munu )?eir )>etta mal meir verja meÖ kappi en liXXXII. 
r^ttindum, en oerin nauösyn )?ykki m6r )?^r & vera; munu v^r 

ok freista, at f^etta mal gangi fram/ 5 

4. Arnorr dregr at s^r iQglmenni mikit, riöa )?eir Bolli til 
)?ingsin8. Deir broeÖr fjglmenna mJ9k til Hegranessl^ings; }?eir 
hafa frött um feröir Bolla, setla )?eir at verja mälit. 6, Ok er 
menn koma til J^ingsins, hefir Bolli fram sakir & hendr Dörolfi, 
ok er til varna var boSit, gengu )?eir til Porvaldr ok Starri lo 
viö sveit sfna ok hugöu at eySa mälinu fyrir Bolla meÖ styrk 
ok ofrfki. 

6, En er J?etta s6r Arnörr, gengr hann 1 milli meÖ sina 
sveit ok mselti: „}>at er monnum einsaßtt, at foera h6r eigi svä 
marga goöa menn f vandrseöi, sem ä horfiz, at menn skyli 15 ^ 
eigi nä l9gum um mä,l sin; er ok öfallit at fylgja Dörölfi um 
)?etta mal; muntu, Porvaldr! ok üli?5drji!igr veröa, ef reyna skal." 

7. Peir Porvaldr ok Starri sä nü, at mälit mundi fram 
ganga, J>vi at )?eir hoföu ekki liÖsafla viÖ J^eim Arnori, ok 
16ttu }>eir frä. 8. Bolli seköi Porölf stoerimann }?ar ä, Hegra- 20 
nes8)?ingi um vlg Olafs fraenda slns ok for viS J?at heim. 
SkilÖuz )?eir Arnörr meÖ kaerleikum. Sat Bolli i büi slnu. 

törölfr wird von Bolli getötet. 

LXXXII9 1. Porgrimr h6t maör, hann ätti skip uppi 
standanda 1 HrütafirÖi; )?angat reiÖ Starri ok Porolfr viÖ 
honum. 25 

Starri maelti viÖ styrimann: „h6r er maÖr, at ek vil, at 
j?ü takir viS ok flytir utan, ok h6r eru )?rjär merkr silfrs, er 
)?ü skalf hafa ok )?ar meÖ vindttu mina.* 

1.2. vcent stefna ütf , einen glück- nicht sein recht bekommen kann"; 
liehen ausgang hoffen zu können". der satz ist apposition zu va'>idrcetfi. 

2.3. viff — eiga; eiga ist mit viti 16. öfallit^ „unpassend*. 

zu verbinden. Eigentlich ist nur 17. ölitSd/rjügr , „nicht genügend 

sem, mittelbar aber auch slika ö- mit mannschaft versehen". 

jafnatüarmenn von vitf regiert. 20. lettu peir frd, „sie zogen sich 

10. er— botiitj „als die gerichtliche zurück". 

Verteidigung beginnen sollte*. Cap. LXXXII. 26. at ek vil^ „für 

15. 16. at — Ipgum, ,dass man hier den ich den wünsch hege". 



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240 I>6r61fr wird von Bolli getötet. 

Ld. 2. Dorgrfmr mselti: „ä pessn pjkki m^r D9kkarr vandi, 

LXXXII. hversu af hendi verör leyst; en viÖ äskoran j?lna mun ek viÖ 

LXXXin. honum taka; en \>6 )?ykki m^r J^essi maör vera ekki giptu- 

vaenligr." 

5 3. Pörolfr r^z nü 1 sveit meÖ kaupmgnnum, en Starri 

rför heim viÖ svd büit. Nii er at segja M BoUa. Hann 

hugsar nü efni )?eira Pörölfs, ok }?ykkir eigi veröa mjgk meÖ 

qUu fylgt, ef Pörolfr skal sleppa. Fr^tti hann nü, at hann er 

til skips räSinn. 4. Bolli b^z heiman; setr hann hjälm & 

10 h9fu8 sör, skjgld a hliÖ, spjöt haföi hann 1 hendi, en gyrÖr 

sverSinu Fotbit. Hann riör norör til Hrütai^arÖar ok kom i 

pB,t mnnd, er kaupmenn väru albünir. Var p& ok vindr & 

kominn. 5. Ok er Bolli reiö at bübardurannm, gekk Porölfr 

üt 1 )>vl ok haföi hüöfat f fangi sir. Bolli bregör Fötbit ok 

15 leggr 1 gegnum hann. Fellr Pörolfr & bak aptr 1 bü5ina inn, en 

Bolli hleypr ä best sinn. Kaupmenn hljöpu saman ok at honum. 

6. Bolli mselti: „hitt er yt3r rä^Sligast, at lata nü vera 
kyrt, pvi at yör mun ofst;fri verÖa at leggja mik viB velli; en 
vera mä, at ek kvista einnhvem ySvarn eSa alla tvd, dSr ek 

20 em feldr." 

7. Porgrfmr svarar: ,ek hygg, at }?etta s6 satt." 

L6tu )?eir vera kyrt, en Bolli reiß heim ok hefir sott 

mikinn frama 1 )7essi fer5. Fser hann af pesBu viröing mikla, 

ok )?ötti monnnm farit skQrnliga, hefir sekÖan manninn i QÖram 

25 QörSangi, en siöan rit3it einn saman 1 hendr övinam sfnam 

ok drepit hann )?ar. 

Bolli besucht seine freunde im norden des landes. 
LXXXm^ 1. Um sumarit & al)>ingi fnnduz J^eir Bolli ok 
GuÖmundr enn rlki ok tolnSn mart. Pä mselti GnÖmundr: 

7. 8. efni—fylgtf „seine händel rend ihres Sommeraufenthaltes be- 

mit 1>. und meint, dass die sache nutzten. 

nicht zu einem befriedigenden ab- 18. ofstyri, n., „eine zu schwierige 

schluss komme*'. (eure kräfte übersteigende) aufgäbe'* 

8.9. er — rabinnj «platz auf einem 19. at — tvdy „dass ich einen von 

schiffe bekommen hat* . euch oder gar zwei fälle**, hvista bed. 

13. at hütSardwrunum j die kauf- eig. „der zweige berauben, abästen*, 

leute hatten also, wie dies gewöhn- 24. 25. i g^rum fjörtfungi, Bolli 

lieh zu geschehen pflegte, eine war näml. aus dem westviertel. 

rasenbude aufgeführt, die sie wäh- C&p,LXXXIlI. 2S.Grutimundre7in 



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Boili reist durch die landschaft SkagaQ{|rSr. 241 

„pvi vil ek l;^8a, BoUil at ek vil viÖ slika menn vingaz, sem Ld. 
)>6r eruÖ. Ek vil bjoBa )?6r norör til min til hälfs minaöar LXXXIII. 
veizlu, ok ]>jkki m6r betr, at J?ti komir.* 

2. BoUi svarar, at visu vill hann pig^SL soemÖir at sUkum 
manni, ok h6t hann ferSinni. Pä urSu ok fleiri menn til at 5 
veita honnm pem vinganar mal. 3« Arnörr kerlingarnef banS 
Bolla ok til veizln ä Miklaboe. MaSr h6t Porsteinn, hann bjo 
at H41si, hann var sonr Hellu-Narfa; hann bauÖ Bolla til sin, 
er hann foeri noröan, ok PörÖr af Marboeli bauÖ Bolla. Föru 
menn af }?inginu, ok reiÖ Bolli heim. 10 

4. Petta sumar kom skip I D9gurÖarne8 ok settiz }?ar 
upp. Bolli tük til vistar 1 Tungu tölf kaupmenn; vdru }?eir 
)>ar um vetrinn, ok veitti Bolli J?eim allstörmannliga. 6, Sätu 
)?eir um kyrt fram yfir jol, en eptir jöl sßtlar Bolli at vitja 
heimboöanna norÖr, ok laßtr hann pä järna hesta ok byr ferÖ 15 
sina, vdru )>eir ätjän 1 reiß, väru kaupmenn allir väpnaöir. 
6. Bolli reiß 1 bläri käpu ok haföi 1 hendi spjötit konungs- 
naut et goöa. Deir rlöa nd nor?5r ok koma & Marboeli til 
I>6r8ar; var }?ar allvel viÖ )?eira tekit; satu )?rjdr naßtr 1 miklum 
fagnaöi. 7. PaÖan riöu peiv & Miklaboe til Amors, ok tök 20 
hann dgaetliga vel viÖ )?eim; var )?ar veizla en bezta. 

Pä maelti Arnörr: „vel hefir )?ü gcjrt, Bolli! er }?ü hefir mik 
heimsott; )?ykki m^r ]>t hafa lyst 1 pvl viÖ mik mikinn f6Iag- 
skap. 8, Skulu eigi eptir betri gjafir meÖ m6r, en )?ü skalt 
J^iggja mega; min vinätta skal p^r ok heimol vera, en n9kkurr 25 

rikif dieser aus vielen Islendinga der auch in der Landnämabök (III, 

s^gur bekannte mann war um das 13) und Valia-Ljöts saga vorkommt, 

jähr 1000 einer der mächtigsten ward nach seinem unfern vom Svarf- 

häuptlinge des nordviertels (f 1025). atiardalr gelegenen hofe Hella H.- 

Vgl. c. 40, 2 fussnote-, c. 41,16. N. genannt. 

3. pykki mer betr, ,ich werde 1\. [2. settiz par upp, , wurde auf 
wert darauf legen". das land gezogen" (zum tiber- 

4. at visuj „gewiss"; der satz wintern). 

enthält oratio obliqua ohne von 12. tölf kaupmenn, „12 kaufleute" 

einer conjunction eingeleitet zu sein. — d. h. 1 2 mann von der bemannung 

6. pessi — mal, „solche beweise des handelsschiflfes. 

(wörti. „reden") der freundschaft". 14. 15. vitja — nortSr, ,den ein- 

8. ai Hälsi, hof im Svarfatiardalr, ladungen nach dem nordviertel nach- 

einem tal in der landschaft Eyja- zukommen". 

fjgrtür, östlich vom Skagafjortir, \b, jdrna, .beschlagen'*, 

sonr Hellu-Narfa, dieser Narfi, 23. 24. /e2a^«Aap, „freundschaft". 

Sagabibl. IV. 16 



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242 Die Hjaltasynir schmieden plane gegen Bolli. 

I^^^ grunr er m^r ä, at }?6r se eigi allir menn vinhoUir f J^essu 

LXXXIII. heraöi; }?ykkjaz sviptir vera scemöum. 9, Kemr j?at mest til 

LXXXIV. }?eira Hjaltasona. Mun ek du räöaz til feröar meÖ Wr norör 

ä HeljardalsheiÖi, p& er )?6r fariÖ heöan." 

5 10. Bolli svarar: „]?akka vil ek yör, Arnörr böndi, alla 

soemÖ, er ]>6t geriÖ til min nü ok fyrrum; pjlski m6r ok J>at 

boeta yä,rn flokk, at p^r riSiS meS oss; en allt hügSum v^r at 

fara meÖ spekÖ um )?e88i heruÖ; 11. en ef aörir leita & oss, 

pk m& vera, at v6r leikim ]>k enn n^kkut i mot" 

jQ SlÖan rsez Arnorr til feröar meÖ )?eim, ok riöa nü veg sinn. 

Bolli entgeht glücklich einem hinterhalt. Während der reise wird er von 
Helgi k SkeiSi beleidigt. 

LXXXIT, 1. Nü er at segja frä Dorvaldi, at hann tekr 
til oröa viÖ DorÖ broBur sinn: ,,vita muntu, at Bolli ferr heöra 
at heimboöum; eru )>eir nü at Amors dtjän saman ok setla 
norÖr HeljardalsheiÖi.* 

15 „Veit ek )>at,* svarar PörÖr. 

2. Porvaldr maelti: ,,ekki er mer ]>6 um )?at, at Bolli 
hlaupi h6r svk um hörn oss, at v^r finnim hann eigi, pvi at 
ek veit eigi, hverr minni scemÖ hefir meir niör drepit en 
hann/ 

20 3. PorÖr maelti: »mJ9k ertu Ihlutnnarsamr ok meir, en ek 

vilda, ok ofarin mundi }?essi, ef ek r^Öa; )?ykki m6r övist, at 
Bolli s6 rdSlauss fyrir }?6r." 

„Eigi. mun ek letjaz lata," svarar Porvaldr, „en )?ü munt 
rÄÖa ferÖ )?inni." 

25 4. PörÖr maelti: „eigi mun ek eptir sitja, ef J?ü ferr, brö?5ir. 



4. HeJjardalsheitii, ein gebirgszug, 1 8. veit eigi, hverr, , weiss keinen, 

der den nordöstlichen teil des Skaga- der". 
fjgrtSr von dem SvarfatSardalr trennt. 20. ihlutunarsamr, „geneigt (dich) 

7. allt, „vollständig". Jq ^[q angelegenheiten anderer ein- 

8. leita d, «verunglimpfen», •tumischen«. 

9. at—möt, „dass auch wir dann . ^ 

einige Vergeltung üben«. ^1. pessi, danach fpr oder ein 

Cap. LXXXIV. 1 3. at Amöra, ein *^^^^®^ ^^^* ^«" ^^^^^^«^ bedeutung 

wort im dativ {husi, bce) ist zu ^" erganzen. 

ergänzen. 23.24. ßü—pinni, „es wird dir 

17. um hörn oss, «um die ecke Überlassen bleiben, ob du an der 

vor uns", d.h. an uns vorbei». Unternehmung teilnehmen willst". 



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BoUi entgeht dem hinterhalt. 243 

en p6r munu v^r eigna alla virÖing )?ä, er v^r hljotum i )?essi Id. 
ferö, ok svä, ef oöruvis berr til/ LXXXIV. 

6. Porvaldr safnar at s^r mgnnuin, ok veröa }?eir ätjäa 
saman ok riöa & leiÖ fyrir p& Bolla ok aetla at sitja fyrir 
)?eim. Peir Arnörr ok BoUi rlÖa nü meÖ sina menn, ok er 5 
skamt var i milli }?eira ok Hjaltasona, 6. )?ä maelti BoUi til 
Arnörs: „mun eigi J?at nii räö, at }?6r hverfiö aptr? Hafi }?6r 
p6 fylgt 088 et drengiligsta; munu J?eir Hjaltasynir ekki 88Bta 
fläräÖum viÖ mik/ 

7. Arnorr maelti: »eigi mun ek enn aptr hverfa, }?vl at 10 
svä er, sem anoarr 8egi m6r, at Porvaldr muni til }?e88 aetla, 
at hafa fund J^inn; eöa hvat se ek }?ar upp koma, blika }?ar 
eigi skildir viÖ? 8. ok munu }?ar vera Hjaltasynir; en p6 
maetti nü svä um büaz, at J?essi }?eira ferÖ yröi )?eim til engrar 
viröingar, en megi metaz fjorräÖ viS )?ik/ 15 

9. Nii 8jä J?eir Porvaldr brceör, at }?eir BoUi eru hvergi 
liÖfaeri en J?eir, ok J?ykkjaz sjä, ef l?eir s^na nokkura ohoefu 
af 86r, at }?eira ko8tr mundi mikit vesna. Syniz }?eim }>at 
räöligast at snüa aptr, allz }?eir mättu ekki slnum vilja fram 
koma. 20 

10. l>& maelti P6r8r: ,nü for, 8em mik varöi, at }?e8si 
ferS mundi verÖa hseÖiUg, ok }?oetti m6r enn betra heima 8etit. 
Hofum synt oss i ßä-ndskap viÖ menn, en komit engu ä leiö/ 

11. Peir BoUi riÖa leiÖ 8ina; fylgir Arnorr }>eim upp & 
heiÖina, ok skilÖi hann eigi fyrr viÖ }>ä, en hallaöi af norÖr. 25 
l>& hvarf hann aptr, en }>eir riöu ofan eptir SvarfaÖardal ok 
komu ä b(B ]?ann, er k SkeiÖi heitir. 12. Par bjo sä maÖr, 
er Helgi h6t, hann var aettsmär ok illa i skapi, auÖigr at fi; 

4. sitja fyriTf „sich in den hinter- an der Westseite der grossen bucht 
halt legen*. EyjafjgrtSr, die ungefähr den mittel- 

8.9. soeta fiärätium, „hinterlistige punkt der küste des nordviertels 
anschlage ins werk setzen". bildet. 

11. sem — mer, „als ob mir jemand 27. d Skeidi, hof in dem oberen 

teile des Svarfatiardalr, an der süd- 



17. litafceri, „von geringerer an- seite des das tal durchströmenden 
zahl", flusses (Svarfatiardalsä). 

18. vesna = versna. 28. cettsmdr, ^von geringer her- 

25. en — nortSr^ „als bis der weg kunft*. 

sich nordwärts senkte". illa i skapi, ,von schlechtem 

26. Svarfatiardal y dieses tal liegt Charakter"; illa adv. 

16* 



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244 BoUi wird von Helgi ä SkeiÖi beleidigt. 

Ld. bann ätti ]>& konu, er Sigrßr h6t, hon var frsendkona Dorsteins 
LXXXIV. Hellu-Narfasonar, hon var }?eira sk9rungr meiri. 

13. Peir Bolli litu heygarÖ hjä s6r; stigu }?eir J?ar af 
baki, ok kasta J?eir fyrir hesta slna ok verja til heldr litlu, 

5 en pö helt Bolli }?eim aptr at heygJ9finni, — »veit ek eigi,* 
segir hann, ,hvert skaplyndi bondi hefir.* 

14. Peir gäfu heyvgndul ok 16tu hestana gripa i. A 
boenum heima gekk lit maCr ok }?egar inn aptr ok maelti: 
„menn eru viö heygarÖ J^inn, bondi! ok reyna desjarnar." 

10 16. SigriÖr hüsfreyja svarar: ,}?eir einir munu }>ar menn 

Vera, at J?at mun räÖ, at spara eigi hey viÖ.** 

Helgi hljop upp f ööafdri ok kvaÖ aldri hana skyldu 
peBBVL r&Öa, at hann l^ti stela heyjum sinum. 16. Hann hleypr 
J^egar, sem hann s^ vitlauss, ok kemr J^ar at, sem t^eir äöu. 

15 Bolli stoÖ upp, er hann leit feröina mannsins, ok studdiz viÖ 
spjötit konungsnaut; 17. ok ]?egar Helgi kom at honum, mselti 
hann: „hverir eru J^essir J?jöfarnir, er m6r bjoöa ofriki ok stela 
mik eign minni ok rifa f sundr hey mitt fyrir faraskj6ta sfna." 
Bolli segir nafn sitt. 

20 18. Helgi svarar: „}?at er 61i81igt nafn, ok muntu vera 

or^ttvfss." 

„Vera mä, at svd 86," segir Bolli, „en hinu skaltu moeta, 
er r^ttvisi er 1.** 

Bolli keyrÖi ]>A hestana üä heyinu, ok baÖ J?ä eigi aeja 

25 lengr. 

19. Helgi mselti: „ek kalla yÖr hafa stolit mik }?essu, sem 
]?6r hafiÖ haft, ok g^rt ä hendr yÖr skoggangssgk.* 

20. „Dii munt vilja, bondi!" sagÖi Bolli, „at v6r komim 

2. peira— meiri, „die tüchtigere". 10. 11. peir—vera^ »dort sind ge- 

3. heygart^j „eine fiir heuschober wiss nur solche leute". 
bestimmte einfriedigung". 11. mun rdtS, „wird geraten sein". 

4. kasta^ seil. heyi. 12. i ötSafdriy „in wütendem zorn". 
4. 5. verja— hey gjofinnij ,ver- 14. dtiu, von oeja, „rasten". 

wenden ziemlich wenig, und doch 18. faraskjöta (= fararskjöta), 

hielt Bolli sie zurück, dass sie (den „beförderungsmittel", d. h. pferde. 
pferden) das heu nicht gäben". 20. öUt^ligt, »plump, hässlich". 

7. heyvgndulj ,heubüschel". 21. örettvisSj „ungerecht*. 

gripa i, »davon zupfen". 23. r^ttvisi, »gerechtigkeit*. 



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Helgi und BoUi citieren einander vor das gericht 245 

fyrir oss föbötum viÖ )?ik, ok hafir ]>tL eigi sakir & oss; mua Ld. 
ek gjalda tvenn verÖ fyrir hey }>itt.* LKXXIV. 

»Pat feiT heldr Qarri/ svarar hann; ,mun ek framar ä 
hyggja um )?at, er v6r skiljum." 

21. BoUi maelti: „eru nokkurir hlutir ]?eir, bondi! er }?ii 5 
vilir hafa i saett af oss?" 

,:I>at pjkki m6r vera mega," svarar Helgi, ,at ek vilja 
spjot )?at et guUrekna, er J^ii hefir f hendi.* 

22. ,Eigi veit ek," sagöi BoUi, „hvdrt ek nenni )?at til at 
Uta, hefi ek annat n9kkut heldr fyrir J?vf sßtlat; m&ttu )?at ok 10 
varla tala, at beiöaz väpns ör hendi m^r. Tak heldr annat 
fö, svä mikit, at ]>tL }?ykkiz vel haldinn af.* 

23. „Fjarri ferr }?at,* svarar Helgi; „er ]?at ok bezt, at 
)?6r svariS sliku fyrir, sem p^r hafiÖ til ggrt." 

SiBan höf Helgi upp stefnu ok stefhdi Bolla um JgofnaÖ 15 
ok 16t varöa sköggang. 24. BoUi stoß ok heyröi til ok brosti 
viÖ litinn }?ann. 

En er Helgi haföi lokit stefnunni, maelti hann: „nser förtu 
heiman?" 

25. BoUi sagSi honum. 20 

l>& maelti bondi: „p& tel ek J?ik hafa & o8rum aUz meir 
en hälfan manuS/ 

Helgi hefr pk upp aöra stefnu ok stefnir Bolla um verB- 
gang, 26. ok er ]>\l var lokit, pk maelti BoUi: „pt hefir 
mikit viÖ, Helgi! ok mun betr fallit at leika n9kkut f moti 25 
viÖ {^ik." 

Da hefr BoUi upp stefnu ok stefndi Helga um illmaeU viÖ 
sik ok annarri stefnu um brekräS til Qär sfns. 27. Peir 

I. ok — oBS, „dass du nicht gegen 23.24. vertigang^ „landstreicherei 
uns klagbar werdest". und bettelei". Diese anklage des 

3. 4. mi«n-sfti2Ji4m, „ich* werde auf et- Helgi bezieht sich auf die bestim- 
was ernsteres in dieser Sache bedacht mungen des gesetzbuches des Bei- 
sein, wenn wir uns (nun) trennen". staatesöVa^a5(Havni8el829,I,s 163, 

II. tdUij at beitSaZf „so sprechen, c. 59 ; Eonungsbök, Ebh. 1 852, c. 82) : 
als ob du verlangst". Ef madr ferr vaflanar forum half an 

14t, svaritf— gort, „fiir das, was ihr mänatü etSa lengr usw. 

getan habt, verantwortlich werdet*. 25. leika . . . i möti, vgl. c. 83, 10. 

17. litinn pann, „ein wenig". 27. illmceli, kränkende worte*. 

21. d gtirum aliz, „auf kosten 28. 6reÄra2r, „schamlose ansprUche" 

anderer gelebt". Siehe oben §21. 



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246 Bolli besucht den torsteinn a Hälsi. 

Ld. maeltu, f^runautar hans, at drepa skyldi skelmi psmu. Bolli 
LXXXIV. kvaÖ }?at eigi skyldu. Bolli 16t varöa sköggang. 
LXXXV. 28. Hann mselti eptir stefnuna: „l?6r skuluÖ foera heim 

hiisfreyju Helga knif ok belti, er ek sendi henni, }>vi at m6r 
5 er sagt, at hon hafi gott eina lagt til värra haga. 

29. Bolli riör nii i brott, en Helgi er J?ar eptir. Peir 
Bolli koma til Porsteins ä Hdls ok {& )?ar gööar vi8t9kur; er 
}>ar büin veizla friö. 



Wegen seiner unversöhnlichkeit gegen Helgi ä Skei5i wird Bolli mit 
borsteinn ä Hälsi verfeindet. 

LXXXT, 1. Nu er at segja M Helga, at hann kemr 
10 heim & SkeiÖ ok segir hiisfreyju sinni, hvat }?eir Bolli hoföu 
vis &z. 

„Dykkjumz ek eigi vita,** segir hann, „hvat m6r verör til 
rdös at eiga viÖ sUkan mann, sem Bolli er, en ek em mäla- 
maSr engl, d ek ok ekki marga ]>&, er m^r muni at mälum 
15 veita." 

3. SigriÖr hüsfreyja svarar: „)?ü ert oröinn mannfoli 
mikill, hefir dtt vi8 ena gofgustu menn ok ggrt J?ik at undri; 
mun }>6r ok fara, sem makligt er, at pt munt h6r fyrir upp 
gefa allt {6 ]?itt ok själfan J?ik.** 
20 3. Helgi heyröi & orÖ hennar, ok pottu ill vera, en grun- 

aöi J?ü, at satt mundi vera, }?vf at honum var svd farit, at 
hann var vesalmenni ok ]>6 skapillr ok heimskr; sä hann sik 
engl foeri hafa til leiöröttu, en mselt sik l ofoeru; barz hann 
heldr illa af fyrir J?etta allt jafnsaman. 4. SigriÖr 16t taka 
25 s6r best ok reiS at finna Porstein fr^nda sinn Narfason, ok 
yäm }>eir Bolli p& komnir. Hon heimti Porstein & mal ok 
sagöi honum, i hvert efni komit var. 

6. „Pö hefir slikt illa til tekiz,* svarar Porsteinn. 

Hon sagöi ok, hversu vel Bolli haföi boBit, eöa hversu 

5. gott — hagüj ,in unserer an- 16. mannfoli^ „tor". 

gelegenheit nur gute ratschlage ge- 17. at undrif «zum narren", 

geben*. 22. vesalmenni^ ,memme". 

23. leitSrätUj „abhilfe". 

Cap. LXXXV. 13. 14. mälamatir, 23. 24. harz—afy „ihm wurde sehr 
„processkundiger mann*". übel zu mute*'. 



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Bolli und i>orsteiiin entzweien sich wegen des Helgi. 247 

heimskliga Helga för; baÖ hon Porstein eiga i allan hlut, at Ld. 
)?etta mal greiddiz. 6. Eptir J?at för hon heim, en Porsteinn LXXXV. 
kom at mdli viÖ Bolla. 

„Hvat er um, vinr!" segir hann, „hvärt hefir Helgi af 
SkeiÖi s;;^nt fölsku mikla viÖ pik? Vil ek biöja, at )?6r leggiö 5 
niör fyrir min orÖ ok virÖiÖ }?at engis, pwi at 6maßt eru )?ar 
afglapa orÖ.** 

7. Bolli svarar: „J?at er vist, at ]?etta er engis vert, mun 
ek m6r ok ekki um }?etta gefa/ 

,I)ä vil ek**, sagöi Porsteinn, „at p^r gefiÖ honum upp to 
)?etta fyrir mina skyld ok hafiÖ )?ar fyrir mina vinättu." 

8. „Ekki mun }>etta til neins v48a horfa," sagSi Bolli; 
„16t ek m^r fätt um finnaz, ok bför }>at vä^rdaga." 

9. Porsteinn mselti: „}?at mun ek syna, at m6r )?ykkir 
mäli skipta, at )^etta gangi eptir minum vilja; ek vil gefa per 15 
hest ]?ann, er beztr er her i sveitum, ok eru tolf saman 
hrossin." 

10. Bolli svarar: „slikt er allvel boöit, en eigi )?arfku at 
leggja h6r svä mikla stund ä; ek gaf m^r litit um slikt, mun 
ok litit af veröa, p& er i dom kemr." 

11. „Dat er sannara," sagÖi Porsteinn, „at hafa eigi her 
}?essa gjof vis, p\i at ek munda hafa gefit J?6r hrossin, p6 at 
eigi heföi )?etta i oröit; vil ek nii selja pir själfdoemi fyrir mälit." 

12. Bolli svarar: „]?at aetla ek sannast, at ekki )>urfi um 
at leitaz, pvi at ek vil ekki saettaz ä ]?etta mal/ 25 

13. „P4 kystu }>at, er oUum oss gegnir verst," sagÖi Por- 
steinn; „}?ött Helgi s6 lltils verör, pk er hann }?6 i venzlum 
bundinn viÖ oss; pk munu v6r hann eigi upp gefa undir väpn 
yöur, siöan piä vill engis min orÖ viröa. 14. En at J?eim at- 

1. Helga för (unpers.)-» «B. sich soll erst am frühlingsthing (das im 
aufgeführt hatte". monat mai abgehalten wurde) ent- 

4. Evat er wm, „wie verhält es schieden werden. 

sich*. 16.17. ok — hrossin j .das ganze 

5. 6. leggiti mdV, „die sache fallen gestüt besteht aus 12 pferden*' (^u 
lasst''. dem hengste gehören noch 11 

6. 7. ömcet—ortüf alliterierendes stuten). 

Sprichwort, „die werte eines toren 24. 25. ekki— -leitaz ^ „es nütze 

sind bedeutungslos". nicht sich darum zu bemühen". 

13. bitir pat värdaga, „die sache 29. s.248, l. at peim—aty .was 

kann bis zum frühling warten**, d. h. die ausdrücke betriflft, welche*. 



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248 BoUi besucht den 6u5mandr riki. 

Ld. kvaeÖom, at Helgi hafÖi f stefnu vi8 )?ik, liz m^r )?at engi 
LXXXV. soemöar auki, p6 at )?at s6 & l?ing borit.* 
LXXXTI. gj^iig^ ^gjj Dorsteinn ok BoUi heldr fäliga; rlör hann f 

brott ok hang fölagar, ok er ekki getit, at bann s^ meS 
5 gJ9ftmi { brott leystr. 



Nachdem BoUi den Ga^mundr riki besucht hat, kehrt er trotz 
wiederholter Warnungen auf demselben wege zurück. 

LXXXVI, 1. BoUi ok bans forunautar kömu & MoÖru- 
ygllu til GuSmnndar ens rfka; bann gengr i möti }?eim meS 
allri bliöu ok var enn glaöasti. Par s4tu )?eir b&lfan mänuÖ 
i goöum fagnaÖi. 
10 2. Pä msßlti GuSmundr til Bolla: ,,byat er til baft um 

}?at, befir sondrj^ykki oröit meÖ y8r Porsteini ?" 

Bolli kva8 litit til baft um )?at ok tok annat mal. 

3. GuÖmundr mselti: »bverja leiÖ setlar pt aptr at riöa?" 
„Ena somu,* svarar Bolli, 

15 GuÖmundr mselti: ^letja vil ek yör J^ess, }?v{ at m6r er 

svä sagt, at I?it Porsteinn bafiÖ skilit fdliga; ver beldr b6r 
meÖ m6r ok ri? su8r f vär, ok Utum p& J?essi mdl ganga til 
vegar." 

4. Bolli 16z eigi mundu bregöa feröinni fyrir bot }>eira, — 
20 „en l?at bugöa ek, pk er Helgi f6lit 16t sem beimskligast ok 

mselti bvert öoröan at 98ru viÖ oss ok vildi bafa spjötit 
konungsnaut 6r bendi m6r fyrir einn beyv^ndul, at ek'skylda 
freista, at bann fengi ^mbun oröa sinna; 5. befi ek ok annat 
setlat fyrir spjötinu, at ek munda beldr gefa p6r ok }?ar meß 

2. scemtiar aukij „vergrösserung dal, wo später ein kloster gestiftet 

(deines) ruhmes*. wurde. 

86 — borit, „öffentlich auf dem 10. 11. hvat^pat, „wie verhält 

thing verhandelt wird". sich mit dem gerticht". 

4.5. er— leystr, d.h. und er be- 16. fdliga, , unfreundlich", 

kam beim abschiede nicht die ge- 17. sut^r, obschon der hof des 

wohnlichen freundschaftsgaben. Bolli im westviertel lag, wird er 

hier, vom nordlande aus betrachtet, 

Cap. LXXXVI. 6. 7, d Mptfruvpllu, als „südlich" bezeichnet. Vgl. c. 80, 1 . 

gehöft im Süden des EyjafjqrtSr — 17. 18. ganga til vegar, „zur ver- 

nicht zu verwechseln mit dem in handlung (abmachuog) kommen", 

derselben landschaft, aber im w. 21. öortüan, „schimpf", 

der bucht gelegenen M. i Hprgdr- 24. at^ ^nämlich dass". 



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Bolli kehrt durch den SvarfaÖardalr zurtick. 249 

gullhringinn }?ann, er stolkonungrinn gaf m^r; bygg ek nöi, at Ld. 
gripirnir 86 betr niÖr komnir, en ]>& at Helgi hefÖi pL" LXXXYL 

6. GuÖmundr }>akka5i honum gjafir j^essar ok mselti: „h^r 
munu smseri gjafir f moti koma, en veröugt er." 

GuÖmundr gaf Bolla skJ9ld gulUagÖan ok gullhring ok 5 
skikkju, var i henni et dyrsta klseöi ok büin oll, }>ar er^boeta 
poitl AUir yärn gripirnir mj^k ägsetir. 

7. l>ä mselti GuÖmundr: ,,illa }?ykki m^r pt gera, Bolli! 
er }?ii vill rföa um SvarfaÖardal/ 

Bolli segir )?at ekki skaöa munu. RiÖu )?eir 1 brott, ok 10 
skilja J?eir GuÖmundr viÖ enum mestum kaerleikum. 

8. Peir Bolli rlöa nü veg sinn üt um Galmarstrond. Um 
kveldit kömu |?eir ä }?ann boe, er at Krossum heitir. Par bjö 
sk maör, er Ottarr b^t. Hann stöö liti. Hann var sk9ll6ttr 
ok i skinnstakki. 9. Ottarr kvaddi p& vel ok bauÖ l?eim }?ar 15 
at vera. Dat }?iggja }>eir. Var }?ar g6Ör beini ok böndi enn 
kätasti; väru )?eir )?ar um nottina. 

10. Um morgininn, er }?eir Bolli v&ru feröar bünir, ]>ä 
mselti Ottarr: „vel hefir pA g9rt, Bolli! er pA hefir sott heim 
boe minn; vil ek ok syna J?6r litit tillaeti, gefa per gullhring 20 
ok kunna pqkk, at J^ii }?iggir; h^r er ok fingrguU, er fylgja 
skal." 

11. Bolli ]?iggr gjafirnar ok ]?akkar bönda. Ottarr var k 
hesti sin um J?vf nsest ok reiÖ fyrir )>eim leiöina, p\l at fallit 
hafÖi snjör litill um nöttina. Peir rlÖa nü veg sinn üt til 25 
Svarfabardals, ok er }>eir hafa eigi lengi riöit, sneriz hann viÖ 
Ottarr ok mselti til Bolla: 12. „psit mun ek syna, at ek vilda, 
at pü vserir vin minn; er h6r annarr guUhringr, er ek vil }?6r 
gefa; vsera ek yör vel viljaSr f }?vi, er ek msetta», munu j^^r 
ok )?ess )?urfa." 30 

1. stolkonungrinn j „der thron- ist gewählt, weil die reisenden vom 
könig", d. h. der griechische kaiser. binnenlande her nach der kiiste hin 

2. pd at, „wenn''. ihren weg nehmen. 

6.7. büin — pötti, „an allen stellen 15. skinnstakki, ,lederjacke", ein 

verziert (mit besatz versehen?), wo er kleidun gsstück das zur groben 

dadurch verschönert werden konnte", arbeitstracht gehört. 

12. Galmarstrond, bezirk an der 20. tillceti, ^anerkennung". 

Westküste des Eyjafjgrtir\ üt um 29. vcera—vilja^r, ,ich möchte 

G.j „nach G. hinaus", der ausdruck mein wohlwollen gegen euch zeigen*! 



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250 Bolli wird von I>orsteinn a Hälsi angegrififen. 

Ld. Bolli kvaÖ bonda fara störmannliga til sin, — „en ]?ö vil 

LXXXVI. ek Wffgja hrinffinn." „Da gerir H vel/ se^ir böndi. 
Lxxxvn. 

Bolli wird von torsteinn ä Halsi angegriffen; der kämpf wird infolge 
des einschreitens des häuptlings Ljötr abgebrochen. 

LXXXVII, 1. Nu er at segja M Dorsteini af Hälsi. 

Pegar honum )?ykkir vdn, at Bolli muni noröan riöa, ]>& safnar 

5 hann m^niiuin ok setlar at sitja fyrir BoUa ok vill nü, at veröi 

umskipti um mal t^eira Helga. Peir Porsteinn hafa prjk tigi 

manna ok ri5a fram til SvarfaÖardalsär ok setjaz }?ar. 

2. Ljötr h^t maör, er bj6 k VoUum l SvarfaÖardal, hann 

var h9f8ingi mikill ok vinssell ok mälamaÖr mikill. 3. Dat 

10 var büningr hans hversdagliga, at hann hafÖi svartan kyrtil 

ok reföi i hendi, en ef hann bjoz til viga, )?ä haföi hann blän 

kyrtil ok 0xi snaghyrnda, var hann ]?ä heldr 6frynligr. 

4. Peir Bolli riÖa üt eptir SvarfaÖardal; fylgir Ottarr }?eim 
lit um boeinn at H41si ok at änni lit. Par sat fyrir ]?eim Por- 
15 ateinn viÖ slna menn, ok ]?egar er Ottarr s^r fyrirsätina, bregSr 
hann viÖ ok keyrir best sinn J^vers i brott. 5. Peir Bolli riÖa 
at djarfliga, ok er )?eir Porsteinn sjä }?at ok hans menn, 
spretta }>eir upp; ]?eir väru sinnm megin är hvärir, en äin var 
leyst meÖ l9ndum, en iss flaut ä miöri; hleypa }?eir Porsteinn 
20 üt & Isinn. 6. Helgi af SkeiÖi var ok )?ar ok eggjar J?d fast 
ok kvaÖ nii vel, at }>eir Bolli reyndi, hvärt honum vaeri kapp 

Cap. LXXXVII. 6. M?W8Ä:ijp^i, „ent- bldrij bldr bedeutet ungetähr 

Scheidung". , blankschwarz* und bezeichnet den 

8. Ljötr d Vpllum oder Valla-L., Stoff als einen künstlich gelärbten 

wie er nach seinem hofe Vellir ge- (litkloBtSi)^ svartr dagegen bezeichnet 

nannt wurde, ist die hauptperson die natürliche färbe der schwarzen 

in der nach ihm benannten saga, wolle. Siehe Grundriss IIb, 236— 37 

die seine händel mit GuÖmundr und Arkiv f. n. filol. IX, 188 — 89. 

riki behandelt. 12. exi snaghyrnda, eine axt, die 

11. reßij wahrsch. ein bei! mit in zwei scharfe spitzen ausläuft, 

langem stiel, sodass die waffe zu- 14. a^awwi, „nach dem (den Ävar/- 

gleich als stab dienen konnte. — atfardalr durchströmenden) flusse". 

Eine ganz ähnliche beschreibung 19. leyst med londum, „an den 

des Ljötr findet sich in Valla-Ljöts ufern ohne eis", 

saga c. 2 , statt reßi steht jedoch hleypa^ „reiten". Die andere haupt- 

dort hryntroll rekit. handschrift hat hlaujoa. 



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Der bauer Öttarr ruft den häuptling Ljötr herbei. 251 

sitt ok metuaSr einhlltt, eSa hvdrt nQkkurir menn norSr pBX Ld. 
mundu }?ora at halda til mots vi 8 hann. LXXXTU. 

7. «Parf nü ok eigi at spara at drepa p& alla; mun ]7at 
ok leiöa oBrum,* sagÖi Helgi, „at veita oss ägang." 

BoUi heyrir orÖ Helga ok s^r, hvar hann er kominn lit 5 
d isinn. 8. Bolli sk^tr at honum spjoti ok kemr ä hann 
miöjan; fellr hann ä bak aptr i 4na, en spjotit üfgr i bakkann 
9Örum megum, svä at fast var, ok hekk Helgi l?ar ä niör f 
äna. Eptir ]?at tökz pBr bardagi enn skarpasti. 9. Bolli 
gengr at svä fast, at )?eir hrgkkva undan, er nser väru. P& lo 
sötti fram Dorsteinn 1 möti Bolla, ok ]?egar )?eir funduz, haggr 
Bolli til Dorsteins ä oxlina, ok varS f^at mikit sär; annat »kr 
fekk Dorsteinn ä fceti. Soknin var en haröasta. Bolli varÖ 
ok särr n9kkut ok ]>6 ekki mjgk. 

10. Nu er at segja frd Ottari; hann riör upp & V^Uu til 15 
Ljüts, ok f>egar }?eir finnaz, mselti Ottarr: ,eigi er nü setuefni, 
Ljotr!" sagöi hann, „ok fylg pA nü viröing ]?inni, er p6r liggr 
laus fyrir.'* 

11. „Hvat er nü heizt i }?vf, Öttarr?«* 

„Ek hygg, at ]?eir beriz h^r niÖri viÖ äna Porsteinn af 20 
Hälsi ok Bolli, ok er pat en mesta hamingja at skirra vand- 
raeöum }?eira/ 

12. Ljötr mselti: „opt synir )?ü af p^r mikinn drengskap/ 
Ljötr brä viÖ skjött ok viÖ nc^kkura menn ok )?eir Ottarr 

bäöir, ok er )?eir koma til ärinnar, berjaz }>eir Bolli sem ööast. 25 
13. Vdru ]>& fallnir prir menn af Porsteini. Peir Ljötr ganga 
fram 1 meöal }>eira snarliga, svä at J?eir mättu nser ekki at 
hafaz. 

14. Pd maelti Ljötr: ^p^r skuluÖ skilja }>egar 1 staS," 
segir hann, „ok er p6 nü oerit at oröit. Vil ek einn gera 30 

1. einhlitt, das genus des adj. 19. Evat — pvi, «wie verhält es 

richtet sich hier nach dem ersten sich damit^. 



27. snarliga, „schnell''. 



der beiden durch ok verbundenen 
Substantive {kajpp). 

16. «e*w€/»i, „gelegenheitruhigzu 27. 28. ncer— hafaz, „beinahe 
sitzen". nichts vornehmen". 

17.18. fy/^—fynr,. gewinne nun 30 — 8.252,1. gera miüi ytfvar, 
den rühm, der leicht von dir zu er- ^^^n zwist unter euch abmachen", 
werben ist*. 



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252 Ljötr schlichtet den streit. 

Id. milli yövar um }?es8i m41; en ef p\i nfta aÖrirhvärir, p& skulu 
LXXXTII. v^r veita )?eim atgongu." 

at berjaz, ok l?vi jättu hvärirtveggju, at Ljotr skyldi gera um 
5 }?etta }?eira i milli. SkilÖuz J^eir viÖ svä biiit. 16. For Dor- 
steinn heim, en Ljötr byör ]?eim BoUa heim meÖ s^r, ok }?at 
)?iggr hann; föru )?eir BoUi ä Vgllu til Ljöts. Par heitir i 
Hestanesi, sem peir hoföu bariz. 17. Ottarr bondi skilÖiz 
eigi fyrri viÖ p& BoUa, en }>eir komu heim meÖ Ljoti. Gaf 
10 Bolli honum stormannligar gjafar at skilnaSi ok J^akkaSi 
honum vel sitt liÖsinni; h6t Bolli Öttari sinni vinättu. For 
hann heim til Krossa ok sat i büi sinn. 

Ljötr schlichtet als Schiedsrichter den streit zwischen Bolli und l^orsteinn. 

LXXXVIir, 1. Eptir bardagann i Hestanesi for Bolli 
heim meS Ljoti ä V()lla viÖ alla sina menn, en Ljotr bindr 

15 sär ]?eira, ok greru )?au skjott, ]>\i at gaumr var at gefinn; 
en er }?eir väru heilir sära sinna, ]>& stefndi Ljötr l?ing fjgl- 
ment. 2. BiÖu )?eir Bolli ä H^^gi*; P^^ ^^m ok Dorsteinn af 
Hälsi vis sina menn. 

Ök er }>ingit var sett, mselti Lj6tr: „nii skal ekki fresta 

20 upps(^gn um gerÖ }?ä, er ek hefi samit milli }?eira Porsteins af 
HMsi ok BoUa. 3. Hefi ek )?at upphaf at geröinni, at Helgi 
skal hafa fallit öheilagr fyrir illyrÖi sin ok tiltekju viÖ BoUa; 
särum )?eira Porsteins ok BoUa jafna ek saman, en J^eir J^rir 
menn, er fellu af Porsteini, skal BoUi boeta; en fyrir iQgrräÖ 

25 vis BoUa ok fyrirsät skal Porsteinn greiöa honum fimtän 
hundruÖ J^riggja alna aura. Skulu }?eir at )?es8u alsdttir." 



3. ^eÄÄ—/a»t, „so eifrig drängte*. 25.26. fimtän — aiMrüj dieser be- 

7. 8. i Hestanesi j den ort, nun trag entspricht 15 merkr silfrs oder 

Hestnesstangi benannt, zeigt man hundratf {awra) silfrs j eine summe, 

im unteren teile des Svarfatiardalr, die das gewöhnliche manngeld aus- 

an der ostseite des flusses. machte, und in der sagazeit ca. 

5400 rm., in der Sturlungenzeit (13. 

Cap. LXXXVIII. 20. uppspgn, jahrh.) ca. 5100 rm. gleichgesetzt 

„Verkündigung" (des urteils). werden kann — siehe V. GuÖmunds- 

23. 24. peir prir menn, so die son „Manngjöld— hundraÖ" (Germ, 

beiden haupttexte, obgleich die abhandl., Güttingen 1893). Diese 

syntaktische Verbindung eig. den stelle ist übrigens dadurch besonders 

accusativ {pd prjd m.) forderte. interessant, dass hier eine berech- 



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Die rühmliche heimkehr des Bolli. 



253 



4. Eptir }?etta var slitit l^inginu. Segir Bolli Ljöti, at Ld. 
bann mun rföa heimleiöis, ok J?akkar honnm vel alla smaLXXXTIII. 
liBveizlu, ok skiptuz )?eir fogram gjyfum viÖ ok skilöu viÖ 
gööum vinskap. 6. Bolli tök upp bii SigrfÖar ä SkeiÖi, }?vl 
at hon vildi fara vestr meö honum. BiÖa }?au veg sinn, }?ar 5 
til er )?au koma ä Miklaboe til Amors. Tok hann haröla vel 
viÖ )?eim; dv^lÖuz )?ar um hrfÖ, ok sagöi Bolli Arnöri allt um 
skipti )?eira Svarfdoela, hversu farit haföi. 

6. Arnörr mselti: „mikla heill hefir l?ü til borit um ferÖ 
}?essa viÖ slfkan mann, sem pä ättir, }>ar er Porsteinn var; er 10 
}?at sannast um at tala, at fair eöa ongvir hQfÖingjar munu 
sott hafa meira frama ör görum beruöum norör hingat en J?ü, 
)?eir sem jafnmarga ofundarmenn ättu h^r fyrir." 

7. Bolli ri8r mi f brott af Miklaboe viÖ slna menn ok 
heim suör; tala )?eir Arnorr til vinä,ttu meß s^r af nyju at 15 
skilnaÖi. 8. En er Bolli kom heim i Tungu, varö Pordis hiis- 
freyja hans honum fegin; haföi hon fr^tt äÖr ngkkut af rostum 
l?eira NorÖlendinga, ok poiii mikit 1 haettu, at honum toekiz 
vel til; sitr ßoUi nü f büi sfnu meÖ mikilli virÖingu. 9. Pessi 
ferÖ BoUa var ggr at nyjum sogum um allar sveitir, ok t9luÖu 20 
allir einn veg um, at slik J>ötti varla farin hafa verit näliga; 
öx viröing hans af sllku ok mgrgu gÖru. Bolli fekk SigriÖi 
gjaforö ggfugt ok lauk vel viÖ hana, ok hofum v6r eigi heyrt 
}?essa sggu lengri. 



nung (hundrutf priggja alna awra) 
vorkommt, die nach V. GuÖmunds- 
son sich in den älteren Islendinga 
spgur nicht nachweisen lässt, in der 
Sturlanga saga dagegen, die weit 
jüngere begebenheiten darstellt, 
alleinherrschend ist, so dass auch 
hierdurch der „BoUa ]7ättr" zeugnis 
davon ablegt, dass die erzählung 
später und ohne Verbindung mit der 
älteren sagalitteratur entstanden ist. 
4. tök — Skeit!if „nahm mit sich 
hausrat und vieh der Sigrit5r a 
SkeiÖi". 



10. vit5— ättir, vgl. c.81,3. 

15. «w5r, vgl. c. 86, 3. 

17. röstumf ,gewalttätigkeiten". 

18. 19. pötti — til, »meinte dass ihr 
sehr vieles daran gelegen sei, wenn 
es ihm gut gienge*. 

20. var—sogunif ,gab zu neuen 
erzählungen stoff". 

21. slikj seil. fpr. 

23.24. ok— lengri, dies ist eine 
Schlussphrase, die hier nicht buch- 
stäblich genommen werden darf, da 
die erzählung (c. 79—88) schwerlich 
auf echter tradition beruht. 



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Register. 



1. Personennamen^ samt namen der tiere nnd gegenstände. 

Aöalsteinn, könig in England c. 9, 1. 
Aldis Ljötsdöttir c. 50, 3. 

Alfdis (Konälsdöttir), die frau des Öläfr feilan, c. 7, 7. 25. 
Alfr i Dolum, Dala-Ä. (Eysteinsson) , c. 6, 6. 11; 57, 1; 62, 2; 63, 27. 
29; 64, 10. 

1. An enn hviti c. 2-1, 5; 46, 13. 15—17. 

2. An enn svarti, hrismagi c. 24, 5; 47,23; 48, 1—3.5; 49, 1. 13—15. 

31—33; 54, 12; 55, 7. 13. 17. 

1. Ari Mässon c. 6, 12; 78, 8. 

2. Ari torgilsson enn fröÖi c. 4, 3; 78, 3. 9. 

3. Ari torgilsson enn sterki c. 78, 9. 

1. ArmöÖr c. 19, 34. 

2. ArmöÖr 6r tykkvaskögi (torgrimsson) c. 33, 3. 32; 59, 1; 63, 25, 

64, 11. 
ArmöÖssynir, s. ArmöÖr ör )?. 
Arnbjorn Sieitu-Bjarnarson c. 20, 1. 

1. Arnörr Bjarnarson kerlingarnef c. 79, 1. 6. 12. 13; 81, 3. 4. 6—8; 

83, 3. 7. 10. 11; 84, 1. 5—7. 11; 88, 5—7. 

2. Arnörr jarlaskald c. 78, 19. 

1. AsbJ9rn HarÖarson auÖgi c. 6, 2. 

2. A8bJ9rn Ketilsson hins fiskna c. 1, 2. 

Asgautr, sklave, c. 11, 5; 15, 2. 4. 5. 8. 10. 11. 13. 15. 23. 2ö. 26; 16, 1. 
2. 4. 5. 

1. Asgeirr AuÖunarson sk^kuls, oeÖikollr c. 40, 1—6. 9. 21; 41, 1; 

43, 21; 44, 4. 13; 45, 12. 16. 18. 20. 24; 46, 38; 50, 2. 9; 52, 13. 

2. Asgeirr AuÖunarson Asgeirssonar oeöikolls c. 40, 2. 

3. Asgeirr Erpsson c. 6, 6. 

4. Asgeirr Kjartansson c. 47, 11; 50, 13; 51, 2. 

5. Asgeirr Enattarson c. 31, 4. 
Asgeirssynir, s. Asgeirr oeÖikollr. 
Asmundr I>orgrimsson c. 40, 1. 



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Personell, tiere, gegenstände. 255 

AstriÖr, die frau des BärÖr Hoskuldsson c. 25, 2. 

Atli Ülfsson c. 6, 12. 

AuÖgisl börarinsson c. 67, 1. 2. 4. 12. 13. 

1. AuÖr, die frau des börör Ingunnarson c. 32, 13; 35, 5. 10—12. 16—19. 

22. 24—26. 28. 30; 48, 4. 6; 53, 2. 

2. Au?5r = Unnr, c. 6, 3. 

1. AuÖun Asgeirsson oeÖikolls c. 40, 2. 

2. Au?5un Asgeirsson AuÖunarsonar Asgeirssonar oeöikolls 

c. 40, 2. 

3. Aut5un festargarmr c. 51, 5. 7. 

4. Aut5un sk9kuU (Bjarnarson) c. 40, 1. 

BartJi GuÖmundarson c. 31, 3; 53, 11. 12; 54, 1. 2. 4—6. 12. 
BdrÖr Hoskuldsson c. 9, 16. 19. 20; 20, 4. 20; 22, 15; 25, 2. 3; 26, 

1. 3. 8. 13. 
Beinir enn sterki c. 24, 5; 75, 7. 12. 13. 27. 
Berg]?öra Öläfsdöttir pä c. 28, 2; 31, 7. 
Bersi, Hölmgongu-B. (V^leifsson) c. 9, 21; 28, 3—6. 
Bjarni Skeggjason c. 40, 25. 
Bjorg Eyvindardöttir c. 6, 12. 

1. BJ9rn, s. RauÖabJ9m. 

2. BJ9rn i BjarnarfirÖi, landnämsmaör, c. 9, 2—6. 10. 12. 

3. BJ9rn buna (Grimsson) c 1, 1; 32, 1. 

4. BJ9rn Ketilsson enn austroeni, landnämsmaör, c. 1, 2; 2, 6. 8; 

3, 4—6; 5, 3; 7, 8. 13. 15; 32, 1. 

5. BJ9rn, Sleitu-B. (Hröarsson) c. 20, 2. 

6. BJ9rn PorÖarson c. 79, 1. 
Blund-Ketiil (Geirsson) c. 7, 25. 
Boliasynir s. Bolii borleiksson. 

1. Bolli Boilason c. 56, 9. 11; 59, 4. 5; 60, 7; 62, 2; 63, 15; 64, 16. 

19; 65, 21; 68, 13. 15. 21; 69, 12. 13; 70, 3—5. 11. 16—22. 25. 27. 
29; 71, 3. 7. 9. 13. 21. 25; 72, 1. 3—6; 73, 1. 3—5. 8—19; 76, 19; 
77, 1. 2. 4. 6—9; 78, 1. 2. 4. 5. 7. 11. 12. 14—16; 79, 1. 3; 80, 1. 2, 
4; 81, 1. 3-5. 8; 82, 3—7; 83, 1—7, 10; 84, 1—3. 5. 6. 9. 11. 13. 
16 — 18. 20—27. 29; 85, 1. 4—8. lo. 12. 14; 86, 1—4. 6—8. 10—12; 
87, 1. 5—9. 11. 12. 16. 17; 88, 1—5. 7—9. 

2. Bolli borleiksson c.25, 11; 27, 12; 28, 1. 10; 30, 22; 33, 84. 35. 

40; 38, 22. 23; 39, 2. 3. 7; 40, 8. 13. 19. 21. 30. 31. 47. 48. 60—52. 
67. 72. 75—77. 79; 41, 17; 42, 1—4. 7—9; 43, 1. 3. 4.6—12. 14. 15; 
44, 17. 20; 45, 1—3. 14; 46, 2. 27. 29. 32; 47, 5. 10. 13. 15—19. 22. 
34; 48, 12. 14—16; 49,7. 8. 13. 17-22. 24. 26. 28. 29. 34. 35; 50,7. 
9. 10. 12; 51, 3. 4. 8—10; 52, 1. 11. 12; 53, 5. 9. 10; 54, 1. 3. 5.6. 
9. 11; 55, 2. 3. 5. 6. 8—12. 14—19. 21—26. 28; 56, 1—5. 9; 58, 11. 
13. 14; 59, 4. 6. 10. 12. 17; 60, 9. 14; 61, 2. 4. 9. 11. 12. 16; 62, 2; 
63, 15. 17; 64, 17; 65, 3. 10; 68, 6; 69, 12; 70, 3. 11—18. 15. 26; 
71, 8. 10. 14. 17. 22. 23; 73, 18; 75, 5; 77, 1; 78, 13; 79, 1. 3; 
81, L 



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256 Register. 

1. Brandr c. 78, 6. 

2. Brandr c. 78, 7. 

3. Brandr Vermundarsoii enn orvi c. 40, 25. 27. 

4. Brandr I)6rarinsson c. 78, 7. 
BreiÖar-Skeggi s. Skeggi. 
Br6ka-Aut^r s. Aatir. 

B9rkr torsteinsson enn digri c. 7, 25; 18, 1. 

Dala-Alfr s. Alfr i D9lum. 

Dala-Kollr s. KoUr. 

Dalla torvaldsdöttir, die frau des bischofs Isleifr, c. 40, 3. 

1. Egill AuÖunarson c. 40, 2. 

2. Egill Skallagrimsson, isl. bäaptling und dichter, c. 7, 25; 22, 25. 

28; 23, 1—5. 8. 10. 11. 14. 16. 20. 22. 24. 25; 28, 8; 40, 7. 9; 50, 1 ; 

51, 1; 52, 3; 53, 1. 6. 
Eit5r ör Asi (Skeggjason) c. 57, 6—10. 12. 14. 15; 58, 8. 18. 
Einarr Rognvaldsson jarl, Torf-E. c. 4, 9. 
Eldgrimr c. 37, 2-7. 12—14. 16. 18-21. 23. 24. 
Erlendr Jönsson himaldi c. 50, 4. 
Erpr Meldunsson jarls, freigelassener der (Jnnr, c. 6, 5. 
r. Eyjölfr, ein geächteter, c. 64, 9. 17. 

2. Eyjölfr Egilsson (nicht wie in der Eph.-ausg. Eyjolfsson) c. 40, 2. 

3. Eyjölfr enn halti (GuÖmundarson) c. 40, 2. 

4. Eyjölfr törÖarson grai c. 7, 25; 57, 5. 8: 59, 18; 65, 18; 68, 1. 

10; 70, 1; 74, 1. 10; 77, 1. 
Eysteinn Erlendsson, erzbiscbof, c. 50, 4. 
Eyvindr austmaÖr (Bjarnarson) c. 1, 2; 4, 2; 6, 12. 

Fötbitr, ein schwert, c. 29, 17; 30, 13. 14. 18. 19. 22; 49, 13. 17. 20; 

55, 12. 17. 18; 59, 4; 64, 16; 77, 5; 82, 4. 5. 
Freyr, ein gott, c. 41, 16. 
FröÖi enn froekni, dän. könig, c. 1, 2. 

Geiri c. 32, 12; 34, 12. 

Geirmundr gnyr c. 29, 2—6. 11. 13. 14. 16—18. 21. 22; 30, 1. 2, 5. 13. 

15. 17—19. 21. 23. 
Geitir (Lytingsson) c. 69, 2. 0. 

Gellir borkelsson c. 70, 3; 74, 1.5—7; 76,18; 78,8.9.18—20.22.23. 
Gestr Oddleifsson c. 33, 1. 4. 6. 8. 12. 16. 18. 21. 24. 26. 28. 30—38. 

40; 35, 3. 4. 8; 36, 6; 57, 1 ; 66, 2. 3. 5—7. 9. 
Gilli enn gerzki c. 12, 8. 10—13. 15. 17—21. 23. 
Gils (Snorrason) c. 31, 7. 

1. Gizorr Isleifsson, bischof, c. 40, 3. 

2. Gizorr Teitsson hviti c. 41, 9. 13. 16. 17: 42, 1. 

1. Gjaflaug Arnbjarnardöttir, die frau des torleikr H^skuldsson, 
c. 20, 2. 



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Personen, tiere, gegenstände. 257 

2. Gjaflaug Ejallaksdöttir, die frau des Björn austroeni c. 3, 6. 
Glümr Geirason, isl. dichter, c. 32, 12; 34, 12. 
Greil9Ö, die frau des torfinnr jarl, c. 4, 9. 
Grettir Asmundarson c. 40, 1. 

Grima, die frau des Kotkell, c. 35, 1. 35; 37, 25. 26. 34. 35. 
Grimr Helguson, ein geächteter, c. 57, 6. 7. 9. 10. 14; 58, 2—7. 9. 16. 
17. 19. 20. 

1. Gröa Geirmundardöttir c. 30, 2. 14. 

2. Gröa Kollsdöttir, die frau des V61eifr gamli, c. 9, 21. 

3. Gröa torsteinsdöttir rau5s c. 4, 9. 
GuÖdala-Starri s. Starri. 

GuÖlaugr, schwestersohn des Ösvifr, c. 48, 15; 49, 13. 16; 51, 3. 

1. GuÖmundr, ein schiffbrüchiger, c. 18, 10. 12—14. 16. 18. 

2. Gut5mundr enn riki (Eyjölfsson) c. 41, 16; 83, 1; 86, 1—3. 6. 7. 

3. Gut5mundr Solmundarson c. 31, 1. 2; 44, 4. 13; 45, 6. 11. 24. 27; 

50, 2. 9; 53, 11. 12; 54, 12. 
GuÖny Bä.rSard6ttir, die frau des Hallr Styrsson, c. 25, 3. • 

GuÖriÖr borstein sdöttir, die frau des borkell trefill, c.lO, 5. 6; 18, 

11. 15. 

1. GuÖrün GutJmundardöttir c. 31, 4, 

2. GuÖrün ä Marboeli c. 79, 2. 3; 80, 1. 2. 4. 

3. Gudrun Öspaksdöttir, die frau des börarinn Brandsson, c. 78, 7. 

4. GuÖrün Ösvifrsdöttir c. 32, 5; 33, 4. 5. 7. 9. 10. 13. 16. 26—28. 

30; 34, 1-3. 5—11; 35, 4—9. 11. 14. 15. 20; 36, 2— 5. 10. 14; 39, 
1. 3—5; 40, 14—16. 18; 42, 3—8; 43, 3 — 5. 8—10. 12. 15. 24; 44, 
3. 17—18; 45, 14; 46, 2. 3. 5. 6. 8. 9. 25. 34. 38; 47, 6. 8. 10. 13. 
15. 16. 22. 33. 34; 48, 7—9. 12-^14; 49, 23. 25. 27. 29; 52, 1; 54, 2; 
55, 8. 10. 11. 25-28. 30; 56, 1—11; 57, 3; 58, 10. 12; 59, 1—6. 8. 
10. 11. 13. 15 — 17. 19—21; 60, 1—4. 6. 10. 12—14. 16; 64, 11; 65, 
6—9. 11—13. 15—17. 21. 22; 66, 1; 68, 6. 9. 13. 14. 16—19. 21. 22; 
69, 1. 7—10. 14—17; 70, 3. 4. 12. 15. 24. 28; 72, 6; 74, 1—4. 20; 
76, 11—15. 17. 19. 22. 23; 77, 7; 78, 10. 11. 13. 15—17. 

5. Gut$rün Sigmundardöttir, die frau des KoÖrän Ormsson, c. 78, 5. 

1. Gunnarr Hlifarson c. 7, 25. 

2. Gunnarr biörandabani c. 69, 1. 2. 4. 5. 7. 9. 11. 15. 18. 19. 
Gunnbj^rn Erpsson c. 6, 6. 

Gunnhildr, norw. königin, c. 19, 2. 3. 5; 20, 10; 21, 4. 6—9. 12. 14. 44; 

22, 1. 3. 4. 
Gunnlau^.r Illuirason ormstunga, isl. dichter, c. 6, 3, 
Gongu-Hrölfr s. Hrölfr. 

1. HAkoij, Tiorw. Ivönig, c. 32. 2. 

2. Uäkon AöalsteiuHföstri, norw. könig, c. 9, 1; 11, 10. 11; 12, 26. 

3. Häkon jarl enn riki c. 29, 2. 3. 6. 7; 40, 23. 
Häkonarnautr, ein ring, c. 26. 6. 

Halla Gestsdöttir, mutter des borgils Hdluson, c. 57, 1; 58, 12; 62, 1; 
63, 10; 65, 6; 67, 2. 5. 13. 14; 68, 1; 71, 14. 

Sagabibl. IV. 17 



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258 Register. 

HallbJ9rn Kotkelsson slikisteinsauga c. 35, 1. 36; 37, 33. 36; 3S, 

11. 14. 15. 
Halldis Erpsdöttir, die fran des Dala-Alfr, c. 6, 6. 

1. Halldörr Armö?5sson c. 33, 3; 59, 1. 19; 60, 13. 14; 62,2; 63,25; 

65, 6; 67, 11. 13. 

2. Halld6rr GarpsdalsgotJi (Het^insson) c. 34, 1. 

3. Halldörr GuÖmundarson ens rika c. 41, 16. 

4. Halldörr Ölifsson p& c. 28, 2—6; 43, 7; 49, 39; 51, 4. 10; 52, 2. 

5, 7. 9 — 11; 53, 2. 4. 7. 9; 54, 1. 3. 5. 6. 8—10. 12; 55, 2. 4. 6. 9. 
13. 22. 26. 29; 56, 1. 2; 71, 12. 14. 17. 21. 22. 26; 75, 5—8. 10. 12. 
13. 15. 17. 20. 22—26. 

5. Halldörr Snorrason c. 78, 2. 
HallfreSr vandrset^ask&ld c. 40, 25. 67. 77. 
HallgerÖr H9skuldsdöttir langbrök c. 9, 16. 

1. Hallr, wird in Bjameyjar getötet, c. 14, 2. 3. 6—8. 10. 11. 13—17. 19. 29. 

2. Hallr GuSmuiidarsoii c. 31, 3; 45, 6. 8. 11. 24. 27; 50, 9; 53, 12. 

3. Hallr, SiSu-H. (I>orsteiDssoB) c. 41, 8. 9. 

4. Hallr Styrsson c. 25, 8. 

Hallsteinn goSi (I>örölf88on) c. 10, 4; 34, 13; 35, 2. 32. 33; 36, 6. 7. 

1. HaraldrGunnhildarson, Dorw. könig, c. 19,2; 20, 10; 21,2. 12—14. 

68; 22, 1. 4. 9. 11; 23, 15; 37, 11. 

2. Haraldr härfagri, norw. könig, c. 2, 1—4. 6. 

3. Haraldr SigurÖarsoD, norw. könig, c. 50, 4. 

1. HarÖbeinn, vater des Helgi, c. 54, 7; 55, 20. 28; 59, 12; 60, 10. 14; 

61, 4; 62, 9; 71, 8. 14. 

2. HarÖbeinn Helgason c. 62, 16; 64, 9. 12. 16. 19. 
Harri, ein ochs, c. 31, 8. 11. 

1. Helga Kjallaksdöttir, die frau des Vestarr (Asgeirr?), c. 3, 7. 

2. Helga frd Kroppi c. 57, 6. 

3. Helga ÖUfsdöttir feilans, die frau des Gunnarr Hlifarson, c. 7,25. 

1. Helgi Eyvindarson magri, landn&msmat^r, c. 1, 2; 3, 1. 3. 9; 4, 2; 

6, 12. 

2. Helgi HarÖbeinsson c. 54, 7. 8. 12; 55, 20. 21. 28. 29; 59, 12; 60, 

10. 11. 14; 61, 4. 6. 8. 17. 19; 62, 5. 6. 9-15. 17. 18; 63, 1—5. 7. 
8. 10. 14. 17. 19. 21. 23. 25. 27. 29. 38. 39; 64, 2. 5—7. 9. 14—16. 20; 
65, 2. 10; 67, 5. 11—12; 71, 8. 10. 14. 

3. Helgi Ketilsson bjölan, landnimsmat^r, c. 1, 2; 2, 8; 3, 8; 5, 3; 

7, 8. 13. 15. 

4. Helgi ÖUfsson pä c. 28, 2; 54, 12. 

5. Helgi Ösvifrsson c. 32, 4; 48, 15. 

6. Helgi Öttarsson c. 32, 1. 

7. Helgi & SkeiÖi c. 84, 12. 15. 16. 19. 21. 23—26. 28. 29; 85, 1. 3. 5. 

13. 14; 86, 4. 5; 87, 1. 6—8; 88, 3. 
Hellu-Narfi s. Narfi. 

Herdis Bolladöttir c. 72, 6; 76, 19. 20. 23; 78, 5. 
Herjölfr, norw. lendr maÖr, c. 7, 35—38; 8, 1. 4; 19, 1. 7. 9. II; 25, 

4; 37, 9. 



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Personell, tiere, gegenstände. 259 

1. Hermundr Illugason c. 6, 3; 78, 5. 

2. Hermundr KoÖränsson c. 78, 6. 
Hersteinn I>orkelsson c. 7, 25. 
Hildr I>6rarinsd6ttir c. 18, 3. 14. 

Hjaltasynir (törtJarsonar) c. 27, 7; 79, 4. 6. 14. 17; 83, 9; 84, 5. 6. 8. 
Hjalti Skeggjason c. 41, 9. 12. 13. 16. 17; 42, 1. 
Hilf, mutter des Gunnarr Hlifarson, c. 7, 25. 
Hl9Övir I>orfinnsson jarls c. 4, 10. 

1. H61mgongu-Bersi s. Bersi. 

2. Hölmg9ngu-Lj6tr s. Ljötr. 

1. Hrappr, wird von Helgi HarÖbeinsson getötet, c. 63, 35. 39; 64, 4. 6. 

2. Hrappr SumarliÖason, Viga-H., c. 10, 1. 2. 8. 9; 11, 2; 17, 1—4. 

6—9; 24, 6. 24—26. 28. 29; 63, 35. 
Hrefna Asgeirsdöttir, die frau des Kjartan, c. 40, 6; 44, 4. 5. 7. 9—11. 

13; 45, 12. 15—19. 25. 27; 46, 4. 6—9. 20—25. 36; 47, 5. 6. 8. 11 ; 

49, 27; 50, 13. 14. 
Hreinn s. Reinn. 
HröÖny Skeggjadöttir, die frau des borör gellir, c. 7, 25. 

1. Hrölfr, ein freigelassener, c. 25, 4. 

2. Hr61fr kraki, dän. könig, c. 78, 22. 

3. Hrölfr törisson, G9ngu-H., c. 32, 2. 

Hrutr Herjölfsson c.'s, 1. 3. 5. 7; 19, 1—20. 24. 25. 27—35; 20, 3; 

21, 4; 25, 4—6. 8—10; 37, 9—13. 15. 17—28. 30. 31. 33. 36. 39, 41; 

38, 19—21; 39, 1. 
Hrytlingar, nachkommen des Hrütr, c. 25, 4. 
Hünbogi Älfsson enn sterki c. 62, 2; 63, 27. 29; 64, 11. 18. 
Hundi, freigelassener der Unnr, c. 6, 8. 
Hüsdr4pa,*^ein gedieht, c. 29, 28. 
H9lluslappi s. I>orgUs H9llason. 
H9rÖr, landnämsmaÖr, c. 4, 6; 6, 1; 7, 9. 

1. H9skuldr Kollsson c.5, 11; 7, 27. 29—31; 8, 5—7; 9, l. 4—10. 

12—16. 18—21; 10, 9; 11, 2. 7. 11; 12, 4—10. 12—16. 18—24. 26; 

13. 1—7. 9—12. 14. 16. 17. 19. 20. 22. 24—29. 31; 16, 9—12. 14. 15. 
17. 19. 22; 17, 7. 8; 19, 1. 8—14. 19. 21. 22. 26.28—30; 20,1.4—8. 

14. 18-20; 21, 1. 45; 22, 1. 13. 15. 23. 25. 27. 28; 23, 1—6. 10—13. 

15. 16. 20. 22. 24; 24, 4. 12. 15. 19; 25, 1. 2. 4—7. 9. 10; 26, 1. 
5—7. 9. 14; 27, 2; 29, 23; '31, 1; 36, 8; 37, 30; 49, 84; 53, 1. 

2. H9skuldr Öläfsson p4 c. 28, 2; 54, 12. 
H9skuldssynir s. H9skuldr Kollsson. 

Illugi enn svarti (Hallkelsson) c. 6, 3; 78, 5. 

1. IngibJ9rg (Tryggvadöttir) c. 41, 18; 42, 5; 43, 22. 24. 26. 

2. IngibJ9rg Asbjarnardöttir, die frau des Illugi svarti, c. 6. 3. 

1. Ingjaldr FroÖason c. 1, 2. 

2. Ingjaldr Öldfsson feilans c. 11, 3. 

3. Ingjaldr SauÖeyjargoÖi c. 14, 1. 3. 6. 19. 30. 31. 33. 35. 36; 15,1. 

3. 4. 6. 8. 9. 11. 14. 18-21. 27. 29—31. 34. 35. .37: 16, 1. 6. 

sagabibi. IV. ; : .•.,;' •*•.?: .18 



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260 Register. 

iDgunn (I>ör61f8d6ttir), die frau des Glümr Geirason, c. 32, 12; 34, 7. 12; 

35, 4. 8. 15. 82—34. 39; 78, 13. 
Isleifr, bischof, c. 40, 3. 

JöfriÖr Gunnarsdöttir, die frau des I>6roddr Oddsson, c. 7, 25. 
Jon Ülfsson c. 50, 4. 

1. Jörunn Bjarnardöttir, die frau des Hoskuldr EoUsson, c. 9, 3. 7. 8. 

12. 15; 11, 8; 13, 12. 13. 15. 20. 27—29; 19, 23. 24, 28; 24, 16. 

2. Jörunn Ketilsdöttir manvitsbrekka c. 1, 2. 

3. Jörunn t>orbergsdöttir, die frau des Ülfr Öspaksson, c. 50, 4. 

Kaolin Gongu-Hrölfsdöttir c. 32, 2. 

Kälfr Asgeirsson c. 40, 4. 5. 9. 10. 12. 21; 41, 1. 3; 43, 21; 44, 1. 

4—6. 8. 13; 45, 12. 16. 19. 24; 50, 9. 
Käri Hriitsson c. 37, 28—30. 

1. Ketill (t>or8teinsson), bischof, c. 78, 6. 

2. Ketill Bjarnarson flatnefr, norw. häuptling, c. 1, 1. 2; 2, 1. 2. 6. 

7. 9; 3, 1—3; 4, 1. 2; 8, 3; 32, 1. 

3. Ketill hinn fiskni, landnämsmaör, c. 1, 2. 

4. Ketill Hermund arson, abt, c. 78, 6. 

5. Ketill veÖr c. 1, 1. 

1. Kjallakr Bjarnarson c. 3, 7. 

2. Kjallakr „enn gamli* c. 3, 6. 

1. Kjartan Asgeirsson c. 31, 5. 

2. Kjartan 6l4fsson c.28, 1. 7. 9—11; 33, 34—36. 38. 40; 39, 2—5. 

7; 40, 7. 9 — 21. 24. 27 — 37. 39 — 41. 43. 47—50. 52. 55. 58. 60—64. 
66—68. 70. 72—78; 41, 1-7. 16. 17. 19; 42, 1. 3-6. 8. 9; 43, 4. 17. 
18. 20 — 24. 26—30; 44, 1 — 6. 8—10. 12 — 15. 17 — 21; 45, 1. 3—6. 
8—10. 12. 13. 17. 18. 20—27; 46, 3. 4. 6. 10. 11. 17—20. 22. 25. 28. 
29. 32—34; 47, 1—5. 7—9. 15. 16. 18. 20—27. 29. 30. 32—34; 48, 1. 
3—6. 9-12. 14. 17. 18. 20; 49, 1—3. 5. 7. 9. 10. 12—14. 16-22. 24. 

25. 27. 28. 30. 34. 35; 50, 2. 5. 11. 13. 14; 51, 1—3. 5. 9; 52, 3. 4. 
8; 53, 5; 54, 11; 55, 13. 14. 

3. Kjartan I>örhallsson c. 31, 7. 
Kjarvalr Irakonungr c. 1, 2. 

Knütr, bruder des torkell hvelpr, c. 32, 11; 35, 15; 48, 6. 
Kn9ttr (I>jöt$reksson) c. 31, 4. 

1. KoÖrän Hermundarson C.78, 6. 

2. KoSran Ormsson c. 78, 5. 6. 
Kolbeinn I>örÖar8on c. 41, 16. 

Kollr, Dala-K., landnämsmatJr , c. 4, 6; 5, 10. 11; 1, 9. 26—30; 9, 8; 

11, 7; 26, 1. 
Kotkell, ein zauberer, c. 35, 1. 32. 35. 36. 38; 36, 1. 7—14; 37, 3. 25. 

26. 31—35; 38, 17; 39, 1. 
Kuggi s. t>orkell Kuggi. 

Lambi t>orbjarnarson c. 22, 21; 38, 16. 17; 54, 10. 12. 18.19; 59,10. 
14; 61, 10. 11. 13-15. 18. 20. 21; 62, 2; 63, 21; 64, 11; 65, 4. 



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Personen, tiere, gegenstände. 261 

1. Ljötr, Hölmgongu-L. (torgrimsson), c. 50, 3. 

2. Ljötr k Vollum c. 87, 2. 10. 12—17; 88, 1. 2. 4. 
Ljüfa, die frau des Björn i BjamarfirÖi, c. 9, 3. 

Magnus enn gööi, norw. könig, c. 78, 8. 

Mar Atlason c. 6, 12. 

Meldun jarl c. 6, 5. 

Melkorka Myrkjartansdöttir c. 13, 25. 28—31; 16, 14; 20, 7—9. 11. 

13. 16. 21. 23; 21, 45. 52. 56—58. 66; 22, 18. 19. 21; 38, 16. 
MiÖfjarÖar-Skeggi s. Skeggi. 
Myrkjartan Irakonungr c. 13, 26; 20, 11; 21, 7. 39. 41. 64; 22, 16; 

23, 8. 15; 28, 1; 65, 4. 
Myrkjartansnautr, ein schwert, c. 23, 25. 
M9rÖr gigja c. 19, 33. 

Narfi, Hellu-N. (Asbrandsson), c. 83, 3; 84, 12; 85, 4. 
NiÖbJ9rg (Bjölansdöttir) c. 32, 2. 
Njall Helgason c.57, 6. 

Oddleifr (Geirleifsson) c. 33, 1; 36, 6; 57, 1 ; 66, 2. 

1. Oddr, Tungu-0. (Onundarson), c. 7, 25. 

2. Oddr I>örh9lluson'c.32, 7; 48, 15. 
Öt$inn, ein gott, c. 40, 62. 

1. ÖUfr enn helgi, norw. könig, c.70, 9. 10. 29; 71, 7; 73, 4. 6. 7. 

15. 16; 74, 6. 8. 12; 76, 16; 78, 3. 

2. Ölafr Hoskuldsson päi c. 13, 18. 19. 23. 31. 32; 16, 13. 15. 16. 

20—22; 17, 2; 19, 26; 20, 6. 7. 11. 12. 14.15.17—21.23; 21,2—14. 
18. 19. 22. 25. 26. 28. 30. 32. 33. 36—39. 41—44. 47. 49—51. 54. 56—60. 
62—68; 22, 1—5. 7. 8. 10—14. 16—20. 22—24. 26—29; 23, 1—3. 5. 
6. 11—13. 15. 16. 18. 20. 25; 24, 1. 2—6. 8—16. 18—28; 26,2-8. 11. 
13. 14; 27, 1. 4. 5. 8. 9. 12; 28, 1—3. 10. 11; 29, 1—8. 11. 12. 14. 
15. 17. 19 — 21. 23. 24; 30, 2—7. 22; 31, 1. 4. 7. 8. 11. 12. 14. 15; 
33, 30—32. 34—37; 37, 30—33. 39. 40. 42—43; 38,3.4.6. 10. 17—19. 
23; 39, 2. 4. 5; 40, 7. 13. 19; 41, 16; 42, 2; 43, 1.2.4.6.7.14.15; 
44, 2. 8. 16. 19; 45, 1. 3. 4. 21. 23; 46, 1. 2. 8. 12. 19. 20. 27; 47, 1. 
4. 15. 30; 48, 12; 49, 30. 34. 35. 37. 40; 50, 1. 5 — 7. 10 — 12; 51, 
2—4. 8. 9; 52, 11; 53, 1. 7. 8. 10—12; 54, 12; 55, 7. 24; 59, 8; 
61, 2. 4. 12. 19; 71, 6. 7. 11. 13. 25; 72, 1; 75, 7; 79, 3. 

3. Ölafr Ingjaldsson hviti c. 1, 2. 

4. Ölafr Tryggvason, norw. könig, c.40, 23. 24. 28. 38. 43. 76. 77; 

41, 7. 8. 10. 13. 19; 42, 4; 43, 16. 18. 27; 44, 21; 45, 9. 26. 

5. Ö14fr törÖarson c. 79, 2. 11. 13; 80, 2; 81, 1. 8. 

6. ÖUfr borsteinsson feilan c. 5, 1; 7, 1—4. 6. 7. 15. 19. 20.22—26; 

11, 3; 13, 18. 
Öläfssynir s. Ölafr H9skuId8son. 

1. Ölof Guömundardöttir c. 31, 3. 

2. Ölof torsteinsdöttir rauös c. 4, 11. 

18* 



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262 Register. 

1. Ormr Erpsson c. 6, 6. 

2. Ormr Hermundarson c. 78, 5. 

1. Ösk I>orstein8d6ttir rauSs c. 6, 10. 

2. Ösk t>orstein8d6ttir surts c. 10, 5. 7; 18, 3. 15. 

1. Öspakr Bollason c. 78, 7. 

2. Öspakr Ösvifrsson c. 32, 4; 47, 34; 48, 7. 8. 11. 15; 49,18; 60,2. 
Ösvifr Helgason c. 32, 1—3. 7—10; 33, 28. 29; 34, 1—3; 35, 4. 12. 

16. 20. 27—29; 36, 8. 12; 39, 1—4; 43, 3. 5—9. 11. 12. 24; 44, 16: 
45, 1; 46, 1. 2. 14; 47, 10. 13. 30. 34; 48, 15. 20; 49, 7. 9. 13—16! 
22. 23. 30; 50, 2. 9. 10; 51, 2. 3. 6—8; 54, 2; 56, 4. 11; 58, 10; 
59, 1; 66, 1. 7. 

1. Öttarr Bjarnarson c. 3, 7; 32, 1. 

2. Öttarr k Krossum c. 86, 8—11; 87, 4. 10. 11. 17. 

P6tr postoli c. 78, 20. 

Rafarta Ejarvalsdöttir, die frau des Byvindr austmaör c. 1, 2. 

Ragi (ÖleifssoD) c. 7, 25. 

RauÖabjorn c. 10, 6. 

Reinn Hermundarson c. 78, 6. 

1. Rünölfr Ketilsson c. 78, 6. 

2. Rünölfr Ülfsson c. 41, 12. 14. 16. 
R9gnvaldr Moerajarl (Eysteinsson) c. 4, 9. 

SiSu-Hallr s. Hallr. 

1. Sighvatr Brandsson, priester at Hüsafelli, c. 78, 7. 

2. Sighvatr Surtsson, gesetzsprecher, c. 1, 2. 
Sigmundr c. 78, 5. 

SigriÖr a SkeiÖi c. 84, 12. 15; 85, 2. 4; 88, 5. 9. 
SigurÖr (syr), »könig* in Norw., c. 50, 4. 
Skallagrimr (Eveldülfsson) c. 22, 25. 28. 

1. Skeggi (torgeirsson) c. 41, 9. 12. 16. 

2. Skeggi Brandsson c. 78, 6. 

3. Skeggi, BreiÖir-S., c. 40, 25. 

4. Skeggi, Mi5fjart5ar-S., (Bjarnarson) c. 6, 2; 7, 25. 
Skorri Helgason c. 64, 20. 

Skofnungr, ein schwcrt, c. 57, 11. 12; 58, 6; 76, 8. 10; 78. 22. 
Sleitu-Bjorn s. BJ9rn. 
SmiS-Sturla s. Sturla. 
Slikisteinsauga s. Hallbj^rn. 

1. Snorri Alfsson c. 57, 1. 

2. Snorri t>ört$ar8on c. 31, 5. 

3. Snorri torgrimsson goÖi c.7, 25; 36, 3. 4. 12; 49, 30; 50, 10; 

56, 4—8. 10. 11; 57, 2. 5; 58, 8—10. 13. 15; 59, 2. 3. 5. 8—10. 12. 
14—16. 18—20; 61, 1; 63, 19; 65, 19; 67, 2—4. 7.13.14; 68,2—4. 
6. 7. 9. 13 — 22; 69, 8. 10 — 12; 70, 2. 3. 13. 14. 17—19. 21. 24. 26; 
71, 2—4. 6—9. 11—18. 16. 19—21. 23. 24; 72, 2. 3; 77, 8. 9; 78, 1. 
3. 4. 



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Personen, tiere, gegenstände. 263 

Sölveig, die frau des Helgi HarÖbeinsson, c. 54, 7. 

Starri, GuÖdala-S., (Eiriksson) c. 80, 5. 8 -10; 81, 5. 7; 82, 1. 3. 

Steingrimr GuSmundarson c. 31, 3. 

1. Steinn Gut$mandarson c. 31, 3. 

2. Steinn I>örh9lluson c. 32, 7; 48, 15; 49, 40. 

1. SteinJ^orr Öläfsson pa c. 28, 2; 43, 7; 51, 4; 52, 13; 53, 1; 54, 

12; 55, 24; 71, 25. 

2. Stein)7Örr Stein^^örsson gröslappi c. 52, 13. 

3. Steinj>örr torläksson c. 3, /7; 71, 22—24. 

Stigandi Kotkelsson c. 85, 1. 36; 37, 34. 35; 38, 1. 3—5. 7. 8. 10. 

Stüfr böröarson, isl. dichter, c. 36, 5. 

Sturla Kjartansson, SmiÖ-S., c. 31, 7. 

Styrmir Hermundarson c. 78, 6. 

Styrr torgrimsson, Viga-S., c. 3, 7; 25, 3. 

1. SumarliÖi c. 10, 2. 

2. SumarliSi Hrappsson c. 10, 4; 17, 9. 
Surtr torsteinsson c. 1, 2. 

Sveinn Alfsson c. 62, 2; 63, 29; 64, 10. 
Svertingr Rünölfsson c. 41, 14—16. 
Svertlingar, die nachkommen des Svertingr, c. 1, 2. 
Sokkölfr, gefolgsmann der Unnr, c. 6, 7. 
Solmundr (£ilifs8on) c. 31, 1; 44, 4; 53, 11. 

Torf-Einarr s. Einarr. 

TorräÖr Ösvifrsson c. 32, 4; 48, 15. 

Trefill s. torkeU t. 

Tryggvi (Ölafsson), »könig« in Norw., c. 40, 23. 38; 45, 26. 

Tungu-Oddr s. Oddr p^undarson. 

Ug^i c. 29, 23. 

1. UlfeiÖr Eyjölfsdöttir, die frau des Egiii AuÖunarson, c. 40, 2. 

2. UlfeiÖr Riinölfsdöttir c. 78, 6. 

1. Ülfr (J9rundarson) c. 41, 12. 

2. Ülfr Öspaksson c. 50, 4. 

3. Ulfr enn skjalgi (H^gnason) c. 6, 12. 

4. Ülfr üggason c. 29, 23. 

1. Unnr Ketilsdöttir djüpAÖga c. 1, 2; 3, 2; 4, 4. 6—9. 11; 5, 1. 7. 

9. 10; 6, 1. 4. 6. 9 (AuÖr); 7, 2. 3. 5. 7. 10. 11. 13—17. 19—21. 

2. Unnr Mart$ardöttir c. 19, 33. 

ValgerÖr torgilsdöttir, die frau des Gellir torkelsson c. 78, 8. 

VandräÖr Ösvifrsson c. 32, 4; 48, 15. 

V^leifr gamli (torgeirsson) c. 9, 21. 

Vermuudr torgrimsson c. 3, 7; 31, 6; 40, 25. 

Vestarr börölfsson c. 3, 7. 

Vifill, Sklave der Unnr (AuÖr), c. 6, 9. 

1. Yiga-Hrappr s. H. Sumarlit^ason. 



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264 Register. 

2. Viga-Styrr s. Styrr. 

1. Yigdis Hallsteinsdöttir, die frau des Hrappr SumarliSason, c. 10, 4; 

17, 3. 6. 10. 

2. Yigdis iDgjaldsdöttir, die frau des t>6rÖr goddi, c. 11, 3. 4; 14, 

21—23. 25. 28. 31; 15, 1. 3. 4. 6. 23-25. 28. 32. 33. 35; 16, 1. 6. 7. 
13. 17; 19, 26. 

3. Yigdis t>orsteiiisd6ttir räuÖs c. 6, 13. 

Yngvildr Ketilsdöttir, die frau des Ketill flatnefr, c. 1, 1. 

t>angbrandr, missionär, c. 41, 8— 10. 

t>i8raiidi Geitisson c. 69, 1. 2. 4. 15. 

tjöÖölfr Ugi c. 32, 3. 

töra Öläfsdöttir feilans, die frau des torsteinn torskabitr, c. 7, 25. 

1. törarinn BärSarson c. 25, 3. 

2. t>örarinn Brandssonc. 78, 7. 

3. törarinn, breiöfirzkr maör, c. 10, 7; 18, 3. 6. 14. 16. 

4. l>6rariiiii i Langadal c. 67, 1. 12. 

5. I>6rarinn RagabrötJir (Öleifsson) c. 7, 25. 

6. törarinn I>6rÖarsoii fylsenni c. 7, 25. 

7. törarinn törisson c. 32, 9. 10; 46, 17; 47, 12. 14—17. 19. 21. 22. 

24. 29. 32; 49, 1. 12. 22. 
torbergr (Amason) c. 50, 4. 

1. torbjorg ArmötJsdöttir, die frau des Hrütr, c. 19, 34. 

2. l>orbJ9rg Öläfsdöttir en digra c. 28, 12; 31, 4. 6. 

3. torbjorg Skeggjadöttir, die frau des Asbjorn auÖgi, c. 6, 2. 
torbjorn skrjüpr c. 11, 6; 20, 9. 13. 15. 16; 22, 21; 38, 16; 63, 21; 

65, 4. 

1. tördis Öläfsdöttir feilans c. 7, 25. 

2. tördis Snorradöttir, die frau des BoUi Bollason, c. 70, 13. 18—20. 

25; 72, 6; 77, 8; 78, 4. 7; 88. 8. 

3. tördis tjööölfsdöttir, die frau des Ösvifr, c. 32, 3. 

1. törör FreysgoÖi (pzurarson) c. 41, 16. 

2. t>örSr Gestsson enu lägi c. 33, 39; 66, 2. 6. 8. 

3. törör Gilsson c. 31, 7. 

4. törÖr goddi c. 11, 1. 5. 6; 14, 21. 26. 27. 29. 30. 32. 35. 37. 38; 15, 

1. 5. 23. 29—33; 16, 3. 6. 8. 11. 13. 15—18. 20. 22; 17, 2; 19, 12. 
26; 24, 3. 

5. törtJr Hjaltason c. 79, 4. 15; 84, 1. 3. 4. 10. 

6. törtJr i Hundadal c. 38, 1—3. 

7. törör frä HofÖa (Bjamarson) c. 20, 2; 79, 1. 

8. törÖr Ingun'narson c. 32, 11—13; 34, 7. 9; 35, 4—6. 8. 10—13. 15. 

18, 20. 24—29. 31—36. 39—42; 36, 2; 63, 19; 78, 13. 

9. törtJr ä Marbceli c. 79, 2. 3. 6—9. 11; 80, 1. 4; 83, 3. 6. 

10. törÖr Öläfsson gellir, isl. häuptling, c. 7, 25; 11,3; 16,7. 17. 19; 

19, 25. 26; 40, 5. 

11. börÖr törÖarsou k9ttr c. 36, 2. 5; 62, 2; 63, 19; 64, 19, 



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Personen, ere, gegenstände. 265 

12. I>ört5r torvaldsson c. 31, 5. 

l>orfinna Yermundardöttir, die frau des t>orsteinn Kuggasön, c. 31, 6. 

i. I>örfinnr Einarsson jarl c. 4, 9. 

2. torfinnr SigurÖarson jarl c. 4, 10. 

1. I>orgert$r Alfsdöttir, die frau des Ari Mässon, c. 6, 12. 

2. torgerör Egilsdöttir, die frau des Öläfr päi, c. 22, 25; 23, 2. 3. 

7. 9. 17—20; 24, 1. 2. 5; 27, 12; 28, 1. 2; 29, 1. 18. 19. 21; 30, 3; 
46, 21—23; 47, 4; 51, 10; 52, 3. 5. 7—9. 11; 53, 1. 3. 5; 54, 11. 
13; 55, 1. 22. 23. 25. 

3. torgerör torsteinsdöttir rauös, die frau des KoUr, c. 5, 10; 7^ 

30. 32— 35. 37. 38; 8, 1. 5—7; 19, 11. 

1. torgils, ein geächteter, c. 64, 9. 18. 

2. torgils Arason hins fröÖa c. 78, 9. 

3. torgils Arason af Reykjanesi c. 78, 8. 

4. torgils Gellisson c. 4, 3; 78,9.23. 

5. torgils H9lluson c. 57, 1—4; 58, 12. 13; 59, 1. 16—19; 60, 4—6, 

8. 11. 13 — 16; 61, 1. 2. 7. 9. 13. 19—21; 62, 1. 5. 7. 8. 10. 12. 13. 
15—19; 63, 10. 25. 33. 34. 36; 64, 1—3. 7. 8. 11. 14. 15; 65, 1. 3. 
6—12. 16. 17. 19—23; 67, 2. 3. 5-9. 11—14; 68, 1; 71, 14. 

1. torgrimr, schiffsherr, c. 82, 1. 2. 7. 

2. torgrimr AuÖunarson hserukollr c. 40, 1. 

3. torgrimr Kjallaksson c. 3, 7; 31, 6; 40, 25. 

4. torgrimr t>orsteinsson c. 7, 25; 18, 1. 

I>örhal]a mälga c. 32, 7; 47, 25. 28. 30. 32; 48, 6. 15; 49, 12. 30. 36. 39. 

1. törhallr goöi c. 31, 7. 

2. törhallr Skeggjason c. 40, 25. 
törhildr fcorsteinsdöttir surts c. 6, 10. 
törhollusynir s. törhalla mälga. 

1. t>örir sselingr c. 32, 9. 

2. törir, 0xna-k, c. 32, 2. 

1. torkell Blund-Eetilsson c. 7, 25. 

2. torkell Eyjölfsson c. 57 , 5. 6. 8. 9. 11. 14. 15; 58, 1—8. 10. 11. 

14—17. 20. 21; 59, 18; 65, 18; 68, 1—3. 5. 7. 10—12. 14. 16. 17. 19. 
20. 22; 69, 3. 4. 6. 8. 9. 11-16; 70, 1 — 8. 11—18. 22. 24. 28; 74, 
1—3. 5—8. 10. 11. 13. 14. 16—20; 75, 1. 3—6. 9. 14—16. 20. 24. 26. 
27; 76, 1—4. 6—9. 11. 13-17; 77, 1; 78, 8. 13. 18. 

3. torkell Geitisson c. 69, 9. 

4. torkell Gellisson c. 78, 9. 23. 

5. torkell ä Hafratindum c. 49, 1. 4. 6; 52, 3. 4. 8—10. 

6. torkell hvelpr c. 32, 11. 13; 35, 15; 48, 6. 17. 19. 

7. torkell RauÖabjarnarson trefill c. 10, 6; 18, 11—16. 18. 20. 23; 

24, 6. 7. 

8. torkell skalli c. 38, 12—15. 

9. torkell törÖarson kuggi c. 7, 25; 31,6; 40,5; 50,13; 52,13; 

57, 5. 
torläkr „Vestars" son c. 3, 7; 71, 22. 
torlaug tor5ardöttir, die frau des Ambjom Sleitu-Bjarnarson, c. 20, 2. 



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266 Register. 

1. torleikr Bollason c. 52, 2; 56, 5. 1 1 ; 57, 4; 59, 1; 60, 7. 10; 62, 

2; 63, 17; 64, 2. 3. 5.17; 65, 10.21.22; 68, 13.21; 70, 3. 5.7—10. 
26. 28. 29; 71, 1. 6. 7. 9. 11. 13. 22. 25; 72, l; 73, 2. 7—12. 16. 

2. torleikr H9skuldsson c. 9, 16—17; 20, 1. 3; 25, 1. 7. 9—11; 26, 

I. 4. 5. 7. 8. 13; 27, 9. 11. 12; 36, 8. 9. 11. 12. 14; 87, 1. 3—7. 9. 

II. 14—17. 19. 22—25. 31. 37—40. 42; 38, 18. 21. 24. 26; 39, 1; 43, 9. 
töroddr Oddson c. 7, 25. 

1. I>6rölfr (Skallagrimsson) c. 28, 8. 

2. törölfr bl9t5ruskalli, landnämsmaör, c. 3, 7. 

3. törölfr, breiöfirzkr maör, totschläger des Hallr, c. 14, 7—9. 11. 12. 

15, 16. 18. 20—22. 29. 32. 35. 36; 15, 2. 4. 8. 10. 11. 13. 16. 21. 27; 

16, 3. 

4. I>örölfr Mostrarskegg (pmölfsson) c. 7, 25. 

5. törölfr Ösvifrsson c. 32, 4; 46, 14—16. 18. 38; 48, 15. 18; 49, 10. 

11. 23; 51, 3. 

6. törölfr rauÖnefr c. 11, 3—4; 15, 7. 23—26; 16, 1. 6. 

7. törölfr sterti- oder stoerimaör c. 79, 5—11. 13—15. 17; 80, 1. 6—8. 

10; 81, 2. 5. 6. 8; 82, 1. 3. 5. 
törr, ein gott, c. 40, 61. 62. 

1. torsteinn Asbjarnarson c. 1, 2. 

2. torsteinn Egilsson c. 7, 25; 23,24; 40,7.9—11; 50,1.6.8; 51,1. 

3. I)orsteinn Hallsteinsson surtr, enn spaki, c. 6, 10; 10, 4. 5. 7 

17, 6. 10; 18, 1—4. 7. 9. 11. 12. 14. 

4. torsteinn Euggason (eig. i>orkelsson) c. 31, 6; 40, 5; 50, 13 

57, 5; 75, 1. 4. 5. 8—10. 12. 14. 16—18. 20. 21. 24. 26; 76, 1. 3—6. 

5. torsteinn Narfason c. 83, 3; 84, 12. 29; 85, 4—7. 9. 11. 13. 14 

86, 2. 3; 87, 1. 4. 5. 9. 11. 13. 16; 88, 2. 3, 6. 

6. torsteinn Öläfsson rauÖr c. 4, 2—4. 9. 11; 5, 1. 10; 6, 10. 11. 13 

7, 1. 30; 8, 3. 

7. torsteinn svarti c. 54, 7—10. 12; 55, 15; 59, 11. 12. 14; 61,2.5—7. 

9—11. 13. 15. 18. 20. 21; 62, 2; 63, 23; 64, 10. 13; 67, 5. 

8. I>orsteinn I>6r61fsson torskabitr c. 7, 25. 

1. t>6runn Grunnarsdöttir, die frau des Hersteinn torkelsson, c. 7, 25. 

2. I^örunn Ketilsdöttir hyrna, die frau des Helgi magri, c. 1, 2; 3, 1. 9. 

3. törunn Oddleifsdöttir, die frau des ÄrmöÖr i tykkvaskögi, c. 33, 3. 

1. torvaldr Asgeirsson c. 40, 3. 

2. torvaldr Halldörsson c. 34, 1—3. 6—11; 78, 13. 

3. torvaldr Hjaltason c. 79, 4. 15. 19; 80, 5—9; 81, 5—7; 84, 1—3. 

5. 7. 9. 

4. I>oryaldr Kjartansson c. 31, 5. 

5. torvaldr Snorrason c. 31, 5. 

I>öry9r Hermundardöttir, die frau des Skeggi Brandsson, c. 78, 6. 

1. t>uri8r Asgeirsdöttir, die frau des t>orkell kuggi und Stein)>6rr 

ÖläfssoD, C.40, 5; 52, 13. 

2. t>uriÖr Eyvindardöttir, die frau des t>orsteinn rauÖr, c. 4, 2. 

3. t>uriSr Hf skuldsdöttir c. 9, 16. 



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Orte, Völker, adjectiva. 267 

4. tiiriÖr ÖUfsdöttir p4 c. 24, 5; 29, 17. 20. 22; 30, 1. 2. 7—9. 14. 
18. 22; 31, 2; 44, 4. 5. 7. 13; 45, 13. 17. 

prn, schiflFsherr, c. 20, 10. 20; 21, 2. 3. 5. 7. 11. 17. 19. 21. 24; 22, 2. 
prnölfr ArmöÖsson c. 33, 3; 59, 1; 60, 13; 62, 2; 63, 25; 65, 6. 

0xna-I>6rir s. börir. 



2. Orts- und TÖlkernamen 
und von solchen abgeleitete adjectiva. 

AgtJanes, Norw., c. 40, 22. 
AlptafjorÖr c. 4t, 8. 
Asbjarnarnes c. 81, 1; 45, 5. 17. 18. 
AsbjarnarstaSir c. 6, 2. 
Asgeirsä c. 40, 1. 
Abs c. 57, 6. 8. 
au8tmat5r c. 30, 3. 

Bakkavat$ c. 62, 3. 

BarÖastr9nd c. 33, 1; 57, 6: 66, 4. 7. 

Barmr c. 55, 3. 

Bjaroarey c. 76, 8. 

BjarnarfjorÖr c. 9, 2. 5. 

Bjarnarh^fn c. 3, 6; 51, 5; 68, 1. 

Bjarneyjar c. 14, 4. 6, 

Bj^rgvin, Norw., c. 11, 9. 

BlaskögaheiÖr c. 35, 5. 

Blonduöss c. 11, 8. 

Boilatoptir c. 55, 2. 

BorÖeyrr c. 20, 10. 11; 22, 12; 68, 1. 

Borg c. 22, 25; 40, 7. 9. 13; 50, 1; 51, 1. 

BorgarfjorÖr c. 22, 25; 37, 2; 40, 7. 21; 44, 1. 2; 57, 6. 8; 62, 3; 

67, 5;' 70, 27; 72, 5. 
BorgfirÖingar c. 23, 23. 
BreiÖä c. 40, 25. 

BreiÖafjarÖardalir c. 5, 8; 31, 10; 39, 1; 47, 21; 54, 7. 
BreiSasund c. 19, 7. 
breiÖfirzkr c. 10, 7; 14, 7; 63, 35. 
BreiÖifJ9rÖr c. 3, 4; 5,3.6; 13,8; 14,1.4; 18,4; 19,7; 24,11; 

29,14; 57,8; 58,16; 66,4.6; 70,2; 74,2.4; 75,23; 76,7; 78,23. 
Brenna c. 38, 9. 
Brenneyjar, Schw., c. 12, 1. 
BüÖardalr c. 13, 10. 
Beer c. 62, 3. 

DalaheiÖr c. 36, 7. 



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268 Register. 

Dalir (urspr. Dalar, d. h. BreiÖaQar^ardalir) c. 6, 6. 11; 7, 9. 26; 11, 7; 

14, 33; 26, t; 44, 2. 14; 50, 5. 6; 57, 1; 59, 1 ; 60, 16; 62, 2; 63, 

27. 29; 64, 10; 75, 1. 
Dalr C.41, 12. 14. 16. 

Danm9rk, Dan., c. 12, 5; 16, 5; 38, 26; 73, 15—17; 78, 21. 
I>jüpi09rt5r c. 81, 7. 
Drafnarnes c. 24, 3. 
Drangar c. 71, 22. 
Dyflinn, Irl., c. 21, 55. 

DogurÖarnes c. 5, 6; 7, 31; 16, 4; 38, 24; 70, 8; 83, 4. 
DonustaSir c. 52, 13. 

Eldgrimsholt c. 37, 21. 
EldgrimsstaSir c. 37, 2. 
England, Engl., c. 41, 2; 43, 21. 
England (hof) c. 64, 20. 
Esjuberg c. 3, 8. 
EyfirÖingakyn e. 3, 9. 
EyfirÖingar c. 7, 10. 
Eyjafj^ll c.41, 12. 
EyjafjorÖr c. 3, 9; 6, 13; 77, 1. 
EyjarvaÖ c. 62, 3. 
Eyrbyggjar c. 56, 7. 
Eyrr c.3, 7; 71, 22. 

Fellshverfi c. 40, 25. 
Fiskiv^tn c. 57, 14. 
FljötshliS 8. Fellshverfi. 
FljötshliSingar c. 19, 33. 
Faereyjar c. 4, 11; 5, 1; 51, 7. 

Galmarstr9nd c. 86, 8. 

GarÖskonungr c. 73, 18; 77, 5. 

Garpsdalr c. 34, 1. 5. 

Gautland, Schw., 38, 26. 

gerzkr c. 12, 8. 

Gilsbekkingakyn c. 6, 3. 

GilsfjortJr c. 34, 1. 

Gnüpusk^rÖ c. 32, 10. 

GoddastaÖir c. 11, 1; 14,20.34; 15,8.9.27; 16,7; 22,23; 24,2.14. 

Grimsdalr c. 37, 2. 

Grisartunga c. 37, 2. 

GuÖdalir c. 80, 5. 10. 

GuÖmundareyjar c. 18, 10. 

Gufuiröss c. 40, 9. 

Gotuskeggjar c. 4, 11. 

Hafragil c. 48, 16; 49, 7. 



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Orte, Völker, adjectiva. 269 

Hafratindar c. 49, 1; 52, 3. 10. 

Hagi c. 33, 1; 66, 5. 

Hallsteinsnes c. 34, 13. 

H41s c. 83, 3; 84, 29; 87, 1. 4; 88, 2. 

Hamarengi c. 55, 4. 

Harraböl c. 31, 10. 

HarrastaÖir c. 31, 10. 

HaugsgarSr c. 24, 3. 

Haugsnes c. 35, 42. 

Haukadalr c. 37, 35. 

Haukadalsä c. 59, 2. 

Hegranes8j>ing c. 81,-2. 4. 8. 

Helgafell e. 36, 3; 49, 30. 36; 56, 11; 57, 3; 60, 16; 65, 6. 28; 66,1. 
3. 6; 68, 8. 17. 18; 69, 13; 70, 2. 3. 22. 27— 29; 71, 22; 72, 6; 74, 
17; 75, 4; 76, 11; 77, 7; 18, 5. 6. 11. 17—19. 28. 

HeljardalsheiÖr c. 83, 9; 84, 1. 

Hella c. 83, 3; 84, 12. 

Hestanes c. 87, 16; 88, 1. 

Hjaltadalr c. 79, 4. 14. 16. 

hjaltneskr c. 11, 7. 

HjarÖarholt c. 24, 17. 18. 20; 27, 12; 28, 7; 29, 15. 22; 30, 22; 31, 
10; 33, 30; 38, 10; 40, 19; 42, 2. 7; 43, 14; 44, 14. 15. 23; 45, 
20. 21; 46, 2. 5. 6. 31; 47, 4; 50, 12; 51, 1. 10; 52, 2. 5; 53, 12; 
54, 9; 55, 1; 56, 4; 65, 4; 71, 12; 75, 5. 6. 19; 79, 3. 

HjarÖhyltingar c. 44, 16; 45, 4; 46, 37; 47, 11; 56, 7. 

Hof c. 79, 4. 14. 16. 

HÖH c. 32, 11; 33, 2; 35, 3; 48, I. 

Holsinenn c. 35, 16. 

HrappsstaÖir c. 10, 1; 17, 6. 8—10; 18, 2. 23; 24, 6. 

HraunfjorÖr c. 3, 6. 

HnitafjorÖr c. 20, 10; 22, 12. 13; 54, 5; 68, 1; 74, 17; 75, 1. 2 82, 
1. 4. 

HrütsstaÖir c. 19, 32; 37, 9. 

Hundadalr c. 6, 8; 38, 1. 4; 54, 7. 

Hüsafell c. 78, 7. 

flvalfjorör c. 8, 8. 

Hvarnmr c. 5, 9. 10; 7, 2. 7. 22. 24. 26. 

Hvammsdalr c. 35, 16. 

HvammsfjorÖr c. 5, 7; 30, 8; 33, 17. 25; 49, 37. 

Hvammverjar c. 16, 8. 

Hvita c. 44, 1; 57, 6; 62, 3; 70, 26. 28; 72, 5. 

Hvitidalr c. 47, 28; 48, 6. 

H^fÖamenn c. 6, 13. 

HoftJi (hof) c. 20, 2; 79, 2. 

HoftJi (felsen) c. 59, 3. 

H9rÖabölstaÖr c. 6, 1. 

H9rÖadalr c. 6, 1; 7, 9; 57, 1; 61, 20; 62, 1; 63, 10; 64, 5. 



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270 Kegister. 

H^rÖaland, Norw., c. 11, 9; 29, 2. 

HoskuldsstaÖir c. 7, 28; 9, 8. 12; 10, 1; 19, 12; 22, 14; 23, 21--23; 
24, 1. 2. 9; 27, 3. 

Ingjaldssandr c. 50, 3. 

IngunnarstatJir c. 34, 12. 

irakonungr c. 22, 16; 23, 8; 65, 4. 

Irar c. 20, 11; 21, 24. 25. 29. 31. 34. 36. 42. 49. 

Irland c. 13, 26; 20, 23; 21, 17. 23; 22, 4. 18. 20. 

irskr c. 20, 23; 21, 28. 47. 

Island c. 2, 8; 3, 3; 5, 1; 7, 30; 8, 5; 9, 1; 18, 4; 21, 12. 45.52.57; 

22, 5. 7. 8. 19. 22; 27, 7; 28, 7; 29, 9. 11. 12; 32, 5; 40, 1. 16. 36. 

37. 61. 78; 41, 5. 6. 8. 10. 14. 16. 18; 42, 2; 43, 16. 17. 19. 21—23; 

44, 3; 46, 6; 49, 27; 58, 21; 72, 1. 3; 73, 10. 11. 14; 74, 11. 12; 

76, 19; 78, 1. 10. 20. 23, 
Islendingar c. 40, 27. 43. 46. 54. 67; 41, 11; 43, 24; 73, 14. 
islenzkr c. 40, 20. 25. 53. 

Kambsnes c. 5, 7; 19, 7. 8. 11. 13; 20, 1; 25, 10; 36, 8; 37, 17. 21. 

22. 37. 
Katanes, Schottl., c. 4, 4. 
Kirkjuboer c. 1, 2. 
Kjalarey c. 35, 41. 
Kjalarnes c. 3, 8. 
Knarrarnes c. 38, 11. 
Eolkistustraumr c. 18, 4. 
Kollafj^rÖr c. 3, 8. 
Eristnes c. 3, 9. 
KröksfjorÖr c. 34, 12. 
Kroppr c. 57, 6. 
Krossar c. 86, 8; 87, 17. 
Krossavik c. 69, 2. 

Lambadalr c. 35, 16. 

LambastaÖir c. 20, 19. 

Langavatnsdalr c. 62, 3. 

Langidalr (Nordisl.) c. 45, 7. 

Langidalr (Westisl.) c. 67, l. 

Laugamenn c. 35, 16; 36, 9. 12; 39, 6; 46, 28; 47, 4. 9. 11. 13. 18; 

49, 2; 52, 8. 
Laugar c. 32, 3; 34, 10; 35, 4. 13. 14. 17. 18. 22. 30; 39, 5; 40, 14; 

42, 3. 7; 43, 7. 15; 44, 16. 19. 23; 46, 20. 21. 28; 47, 2. 3. 5. 21. 30; 

48, 7; 49, 23. 24; 50, 7. 
Laxä (i Laxärdal) c. 5, 10; 13, 9. 30; 15, 11; 20, 18; 24, 3. 9; 33, 33. 
Laxa (6r Saelingsdal) c. 46, 15. 
Laxardair c. 5, 10; 8, 6; 10, 1; 11, 1.6; 13,30; 18,2; 24,4; 36, 11; 

37, 35. 41; 38, 16; 52, 13; 63, 21; 65, 4. 



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Orte, Völker, adjectiva. 271 

Laxäröss c. 13, 9; 14, 34; 29, 14; 30, 6. 

Laxdcelir (-doelar) c. 19, 16. 18. 19. 33; 23, 21; 45, 6; 59, 11. 

LeiÖölfsstatJir c. 36, 11. 

Lja c. 33, 31. 

Ljäeyrr c. 75, 3. 

Ljärskögar c. 46, 13; 50, 11; 55, 1; 75, 1. 4. 27. 

Loekjarskögr c. 59, 3. 

Marboeli c. 79, 2. 6. 7; 83, 3. 6. 

MarboBÜngar e. 79, 6. 

MeÖalfellsstrond c. 5, 6. 

MelkorkustaÖir c. 13, 30; 20, 7. 

MiSä c. 6, 6. 

MiÖfJ9rÖr c. 6, 2; 7, 25; 45, 7. 

Mikliboer c. 79, 1. 12; 81, 1; 83, 3. 7; 88, 5. 7. 

MikligarÖr (Konstantinopel), c. 73, 17. 19. 

Mjüsyndi c. 48, 17. 

Mostr, Norw., c. 7, 25. 

MÜH c. 37, 2. 

Myramenn c. 22, 25; 24, 19; 50, 12. 

Moeri (Mcerr), Norw., e. 4, 9. 

M9Öruvellir c. 86, 1. 

Niö, Norw., c. 40, 29. 

NiÖaröss, Norw., c. 40, 24. 

NjarÖvikingar c. 69, 2. 

NorÖlendingafjörÖungr c. 45, 6. 

NorÖlendingar c. 80, 3; 88, 8. 

NorÖmaÖr c. 73, 18. 

NorÖmoeri (-moerr), Norw., c. 1, 1. 

NortJrä c. 62, 3. 

NorÖrärdalr c. 40,' 19. 

NorÖrsel c. 48, 18. 

Nöregr, Norw., c. 1, 1; 7, 32. 33; 9, 1; 11, 9; 13, 1. 5. 15; 16, 4; 21, 

2. 44. 64. 68; 22, 10; 30, 23; 38, 25. 26; 40, 22-25. 58. 61; 41,10. 
13. 14; 42, 1; 48, 16. 19. 21. 23. 25; 49, 27; 51, 5; 58, 16. 20; 68, 

3. 12; 69, 19; 70, 9; 73, 1. 4. 10. 16; 74, 5. 6; 78, 20. 
norroenn c. 21, 29. 

Orkneyingar c. 4, 10. 
Orkneyjar, Schottl., c. 4, 9. 
Orrostudair c. 19, 20. 

Ränarvellir c. 55, 4. 
Raumsdalr, Norw., c. 1, 1. 
Raumsdoelafylki, Norw., c. 1. 1. 
Reykir c. 79, 16. 



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272 Register. 

Reykjanes (nordw. Isl.) c. 6, 12; 78, 8. 
Reykjanes (südw. Isl.) e. 13, 8. 
Reykjardalr, enn syöri, c. 62, 4; 04, 20; 65, 1. 
Reyknesingar c. 6, 12. 
Reynisnes c. 3, 9. 
Röiskelda, Dan., c. 78, 21. 
Rom, Ital., c. 78, 20. 

Sarpr c. 62, 15. 

Sarpsborg, Norw., c. 73, 6. 7. 

SauÖafell c. 6, 6; 11, 3; 15, 7. 21; 16, 1. 

SauÖeyjar c. 14, 1. 6. 19; 16, 5. 

Saurboer c. 28, 3; 32, 11; 33, 4; 35, 3. 13; 47, 24. 25. 28; 53, 2. 

SiÖa c. 41, 8. 

Siglunes c. 3, 9. 

SkagafjorÖr c. 79, 1; 80, 5; 81, 1. 

SkälmarfjorÖr c. 35, 2. 

Skälmarnes c. 34, 12; 35, 32. 34. 40. 

SkeiÖ c. 84, 11; 85, 1. 6; 87, 6; 88, 5. 

Skjaldarey c. 35, 42. 

Skögar c. 46, 13. 

Skögarstrond c. 59, 21; 71, 22. 

Skorey c. 49, 31. 

Skorradalr c. 62, 4; 65, 4. 

Skotar c. 4, 2. 3. 

Skotland, Schottl., e. 4, 1. 2. 

skozkr c. 10, 2. 

Skramuhlaupsä c. 6, 1. 

SkrattavarÖi c. 37, 35. 

Sk9fnungsey c. 76, 10. 

Snsefellsnes c. 13, 8. 

SöpandaskarÖ c. 62, 3. 

StaÖr, Norw., c. 30, 23. 

Stafä c. 3, 6. 

Stafey c. 76, 10. 

Stakkagil c. 32, 10; 55, 3. 

SteiiigrimsfJ9rÖr c. 9, 2; 75, 7. 

Strandamenn c. 9, 18. 

Strandir c. 9, 4. 18. 

SuÖreyjar, Schottl., c. 10, 2. 

suöreyskr c. 35, 1. 

sunnleiizkr c. 63, 36. 

SunnmoBri (-moerr), Norw., c. 1, 1. 

SvarfaÖardalr c. 84, 11; 86, 7. 11; 87, 2. 4. 

SvarfaÖardalsä c. 87, 1. 

Svarfdoelir (-ar) c. 8S, 5. 

SverÖskeJda c. 46, 18. 



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Orte, Völker, aäjectiva. 273 

SvignaskarÖ c. 10, 6. 

Svinadalr c. 47, 26; 48, 6. 16; 49, 1. 

Saßlingsdalr C.32, 3; 35,4.16; 46,15; 47,26; 48,7; 54,6; 55,2; 

66, 7. 
Ssßllngsdalsä c.32, 3. 
SaelingsdalsheiÖr c. 35, 22; 47, 29. 
SaBÜngsdalslaug c. 33, 4; 39, 3. 
Sselingsdalstunga s. Tunga. 
Sokkölfsdalr c. 6, 7. 

Tjaldanes c. 35, 33. 

TrollaskeitJ c. 19, 32. 

Tunga (im BorgarQorÖr) c. 7, 25. 

Tunga i H^rÖadal c. 57, 1. 4; 59, 1; 60, 16; 61, 20. 21; 65, 25. 

Tunga i Saurboe c. 28, 3. 4. 

Tunga i Saelingsdal c.32, 3. 9; 46, 17; 47, 12. 13. 15. 23; 49,24.31; 
51, 9; 52, 1; 53, 3; 55, 14; 56, 5. 7. 11; 58,8; 68,19; 69,13; 70, 
3. 17. 18. 23. 25. 29; 71, 1; 77, 8; 78, 4; 79, 1; 80, 1. 2; §3, 4; 
88, 8. 

Tungua c. 6, 6. 

Tvidoegra c. 57, 14. 

UrÖir c. 35, 2. 
UrÖskritJuhölar c. 80, 6. 

VaÖill c.29, 1; 57, 6. 

Vatnsdalr c. 45, 7. 

VatnsfirSingabüÖ, eine bude auf dem gesamtthmgplatze c. 67, 13. 

VatnsfirÖingakyn c. 31, 5. 

VatnsfjorÖr c. 31, 5. 

Vatnshorn c. 62, 4. 

Vatnsnes c. 45, 7. 

Vellir c. 87, 2. 10. 16; 88, 1. 

VestfirtJingar c. 63, 19. 

VestfirtJir c. 9, 3. 6. 

Vestmanaeyjar c. 42, 1. 

ViÖdoelir (-ar) c. 50, 6. 8. 12; 58, 11. 

ViÖidalr c. 31, 1; 40, 1; 45, 5; 50, 2. 

Vifilsdalr c. 6, 9. 

Vik, Norw., c. 11, 10; 12, 3; 58, 20; 73, 2. 

VikrarskeiÖ c. 5, 1. 

Vaeringjar c. 73, 18. 19. 

i>orskafJ9rÖr c. 34, 13. 
törsnes c. 10, 4; 18, 1. 
törsnessfing c. 50, 5. 12; 51, 2; 71, 25. 



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274 Register. 

trändheimr, Norw., c. 40, 22. 44. 45; 73, 1. 2. 5; 74, 6. 

trcBndir c. 40, 44. 

tüfur c. 79, 5. 

I>vatti c. 41, 8. 

I>ver4 c. 80, 5. 7. 

tykkviskögr c. 33, 3. 80; 38, 12. 13; 59, 1. 20. 21. 

Ornölfsdalr c. 6, 2. 

0xnagr6f c. 55, 4. 
0xney c. 30, 6. 



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Berichtigungen und nachtrage. 









a. 


Zum text. 


S. 21, 


zeile 10 lies kann 


statt han 


n J2, 


» 


22 


» 


tignum 


„ tignum 


. 87, 


» 


18 


» 


Ölof 


n Ölof 


n 88, 


» 


7 


n 


fjogur 


n fjogur 


n 124, 


n 


5 


n 


snjallt 


„ snjaU 


n 125, 


s 


2 


n 


Sfugg 


n orugg 


» 132, 


» 


28 


« 


Mendi 


, tidendi 


n 170, 


n 


11 


» 


srugt 


„ orugt 


n 188, 


» 


20 


» 


et 


,- it 


n 195, 


n 


6 


n 


skx^r 


„ skcetir 


, 196, 


n 


2 


» 


LXIV 


n XIV 


n 204, 


n 


14 


» 


tignum 


, ft^fWim 


n 208, 


s 


23 


s 


Porkell 


„ ^orita«i 



Ferner bittet man zu beachten, dass, übereinstimmend mit den 
formen gprr usw., zu schreiben wäre gorz (28, 30),. gprvpUu (144, 2), 
gprla (190, 16; 231, 14); bisweilen ist der accent verloren gegangen, so 
in Äsgautr (34, 24), Äsgeirs (149, 13), Älfdisar (12, 1), Island {hlandiy 
Islands) (120, 16; 121,14; 126,1; 135,8), Nöreg (Nöregi) (116,28.30; 
120,31; 121,3.4.7; 126,3.15), Öldfr (Öldfi, Öldfs) (72,1.6.11; 96,1; 
113, 10), Ösvifr (91, 1; 103, 19 j. In den ableitangen von mann ist die 
schreibang nn durchzuführen. In den Wörtern ödrengiliga aflat (36, 15 — 18) 
ist der satz verschoben. 



b. Zu den noten. 

S. 80 b, z. 9. hpggjärn. Wahrscheinlich eine art fischgabel — ungefähr 
wie neuisl. goggur zum einziehen des fanges verwendet? 
Vgl. Grdgds (Eristinna laga l^ättr c. 14). 

„84 a, ,12. Ueber den jflfr üggason weiss, ausser der Kristni saga 
auch die Njäls saga etwas zu berichten. 

, 87 a, „ 5. Statir, scheint als norw. ortsname Statf, Statfi, Statfs oder 



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276 Berichtigungen und nachtrilge. 

StatSar flectiert zu werden; der nominativ {Stat5r) ist jedoch 
schwerlich belegt. 
S. 97 a, z. 17. eigi jafnmenni, d. h. I>oryaldr konnte sich überhaupt nicht 
mit der Gut^rün messen. 

Kleinere ungenauigkeiten finden sich in Breitfafjprt! (4 b, 22), Skalla- 
gHmsson (14 b, 21), pö (20 a, 14), en (25 b, 4), ^rmdW (49 b, 9) , öläfi 
(54a, 2), Äsbjamames (87a, 9), tibereinstimmend (89b, 7), hdtitf (127a, 1), 
ülfem (230 a, 6), skarlats (228 b, 2). 



Im 3. band der Altnordischen Sagabibliothek (Egils saga Skallagrims- 
sonar) s. 1, z. 3 ist fptfur statt döttur zu lesen. 



Druck von Ehrhardt Karrcu, Halle a. S. 



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AITIfOBBISCHE 



SA&A-BIBLIOTHEK 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



GUSTAF OEDEßSOHIÖLD 
HUGO GEEING und EUGEN MOGK 



HEFT 5 

FLORES SAGA OK BLANKIFLUR 



HALLE A. S. 
MAX NIEMEYER 

1896 



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FLORES SAGA 
OK BLANKIFLÜR 






HERAUSGEGEBEN 



VON 



EUGEN KÖLBING 



HALLE A. S. 
MAX NIEMEYEB 

1896 



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KONRAD V. MAURER 

DEM SENIOR DER DEUTSCHEN SKANDINAVISTEN 
AN SEINEM 73. GEBURTSTAGE 

VEREHRÜNGSVOLL 

DARGEBRACHT 

VOM 

HERAUSGEBER 



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Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

Einleitung: 

I. Die romantischen sagas oder Forns9gnr SuÖrlanda .... I 
II. Der sagenstoff von Floire et Blanceflor und seine ent- 

wickelnng im skandinavischen norden IX 

III. Die handschriftcn der saga XVIII 

IV. Ausgaben XIX 

F16res saga ok Blankiflur: 

cap. 1. Die wikingerfahrt des königs Felix 1 

yj 2. Geburt und anferziehung von Flöres und Blankiflur . . 4 

„ 3. Die kinder werden zur schule geschickt und verlieben 

sich in einander 8 

„ 4. Der könig Felix bemerkt die Zuneigung der kinder und 

schlägt seiner gemahlin vor, Blankiflur töten zu lassen . 10 

,, 5. Die königin rät davon ab und schlägt vielmehr vor, Flöres 

allein nach Mintorie zu ihrer Schwester Sibila zu senden . 1 1 

„ 6. Flöres stirbt in Mintorie fast vor Sehnsucht nach Blanki- 
flur und muss zurück berufen werden. Der könig be- 
schliesst aufs neue, das mädchen töten zu lassen ... 12 

„ 7. Auf den rat der königin wird Blankiflur an reiche kanf- 
lente aus Babylon verkauft. Blankifldrs mutter giebt dem 
zurückgekehrten Flöres gegenüber vor, seine freundin 
sei aus liebe zu ihm gestorben 14 

„ 8. Flöres lässt sich zu dem grabmal Blankiflürs führen, und 
will, nach einer apostrophe an den tod, sich selbst das 
leben nehmen, wird aber von seiner mutter daran ver- 
hindert 21 

„ 9. Flöres erfährt, dass Blankiflur nicht tot, sondern durch 
kaufleute weggeführt ist, und schickt sich an, sie zu 
suchen 25 

„ 10. Flöres' vater willigt in die reise seines sohnes und giebt 
ihm gefolge und wertvolle besltztümer mit Flöres ver- 
abschiedet sich von seinen eitern, bricht auf und nimmt 
zunächst bei einem reichen manne in der nähe des meeres- 
ufers herberge 27 



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Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

cap. 11. Flöres schifit sich nach Babylon ein .... ^ ... 33 

„ 12. Flöres langt in Belndator an nnd muss dort für seine 

waren einen hohen zoll bezahlen 35 

„ 18. F16res setzt die reise nach Babylon fort 36 

„ 14. Flöres kommt in Babylon an nnd nimmt quartier bei dem 
torwächter, an den er durch einen fährmann empfohlen 
ist 38 

„ 15. Flöres macht seiiien wirt mit dem zweck seiner reise be- 
kannt 41 

„ 16. Daires unterrichtet seinen gast über Babylon nnd den 

jnngfrauenturm 44 

„ 17. Auf den rat des Daires macht Flöres den Wächter des 
jungfrauentiirmes durch gewinnste im Schachspiel sowie 
durch Schenkung eines kostbaren bechers zu seinem ge- 
fügen Werkzeug 53 

,, 18. Flöres wird in einem blnroenkorbe irrtümlich in das zimmer 

von Blankifldrs freundin Eloris gebracht 58 

„ 19. Flöres wird mit Blankiflür vereinigt 60 

„ 20. Flöres wird vom könig in den armen seiner geliebten 

überrascht 68 

„ 21. Auf Flöres' bitte überlässt der könig das urteil über das 

liebespaar seinen demnächst zu erwartenden vasallen . . 68 

„ 22. Nach mancherlei hin- und herreden wird Flöres' anerbieten, 
für Blankiflür und den türm Wächter einen Zweikampf zu 
bestehen, angenommen 69 

fj 23. Flöres siegt im Zweikampfe und kehrt nach Spanien zurück. 

Schlussereignisse 73 

Anhang. Die bei der herstellung des textes nicht verwerteten stücke 

von M 78 

Personenregister 86 

Orts- und Völkerregister 87 



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Einleitung. 



I. Die romantischen sagas oder FornsQgur suSrlandaJ) 

§ 1, An einer zusammenhängenden eingehenderen be- 
handlung der romantischen sagas fehlt es zur zeit noch; Halfdan 
Einarsson hat in seiner Historia literaria Islandiae (Kjöb. 
1786, s. 100 ff.) nur eine grosse menge von titeln aufgezählt, 
und ein alphabetisches register derselben hat P. E. Müller in 
seiner Sagabibliothek, 3. bind (Kjeb. 1818, s. 480 ff.) mit- 
geteilt; in Nyerup's bekanntem buche: Almindelig morskabs- 
laesning i Danmark og Norge igjennem aarhundreder (Kjöb. 
1816) wird nur ein kleiner teil derselben besprochen, und was 
die gesamtdarstellungen der nordischen litteraturgeschichte 
(vergl. N. M. Petersen, Bidrag til den oldnordiske literaturs 
historie. Kjöb. 1866, s. 303; R. Keyser, Nordmaindenes viden- 
skabelighed og literatur i middelalderen. Christiania 1866, 
s. 515 ff. und s. 526 ff.; E. Mogk in Paul's Grundriss der ger- 
manischen Philologie II, 1, Strassburg 1893, s. 134 ff.) für diesen 
einen abschnitt bieten, kann naturgemäss selbst in bezug auf 
das gedruckte material nicht erschöpfend sein; vor allem aber 
mangelt es noch teils an zuverlässigen, das ganze handschriften- 
material verwertenden ausgaben, teils an Specialuntersuchungen 
ttber das Verhältnis dieser sogur zu ihren quellen, soweit die- 
selben überhaupt noch nachweisbar sind. 

§ 2. Unter Fomsggur suörlanda verstehen wir hier spe- 
cieller solche, in altnorwegischer oder altisländischer spräche ab- 

') Diese bezeichnnog rührt m. w. von Cederschiold her, der die 
betreffenden litteratnrproducte damit im gegensatz stellen wollte zu den 
Foms9gQr norörlanda, woronter man die auf skandinavischem boden ent- 
standenen romantischen sagas zu verstehen pflegt. 



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II Einleitung. 

gefasste prosawerke, welche auf romantische dichtungen in 
französischer, ev. auch in lateinischer spräche als auf ihre 
quellen zurück zu führen sind; es handelt sich also um die- 
selben Stoffgebiete, welche unsre mittelhochdeutschen höfischen 
epiker behandelt haben, um dieselben er Zählungen, welche 
ihren weg auch nach England fanden, wo wir die einschlägigen 
bearbeitungen als romanzen zu bezeichnen pflegen, nach den 
Niederlanden nicht minder wie nach Italien, nach den ländern 
slawischer znnge wie in die keltischen gebiete. Dieser teil 
der nordischen litteraturgeschichte gehört also vielmehr der 
geschichte der romantischen Sagenkreise des mittelalters an 
als jener im speciellen. Es ist nach dem eben gesagten hier 
auszuscheiden erstens die Pi8reks saga, welche verschiedene 
Stoffe der deutschen heldensage in sich vereinigt, deren kenntnis 
durch erzählung und Vortrag von kaufleuten zu dem Verfasser 
gedrungen war; ferner die Heilagra manna sggur, die Postula 
S9gur und die Mariu saga, als rein geistlichen Charakters; und 
endlich die sogenannten lygisogur oder sogur lognar, die den 
Schauplatz der handlung allerdings auch mit Vorliebe in süd- 
europäische länder verlegen, aber nie oder höchstens in bezug 
auf einzelne motive südliche quellen verwerten, und im übrigen 
dem geschmack der Verfasser und ihrer zeit — sie beginnen 
etwa mit der zweiten hälfte des 14. jahrh. — wenig ehre 
machen. Den breitesten räum nehmen in ihnen stereotyp ge- 
schilderte kämpfe gewaltiger beiden mit Seeräubern, riesen, 
drachen und sonstigen unholden ein, die durch zauberringe, 
Zauberschwerter und undurchdringliche panzerhemden gegen 
Verwundungen geschützt sind, oder durch zwerge, welchen sie 
früher beigestanden haben, in ihrem vorhaben unterstützt 
werden, und schliesslich die hand irgend welcher jungfräulichen 
königin von Frankreich, Spanien oder Russland und damit ihr 
reich gewinnen. Eine strenge Scheidung zwischen diesen lygi- 
sogur und den eigentlichen romantischen sagas ist nicht immer 
leicht; manche von ihnen knüpfen direkt an Übersetzungsprosen 
an und geben sich den anschein, sie fortzusetzen, andere ahmen 
wenigstens einzelne züge in ihnen nach. 

§ 3. Um der aufgäbe, ein altfranzösisches gedieht in alt- 
nordische prosa zu übersetzen, genüge zu leisten, bedurfte es 



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I. Die romantischen sagas oder Fornsogur snSrlanda. Hl 

vor allem eingehendster kenntnisse auf dem gebiete der fremden 
spräche; und in der tat wurde im norden seit 1200 vielseitiges 
sprachliches wissen als eine hervorragende forderung einer höheren 
ausbildung angesehen. „Wenn du in der Weisheit vollkommen 
werden willst", sagt ein vater zu seinem söhne in der Konungs 
skuggsjÄ, einem handbuche der höfischen sitte aus der ersten 
hälfte des 12. jahrh., „so erlerne alle möglichen sprachen, vor 
allem aber lateinisch und französisch, denn mit diesen lässt 
sich am weitesten kommen. Aber freilich darfst du darüber 
auch deine muttersprache nicht vergessen." Wenn aber hier, 
wie aus dem Wortlaute hervorgeht, nur von der praktischen 
verwertbarkeit des Sprachenstudiums die rede ist, so lag es 
doch den gebildeten in einem lande mit einer so reichen ein- 
heimischen litteratur auch nahe genug, die ausländischen 
litteraturprodukte, insbesondere poetische werke, zu studieren 
und in die muttersprache zu tibertragen. Und dass dieses 
Studium ein ausserordentlich sorgfältiges und eindringliches 
gewesen sein muss, wird niemand leugnen können, der die 
eine oder andere von diesen Übersetzungen genauer mit dem 
original verglichen hat: meist ist der sinn sorgfältig wieder- 
gegeben, missverständnisse finden sich nur selten; dagegen hat 
die schlechte Überlieferung der ausländischen texte oft genug 
ungünstig auf die Übertragung gewirkt. Auf welche weise 
die altfranzösischen hss., welche den Übersetzern vorlagen, 
nach dem norden gekommen sind, wird m. w. nirgends auch 
nur angedeutet; ich möchte glauben, dass vor allem gesandte, 
welche in politischen missionen in das ausländ geschickt wurden, 
von Seiten des hofes den nebenauftrag erhalten haben, hand- 
schriften anzukaufen oder durch tausch zu erwerben, wenn sich 
dazu gelegenheit bieten sollte. Auch pilger, die zu heiligen statten 
im auslande wallfahrteten, mögen dergleichen von ihren reisen 
mitgebracht haben; endlich mögen manche mss. als geschenke 
seitens vornehmer ausländer an den norwegischen hof gekommen 
sein. Ebenso wenig sind wir über das Schicksal der franzö- 
sischen originale nach fertigstellung der Übersetzung unterrichtet; 
auf skandinavischen bibliotheken finden sich jetzt nur wenige 
frz. hss., und die Vermutung liegt nahe, dass man dieselben, 
nachdem der zweck, für den man sie erworben, erfüllt war, 
unbedenklich hat zu gründe gehen lassen. 



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IV Einleitung. 

§ 4. Wenden wir uns weiter zu den Persönlichkeiten der 
Übersetzer, so erfahren wir, dass kein geringerer als der könig 
Häkon Sverrisson gegen 1200 die Barlaams ok Josaphats saga 
aus einer lateinischen fassung in die norwegische spräche über- 
tragen hat. Damit war von höchster stelle ein beispiel ge- 
geben, welches im laufe des 13. Jahrhunderts vielfältige nach- 
ahmung gefunden hat. Als der ausgangspunkt der Übersetzungen 
aus dem französischen ist etwa 1217, das jähr des regierungs- 
antritts von Häkon Häkonarson (1217 — 63), anzusehen, welcher 
für diese art litterarischer arbeit das wärmste interesse zeigte. 
Auf seinen befehl hat im jähre 1226 ein mönch Bobert das 
frz. Tristangedicht eines Thomas übersetzt, und später, nach- 
dem er zum abte aufgerückt, auch die chanson de geste von 
Elie de St. Gille übertragen. Ueber die persönlichkeit dieses 
mannes ist leider sonst nicht das mindeste bekannt. Ebenso 
wird am Schlüsse der Ivents saga ausdrücklich gesagt, dass 
Häkon der alte sie habe übersetzen lassen. Die übrigen zahl- 
reichen romantischen sagas, die wahrscheinlich gleichfalls in 
seine regierungszeit fallen, weisen dergl. vermerke wenigstens 
in den uns erhaltenen hss. nicht auf, wie denn auch Robert 
der einzige verfassername ist, welcher uns aus dieser zeit 
entgegentritt. Ob er noch mehr geschrieben hat, als die beiden 
oben erwähnten sagas, wie etwa die eben genannte Ivents 
saga, oder die Mijttuls saga, wissen wir nicht, und auch eine 
— bis jetzt freilich noch nicht versuchte — inangriflfnahme der 
frage durch stilistische Untersuchungen wird bei der typischen 
darstellungsweise in diesen werken schwerlich zu gesicherten 
resultaten fUhren. Dass dies der einzige autorname ist, der 
genannt wird, kann uns nicht auffallend erscheinen, wenn wir 
bedenken, dass auch fast sämtliche früher verfasste, einheimische 
prosawerke anonym an die Öffentlichkeit getreten waren: wie 
viel mehr hier, wo es sich um die arbeit von gelehrten 
geistlichen oder weltlichen Standes handelt, welche vom könig 
zu derselben berufen und wol aus seiner privatkasse dafür 
bezahlt wurden. Auch die folgenden könige teilten dieses 
interesse für die fremden litteraturen. Unter der regierung 
des Eirikr Magnüsson (1280 — 99) fand, so wird uns im eingang 
des Pättr af frü Olif ok Landres berichtet (Karl. s. s. 50), 
Bjarni Erlingsson aus Bjarkey in Schottland, wohin ihn eine 



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I. Die romantischen sagas oder Forns9gur snSrlanda. V 

politische sendnng geführt hatte, ein ms. dieser erzählung 
in englischer spräche, worunter nach iKeysers vermuthung hier 
vielleicht anglonormanisch zn verstehen ist, und liess sie, damit 
sie den leuten verständlicher werde und sie mehr nutzen und 
vergnügen davon haben möchten, ins norwegische übersetzen. 
Vor allem aber ist hier Häkon Magnussen (1299 — 1319), zu nennen, 
dessen gemahlin Eufemia eine deutsche grafentochter war. Im 
eingang.der noch ungedruckten Saga af Victor ok Blaus wird von 
ihm gesagt, dass er viele riddara s^gur aus dem griechischen oder 
französischen habe übersetzen lassen. Welche der uns vorliegen- 
den sagas mit ausnähme des eben genannten textesin früherer zeit, 
welche in des zuletztgenannten herschers regierungsperiode abge- 
fasst sind, dafür fehlt wieder jeder äussere anhält; nur soviel lässt 
sieh sagen, dass, wenn ein text, wie z. b. die Bevis saga, be- 
sonders reich ist an stereotypen, formelhaften Wendungen, seine 
erste niedersehrift in eine verhältnismässig späte zeit zu setzen 
ist, insofern sein stil eine reiche belesenheit in der älteren 
romantischen litteratur Norwegens zur Voraussetzung hat. Be- 
sonders wichtig für die geschichte des sagenstoflfes, mit dem 
wir uns hier spezieller zu beschäftigen haben werden, ist aber 
die von der königin ausgehende litterarische anregung. Drei 
schwedische gedichte in reimpaaren: Flores och Blanzeflor, 
Herra Iwan Lejon-riddaren und Hertig Fredrik af Normandie, 
deren autor resp. autoren wir nicht kennen, führen am Schlüsse 
ihre abfassung auf den befehl dieser ftirstin zurück. Auf die 
frage nach den vorlagen der beiden zuerst genannten kommen wir 
im verlaufe unserer erörterungen noch zurück; das dritte hat eine 
jetzt verlorene mittelhochdeutsche quelle zur grundlage. Häkon 
Magnüssons tod bezeichnet in der hauptsache den endpunkt 
der norwegischen übersetzungslitteratur. 

§ 5. Handelte es sich in Norwegen, wie wir gesehen 
haben, um eine ausgesprochen höfische prosadiehtung , so 
gewann dieselbe auf Island im laufe des 14. Jahrhunderts 
den rang einer allgemeinen unterhaltungslektüre. Hier tritt 
vor allem ^in autorname hervor, der des J6n Halldörsson, der 
1322 — 39 bisehof von Skdlholt war; dieser, ein Norweger von 
geburt^ hatte in seiner Jugend in Paris und Bologna theo- 
logischen Studien obgelegen, und sich nebenbei, wie es seheint, 



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VI Einleitung. 

auch lebhaft für die profane litteratur iDteressiert und eine 
beträchtliche menge von kürzeren novellen, legenden und 
märchen dem gedächtnis eingeprägt, um dieselben dann 
im norden freunden und koUegen zu erzählen; gesammelt 
wurden sie wol von diesen, nachdem sie dieselben aus der 
erinnerung zu papier gebracht hatten. Nur in ^inem grösseren 
werke, der Cldrus saga keisarasonar, ist J6n Halldorsson 
selbst als autor aufgetreten, indem er sie aus der form eines 
lateinischen gedichtes, das er in Frankreich gefunden, in 
nordische prosa übertrug. Unzweifelhaft haben auch andere 
direkt nach lateinischen oder französischen originalen riddara- 
s^gur verfasst, aber die entscheidung darüber, welche von 
diesen spezifisch isländischen Ursprungs sind, fällt darum 
schwer, weil auch die in Norwegen verfassten vielfach in Is- 
land abgeschrieben, umgearbeitet und verkürzt wurden. Diese 
isländischen bearbeitungen haben es jedesfalls auch ver- 
schuldet, dass von so sehr wenigen romantischen sagas alte 
norwegische hss. existieren: der Schwerpunkt des interesses 
für sie war nach Island verlegt und hier verfügte man über 
eigens für das volk hergerichtete Versionen derselben. Natür- 
lich war das mass der Umarbeitung ein sehr verschiedenes; 
am radikalsten ist wol der Verfasser der jüngeren Tristrams 
saga mit der norwegischen fassung umgegangen; aber auch 
die beiden bearbeiter der Elis saga ok Bosamundu haben 
ziemlich frei geschaltet, ja einzelne episoden ganz umgeformt, 
und andere gewiss nicht minder, wo uns das material zur 
vergleichung fehlt. 

§ 6. Darauf blieb aber die reproduktive litterarische 
tätigkeit der Isländer auf diesem gebiete nicht eingeschränkt. 
Man machte sich daran, die meist ans dichtungen in prosa 
übertragenen stoflfe wiederum in poetische form zu kleiden, 
und so entstand die romantische gruppe unter den isländischen 
rlmur, die zum tanze gesungen zu werden pflegten. In den 
litteraturgesehichten von Petersen und Keyser ganz übergangen, 
haben dieselben erst in den letzten Jahrzehnten liebevollere 
beachtung gefunden. Und doch geben die rimur oft genug 
den inhalt einer saga treuer wieder als die uns erhaltenen 
hss. der letzteren, ja müssen nicht selten direkt als ersatz für 



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I. Die romantischen sagas oder Fomsogur sa5rlanda. Vll 

eine verlorene saga gelten. Aber nicht nur in der in den 
rlmur gebotenen erzählung finden wir die beiden romantischer 
sagas wieder. Diese dichtungen bestehen nämlich aus einzelnen 
abschnitten — daher die pluralform rimur — , deren jeder, 
meist in einer besonderen strophenform gedichtet, durch einen 
mans9ngr („mädchenlied") eingeleitet wird, dem lyrischen 
elemente der rlma, in dem der dichter von sich selbst und 
seiner unglücklichen liebe erzählt, freilich gewöhnlich in einer 
so typischen weise, dass es bedenklich wäre, daraus Schlüsse 
auf wirkliche erlebnisse des autors zu ziehen; bisweilen steht 
auch der inhalt des mans^ngr in engerer beziehung zu der 
betreffenden rima, etwa so, dass zwischen den beiden anderer 
erzählungen und den hier behandelten vergleiche angestellt 
werden; gerade dabei zeigt der dichter öfters seine grosse 
belesenheit in den romantischen sagas: Tristram, Ivent, Parta- 
lopi, Mlrmann u. a. werden hier mit verliebe, sei es als un- 
glücklich liebende oder als opfer von frauenlist genannt. Diese 
rfmur-poesie ist auf isländischem boden niemals ganz ins 
stocken geraten, und noch in unserem Jahrhundert haben 
dichter, oder richtiger gesagt dichterlinge, sich in diesen 
Stoffen versucht. Erwähnenswert sind auch die nicht als 
rlmur zu bezeichnenden Kappak vaeöi, welche, vor 1500 ver- 
fasst, 59 beiden, vorwiegend romantischer sagas, verherrlichen. 
Endlich bemerke ich noch, dass selbst in fseröischen tanz- 
liedern, die in ihrer jetzigen gestalt vielfach nicht vor mitte 
des 16. jhs. entstanden und z. t. erst im letzten viertel des 
vorigen jhs. aus dem volksmunde gesammelt worden sind, 
diese romantischen stoflfe neues leben erhalten haben. Ruf- 
namen wie Tristram und Ivent sollen heute noch auf Island 
wie auf den Faeröer nicht zu den Seltenheiten gehören — ein 
beweis, wie zäh festgewurzelt auf diesen von der weit ab- 
geschlossenen inseln jene alte poetische tradition fortlebt. 

§ 7. Wenden wir uns nunmehr zum inhalte der roman- 
tischen sagas, soweit dieselben auf französische quellen zurüek- 
zuffthren sind, so wird es sich empfehlen, auf grund dieser 
letzteren zu scheiden zwischen sagas, welche auf abenteuer- 
romane in achtsilbigen , paarweise gereimten versen, und 
solchen, welche auf chansons de geste, in tiradenform zurttck- 



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vra Einleitung. 

gehen. Zu den ersteren gehören die bearbeitungen von werken 
des Crestien de Troyes: Parcevals saga und Valvers }>ättr, 
welche zusammen den von Crestien selbst verfassten teil des 
Perceval le vieil umfassen; Ivents saga Artüskappa, ent- 
sprechend Crestiens Chevalier au lyon; endlich Erex saga 
Artüskappa, eine Übertragung von Erec et Enide. Weiter 
nenne ich die Tristrams saga, welche den jetzt leider bis auf 
einige bruchstttcke verlorenen Tristan des Thomas vollständig 
reproduziert und somit als ein inhaltlicher ersatz für jenen 
gelten kann; die Partalopa saga, welche zusammen mit dem 
bruchstück einer englischen version und einem spanischen 
prosaroman auf eine Vorstufe des jetzt allein erhaltenen alt- 
französischen romans Partonopeus de Blois zurückweist. Dazu 
sind ausser der uns hier spezieller beschäftigenden Flöres 
saga ok Blankiflür endlich noch zu rechnen Strengleikar eSa 
LjöÖabök, eine reproduktion der Lais der Marie de France, 
sowie die Übertragung eines fabliau: Le mantel mautaill6, die 
den namen Mgttuls saga führt. Unter den letzteren sind 
hervorzuheben die schon früher gelegentlich erwähnte Elis 
saga ok Rosamundu, die einzige Übertragung des frz. epos 
Elie de Saint Gille in eine fremde spräche; femer die F16- 
vents saga Frakkakonungs, welche auf eine andere fassung des 
Flövent- Stoffes zurückweist als die, welche in dem uns er- 
haltenen frz. epos vorliegt; vor allem die wichtige cyklisehe 
bearbeitung der sage von Karl dem grossen, die Karlamagnüs 
saga, welche aus frz. chansons de geste seines kreises sowie 
aus der Pseudo-Turpin'schen Chronik geschöpft hat. Endlich 
scheint die Mägus saga jarls eine compilation aus ganz ver- 
schiedenen dementen zu sein; Übersetzungen frz. chansons de 
geste sind mit aufzeichnungen nach mündlicher Überlieferung 
verquickt. 

•Einige andere beruhen auf lateinischen vorlagen; so 
die vielleicht von dem bischof Brandr Jönsson von Hölar 
verfasste Alexanders saga, welche die Alexandreis des Walter 
von Chatillon zur quelle hat. Gleichfalls auf ein — jetzt 
freilich verlorenes — lateinisches gedieht weist die schon oben 
erwähnte CUrus saga keisarasonar zurück, auf lateinische 
prosaschriften die Tröjumanna saga und die Bretasggur; auch die 
Mlrmanns saga dürfte ein heute verschollenes lateinisches werk 



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II. Der sagenstoff und seine entwickelnng. IX 

in poesie oder prosa zur vorläge haben. Völlig unentschieden 
ist vor der hand die frage nach der fremdländischen quelle 
der Bserings saga, die sich ihrem Stile nach gleichfalls als 
ttbersetzung documentiert; dagegen ist die KonräÖs saga keisara- 
sonar wol als eine nordische Originalschöpfung unter benutzung 
fremder motive anzusehen. Auch bei der noch unedierten saga 
Frä Hektor ok koppum hans hat man sicherlich nicht an eine 
französische vorläge zu denken; sie charakterisiert sich als eine 
erzählung, die sich vollständig in den stereotypen bahnen der 
lygisogur bewegt. Eine nicht geringe anzahl weiterer harren 
noch einer genaueren durchforschung. 

§ 8. Für die bearteilung von Stellung und wert jeder 
einzelnen saga ist natürlich ihr Verhältnis zur vorläge in erster 
linie massgebend; hier fehlt es jedoch mehrfach noch an ein- 
schlägigen vorarbeiten, die überdies durch den vorhin er- 
örterten umstand, dass wir die meisten texte nur in mehr 
oder minder stark gekürzter und sonst modifizierter form vor 
uns haben, erheblich erschwert, ja in bezug auf ihre resultate 
oft rein illusorisch werden. Denn es lässt sich unter solchen 
umständen nicht ausmachen, ob etwa die den Zusammenhang 
schädigende auslassung einer wichtigen notiz oder die hinzu- 
fligung eines momentes, welches mit sonstigen berichten in 
der saga nicht übereinstimmt, der nachlässigkeit des saga- 
schreibers oder der eines bearbeiters zuzurechnen ist. Be- 
sonders zu berücksichtigen sind bei der vergleich ung natürlich 
abweichungen vom original und hinzufügungen, namentlich 
wenn dieselben im interesse des nordischen lesers angebracht 
sind oder nordischen sitten ihren Ursprung verdanken. 

IL Der sagenstoff von Floire et Blancheflor und seine 
entwickelnng im skandinavischen norden. 

§ 9. Die entwickelnng der sage von Floire et Blanche- 
flor ist in neuerer zeit zweimal monographisch behandelt 
worden, von H. Herzog: Die beiden Sagenkreise von Flore und 
Blanscheflur (Germania XXIX, s. 137 flf.) und von Hausknecht: 
Floris and Blauncheflur (Berlin 1885, s. 1 flf.). Des letzteren 
darstellung ist klar und übersichtlich, die einigermassen ver- 
wickelten ausführungen Herzog's sind ergebnisreicher, speziell 

Sagabibl.V. b 



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X Einleitong. 

auch für die skandinavischen fassungen. Endlich ist hier noch 
die Schrift von C. Sundmacher: Die altfranzösische und mhd. 
bearbeitung der sage von Flore und Blanscheflur (Göttingen 
1872) zu nennen, auf die ich mich öfter zu beziehen haben 
werde, trotzdem der autor die skandinavischen bearbeitungen 
gänzlich unbeachtet gelassen hat. Indem ich für jede genauere 
Informierung auf diese Untersuchungen verweise, begnüge ich 
mich hier mit einer ganz kurzen allgemeinen Orientierung, wie 
sie zum Verständnis alles folgenden unumgänglich nötig ist. 

Wir können zwei hauptklassen der bearbeitungen unserer 
sage unterscheiden. Zur ersten gehört, abgesehen von den 
nordischen fassungen: 

1. vor allem ein abenteuerroman von 2974 versen, nach 
drei hss. ediert von Ed61estand du M6ril: Floire et Blanceflor, 
Pommes du XIIP sifecle etc., ä Paris 1856, s. 1—124 (= frz. 1, in 
meinen anmerkungen nur als frz. bezeichnet). Alle drei hss* 
gehen auf eine urhs. zurück, welche schon eine hie und da 
zusammengestrichene redaktion aufgewiesen haben muss; daher 
kommt es, dass die auf dieser fassung beruhenden fremd- 
ländischen bearbeitungen der sage nicht selten einzelne plus- 
züge gemeinsam aufweisen, die sie, unabhängig von einander, 
ausführlicheren frz. hss. entnommen haben. Oefters sind ferner 
die lesungen der hs. B denen von A vorzuziehen. 

2. Das am anfang des 13. jhs. abgefasste mittelhoch- 
deutsche gedieht von Konrad Fleck: Flore und Blanscheflur, 
herausgegeben von E. Sommer, Quedlinburg und Leipzig 1846 
(= F); obwol vielfach wörtlich zum französischen stimmend, 
ist dasselbe im ganzen als eine freie bearbeitung seiner vor- 
läge anzusehen. 

3. Die bruchstücke eines niederrheinischen Floyris, heraus- 
gegeben von Steinmeyer, Ztschr. f. d. a. XXI, s. 307 flf. (= ndrh.). 

4. Das mittelniederländische epos Floris ende Blancefloer 
des Diederik van Assenede. Met inleiding en aanteekeninger 
door H. E. Moltzer. Groningen 1879. Hie und da dem original 
gegenüber etwas erweitert, folgt es demselben im allgemeinen 
ziemlich genau (= D). 

5. Die mittelenglische romanze Floris and Blaunseheflur, 
herausgegeben von E. Hausknecht, Berlin 1885 (= engl.). 

6. Das mittelniederdeutsche gedieht Flos unde Blankfios, 



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II. Der sagenstoff und seine entwiokelung. XI 

herausgegeben von St. Wätzoldt, Bremen 1880 (= nd.). Dazu 
kommen dann die später zu besprechenden skandinavischen 
fassungen. 

Zum zweiten kreise gehört: 

1. Eine zweite altfranzösische Version; abgedruckt bei du 
M6ril a. a. a 8. 125 flf. (= frz. 2.). Vgl. Hausknechts ausgäbe 
des englischen gedichtes, s. 4 flf. 

2. Das Cantare di Fiorio e Biancifiore, herausgegeben von 
Hausknecht, Archiv f. d, stud. d. neueren sprachen u. litteraturen, 
bd. 71, s. 1 flf.); vgl. auch Hausknecht a. a. o. s. 21 AT. (= Cant). 

3. Boccaccios Filocolo (=« Bocc). 

4 Das neugriechische gedieht, Medieval Greek Texts etc., 
edited by W.Wagner, London 1870 (= gr.); vgl. Hausknecht 
a. a. 0. s. 41 flf. 

6. Der spanische prosaroman Flores y Biancaflor, zuerst 
gedruckt Alcala 1512; vgl. Hausknecht a. a. o. s. 50 flf. 

In meinen noten werden von den hier aufgezählten fassungen 
in der hauptsaehe nur frz., F, D und engl, zur vergleichung 
herangezogen werden. 

§ 10. Ueber die abfassungszeit der Flöres saga ok Blanki- 
flür ist aus dieser selbst etwas bestimmtes nicht zu ermitteln. 
Nur deutet das unten zu besprechende norwegische fragment 
darauf hin, dass die Übertragung dieser dichtung in Norwegen 
vorgenommen ist, also unsern obigen erörterungen zufolge wol 
vor 1319. Von den anderen auf uns gekommenen hss. trägt 
die einzige vollständige schon ganz den Charakter einer is- 
ländischen redaktion des alten textes an sich. 

Der inhalt ist kurz folgender: Flöres, der söhn des königs 
Felix, der in Aples residiert, und Blankiflür, die tochter einer 
auf einem beutezuge gefangenen Christin, sind am gleichen 
tage geboren und mit einander aufgewachsen und unterrichtet 
worden. Als der könig bemerkt, dass die kinder eine tiefe 
Zuneigung zu einander gefasst haben, will er, um seinen söhn 
vor einer nicht standesgemässen heirat zu bewahren, Blankiflür 
töten, entschliesst sich aber auf den rat seiner gemahlin, Flöres 
allein zu seiner Schwägerin Sibila nach Mintorie zu schicken, 
damit er Blankiflür vergesse. Da aber auch dort die Sehn- 
sucht nach dem mädchen ihn verzehrt, und das schlimmste 

b* 



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XII Einleitung. 

zu befürchten steht, willigt der könig in seine rtiekkehr, doch 
wird vorher Blankiflür an kaufleute verhandelt, von welchen 
sie der admiral von Babylon erwirbt und sie in seinen jung- 
frauenturm in strenge bewachung gibt. Dem zurückgekehrten 
Flöres wird gesagt, sie sei gestorben, und ihm auch ihr grab- 
mal gezeigt. Als ihn jedoch sein kummer zu einem Selbst- 
mordversuche treibt, erringt die königin von ihrem gemahl die 
erlaubnis, ihrem söhne die Wahrheit zu entdecken, und dieser 
beschliesst nun sofort, nach Blankiflür zu suchen, bis er sie 
sich zurückgewonnen habe. Mit kostbaren waaren und gefolge 
reich ausgestattet, und von seiner mutter mit einem wunder- 
kräftigen ringe beschenkt, reist er als kaufmann über Beludätor 
(= Bagdad) nach Babylon, wohin die durch die wirte in den 
verschiedenen herbergen erhaltenen winke ihn führen. Hier 
wird er von dem brückenpächter Daires, an den ihn ein 
fährmann empfohlen hatte, über die Verhältnisse in Babylon 
im allgemeinen und über den Jungfrauenturm und die ge- 
pflogenheiten des admirals im besonderen unterrichtet, der 
jedes jähr seine gemahlin wechselt und die absieht hegt, für 
das nächste Blankiflür zu wählen. Nachdem alles abmahnen 
von Daires' seite sich als fruchtlos erwiesen hat, gibt ihm 
dieser den rat, den sehr bösartigen türwächter des turmes 
wiederholt beim Schachspiel gewinnen zu lassen und ihn 
schliesslich durch das geschenk eines kostbaren bechers, den 
die kaufleute ausser anderen Wertgegenständen für Blankiflür 
gegeben hatten, sich vollständig ergeben zu machen. Der plan 
glückt, Flöres wird in einem korbe, unter blumen versteckt, in 
den türm getragen, gerät jedoch zunächst versehentlich in das 
gemach von Blankiflürs freundin Elöris, die nun die vertraute 
der liebenden wird. Als aber der admiral eines morgens 
Flöres auf Blankiflürs lager in zärtlichster umarmung mit ihr 
überrascht, will er ihn sofort töten, lässt sich indessen bereden, 
die entscheidung über sein Schicksal den grossen seines reiches, 
die sich demnächst in Babylon versammeln werden, zu über- 
lassen. Nachdem diese verschiedene vorschlage gemacht haben, 
wird Flöres' anerbieten, für Blankiflür und den türhüter einen 
Zweikampf zu bestehen, angenommen: wird er überwunden, 
so soll er erschlagen werden, Blankiflür und der türhüter 
aber den feuertod sterben; trägt er den sieg davon, so wird 



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II. Der sagenstoflf und seine entwickelung. XIII 

Blankiflür die seine, dem ttirhtiter wird das leben geschenkt, 
und Flöres sollen vom könig alle kosten ersetzt werden, 
die er bei der reise aufgewendet hatte. Flöres besiegt nach 
hartem kämpfe, in welchem der von seiner mutter ihm mit- 
gegebene ring ihn vor Verwundungen schützt, den ihm gegen- 
über gestellten ritter. Er lehnt das vom könige ihm gebotene 
gold ab, sorgt aber dafür, dass alle diejenigen, welche sich 
ihm freundlich erwiesen haben, reiche belohnung erhalten. 
Nach einjährigem aufenthalte in Babylon kehrt das paar in 
die heimat zurück, wo inzwischen Flöres' eitern gestorben sind, 
und Flöres wird zum nachfolger seines vaters gewählt. Er 
vermählt sich mit Blankiflür und sie beschenkt ihn im laufe 
der nächsten jähre mit drei söhnen. Da die königin den 
wünsch ausspricht, das Stammland ihrer familie zu sehen, so 
reist Flöres mit ihr und zahlreichem gefolge zunächst zu 
schiffe nach Rom, dann weiter zu pferde nach Frankreich, wo 
sie ihre verwandten begrüssen. Hier stellt Blankiflür ihrem 
gemahl die alternative, entweder seinerseits sich zum Christen- 
tum zu bekehren oder sie zu verlieren, da sie für diesen fall 
gelobt habe, ins kloster zu gehen. Flöres wählt die erstere 
auskunft, das fürstliche paar lässt sich und sein gefolge taufen, 
und ebenso stellt Flöres nach seiner rückkehr seinen Unter- 
tanen die wähl, das Christentum anzunehmen oder den tod zu 
erleiden. Im alter von 70 jähren teilen sie das reich unter 
ihre söhne und ziehen sich aus dem weltleben zurück, er in ein 
mönchskloster, sie in ein nonnenkloster, um dort den rest ihres 
lebens in frommen Übungen zuzubringen. 

§ 11. Ich sehe hier ganz von der frage ab, ob dieser 
sage wirklich byzantinischer Ursprung zuzuerkennen ist, wie 
zuerst du Möril und nach ihm die meisten anderen litterar- 
historiker angenommen haben, oder ob dieselbe in Südfrank- 
reich oder Spanien entstanden ist, wie Job. Wehrle in der 
ziemlich unbeachtet gebliebenen einleitung zu seiner Übersetzung 
von Flecks gedieht (Blume und Weissblume, eine dichtung des 
dreizehnten Jahrhunderts, Freiburg 1856, s. XXIII flf.) nicht ohne 
geschick zu erweisen gesucht hat, und wende mich gleich der 
spezielleren frage nach der quelle der nordischen saga zu. Es 
unterliegt keinem zweifei, dass bis zu c.22,9 frz. 1 als die einzige 



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XIY Einleitnng. 

quelle der saga anzugehen ist, der sie mit ziemlicher genanigkeit 
folgt. Im einzelnen hat der Übersetzer oft gekürzt, aber kaum 
ein wesentliches moment der erzählung übergangen; mancherlei 
kttrzungen fallen überdies der unheilvollen tätigkeit des is- 
ländischen bearbeiters zur last. Von weglassung grösserer 
stücke sind nur zu nennen frz. v. 517 — 538, ein gespräch des 
königs mit seiner gemahlin, v. 541 — 648, die beschreibung von 
Blankiflürs grabmal, v. 653—662, das verbot des königs, F16res 
von dem Schicksal des mädchens mitteilung zu machen, v. 1119 
bis 1132, eine scene aus einem gastmahl. An auslassungen 
im einzelnen fehlt es auch sonst nicht. Eigene zutaten sind 
selten; ebenso selten sind änderungen; unter ihnen ist be- 
merkenswert die abweichende Schilderung der Wasserleitung 
im Jungfrauenturme, die allerdings wol nur einer falschen les- 
art im frz. texte ihren Ursprung dankt (vgl. die anm. zu 
c. 6, 8 flf.); bemerkenswert ist auch die mehrmalige bezeichnung 
von kostbaren zeugen als „wendisch", wo im original andere 
Ursprungsländer genannt sind (vgl. zu c. 7, 3 und c. 10, 10) ; 
hier macht sich das interesse des Norwegers für die handeis- 
Verbindungen seiner heimat geltend. 

Abweichend gestaltet sich der schluss. Den übrigen Ver- 
tretern der ersten gruppe zufolge werden die kinder zum 
feuertode verurteilt. Jedes will dem anderen, um es zu 
retten, den ring aufdrängen ; Bl. lässt ihn fallen und ein herzog, 
der ihr gespräch erlauscht hat, hebt ihn auf und berichtet 
dem admiral von dem selbstlosen streite der liebenden. Dieser 
erneuert sich, als der admiral, der von der scheiterhaufen- 
strafe abgesehen hatte, sie mit dem Schwerte töten will, das 
schliesslich seiner band entfällt. Endlich gewährt er, durch die 
besänftigenden werte eines bischofs bestimmt, ihnen Verzeihung; 
und Fl. erzählt nun alle seine Schicksale und bittet den ad- 
miral, ihm Bl. zu überlassen. Dieser schlägt Fl. zum ritter 
und vermählt ihn mit BL, während er seinerseits Claris zur 
gemahlin nimmt. Als Fl. vernimmt, dass sein vater gestorben 
ist und man ihn zu dessen nachfolger zu machen wünscht, 
lässt er sich nicht länger in Babylon halten, sondern kehrt 
in die heimat zurück. Als sie hier angelangt sind, nimmt 
Fl. seiner gemahlin zu liebe das Christentum an und fordert 
seine Untertanen gleichfalls dazu auf. 



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II. Der sagenstoff und seine entwiekelung. XV 

Dass diese entwiekelung der erzählnng dem ganzen Cha- 
rakter des Stoffes besser entspricht als die in der saga gebotene, 
wo aus dem zarten, frauenhaft geschilderten Flöres auf einmal 
ein gewaltiger recke wird, der dem besten ritter am hofe den 
sieg abgewinnt, liegt auf der band, und die frage ist nur, ob 
diese letztere darstellung dem nordischen Übersetzer zuzu- 
schreiben oder schon in dessen vorläge vorauszusetzen ist. 
Storm in seiner gleich zu nennenden abhandlung s. 35 vertritt 
die erstere ansieht, Herzog a. a. o. s. 206 ist der umgekehrten 
meinung, dass bereits in der frz. vorläge der schluss der er- 
zählung sich ebenso entwickelt habe; in der tat weist er nach, 
einmal, dass in frz. 2 sich an dieser stelle ein ähnlich ver- 
laufender Zweikampf findet, und ausserdem, dass der hierauf 
folgende rest des romans dem in Boccaccios Filocolo sehr ähn- 
lich ist, der auch sonst viele bertthrungen mit frz. 1 zeigt. 

§ 12. Von der königin Eufemia sprachen wir oben. Unter 
den drei dichtungen, deren abfassung sie veranlasste, interessiert 
uns hier nur Flores och Blanzeflor, ediert von 6. E. Klemming, 
Stockholm 1844. Am Schlüsse dieser fassung heisst es so, 
V. 2102 flf.: 

Nu hafuer thenne saghan aenda; 

Gudh OS sina nadher ssendse! 

Then them loot vsenda til rima, 

Eufemia drOtning ij then sama tima, 

Litith für sen hon do, 

Gudh gifui henna siaell nadher ok ro, 

Swa ok them ther hsenne giordhe 

Ok allem them ther bokena hördhel 

Da Eufemia 1312 starb, so muss diese version des Stoffes 
etwa 1311 entstanden sein. Ueber die weiteren, sich an die- 
selbe knüpfenden fragen ist viel hin und her gestritten worden 
(vgl. namentlich meine erörterungen ttber die quelle von Herr 
Ivan Lejon-riddaren in: Riddarasogur, Strassburg und London 
1872, s. XII ff., 6. Storm, Om Eufemiaviserne, Nordisk tidskrift 
for filologi og paedagogik, n. r. I, 1874, s. 22 ff., K. R. Geete, 
Studier rörande Sveriges romantiska medeltidsdiktning. I. Eu- 
femia-visorna, Upsala 1875; 0. Kloekhoff, Studier öfver Eufemia- 
visorna, Upsala 1880; endlich H. Herzog a.a.O. pass.). Es 



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XVI Einleitung. 

dürfte jetzt als feststehend gelten, dass FL och Bl. ebenso wie 
Herra Ivan nur auf grund der entsprechenden norwegischen 
prosasagas in ihrer ursprünglichen form direkt in schwedischer 
spräche abgefasst worden sind, zu einer zeit, als die schon 
einmal aufgehobene Verlobung des schwedischen herzogs Erich 
mit Eufemias tochter Ingeborg wieder hergestellt war; über 
den Verfasser ist nichts bekannt. Insofern nun die visor sich 
auf ältere und vollständigere hss. der sagas gründen, als in 
denen sie uns jetzt vorliegen — der dichter der Flöres saga 
hat ein, der urhs. der N-klasse nahestehendes ms. vor sich ge- 
habt — können sie mit nutzen für die inhaltliche Wieder- 
herstellung des ursprünglichen textes verwendet werden. 

Die schwedischen visor wurden weiter im letzten viertel 
des 15. jhs. in dänische spräche umgesetzt; die dänische fassung 
unseres gedichtes wurde nach einer hs. und einem alten druck 
herausgegeben von C. J. Brandt, Romantisk digtning fra middel- 
alderen, L, Kob. 1869, s. 285—356, und IL, Kob. 1870, s. 289 
bis 348. Da der Übertragung eine gute schwedische hs. zu 
gründe lag, so ist hie und da auch sie für die kritik der 
saga von interesse. 

Dass der anmutige sagenstoflF von der liebe der beiden 
kinder keinen isländischen dichter des 14. oder 15. jhs. zur 
abfassung von Flöres rimur ok Blankiflür veranlasst hat, ist 
auffallend genug; nur einmal findet ihre geschieh te er wähnung 
in dem mansgngr zur VII. GeirarÖs rima, str. 10 f.: 

Harma bann at Flöres fann 
I fraegöum trür, 

L6k um hann, )7vi brjöstit brann 
Fyrir Blankinflür. 

S^gÖ var dauÖ frä sinum auÖ 
En svinna meyja; 
Harmrinn bauÖ fyrir lijartans nau?5 
Hilmi at )?reyja. 

Dagegen behandeln die Keinalds rimur, die ich in meinen 
Beiträgen usw. s. 223 ff. kurz analysiert habe (vgl. auch Herzog 
a. a. 0. s. 152), einen namentlich in bezug auf den ersten teil 
sehr ähnlichen stoflF; sie dürften auf eine verschollene saga 
zurückzuführen sein, die ihrerseits aus einem jetzt verlorenen 
frz. abenteuerroman geschöpft hatte. 



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II. Der sagenstoff und seine entwickelang. XVII 

Es ist ferner von Interesse, dass eine der lygisggur, 
Sagan af SigurSi )^ogula (Utgefandi: Einar PörCarson, Reykja- 
vik 1883) die heldin der erzählung aus der ehe zwischen 
Flöres und Blankiflür entsprungen sein lässt. Es heisst da in 
cap. II (s. 5): Penna tlma r^Ö fyrir Frakklandi sä konungr, er 
Flöres h6t. Pessi konungr haf 8i verit enn fraegasti ok enn ägsetasti, 
er i Frakklandi hefir rlkt. Hann var kynjaör utan af Püli 1 
f^Öurajtt, en mööurkyn hans var allt komit frä Frakka-kon- 
unga hgföingjum. FaSir hans var Felix konungr af borg 
)?eiri, er Aples höt. Hans dröttning h6t Blantzeflür, er vsenni 
var hverri konu. Hon haf 8i verit flutt üt i Babilön, ok )?annig 
hafßi Flöres konungr sott hana meÖ miklum a3vintyrum, sem 
segir 1 sggu hans. Pau dttu eptir eina döttur, er Sedentiana 
het . . . ok var5 hon eigi manni gefin, meöan faöir hennar ok 
möÖir ättu fyrir at sjä. Nu var sä timi kominn, er konungrinn 
ok dröttningin vildu skiljaz frä oila välki veraldarinnar ok 
)?jöna sörliga gu8i, eptir )?vl sem )?au hgföu heitit, ]>A er )?au 
hgfÖu verit 1 sinni harÖri }?vingan ok j^rautum i Babilön; ok 
)>öat Blantzeflür foeddi }?essa meyju meÖ heiÖnum )>jö8um, 
p& haföi hon p6 kennt henni kristilega trü leyniliga. Ok 
sem t?au kömu aptr or Kaldealandi, or enni miklu Babilön, 
tööi Blantzeflür slnum unnusta Flöres margar rgksemöir kristi- 
ligrar trüar, ok fyrir hennar äeggjan för konungrinn Flöres üt 
yfir hafit til Jörsala, ok varÖ viss sanninda um 9II psm täkn, 
er värr herra Jesus Kristr geröi her 1 heimi, ok eptir )?at för 
hann aptr ok tök heilaga trü, ok var ]>& foedd Sedentiana, 
döttir )?eira. En äÖr en konungr skilöiz vift sitt rlki, fekk 
hann til eignar ok forrajöis döttur sinni bseÖi Ipnd 9II ok 
lausafe, borgir ok kastala, meÖ 8k9ttum ok skyldam, ok löt 
alla lands hgföingja sverja henni trünaÖareiÖ, svä sem hon 
vaeri einvalds- konungr yfir 9IIU landinu . . . Eptir )?etta allt 
fyllt ok framkva?mt skilz konungr viÖ sina döttur Sedentianam 
ok allt fölk ok leitaöi sör leyniligra staöa; en Sedentiana 
settiz i sina borg, ok snyz nü til hennar oll rikisstjörn. 

Es ergiebt sieh aus diesem passus, dass der Verfasser des 
vorliegenden nordischen ?ibenteuerromans mit den tatsachen der 
Flöres saga ok Blankiflür im allgemeinen wol vertraut ist. Freilich 
ist dort von drei söhnen des königspaares, hier nur von einer 
toebter die rede, denn dass nach den anderen fassungen des 



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XYin Einleitung. 

ersten kreises Bertha, die mutter Karls des grossen, der ehe 
von Flöres und Blankiflür entsprosst, kommt in diesem zu- 
sammenhange nicht in betracht. Auch von einer wallfahrt 
nach Jerusalem seitens des Flöres weiss die saga nichts. 

Schliesslich bemerke ich noch, dass ein modemer is- 
ländischer dichter, Niels Jönsson, Bfmur af Flöres ok Blanze- 
flür geschrieben hat, welche Akureyri 1858 im druck er- 
schienen sind. 

m« Die handsehriften der saga. 

§ 13. Von der Flöres saga ok Blankiflür ist nur öine 
vollständige pergamenthandschrift auf uns gekommen, A. M. 
no. 489, 4**, jetzt no. 1261 (vgl. Kai over den Amamagnaeanske 
händskriftsamling, förste bind, Keb. 1889, s. 662), wo sie auf 
fol. 27 b — 36 a enthalten ist = M. Leider repräsentiert die- 
selbe eine vielfach gekürzte und abgeänderte redaktion des 
textes; ganz gestrichen ist hier z. b. die beschreibung der 
färbe und ausstattung des pferdes, welches könig Felix seinem 
söhne auf die reise mitgiebt, in c. 10, 9 flf. Eine wertlose 
kopie dieser hs. enthält die papierhs. 32 in Basks Sammlung 
in Kopenhagen. 

Von einer zweiten pergamenths., welche den ursprünglichen 
text viel treuer und vollständiger gewahrt hat, sind in ms. 
A. M. no. 575a, 4«, jetzt no. 1430, fol. 9a— 16b (= N) nur drei 
längere fragmente erhalten, s. 1, 1 — s. 23, 5, s. 26, 7 — s.34, 12, 
s. 41, 14 — s. 50, 14. Das ist folgendermassen zu erklären. 
Die drei ersten folios bilden den zweiten teil einer läge von 
acht blättern; das letzte derselben (fol. 12) ist auf der rttck- 
seite stark abgerieben. Von der folgenden läge, welche jetzt 
nur vier blatt enthält, fehlen die beiden äusseren sowie die 
beiden innersten blätter. Ueberdies sind eine anzahl blätter 
stark eingerissen und die risse in neuerer zeit mit fliesspapier 
verklebt worden, das nun natürlich auch manchen an sich 
noch lesbaren buchstaben zugedeckt hat. Von der freundlichst 
erteilten erlaubnis, in solchen fällen das papier behutsam zu 
entfernen, habe ich tiberall da, wo es nötig erschien, gebrauch 
gemacht. 

Ein blatt in altnorwegischer spräche, enthaltend s. 54, 2 — 



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III. IV. Handschriften und ausgaben. XIX 

s. 58, 1 meiner ausgäbe der saga, im „Norske rigsarchiv" (= R), 
wurde zuerst erwähnt von P. A. Muneh, in Norsk tidsskrift for 
videnskab og literatur, Christiania 1847, s. 38, der dasselbe in 
das 14. jhs. setzt. Veröffentlicht wurde das fragment erst von 
Gustav Storm in Nord, tidskr. for filol., n. r. I (1874) s. 24—28. 
Es enthält den text nicht nur in einer sprachlich alten, sondern 
auch inhaltlich sehr vollständigen form. Leider fehlt ein viertel 
des betr. blattes und mit ihm eine grössere anzahl von wort- 
gruppen. 

Diese drei hss. sind von einander durchaus unabhängig. 
Dass M nicht eine kopie von R ist, ergiebt sich daraus, dass 
ersteres ms. an drei stellen eine vollständigere lesung bietet. 
Ebenso wird auch N hie und da durch M ergänzt oder ver- 
bessert, woraus erhellt, dass letzteres auch jener hs. gegenüber 
eine selbständige Stellung einnimmt.^) 

IV. Ausgaben. 

Von unserer saga war bisher nur 6ine ausgäbe erschienen, 
in den Annaler for nord. oldk. og bist. 1850, s. 3 ff., besorgt 
von dem Isländer Brynjölfr Snorrason. Hier ist zunächst 
M vollständig abgedruckt, s. 6 — 66, mit beigefügter dänischer 
Übersetzung. Darauf folgen die bruchstücke von N, s. 68—84. 
Den schluss bilden die „Anmserkninger", welche das enthalten, 
was wir in das litterarhistorische capitel der einleitung ver- 
weisen würden; dieser abschnitt der publikation ist nach 
Brynjölfr Snorrasons frühem tode von Gfsli Brynjülfson ab- 
gefasst worden. Die resultate einer genauen nachkoUation 
der texte habe ich im Archiv f. d. stud. d. n. spr., band 93, 
8. 117—122 mitgeteilt; es ergibt sich, dass Brynjölfr Snorra- 
son wol im allgemeinen nicht unsorgfältig gearbeitet hat, dass 
aber doch an einer ganzen anzahl von stellen versehen, z. t. 
auffälliger art untergelaufen sind. 

In der hier gebotenen neuen ausgäbe habe ich es für 
richtig gehalten, zunächst den besten und vollständigsten text 
vorzuführen, welcher sich mit dem auf uns gekommenen hand- 
schriftenmaterial gewinnen Hess. Die hs. N wurde für alle 



Eine eingehende erörterung des Verhältnisses der drei hss. zum 
frz. original gedenke ich demnächst in einer fachzeitschrift vorzulegen. 



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XX Einleitung. 

die teile der saga zu gründe gelegt, welche in den drei frag- 
menten erhalten sind; von dem Schlüsse des letzten derselben 
ist nur durch ein kurzes sttick getrennt das alte fragment R, 
welches nun ebenfalls in den haupttext aufgenommen wurde. 
Die Iticken zwischen den vier bruchstticken, sowie der ganze 
Schlussteil der saga von dem ende von R ab, mussten durch 
die minderwertige hs. M ausgefüllt werden. Endlich aber erschien 
es, da N und M, wie schon bemerkt, von einander unabhängig 
sind, insofern letztere hs. trotz ihres inferioren wertes im all- 
gemeinen doch an verschiedenen stellen ausführlichere oder 
bessere lesungen enthält wie N — Herzog a. a. o. s. 171 glaubt, 
freilich irrtümlicher weise, sogar, M stehe der Urform der saga 
näher wie N — dringend wünschenswert, besonders für die 
zwecke des litterarhistorikers, abweichend von dem sonstigen 
prinzipe dieser Sammlung, auch die für den haupttext nicht ver- 
werteten stücke von M mitzuteilen, statt den interessenten auf 
den schwer zugänglichen abdruck in den Annaler zu verweisen. 
Dieselben sind also anhangsweise in petitdruck beigefügt mit 
Sperrung derjenigen werte und Sätze, welche, dem ergebnis 
der Untersuchung zufolge, den Wortlaut des ursprünglichen 
sagatextes repräsentieren. Dieselben in den haupttext ein- 
zufügen, wäre zwar wol an den meisten stellen angängig ge- 
wesen, an manchen jedoch infolge der Verschiedenheit der satz- 
konstruktion wieder nicht, so dass konsequenz in der behandlung 
der betreffenden stellen sich nur auf diesem wege erreichen 
liess. Da bei dieser Sammlung die beigäbe von textkritischem 
apparat grundsätzlich ausgeschlossen ist, so muss ich die unter 
meinen lesern, welche sich über korrekturen, verschreibungen 
einzelner buchstaben oder ausfall derselben infolge von Ver- 
letzungen im Pergamente unterrichten wollen, auf Snorrason's 
noten sowie auf meine oben erwähnte abhandlung im Archiv 
verweisen. In der hier beigefügten anmerkungi) verzeichne 

s. 2, 7 ver] verloren, s. 3, 1 upp ä] verloren, s. 5, 8 sinni mö'Öur] 
nnr dur erhalten, s. 8, 9 skölä] pess sköla N. s. 9, 8 vissi] ergänzt. 10 at] 
ergänzt von Sn. s. 12, 9 sakir] sakir er(?) N. s. 13, 1 pö] /><i N. 16 
hennar] ergänzt von Sn. s. 16, 1 Malter] Hesse sich anch Maltus lesen. 
4 för] ergänzt von Sn. 6 eigi er^nzt. 13 fystiz] fysist N. s. 18, 4 fyrir] 
xN. 8. 19, 3 kann gaf] seldu N. s. 20, 1 Babilön] keisari fügt N hinzu. 
hcmä] ergänzt. 6 steinprö] ergänzt von Sn. 12 hennar] simiar N. s. 21, 



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IV. Ausgaben. XXI 

ich nur die stellen, wo ganze worte oder wortreihen ergänzt 
resp. gestrichen worden sind, wo es nötig erschien, mit bei- 
gefügter motivierung. Die anmerkungen endlich enthalten nicht 



12 hon] kann N. s. 22, 17 getinn matfr] sehr erloschen in N. s. 23, 2 lofs] 
unsicher. vertS ok] unlesbar. 3 sd — elskatüi pik] unlesbar. 10 er] ergänzt 
von Sn. 12 En] verloren, senniligä] so Sn.; seinliga M. 13 f. hindrat kann] 
ergänzt. 17 min{2)] ergänzt von Sn. s. 24, 6 dtt] ergänzt von Sn. 16 ma] 
ergänzt von Sn. s. 25, 4 Huggaztu] hyggattu oder hygnattu M. s. 27, 17 
kann] hon N. s. 28, 17 Idtir] laut Mer N. s. 30, 4 virt] vert N. heizt] 
heldr zu lesen? s. 31, 10 var] verloren, s. 33, 14 ek{2)] verloren, s. 35, 6 
var] er^zt von Sn. s. 36, 3 pd] po M. 6 f. draJck. Pd] bis auf d ver- 
loren. 8 vegnd] verloren. 13 d] verloren, s. 37, 3 Pigg pu] verloren. 
7 peir(l)] verloren, s. 38, 5 svd] ergänzt von Sn. 6 farhirtüir] so Sn.; fiar- 
hirder M. s. 39, 1 Farhirt^ir] so Sn. ; fiarhirder M. 7 farhirtüinum] so 
Sn.; fehirdinum M. 8 farhirtüi] so Sn.; fehirdi M. 11 FarhirtSir] so Sn.j 
fehirder M. Ib Vit erum helmingar] nur ar erhalten. 16 er (2)] ergänzt, 
s. 40,1 fingrgull] fingt verlören. 4 fundu pann er] verloren. 10 rihr] 
verloren. \Z par] verloren. 14 f. Ek em einn] verloren, s. 41,2 erindi] 
verloren. 4 varr] verloren. 9 h^r] verloren, at] er M. s. 42, 16 cettingi] 
ce N. s. 45, 9 VI] schwerlich III zu lesen, s. 47, 2 tiöttina] verloren. 
matSr] mann N. s. 48, 2 enu] hina N. s. 49, 11 peir] so Sn.; j&er N. 14 
by^r] Hesse sich auch bytfi lesen, s. 50, 1 vald] verloren. 2 IUI] könnte 
vielleicht auch VII gelesen werden, s. 54, 2 pviat hann] ergänzt. Die 
folgenden ergänzungen zu R stammen meist von Unger her; zuweilen jedoch 
weiche ich von ihm ab ; für die motivierung bin ich stets allein verantwort- 
lich. 2 f. per — en ergänzt; vgl. M: metf per C merkr brends silfrs ok legg 
viJ, en; schw. v. 1178 f.: Thu haff een asrlik posa fuU, Thet* ij hundradha 
öra gullj und frz. v. 1875 f.: Et vouSj en vostre mance avez Cent onces d'or^ 
qu*a li metrez. 4 f. fe]nu — e[f ergänzt ; vgl. M. : fenu mdttu blekkja hann, 
ef svd ery sem ek cetla. Ok ef, und frz. v. 1879 f.: Car a engien, si com 
fespoir^ Le decevrez par vostre avoir. 6 aptr — bar[t ergänzt; vgl. M: aptr 
ok pat metS, erpu haf^ir, und frz. v. 1881 f. : tout li rendez Et vos cent onces 
li donez'y schw. v. 1185 umgekehrt: Thit eghith ok thz han beer til. 7 f. 
hann—pakka ergänzt; vgl. schw. v. 1187: Tha vndra han thz sannelik\ 
M : en hann mun mjok pakka^ und frz. B v. 1883 f.: Et ü moult s'esmerveiUera 
Et du don graces vos rendra. 8 f. pik — eptir er^zt; vgl. schw. v. 1188: 
Ok bidher thik thiit ater ga, und frz. B v. 18832flf.: Au departir vos proiera 
. . . Et Vendemain la repaiHez. 10 tak — efpu ergänzt; vgl. frz. 1887 flf. : Au 
ju a double porter ez. Si gaaigniez; schw. C v. 1191 etwas anders: Annat 
slikt gwl thu medh thik beer, 11 f. pvi — Ok ergänzt; frz. v. 1890 dürfte 
in der dem sagaschr eiber vorliegenden hs. diesen Inhalt geboten haben. 

13 pik—v[ill ergänzt; vgl. schw. v. 1195 f.: Bidher thik ater koma ther, 
Tha sigh at thu thz gerna vil, und frz. v. 1892 f.: Del revenir vou^ proiera. 
Vous li direz. lAf, pu götir — m[ik ergänzt; vgl. M: pu götSr mabr, en mik 
skortir hvärki gull ne silfr; s. auch schw. v. 1196 f. und frz. v. 1893— 5. 



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XXn Einleitung. 

nur alles, was inhaltlich und sprachlich der erläuterung bedtirftis 
ist und führen alle die worte auf, welche in dem Altnordischen 
glossar von Möbius fehlen, sondern heben auch stellen hervor, wo 



15 f. pvi — m%k\la er^zt; vgl. M: pviat p& hefir vit! mik kurteisiliga gart, 
und frz. v. 1897 : Car vous nCavez hien accueUi. 17 haf — t[aflsin8 er^uizt; 
vgl. M: haf metS P&r C merkr guUs tÜ tafls; schw. v. 1202 abweichend: 
Tha akal thu sicdxtighi mark til bcera-^ frz. v. 1899 wieder anders: Quatre 
onces ä!or, 18 f. pA — h[(etii er^nzt; vgl M: ef pu vinnr enrij ßd gef 
honum = schw. v. 1204: Kan thu vinna cen tafflith tha = frz. v. 1902: 
S'il voiAS avient a gaaignier, 19 f. ßü—leggja ergänzt; vgl. TA: ßd mun 
hann bitSja pikj at ßü leggir vid keritj und frz. v. 1905: Dont volra que 
por li ju^Hz. 21 e\igi — lei\ka ergänzt; vgl M: en pu seg, at p&r Idtfiz at 
tefla, und frz. v. 1907: Et voua ne volrez mais jui^. 22 nättvertijoA' — m[un 
ergänzt; vgl. M: e« /m pigg, pviat hann mun; s. auch schw. v. 1207 ff. 
24 ok—8<B[m[a] ergänzt; vgl. frz. v. 1911 : Honorra vovs. s. 55, 10 Flöres] 
Floirea R, und so stets, s. 56, 3 f. FMr]e« — ge[ra er^nzt nach M. 4 f. 
he]im — hann ergänzt; vgl. M: heim, Ok er dyrvgrtSr heyrtfi. 6 gö9f, — 
gpfugs] unsicher ergänzt; vgl. frz. v. 1948: Et eil le vit tant bei et gent 
8 f. at—vü[da er^zt; vgl. schw. v. 1251: Vil thu skaktafuil leka? 10 
Hversu — sagtfi ergänzt nach M. 1 1 f. Flö]re8 — vinnr dem zusammenhange 
nach ziemlich sicher ergänzt ; M, schw. und frz. vac. ; doch vgl. D v. 2697 : 
Doe loefden siit bede gemene. 13 reisjti — hvdrr wol sicher ergänzt. 
14 f. En—dvrv. er^uizt; vgl. M: gaf honum aptr. 15 £ ha]nn — pak[katii 
er^nzt nach frz. v. 1955: mouHt s'en mervetUa, Et por le don Ven-mercta. 
17 kom]a — eptir ergänzt; vgl. M: kom^ til sin d morgin. 18 8k]undar i 
brott ergänzt 19 f. gul]l8 — fram ergänzt; vgl. frz. v. 1961 : ^* ctZ cn t remist 
deu8 cens, 20 f. Flöre8—be[ggia er^zt; vgl. frz. B v. 1962: Flore du 
gaaignier n'est lens, M: at Flöres gaf honum aptr. 22 geysigl ok ortfl. 
er^nzt; vgl. D v. 2718 ff.: doe was die man So blide, dat hi in diere stonde 
Een wort gespreken niet ne conde\ dafür, dass auch nach der saga der 
thttrhüter als sprachlos geschildert werden soll, spricht ok sitSfremi (s. 
Germ. XX, s. 228). s. 57, 1 ÄJvaJ— er unsichere ergänzung. 2 hann — 
morgun[inn ergänzt; vgl. die note zu 1—4. 3 enn] pui R. 10 hann (2) 
fehlt in R. 14 hugr] hugar R. 15 sejr — vUdi ergänzt. 23 var] ok 
dl fügt R hinzu. s. 58, 1 Sitian] tök hann vitf kerinu ok fügt M hinzu. 
hann] ergänzt, s. 59,9 handar(\)] handan M. s. 60, 7 annarri] so Sn.; 
annat(?) M. 8 veggrinn] vegrinn M. s. 61,6 Elöris] Elores u. s. ö. 
s. 64, 6 ek fyrir hana] ergänzt. s. 70, 1 er] er^zt von Sn. s. 71, 7 
variz] er^uizt von Sn. s. 72, 12 komt pü] pu komt M. 16 vita] er- 
^nzt von Sn. s. 73 , 6 farhir^inum] fehirdinum M. s. 74 , 20 Far- 
hirtSinum] fiarhirdinum M. s. 75, 2 er] er^mzt. 12 konungs rikis] er- 
gänzt, s. 76, 15 pau] pa M. 20 peir] ergänzt von Sn. s. 79, 10 tgltiu] 
tauludu M. 15 ßau] pa JA, AI pa er] ergänzt von Sn. s. 80, 2 si] er 
se M. 27 ai] verloren. 31 Meti slikum] nur um erhalten. 41 Herra] 
verloren. s. 81, 7 ok d] verloren. 15 fugl] sehr unsicher; dreAri? 16 



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IV. Ausgaben. XXIII 

das aus einer älteren, verlorenen sagahs. geflossene altseh wedi»die 
gedieht ztige bietet, welche durch vergleichung mit dem frz. 
original oder den anderen bearbeitungen meh als auch dem 
ältesten sagatexte angehörig erweisen, der auf diese art, 
soweit möglich, inhaltlich rekonstruiert wird. Dass nach dieser 
methode auch bei einer neuausgabe des französischen gedichtes 
verfahren werden sollte, habe ich schon Germ. XX, s. 228 an- 
gedeutet. Femer habe ich die stellen namhaft gemacht, wo 
eine lesnng der saga sich nicht an die frz. hs. A, sondern an 
B anschliesst. Endlich habe ich einer besprechung der realien 
eine besondere aufmerksamkeit gewidmet. Wenn nach alledem 
die noten zu dieser saga ein etwas anderes gepräge tragen, 
als die zu den bereits in dieser Sammlung veröffentlichten 
Islendinga sogur, so liegt darin nicht sowol eine tadelnswerte 
inkonsequenz, als vielmehr eine billige rücksichtnahme auf die 
bedeutung dieser romantischen sagas flir die vergleichende 
litteraturgeschichte des mittelalters, wie ich sie Beitr. XIX, 
s. 3 flF. zu charakterisieren versucht habe. 

Jedesfalls aber bin ich herrn prof. Gering dafür zu grossem 
danke verpflichtet, dass er nicht nur in bezug auf die ein- 
richtung meiner ausgäbe unter berücksichtigung dieser gesichts- 
punkte mir so vollständige freiheit gelassen, sondern auch 
durch mitteilung seiner ansichten über einzelne schwierige 
stellen sowie durch sonstige zutaten mein ms. verbessert und 
mich bei der lesung der korrektur unterstützt hat. 

Auch zwei skandinavische gelehrte haben sich um das 
kleine buch verdient gemacht. Herr docent dr. Finnur Jönsson 



gi^t i] verloren. 19 ok] verloren. 20 peir(2)] verloren. 21 stundu] 
verloren. 22 jungfrü] nur i erhalten. 25 Äawa, svä] verloren. 26 HSr] 
verloren. 27 eptir] verloren. 30 hvar] verloren. 46 vceri] ergänzt 
von Sn. s. 82, 11 af] verloren. 13 kann (2)] ergänzt von Sn. 35 
hestrinn] hestinn M. 38 vatn ok sd] verloren. 39 hefir] er hefir M. 
44 kömu par] ergänzt von Sn. peir(2)] ergänzt von Sn. 45 kväti'uz] 
nur k erhalten, s. 83, 1 butfu] verloren. 2 silfrkerum] kerum verloren. 
3 /(^r] verloren. 4 Ävar/ti] verloren. 7 Äow(l)] ergänzt. 2^ npidcurr] nockut 
M. 38 Blankiflür muni elska] nnr reste der lettern erhalten. 40 Ok] ver- 
loren. 42 at ßessi] verloren, s. 84, 1 sakir] verloren, vil] ergänzt von 
Sn. 2 tilpess at] verloren. 4 en ek] verloren. 5 veit] verloren. 8 hvdrki 
grandd] nur h und da erhalten. 13 ok{iy] verloren. 16 kann] verloren. 
32 fHtfust] friduzta M. s. 85, 33 gulU] guU M. 



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XXrv Einleitung. 

in Kopenhagen hatte die gute, eine sehr schwer lesbare stelle 
in N, 8.22,17 — s. 23, 4, nochmals nachzuprüfen und mir seine 
lesung mitzuteilen, während herr dr. A. Taranger in Christiania 
eine neue coUation des fragments K beigesteuert hat. 

Endlich fühle ich mich verpflichtet, der Verwaltung der 
Universitätsbibliothek in Kopenhagen meinen wärmsten dank 
auszusprechen für die liberalität, mit der sie mir nicht nur 
während meines kurzen dortigen aufenthaltes im sommer 1893 
die benutzung der hss. selbst ausserhalb der amtsstunden er- 
möglicht, sondern auch M und N auf längere zeit für meinen 
gebrauch an die hiesige königliche bibliothek geliehen hat. 

Breslau, im april 1896. 

E. Kölbing. 



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Flöres saga ok Blankiflür. 



Die wikingerfahrt des königs Felix. 

I, 1. Felix h6t konungr 1 borg ]>eiri, er Aples heitir, Flor. I. 
ägsetr at fö ok liöi; en hann var heiöinn. 2. Hann bauö üt 
leiöangri ok f6r meÖ her mikinn ok skipum til Jacobs -lands, 
at brenna ok baela ok herja a kristna menn. 3. En hann 



Cap. I. 1. Felix hü konungr. Es 
ist eine bemerkenswerte eigenttim- 
lichkeit des sagastils, den namen des 
beiden in dieser weise an die spitze 
des ersten satzes zu stellen; vgl. z. b. 
Bevis saga c. 1 (FSS s. 209^): Guion 
Mt einn rikrjarl ä Englandi; Magus 
saga e. 1 (FSS s. 1 1) : Jdtmundr Kefir 
keisari heitit; hann ritS fyrir Vem- 
izuborg d Saxlandi. Die frz. vor- 
läge bot dazu wenigstens hier keine 
veranlassung. 

Apks, Welche Stadt hierunter zu 
verstehen sei, ist bis jetzt nicht ge- 
nügend aufgehellt. Der schwedische 
dichter behielt Apples bei (vgl. dän. 
V. 6), das dann durch abschreiber in 
Apolis (BC) oder gar in Apulia (A) 
entstellt wurde; der frz. text bietet 
V. 119 dafür Naples, das noch Storm 
(Nord, tidskr. for filol. I, s. 30) mit 
Neapel zu identificieren scheint, wäh- 
rend Sommer (Flore und Blansche- 
flur s. 285) schon richtig gesehen hat, 
dass das nicht angeht, da es frz. v. 55 
ausdrücklich heisst: Uns rois estoit 
issus d'Espaigne. 

Sagabibl. Y. 



2. 3. Hann bautS üt leitiangri, 
„er rief das volk zu den waffen"; 
ein alter norwegischer rcchtsaus- 
druck, auf den der urtext den Über- 
setzer nicht getührt haben kann. 
Näheres über denselben giebt Finnur 
Jonsson zu Egils s. c. 9, 1. 

3. til JacobS'landSj nach Galizien 
in Nordspanien; frz. v. 58 bietet da- 
für Galisse, Vgl. Sommer zu Fleck 
V. 429 und Karl. s. s. 264 "f.: VirtSuligr 
guds postoli Jacobus predikatii fyrstr 
kristni i Galicia; s. 126«flf.: En fyrir 
pvi frelsti guti meti styrkum ami- 
legg Hispaniam^ at pat rlki hafTfi 
hann fyrircetlat til einsligrar ok 
cemnligrar virtiingar sinum sign- 
ad'a vin, Jacobo postola, Jons bröÖur. 

4. at brenna ok bcela^ „um zu 
sengen und zu brennen", eine ste- 
hende alliterierende phrase; vgl. Sig- 
uröar s. }?9gla s. 67" flf.: En er 
peir koma vid land, brenna peir 
allt ok bcela, drepa menn, en rcena 
ß; Tristr. s. B s. 26«iflf.: sitüan ferr 
hann i Spdn ok herjar ä landitf 
brennir allt ok bcelir, hvar sem hann 

1 



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2 König Felix heert in Galizien. 

Flon I. var }?ar meS liö sitt VI vikur, ok var engi sä dagr, er bann 
reiÖ eigi upp ä land ok brendi borgir ok r^enti f6 ok flutti 
til skipa; ok XXX rasta M strondinni stoÖ bvärki boer n^ 
borg, ok eigi g6 hiindr ok eigi göl hani, svä haföi hann eytt 
5 allt. 4. En er Felix konungr vildi fara heim aptr, p& kallaöi 
konungr til sin einn riddara, ok baö J?ä, herklseöaz ok maelti 
svä: „FariÖ upp til vegarins ok moetiö pilagrimum ]>ar, en ver 
munum hlaöa skipin meöan". 



kemr, ok eytfir byg'd'ina. S. auch 
Fms. IV, 142" und VI, 176» Zum 
wörtlaute vgl. femer Bret. s. c. 8 (Ann. 
1 848, s. 1 36 ^ ff.) : />eir Brutus ok Kor- 
in&us IpgtSu ndlega allt Eqvitaniam 
undir sik, brendu borgir ok drdpu 
menn, en rcentu fe; vgl. das. s. 146®. 

2. 3. ok flutti til skipa; nach flutti 
ist alU ausgefallen; vgl. schw. v. 12: 
The hto thz alt til skipin föra = 
frz. v. 68: Et a ses nes tout con- 
duisoit, 

3. XXX rasta. Die Zahlenangabe 
geht hier in den verschiedenen Ver- 
sionen auseinander; zur sache stimmt 
ausser schw. v. 14: thrcetighi mila 
auch D V. 108: Binnen dertich 
milen; frz. v. 69 dagegen spricht nur 
von quinze liues; F v. 387 steht in 
der mitte mit innen zwenzec milen. 

3. 4. hvdrki beer ne borg. Die 
fassung von M: hvdrki borg ne kost- 
ali steht dem frz. gedichte v. 71: 
Ne castel ne vile, näher. 

4. göl, „krähte". 

eigi gö hundr ok eigi göl hani; 
für diese zweifache alliterierende 
bindung vgl. Strengl. s. 17** f.: f>d 
heyrb'i hon mjpk fjarri d hcegri hgnd 
hunda gauti ok hana galdr; frz. v. 70 
drückt sich ganz anders aus : ^e re- 
manoit ne buSs ne vache. 



sein: baud hann, at skipin skyldu 
oll hla^az ok; vgl. M: ok bauö at 
skipin skyldu oll, wo trotz des 
vorhergehenden hilfsverbums (vgl. 
Lund, Oldn. ordf. § 185, 1, a) ein 
so gewichtiger Infinitiv wie hlatiaz 
schwerlich ausfallen konnte, und 
schw. V. 17 f.: Tha bödh konungin 
allum them, Ladha siin skip ok fara 
heem — frz. v. 76 : Ses nes comman- 
da a chargier. 

6. Auch unter beibehaltung der 
lesart von N würde man für konungr 
hier hann erwarten, da dies wort 
schon im Vordersätze stand. 

Dass einn riddara sich mit bat!f pd 
nicht verträgt, hat der Schreiber von 
M, der in seiner vorläge ungefähr 
dieselbe lesung vorgefunden haben 
muss, richtig gesehen und deshalb 
jarl ok npkJcu/ra eingefügt; es ist 
aber vielmehr einn in XL zu ändern ; 
vgl. dän. V. 19: Fyretywe ridder han 
kalke badh mit frz. v. 77 f.: Puis 
apela de ses fouriers Dusqu^a qua- 
rante Chevaliers. 

Nach herkketfaz ist pegar zu sup- 
plieren; vgl. schw. v. 20: ij stadh 
= frz. V. 79: Esranment. 

7. moetib'. Die lesart von M : soetid 
verdient hier wol den vorzug; vgl. 
frz. V. 82 : Qaitier, 



5. Nach pd wird in N ausgefallen pilagrimum, „den pilgern". 



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Oefangennahme der christlichen witwe. 



6. Ok )?eir geröu svä ok f6ru upp A veginn; en vegrinn Flor. I. 
lä um fjall eitt, ok sä }?eir niör yfir flallssl^ttu eina, hvar 
pllagrimar margir föru upp ä ]?enna sama veg. En J?eir riÖu 
J?egar ä ]?ä meö väpnum, )?viat sverö J?eira bitu betr en plla- 
grimsstafir. 6, En 1 ferö meÖ pilagrimum var einn valskr 5 
maör, ok var riddari frsegr ok kurteiss, ok haföl heitit ferÖ 
sinni til ens helga Jacobs, ok haföi meÖ s6r döttur slna 616tta, 
J>vlat hon vildi efna heit bönda slns, er p& var anda&r, er 
hann h6t fyrir s6r, me&an bann liföi. 7. Hennar fa&ir vildi 
heldr deyja me& soemö, en i vald gefaz }?eim, ok ^eir dräpu 10 
hann, en }?eir leiddu hana til skipa ok gäfu konungi. 8. En 



1. 2. ew vegrinn 14 um fjall eitt. 
Es ist vielleicht mit M yfir statt um 
zu lesen ; vgl. schw. v. 25 : Ouer. eet 
bergh ther vceghin la = frz. v. 83 ; 
Dont s'en vont dl en la montdigne. 
Doch kann um allerdings wol die- 
selbe bedeutung haben. 

2. fjallssUtta (nicht fjallsUttay wie 
Cleasby-Vigf. s. 156 a und Fritzner» I 
s. 423 a schreiben), „hochebene" ; bis- 
her nur für diese stelle nachgewiesen. 

4. Nach vdpnum ist ausgefallen: 
ok sigrutiuz ä peim^ wie M bietet, 
denn nur so ist das folgende pviat 
zu verstehen. 

4. 5. pviat sverti peira bitu betr en 
pilagrimsstafir, „denn ihre Schwerter 
waren besser geeignet wunden zu 
schlagen als die pilgerstäbe'': ein 
humoristisch gefärbter zusatz des 
Sagaschreibers. Indessen waren ge- 
wisse arten von pilgerstäben sehr 
wol als Verteidigungswaffen brauch- 
bar. Vgl. Bev. s. c. 33 (FSS 259 ^«f.): 
hJjöp pd herra Sabaoth d bdk honvm 
ok rakpikstafinn milli hertSa honumy 
ok gekk üt um brjöstity ok feil hann 
dautSr nitir; s. auch das. s. 247 ®° f. 
C und A. Schultz, Höf. leb. P s. 525: 
„Die palmenstöcke waren zuweilen 
so stark, dass man ein schwert in 
ihnen verbergen konnte^'. 

5. i ferti metS pilagrimum^ „in der 



gesellschaft der pilger"; vgl. frz. v. 91: 
En la compaigne. 

8. 9. pviat — lißi. Vgl. frz. B 
V. 95 ff.: Qui a VÄpostle s'ert vou6e 
. . . Por 8on mari qui mors estoit. 
Der Übersetzer hat die worte Por 
8on mari so aufgefasst, als ob die 
frau mit dieser pilgerfahrt ein ge- 
löbnis ihres verstorbenen gatten habe 
einlösen wollen, während doch wol 
nur gemeint ist, dass sie für das 
heil seiner seele dieselbe unternimmt; 
schw. V. 34 f.: Hon hafdhe thz for 
sin bonda iceast, Tha han do, hon 
skulde thiit fara, Hesse sich dem 
Wortlaute nach ebensogut auf den 
frz. text wie auf die nordische prosa 
zurückführen. 

9. fab'ir. Nach diesem worte ist 
vermutlich schon in der vorläge von 
N und M etwas ausgelassen, vielleicht : 
vildi verja sik vaskliga, ßviat hann; 
vgl. schw. V. 37: Hoenna fadhervardhe 
sik som een man = frz. B v. 99 : Li 
Chevaliers se veut deffendre. Durch 
den nächsten satz erhält dieser be- 
schluss seine begründung, der auf 
eine uns nicht erhaltene Variante von 
frz. V. 100: Ne chaut a aus de lui 
vifprendre, zurückzuweisen scheint. 

11. Das peir ist stilistisch hart 
und wol nur versehentlich einge- 
setzt. 



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4 Heimkehr des königs Felix. 

Flor. I. IF. hann && a hana ok kvez vita, at hon mundi vera göÖra manna, 
ok kvez skyldu foera hana drottningu: „]>viat hon baÖ mik 
J?ess, er ek för heiman". 

9. SfSan f om t^eir ä skip ok dr6gu upp segl sin ok sigldn 
5 heim meÖ mikilli gleöi; en äör ]?eir h9fÖu siglt fall Uli doegr, 
J?ä sä J?eir sitt eigit land ok sigldn eitt doegr siöan, äör )>eir 
naeöi landi. 10. En }?ä koma J?au tiöindi til Aples- borgar, at 
konnngr var kominn heim meÖ mikinn sigr; en J?vi fognuöu 
baeöi karlar ok konur ok föru i mot honum meÖ mikilli gleöi 
10 ok fognuöu honum, sem bezt mdttu }?eir. 



Geburt und auferziehung von Flöres und Blankiflür. 

II, 1. En siöan, sem konungr kom heim, ]>& let hann 
kalla saman alla slna iylgöarmenn ok skipti herfangi l^eira vel 



1 . ftä. Hierauf ist aus M fast ein- 
zusetzen; vgl. frz. V. 104: Et il Va 
forment esgarde'e. 

ok kvez vita. Statt dessen liest 
M : ok pöttiz hann ßat med 8&r kenna, 
was dem frz. v. 105: Bien apercoit 
näher steht; schw. v. 44 stellt sich 
allerdings zu N. 

at hon mundi vera götfra manna, 
„dass sie aus guter familie stamme^'. 

2. Schw. C V. 47 : om wi ma liffua 
stellt sich zu frz. v. 107 : sHl puet; 
die sagatexte bieten nichts ent- 
sprechendes. 

2. 3. pviat hon baö mik pess, 
Übergang von indirekter rede zu 
direkter, mitten im satze, wie in 
nordischer prosa oft; vgl. Boer zu 
Orv. s. c. ] , 7 ; weitere litteratur über 
diese erscheinung in den übrigen 
germanischen sprachen gibt Martin, 
zu Gudrun str. 62, 4 an. Frz. führt 
V. 107 f. die or. ind. weiter, schw. 
bietet von anfang an or. dir. Im 
übrigen ist dieser ausdruck auffallend 
unbestimmt; aber auch frz. v. 109 
drückt sich allgemein aus: Car de 
tel chose li prea; indessen dürfte 



hier sowol N wie frz. gekürzt sein, 
denn die ausführlichere fassung M: 
pviai hon häd mik gefa s&r eina 
kristna konu = schw. C. v. 50: föra 
sik hcedhan ena cristna quinna, stel- 
len sich zu D. V. 161 f.: Dat soe 
seide hoe gerne soe name Een ker- 
stiin joncfrouwe, of hire an came, 
Dat hise vinge ende heer brachte. 

5. IUI doegr = schw. v. 55 : fyra 
dagha; frz. v. 115 spricht nur von 
rfcMS jors. 

Der zug, dass die reisenden nach 
viertägiger fahrt nur die küste ihrer 
heimat sehen, am fünften erst an- 
langen, findet sich bloss hier, schw. 
V. 55 ff. hat gekürzt; frz v. 116 nur: 
Qu'en lor pais sont arrive. 

8. med' mikinn sigr = schw. v. 61 
findet sich nur in diesen texten. 

pvi fognuöu, „darüber freuten 
sich*'; gleich darauf wird fagna 
ehm in dem sinne von ,.jem. be- 
willkommnen'* gebraucht. 

Cap.II. 12. ok—peira. Zum Wort- 
laute vgl. Alex. s. s. 84 »*f. : Pat er nü 
at segja frä Alexandro konungiy at 
Iiann skiptir herfangi metü lidi sinu; 



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Die gefangene wird dienerin der königin. 



ok soemiliga; en dröttningu gaf hann konuna at sinum hlut, Flor. II. 
p& ena herteknu. 2. Dröttning varÖ }?vi fegnari en engri 
gjof fyiTi, ok baß hana vera sina fylgiskonu ok gaeta kristni 
sinnar; baÖ hon vel veita henni, ok baö aöra henni )y6na, I^k 
opt viÖ hana ok mselti gaman viÖ hana, ok 16t kenna henni 5 
valska tungu, ok kendi henni aörar. 3. Konan var kurteis 
ok prüÖ, ok gerÖi s6r hvern mann at vin. Svä fjönaÖi hon 
dröttningunni, sem sinni mööur skyldi )?j6na. 4. Einn dag var 
hon i herbergi drottningar. I>ä tekr hon merki konungs ok 



s. auch s. SS^^fif. : Borgarmenn gefa 
statiinn upp fyrir honum, ok fcer 
par of fjdr; ok enn sem fyrr skiptir 
hann pvi pllu med lidi sinu. Vgl. 
H. Lehmann, Germ. XXXI s. 491: 
„Der ansehnlichste teil der beute 
wurde dem königsschatze einverleibt, 
. . . der rest aber wurde auf dem 
Schlachtfelde den kriegern fvir ihre 
teilnähme überlassen". 

1. scemiligay „in ehrenvoller weise". 
at sinum hlut = frz. v. 131 : por 

sa part. 

2. 3. Dröttning — fyrri. Vgl. zum 
ausdruck Valv. }?. c. 2 (Ridd. s. 62i3 flf.): 
Hann hljöp pd upp d hertekinn hest 
sinn, ok varti hann pd fegnari en 
npkkum tima fyrr jafnlitlum hlut. 

H. fylgiskonu, „dienerin". 

3. 4. gcBta kristni sinnar j „sich ihr 
Christentum wahren, es beibehalten". 

4. sinnar. Wenn M nach diesem 
werte hinzufügt: ef henni likatüiy so 
stimmt dazu inhaltlich schw. v. 78 : 
Om henne sicelfue thykkir swo; frz. 
V. 135 nur: Sa loi li laisse bien 
garder. £s scheint sich also um 
einen zusatz des sagaschreibers 
zu handeln, der in N wieder ge- 
strichen ist. 

vel veita henni, „ihr freundlich zu 
begegnen". 

4. 5. lek opt vid hana ok mcelti 
gaman vi'Ö hana, „scherzte oft mit 



ihr und vergnügte sie durch ihre 
Unterhaltung". 

5. 6. ok let kenna henni valska 
tungu kann doch wol nur heissen: 
„und liess sie die französische 
spräche lehren", nicht: „sich von 
ihr", wie es der Zusammenhang ver- 
langt, daher die lesung von M: nam 
hon at henni v. t. als die richtige 
anzusehen ist. 

6. ok kendi henni atirar, „und lehrte 
ihr andere", näml. sprachen. Der 
plnr. ist auffällig, da es sich doch 
wol bloss um die muttersprache der 
königin, das spanische, handeln 
kann, daher a<5ra in M vorzuziehen 
ist ; dieser zusatz findet sich übrigens 
bloss im nordischen texte. 

8. sinni mötiwr dürfte richtig er- 
gänzt sein, doch erscheint sem sinni 
/ru in M besser; vgl. frz. ß v. 142: 
Gomme cele cui ele estoit; zu der 
ersteren lesung vgl. Alex. s. 45 ^ ff. : 
Svä var mikil mildi konungs, at 
hann var pannug til mötSur Darii, 
sem hann mundi til sinnar mötSur, 
efhon vasripar; s. auch das. s. 91 'f. 

9 — s. 6, 1 . Pd tekr hon merki 
konungs ok gyrtiir sik metS. Die 
darstellung in der saga ist in sofern 
sehr ungeschickt, als man nicht er- 
fährt, wie die christm zu einer fahne 
des königs kommt; das wird der 
grund sein, weshalb der Schreiber 



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Gebort von Flores und Blankiflär. 



Flor. II. gyröir gik me5, ok t6k at kasta hondnm ok andvarpaöi 
mjijky gerbiz Btnndam bleik, en standnm rjöS. 5. Detta sä 
dröttning ok p6ttiz vita, at hon var 616tt, ok BpnrSi, mev hon 
tök vis hofh, ok hon sagöi henni rettan dag. „Pann sama 
5 dag tök ek viÖ hgfii", sagöi dröttning, ok pi. t^löu p2dT til, 
nser j^aer skyldn fara at hvila. 6. Ok foeddi dröttning son, en 
en krifltna kona döttnr, ok var bä5nm bomnnnm gefit nafh i. 
)>eim degi, er psLa yim foedd. 7. En pähnsnnnndagr heitir 
blömapdskir & ütlgndnm, J?viat p& bera menn blöm s^r 1 hondiun. 



von M dafür einn duk einsetzte. 
Indessen ist frz. y. 143 ff. wirklich 
von einer fahne die rede, an der sie 
arbeitet; dass sie sich mit einem 
fahnentnch nmgürtet, steht freilich 
sonst nirgends; nach der meinnng 
des Übersetzers soll die fahne doch 
wohl hier den zweck versehen, für 
den man heute sog. nmstandsbinden 
verwendet. 

1. at kasta hpndum, „die hände 
hastig bewegen, mit den bänden 
schlagen"; vgl. frz. A v. 149: Et a 
868 flans 868 mains jeter. 

1. 2. ok andvarpatfi mjpk steUt 
sich zu frz. B V. 150: ^i 808pirer. 

5. pd tpWu pcer til, „da rechneten 
sie es sich ans"; vgl. F v. 572: 
Und rechenten vil rehte dö Bi der 
mänöte zal; frz. v. 159 f.: Dont 80- 
rent bien, 8ans deviner, Le terme de 
lor enfanteTj steht ferner. 

6. ncer ßcer skyldu fara at hvila, 
„wann sie sich ins kindbett legen 
würden". 

Nach hvila ist aus M einzusetzen: 
en pat var pdlmsunnudag. Nu kom 
at peim degi, ok pd föru pcer at 
hvila: der Schreiber von N ist von 
dem ersten hvila auf das zweite mit 
dem äuge abgeirrt; vgl. schw. v. 95 : 
Palmesimnodagh thz sama aar = 
frz. V. 161 ff.: Le jor de la Pasqm- 
florie j. . Vint li terme qu'eles de- 
voient Enf anter cou que pris avoient. 



7. 8. afpeim degi möchte ich mit M 
lesen nach frz. v. 1 70: De la feste furent 
nome. An und für sich wäre ja auch 
gegen die lesung von N: ä peim 
degi, nichts einzuwenden, denn es 
entspricht sonstiger skandinavischer 
gewohnheit, dem kinde schon am 
tage seiner geburt den namen zu 
geben ; vgl. Weinhold, Altn. leben, 
s. 262 : „Hatte der vater das kind 
aufgenommen, so ward er sogleich 
gefragt, wie es heissen solle"; s. 
auch Kälund, Aarb. 1870 s. 272. 

8. pälmsunnudagr, „palmsonntag". 

9. blömapäskir ist ana^ XsyofjLe- 
vov, eine Übersetzung des frz. Pas- 
que-ftorie (= ital. Pasqua fiorita, wo- 
für Fritzn.* I s. 158 s. v. auf Jahrb. 
f. rom. und engl lit. V s. 385* und 
s. 372 * flf. verweist. Vgl. auch Sommer 
zu Fleck V. 595. 

d ütlpndum, „in fremden ländem", 
d. h. ausserhalb der skandinavischen 
reiche. 

8er i hpndum, „in den händen", 
für das gewöhnUchere i sinwn 
hpndtmi. 

8— s. 7.1. En pdlm.— kaUat blömi. 
Dieser passus findet sich natürlich 
nur im nordischen texte; schwed. 
V. 99 f.: Man gaff theni nampn ij 
sama riidh, Thy thz var tha mot 
som^rs tiidh, verwischt die speciel- 
lere beziehung auf ostem ganz; vgl. 
Storm, Tidskr. f. fil. I, s. 31 f. 



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Die Christin ttbemimmt die erziehung des Flöres. 



En bl6mi er flür ä vplsku, ok väru J?au af ]M kallat blömi.Flor. il. 
8. Hann var kallaör Flöres, en hon Blankiflür; }?at )?yÖir svä, 
sem hann heti blömi, en hon hvita blöma; en konnngr vildi 
)^vi svä sinn son kalla, at en kristna kona haföi sagt honum, 
af hverju kristnir menn heldu J?ä hätiö. 9. En fyrir p\i at 5 
en kristna kona var svä vitr, P& fengu )?au henni sveininn at 
föstra at 9IIU, nema eigi vildu J?au, at hann drykki kristinnar 



1. flür (= frz. flor, flu/r) wird auch 
sonst in romantischen sagas öfters 
fUr das gewöhnliche ftZdmi gebraucht; 
hier wird es ja vom Übersetzer aus- 
drücklich als lehnwort bezeichnet. 

d volskUj „in französischer spräche". 

blömi. Man erwartet hlömar, wie 
M wirklich bietet. Der sing, steht, 
als ob vorausginge hvdrt peira. 

2. 3. pat pytiir svdj senij „das be- 
deutet soviel als ob". 

3. hvita blöma, „weissblume". Doch 
ist dafür wol mit M hvitablöm zu 
lesen, da eine femininform blöma 
sonst nirgends vorzukommen scheint. 

Der autor der dänischen version 
hat sich offenbar daran gestossen, 
dass 'blume' und ^weissblume^ keine 
gegensätze sind und deshalb Flöres 
als rotblume gedeutet, v. 1 03f. : Hans 
naffn en red blomme lyder, Hennes 
naffn eth hwit blomster tyder. Na- 
türlich ohne berechtigung. 

Derartige erklärungen ausländi- 
scher Worte finden sich in den ro- 
mantischen sagas öfters ; vgl. Flövents 
saga c. 6 (FSS s. 129" f.): En svertf 
petta heitir Jovise; pat er fagnatir; 
pvi er pat nafn gefit, atsd, er pat berr, 
skal jafnan sigri fagna ok engan Mut 
öttaz-, Clar. s. s. 1 ^«ff. : Pau keisari ok 
dröttning hpföu dtt sin i metfal einn 
son; sd er Claras nefndr. Bett- 
liga ok vitSrkoBmiliga fekk hann 
pat nafn, pviat Claras Pybiz upp 
d vdrt mal ^bjartr', sakir pess^ at i 



pann tim^ var engi vcenni mabr i 
veroldu med' hold ok blötf, 

Vergleichen lässt sich endlich ein 
passus in der ungedruckten Gibbons 
saga (AM. 575a, jetzt 1430, Katal. 
s. 736) wo es von Florencia, der 
tochter des königs Agrippa von In- 
dien, heisst: Vel md hon pat nafn 
bera, pviat hon md blöm kallaz ok 
apaldr yfir aUar meyjar pcer er i 
verpldinni era. 

3—5. en konungr — hdtib; dem zu- 
sammenhange nach möchte ich die 
lesung von M, das kalla tiir heldu 
bietet, vorziehen. Im übrigen findet 
sich dieser zug, dass der könig sich 
bei der wähl des namens für seinen 
söhn von der christin beeinflussen 
lässt, nur hier; frz. v. 173 heisst es 
bloss: Li rois noma son chier fil 
Floire. 

5. af hverju, „aus welchem gründe". 

7— s. 8,1 . nema—hei^na konu. Diese 
vorsieht in der auswahl der anmae 
erinnert an einen passus im Koman 
des sept sages, wo der dichter 
sagt, dass zwar „in der guten 
alten zeit man in der auswahl der 
ammen sehr strenge gewesen sei, 
da sei ein königskind von einer 
herzogin, ein herzogskind nur von 
einer gräfin, ein bürgerkind von 
einer bäuerin gesäugt worden, aber 
in seiner zeit nehme man dienerinnen 
und Schäferinnen zu ammen, um geld 
zu sparen, und damit werde das echt- 
adlige blut verdorben" (A. Schultz 



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8 



F16re8 und Blankiflar kommen in die schnle 



Flor, konu brjöst, ok fengn til pesB heiSna konn; en annars konar 
II. III. foBddiz hann upp vi8 kristinn siÖ allan. 

Die kinder werden zur schule geschickt und verlieben sich in einander. 

ni, 1. Hon foeddi }?au IUI vetr svä at ae ättu psm baeöi 

samt drykki ok svefn; en aldri vissi hon, hväru hon unni betr. 

5 2. En ]f& er J>au väru V vetra gßmul, }?ä s^nduz pam meiri 

vexti en J?eira jafnaldrar, ok friÖari en fyrr heföi born verit. 

3. En p& er konnngrinn sä son sinn bv& friöan, ok ä )^eim 
aldri, gern hann mätti vel til boekr setja, J?ä l^t hann foera 
hann til sköla i }?ann staÖ, er & Visdon heitir; en meistari 

10 hans h^t Göridas, sä enn bezti klerkr, er menn vissu }?ä vera. 

4. Nu raeör konungr syni sinum, at nema ]>& bök, er heitir 
grammatieam; en hann gr6t ok svaraöi: „Lät Blankiflür nema 



a. a. o.^ I s. 151). So befürchtete man 
hier, dass die milch einer christin dem 
heidenkinde schaden könnte. Vgl. 
hierüber auch Herzog a. a. o. s. 1 58 f. 
1. annars konar ^ „in jeder anderen 
beziehung". 

Cap. III. 3. im vetr = schw. 
V. 11 J: fyra vintre; frz. A v. 186* 
liest dafür devs ans. üeber vetr 
= „jähr" vgl. Finnur Jönsson zu 
Egils s. c. 3, 6. 

3. 4. ce — svefn. Die lesung von 
M: jafnan dtu ßau ok drukku ok 
svdfu hcetSi saman stimmt nicht nur 
zu schw. V. 1 1 2 f. : At huart ij sceng 
mz annath la; The ato ok drukko 
badhin saman, sondern auch zu frz. 
V. 189 f.: En un lit tout seul Us 
couchoit; Andeus jpaissoit et abevroit, 
genauer als N, wo vor allem der 
begriff des essens fehlt. 

4. hvdru hon unni betr, „welches 
von beiden sie mehr liebte". 

6. ok — verit. Die lesart von M: 
ok fritari en flest pnnur steht frz. 
V. 194: Fltbs biaus enfans n'esteut 
querre näher. 



S. til boßkr setja, „unterrichten 
lassen" ; über boekr als form des gen. 
sing. vgl. Norreen, Altn. gr.*, § 346, l. 

9. i pann stafS, er d Visdon heit- 
ir; dieser namensform am nächsten 
steht schwed. V. 121 B: Gwisdom; 
M liest dafür ganz abweichend Gir- 
illdon, schwed. F = dän. Drwssen- 
borigh. Die übrigen Versionen nennen 
hier überhaupt keinen Ortsnamen. 

10. Göridas. M bietet dafttr die 
namenform Geides, welche dem frz. 
V. J99: Gaidon näher steht; schwed. 
V. 124 C hat die form Gredes. Der 
Zusatz: sä — vera schliesst sich an 
frz. B V. 200 an: Moult iert bons 
clers et de bon estre. Vgl. Sund- 
macher a. a. 0. s. 19. 

12. grammatieam, in der hs. steht 
^iram, was sicherlich nur als eine un- 
gewöhnlich starke abkürzung anzuse- 
hen ist; vgl. z. b. Mirm. s. s. 141, 28 ff.: 
Siban setti hon fram fyrir hann lat- 
inubcekr, sem hon dtti ok d vdru 
mar gar listir, pessi en fyrsta, er 
grammatica heitir, ok margar atfrar 
fomar bcekr. Weder in M noch in 
irgend einer anderen redaktion ist 



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und verlieben sich in einander. 



9 



meÖ mer, }?viat ek fse eigi numit, nema hon nemi meÖ mer, Flor. III. 
ok engan Iserdöm fsB ek numit, ef ek s^ eigi hana". 

6. Konungr segir, at bann vill, at hon nemi fyrir hans 
sakir: „ef )?ü leggr )>ä meira hug d en äör". 

6. En ])& bauÖ hann meistaranum at kenna )?eim, ok yfrit 5 
väru }?au skilin at mdli, ok nämu )?au svä, at hverjum manni 
)?6tti furöa at, er vissi. 7. En psm väru mjok Hk at vitrieik 
ok frlöleik, ok unnuz }?au svä vel, at }>egar er annat vissi 
nokkurn hlut, p& sagöi hvärt ofirü. 8, En )?egar er )?au hgföu 
aldr til ok nattüru, pA toku }?au at elskaz af r^ttri äst. lo 
9. En )?au nämu ]>& b6k, er heitir övidlus de arte amandi: en 



hier von einem bestimmten buche 
die rede. 

Vgl. zu diesem ganzen passus Clar. 
8. 8. 1 31 ff. : Ok pat fyrsta, er hann 
hefir aldr til, er hann til boekr settr, 
eptir pvi sem rikra manna sitir efr 
til i peim Ipndum metS sina sonu, 
at svara ok spyrja af sjaufaldri 
list, ok til fenginn sd vildasti meist- 
ari, sem i beitf keisarans riki, hon- 
um at kennaz. 

2. oÄ: engan Icerdöm foe ek numit , 
„und keine kenntnisse kann ich mir 
aneignen". 

5. 6. ok yfrit vdru pau skilin at 
mäliy „und ausserordentlich geschickt 
zeigten sie sich zum lernen". 

8. 9. Zu at—hlut vgl. frz. v. 219f : 
Nits d'aus deus chose ne savoit. 

10. wo^itTM, hier etwa mit *reife' 
wiederzugeben; vgl. frz. v. 221 : Au 
plus tost que souffri nature. 

11. Övidius de arte amandi = 
schw. FE V. 145: Ovidium. Schon 
Bartsch, Albrecht von Halberstadt 
und Ovid im mittelalter (Quedlin- 
burg 1861) s. XXXVII f hat darauf 
hingewiesen, dass im ma. die Ars 
amandi das beliebteste und ge- 
lesenste gedieht Ovids gewesen sei; 
dass das auch für die skandina- 



vischen länder gilt, ergiebt sich aus 
mancherlei Zeugnissen. In der Jons 
saga helga wird uns folgender zug 
von diesem bischof berichtet (Bis- 
kupa sögur I s. 237 f.) : Pat er sagt, 
at enn hdlagi Jon biskup kom at 
einn tima, er einn klerkr, er Klcengr 
het . . . las versabök pä, er heitir 
Övidius de arte. En i peiri bök 
talar m^eistari Övidius um kvenna 
dstirj ok kennir, meÖ" hverjum hcetti 
menn skulu pcer gUßa, ok ndlgaz 
Jmra vilja. Sem enn sceli Johann- 
es sä ok undirstötij hvat hann las, 
fyrirbautS hann honum at heyra (1. 
lesa) pesshdttar bök, ok sagtfi, at 
mannsins breysklig nattüra vceri 
nögu framfüs til munud'lifis ok 
holdligrar dstar, pö at matSr tendr- 
ab'i [eigi] sinn hug upp metü saur- 
ugligum ok skyndsamligum diktum. 
Vgl. auch das. s. 165 f, wo dasselbe 
geschichtchen mit etwas anderen 
Worten erzählt wird. S. auch SigurÖ- 
ar s. J79gla s. 112 ff., wo es sich um 
sinnliche ausschreitungen einer frau 
handelt: Kann vera, at pat birtiz 
her, sem meistari Övidius segir ok 
margir atfrir frcetfimenn, at um slikt 
mundi fdm trua mega. Einige wei- 
tere belege habe ich in meinen Bei- 
trägen zur vergleichenden geschichtr 



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10 



König Felix bemerkt die znneigimg der kinder 



Flor, hon er gerÖ af äst, ok J^ötti )?eim mikil skemtan ok gleÖi af, 
III. IV };vlat J?au fundu )7ar meÖ slna äst. 10. At fjöröu jafnlengÖ 
nämu )7au svä, at {^au t9lu8u latinu djariliga fyrir hverjum 
meistara, er viÖ psm talaöi. 



Der könig Felix bemerkt die znneigung der kinder und schlägt seiner 
gemahlin vor, Biankiflür töten zn lassen. 

5 IV, 1. Nu )?öttiz konungr vita vlst äst J>eira ok öttaöiz 

t?at, at hann mundi aetia hana s^r til konu, }?egar hann vaeri 



usw. s. 150 f. beigebracht; so heisst 
es in dem mansongr zar GeirarÖs 
rima VIII, v. 1 flf.: Öviditts fann eina 
bök, QU var listum slungin; Pau eru 
flest oll kvcetiin klök Af kvenna lof- 
inu simgin. Femer in der Hektor's 
rima XI v. 2f.: Övides gafytum rdb\ 
Allvel mä pat skiljüj Hversu skyra 
skallaz IdtS Skatnar cetti at gilja. 
Hverr sem foer pat letrit Uert Af 
lindi cegis brima, Peim mun vi fit 
vertüa kasrt Visliga allan tima. So- 
mit ist es schwer zu entscheiden, 
ob dieser eine autorname als zusatz 
des nordischen Übersetzers anzusehen 
ist, oder sich bereits in seiner vor- 
läge fand. Der jetzige frz. text 
spricht V. 225 f. nur im allgemeinen 
von livres paienorSj Ou ooient parier 
d'amorSy während in D v. 334 f. ausser 
Ovid noch zwei andere klassiker ge- 
nannt werden: In Juvenale ende in 
Fanfl^tte (entstellung aus Famphi- 
lus), Ende in Ovidio de arte amandi; 
sogar in Boccaccio's Filocolo I, 76, 
der einer ganz anderen gruppe an- 
gehört wie die obigen texte, wird 
berichtet, dass die kinder ausser 
dem Psalter das buch von Ovid 
lesen, nel guale il sommo poeta 
mostra come i santi fuochi di Ve- 
nere si deano ne 'freddi cuori con 
sollecitudine accendere^' (vgl. du Me- 



ril s. XLIX ; Gaspary, Giom. di fil. 
rom. IV, s. 1 f.; Kölbing, Engl. stud. 
IX, s. 93f.). 

2. pviatpau fundu par metf sina 
dsty „denn auf diese weise wurde 
ihnen ihre liebe zu einander klar". 
Ein hübscher gedanke, der doch 
wol auf frz. v. 229 f.; Cil livres . . . 
Dona lor sens d*au8 entrainer beruht. 
Indessen entspricht auch M: pviat 
pau fundu par i dst ok kasrleik, dem 
frz. V. 227 f: En cou forment se de- 
litoient Es euvres d'amor quHl tro- 
voient. Der urtext scheint also beides 
geboten zu haben. 

At fjörb'u jafnlengtf, „nach verlauf 
von vier Jahren"; frz. B v. 261 bietet 
statt dessen: En seul cinq ans et 
quinze dis. 

3. tolutfu. Die lesart von M: knnnu 
pau at tala stimmt genauer überein 
mit frz. V. 263: Qt4>e bien sorent par- 
ier latin. 

4. talabi. Statt dieses wortes würde 
man besser mit M dtti lesen. 

2 — 4. Dieser passus ist frz. v. 265 f. 
etwas anders gefasst, als hier. Wäh- 
rend die kinder hier mit einem ge- 
lehrten lateinisch conversieren, unter- 
halten sie sich dort mit einander so 
gewandt in dieser spräche, dass sie 
niemand versteht. Im übrigen ist 
es auffällig, dass weder A, Schultz 



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und will Blankifldr tüten lassen. 



11 



vaxinn, ok gekk i herbergi til dröttningar, at taka räÖ af Flor.IV.V. 
henni. 2. Nu kallar hann dröttninguna ä eintal, en hon sd & 
honum mikla reiöi fyrir ]>\i at hann var rauör sem karfi, ok 
mselti svd viÖ hana: 3. „Eigi s^niz m^r sonr okkarr vel fara 
meÖ s^r nü, ok vit J?at fyrir vlst, ef vit setjum eigi skjött rdÖ 5 
viÖ, p& munu vit skjött t^a honum." 

4. „MeÖr hverjum haetti er )^at?" segir hon. 

5. ),MeSr |?eim hsetti", segir hann, „at hann ann svä mikit 
Blankiflür, döttur J^essa veslings, er h^r er meÖ oss, at )?at 
segja allir, at hann mun hana aldri fyrirldta n^ aSra konu lo 
hafa vilja. 6. En ef svä er, p& er hann fyrirlätinn ok allt 
värt kyn. Vil ek heldr lata drepa hana ok leita syni minum 
peirsiT konu, er konungborin er f allar SBttkvfslir, sem hann 
er själfr." 

Die königin rät davon ab nnd schlägt vielmehr vor, F16r6s allein nach 
Mintorie zu ihrer Schwester Sibila zu senden. 

V, 1. Pä hugÖi dröttning at enu bezta räÖi, hversu hon 15 
msetti bseSi frjälsa Blankiflür frä dauSa ok räSa konungi ]^at 
räÖ, er honum vel IfkaÖi, ok mselti p& sem vitr kona skyldi 
ok til byrjar: 



a. a. o. I' s. 157, noch Weinhold, Die 
deutschen frauen' I s. 137 ff. auf den 
vorliegenden romanstoff verweisen. 

Cap. IV. 2. d eintal, „zu einem ge- 
spräche unter vier äugen". 

3. sem karfi, „wie ein rotfisch"; 
diesen vergleich hat der sagaschrei- 
ber hinzugefügt; vgl. frz. v. 281 : Car 
de sanc ot le vis vermeil. 

4. 5. Eigi syniz mSr sonr okkcmr 
vel fara metf s&r nü, „nicht scheint 
mir unser söhn jetzt auf guten wegen 
zu sein". 

5. 6. ef vit setjum eigi skjött rdtS 
vita, „wenn wir nicht rasch gegen- 
massregeln treffen". 

9. dötturpessa veslings, „die toch- 



ter dieses elenden geschöpfes", d. h. 
der Christin. 

9. 10. aipat segja allir stellt sich 
zu frz. B V. 290: Que tout dient. 

11. fyrirldtinn ist wahrscheinlich 
ein durch das in der vorigen zei- 
le stehende fyrirldta veranlasster 
Schreibfehler; es wird daher mitM: 
fyrirfarinn , „verdorben, verloren", 
zu lesen sein, frz. v. 293 : avili^e. 

13. er konungborin er i allar 
cBttkvislir, „die von allen selten her, 
d. h. von väterlicher und mütterlicher 
Seite, von königlichem geschlechte 
ist"; vgl. Karl. s. s. 400 ^^ . . . eÄ ew sem 
Pippins konungs ok borinn frd pus- 
atSri konu, peiri er konungborin var 
i allar cettir. 

Cap.V. 1 Q.frjdlsa, „befreien, retten". 



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12 Die königin rät Fl6res ins ausländ zu senden. 

Flor. y. Tl. 2. „Herra", segir hon, „vit skulum gseta sonar okkars: fyrir- 

lätiÖ eigi landit ok t;^ni8 eigi goemÖ yövarri fyrir dstar sakir 
viö Blankiflür! 3. En }?at syniz m^r, at bezt vseri, ef svä gaeti 
vit skilit hann frä henni, at eigi vseri llfi hennar tynt." 
5 4. Konungr BvaraÖi: „Sjd nü räS fyrir okkr bäöum!" 

6. Pä svarar hon: „Sendum son okkarn til Mintorie til 
näms! Par er Sibila, systir min, kona jarlsins, er J?ar rseör 
fyrir, ok mun hon veröa honum mjok fegin; ok )?egar hon veit, 
fyrir hverjar sakir hann er )?angat sendr, ]>& man hon finna 
10 nokkut räÖ til at skilja äst }>eira Blankiflür. 6. En meistari 
)7eira skal segjaz sjükr, ok megi pvi eigi kenna honum lengr, 
fyrir pyl at ella mundi Flöres gruna, ef meistari hans vseri 
heill. 7. En hann man vera hryggr af )^eim tiöendum, nema 
Blankiflür fylgi honum; J?ä skal möÖir hennar bregÖa s^r sjükri, 
15 en hon skal vera hjä henni, ok heit )?eim pyi, at hon skal 
koma & hälfsmänaÖarfresti eptir honum!" 

8. En slöan allt var viÖ büit ok allt viÖ varat, p& kallaöi 
konungr son sinn til sfn ok baÖ hann fara, eptir ]>Yi sem ä5r 
var V&6 fyrir gort. 



Flöres stirbt in Mintorie fast vor Sehnsucht nach Blankiflür und muss 

zurück berufen werden. Der könig beschliesst aufs neue, das mädchen 

töten zu lassen. 

20 VI, 1. I^ä svarar Flöres: „Hversu mä, )^at vera, at ek 
skiljumz viö Blankiflür ok meistara minn?" 

1. 2. fyrirldtita eigi landit ok 12. gruna, „argwöhn fassen", also 

tynit! eigi scemö ytüvarri ist ver- absolut gebraucht, wie frz. v. 330: 

dorben aus: at hann fyrirldti eigi 8*apercevroit. 

landit ok tyni eigi soem^ sinni; vgl. 14. hregtia 86r sjükri^ „sich krank 

frz. B V. 306 f. : Comment nostre fius stellen". 

tiegne terre, Et qu'il ne perde pas 16. d hälfsmdnatiarfresti, „nach 

s'honor; M und schwed. v. 173 f. be- 14 tagen"; dies wort findet sich zwar 

tonen nur den zweiten punkt. in keinem wörterbuche, ist aber 

6. Mintorie entspricht frz. v. 316: ebenso gebildet, wie das von Fritz- 
Montoire, eine Stadt in Andalusien, ner* I s. 706 angeführte hdlfsmän- 
zehn stunden südlich von Cordova atSarstefna. 

gelegen (vgl. Sommer zu Fleck V. 498). 17. ok allt vitS varat, „und alle 

7. Zu dem namen Sibila vgl. Kon- vorsichtsmassregeln getroffen". 
räÖs saga s. 55 ** ff. B : ok let ek hann 

lpngumtalavitaSiuiliam,8y Sturmina, Cap. VI. 21. ok fneistara minn =^ 



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Flöres wifd vor sehnsacht ^ank. 



13 



2. En p6 at honum vaeri j^etta nauBigt, pi jätaÖi hann; Flor. Tl. 
en konungr jätaöi honum, at Blankiflür skyldi koma & hälfs- 
mänaöarfresti til hans, hvärt sem mööir hennar liföi eör eigi. 
3. En p& kallaöi konungr herbergissvein sinn, at fara meÖ 
honum, ok fekk honum marga menn ok f6 mikit; k6mu J?eir 5 
siöan til Mintorie, en }>ar fundu )>eir jarlinn Goneas, bönda 
Sibilu; en J?au f^gnuöu honum vel meÖ mikilli gleöi ok soemÖ; 
en ävalt ]>6tti honum )?at 6gle5i vera, er hann sä eigi Blanki- 
flür. 4. Nu leiddi Sibila hann 1 sköla Jpar sem fegrstar meyjar 
väru {, at hann skyldi t?ar gleyma Blankiflür ok elska a8ra; 10 
en honum ]>6iti sd pvi veiTa, er hann sä ]>sdr fleiri; yfrit var 
honum kent, en ekki fekk hann numit. 5. Pä eina huggan 
hafÖi hann, er honum kom i hug Blankiflür; en }?at ]>6tti hon- 
um soetara en ngkkurr ilmr. 6. Um nsetr dreymdi hann, at 
hann J^öttiz kyssa Blankiflür; en p& er hann vaknaöi, )^ä misti 15 
hann hennar. 7. En meÖ slfkum harmi beiÖ hann eindagans; 
en ]?& sä hann, at hann var gabbaÖr, er hon kom eigi, ok 
hrseddiz hann J?ä, at hon mundi vera dauÖ, ok mätti hann )?ä 
hvärki eta n^ drekka, sofa n6 sitja, ütan grätandi, ok öttaöiz 
hann, herbergissveinninn, ät hann mundi tynaz, ok sendi kon- 20 
ungi orÖ. 8. En hann varÖ mjgk hryggr, er hann spuröi pat, 
ok gaf honum leyfi til heim at fara; en 1 J?eiri reiÖi gekk 
hann til dröttningar ok segir svä: 



schw. V. 207 : min mcestara. Der Über- 
setzer hat in seiner vorläge v. 346 
natürlich gelesen: et mon mestre, 
für estre. 

1. En pö at honum vasri petta 
nautfigt, „aber obwol ihm dies sehr 
widerstrebte". 

4. herbergissveinnj „kammerdie- 
ner". 

6. Mintorie. Nach diesem werte 
scheint in beiden hss. eine apposition, 
wie ennar sterkustu horgar^ ausge- 
fallen zu sein; vgl. schw. v. 218: The 
stolta borgh Mortarie = frz. v. 355 f. : 
au caatel De Montoire, le fort^ le bei. 
' GoneaSj vgl. frz. v. 357 : Joras, dem 
Ligoras in M näher steht. 

9. fegrstar meyjar entspricht schw. 



V. 226: vcenasta iomfrwr; M bietet 
flestar tür fegrstar ^ frz. v. 364 keines 
von beiden: les puceles de la vile. 

11. en honum — fleiri = schw. 
V. 229 f. , anders gefasst als frz. 
V. 367 f. 

15. 16. pd — hennar, ebenfalls ab- 
weichend von frz. V. 371 flf. 

20. herbergissveinninn, also der- 
selbe kammerdiener, der ihn nach 
Mintorie gebracht hat; dazu stimmen 
auch engl. v. 131 und D v. 548; nur 
frz. V. 391 steht hier auffälliger weise 
Li senescaus für das zu erwartende 
Le cambrelenc. 

21. hryggr. Hiernach ist ok reit^r 
einzufügen nach M: vart! hann dkaf- 
liga reiÖV, wo das erste adj. aus- 



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14 



Die königin rät Blankiflur zu verkaufen. 



Flor. 9. „lUu heilli uröu ]>em tlöindi, er Blankiflur kom her, 

Tl. TU. }>viat J?etta er ekki gerningalaust, er hon hefir sUka äst sonar 

mfns; ok kalliS hana nü skj6tt, ok skal ek lata hoggva af henni 

hgfuÖ, }>viat ]>& m& hann litla stund gleyma henni, slöan er 

5 hann veit hana dauöa, ok vaeri J>at betr fyrr ggrt." 



Auf den rat der königin wird Blankiflur an reiche kaufleute aus Babylon 

verkauft. Blankiflur's mutter giebt dem zurückgekehrten Fiöres gegenüber 

vor, seine freundin sei aus liebe zu ihm gestorben. 

VII, 1. t>& svarar dröttning: „Herra, miskunn!", segir hon. 
„TakiÖ heldr annat räÖ! LätiÖ flytja hana ofan til skipa! Par 
eru rlkir kaupmenn af Babllon, )?eir er gjarna munu vilja 
kaupa hana fyrir friöleik hennar, ok munu )?eir gefa mikit f^ 
10 fyrir hana ok flytja hana svä 1 brott, at v6r munum aldri til 
hennar spyrja slöan." 

2. Ok ]>& jätaBi konungr pvi, ok ]>6 nauÖuliga, ok 16t gera 
eptir einum kaupmanni rfkum, ok baS hann flytja hana ok 



gefallen ist; vgl. frz. v. 392: 11 en ot 
doel et ire grande. 

1. Illu heiUi urtüu peasi tidindij 
„Zum Unglück ist es ausgeschlagen'' ; 
frz. v. 395 f. etwas anders gefasst. 

2. pviat petta er ekki geminga- 
latist, „denn es steckt Zauberei da- 
hinter"; ein typischer ausdruck; vgl. 
Mirm. s. s. 197 » : ok svd er sagt, atpat 
mundi varla vera gemingdUmst; 
Tristr. B s. 14« f.: Nü finnr hann 
at henni er petta bfjöstfaat, svd at 
varla Uz honum gerningalaust vera. 

4. litla stund kann nur heissen: 
„für eine kurze zeit", nicht, was hier 
verlangt wird, „in kurzer zeit"; vgl. 
frz. V. 402: En peu de tana, was d 
litilXi stundu heissen müsste; M 
schreibt dafür pegar. 

5. Die Worte ok vceri pat betr 
fyrr gort, „und das wäre besser 
schon früher geschehen" sind ein 
nicht unpassender zusatz des saga- 
schreibers. 



Cap.VlL7. Taikia—ra&. Vgl. schw. 
V. 261 f. Hierfür findet sich frz. nach 
V. 404 keine entsprechung. Da aber der 
Inhalt von v. 405 sehr unvermittelt 
folgt, und auch D v. 586 ff. sowie F 
V. 1501 ff. einleitende worte bieten, so 
dürften zwei zeilen ausgefallen sein. 

12. naubtUiga, „widerwillig, not- 
gedrungen". 

12. 13. ok let gera eptir einum 
kaupmanni fikum, „und schickte 
nach einem reichen kaufinann". Nach 
frz. V. 414 f. ist es ein borgois, Qui 
de marcie estoit moult sages. Nach 
rikum ist aus M einzufügen: ferj 
kunni mar gar twngur at tala; vgl. 
schw. V. 275 : Ther kunne ma/rgha 
handa maal = frz. v. 416: Et sot 
parier de mains langages. Ver- 
schiedene sprachen sprechen zu kön- 
nen, wurde für einen grossen vorzug 
angesehen, dessen sich der betref- 
fende gern rühmte; vgl. Mägns s. c. 19 
(FSS 85 " ff.): Keisari mcelti: Hverjar 



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Blankiflür wird für kostbare kleinode verkauft. 



15 



selja hana; en eigi gerÖi hann }?at fyrir fjär sakir, heldr heipt- Flor. VII. 
ar. 3. Nti flutti hann hana til skipa, ok )?ar fann hann p&, 
er gjarna vildu kaupa hana, ok seldi hann hana fyrir XXX 
marka gulls ok XX marka silfrs, ok XX pell af Beramunt, 
ok X m^tla af silki, ok undir safalaskinn, ok X kisla af 5 
vindverskum guövef, ok ker eitt af gulli, }>at er ekki var sllkt 



erupinar ipröttir? Enn hdlflitimatSr 
segir: Ek kann allwr tungur taktj 
svä at pess kern ek hvergi i verpld- 
innij at ek pwrfa tülk fyrir mer 
at hafa; KonraÖs s. s. 43 »«ff.: RötS- 
geirr het einn gpfugr jarl. Hann 
var enn mesti »pekingr ok enn 
hezti klerkr; hann kunni aUra ßjöda 
tungwr ndliga i heiminum (vgl. auch 
das. s. 44»» ff.); Karl. s. s. 378"f.: 
Ek bjötSumz til at fara i pä sendi- 
fpr, ef p&r vilitü^ konungr, pvi 
ek kann aUar tungur at akilja; 
tjal. s. s. 5 " ff. heisst es von dem 
prinzen Eirikr, er sei gewesen vel 
d aik gprr um aUar ipröttir, er Hat- 
ugan karlmann mdtti prgtSa; mar gar 
tungur kunni hann, sem gengu i 
ndUegum Ipndum; s. auch das. s. 1 9** ff. 
und s. 35»''f. 

3. 4. fyrir XXX marka gulls ok 
XXmarka silfrs = frz. v. 427: Trente 
mars d'or et vint d*argent. Ueber 
den wert einer mprk vgl. Golther 
zu Isl. bök c. 1, 5 und Finnur Jöns- 
son zu Egils s. c. 7, 10. 

4. pell ist ein kostbarer Seiden- 
stoff; vgl. Regel, Germanistische Stu- 
dien I s. 192 f., Fritzner 2 II s. 932 s. v. 

Beramunt. Welchen ort sich der 
sagaschreiber oder wenigstens der 
Schreiber von N (in M und schw. 
V. 284 ist überhaupt kein ortsname 
genannt) hierunter vorgestellt hat, 
vermag ich nicht zu sagen; frz. 
V. 428 liest dafür Bonivent, das 
A. Schultz a. a. o.» I, s. 337 richtig auf 
Benevent deutet, und Otinel s. 57 ver- 



gleicht: D'un drap de soie qui fu 
de Bonivent, Ueber Beneventer Sei- 
denwebereien habe ich nichts nähe- 
res ermitteln können. 

5. ok undir safalaskinn, „und 
zobelpelz darunter", d. h. mit Zobel- 
fellen gefättert; El. s. D s. 73 heisst es 
von der kleidung Rosamunda's: hon 
var klcedd meö" enum dgrustum saf- 
alaskinnum, worunter doch wol 
auch ein mit pelz gefütterter und 
besetzter mantel zu verstehen ist. 
A. Schultz bemerkt a. a. o.^ I s. 271 : 
„Auch die fütterung des mantels 
war überaus kostbar, gewöhnlich 
hermelin" und bringt dafür eine 
ganze anzahl belege bei; vgl. auch 
M. Winter, Kleidung und putz der 
frau, Marburg 1886, s. 29; frz. v. 429 
entspricht: Et vint mantiaus vairs 
osterins. 

kislttj acc. pl. von kisill^ findet sich 
bloss an dieser stelle und ist noch 
unerklärt; Fritzner^ II, s. 289a meint, 
kisla stehe vielleicht für kyrtsla == 
kyrtla, was auch wenig befriedigt. 

5. 6. af vindverskum gutSvef „von 
wendischem kleiders toffe". Ueber 
gutivef vgl. die Zusammenstellungen 
bei Fritzner a a. o.* I, s. 660*, aus denen 
hervorgeht, dass unter diesem namen 
verschiedene zeuge verstanden wer- 
den können ; durch gutivefjarmpttull 
wird z. b. Stjöm s. 355 *<> das lat. 
Pallium coccineum wiedergegeben. 
Die bezeichnung als wendische 
Stoffe gehört dem sagaschreiber an, 
denn frz. v. 430 entspricht: Et vint 



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16 



Beschreibung der kleinode. 



Flor. vn. äÖr n^ glÖan. Malter h^t sä er gerÖi af 9llum hug. 4. En i 
kerinu var bardaginn fyrir Tröja, hversu Grizkir brutu borgar- 
veggina, ok hinir v^röuz innan, ok hversu Paris jarl leiddi 
Helenam, en böndi hennar f6r eptir henni ok fekk hana eigi. 
5 5. Pat var ok ä, hversu Grizkir reru yfir hafit, en Agamemnon 
leiddi p&, ok mart annat, )?at er h^r er eigi talt. 6. En & 
lokinu var grafit, hversu psdr Venus ok Pallas ok Jünö fundu 
guUepli eitt, ok ritat ä, at sü skyldi hafa, sem frlÖust vseri, 
ok hversu ps^r foerÖu Paridi, ]>& er }?a3r uröu eigi äsättar, ok 
10 hvat hver J?eira gaf honum til at heita friÖust. 7. Jünö h^t 
honum nögt fe, en Pallas vizku ok frlöleik yfrinn, en Venus 
t?eiri konu, er gimsteinn vaeri allra; ok jäöi hann henni, 
)?vfat til j^ess fystiz hann mest, ok baö hana skunda at. 



bliaus indes porprins. Es handelt 
sich um fabrikate der nordischen 
Hansa, als deren hauptvertreter Lü- 
beck, Bestock und Wismar anzu- 
sehen sind; dass vor allem Lübeck 
zu dem skandinavischen norden in 
engen beziehungen gestanden hat, 
ist ja bekannt, lieber die endung 
-verskr vgl. Finnur Jönsson zu Egils 
s. c. 18, 1. Für X sollte beide 
male XX stehen ; vgl. schw. v. 287 f.: 
Tiwghu kiortla äff examit vidha Ok 
mantla äff biald öfrith sidha. 

1. N: Malter, M: UUivs entspricht 
frz. Vulcam v. 438; schw. B v. 289: 
Walkis, F: Walkas; die anderen hss. 
stehen ferner. 

af pllum hug, „mit grösster Sorg- 
falt".' 

3. leiddi, „entführte", = frz. v. 444: 
en-meine. 

5. Grizkir, aus Grikkskir, „die 
Griechen". 

6. ok — eigi talt nur hier. 

7. grafit, „eingraviert". 

8. guUepli eitt, „einen goldenen 
apfel". 

11. 12. en Venm peiri konu; es 
ist auffällig, dass heita in den beiden 



vorhergehenden fällen den acc., hier 
den dativ regiert. 

12. er gimsteinn vceri allra, eine 
genaue Übersetzung aus frz. v. 468 : 
Qui de toutes autres iert gerne. Vgl. 
Tristr. s. s. 8 **: Pessi enn ägceti gim- 
steinn vättar Sir pat sjdlf djarfliga, 
wo von Markis' Schwester. Blensin- 
bil die rede ist. S. auch Martin's 
note zu Gudrun str. 395, 4. 

okjätii hann henni, „und er sprach 
ihr zu", näml. den apfel. 

13. skunda at, „sich damit zu be- 
eilen". 

Dieselbe scene wirdTröj. c. 7 (Ann. 
1848 s. 18 3^ ff.) folgendennassen er- 
zählt: hon tök upp eitt gtUlepli; dpvi 
var pat ritat, at sü skyldi eignaz, 
er fegri vceri, ok varpvi kastatmillim 
peira Freyju ok Sif ok Gefion. . . . Ok 
einn dag, er hami (sc. PaHs) för ä 
tdus skög, par seni hann haßi 
hjprtf haldit, syndiz honum i svefni, 
sem Satümus leiddi at honum kon- 
u/r III: Sif ok Freyju ok Frigg, 
ok bata hann segja, hver peira vcenst 
vceri; honum pötti Frey ja lüta at 
s6r, ok bau hann pat segja, at hon 
vceri vcenst, en hon kvez mundu 
launa honum, at vera pess rätiandi 



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Beschreibung des bechers. 



17 



8. Ok ]>ettSL var allt ä kerinu grafit, ok enn mart fleira; en knappr- Flor. VII. 
inn var af karbunculo, j^'eim steini, sem meira Ijös gefr af s^r, 
en mgrg gnnur brennandi kerti; en ä knappinum ofan var eitin 
fugl af gulli, ok bafSi grcenan gimstein 1 klöm s^r, ok syndiz 



at fd honvm fid konu af Girklandiy 
er vcenst vceri. Pd gekk at honum 
Sif ok baÖ, at kann skyldi hana 
vasnsta dcßma, en hon kvez mundu 
gefa honum mikit veraldar-riki ok 
tign. Ok er hann dcemir eigi, pd 
gengr Frigg at honum j ok byb'r 
honum mikla speki ok sigr i orrost- 
um (hon var orrostu-gutü), ef hann 
seg^i hana fegrsta; ok doemir hann 
eigi. Nu kemr Freyja at honum ok 
mcelti: Minnztu nü, hverju pü hefir 
m&r heitit? Hon beraöi likam sinn: 
pd doemir hann hana fegrsta, Pvi 
var Sifsiban i fjdndskap vit5 Tröju- 
m^nn. 

1. Okpetta — fleira ist ebenso hin- 
zuf'tigung des sagaschrei bers wie o. 
8. 16, 6: ok mart — talt; hier bezieht 
sich die notiz vielleicht auf die auslas- 
sung von frz. v. 473 — 476, die ein 
weiteres moment der Schilderung 
enthalten. 

1. 2. knapprinn, „der knöpf", = 
frz. B V. 477 : pourn^el, nach du M6- 
ril s. V. die erhöhung in der mitte 
des deckeis. 

A. Schultz a. a. o. I*, s. 380 weist 
darauf hin, dass könig Ludwig VIII. 
von Frankreich einen ganz ähnlichen 
becher besessen habe, der in den 
Gesta Ludov. VIII. bei Duchesne 
V, 292 geschildert wird. Auch auf 
diesem war u. a. das urteil des 
Paris, der raub der Helena und der 
kämpf um Troja abgebildet. 

2. var af karbunculo^ „wurde von 
einem karfunkel gebildet". Fritzner 
weist a. a. o.^ II , s. 257 a s. v. kar- 
bunkulisteinn darauf hin, dass car- 

Sagabibl. V. 



bunculus im altn. immer lateinisch 
dekliniert werde. 

86r, Hiernach ist wahrscheinlich 
aus M i myrkri einzusetzen; vgl. 
schw. V. 298: Liws som sool ij myrkir 
skeen. 

3. pnnur ist vergleichend ge- 
braucht; Zupitza zitiert in der anm. 
zu Guy of War^vick, London 1875/6, 
V. 559, trymskviÖa str. 14, 1 ff.: Pd 
kvappat Heimdallrj hvitastr dsa, Visse 
hann vel fram^ sem vaner aprer, da 
doch H. nicht zu den wanen gehört; 
auch weitere verweise in bezug auf 
diese Verwendung von annarr finden 
sich a. a. o.; s. ferner Martin zu Gudrun 
Str. 82, 1. 

2. ;*. sem — kerti weicht von frz. 
V. 479 ff. ab. Im übrigen begegnet 
der hinweis auf den hellen glänz 
des karfunkels öfters in den roman- 
tischen sagas; vgl. u. c. 16, 7, Bev. s. 
c. 10 (FSS s. 223 z. 40 ff.) und meine 
anm. z. d. st., Beitr. 19, 83; ferner 
Mag. s. B s. 13« f. und s. 29^ ff. 

4. ok haßi groman gimstein i 
klöm s6r. Aus diesem Wortlaute 
würde man schliessen, dass es sich 
um einen, von dem vorher genann- 
ten karfunkel verschiedenen, grünen 
edelstein handle; aus frz. v. 485: Qm 
en son pie tenoit la gerne geht aber 
hervor, dass dort wenigstens der- 
selbe gemeint ist. 

4 — 8. 18, \,ok syndiz lifandi. Vgl. 
Tristr. s. s. 93 *« f., wo erzählt wird, 
dass die statue der Isond in der 
rechten hand ein goldnes scepter 
trägt: en d enu efra lauft vanäxirins 
var skorinn fugl mefi fjptSrum ok 

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18 



Geschichte des bechers. 



Flor. yn. lifandi. 9. En kerit var gort 1 Tröja, ok bar Eneas jarl ]>& 
kerit ok gaf Lanrinn, unnustu sinni, 1 LyngbarÖi. En siöan 
t6k hverr keisari eptir annan, allt til )?es8 er sä }jj6fr stal frä 
C^sare, er sfCan seldi )?eim kaupmonniun, er fyrir Blankiflür gäfa; 



aUskonar litum fjaöranna ok fuU- 
ggrt at vasngjum blakandi, sem kann 
vceri kvikrok lifandi. Karl. s. s. 471i ff. 
heisst es von an säalen angebrachten 
kinderfignren ) dass sie bl^su metf 
peim vindi d hverskonar lund, er 
fagrt var, en hvert peira retti fingr 
at ptiru, hkejandi beint, sem kvik 
vceri. Clar. s. s. 9**ff.: Fram fyrir pessu 
landtjaldi Ut kann steypa einn stör- 
an leön m^Ü brendu gvlli buinn, 
en själfan kann meff skiru silfrif 
allr sem lifandi vceri. tjäl. s. 122 ff. 
wird von einem seidenen tuche be- 
richtet: i duknum var meylikneski, 
klcett gutSvefjarpeUif svä fagrt ok 
lifligtj at kann meintij lif mundi 
met5 Vera, ef fylgt heßi hiti ok mal 

1. en kerit var gort i Tröja. Das 
wird uns bloss in der saga und schw. 
y. 303 erzählt; nach engl. y. 178 hat 
es A eneas in Troja in der Schlacht 
gewonnen. 

2. kerit Hierauf ist pa^an ein- 
zutügen; vgl. schw. v. 304: Eneas 
hafuer thz thcedhan fort, und frz. 
V. 489 f.: Li rois Enias Vemporta 
De Troies. 

Laurinu (wofUr schw. v. 305 gar 
Lanom bietet, dän.v. 317: konningen 
äff Ltombardi) ist wol aus Laviniu 
entstellt; vgl. frz. v. 492: A Lavine. 
Gemeint ist natürlich Lavinia, die 
tochter des Latinus und der Ama- 
ta, die spätere gemahlin des Acne- 
as und mutter des Ascanius. Vgl. 
Valv. 1?. c. 5 (Ridd. sögur s. 7 1 «ff.): Se, 
hversu scemiliga pau sitja eda hversu 
fagrliga pau tala, ok guti gefi, at nü 
heftSi hannpusat hana, ok yn/ni hewni 



svä mikit, sem Eneas Latinu, wo der 
Übersetzer, vielleicht gerade in eriu- 
nerung an die vorliegende stelle, den 
durch seine vorläge gebotenen ver- 
gleich (s. note 1) abgeändert hat. 
Ausfuhrlich wird die geschichte von 
Aeneas und Lavinia erzählt in den 
Bretasogur c. 2 f. (Ann. 1848, s. 106 ff.), 
wo die Prinzessin ebenfalls nicht 
Lavinia heisst, sondern Latina. 

3. sä pjöfr. Der name des diebes 
wird nirgends angeführt ausser in 
M: er Galapin hÜ, offenbar eine 
reminiscenz an die Elis saga, wo 
s. 63 ff. die hss. B C D einen dieb 
ebenfalls so nennen. 

4. er sitSan — kaupmonnvm. Die 
lesart von M: sitSan keyptu Pat 
kaupmenn steht frz. v. 497: A lui 
marc^nt Vacaterent näher; schw. 
V. 310 stellt sich allerdings zu N. 
Auf ähnliche weise, wie hier die 
kaufleute zu dem becher, ist der 
Flovents saga zufolge Hermet zu 
einem kostbaren mantel gelangt; vgl. 
c. 16(FSSs. 142«ff.): Pdlagtfi Hermet 
yfir Flövent mgttid, er Kann keypti 
at einvtm pjöf fyrir M. marka guUs; 
sd haftSi stolit frd Sälatres hpfutf- 
konungi; ok ef eigi hefSi stolinn 
veritj pd mundi keyptr hafa verit 
fyrir III. M. marka, ok vceri pd 
vel keyptr. 

Es begegnet in den romantischen 
sagas öfters, dass die geschichte eines 
kostbaren gerätes, speciell einer waffe, 
ausführlich mitgeteilt wird. So heisst 
es von dem helme, welchen Rosamun- 
da ihrem ritter Elis au&etzt, als er ge- 
gen den könig Julien kämpfen will, 



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Ankunft der kaufleute in Babylon. 



19 



en J?vf litu }?eir af, at }?eir vissu, at }?eir mundu meira & vinna. rior. VII. 
10. En )?eim gaf goöan byr, ok sigidu heim, ok fluttu hana 
til Babilöniam, ok bann gaf VII sinnum jafnj?nngt guU fyrir 



Elis s. s. 1 1 * ff.: ßessum hjälmi tapatii 
PdriSj Tröja konungr^ er tök Elena, 
dröttning af Grikklandi, ä peim degi, 
er Menelaiis konungr skaut honum or 
sptfli ok hjö hpfub' af honum sakar. 
ennarfritiu eiginkonusinnar, er Paris 
tök metf svikum;pd var Tröe pU nitSr 
brotin ok at fullu önytt ok eydd. So 
wird femer in der SigurÖar s. l^^gla 
s. 37 von einem Schwerte, welches der 
graf Lafranz seinem pflegesohn Si- 
gurÖr schenkt, erzählt: Petta sver'ö' 
hpftiu gort IUI dvergar fieir er 
hagastir vdru kalladir i nortfrhdlfu 
heimsinSy konunginum af Sikiley. 
En pessu svertii hafd'i stolit brott 
patüan jgtunn einn nor'ö'an or Safva, 
er Faunus het En pann jptun 
drap sä kappi, er Sigurtür het ok 
var kaUatSr mdnaleggr. Hann var 
fatair Ulfs jarls af Skotlandi. Sä 
sami ülfr var fatfir SigurÖar ens 
froekna, er baröiz vitf Blöt- Harald 
af Grecia, sem segir i spgu Seciliu 
ennar vcenu, döttwr Sveins konungs 
af Sikiley. En Guition, fpb'urfabir 
Lafranz af Lixion haßi fundit Sig- 
urtf mdnalegg, pä er hann haßi 
bariz viö jptuninn, ok var pd kom- 
inn at daub'a af sdrunif ok hafd'i 
ndt sveröinu af jptninwm. Guition 
tök SigurtS ok haßi heim i sinn 
kastala ok grceddi hann. Vartü hann 
heilt um sitiir ok gaf svertfit at 
Iceknislaunum j ok hpßu peir lang- 
fe'Ögar pat siöan. Ok nü gaf La- 
franz petta sverti föstra sinum usw. 

1 . en pvi litu peir af „aber da- 
rum sahen sie von demselben ab'', 
d. h. gaben es weg. 

2. En — byr stellt sich zu frz. 
V. 503 : Li marciant ont boin orä. 



3. Nach Bab. ist aus M zu er- 
gänzen: foertüu hana konungi; vgl. 
frz. V. 506 : A Vamiral Vont presen- 
tee. Ämiral ist also hier mit kon- 
ungr tibersetzt; andere nordische 
texte halten das wort für einen eigen- 
namen; vgl. Karl. s. s. 77'* f.: Ammir- 
al, konungr af Babilön hefir sez i 
Römaborg: s. auch das. s. 405*. 

3 — s. 20, 1 . oÄ hann gaf Vll sinn- 
um jafnpungt gull fyrir hana, sem 
hon stötf, „ und er gab sieben mal eben- 
so schweres gold für sie, als sie wog". 
Fllr das falsche seldu in N habe ich 
hann gaf eingesetzt nach frz. v. 507 f.: 
Et il Va tant bien acatee Qu'a fin 
or Va sept fois pesee. Auf dieselbe 
weise wurde das wergeld im ma. 
festgesetzt; vgl. J. Grimm, RA 
s. 673 f. und W. Wackemagel, Wer- 
geld Christi und psalmenzauber, 
Ztschr. f. d. a. VII, 134 ff. Einige 
belege aus der älteren englischen lit- 
teratur für diese fixierung der preise, 
zu denen menschen oder tiere feil 
sind, habe ich in der anm. zu SirBeves 
A V. 1725f (London 1885—94, s. 294 f.) 
zusammengestellt Vgl. auch Flöv. s. 
c 9 (FSS s. 186 «ff.): Korsablin kon- 
ungr gekk pd fyrir hofutükonung ok 
hneigtai honum, ok bah' hann gefa s&r 
fi til at frelsa tru sina vib' Flövent 
En konungr jdtti pvi ok gaf honu/m 
jafnvcegi sitt afmplnu gulli okmarga 
gripi at'ra. Das.c.*12 (FSSs. 191 '^ff.): 
Pd mcelti konungsson: Fyrir Maum- 
ets sakir gef mer griö! En ek 
skal gefa per vag mina af mplnu 
gulli; Bev. s. c. 14 (FSS s. 227 «ff.): 
Engi hestr fannz pvi betri n6 skjötari; 
hann var keyptr fyrir fjpgur jafnvcegi 
hans gulls; Karl. s. s. 335 »»ff.: En 
2* 



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20 



Blankiflür wird verkauft. Flöres kehrt heim. 



Flor. vn. hana, sem hon stöÖ. 11. En keisarinn af Babilön keypti hana pvf 
svä gjarna, J^vlat honum syndiz hon mjok vaen, ok v^nligt, at 
hon mundi komin vera af goÖu fölki, ok 16t hana fara 1 sterkar 
varöveizlur. 12. En kaupmaörinn, sä sem seit haföi, för heim, 
5 ok fekk konungi (6 )?at, er hann tök fyrir hana, ok svä kerit. 
13. l>& I6t konungr gera stein J?r6, ok Ut rita )?etta A: H^r 
liggr undir en fagra Blankiflür, sü er Flöres unni vel. 

14. En p& kom Flöres heim, ok steig af hesti slnum, ok 
gekk 1 hgllina, ok heilsaöi feör slnnm ok möÖur sinni, ok 

10 mselti: „Hvar er Blankiflür?" 

15. En p& dvglöuz andsv^rin, ok gekk hann i herbergi 
til möÖur hennar ok spuröi hana: „Damma", segir hann, „hvar 
er unnusta min?" 



Zilien sat d einum eplöttum hestij 
hann fengi eigi keypt meti jafnvoegi 
hans af brendu gulli. 

3. af götiu fölki j „von guter fa- 
milie". 

3. 4. ok let hana fara i sterkar 
varbveizlvTf „und liess sie in festen 
gewahrsam eintreten". Oder ist fcera 
für fara einzusetzen? 

5. ok svd kerit = schw. v. 326 : 
thz kar, stimmt zu engl. v. 208: pe 
cupe of goldcj und D v. 850: Den 
guldinen cop sie daer toe gaven. 
In frz. V. 516 wird der beeher hier 
nicht einzeln erwähnt (vgl. Engl. 
Stud. IX, s. 96); doch ist wol der 
ausfall eines verspaares anzunehmen. 

6. steinprö, „steinerner sarg"; vgl. 
Orvar-Odds s. c. 46,6: Nu skulu 
pir fara ok hpggva mir steinprö. 
Dass der könig selbst das grabdenk- 
mal machen lässt, entspricht genau 
der darstellung in frz. v. 539 : Faire 
lor fait (nicht mit Du M6ril in fönt 
zu ändern!) un tel tomblel Dass 
die königin ihm diesen rat gegeben 
hat (frz. V. 529 flf.), wird in der saga 
einfach übersprungen (vgl. dag. 
Herzog a. a. o. s. 170 f.). Danach ist 
wol rikuliga aus M einzusetzen; vgl. 



frz. V. 542 : La tombe fu moult bien 
ovrie; ebenso nach d: metü gull- 
stpfum; vgl. frz. V. 649: Les lettres 
de fin or estoient. Mit der grab- 
schrift: Her liggr usw., vgl. die des 
Achilles, Alex. s. s. 14 "ff.; Hir hvüir 
Achilles enn sterki, er drap Sect- 
orentj son Priami komrngs. Sjd 
enn sami var svikinn i trygti ok 
drepinn af Pdride, brötiwr Hectoris, 
i sölargu'Ös hofi, S. auch die des 
Darius, a. a. o. s. 117 »'ff, und die 
des Pallas, Bret. s. c. 4 (Ann. 1848 
s. 1205 flf.). 

12. hennar. In N steht sinnar, 
was unbedingt falsch ist, denn nur 
um die mutter der Blankiflür kann 
es sich handeln, da Flöres seine 
eigene mutter ja eben umsonst ge- 
fragt hat ; vgl. schw. v. 336 : hoenna 
modher; frz. v. 671 : La mere a la 
meschine trueve. 

dammay „dame", in der anrede, bei 
fritzner ^ I s. 236a nur aus unserer saga 
nachgewiesen (s. u. c. 11, 1); ausser- 
dem citiert er aus Mariu s. s. 1039»*: 
til MariukirkjUy er kallaz d peira 
tungu Notra Damma. Hier hat der 
Übersetzer einfach Dame aus frz. 
V. 673 herübergenommen. 



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Blankiflür wird von ihrer mutter für tot ausgegeben. 



21 



16. „Eigi veit ek", gegir hon. Flor. 
„Seg in6r!" sagöi hann. vn. VIII. 
„Ek veit eigi", segir hon. 

17. „Pü gabbar mik", segir hann, „eÖr dylr )>ü mik, hvar 
hon er?" 5 

„Nei, herra!" segir hon; en p& mdtti hon eigi viÖ 
bindaz ok tök til at grä,ta h9rmuliga, ok segir honum, at hon 
var dauÖ. 

18. „Er ]>Rt satt?" segir hann. „Nsßr?'' segir hann. 
„Fyrir VII nöttum", segir hon. lo 
„Af hverri s6tt dö hon?" segir hann. 

„Af }>inni äst ofmikilli!" segir hon. En um dauöa hennar 
laug hon pvl at honum, at hon haföi svarit konungi eiS. 



Flöres lässt sich zu dem grabmal Blankifliir's führen, und will, nach einer 

apostrophe an den tod, sich selbst das leben nehmen, wird aber von seiner 

mutter daran verhindert. 

VIII, 1. Sem hann heyrÖi, at hon var dauÖ, ]>& kunni 
hann pvl svä illa, at hann feil 1 6vit. 3. En en kristna kona 15 
varÖ svä hrsßdd, at hon tök at cepa svä hdtt, at konungr 
heyrÖi ok rann }?egar til, ok dröttning, ok 16tu h^rmuliga um 



1 — 3. Das zweimalige Eigi veit 
ek, wenn auch in verschiedener Wort- 
stellung, ist hart; frz. entspricht nur 
im zweiten falle v. 675 Ne sai; im 
ersten v. 674: El n'i est mie. 

4. 5. etfr dylr pu mik, hvar hon 
er?, „oder verbirgst du mir, wo 
sie ist?" 

6. 7. En pd mdtti hon eigi vitf 
hindaz, „aber da konnte sie sich 
nicht länger halten^^ 

9. hann (I). Hierauf ist wol als ant- 
wort der trau aus M zu supplieren: 
Sannliga, sagb'i hon; vgl. frz. v. 682 f : 
Oil, voirs est, Que si est morte 
Blanceflor. 

9—12. Zu Noer?— ofmikilli, segir 
hon = schw. v. 345 ff.: Han spordhe, 
hwru lund thz kom til. Fore atta 



dagha, iak thz sighia vil, Tha var 
grafuith thz salugha liik stellt sich 
nur engl. v. 241 f.: Älas, whenne 
deide mi swete wizt ? Sire, wipinne 
pis seveniz,t Pe erpe hire was leid 
above , Änd ded he is for pine hve 
(vgl. Engl. stud. IX s. 96). Von der 
bestattung ist auch in F v. 2164 f. 
und D V. 1082 die rede. In frz. ist 
V. 684: Voire, fait ele, por vostre 
amor, der einzige rest von diesem 
zuge. 

Cap.VIII. 15. feU. Hierauf wird 
im blick auf die vorläge etwa zu 
ergänzen sein: nitir ä jgrtS; vgl. 
schw. V. 354: At hon fiol nidher a 
iordh ok Za = frz. v. 690 : Tout pas- 
mes chiet el pavement. 



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22 



Flöres' klagerede. 



Flor. VIII. son sinn. 3. En hann feil III sinnum & Iftilli stundu i 6vit; 
en ]>& er hann vitkadiz, ]>& maelti hann svä: 

4. „Aufi, aufi, danöi!" segir hann, „hvi gleymir pi m^r nü 
ok leiöir mik eigi eptir unnustu minni? LeiÖiÖ mik til graftar 

5 hennar!" segir hann. 6. En J?ä leiddi konungr hann til graf- 
arinnar, en Fl6res fekk nauÖuliga gengit. 6. En ]>& er hann 
sä ritat & gr^finni, at: h^r liggr Blankiflür, sü er mikla äst 
haffti ä Flöres, ]>& feil hann II sinnum 1 6vit, äSr en bann 
gseti talat; en slBan settiz hann upp ä grofina ok tök at harma 

10 hana ok grata, ok mselti svä: 

7. „Aufi, aufi, Blankiflür! Vit värum bseöi foedd ä einum 
degi ok bseöi getin ä einni nött, eptir sggu moeöra okkarra. 
Foedd värum vit baeÖi samt: hvi skyldum vit ok eigi baeöi 
samt deyja, ef dauöinn vseri r^ttvlss?" 

15 8. En P& t6k hann at lofa hana ok mselti svä: „Aufi, 

Blankiflür! et skira andlit! Sllka sä ek aldri jafnfriöa eör 
jafnvitra ä J?lnum aldri, ok eigi mun veröa getinn maÖr svä 



2. en — vitkatiiz ist typisch; vgl. 
u. a.Parc.s. c. 17 (Ridd. sögurs. öO'ßf.): 
EnhonfeUpegari övit. Enpegar hon 
vitkatSiz usw.; s. auch Valv. ]>. c. l 
(Ridd. sögur s. 59»5ff.); Part. s. s. 28« f. 

3. Aufi, „0 weh!" 

4. ok — minni , anders wie frz. 
V. 700: Quant perdu ai ainsi nCamie? 

til graftüTj „zum grabe". 

4. 5. Leit5iti — hennar. Die lesart 
von M : Möt^ir, sagtfi hann, leitü mik 
til grafar El.! stimmt genauer zu 
frz. V. 701: Ahi, dame, car me me- 
nez usw., N wird MöÖir gestrichen 
haben, weil dann trotzdem, frz. v. 703 : 
Li rois a la tombe Ven-m>aine ent- 
sprechend, der könig die führung 
tibernimmt. Umgekehrt hat M, um 
diesen widersprach zu vermeiden, 
die Übersetzung dieses letzteren ver- 
ses gestrichen. Die gleiche- diffe- 
renz im frz. urtexte zu erklären, 
kann hier nicht meine aufgäbe sein 
(vgl. Sundmacher a. a. o. s. 9 ff. und 
Perzog a. a o. s. 180 ff, und s. 209 ff.). 



7. 8. 8Ü. er mikla äst haßi ä 
Flor es. Diese zweite fassung der 
grabschrift stimmt inhaltlich zur er- 
sten, oben c. 7, 1 3, wenn wir dort Flöres 
als accus, auffassen; in frz. A stimmt 
dagegen die erste, v. 652: A cui 
Fhires ot grant amor, nicht zur 
zweiten v. 706 : Qui envers Flore ot 
grant amor. Ausserdem ist die erste 
hälfte der grabschrift hier nach v. 705 
ausgefallen (vgl. Engl. stud. IX, 
s. 96). 

8. II sinnum an dieser stelle nur 
in N; doch vgl. engl. v. 267: Pre 
sipes Floris swounep nupe = F 
V. 2228 f. : ... daz im geswant Dri 
stunt von der angesiht = D v. 1128: 
Dat hi driewerf heswält achter een, 
gegenüber frz. v. 707: Trois fois le 
listj lors s'a pasme. Die obigen 
texte müssen also sämtlich eine an- 
dere lesung vor sich gehabt haben 
(vgl. Engl. stud. IX, a. a. o.). 

14. rettviss, „gerecht". 

17. aldri. Hierauf ist aus M zu 



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Flöres' klagerede. 



28 



vitr, at J?inn friöleik fäi rftat meÖ penna, }?vlat aldri fser Flor. VIII, 
lyktir ä g^rt, svd, er mikit efnit til. Pü vart lofs verÖ ok 
kurteis, ok hverr ungr ok gamall, sem sä )?ik, elskaöi pik 
fyrir frföleiks sakir." 

9. „Aufi, dauöi! }?ii ert ofundarfuUr, elskar }?ann, er )?ik 5 
elskar eigi. Pik mä engi foröaz, en }?6 viltu )?ann eigi, er 
J?{n leitar; en p& er hann vildi lifa, drepr pi. kann; ok ef einn- 
hverr fätoekr eÖa gamall megi eigi bera hofuö sitt sakir elli, 
kallar hann & pik, ok viltu eigi heyra hann. 10. Hverjum 
manni gerir pü rangt, ok rangt gerir pn m6r, er pt t6kt 10 
Blankiflür frä m^r, er gjarna vildi lifa; heyr mik, er kallar ä 
}nk! En ef t?ti flyr mik, p& skal ek p6 senniliga fylgja )?6r", 
sagöi hann. 11. ,Ef maör vill deyja, pA fser )?ü ekki hindrat 
hann; mun ek ok )?essa eigi lengr biöja, )?vlat äör kveld 
komi, skal ek mik sjdlfr drepa, )?vlat ek elska eigi }?etta 15 
llf, slöan H tokt frä m^r Blankiflür. 12. Nu skal ek fara 
til Blömstrvallar, J?viat )?ar biÖr min Blankiflür, mfn unnasta." 



ergänzen: ok aldri mun ek sit^an 
8jd = schw. V. 385; ok cädre skal 
födha^s ij vara dagha; vgl. frz. v. 726 : 
Jamals n'en-iertpliis bele ferne; eben- 
so s. 23^ nach ritat: nS meti munni 
sagt; vgl. frz. v. 728: ne honU dire. 
2—4. Pu — sakir. Dieser zum teil 
in der hs. schwer lesbare passos 
schliesst sich, freilich stark kürzend, 
an frz. V. 7 35 ff. an. ok hverr — sakir 
stimmt speziell zu frz. v. 739 f : Petit 
et grant, tout voils amoient Por la 
honte qu'en vous veoient. 

5. gfundarfvllr, „neidvoll". Von 
hier ab bis s. 26' sag^i hon gebe ich 
den text nach M, da in N dieses stuck 
verloren ist; vgl. die einleitung. 

6. Pik mä engi fortiaz, „Vor dir 
kann sich niemand retten", nur hier. 

9. 10. Hverjum manni gerir fiü 
rangt stimmt zu frz. B v. 761 : Tu 
fes grant mal a tote gent. 

Belege aus deutschen und fran- 
zösischen quellen dafiir. dass lebens- 
müde unglückliche den tod herbei- 



rufen, sein ausbleiben beklagend, 
gibt J. Grimm, Myth.* 11,703. Vgl.Parc. 
s. c. 11 (Ridd. sögur s. 31"fF.), wo eine 
frau folgendermassen über den tod 
ihres gatten klagt: Surr ertu, dautSij 
er pu tokt mitt lifekki fyrr en bönda 
minSf ok illt vert^iper, hjarta^ er pü 
springr ekki af hans dautia, pviat 
ek vilda dau^ vera mstf honum^ svä 
sem mitt lif var kcert hans lifi, 

12. senniliga, „in Wahrheit". 

13. H.pd fcerpu ekki hindrat hann 
„da vermagst du ihn nicht zu hindern"; 
vgl. frz. V. 770 : jVe li pues pas longes 
guencir, 

16. 17. Zu JVti skal — vmnasta vgl. 
frz. V. 777 f : Marne la m'amie sivra : 
En camp'flori la trovera. Die ent- 
sprechenden ndl. stellen hat Grimm 
a. a. o. II, 685, wo er von der ,aue 
der seligen" spricht, ausgeschrieben; 
vgl. F V. 2326 : an der maten, v. 2425 : 
diu wise; engl, fehlt nach v. 306 
der entsprechende passus. Auch 
sonst mangelt es nicht an belegen 
dafür, dass unsre älteren dichter 



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24 



Flöres wird von seiner mutter am Selbstmord verhindert. 



Flor. VIII. Pat kolluöu heiönir menn Paradfs eöa Blömstrarvoll, er ae 
stendr meÖ blöma. 

13. Riss Flöres upp ok leitar ser at dauöa; drö hann 
fram einn knff, er Blankiflür haföi gefit honum, ok ]>& maßlti 

5 Flöres viÖ knifinn: 

14. „M knlfr", sagöi hann, „dtt at enda mitt Iff! Gaf 
)?ik mör til )?es8 Blankiflür, at gera minn vilja meÖ ]?ör: )?ü, 
Blankiflür", segir hann, „vlsa knifi Jpessum { brjöst mör!" 

16. Ok er hann haföi skipat knifinum undir vinstri sföu 
10 s6r ä geirvgrtu, ]>& hleypr mööir hans at ok grfpr knffinn, ok 
ävltaöi hann fast; en hann svarar svä: 

16. „MöÖir, heldr vil ek deyja nü, en }?ola lengr )^enna 
härm." 

17. „Son minn", sagÖi hon, „bemsligt er slfkt, at girnaz 
15 svd mjok dauöa, J?viat engi er svä vesall, at hann flyi eigi 

dauöa sinn, ef hann mä. 18. Er )?at ok en mesta skomm, at 
drepa sik sjdlfr; enda & sd aldri Blömstrarvoll, er )?at gerir. 



sich den himmel als ein grünes ge- 
filde dachten, vgl. Grimm a. a. o. 

1.2. er ce stendr meb' hlöma, „wel- 
ches immer voll von blumen steht". 

tat — hlövnaj worin diese anschan- 
ung als eine specifisch heidnische 
markiert wird, sind eigentum des 
Sagaschreibers; schw. v. 393 ist nur 
von dem paradiese die rede. Von 
einem anderen Blörmtrvgllr hat die 
Blomstrvalla saga ihren namen er- 
halten; dort heisst es s. IPff.: En 
pessi gartSr var meti ilmandi ald- 
intrjdmj ok poer fogru jungfrür^ 
sem par väru, bdru d sik mirru ok 
hcdsamum, svd at Ümatüi af peim 
hvar sem poer gengu. Penna fagra 
voll kalla Latinumenn Flos mvmdi^ 
pat kpUum ver BlömstrvpU. 

3. ok leitar ser at dautfa, „und 
sucht sich den tod zu geben^'. 

3. 4. drö — honvm. Vgl. frz. v. 787 : 
Un grafe a trait de son grafier. Vgl. 
über diese divergenz Sommer zu 
Fleck V. 1244, 



4. Nach honum ist der zusatz weg- 
gefallen: 'als er sie zum letzten 
male sah*; vgl. schw. B v. 396c: 
Snimarsta tim>a jak hona sa = frz. 
V. 790 : Le darrain jor qu*a lui parla; 
freilich steht schw. der vers in an- 
derer Umgebung. 

7. 8. Püj El. — mer^ anders wie 
frz. V. 797 f.: Des ore fai coti que tu 
dois: A li nCenvoie^ car c'est drois, 

10. d geirvprtti stimmt zu F 
V. 2388 f. : Er kerte gegen den brü- 
sten Den griff el an der spitze, ge- 
genüber frz. V. 799: En so7i euer 
bouter le voloit 

10. 11. ok dvita'di hann fast, „und 
tadelte ihn heftig"; anders frz. v. 802: 
Si le castie doucement. 

14. bemsligt er slikt, „das ist 
kindisch". 

15. 16. pviat — ma, vgl. hierzu Sig. 
s. l?ogla s. 86 '2 ff. : en pö er pat eigi 
retty at matir skuli sik sjdlfr deytia, 
ef hann d kost at Ufa, 



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Flöres wird von seiner mutter getröstet. 



25 



ok aldri finnr fni Blankiflür, }?viat sä vollr tekr viÖ l^eim Flor. 
einum, er eigi verÖr sjdlfr s6r at skaSa: tekr helvlti viÖ );eim, VIII. IX. 
ok svä mundi viÖ J?6r, ef }?ii hefÖir nü gQrt pinn vilja. 
19. Huggaztu nii, son minn, ok lifi, j^vlat pn munt enn finna 
Blankiflür, annathvdrt lifandi eÖa dauöa; ok ek hygg, at ek 5 
vita ]?ar laikning til, ]>& sem noegja muD, at hon mun lifna." 



F16res erfährt, dass Blankiflür nicht tot, sondern durch kaufleute 
weggeführt ist, und schickt sich an, sie zu suchen. 

IX, 1. Gengr hon slöan grätandi til konungs ok ma^lti: 
„Herra", sagÖi hon, „ek biÖ ]?ik fyrir ]?ess guös sakir, er vit 
trüum ä, at J^^r IftiÖ miskunnaraugum ä son okkarn; hann 
vildi nü r6tt 1 staÖ hafa drepit sik meÖ )?essum knifi, en ek 10 
kom at 1 }>vf, ok t6k ek af honum". 

2. „Frü", sagÖi hann, „biÖum enn, )?vlat hann mun skjott 
huggaz!" 



2. er eigi vertür själfr ser at skatüa, 
„der sich nicht selbst schaden zu- 
fügt", d. h. sich nicht selbst das 
leben nimmt. 

Eine allgemeine fassung des satzes, 
dass Selbstmörder nicht in das land 
der seligen gelangen, wie sie sich 
hier und schw. v. 405 f. findet, treffen 
wir auch bei D v. 1254 ff. und in F 
V. 2422 ff.; frz. v. 816: Cü catis ne 
recoit pecheor, steht ferner. Vgl. 
Erex s. s. 33^ ff., wo ein jarl Placidus 
der Evida, welche, ihren gatten tot 
glaubend, sich in sein schwert stürzen 
will, klar macht, das sei ördd'j at 
hon tyndi bcetfi lifi ok sdlu, ok missa 
par fyrir himnariki; frz. v. 4691 ff. 
findet sich keine entsprechung für 
diese worte (s. Germania XVI s. 403). 

4. Huggaztu nii, son minn, „be- 
ruhige dich jetzt, mein söhn" ! ent- 
sprechend frz. V. 829: Biaua dous 
chiers fius, or te conforte, 

5. annath drt lifandi etia datib'a, 
„entweder lebend oder tot", ist in 



diesem zusammenhange natürlich 
töricht und sicherlich nur einge- 
drungen aus redensarten wie Karl. 
s. s. 406 *3 f. : ... ek skal foera pik 
Sibiliu dröttningu yflrkominn ann- 
attveggja kvikan e'Ör dau'Öan; oder 
Sams. s. fagra c. 7 (NKD s. 1 1 ^^f.): en 
ek em i eptirleitan eptir Valintinu, 
döttur Garlants konwigs, ef hon mwtti 
finnaz, annathvärt lifs e5V dautf. Der 
Übersetzer wird geschrieben haben: 
heklr lifandi en dauöa, entsprechend 
frz. V. 830: Car ains l'aras vive que 
morte; schw. v. 412: Thu ma hona 
finna, thy hon osr qwik, steht femer. 

Cap. IX. 8. 9. fyrir — trüum d, ein 
typischer ausdruck (vgl. meine anm. 
zu Bev. s. s. 229" f., Beitr. 19, 88) 
frz. V. 835 entsprechend: por Diu le 
grant. 

9. at per lititü miskunnaraugum 
d son okkarn, „dass ihr mit mit- 
leidigen äugen auf unseren söhn 
sehet", d. h. dass ihr erbarmen mit 
ihm habt. 



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26 



Flöres erfährt von seiner mutter die Wahrheit. 



Flor. IX. „Ek öttnmz", sagÖi hon, „ef vit bfÖum, at hann drepi 

sik, ok eru vit ]?ä barnlaus". 

3. „Frü", sagÖi hann, „viltu, at vit segjum honum?" 
„Ja", sagÖi hon, „)?at er mitt räÖ, ]?vfat annathvärt fölm 

5 vit ]?au bseSi eöa missum baeöi." 

Konungr segir: „Far pä skjött ok seg honum!" 

4. Ok hon geröi svä: „Son minn", sagÖi hon, „)?etta väru 
räÖ fgöur J^lns ok mfn , at l?essi \>v6 var g9r, en hon liggr eigi 
h6r 1", ok segir honum allt, hversu hon var seid: „en ]?at var 

10 fyrir ]?vi g9rt, at vit vildam, at )?ü gleymdir Blankifliir ok 
fengir f?6r konungsdöttur jafnburöuliga ]>^x. 6. En J?etta varÖ oss 
margf9ld ögleöi, ]?viat hon var kristin ok fätoek ok af Idgu 
kyni. Nii, son minn, pri eigi eptir henni, fyrir J?v{ at |>at 
gerir ekki, svä er hon langt seid." 

15 6. E>ä segir hann: „MöSir, er J?at satt?" 



2. ok eru vit pd barnlaus, „und 
dann sind wir kinderlos'^ Ans frz. 
V. 845 ergibt sich, dass das königs- 
paar zwölf kinder gehabt hatte, wel- 
che bis auf diesen einen söhn sämt- 
lich gestorben waren. 

barnlaus. Hiemach ist ein satz 
ausgefallen, welcher schw. v. 425f. 
so ausgedrückt ist: Ok vardher thz 
thunkt om land at höra, Vi mattom 
thz hicelpa ok vilde ey göra, = frz. 
v. 847 f.: Si dira on en cest pais, 
Que nous de gre Vavom ocis, 

3. viltu — honum? Nur hier und 
schw. v. 427 ist die Zustimmung des 
königs in die form einer frage ge- 
kleidet; vgl. frz. v. 849 f 

4. 5. pviat — bce'di. Nach frz. 
A v. 850 * f würden diese worte 
zu der rede des königs gehören, 
was unpassend erscheint; die mo- 
tivierung ist vielmehr sache der 
königin. M stimmt in bezng hierauf 
ausser mit schw. v. 429 f. , mit D 
V. 1304 ff. und einigermassen auch 
mit engl. v. 321 f. überein. Offenbar 
gehören diese beiden frz. verse vor 



V. 848, und vor ihnen sind mehrere 
weggefallen, welche den worten: 
Fru — rät5 entsprachen. 

11. konungsdöttur jafnburtüuliga 
per, ,.eine dir ebenbürtige königs- 
tochter**. Das adj. jafnburd'uligr 
findet sich in keinem wörterbuche. 
Zum sinne vgl. Gudrun str. 210, 1 f.: 
Do rieten im die besten, er solteminne 
phlegen, Diu im ze mäze kceme, und 
Martins note z. d. st. üebrigens hat 
diesen beisatz nur die saga. 

per (2). Hierauf ist aus M zu er- 
gänzen: pviat pat er bcetfi scemiligt 
per ok oss = frz. v. 860: Qui hono- 
rast et nous et toi. Wahrscheinlich 
ist auch danach noch ein satz ver- 
loren, des Sinnes: 'Wir fürchteten, 
du möchtest dich in Bl. verlieben', 
da sonst das folgende petta bezie- 
hungslos ist, vgl. frz. B V. 861 f. 

13. 14. f^rir pvi at pat gerir ekki, 
„weil das doch nichts nützt". 

Nu — seid stellt einen letzten ver- 
such dar, Flöres von der hoffnungs- 
losigkeit seiner liebe zu Überzeugen; 
ebenso schw. C v, 448 * ff. : Min son. 



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Flöres beschliesst Blankifliir zu Sachen. 27 

„Jd", segir hon, „J?ü matt sjä nü!" Flor. 

7. Da l^tu ]?au taka steininn af grgfinni; en )?ä er hann IX. X. 
fann hana ekki )?ar, ok hann vissi, at hon liföi, J?d varÖ hann 
mjok feginn ok kvez aldri skyldu l^tta fyrr en hann fengi 
hana, hvar er hon vseri, ok eigi fyrr aptr koma, en hon 5 
fylgöi honum. 8. En J>at J?arf eigi at undraz, at hann maelti 
svä, fyrir J>vi at dstarfuUr maÖr kemr ]?vi fram, er hann vill, 
ef hann leggr mikinn hug ä; ok ]?at vdtta Kalfdes ok Pläto. 
9. Nü var Flöres kätr, er Blankiflür lifÖi, ok maelti svä: 
„Parfleysu geröi konungr, er hann seldi Blankifliir, fyrir J?vi 10 
at ek skal aldri aÖra konu eiga." 

Flöres' vater willigt in die reise seines sohnes und gibt ihm gefolge und 

wertvolle besitztümer mit. Flöres verabschiedet sich von seinen eitern, 

bricht auf und nimmt zunächst bei einem reichen manne in der nähe des 

meeresufers herberge. 

X, 1. SiÖan gekk hann til konungs, en konungr varÖ 
honum mjok feginn, er hann sd son sinn. En ]?ä baÖ Flöres 
f^Öur sinn leyfis, at fara at leita at Blankiflür. 2. En svä 
sem konungr varÖ feginn fyrst, svä varÖ hann nü öfeginn ok 15 
tök at lasta räÖ dröttningar, ok M marka vildi hann til gefa, 
at aldri heföi ]?au hana selda, ok allt )?at er hann tök fyrir 
hana; ok )?ä maelti hann viö Flöres: 

3. „Son minn", segir hann, „heill svä! Ver kyrr, ok far 
eigi frä feÖr }?lnum!" 20 

lat tili ey effter hemu langa, Tfiy wortstammes: parflav^üj parfleysi 

cU thu kant kenne ey fanga; Hon und parfleysa; vgl. Boer zu Qrvar- 

cer 7iu 8wa lankt komin bort, Thz Odds s. c. 40, 5. 

vi fa aldre til hcenna sport; frz. 

V. 867 ff. stimmt dazu nur allenfalls Cap.X. 13. 14. Enpd— leyfis stellt 

inhaltlich. sich zu frz. B v. 904: Qii'il li de- 

7. dstarfullrj „von liebe erfüllt", nianda le congies; A vac. 

8. Kalldes, M: Kallades ist eine 16. dröttningar. Hierauf ist aus 
entstellung aus Caton (vgl, frz. v. 893) M zu ergänzen : at hon var seid, = frz. 
und unter dem livre Caton sind doch v. 910: Far qui il vendi la meschi7ie. 
wol die im ma. viel gelesenen Di- 17. at-s6Z<ia enthält einen anderen 
sticha Catonis zu verstehen. Pläto gedanken wie frz. v. 915: SHl la 
hat der sagaschreiber hinzugefügt, trovoit; M: fyrir hana, steht dem 

10. Parfleysu gertSi konungr, „Et- letzteren sinne näher, 
was überflüssiges tat der könig". 19. heill svd, „so wahr du willst, 

Es existieren drei formationen dieses dass es dir wol gehen möge". 



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28 



Der k(5nig willigt in die reise seines sohnes. 



Flor. X. 4. Hann segir: „Faftir", segir hann, „mal eigi per synd, 

pvfat svä miklu sem J>ü skyndar meir minni ferÖ, svä miklu 
komum vit fyrr heim bsöÖi!" 

5. Pä segir konungr: „MeÖ J?vf at }>ü leggr svd mikit J>rä 
5 Ä ferÖ )?lna, }?ä seg m6r, hvert ]>A vilt fara! En ek vil gera 

allan |?inn vilja, ok allt ]?at, er ]fn }?arft, ]?ä vil ek fä J>6r, 
bseöi gott pell ok guU ok silfr ok gö8 klseöi, frlÖa hesta ok 
fagrt liÖ." 

6. En sveinninn J?akkaÖi konungi ok maelti: „I^gkk er mer 
10 ä pinn boSi, fa?5ir, en ek vil nü segja per mitt räÖ: ek vil, at 

pü fair m6r VII fatahesta, ok hafi II klyfjar af guUi ok gööum 
silfrkerum ok silfrdiskum, enn priÖi af mötuÖum peningum, enn 
fjorSi ok enn fimti af enum beztum klaeÖum, er \>n finnr, en 
enn s^tti ok enn sjaundi af safalaskinnum ok marÖskinnum, ok 
15 VII menn at fylgja peim, ok aÖra VII menn ri?5andi, pA er 
varöveita hesta vära ok kaupi s^r mat; ok herbergissvein pinn 
lätir pü fylgja m^r, pvlat hann kann vel göÖ rä?5 at gefa ok 
kaupa ok selja. En ek vil kallaz kaupmaör ok meÖ kaup- 



2. sem pü skyndar meir minni 
ferta, „je mehr du meine reise be- 
schleunigst". 

7. 8. frib'a — liti stimmt zu frz. 
B v. 926: Et hiaus chevaus et bele 
gent; A weicht ab. 

9. 10. ßpkk er mer d pinu hobt, 
„Ich bin dir fiir dies anerbieten sehr 
verpflichtet". 

11. fatahesta, „packpferde", = frz. 
V. 930: somiers, ein nur aus dieser 
stelle bekanntes wort, lieber saum- 
tiere vgl. A.Schultz, a. a. o. P s. 516f. 

(julli. Hiernach ist aus M zu sup- 
plieren: ok silfri = frz. v. 931 : et 
d'argent. 

11. 12. ok götüum silfrkerum ok 
silfrdiskum, „und von guten silber- 
nen bechern und schusseln"; frz. 
v. 932 ist nur im allgemeinen von 
vaissiaus die rede. Auch in der 
Mpttuls s. (Lund 1877) s. 5** werden 
silfr diskar meb sldtri erwähnt, ohne 
entsprechung im frz. texte ; vgl. femer 



Strengl. s. 45"^^ f.: (dvergrinn) Utpipar- 
inn i einn silfr disk ok steikarnar i ann- 
an meira disk; Sig. s. |?ogla s. 86i ff.: 
sez hon nü upp ok ser standa silfrdisk 
störan hjd ser med' allra handa 
krdsum, ok skaptker metü' vin. Ueber 
den gebrauch kostbarer tischgeräte 
s. auch A. Schultz a. a. o. I* s. 372 f. 

12. af mötub'um peningum, „von 
gemünztem gelde". 

13. af Hiemach ist wol dijrum 
ok einzusetzen; vgl. frz. v. 935 f.: de 
chiers dras. Des millors que tu tro- 
veras; jetzt ist in jeder hs. nur eines 
der beiden epitheta erhalten. 

14. mart^skinnum, „marderfellen". 

15. atira VII menn = schw. v. 498; 
frz. V. 940 spricht nur von trois 
escuiers. 

16. ok kaupi ser mat; man würde 
oss für ser erwarten; vgl. frz. v. 941 : 
Qui nostre marci6 porquerront. 

18— s. 29, 1. meÖ' kaupum fara, 
„handel treiben". Nach diesen Worten 



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Zurlistungen zur reise. 



29 



um fara." 7. En konungr let allt svä büa, sem hann beiddi. Flor. X. 
En p& er Flöres var büinn, ]?& gekk hann at taka leyfi af 
konungi. Pä 16t konungr bera fram kerit, ]?at er tekit var 
fyrir Blankiflür, )?ä er hon var seid, ok maelti: „Son minn", 
segir hann, „tak h^r ker )?at, er hon var keypt meÖ!" 5 

8. Pä svaraöi Flöres: „Hver var sii?" segir hann. 
„Blankiflür, unnasta ):>in!" 

9. Pä var honum S9Öla?5r gangari; en hann var annan 
veg snjähvitr, en annan veg bloörauör; en guövefjarpell var 
at );6fanum. 10. En so?5ullinn var af fflsbeini, ok viröuliga steindr 10 
ok gyldr; en yfir s^Ölinum var ägsett pell vindverskt, ok allt 
guUskotit. En Istig ok allar gjaröir ok gagntok väru af silki^ 



ist folgender satz aus M einzufügen: 
en ef ek mcetta finna Blankiflür, pd 
mun öspart vera gull ok silfr, metf- 
an tu er = schw. v. 505 f. : Ospart 
akal vara ce huath idk a, Ät iak 
hcenne finna ma = frz. v. 949 ff. B : ^^ 
se nous la poons r'avoir Por nul 
marcU de nostre avoir, Noits en 
donrons bien largement. 

5. er hon var keypt metS. Man 
sollte eher erwarten : er hon var seid 
fyrir; der könig spricht hier vom 
Standpunkte der kanflente aus. 

Man vermisst am Schlüsse der rede 
den gedanken : ^Vielleicht gelingt es 
dir, sie damit zurückzugewinnen'; 
vgl. frz. V. 960 f. 

8. gangari, „passgänger". 

9. snjdhvttr, „schnee weiss". 
blob'rautir, „blutrot". 

Wie die beschreibungen von pfer- 
den in den mittelalterlichen epen 
überhaupt viele typische demente 
aufzuweisen haben, so findet sich 
öfters die angäbe, dass bei ihnen 
beide selten verschieden gefärbt sind. 
Bangert, Die tiere im altfrz. epos, 
Marburg 1885, s. 53, und Kitze, Das 
ross in den altfranzösischen Artus- 
und abenteuer-romanen, Marburg 
1888, s. 19f. haben eine nicht geringe 
anzahl von stellen gesammelt. Vgl. 



Valv. ]>. c. 1 (Ridd. sögur s. 58»2ff.), wo 
ein pferd so beschrieben wird: Hans 
hgfutS var annan veg svart, en annan 
veg hvitt, en annars statiar var hann 
blötirautür. 

9. 10. en gutivefjarpeU var at pöf- 
anum, „aber kostbarer Seidenstoff 
diente als Satteldecke"; vgl. frz. 
V. 967: La sonssele est d'un paile 
chier. S. auch Karl. s. s. UO^^l: 
En undirgerta spd'iUs var af enu 
bezta gutüvefjarpelli, sowie A. Schultz, 
a. a. o. 12 s. 495. 

10. af filsbeini, „von elfenbein". 

11. gyldr, „vergoldet", von gylla. 
üeber elfenbeinerne, vergoldete und 
mit maiereien verzierte sättel vgl. 
A. Schultz, a. a. o. 12 s. 489 ff., Kitze 
a. a. o. s. 22 ff. Nach frz. v. 970 ist 
er vielmehr gemacht aus la coste 
d'un pisson. Auch Erex s. s. S^f. 
ist von einem sptiull af fÜsbeini die 
rede, wo frz. v. 101 ff. nichts ent- 
sprechendes bietet. Wieder anders 
Karl. s. s. 440 "> f : SptiuU hans var af 
steini peim er cristallus heitir ok 
buinn aUr meb gull ok silfr. 

vindverskt, vgl. oben zu c. 7, 3 ; hier 
entspricht frz. v. 976 : de Castele. 

1 2. gtUlskotit, „mitgoldfäden durch- 
schossen". 

en istig ok allar gjo/rtSir ok gagn- 



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30 



Znrüstungen zur reise. 



Flor. X. en Istigin sjdlf väru af rauÖa guUi ok sylgjurnar. 11. En 
h9fuÖle8r beizlsins var af guUi ok sett dyrum steinum; en 
själft beizlit var af spaenzku guUi. 12. En allt saman var J?at 
virt fyrir X kastala, ok heizt vildi konungr beizlit fyrir geröar 
5 sakir. 13. Pä drö dröttning fiDgrgull af hendi s6r ok A hgnd 
Flöres, ok mailti svä: 

14. „Son minn", segir hon, „varöveit )?etta vel, J?vlat pA 
]>Bvft ekki at hrse?5az, meöan )7Ü hefir J?etta guU, hvdrki eld n6 
jdrn, ok eigi vgtn; ok )?at hefir J?ann matt f steininum, at hvers 



tpk vdru af ailki, „aber die steig- 
bügelgurten, die riemen und die 
Sattelgurten waren von seide"; das 
war gewöhnlich der fall; vgl. Kitze 
a.a.O. s. 9f. 

1. af rau'Öa guMiy „von rotem 
golde". Ich glaube nicht, dass wir 
dieser stelle wegen mit Fritzner* III 
s. 40 ein snbst. rautSagvU ansetzen 
dürfen. — Das gold hatte im ma. 
durchweg eine rötliche färbung. 

2. hgfMetSr beizlsins, darunter ist 
das kopfgestell des zaumes zu ver- 
stehen, durch welches das gebiss im 
maule des pferdes festgehalten wird. 

3. af spoenzku guMi, „aus spani- 
schem golde" = frz. v. 993 : de Vor 
d'Espaigne. Es kann darunter doch 
wol nur das spanische gold gemeint 
sein, welches, wie schon Plinius be- 
hauptet, aus dem sande des Tajo ge- 
wonnen wurde, denn von einem ander- 
weitigen goldreichtum Spaniens ist 
nichts bekannt. Sonst werden auch 
gebisse von silber genannt; vgl. 
Flöv. s. c. 8 (FSS s. 132*0 f.): Par tök 
Flövent hest hans meti sÜfrheizlL 

3. 4. En — kastala entspricht frz. 
y. 994: Assez mietis en valoit Vouv- 
raigne, nicht genauer; doch vgl. das. 
V. 983: Li estrier valent un castel. 
Aehnlich Flov. s. c. 8 (FSS s. 1 83 '«ff.): 
Ok sat kann d hestipeim, er Aviment 
het; kann var keyptr fyrir IUI kost- 
(da; Karl. s.S. 426 s' f.: sitSan seldu 



ßeir penna hest fyrir 20 kastala ok 
20 borgir meö ollupvi riki, er tÜ IcL 
Hier bezieht sich indessen die wert- 
bezeichnnng nur aufdenzügel; vgl. 
Elis 8. s. 62 '8 f. : hest penna skulu 
v6r hafa, er pü hefir hingat haft: 
ek hefi at hugt mer, at beizlit er 
vert XX punda sÜfrs. 

4. 5. ok heizt vUdi konungr beizlit 
fyrir gerb'ar sakir, „und am besten 
gefiel dem könig der zügel wegen 
der kostbaren ausftthrung". 

Zu diesen angaben über die aus- 
rüstung des pferdes vgl. die Schil- 
derung von Evida's ross, Erex s. 
s. 36 8 ff.: Ok hann gaf Evida götSan 
gangara metS gyldwm sptüli, ok vitfa 
settan gimsteinum, en beizl ok (stpti 
metH guUi gor metf svd miklum hag- 
leik, at ä spbtdboganum vdru skrifutf 
oll störmerki Tröjumanna, en sptS- 
ulklceliin af hvitum purpura, vitia 
gullsett, verglichen mit frz. v. 5330 ff. 

9. vptn, „Wasserfluten". Von dieser 
gefahr ist auch in dem hier ans- 
ftihrlicheren texte &z. B nicht die 
rede; dagegen vgl., ausser scbw. 
V. 546, engl. V. 395: Patfirpe brenne, 
ne adrenche se, D v. 1569: No van 
watre no van viere, F v. 2893: Von 
xoazzer noch von fiure. Es dürfte 
also frz. B v. 1006» statt 'Ne feu ar- 
doir ne encombrer, n' eve encombrer 
zu lesen sein (vgl. Engl. stud. IX 
s. 97). lieber wunderkräftige ringe 



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Abschied des Flores von seinen eitern. 



31 



sein yti leitar, |?ä muntu finna, hvärt sem ]?at er fyrr eörrior. X. 
siöarr." 

15. Hann tök viÖ ok J?akkaÖi henni vel; en siBan tök 
hann leyfi af konungi ok dröttningu; en }?au kystu hann grät- 
andi, ok töku siÖan at reyta här sitt, ok bgrÖu sik ok l^tu, 5 
sem aldri mundu )?au hann sjä siÖan, ok um )^at väru J>au 
sannspä; en p& baÖ Flöres )?au vel lifa. 

16. Nu reiÖ Flöres braut ok kallaöi til sfn herbergissvein 
J>ann, er faöir hans fekk honum, ok baÖ hann setla dagleiÖir 
J?eira til strandar, |?ar sem Blankiflür var seid. 17. En I?ä er 10 
]?eir kömu }?ar, \>& töku J^eir s6r herbergi at eins rlkismanns 



vgl. Winter a. a. 0. s. 59 f. In der 
SigarSar s. l^ogla s. 49'2ft heisst es von 
einem ringe: Sü er ok nattüra pessa 
guüSy efpu hefir pat ä pinni hendi, 
at p4r md eigi ddr granda^ eitr etüa 
väpn; engl mab'r ser pik, hvar sem 
pü vüt fara. Ferner Flöv. s. c. 22 (FSS 
s. 155 '*ff.): fingrguU petta, par er i 
steinn sd, er mikillar eUku er verbr, 
Pviat 8d madr, er stein penna hefir d 
ser, honum md eigi granda eitr n6 
svikrcetfi etSa ülzkuJcraptr; Iv. s. c. 1 
(Ridd. Sögars. 108* ff.): Toknüfingr- 
guU petta d pinn fingr, er ek Upir. 
En steinn (B) hefir pd natturu, 
at ekki verb'r pü hertekinn ok ekki 
bita pik vdpn, ok ekki fcer pü sdr 
ne pnnv/r misfelli, ef pü herr penna 
stein; I>jil. s. 15 ••ff.: H6r er sd 
hringr, sem ek veit fiesta kosti hafa, 
pviai peim manni md eigi granda 
ddr n6 snQdr, vgtn etSr eitrkvikindi, 
ef hann hefir d s6r, Konr. s. B s. 36 «» ff. 
wird als eigenschaft des Steines ja- 
cinctus angegeben: ef ma5y hefir 
hann d ser, pöat vertüi sjödautfr, at 
lik hans muni finnaz; ferner von 
dem carbimciUtts , at eldr md eigi 
granda pvi herbergi, er hann er i; 
aldri vertSr ok myrkt i pvi hüsi, er 
hann berr upp i, 
5. reyta, „ansranfen". 



6. 7. ok um pat vdru pau sann- 
spd, „nnd mit dieser Prophezeiung 
hatten sie recht" = schw. v. 557 f. 
In der tat wird uns später berichtet, 
dass F16res' eitern nicht mehr am 
leben sind, als er mit Blankifldr aus 
Babylonien zurückkehrt. Das ist 
übrigens nicht blos ein zusatz des 
Sagaschreibers, sondern der ent- 
sprechende passus ist im frz. texte 
nach V. 1016 ausgefallen; vgl. engl. 
V. 405 f. : For him ne wende hi nevre 
mo Eft to sen, ne dide hi no = J) 
V. 1596 ff.: jBmmer waren si in dien, 
Dat sine nemmermeer waenden sien. 
Hern gesciede alsiit ontsagen, Want 
sine nemmermeer ne sagen (vgl. Engl, 
stud. IX 8. 97). 

7. lifa. Hierauf ist wol mit M 
einzufügen: en pau bdtüu hann vd 
fara = schw. v. 560; vgl. frz. v. 1018: 
De tous fu a Diu commandSs. 

9. 10. cetla dagleitüir peira til 
strandar, „diG ziele ihrer einzelnen 
tagesreisen bis zum meeresstrand 
festzusetzen". 

11. a^ eins rikismamiSy „bei einem 
vornehmen manne"; über den sinn 
dieses Wortes vgl. Finnur Jönsson 
zu Egils s. c. 3, 17. 



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32 



Aufenthalt in der herberge am meeresufer. 



Flor. X. ok g6?58 hüsbrtnda, ok l^tu rikuliga yfir s^r; matbüa ]?eir, koU- 
uBuz kaupmenn ok 89gÖuz vilja fara yfir hafit meÖ varning 
sinD. Flöres S9gÖu J?eir at va^ri peim lävarör: „ok hann ä 
f^it", scjgbu t^eir. 18. M föru )?eir til matar ok buöu bönda 
5 ok hüsfreyju ok 9llum haus hjönum. Rfkuliga var ]?eim fengit 
at mat ok drykk, ok var )?eim skenkt allskyns g6Ör drykkr 
baÖi { ßilfrkerum ok gullkerum, ok drukku J>au mikit ok väru 
kät. 19. Da var Flöres öglaör, fyrir J^vl at ]>& kom honum i 
hug Blankiflür, ok andvarpaöi iöuliga. 

10 20. Hüsfrüin var vgr viÖ ok mailti viÖ bönda sinn: „Herra", 

segir hon, „hefir pt heyrt, hversu sveinninn laetr? Hann etr hvärki 
n6 drekkr ok andvarpar sva hormuliga, ok aldri er hann kaupmaör, 
en vlst er hann gööra manna." 21. Ok p&. mselti hon viÖ Flöres: 
„Herra", segir hon, „fhugafuUr ertu mJ9k, er ]?ü etr eigi n^ drekkr, 

15 ok yfrit andvarpar )?ti; ok slikt sä ek f sinn & meyjunni, er 
Blankiflür nefndiz, ok per mjok lik i andliti, ok ät aldri n6 



1. ok Uta rikiUiga yfir s&r, „und 
zeigten sich als wolhabende leute". 

nuttlma peir, „sie bereiten sich 
ihre mahlzeit zu". Aus frz. v. 1026if. 
geht hervor, dass die reisenden die 
dazu nötigen waren durch leute aus 
dem gefolge selbst einkaufen lassen, 
ihnen also von dem wirte, einem 
reichen bürger, welcher ausgebreitete 
räumlichkeiten besitzt, um fremde 
aufzunehmen, nur die gastzimmer 
zur Verfügung gestellt werden. Vgl. 
A. Schultz a. a. o. I^ s. 519 f.: „Für 
eine grössere reiseges ellschaft fand 
man aber leicht selbst im wirtshause 
oder bei den gastfreunden nicht ge- 
nug Vorräte; deshalb pflegte man 
bisweilen boten vorauszusenden und 
durch dieselben lebensmittel anzu- 
kaufen, die man dann entweder von 
den eigenen dienern oder in der 
herberge zubereiten liess". 

3. 4. ok hann d ßit, „und ihm 
allein gehört das geld", näml. von dem 
die reise bestritten wird; vgl. frz. 
V. 1 040: Siens est VavoirSj n'est mie lor. 



4. 5. ok bu'd'u — hjönumj inhaltlich 
= schw. V. 571 ff.: Alle the ij her- 
bcerghith cer(By The skulu a Florea 
koste voera. Nur in diesen zwei 
texten wird direkt gesagt, dass Flöres 
seine wirtsleute und ihr gesinde zu 
dem abendbrot einladet. Es ist das 
ein sehr verständiger zusatz des 
Sagaschreibers, den man in den an- 
deren Versionen vermisst; frz. B 
V. 1045 ff. wird nur berichtet, dass der 
wirt sich mit ihnen zum essen setzt. 

7. guükerumj „goldenen bechern" ; 
im frz. V. 1053 ist nur von silbernen 
die rede. 

12. hprmuliga, „kläglich". 

14. ihugafvUr, „nachdenklich". 

15. f sinUj „neulich". 

16. ok per mjok lik i andliti^ „und 
dir in den gesichtszügen sehr ähn- 
lich war". Es liegt eine art von 
anakoluth vor. 

16 — s. 33, 1. ok dt—drakk. Das 
wird in den romantischen erzählungen 
öfters als kriterium der Verliebtheit 
bezeichnet; vgl. Part. s. 42*, wo es 



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Flöres erfährt den aufenthaltsört seiner geliebten. 



33 



drakk, ok harmaÖi unnasta sinn, en Flöres nefndi hon hann, Flor. 
ok fyrir hans sakir kvaz hon seid vera. En kaupnienn keyptu X. XI. 
hana ok fluttu til Babilöniam ok seldu konunginum/^ 22. En 
])& er Flöres heyröi unnustu slna nefnda ok frä af henni s^nn 
tlöindi, ])& glupnaöi hann af ögleöi ok laust niör knlfinum, ok 5 
kom i kerit, er stöÖ fyrir honum, ok för niÖr vinit. 

23. Pä maelti hüsböndinn: „Nu hefir J?ü mi8g9rt ok hoefir 
]>6y at boeta". 

24. ;,Ja!" sogöu J?eir allir ok hlögu at, „)?ess er vert!" 
pvlat ]?eir vildu svd gleöja hann. 10 



Flöres schifft sich nach Babylon ein. 

XI, 1. M baÖ Flöres fylla ker eitt af guUi ok fekk hüs- 
freyjnnni: „Damma", segir hann, „)?etta ker gef ek )?er fyrir 
]?A sogu, er J?ti sagöir mer af Blankiflür, ok fyrir hennar sok 
var ek hryggr, fyrir }^vi at ek vissa eigi, hvert ek skylda leita 
hennar. 2. En nü fyrir J?vl at ek veit, hvar hon er, ]>& skal 15 
ek eigi lötta fyrr en ek fse hana". 

3. Ok ]>& väru J?au oll kät. En 1 pvi er psm väru sem 



von der in Partalopis knappen ver- 
liebten Ursekja heisst : Hvdrki mdtti 
hon eta ne drekka. 
1. unnasta sinn, „ihren geliebten". 

3. ok sddu konunginum entspricht 
einigermassen der lesart von frz. B 
V. 1095: De Vamirail tant en aroient, 
wo freilich nicht von einer tatsache, 
sondern nur von der absieht der 
kaufleute die rede ist. Vgl. Sund- 
macher a. a. o. s. 19. 

4. 5. ok — titiindi. Vgl. zum aus- 
druck Karl. s. s. 4942*: ok mdttu nü 
vita sonn titüindi af honum. 

5. pä glupnatai hann af ögletüij 
„da wurde er ganz verwirrt vor 
traurigkeit"; es wird indessen gletii 
für ögletii zu lesen sein; vgl. schw. 
V. 611: Äff glcedhi han een vasrma 
kcende = frz. v. 1099: De lajoie tout 
s'esbahi. 

Sagablbl. V. 



ok laust nitür knifinum^ „und warf 
das messer herunter", üeber den 
gebrauch des messers bei der tafel 
vgl. A. Schulz a. a. o. I* s. 375 f. und 
Weinhold, D. d. fr.^, II s. 106 f., wo es 
heisst: „. . . messer wurden nicht für 
jeden tischgast hingelegt, sondern 
die gesellschaft begnügte sich mit 
einer geringeren zahl". 

6. ok för nitir vinit j „und der 
wein floss aus, wurde verschüttet". 

9. pess er vert, stimmt zu frz. B 
V. 1105: Cou est drois; A anders. 

10. pviat — hann, anders wie frz. 
V. 1106: Car lie en sont por le de- 
duit. 

Cap. XI. 1 2. schw. v. 6 1 6 : Ij drikkin 
thz hoer innan cer = frz. B v. 1 1 1 * : 
et du vin bevez; doch mag dies zu- 
sammentreffen zufällig sein. 
3 



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34 



F16res wünscht nach Babylon zu reisen. 



Flor. XI. kätust, ]>& rann & byrr, ok Utn st^menn )?d um büaz, ok allir 

J>eir, er um haf vildu fara, ]>& skyldi til reiöu vera, ok til 

skipg koma, er til Babilöniam vildu fara. 4. M er Flöres 

heyröi ]?etta, ]>& varÖ hann feginn ok baÖ sina menn büa ferÖ 

5 hang; en P& t6k Flöres leyfi af hüsbönda sinum ok gaf honum 

hundraÖ skillinga, ok hverju hjöna ngkkut, ok baÖ }?au vel 

Ufa. 5. Pd f6r bann til skips, ok ]?ä baÖ bann st^rimann steftaa 

J?ann veg til hafhar, sem skemstr vaeri til Babilönar, fyrir J?vl", 

segir bann, „at & YIII mänaSa fresti er m^r sagt, at konungr 

10 af Babilön skal eiga stefnu viÖ sina undirkonunga ok alla rikis- 

menn & sinu landi. 6. En ef ek msetta p& ]?ar koma, ]>& mundi 

minn vamingr J>ar rifir vera, J^viat gjarna vil ek mitt U til gefa." 

St^rimaÖr jAtar )?vl. 



1. ßd rann d hyrr, „da erhob 
sich ein günstiger wind''. 

ok (2). Hiemach ist ans M einzu- 
fügen: oepa um statSinn at; vgl. 
schw, V. 622: Öptis vtan fore thz 
hws und frz. B v. 1142» f.: Dont 
fönt crier li notonnier Fat la vile, 
qu'aillent chargier usw. 

2. pd skyldi til reit5u vera, „sollten 
sich bereit halten^'. 

5. 6. ok gaf — npkkut = schw. 
y. 630 ff.: Htmdradha skillinga ij 
rödha guU Gaff han honum . . . AUom 
hionum hödh han ok Hwario gifua 
slikt ther var. Eine bestimmte summe 
wird nur in diesen beiden texten ge- 
nannt und auch von dem trinkgeld 
für die dienerschaft ist bloss hier die 
rede; frz. v. 1146 entspricht nur: Ä 
son oste a du sien done. 

Der saga zufolge gewinnt man die 
anschauung, dass das schiff noch am 
selben abend den hafen verlässt; und 
auch aus dem entsprechenden passus 
von frz. (vgl bes. B v. 1135: lA jors 
est ja tout avespräs) kann ich nichts 
anderes herauslesen; merkwürdiger 
weise stellt sich nun schw. v. 621 : 
Ärla om morghin dagh var liws zu 
engLv.459ff.,Dv.l740ff.,Fv.3226ff., 
wo sogar berichtet wird, dass man 



sich schlafen legt, und erst am näch- 
sten tage abtährt. Ich weiss diesen 
Widerspruch nicht zu erklären. 

9. ä VIII mdnatSa fresti stimmt 
zu schw. V. 645 : Tha aatta manadha 
lidhne cerce. Zu frz. v. 1153: en un 
sevl mois stimmt dagegen nur M: 
d mdnatiar fresti; und von einer 
kurzen zeit darf auch dem zusam- 
menhange nach bloss die rede sein. 

10. 11. vitf sina undirkonunga ok 
aUa rikismenn, „mit den ihm unter- 
geordneten königen (seinen vasallen) 
und allen grossen". 

11. 12. pd mundi minn va^j/iingr 
par rifr vera^ „da dürfte ich guten 
absatz fOr meine wäre finden' ^ 

1 2. gjarna vü ek mitt f6 tÜ gefa nur 
hier und schw. v. 651: lak vü thik 
gifua goz ther til, Vergleichen liesse 
sich höchstens noch engl. v. 467 : Pe 
mariner he gaf largeliche. Indessen 
muss doch auch frz. v. 1160 etwas 
ähnliches gestanden haben, denn A 
V. 11S7: Idl sa promesse demande 
weist direkt auf dieses versprechen 
zurück. 

til Die hier begmnende lücke in 
N wird durch M ausgefüllt. 

13. Styrimatfr jdtar pvi stimmt 
ausser zu schw. v. 653 f. zu D v. 1784 



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Flöres kommt in Beludätor an. 



35 



Flores langt in Belndator an und muss dort für seine waren einen 
hohen zoll bezahlen. 

XII, 1. SlÖan geröi enn bezta byr ok skirt veör, ok sigldu Flor. XII. 
oll skip er hofnum; var st^rimaör ok allir haus menn & kosti 
Flöres. 2. VII doegr väru }?eir i hafi, svä at )?eir si ekki 
land; en ä ätta doegri kömu ]?eir til borgar einnar, er Beludätor 
h^t. 3. Hon stendr & einn bergi, r^tt viÖ hafit, ok mä sjä 5 
]?aÖan i haf üt C vikna at skfru veÖri. 4. En }^at var eptir 
boen Flöres, }>viat ]>a8an mätti fara ä IUI d9gum meÖ klyfj- 
aöa hesta til Babilön. 5. Ba8 nü st^riroa&r Flöres efna heit 
sin vis sik; bann gaf honum X merkr skfra silfrs ok V merkr 
guUs, ok p6tü honum vel komit. 6. Flnttu menn f9ng bans ä lo 
land npp ok ]7aSan til bor gar; tökn s^r hüs at eins riks manns, 
er skip mikit ätti 1 kaupferöum; gerSi Flöres p& fagra veizlu 
bönda ok oUnm bans bjönnm. 7. En borg \>& ätti konungr af 



Die stierman gdoefde aldus Florise 
nnd zu F v. 3286: Der schifman 
sprach: 'Ick tiMn ez geme\ 

Cap.XII. 2. 3. var— Flöres, „der 
Steuermann und alle seine leute 
wurden von Flöres beköstigt"; frz. 
V. 1 1 69 f. ist nur davon die rede, 
dass Flöres eine genügende menge 
lebensmittel mit an bord genommen 
hatte. 

3. VII dcegr. Statt dessen liest 
schw. V. 657 aatta dagha und statt 
ä dtta dcßgri v. 659: Then nionda^ 
und zwar bietet diese letztere Zah- 
lenangabe das richtige; vgl. frz. 
v. 1 171: Huit jorSy und v. 1173: Au 
nueme jor. 

4. Beludätor, Statt dessen liest 
schw. V. 6(i0 Bondaghj Bandagha oder 
Blandag; beides ist entstellt aus frz. 
V. 1174 f.: Baudas = „Bagdad". 
Freilieh stimmt die läge des histo- 
rischen Bagdad mit der hier vor- 
liegenden Ortsbeschreibung wenig 
Uberein. 



9. 10. X merkr skira silfrs ok V 
merkr guUs; dagegen spricht schw. 
V. 672 f. von Tiwghu markir . . . Gull 
ok silff ij fuüo vcekt, was zu frz. 
V. 1189: Vint marc d'or fin et vint 
d^argent stimmt. 

Hl. okpötti honum vel komit, „und 
es däuchte ihm gut angewendet". 
Nur in diesem texte. 

12. kaupferb'um. Hiemach ist die 
notiz ausgefallen, dass in diesem 
selben schiff die kaufleute hier ge- 
landet waren, welche Blankifliir mit 
sich führten; vgl. schw. v. 679 f.: Thz 
skip var hans, for gardhin la, Ther 
Blanzaflor kom thiit op a = frz. 
V. 1205 f.: Dedens icele nefpasserent 
Li marc^ant qui acaterent Blance- 
flor. 

12. 13. ger'd'i — hjönum. Auch hier 
(vgl. o. zu c. 10, IS) wird nur in der 
saga ausdrücklich gesagt, dass Flores 
seinen wirt und dessen gesinde zur 
mahlzeit einladet. 

3* 



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36 



Flöres ist traurig im gedanken an Blankiflar. 



Flor. Babilön, ok hafSi svä iiiaelt viÖ gjaldkerann, at hann skyldi 

XII. Xin. taka toll af hverjum manni, er ]?ar foeri, ok eiÖ me?5, at hann 

fori meÖ engum svikum. 8. En er Flöres haföi )^at greitt, p& 

f(')ru J>eir til matar; sdtu )?eir baöir saman, hüsböndi ok Flöres; 

5 en allir menn väru kätir. Pi var Flöres hiyggr, svä at hann 

&t eigi nö drakk. 

9. t>& maAii hüsböndi: „Herra", segir hann, „mör syniz, sem 
]?ü sör öglaör; vsentir mik, at )?at se vegna tollsins, er f^ü galt 
svä mikinn, J^viat J?at er enn tinndi hverr peningr". 



Flöres setzt die reise nach Babylon fort 

10 XIII, 1. l>& svarar Flöres: „Ek hugsa um psum konung, 
er sllkt byör/ 

2. En hüsböndinn svara&i: „Sllkt sama sd ek fyrir skQmmu 
eina mey, \>& er hör var, )?viat hon var & S9mu leiÖ hrygg". 

3. En hann nefndi hana Blankiflür. Ok er Flöres heyrSi 



1. vitf gjaldkerann f „zu dem 
rentmeister, Steuereinnehmer"; frz. 
V. 1225: au prevost üeber die 
pflichten des gjaldkeri vgl. P. A. 
Munch, Det norske folks historie II. 
Christiania 1855, s. 990 f. und s. 1010. 
Die etymologie des Wortes ist un- 
bekannt; Vigf. s. V. weiss nur zu 
sagen, wir hätten es wol mit einem 
fremdwort zu tun. 

1 — 3. ok haßi 8vd mcdt — svikum. 
In sämtlichen texten, ausser frz. 
V. 1223 ff. ist hier von der Zahlung 
eines zoUes die rede; vgl. schw. 
V. 681 ff., D V. 1855 ff., F v. 3382 ff.; 
von einer dazu gehörigen eidesleis- 
tung ausser den skand. Versionen 
auch in F v. 3380 ff. Der frz. passus ist 
als verderbt oder wenigstens lücken- 
haft anzusehen. 

(». drdkk. Hiemach ist etwa fol- 
gender satz ausgefallen: pviaJt Blan- 
kiflür kom honum i hug; vgl. schw. 
V. 689 : Ran innerlik hugh til Blan- 



zafl/or fik = frz. v. 1234: Por s'amie 
dont il pensa. 

8. vcentir mikj „ich vermute". 

9. pv{at — peningr nur hier und 
schw. BC V. 692 d. Dass es sich um den 
zehnten handelt, wird allerdings auch 
F V. 3389 erwähnt. Ueber peningr 
vgl. Finnur Jönsson zu Egils s. 
c. 17, 15. 

Cap.Xm. 10. 11. Ek—bgtfr B^mmi 
inhaltlich zu D v. 1876 ff.: Here, 
seithi, dat mcegdi weten wd, Dat 
daer omme es ende niewet cZ, Dat 
ic dus pense ende droeve hem. In 
frz. v. 1240 steht allerdings das ge- 
rade gegenteil: Jou pens tout elf 
cou dist Venfant, und dazu stellt 
sich engl. v. 501 f.: Nai, sir, on catel 
ßenke i nogt, On oper ping is ai 
mi pogt. Die verschiedenen be- 
arbeiter scheinen also verschiedene 
lesungen im urtexte vor sich gehabt 
zu haben ; die negierende fassung ist 
aber sicherlich vorzuziehen. 



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Flöres bricht nach Babylon auf. 



87 



henDar getit, varÖ hann ]>& glaftr ok baß taka silkiskikkju ok Flor. XIII. 
safal undir, ok gaf hüsbönda ok mselti: 

*• jj^^igg V^ }?etta sakir Blankiflür, J?vlat hon er unnasta 
mfn ok var stolin frä in6r: seg mer, hvert hon för!" 

5. „Til Babilönar", sagÖi hüsböndi, „ok läti guÖ )?ik henni 5 
nä! En ek öttumz, at }^at verÖi eigi." 

6. En er )?eir väru mettir, föru )?eir at sofa; svaf Flöres 
Iftit pA n6tt, ok er dagr kom, vakÖi hann npp menn sina ok 
baÖ p& biiaz skyndiliga. 7. En er )>eir väru mettir, heilsuÖu 
J^eir bönda ok föru slÖan leiÖ sina; ok ena nsestu nött lägu lo 
J?eir i einum kastala, ok }?ar nsest i turni n(jkkurum, ok frägu 
enn til Blankiflür. 



1. silkiskikkju j „einen seidenen 
mantel". 

1.2. ok safal undir, „mit zobel- 
pelz gefuttert"; ganz ähnlich schw. 
V. 702 f. : Een examit mantil . . . Ther 
fodhradher var mz safuilskin; vgl. 
engl. V. 514 (nach meiner herstellung, 
Engl. stud. IX s. 98): And a mantel 
ofscarlet wiß menuuere, D v. 1900f.: 
von scarlaken roet Enen mantel, F 
V. 3463: Einen mantel hermin; frz. 
V. 1257 nur: un hoin mantel, so dass 
nach dieser zeile der ausfall eines 
verspaares anzunehmen ist, in wel- 
chem der mantel ausführlicher be- 
schrieben wurde. Weitere belege 
für solche mantel, „aus dem kost- 
barsten Seidenstoff gefertigt, mit 
wertvollem pelz werk (hermelin, grau- 
werk usw.) gefüttert und am hals- 
ausschnitt wie am rande rings herum 
mit pelz (zobel) besetzt", gibt A. 
Schultz a. a. 0. 1» s. 307. Vgl. Tristr. 
s. s. 50^ ff.: okpegar klcedduzßeir gud- 
vefjum . ., ok undir hvit skinn met^ 
safal ok beztu blior, metS miUum 
hagleik gor. Das. s. 69»of.: pd gef 
ek per yfirklcebi mitt metS hvitum 
skinnum. S. auch o. zu c. 7, 3, — 



Nach den anderen Versionen schenkt 
Flöres dem wirte ausserdem einen 
schönen silbernen becher. 

3. 4. pviat hon — min nur hier, 
ebenso 6 En — eigi. Im übrigen 
sind hier, schw. v. 701 ff. und engl. 
V. 513 ff. die Sätze so angeordnet, 
als ob frz. v. 1253—56 hinter v. 1262 
stünden, was gewiss auch in einzel- 
nen hss. der fall war und nicht mit 
Elockhoff a. a. o. s. 23 auf den 
nordischen Übersetzer zurückzufüh- 
ren ist (vgl. Engl. stud. IX s. 98). 

8. 9. ok hati pd hüaz skyndiliga 
stimmt zu F V. 3483 ff. : Daz sie 
derwacheten Und sich üf mucheten; 
Sie hceten da ze vil gebiten, 

9. 10. En er — bönda nur hier. 

11. / turni ngkkurum. Ob dies 
richtig überliefert ist, erscheint frag- 
lich; frz. A V. 1282 liest dafür: En un 
castel (B: une vile) ou ot marcie. 

11. 12. ok frägu enn tÜ ßlanki- 
flür, „und hörten hier wieder von 
Blankiflür«, nämlich, frz. v. 1284: Par 
illoec la vit on passer. 



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38 



Unterwegs bittet er einen fergen um nachtqaartier, 



Flores kommt in Babylon an nnd nimmt quartier bei dem thorwächter, 
an den er durch einen fährmann empfohlen ist. 

Flor. XIV. XIT, 1. Dvl naest kömu }?eir at sundi einu; en oftru megin 

sundsins var fjall eitt, er Felis h6t. I fjallinu stendr einn rikr 
kastali; en yfir sundi t var engl brü, )?viat J^at var djüpt 
ok svä streymt. 2. A strondinni hekk hörn eitt, ok skyldu 
5 J>eir, er yfir vildu, bläsa I hornit. Ok )?eir geröu svä, ok 
för farhirÖir i moti J/eim ok fcerÖi ]>& yfir. 3. Sä hann mjok 
& Flöres, )?vlat hann syndiz honum göömannligr, ok maelti: 
„Hvat manna ertu, eöa hvert skaltu fara?" 

4. „KaupmaÖr em ek"; segir hann, „vil ek fara til Bab- 
10 ilönar; en ef )^ü ätt hüs i kastalanom, ]>& herberg mik!^^ 



Cap. XIV. 1. sundi ist eine wieder- 
gäbe von frz. V. 1 286 : un bras de mer; 
den namen dieser meerenge hat M 
weggelassen; vgl. schw. v. 720: Til 
eet »und ther heter Fcer, stimmend 
zu frz. V. 1287: L*enfer le noment 
d pais. 

1. 2. kömu— sundsins. Fast die- 
selben Worte stehen in der pros. 
einleitung der HirbarJ^sljöJ?: I^örr . . . 
Icom at sundi einu; gtirum megum 
sundsins var ferjukarlinn metf skipit, 

en pb'ru — lUtj schw. v. 721 heisst 
der berg Felis; nach frz. v. 1288 f.: 
De Vautre pari est MonfeHs, Uns 
chastiaus riches, ist vielmehr Mon- 
felis der name des Schlosses (vgl. 
auch Klockhoff a. a. o. s. 24). 

4. ok svä streymt j „und zugleich 
reissend". 

5. Ok peir gerb'u svd. Zu frz. 
V. 1297: Uns d'aus le corna stimmt 
genauer schw. v. 729: San lot thz 
blcesa een sin stveen. 

6. farhirÖir, „ferge". Die hs. M 
bietet dafür durchweg fjdrhirtfir 
oder fähirtfir; es ist aber unzweifel- 
haft, dass es sich um einen fährmann 
(schw. V. 730: fceria, frz. v. 1296: 
pontonier) handelt. Dieselbe Ver- 



wechselung begegnet Härbar]7slj6)> 
Sir. 52 f.: Äsapöre hugpak aldrege 
mundo glepja fehirpe farar, wo 
gleichfalls farhirpe zu lesen ist; vgl. 
Svbj. Egilsson, Lex. poet. s. 161b, 
G Vigfusson, Dict. s. 144 a, S. Bugge, 
Norroen fomkvaeöi, Christ. 1867, 
s. 103, wo in der note auf unsre 
stelle verwiesen wird. 

7. götimannligr entspricht firz. 
V. 1806: Gentis hom. Schwieriger 
ist das seltene wort jedesfalls zu 
deuten in Bisk. I s. 874** f.: petta er 
aügötir draumr ok götimantdigr, wo 
Fritzner* I s. 622a ratlos ist. 

8. Hvat m,anna ertu = schw. 
V. 784: Huath man asst thu; frz. 
V. 1307 nichts. Das ist aber in der 
regel die erste frage, die an einen 
fremden gerichtet wird; vgl. u. a. 
Baerings s. c. 18 (FSS s. 100*« f.): Hvert 
er nafnpitt et5a hvaöan ertu?, oder in 
umgekehrter anordnung, wie Part, 
s. 31** f.: hvatfan eru per, ebr hvert 
er nafn pitt? 

10. pd herberg mik! „da gewähre 
mir herberge!" Nach mik wird i 
ndtt einzusetzen sein; vgl. schw. 
V. 732: ij nat = frz. v. 1312: Anuit 
Es ist auffallend, dass der ferge 



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der ihn an einen freund in Babylon empfiehlt. 



39 



5. FarhirÖir svarar: „Pvf spuröa ek yör sllks, at h6r var Flor. XIY. 
mey ein fyrir skgmmu; var hon \>6r mjgk lik ok mjgk sorg- 

full; syrg&i hon sinn nnnasta ok nefndi hann Flöres'^ 

6. Ok hann spurÖi: „Hvert f6r hon?" 

„Til Babilönar", segir hann; „siÖan keypti keisarinn 5 
hana." 

7. Väru )?eir p& nött meÖ farhirÖinum. En um morginr 
inn, er J?eir föru 1 brott, gaf hann farhiröi C skillinga ok baÖ 
haon Visa s6r til vinar slns nokkurs { Babilön, me8 slnnm 
jartegnum. 10 

8. FarhirÖir svarar: „Herra, dör en ]?^r komiö til Babilönar, 
finni p6r vatn mikit ok ä brü. En er J>^r komiÖ yfir brüna, 
J>d finni p^r )?ann, er garÖshliÖ gaetir; hann er vinr minn mjgk 
göör, ok er rfkr maÖr ok hefir et bezta hüs 1 borginni, er 
kaupmanni samir. 9. Vit erum helmingar-Magar: & hann 15 
hälft ]?at, er ek afla, en ek hälft J?at, er hann aflar. Tak 



weder hier noch schw. v. 734 auf 
diese bitte eine antwort giebt; vgl. 
frz. V. 1313 f. 

2. 3. sorgfüä = sorgafUUy „be- 
kümmert^. 

3. syrgtii hon sinn tmnasta, „sie 
sorgte sich um ihren geliebten". 

syrgtSi—Flöres = schw. v. 737 f.; 
vgl. D V. 2000 f. : Om enen jonchere, 
die in Spaengen bleef, Daer soe groet 
seer omme dreef; frz. nach v. 1320 
nichts. Ob schw. v. 739 f.: Ok tror 
i<ik thy, om iak kan radha, Ij 
cerin roet syzkene badhe, zu frz. 
V. 1321: Ne sai se li apartenez, zu 
stellen ist, erscheint zweifelhaft. 

8. C skillinga, „hundert Schil- 
linge", entspricht frz. v. 1331 : cent 
sols. 

10. jartegnum. Man vermisst nach 
diesem werte eine entsprechung zu 
frz. V. 1334: Qui de riens aidier li 
phtöt; vgl schw. v. 752f : ther scelia 
kan ok fore thina shüd vil mik he- 
uara, 8wa at asngin ma mik da/ra. 
Der Wortlaut des in M verlorenen 



nebensatzes lässt sich freilich da- 
nach nicht feststellen. 

12. schw. V. 766 : Ther ouer staar 
eet tom swa stört, entspricht frz. 
V. 1344: Grant tor i a; M nichts. 

1 3. 14. hann-^götfr = frz. B v. 1 342 : 
Mes compains est, si m'a movUt chier; 
A anders. 

14. 15. er kaupmanni samir, „wie 
es sich für einen kaufmann gehört"; 
nur hier. 

15. helmingar-fHagar, genosseO; 
die sich in ihren beiderseitigen ge- 
winn teilen. Freilich beruht das 
wort hier nur auf Vermutung, wäh- 
rend sonst bloss das abstractum hdm- 
ingar-fäag belegt ist. Ich kenne 
zu dieser art von abmachung keine 
parallelstelle; Egils s. c. 1, 4: Peir 
Ulfr dttu einn sjötü bdMr, d. h. sie 
lebten in gütergemeinschaft, lässt 
sich nicht vergleichen. 

16—8.40,1. Tak—fdiÖ, Man be- 
achte das schwanken zwischen sing. 
und plur., wie es in nordischer prosa 
nicht selten begegnet. 



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40 



Flöres kommt in Babylon an. 



Flor. XIV. fingrguU mitt, ok fäi8 honum }?at til jartegna, at hann taki 
viÖ yör vel!" 

10. En Flöres f6r J^aÖan ok baÖ p& vel Ufa. En at miöjum 
degi kömu )7eir til borgar ok fundu )?ann, er portit geymdi. 
5 En hann sat ä einnm marmarasteini skomiim ä stöls mynd, 
klseddr gööum silkiklseöum. En hverr er yfir för brüna, 
lauk IUI peninga, en IUI fyrir best sinn. 11. Gekk Flöres 
p& at honnm ok heilsaöi honum, ok syndi honum fingrguUit }?at, 
er honum var sent. T6k hann ]>& viB ok )>6ttiz vita, at Flöres 
10 var bseöi rfkr ok kurteiss. 12. Sendi hann p& siöan til sinnar 
frü, at hon toeki soemiliga viÖ honum. Ok er hon sä fingr- 
guU bönda sins, fagnatJi hon l?eim vel, ok skorti p& engan hlut. 
18. Nu var Flöres J^ar kominn, er unnasta bans var; )?urfti 
hann nü gööra räöa viÖ. 14. Nu hugsar Flöres meÖ sör: „Ek 



1. jartegna. Vgl. Finnur Jönsson 
zu Egils saga c. 35, 5 ; frz. v. 1 347 
bietet keinen entsprechenden ans- 
druck; dag. vgl. D v. 2044 und F 
V. 3618 (s. Sundmacher a. a. o. s. 15). 
Nach jartegna ist zu supplieren : ok 
8egit5 honvm; vgl. schw. v. 773: ok 
sigh honum swa = frz. v. 1348: Et 
de moie part li direz, 

4. ok — geymdi; vgl. schw. v. 778f., 
engl. V. 558, D v. 2053, F v. 2652; 
ein verspaar entsprechenden Inhaltes 
muss im frz. nach v. 1382 ausge- 
fallen sein. 

5. d einum marmarasteini skomum 
d stöls myndy „auf einem marmor- 
block, der zur form eines Stuhles zu- 
gehauen war'^ 

6. klasddr götSwn silkildcedumj „mit 
guten Seidenkleidern angetan'^ = D 
V. 2059 f. = F V. 3656; ebenso schw. 
V. 780: Hwar han rikdik klcedder 
loa; frz. vac. 

9. Nach sent sind mehrere zeilen 
im nordischen texte ausgefallen; vgl. 
schw. V. 790 ff. : Thu skaU mik wara 
j hicertat huüj Ok vcer mik nw fore 
all swikf Swa badh then, mik scende 
til thikf mit frz. v. 1365 ff,: Ensegne 



de son compaignon^ Qu'il le Herbert 
en sa maison Et a son besoing le 
consent^ Si com il s'amor avoir veut 
Ebenso 9 nach vitf das moment, dass 
der thorwart den ring erkennt ; vgl. 
schw. V. 794 ff. : Tha han thz sa^ han 
thz görla kcende, Ok fik honum an- 
nwr tu = frz. v. 1309 ff. : Cü a bien 
Vanel conneu . . . Le sien and li a 
baiUiS. Hier hat der Schreiber von 
M sehr unüberlegt gekürzt, denn 
die Worte 1 1 : Ok er hon sd fingr- 
guU bönda sins^ wird durch die so- 
eben inhaltlich reconstruierte stelle 
überhaupt erst verständlich. Da- 
gegen sind die worte 9 f.: ok pött- 
iz — kurteiss j die M dafür allein 
bietet, hier wenig passend. 

12. Muit. Nach diesem worte ist 
wol etwas ausgefallen. Schw. v. bOl f.: 
Slikt the thorffto fore thera hoesta JE 
mcedhan ther var til thz bassta stimmt 
inhaltlich zu frz. v. 1378: Estables i 
ot a talent. 

13. er unnasta hans var. Schw. 
V. 804 BC: Ther han haffwer l(Bnge 
thrat at wara^ stimmt genauer zu 
frz. V. 1380 : Que Ü avoit tant desire. 

14 — s. 41, 1. Ek em — heima; frz. 



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Flöres beschwichtigt die in ihm laut werdenden bedenken. 41 

em einn konungsson, ok var m6r gott heima. Em ek farinn Flor. 
sem eitt föl. Hverjum skal ek segja mitt erindi? Ek kann XIV. XY. 
h^r engan mann, ok ef ek segi n9kkurum, p& em ek fol. En 
ef konungr verÖr varr viÖ mina setlan, ]>& mundi hann Uta 
veita m6r hdöuligan dauöa." 5 



Flöres macht seinen wirt mit dem zweck seiner reise bekannt. 

XV, 1. „Er m^r rdS at snüaz heim ok fd m^r eitt räÖ." 
2. En jafnskjött kom honum annat i hug, ok sagÖi svä: 
„Eigi skal svä, vera, ok vilda ek sjä, hana, )?vlat ek em nü 
h6r kominn. Pat var m6r p& i hug, at ek vilda leggja 
mik meÖ knifinum. 3. Er |>at ok satt, )?6at ek setta alla lo 
ver9ldina, ]>& vilda ek heldr Blankiflür; en ef hon vissi, at ek 
vsera h6r, )?^ mundi hon viÖ leita mik at finna, ok svä skal 
ek gera, p6 }?at veröi minn bani." 

4. En p& er Flöres hugsaÖi slfkt meÖ ser ok sat 



V. 1387 ff. bietet nichts genauer ent- 
sprechendes. 

4. 5. pd mundi hann lata veita 
mer hätfidigan dautSa^ „da würde er 
mich einem schmählichen tode preis- 
geben'*. 

Cap. XV. 6. ok fd mer eitt rdö', 
„und mich nach einer partie um- 
zusehen". Ueber rdb' in diesem sinne 
vgl. Finnur J6nsson zu Egils s. 
c. 7, 15. Darauf ist der gedanke 
ausgefallen: dort wird mein vater 
mir eine ebenbürtige gemahlin geben; 
vgl. schw. V. 816 ff.: Tha min fadher 
vardher thres vara, Tha sJcipar han 
mik ena andra iomfrUj Ena kon- 
ungx dotter min lika til husfru 
= frz. V. 1400 ff. : Tes peres fems te 
donra Del mieua de tres-tout son 
hamage, Fucele de grant parentage. 

7. En—hug = schw. v. 820 : Tha 
togh hans hugh om kring at ga; in. 
V. 1403: Am^rs respontj also ganz 
anders. 

10. knifinum. Hiemach ist einzu- 



setzen: fyrir hennar sakir; vgl schw. 
V. 824 : for hcenna saka = frz. v. 1 409 : 
Por li. Vielleicht ist auch vorher 
für Pat var mir pd i hug, zu lesen : 
Pat kemr mir nü i hug; vgl. schw. 
v. 823: lak minnis = frz. v. 1407: 
Dont ne te membre. Weiter ist 
nach diesem satze der schw. v. 825 f. 
folgendermassen ausgedrückte ge- 
danke ausgefallen : Tho iak vare nu 
hema there, Tha skulde iak ater 
koma hcere = frz. v. 1411 f.: Et se 
tu Sans li i estoies, Voeilleß ou non, 
ca revendroies. 

1 1 . pd — Blankiflür steht frz. v. 1 4 1 6: 
Ne te feroit sans li manoir, ferner 
als schw. V. 822: Ytan Blanzaflor 
ma iak ey lifua. 

12. 13. ok svd — hani = schw. 
V. 830 — 832 nur in den nord. texten. 

14. En pd. Von hier ab wird der 
text wieder nach N gegeben. Vor- 
her stehen (unmittelbar nach der 
grossen Micke) in der hs. noch die 
Worte: (ist fyrir peim manni, er hon 
fysir til; ich musste dieselben im 



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42 



Sein wirt verspricht ihm ratschlage zu geben. 



Flor. XY. hagsjükr nm sitt efni, p& kom hüsböndi heim ok sd bans 
ögleöi ok maelti svd: 

6. „LävarÖr", kvaÖ bann, „misUkar p6r berbergit, eör hvl 
ertu reiör? En ef pir )?ykkir ngkkut äfätt nü, p& skulum v^r 
5 yfirboeta eptir fremsta megni." 

6. Flöres svarar: „Vel gez m^r at oUu b^r, ok guÖ läti 
mik lifa til J^ess, at ek mega )>etta meir meÖ gööu gjalda. 
En ek em bugsjükr um kaupeyri, ok öttumz, at eigi {& ek 
varDing )?ann, er ek vilda kanpa; eSr, J^öat ek finna, )?ä öttaz 

10 ek, at ek fä eigi keypt" 

7. Hüsböndi var vitr maör ok maelti: „LävarÖr", segir 
bann, „fgrum til ok etum fyrst, en slöan skal ek gera J>er et 
bezta räö, er ek kann, um l?at, er pii vill spyrja mik". 

8. Dd föru )>eir at eta, ok kallaöi bann büsfrü sina ok 
15 malti vis bana: „Soem J^enna sem )7Ü mdtt mest, J^viat bann 

er settingi gööra manna!" 

9. Ok siÖan settu }?au bann milli sin. Hüsböndinn b6t 
Daires, en büsMin Lidernis; )>au l^tu )?j6na s^r rlkuliga, 
ok var J>eim skenktr enn bezti drykkr; slÖan var fram borit 



texte streichen, da sie sich auch mit 
hilfe von frz. v. 1 423 f.: Maint engten 
a Amors trove Et avoie maint es- 
garSy nicht zu einem satze ergänzen 
lassen. 

1. hugsjukr, ,,bekümmert^^ 

3. mislikar per herbergit^ geht auf 
die lesung von B v. 14:J4: Dont 
n'estes vous bien herbergies ? zurück ; 
in A steht statt der negativen frage 
eine positive. 

5. yfirboßta, „besser gestalten". 

8. um kaupeyri, „um meine han- 
delsware". 

14. hüsfru sina, „seine gattin". 

16. cettingij „abkömmling". 

17. 18. Hüsböndinn — Lidernis, 
Nur hier werden die namen des 
Wirtes und seiner gattin ausdrück- 
lich zusammen genannt, frz. später 
gelegentlich einzeln; vgl. v. 1470 und 
1509. Lidernis entspricht frz. Li- 



coris, das schw. BEC v. 880 richtig 
gewahrt haben; Toris in M ist noch 
weiter entstellt. 

19. drykkr. Hiernach ist aus M 
einzusetzen: af silfrkerum ok guU- 
kerum; vgl. frz. v. 1458: En boins 
vaissiatis d'or et d'argent 

Dass die Schilderung des menus 
in beiden hss. der saga gekürzt ist, 
ergiebt sich aus schw. v. 864 ff.: Ther 
var badhe fugUa ok ftska, Ofrith 
for hwariom manne a diskce; ViU 
ok tampt man ther sa Ok alzkyns 
thz man oeta ma; Äff diwr slikt 
huar hafua vil, Var for them rast 
öfrith tüj verglichen mit frz. v. 1461 ff.: 
De boin m^angier ont a fuison, Et 
voUilles et venison; Lardes de cerf 
et de sengler Ont a mangier sans 
refuser, Grues et gantes et hairons, 
Pertris, bistardes et plongons, Toub 
en orent a rem^nant. 



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Daires fragt Flöres um die nrsache seines kammers. 



43 



allskyns aldin ok krydd. 10. Pä var fram borit ker J>at, er Flor. XY. 
goldit var fyrir Blankiflür, et dfra. Da sd Flöres & kerit, 
hversu grafit var, svä, sem Paris leiddi Elenam, unnustu sina; 
en p& tök dst at reyna hugskot haus, ok hugsaöi hann l?etta, 
at „Paris leiddi unnustu slna, en pi. fser eigi )?ina. 11. En 5 
msettir J?ü sjd psum dag, at pt leiddir svd Blankiflür? Hversu 
mä |?at veröa? En pt veizt enn eigi, vesall! hvar hon er. 
Jür, Flöres", sagf5i hann, „vel m& svä, veröa, )?viat hüsböndi 
)7inn gefr )>ör gott räÖ, )?egar vor erum mettir." 

12. MältiÖin )?6tti honum yfrit long, en hüsfrüin }?6ttiz sjä, 10 
at hann var mJ9k hugsjükr, ok hversu hann }>rsetti viÖ sik, ok 
^6tti henni aumligt vera, ok bendi bönda sinum; en hann Ut 
slöan skunda borSinu sem mest mätti. 

13. En sitJan borÖ väru uppi, p& mselti hüsböndi viÖ Flöres: 
„Seg mör, hverju ssetir )?in ögleöi, ok leyn mik eigi, hvat um 15 
J>ina ferÖ er! En ek vil gjama gefa )?ör gott rdÖ. En ef 
)>ü leynir mik, p& gabbar pn sjdlfan )uk. En eigi er )?at um 
varning )?inn, nema heldr um nokkurn hlut annan," 

14. Dd svarar hüsMin: „Nsesta syniz mör, sem ek sjd 
Blankiflür hvert sinn, er ek so l?enna mann, ok ek hygg, at 20 



1. krydd^ „gewtirzkraut**. 

3. hversu grafit var, „wie es ein- 
gezeichnet war". 

4. en pd tök äst at reyna hugskot 
hansy „da begann liebe sein herz 
heimzusuchen'^ 

5. en pü fcer eigi pina^ nämlich 
leidda, „aber du kommst nicht dazu, 
die deine fort zu führen". 

6. 7. Hversu — er, nur hier und 
wol als Zusatz des Übersetzers an- 
zusehen. 

8. Jwr=jaury „ja", entspricht 
hier firz. v. 1489: Dival 

10. Mdlti^in, „die mahlzeit". 

\\. ok hversu hann prcetti vitS sik^ 
^,and wie er mit sich selbst im 
streite lag"; vgl. frz. v. 1493: Set que 
en li a grant estrif. Der hierauf 
schw. V. 886 f. folgende passus: Han 
huxadhe ther a swa sara^ At hans 



öghon gafuo tara^ stellt sich inhalt- 
lich zu frz. v. 1495 f.: Aval la face 
clere et tendre Voit les larmes del 
euer descendre. Etwas ähnliches muss 
nach sik in der saga gestanden haben. 

12. aumligtf „bemitleidenswert". 

13. skufida bordinu^ „den tisch 
eilig wegschaffen". Ueber das auf- 
heben und wegschaffen der tische 
nach beendeter mahlzeit vgl. A. 
Schultz a.a.O. P, s. 432: „Der tisch 
wurde tatsächlich * aufgehoben"*. S. 
u. a. auch Mdg, s. B s. 173*: Vdru nü 
bortS upp tekin, en vistin brott borin ; 
Tristr. s. s. 61*: Sem konungr var 
mettr ok bor^ upp tekin, 

16. 17. En ef—pik scheint auf 
einem missverständnis von frz. v.1506: 
Mouit me sambU que cou soit gas, 
zu beruhen, den der Übersetzer 
versehentlich zum vorigen gezogen 



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u 



F16res berichtet über den zweck seiner reise. 



Flor, hann s^ brööir hennar, fyrir )?vi at hann hefir slikan lit ok 

XV. XYI. gllk laeti, sem hon haföi. Ok svd var hon h6r hälfan mänuö, 

ok hon grit bajÖi dag ok nött, ok harmaöi unnasta sinn, ok 

nefndi hann Flöres." 

5 15. En j?ä er Flöres heyxöi )^at, p& feil hann i övit ok 

maßlti slÖan: „Ek em eigi brööir hennar, heldr unnasti. Nei," 

kvaÖ hann, „ek mistalaöa: hon er systir min, en eigi unnusta.*' 

Pä segir Daires: „öttaz ekki, nema seg et sannasta 

til! En ef )?ü leitar hennar, pA ferr pü sem föl." 

10 16. Pä segir Flöres: „LdvarÖr, miskunn! Ek em konungsson, 

en Blankiflür var nnnnsta min, ok var stolin frä mör fyrir 

(jfundar sakir; en nü hefi ek spurt hana upp hör. Ek em 

rlkr maör at guUi ok silfri, ok vil ek gefa per slikt er )?ü vill, 

til )?ess, at \>t sör i räöum meö mör. En allt er pat satt, 

15 at annathvdrt skal ek hafa hana ebr deyja." 



Daires unterrichtet seinen gast über Babylon und den jungfrauenturm. 

XVI, 1. Nü svarar Daires: „Pat er mikill skaöi, ef pu. 

skalt t^az, )7vllikr maÖr sem pi. ert; en pyl er verr, at ek 

kann varla hör til leggja. 2. En )?at bezta, er ek kann, skaltu 

nü heyra, ef pt vill f>vl fram fara, sem ek veit, at p{\ vill 

20 eigi, fyrir )?vi at lif pitt liggr viÖ, fyrir )?vi at engl maÖr er 



hat, während er vielmehr zum fol- 
genden gehört. 

5. pd feil hann i övit = schw. 
V. 911, für frz. V. 1524: si s'esbahi. 

7. ek mistalatiaj „ich versprach 
mich", = frz. V. 1528: jou mesdi. 
Das verbum ist bisher nur aus dieser 
stelle belegt. 

8. 9. nema seg et sannasta tÜ, 
„sondern sage die vollste Wahrheit 
in bezug hierauf ^ 

9. En ef pu leitar hennar^ pd 
ferr pu sem föl geht auf frz. B 
V. 1534: Mes ce sachiez, com foux 
errez zurück. Allerdings antwortet 
Flöres dann auf die im entsprechen- 
den verse von A gestellte frage : cui 
fius serez (?). 



11. var (1). Statt dessen bietet M 
er, was zu frz. v. 1537: est stimmt. 

13. silfri. Hiernach dürfte aus M 
einzufügen sein: at ijeUi ok eximi; 
allerdings bietet frz. nach v. 1541 
nichts entsprechendes; doch vgl. 
schw. V. 930: Dyra thing til alla 
nadhe^ und F v. 4095: Ricke wät, 
guot gesteine. 

15. at- deyjttj zum Wortlaute vgl. 
Mag. s. B s. 156 "f.: ok pess strengi 
ek heit: annathvärt skal ek hana eiga 
e^a lata lifit 

Cap.XVI. 17. enpoierverr, „aber 
das ist noch s^^hlimmer''. 

19. efpu vill pvi fram fara, „wenn 
du das unternehmen willst". 



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Daires erzählt von Babylon. 



45 



svä rikr, ef hann hefÖi )^etta raÖ gefit, ok yrÖi konungr varr Flor. XTI. 
viÖ, at hann kcemiz undau, hvdrki meÖ f6 ne meß styrk. 
3. En )>ar megu ok engar gerningar granda, ok )?6at allt J^at 
fölk, er i heiminum hefir verit, ok J?at, sem nü er, vildi taka 
hana meÖ styrk, ]>& fengi ]>6 eigi", segir hann, „fyrir p\i at 5 
konungr af Babilon hefir nndir s6r L konnnga ok C; ok a 
einum degi koma }?eir allir til hans, er hann vill. 4. En Bab- 
ilon er X rasta Itjng, ok borgarveggrinn XV faSma här ok 
svä sterkr, at ekki bitr ä; hann er VI faöma )yokkr, en VII 
hliÖ ok XX eru )^ar d, ok sterkr kastali yfir hverju, ok mark- lo 
aör hvem dag hjä hverjum kastala. 5. En innan 1 borginni 



1. ef hann heßi ßetta rätü gefit 
£s handelt sich aber hier nicht um 
den, der den rat gegeben hat, son- 
dern um den, der Ihn ausführt; vgl 
frz. V. 1558: Se autretd plait avoit 
quis. Man würde also eher erwarten : 
Pe88um rdZum fylgt. 

3. mega— granda. In der lesart 
von M: md hvärki granda vä ne 
gerningar, ist auch vel ursprüng- 
lich; vgL frz. V. 1561 : Ne engien, ne 
enchantement Dasselbe wird Sig. 
s. l?9gla, s. 7 " ff. von dem schlösse be- 
hauptet, welches Sedentiana sich 
bauen lässt: .,. ok segir peim fyrir , 
at hon vÜl gera lata einn kastcda 
svä traustan ok sterkan, at ekki megi 
granda eldr ne jam, galdrar ne 
gerningar. 

5. 6. fyrir pvi at — C. Vgl. zum 
Inhalte Karl. s. s. 133" ff.: Agvdandus 
konungr var störliga rikr, svä at 
einvm heitünum konwngi hyrjatSi eigi 
meira riki at eignaz, pviat meir en 
tuttugu körönatiir konungar vdru 
undir hann skattgildir, ok ritiu po 
swnir af peim mprgum rikjum. 

6. 7. d einvm degi nur hier; vgl. 
schw. V. 953 : Ij sfakkotan tima, 

8. X rasta l^g. Trotzdem auch 
M so liest, dürfte doch der Über- 
setzer XX geschrieben haben, ent- 



sprechend frz. V. 1572: vint liues; 
denn auch schw. C liest v. 954 : XX 
miloe asr staden lang. 

XV fatfma hdr, „fünfzehn eilen 
hoch"; fatima entspricht frz. v. 1577 : 
toises, 

8. 9. ok borg. — d. Die Wort- 
stellung in M: ok hdr borgarveggr 
umhverfi^s, svä harb'r, at ekki bitr d 
.. . ok fimtan hdr, scheint hier das 
ursprünglichere zu bieten; vgl. frz. 
V. 1573 f.: Li murs qui la cht n'est 
pas bas; Tout entor est fais a com- 
paSj Et treS'tous est fais d*un mor- 
tier, Qui ne doute piquois d'acier; 
Si a quinze toises de haut. 

9. at ekki bitr dj „dass nichts 
scharfes hinein schneiden kann''. 

hann er VI fat^ma pjokkr; ähn- 
lich schw. V. 957. Von der dicke 
der mauern ist im frz. text nach 
V. 1578 nicht die rede; doch vgl. 
D V. 2363 : Die muer es dicke. 

10. 11. markatirj „markt". Vgl. zum 
Inhalte Bev. s. c. 10 (FSS s. 223=»«.), wo 
es von Damascus heisst: Par var enn 
frcegasti kaupstatür, er i var vergldu, 
ok äUtjpat er til beib', var Par f alt j wäh- 
rend im Urtexte nichts davon gesagt 
wird, dass Dam. eine handelsstadt ist; 
s. meine note z. d. st., Beitr. 19, 83. 



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46 



Düres berichtet über die banart des jungfraaentarmes. 



Flor. XYI. eru IUI hundniÖ kastala, ok 1 hverjum C riddara, ok enn 
minnsti af )>eim vinnr keisarann af Römaborg meS allt sitt 118, 
ok ä VII vetrum. 6. En 1 mlöri borginnl er elnn kastali, er 
JQtuar gert3u; bann er C faSma um at m^la ok G faSma här 
5 ok gorr af grcenum marmarasteini, ok allr hvelför; en knappr- 
Inn er af rauöa golll, ok stendr upp af stgng ein X alna hä. 



1. IUI hundrutS kastala, VII C, 
die entsprechende zahl in M, bietet 
das ursprüngliche; vgl. schw.y. 964: 
8iu7 hundrath = frz. v. 1584: plus 
de sept cem. 

C riddara = schw. v. 967 f. ; frz. 
V. 1585: Ou mainent li haron cas^, 
wird keine zahl angegeben; doch 
vgl. auch D V. 2377. 

1. 2. ok enn — Bomaborg. Die 
lesnng von M: einn af peim ynni 
eigi keiaarinn af Röm^ wo also keis. 
nom. ist, stimmt besser nicht nor zu 
schw. BCEF V. 968 f. : Swa at kesarin 
af Borne matte Icenge thinga, För csn 
han matte her een herra thtuinga^ 
sondern auch zu frz. v. 1589 f.: Neis 
Vempereres de Rome N'i feroit vail- 
lant une pome. 

3. ok d VII vetrum ist eine dem 
Übersetzer angehörige, die ohnehin 
schon übertriebene behauptung noch 
steigernde zutat. 

3. 4. er jptnar gertiu, „welches 
riesen gebaut haben" = schw. v. 97 1 : 
Ther resa giordho mz sina hcender; 
frz. V. 1596: une tor d'antiquitS. Vgl. 
Kari. s. s. 374 «0 f. B: Kastala npkkurn 
se ek atanda i hlitüinni upp frd oss; 
pann hefir gprt risi npkkurr fortium; 
Tristr. s. s. 91 28 ff. : pä var berg eitt 
kringlött ok allt hvälft innanj hpggvit 
ok skorit meb' enum meata hagleik 
. . . Einn jptunn kom or Affrica- 
landiy at gera petta hvälf ok bjö 
par lengi ok het^ab'i d pd, er i vdru 
Bretlandi. 
. 4. C fatima hdr stimmt, was die 



zahl betrifft, ausser zu schw. v. 973 
zu engl V. 931: An hundred teise 
hü ia heie^ D v. 2387 : Sondert ge- 
lackte hoge (was Moltzer mit unrecht 
in Twehonderd geändert hat), gegen- 
über frz. V. 1597: Deu8 cem toiaes 
haute. Diese Übereinstimmung dreier 
von einander unabhängiger texte kann 
unmöglich zufällig sein, sondern 
mnss auf der lesung einzelner frz. 
hss. beruhen (vgl. Engl stnd. IX 
s. 98). 

5. hvelßr, „gewölbt"; danach wird 
aus M zu er^nzen sein: m^eti enum 
aama ateini = schw. v. 980 : Aü the 
hualff asr äff een ateen, wozu inhalt- 
lich frz. V. 1600: Coverte a vauae, 
tout aans arbre (d. h. „ganz ohne 
holz" ; eine genaue parallelstelle bie- 
tet La Curne, Dict. II s. 120 s.v. 
arbre) stimmt. 

5. 6. knapprinnj „der knöpf*, ent- 
sprechend frz. V. 1 605 : torpin. 

6. ok atendr upp af atgng ein X 
alna ha. Zunächst wird mit M XXX 
für X zu lesen sein, wozu schw. 
F V. 985 stimmt. Im übrigen aber 
muss der sinn sein: „und es steht 
aus demselben heraus, aufwärts ge- 
richtet, eine Stange von dreissig eilen 
höhe". So hat auch schw. v. 984: Gön- 
om knappin gar een atang^ die stelle 
aufgefasst. Ich kann mir als den 
zweck dieser bloss hier begegnenden 
Stange nur den vorstellen, gelegent- 
lich ein banner darauf anzubringen. 
Vgl. F V. 421 1 ff. : Mit gf^ozer zoub&r- 
liate kraft Ein guldin rör ala ein 



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Weiteres über den jangfraaentorm. 



47 



7. £n { knappinnm er karbancnlas, steinn &&, er skfnu um n6tt Flor. XYl. 
sem söl um dag; ok X rastir mä Bjd um nöttina maSr, er til ferr 
borgarixmar. 8. Drenn g61f, hvert upp af göru, eru af marm- 



schaß In den knöpf gestecket ist, 
S. auch Sommer's note zu v. 4251. 
Nach schw. V. 988: öfuasrst a hamne 
een karbunkÜ steen, würde dieselbe 
freilich vielmehr denedelstein tragen, 
von dem gleich darauf die rede ist; 
aber ans der nordischen Überlieferung 
lässt sich dieser sinn nicht gewinnen: 
nach frz. v. 1607 ist der karfunkel 
par enchantement auf dem knöpfe 
angebracht 

Clar. s. s. 10«ff. heisst es von einem 
zelte: AUar taugir ßessa tJcUds väru 
snünar af guU^ en knappr d pdri 
«tgng, semupp stötüafmit^u tjaldinuy 
vor sem hgandi ddr af ßeim kar- 
hunculOj er par var i settr, 

2. dag. Hiemach ist aus M herüber- 
ziinehmen: Igsir kann aUa . . . ncetr 
um borgina; vgl. frz. v. 1610 f.: Par 
nuit rduist comme soleil Tout envi- 
ron par la cite. 

X rastir = schw. v. 991 : Tio mHor; 
frz. V. 1621 bietet dafür vint liues. 

um nöttina = frz. v. 1 61 7 : par nuit. 

matSr habe ich mit M statt mann, 
wie N liest, eingesetzt, denn es han- 
delt sich darum, dass ein mann den 
edelstein von weit her leuchten sieht, 
vgl Karl. s. s. 823 "ff.: 4 karhunculi 
steinar vdru i knoppunum d land- 
IjaldinUj ok lystu ok Hrtu aUan 
daiinn umhverfia . . . Engt purfli 
kerti at tendra, ok efränsmenn fara 
et efra etSa et ytra, at btjöta horgir 
etSa kastala etSa at gtSrum ränfpng- 
um, pd megu peir engan veg undan 
vil^a, at eigi megi sja^ ef peir vit! 
snuaz at berjaz. Svd gäfu steinar 
af 8^ yös um ncetr sem enn Ijös- 
asta dag, 

3. Prenn (so nach frz. B v. 1623: 



trois; A: deus) gölf hvert upp af 
pt5ru, eru; danach ist aus M bei- 
zufügen: i kastalanum (= schw. 
V. 992: ij tomith)j „drei fussböden 
(hier soviel als Stockwerke), einer 
über dem anderen, sind in diesem 
schloss"; vgl. frz. v. 1623 : En cde tor 
a trois estages. 

3 ff. Im folgenden hat der nor- 
dische Übersetzer sich mehrfach von 
seiner vorläge emancipiert. Wäh- 
rend nach frz. v. 1626 ff. die beiden 
oberen Stockwerke von einem durch 
sie hindurchgehenden pfeiler gehal- 
ten werden, so heisst es hier aus- 
drücklich, dass kern pfeiler sie stützte, 
und niemand weiss, wie sie gehalten 
werden. Trotzdem aber ist dann 
von stelnemen sSulen die rede, die 
vom fussboden des turmes bis an 
die spitze desselben reichen; nnd 
während dort der betreffende pfeiler 
die Wasserleitung nach den verschie- 
denen etagen vermittelt, so findet 
sich hier auf jeder etage ein silber- 
nes ross, dessen maule kaltes wasser 
entströmt. Die veranlassung zu die- 
ser Veränderung dürfte darin liegen, 
dass der Übersetzer frz. v. 1632 che- 
ual für canal gelesen hat (vgl. Klock- 
hoff a. a. 0. s. 26). Der entsprechen- 
de passus im schwedischen gedieht 
V. 992 ff. stimmt in dieser beschreibung 
aufs genauste zur saga. Ein wieder 
anders gestaltetes kunstwerk wird F 
V. 4256 ff. beschrieben. Ich wundere 
mich darüber, dass A. Schultz da, 
wo er von Wasserleitungen spricht, 
a. a o. I' s. 19, diese Schilderungen 
ganz übergangen hat; ähnliches hat 
gewiss in orientalischen palästen fac- 
tisch existiert. 



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48 



Die innere einrichtung des jnngfranentunnes. 



Flor. XTI. arasteini, ok engl stölpi heldr )?eim upp, ok engl veit, hvat 
)7eim heldr; steiustölpar standa umhyerfis innan allt af enu 
nezta golfinu ok upp undir et efsta )>ak; en )?eir eru af hvitum 
marmara. 9. En p& er hestr ggrr af silfri ä miöju gölfinu 
5 hverja, ok rennr or munni honum et skirasta vatn kalt; ok 
)?ar megu pegsr meyjarnar ä sund fara, er J^aer vilja. 10. En 
XL klefa eru i turninum, svä dyrlegir, at engl hüs veröa gnnur 
sllk; allir veggirnir eru meÖ guUi smeltir ok allskyns d^rum 
ok likneskjum; ok kemr engl )'ar svä hagr penturr, ef bann 
10 s^r ä, at eigi nemi af pvi enn meira, en fyrr kunni bann; 
)>ar mä engl eitrormr koma. 11. En i bverjum klefa er ein 



1. atölpif „Säule, pfeiler**. 

2. steinstölpar, ,,steinerne säulen^^ 
atanda. Hiemach wird p6 aus M 

einzufügen sein, da ein gegensatz 
zum vorigen markiert werden mnss. 

4. af silfri stellt sich nur zu 
F V. 4230: Ein schcener stWerin 
noch. 

5. kalt stimmt zu F v. 4234 : Und 
kalt bdtbe über jär; frz. v. 1634 
vac. 

6. ä sund fara, „zom schwimmen 
ins wasser gehen'^ ; hier natürlich in 
dem freilich nicht ausdrücklich er- 
wähnten bassin, welches das von 
dem rosse (s. o.) ausgespieene wasser 
auffängt (vgl. schw. v. 1001: A thz 
golff gör thz een brun). 

7. XL klefa = schw. v. 1004; in 
M sind es XV, frz. v. 1644 sind es 
27; dasselbe Verhältnis zeigt sich 
u. c. 16, 12, wo es sich um die zahl der 
mädchen handelt. Auch in den 
übrigen Versionen der erzählung 
gehen hier die Zahlenangaben stark 
auseinander; vgl. Sommer zu Fleck 
V. 4185. 

8. meta gulli smeltir, „mit gold 
eingelegt". Von diesem schmuck der 
wände ist nur in der saga die rede ; 
weitere belege bietet A. Schultz 
a. a. o. I* s. 61. Vgl. auch Iv. s. 



c. 3 (Ridd. s. s. 88 « f.): HaUar veggirnir 
väru steindir metf dgrmcBtum steinum 
hverskonar litum ok brendu guüi, ent- 
sprechend frz. V. 963 ff. 

9. penturr, ein lehnwort aus frz. 
peintre, „maier". 

9.10. ok kemr— kunni hann erinnert 
einigermassen an die lesart von frz. 
B V. 1657 f.: Molt pust aprendre 
d'escriture Qui velt entendre a la 
painture. Eine auffallende parallel- 
stelle hierzu bietet Clarus s. s. H**ff.: 
ok aldri kom enn svä mikiU meist- 
ari inn um pcer dyr, at eigi mcetti 
nema enn meira, en hann kunni 
ddr, af peim meistaradöm, sem par 
mdtti Uta. Da die lateinische vor- 
läge der Clarus saga nicht erhalten 
ist, so lässt es sich nicht ausmachen, 
welcher Übersetzer hier der ent- 
lehnende teil gewesen ist. 

1 1 . par — koma. Diese bemerkung 
erinnert an Alex. s. s. 1 *ff., wo es von 
Darius heisst: Soeti sitt hafbt hann 
lengstum i Babüön, er pd var h^f- 
udborg alls rikisins; en hon er 
nu eydd af mpnnum fyrir sakir 
orma ok annarra eitrkvikvenda ; dazu 
stimmt fast wörtlich Konr. s. B 
s. 28«* f. Vgl auch Archiv f. slaw. 
phil. II s. 141 sowie FSS s. CXLIX. 



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Die bewohner des tnrmes und seine bewachung. 



49 



friß mser, )?viat konungr IsBtr flytja J^angat hverja, er hann Flor. XYI. 
fregn friöastar. 11. Pser megu ganga at skemtan hver til 
annarrar, ok svä til klefans l^ess, sem konungr er {, jafnan 
sem hann sendir J^eim orö um ser at }?j6na. 12. En i turninum 
eru XL meyja, ok allar störbornar, ok )?vi heitir hann meyja 5 
turn; en J?8er skulu jafnan |>j6na honum, sem hann tekr til at 
hverri jafnlengR; ok p& er hann riss upp um morguninn, ]>& 
skulu psdT 1 koma til hans, 9nnur meÖ mundlaug, en gnnur meÖ 
handklaiöi. 13. En )?eir, er varöveita turninn, eru allir geld- 
ingar, ok f^eir eru 1 hverju gölfinu, ok einn er meistari )?eira 10 
allra, sä er );eim rseör; l'eir ]7J6na honum bset^i siS ok snemma. 
14. En hann er lllr i s6r, ok hann gsetir dyranna jafnan, en 
)7eir aörir ganga se meÖ npkkviÖ sverÖ, at drepa allt }?at, er 
meistarinn byör J?eim. 15. En hans herbergi er viÖ dyrin, er 
inn gengr, ok ef n^kkurr maÖr kemr at njösna um ngkkut, p& 15 
skal hann skjött deyja. 16. Mikill harmr liggr fyrir )?6r, 



1 f . schw. V. 1008: The trappor 
ceru skipadha swa stellt sich zu frz. 
V. 1666: Far ks degres qui fait i 
8ont. Es müssen also auch in der 
saga die treppen erwähnt gewesen 
sein, auf welchen die mädchen zu 
einander gelangen können. 

5. allar, hiemach wird etwa fritf- 
astar ok einzusetzen sein, obwol 
diese werte auch in M fehlen; vgl. 
schw. V. 1013: The voenasta ther til 
ma vara mit frz. v. 1674: Qui moult 
sont avenans et beles. 

störhomar, „von edler abkunft". 

6. pcer, dafür ist wol mit M tvcer 
zu lesen; vgl. schw. v. 1017 : tica äff 
thöm und frz. v. 1678: Doi a doi. 

6. 7. at hverri jafnlengtSj „bei 
jedem Jahreswechsel". 

7. morguninn y hierauf ist zu er- 
gänzen: „und sich abends schlafen 
legt"; vgl. schw. v. 1019: ok aofua 
vil fara = frz. v. 1 680 : et a 8on lit. 

l—9.pd skulu — handklcetSiy über 
das waschen am morgen vgl. A. 
Schultz a. a. o. I^, s. 228 f. Belege 

Sagabibl. V. 



dafür, dass das zu diesem zweck 
bestimmte wasser von weiblichem ge- 
siude gereicht wird, finden sich dort 
nicht; dagegen vgl. Clar. ö. s. O^^'ff.: 
Ok pegar sem hann kemr inn um, 
dyrin, eru par fyrir pjönustumeyjar 
meb' munnlaugum af brendu gulli 
gprmim, 

9. 10. geldingar, „verschnittene, 
eunuchen". 

10. meistari, „der oberste". 

11. peir — snemma, nur in N. 

12. oÄ: hann— jafnan, diese worte 
bezeugen, dass der meistari peira 
allra, von dem vorhin die rede war, 
mit dem türhüter des turmes iden- 
tisch gedacht wird, wie das ausser 
schw. V. 1023 auch engl. v. 671 ff., 
D. V. 2480 ff. und F v. 4337 ff. der 
fall ist. 

13. 14. at drepa— peim, nur in der 
saga. 

14. 15. er inn gengr, „wo man 
hineingeht". 

15. at — nokkut, „um irgend etwas 
auszuspionieren". 

4 



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50 



Des königs jährliche franenwahl. 



Flor. XTI. )>viat konuDgr hefir gefit )>eim vald, at drepa, raena ok berja 
hvern sem J?ar kemr, ok hann vill. 17. En IUI menn gaeta 
turnsins, ok ]>6 II um dag, en II um nött, ok ef )>eir sjä nokkurn 
mann um njösna, p& kalla }^eir ]>&, er til [ess eru settir, at 
5 verja hann, ok hafa l'eir ae väpn hjä ser nött ok dag; en )7eir 
eru M. 18. En l^at er siör konungs, at hafa sina konu at 
hverri jafnlengÖ; ok pann sama jafnlengöardag, er hann tekr 
hana & XII mänaSa fresti, p& Isßtr hann kalla alla sfna undir- 
konunga ok rikismenn saman, ok at augsjdndum }?eim gllum 

10 Isetr hann drepa hana, J^viat hann vill, at engl maSr hafi p& 
konu, siöan hann hefir haft; en hann tekr a?5ra siöan meö 
)7eim hsetti, at hann Isetr kalla allar til sin meyjamar or tum- 
inum ok i eplagarÖ sinn, svä at allt rikisfölk skal 1 hjä vera. 
19. En ganga J^aer allar 1 eplagarÖinn mjok hryggar, )?viat 

15 engl vildi ]M kaupa soemöina, at vita s^r visan dauöa. 20. En 
eplagarörinn er svä fagr ok mikill, at varla finnr |?vflikan; 
)>ykkir hann eins vegar II faöma, ok allr vigskaröaör; sitr 
& hverju vigskaröi fugl eöa dyr, steypt af eiri ok gyllt; en 
er vindr er, p& laetr hvert sem lifs s6, ok syngr mjok fagrt. 



3. ok pö—nöttf nur hier; schw. 
V 1032 ff. etwas anders; frz. v. 1704 
liest statt dessen: Qui veillent la 
nuit et lejor. Anch 4-6. at vetja—M, 
findet sich nur in der saga und teil- 
weise schw. V. 1039 ff. 

6. 7. at hafa—jafnlengtüj „bei 
jeder rückkehr eines bestimmten 
Jahrestages sich seine gemahlin zu 
wählen". 

7. pannsamajafnlengt^ardag, „am 
selben tage des folgenden jahres". 

8.9. pd ketr — saman, stimmt zu 
der lesung von frz. B v. 1710: Puis 
mande ses rois et sea dn^. 

9. at — pllumy „unter ihrer aller 
äugen"; vgl. Karl. s. s. 445*: at 
augsjdnda Bollant ok ollum herinum. 

13. i eplagart! sinnj „in seinen 
Obstgarten". 

allt rikisfölk, „alle vornehmen leute" 

14. Enj hier bricht N ab; der text 
folgt M bis s. 54, 2 leikr. 



17. pykkir~fat5may findet sich 
nur in M und ist offenbar verdorben ; 
schw. V. 1064 ff.: Ena vcem han 
hafuer om sik, Badhe hehosndelik ok 
kostelik, Lagdher mz gtUl op a the 
tinna stellt sich zu frz. v. 1725 f.: 
De Vune part est chs de mur, Tout 
paint a or et a asur. 

vigskartSatfr, „mit zinnen versehen" 

18. fugly schw. V. 1074: Alzskona 
foghla stimmt genauer zu frz. v. 1728 : 
Divers de Vautre a un oisel 

et5a dyr = schw. v. 1069, nur in 
den skandinavischen Versionen. 

19. sem lifs se, „als ob es lebendig 
sei"; nur hier; vgl. oben zu c. 7, 8. 

fagrt y hierauf ist der Inhalt von 
schw. V. 1073 ff. ausgefallen: Tha 
hafuer huart thera liwdh om sik . , , 
The gry mäste diwr, a jordhen gaa, 
(nach BCEF), Tha the then röstena 
höra /a, The lata thera grymhet 
falla Ok vordha genast blidhe aüce 



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Beschreibnng des gartens. 



51 



21. Dar sprettr upp vatn )?at, er rennr or Paradlsu, er Eufrates Flor. Xyi. 
heitir: vaxa J^ar i allskonar steinar: tiaphitar, Jaspis, jacinetus, 
kallcidönius, krisolitus, kristallus, smaragdus, ok margir aörir 
ägsetir steinar. 22. Stendr garÖrinn meÖ laufi vetr ok varmt sumar; 
eru )?ar allskyns gros; ok ef maör kennir grasa ilm ok heyrir song 5 
fuglanna, J?ä f>ykkiz hann vera i miÖri Paradisu. 23. I miÖjum 



. . . Ok cer thz faghirt the koma 
saman; Hua thz seer, honum hrister 
ey gaman, Vtan thz honum a mot 
gar, At han hafuer ey sina hioerta 
koBr. Annan vceghin . . ., denn diese 
verse stimmen zu frz. B v. 1733 ff.: 
Chaucuns oisiax a sa maniere : II 
ne fu onc beste tant fiere . , . Ne 
s^asoait quant ot les sons . . . Par 
le vergier grant joie fönt : Qui les 
sons ot et Vestormie, Moult est dolans 
s'il rCa s^amie. De Vautre part . . . 

2. heitir, nach diesem werte ist 
in M die notiz weggefallen, dass 
niemand im stände ist, den fluss zu 
überschreiten, falls er nicht fliegen 
kann, da derselbe rings um den 
garten herum geht; vgl. schw. 
V. 1087 ff. : Man ma ther ey in mz 
alla, Vtan han flyghande koma ma 
^ller at portin in at ga = frz. 
V. 1750 ff.: De celui est avirones 
Issi que riens n'i puet passer, Se 
par desm ne veut voler. 

allskonar steinar, statt dessen 
bietet schw. v. 1091 : dyra stena = 
frz. V. 1 754 : precieuses pieres. 

tiaphitar, ein mir unbekannter 
stein, möglicherweise eine ent- 
stellung aus safirar, das allerdings 
in den lexicis fehlt; vgl. frz. v. 1755 
u. schw. V. 1092. Uebrigens sind auch 
die anderen hier angeführten steine 
in den Wörterbüchern übergangen. 

2 f. Schw. V. 1091 ff. hat mehrere 
steine mit frz. v. 1755 gemeinsam, 
die in M vermisst werden, so robina 
= rubis, sardinis = sardoines, to- 
pacius = topasses. Eine ähnliche 



aufzählung von edelsteinen findet 
sich F16v. s. c. 16 (FSS s. 142 »ff.), wo 
es sich um den besatz eines mantels 
handelt: Pat vor sett XII hqfiitS- 
steinvm; par var cristalliis, smarag- 
dus, iaspis, anetistis . ..Pd var saphi- 
rus, carbunculus, sardius, crisolitus 
. . . Pd var topadus, crisopacius, 
berillus, iacingtus-, s. auch s. 188* ff. 
Ferner Part. s. 7*« f. : Enpessir steinar 
vdru i soenginni: crisolitus, beriUus, 
sardirus, crisoprusus, amectistus, 
twretus, garvatus. 

4. sumar, der hierauf schwed» 
BEF V. 1103a ff. folgende, von M 
übergangene passus: The cedelasta 
trce ceru plantat ther, Them som best 
j werldine (er stimmt zu frz. v. 1763 ff. : 
11 n'a soUfS ciel arbre tant chier . . . 
Dont il n^ait assez en cel ort, 

5. gros, in M sind keine einzelnen 
pflanzen angeführt; dagegen stellt 
sich schw. V. 1106 ff.: muskata ok 
thera bloma, Ingefer ok galiga mz 
mykin soma, Kobeba badhe stora ok 
sma (vgl. auch die Varianten) zu frz. 
V. 1769 f.: Poivre, canele et garingal, 
Encens, girofle et citoval. 

5.6. ok ef— Paradisu, vgl. dazu 
Karl. s. s. 540 ^^ f. : Par var ilmr dyr- 
ligr, svd at hverr, er par var, hugtSiz 
kominn i paradisum; das. s. 545**: 
gengr svd mikill ilmr um musterit, 
at allir ncerverandis menn hugtfu sik 
vera i paradiso ; B16mst. s. 49 ^^ ff. : 
svd at ilmat^i um alla hollina, atpeir 
mundu hyggja, sem her eni fceddir 
d pessu fdtceka landi, atpeir mundu 
i paradis komnir vera. 

4* 



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52 



Jungfrauenprobe und fiaaenwahl. 



Flor. XVI. garÖinum er kelda, ok gort um meÖ brenda silfii; tr^ eitt er 
vaxit i keldunni, ok stendr )>at jafnan meÖ blöma; en )>egar 
er sölin rennr upp, ]>& sklnn hon J?ar allan daginn. 24. En er 
konnngr vil konom skipta, ]>& leiSir bann ]>a}r til bekks )>egs, 
5 er fellr or keldunni, ok leiöir )>ser )?ar yfir, ok biör menn 
gorla at byggja, )?viat )?ar mä sjä mikit undr, )?viat ef maer 
gengr yfir, pi er vatnit breint; en ef bon er spült, p& er vatnit 
blöÖ; en sü, er at ]>\i verör kunn, )?ä er bon }>egar brend. 
25. Hann Isetr )?ar allar yfir leiöa ok vill vita, bvat um bverja 
10 t^eira er tftt; en p& sem fellr blömit af tr^nn, ]>& skal sü 
dröttning vera ]>& XII mänatJi, ok äör bon stfgr or staÖ, ]?ä 
er dröttning kglluÖ. 26. Hagar konnngr svä, til, at blömit 
fellr & ]>&j er bann vill; sl5an soemir bann bana i 9IIU, meSan 
bon lifir. 



1. gort um metSj „nmhegt mit^^ 

2. Vgl. schwed. BCF v. 1113d: 
Thz vcßnistoe trce ther werldin aa, 
mit frz. V. 1786: Plus bei ne virent 
home ne ; ebenso schw. BCF v. 1 1 1 3 e f.: 
Blomster trce thz kallat cer, Thy at 
thz cecB mz blomater star, mit firz. 
V. 1787 f. : For cou que tous tans i a 
florSj On VapeU Varbre d'amors; die 
ändening mag dadurch yeranlasst 
sein, dass dem sagaschreiber resp. 
dem schwedischen dichter die logik 
der vorläge nicht recht verständlich 
war; endlich schw. BCF v. 1113g: 
Thz OST 8om blöd ath see oppa, mit 
frz. V. 1791 : Varbre^ la flor^ taut est 
vermeus. Alle diese notizen fehlen 
in M nach blöma ebenso wie in der 
von Elemming seiner ausgäbe des 
schwedischen gedichtes zu gründe 
gelegten hs. nach y. 1113. 

3. par, nämlich auf den eben ge- 
kannten bäum; es soll durch enßegar — 
daginn jedesfalls sein blütenreichtum 
motiviert werden. 

5. keldunni j der hierauf schw. 
v. 1117 folgende, in M fehlende satz: 
Hans ström mz smaragda ga schliesst 
sich an an frz. v, 1805 f.: , . . U 



canaly Qui est d'argent et de 
cristaL 

7. spiüt, d. i. meydömij „der jnng- 
frauschaft beraubt". 

8. er at — kunn, „von der dies 
bekannt wird". 

pä er — brend stellt eine anako- 
luthische konstruktion dar, wie sie 
sich in der nordischen prosa oft 
findet: dem nachsatze zufolge würde 
man einen hypothetischen Vordersatz 
erwarten (ef ein vert^'r kunn atpvi), 

9. Hann—leitSa^ schw. v. 1128: 
Vnder eet trce tha skulu the sta 
steht frz. v. 1817 f.: Apres les fait 
toutes passer De^ous Varbre f näher. 

10. suy nämlich die, auf welche 
die blute gefallen ist. 

11. stigr, WBÜ es sich um das 
hinaustreten aus dem bache auf das 
höhere land handelt. 

ßd, vor diesem worte fehlt die 
notiz, dass die betr. Jungfrau ge- 
krönt wird; schw. v. 1132: Tha 
krona the hcenne alla = frz. v. 1823: 
En-es-le-pas iert coronie. 

13. 14. median hon lifir, statt dessen 
bietet schw. BF v. 1 133 d: Ther Jian 



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Flöres bittet Daires ihm ratschlage zu geben. 



53 



Anf den rat des Daires macht Flores den wächter des Jungfrauenturmes 

durch gewinnste im Schachspiel sowie durch Schenkung eines kostbaren 

bechers zu seinem gefügen Werkzeug. 

XVII, 1. Nu er mänaör til )?es8, at allar meyjar skulu 
saman koma, ok gerir bann ]>& mikla veizlu. 2. Segja menn, 
at hann vili nü eiga Blankiflür; en 1 ]?eim meyjum 9llum er 
engl jafnfriÖ, ok engrar Jyönostu J^iggr hann jafnvel, ok alla 
sina elsku leggr hann til Blankiflür, ok aldri hyggr hann, at 5 
sä dagr mnni koma, er hann skal hana taka, en hina drepa, 
er nü hefir verit )^essa XII mänaöi. 

3. En Flöres svarar pi: „Miskunnar biÖ ek }?ik, )?viat }?at 
er minn dau8i, ef svä verör. Vilda ek gjarna, at hon vissi, 
hvar ek em. 4. 66Ör hüsböndi," segir hann, „hvat skal ek lo 
at hafaz, eöa hvat varÖar, ]>6tt ek Uta lifit, er ek skal hana 
ekki finna? En siöan, er hon veit )?at, elskar hon hann aldri, 
ok fyrr drepr hon sik sjdlf." 

5. Pä mselti Daries: „S^ ek, at pn hiröir litt um lif )?itt, 
ef )?ü majttir hana finna. Mun ek segja nü mitt räö: i morgin 15 
muntu ganga til turnsins, ok lät sem p^ s6r hagr, ok msel 
meÖ fotum, hversu langr er. 6. En dyrv9rbr er lllr i s6r, ok 
mun spyrja, hvi \>vl gerir )?etta. Seg, at }?ü vilt gera annan 
eptir. Ok er hann heyrir )?ik svä, rikuliga um tala, ]>& mun 



Fior.xyn. 



draspa lather hana = frz. v. 1828: 
Adont la viole et Vocit. 

Cap. XVII. 1. al'MY meyjar j dafür 
ist wahrscheinlich allir herrar ein- 
zusetzen; vgl. schw. V. 1135: Alice 
herra koma thcere = frz. v. 1834: 
Qijbe ses barons assemblera. 

4. jafnfrVd'j „ebenso schön", näml. 
wie Blankiflür. 

jafnvel, „gleich gern". 

5. 6. ok — koma, „und er kann den 
tag gar nicht erwarten". 

l.er — verit f näml. dröttning, was 
vielleicht einzusetzen ist. 

6. 7. en hina — mänaöi = schw. 
V. 1140: Thz han ma sik vidh hina 
skilia; frz. nach v. 1844 nichts. 



9. 10. Vilda— em, nur hier, ähnlich 
schw. V. 1145 f. 

12. finna, hiemach fehlt zur her- 
stellung des Zusammenhanges der 
gedanke: ich weiss sehr wol, dass 
er mich wird töten lassen; vgl. frz. 
B V. 1852 a: Je sai tres bien qu'il 
m^ocirra. 

13. fyrr, näml. ehe sie sich ihm 
hingiebt. 

16. hagr, subst., „künstler" = frz. 
V. 1860: engigneor. 

t9. eptir, „nach dem muster von 
diesem (türm)". 

rikuliga, „grossartig", wie ein 
wolhabender mann; vgl. frz. B 
V. 1870 und bes. v. 1947: 11 sot 
parier tant richement 



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54 F16re8 soll den thürhflter im Schachspiel gewiiineii hissen. 

Flor. XTII. bann vilja eiga viÖ pik fleira. ok bj6Sa )?er at tefla viÖ sik, 
{'viat hann leikr \>SLt mjok gjarna. En )>ü haf meÖ per 
i pnssi t^innm C aura gulls ok legg viS; en fyrir ntan f6 
leik pA eigi, fyrir )?vi at meÖ fenu mätta blekkja hann, ef 

5 svd er, gern ek aetla. Ok ef pü faer taflit ok föit. p& gef honum 
gitt aptr ok )>ar meÖ C aura gulls )>e8S er |>ü bart til, ok seg, 
at ]7Ü ätt yfrit fi, 7. En hann mnn nndraz harSla mjok ok 
)?akka p^r gJQfina. En sföan mun hann biSja )>ik, at ]7n komir 
aptr annan dag eptir at leika. En pn jäta honum t^vf, ok 

10 J?ar meÖ tak )>ü meÖ )?^r hdlfu meira f^. Ok ef l?ü vinnr, p& 
gef honum baeÖi sitt ok )?itt, fyrir )?vi, kveÖ )7Ü, at )>er J^ykkir 
sllkt Iftilg um vert Ok mun hann p& taka at l^akka p6T ok 
biöja }?ik koma aptr J^angat; en pu seg, at pn vill gjarna, 
fyrir pYi, kveÖ )?ü, 'at mer pykkir )7u göör maör; en gull ok 

15 silfr gkortir mik eigi, ok yfrit skal ek p&T )?at gefa, fyrir pvi 
at )7Ü hefir viÖ mik kurteisliga gort ok mikla vingan birt' 8. En 
p& um morgininn haf pn meS p6T G marka gulls til taflsins, ok 
ker )>itt et göÖa. Ok ef pn vinnr enn taflit, )?ä gef honum 
baeÖi sitt gull ok svä j?itt; en kerit haf p\\\ Ok mun hann 

20 p& bi&ja pik leggja fram kerit, ok pA ger sv^ ok fä honum 
eigi, ok kve?5, at p&T leiöiz, lengr at leika. 9. I>d mun hann 
bjööa p^T til ndttveröar meÖ s^r, en pi. pigg, pviat hann mun 
Vera mjgk glaör fyrir gullsins sakar, );ess er hann fekk af pdr, 
ok mun hann soema pik sem mest ok fagna p^r, sem bezt mä 

25 hann. 10. En til kersins mun hann mjok girnaz, ok mun 



2. leikr, von hier ab folgt der text 7. 8. ok—gjofina stimmt zu frz. B 

dem fragment R (vgl. einleitung). v. 1883^: Et du don graces vos 

gjarna, „gern". renda. 

3.4. er^ fyrir— eigi, vgl. ausser 12. mun hann— pakka per, vgl. 

schw. V. 1180 engl. v. 766: Wipute M; Mun hann pä taka atelskapik; 

panes ne plei pu twgt, gegenüber die vorläge von schw. v. 1194: Han 

frz. V. 1877: Mais Sans avoir ni thakkar thik ok hafusr kcer h&t öf£en- 

alez mie. bar geboten : at pakka per ok elska 

4. blekkja, „betrügen, verblenden", pik-, frz. bietet allerdings für das 

5. Ok— taflit, „und wenn du das zweite verbum nichts entsprechen- 
spiel gewinnst". des. 

6.7. ok seg — fe stimmt ausser zu 20.21. ok—eigi, „und du handle 

schw. V. 1186 zu engl. v. 770: Hold so und gieb es ihm nicht", eine art 

i* o/" «;eMifii^m; frz. nach V. 1882 von Umschreibung des einfachen 

nichts (vgl. Klockhoff a. a. o. s. 27). Imperativs. 



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Flöres begiebt sich zu dem türme. 



55 



hann bjöÖa ]>6t fyrir pat l?üshundra8 marka guUs. En J^ii seg, Flor, XVII. 

at )?u vilt eigi selja honum, nema heldr gefa. 11. En p& 

mnntu verSa honum svä ästfolginn, at hann mun falla til föta 

per ok geraz }?inn maör. En )?ü tak gjarna viör honum ok 

Idt hann handselja V^r sina hollustu ok slfkan tryggleik, sem 5 

maör Bkal vinna ginum herra. 12. En siöan mättu segja 

honum )?inn vanda; en hann mun hjälpa )>6r, ef hann mä. Ok 

ef hann mä eigi vinna ]>6t hjälp, ]>& kann ek ]>6r aldrigi räÖ 

siÖan." 

13. En Flöres J^akkaÖi )?ä mjok Daire, hüsbönda sinum, 10 
9II heilraeöi. En sföan drukku pan lengi ok väru kdt, ok 
f6ru at sofa siÖan. En fyrir ihuga sakir svaf Flöres Iftit )?d 
n6tt ok langa5i mj^k at finna durvorÖ kastalang. 

14. Ok )?egar er dagr var, pA stöö hann upp. En hüs- 
böndi hans fylgÖi honum üt ok visaÖi honum til turnsins. En 15 
p& er Flöres kom j^ar, )?ä gekk hann um ok sd ä turninn, 
mseldi hann baiöi & lengÖ ok svä ä breiÖleik, sem sä er hagr 
er. 16. En )?egar er durvgrörinn sä )?at, pi nefsti hann honum 
fseliliga ok mselti svä: 



3. vertia svd ästfolginn ehm^ »je- 
mandem so lieb werden". 

5. handselja — hollustu, „dir seine 
werktätige treue zusagen". 

t^ggl^^^f „treue". 

6. vinna, „leisten". 

\\. pauy ist auffällig, da bei der 
beziehnng auf personen nur dann 
das neutrum des pron. (der 3. person) 
zu stehen pflegt, wenn von männem 
und frauen zugleich die rede ist, 
während man hier doch zunächst 
nur an Flöres und Daires denken 
würde. Nach des sagaschreibers 
idee ist aber jedenfalls das ganze 
hausgesinde des letzteren mit ein- 
begriffen. 

Dass nach dem gratias ,,der er- 
heiterung wegen wieder und wieder 
die becher präsentiert werden", ent- 
spricht romanischer wie germanischer 



Sitte (vgl. A. Schultz, a.a.O. I*, 
s. 368 und Storm a. a. o. s. 34 ; Bevis s. 
c. 8 (FSS s. 219, 39 f ) hat der nordische 
Übersetzer dies moment neu hinzu- 
gefügt; vgl. meine anm. zu dieser 
stelle, Beitr. 1 9, s. 79. Hier entspricht 
frz. V. 1933: Atant boivent 

12. fyrir — sakir, „infolge seiner 
grübelnden gedanken". 

13. durvorÖr = duravprdr j „thür- 
wächter, pförtner". 

ok — kastalans nur hier. 

17. dbreitileikj „der breite nach". 
mceldi — brei'dleik entspricht frz. B 

V. 1938 ^f: Äu pie mesure la largece, 
Garde se prent de la hautece. 

18. nefsti, „machte vorwürfe". 

19. foeliligaj „schrecklich", vgl. 
norw. fcelekge (contr. fcellege), Aasen 
s. 202 a, Ross 220 a. Die hs. liest 
fceUaga. 



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56 



Flöres lässt den thttrhüter beim Schachspiel gewinnen 



Flor. XVII. 16. „Hvärt ert l?ü heldr njösnarmaÖr eör svikari, eSr hvi 
ß^r pvL svä ä tnm vdra?" 

„Hvärtki em ek }?eira," kvaÖ Flöres; „)?vi mseli ek kastal- 
ann, at ek vil lata gera annan slikan, f'egar ek kern heim." 
5 17. Ok er durvorÖrinn heyröi hann svä rikuliga um tala, 

ok hann sä hann svä gööfdsliga lata, sem son gofugs manns, 
]>& mselti hann til hans: 

18. „Viltu leika at skäktafli viÖ mik?" 
„Gjama vilda ek, ef )?ü vilt mikit viSr leggja." 

10 „Hversu mikit viltu viÖr leggja?" sagöi durvorÖrinn. 

„C aura gulls!" kvaÖ Flöres. 
Pd sagöi durvgrörinn: „Sd er vinnr, skal räöa viörlogunni." 

19. En ßiöan reisti hann taflborÖit ok vildi sjä, hvärr 
betr kunni. En )?at var Flöres, er vann. En jafnskjött gaf 

15 hann durveröinum föit allt, j^at er viÖ \& taflit. En hann 
undraöiz haröla )?etta ok )?akkaÖi honum mjok gjgfina, ok baö 
hann koma aptr til sin annan dag eptir. 20. En Flöres 
jätaöi honum J>vi gjama ok skundar i brott. Kom hann aptr um 
morguninn ok bar meö s^r CC aura gulls, en durvorÖrinn lagöi 

20 fram annat slikt 1 möti, ok 16ku sföan. En Flöres vann enn, 
ok gaf honum fö )?eira beggja siöan, hans ok sitt. En hinn 
varÖ geysiglaÖr ok orölauss; ok slöfremi fekk hann )?akkat 



6. götafüsligaf „aufrichtig, ehrlich". 

12. rätia viMogunni, „den Spiel- 
einsatz behalten". 

13. reüa taflbortiit, „die figuren 
des Schachspiels aufstellen". 

14. En pat — vanUj zu M: o/c Ut 
dyrvordTf ok var pd mjpk reitSr. 
En Flöres gerdi sem hüsböndi hmi'Ö, 
gaf honum aptr usw., stellt sich 
erstens F v. 5104 f.: Do gestilte er 
sinen zorn. Also man mit gdbe tuot. 
Nur in diesen beiden texten ist von 
dem zom des thürwächters die rede; 
nach frz. v. 1952 sind jedesfalls 
mehrere verse ausgefallen, die auch 
den Inhalt von 9—13 umfassten (vgl. 
D V. 2690 ff. und F v. 5068 ff.). Da- 
gegen findet sich die nur in M er- 
haltene beziehnng auf die Weisung 



des Daires auch in allen übrigen 
texten; s. frz. v. 1954: Comme ses 
ostes li loa = D v. 2704 = F v. 5107 
(vgl. Germania XX, s. 227). 

IQ.n.okba'b — eptir schliesst sich 
an frz. B V. 1957 an ; vgl. Sundmacher 
a. a. o. s. 17. 

18 — 20. ok kom — enn entspricht 
frz. B V. 1959-62; A vac. 

22. ortSlausSj „stumm". 

sitafremi erklärt Fritzner ^ III, 
s. 227 für diese stelle als identisch 
mit stdgcedi, „Sittenreinheit", vom 
mönchsieben gebraucht, eine be- 
deutung, die diesem zusammenhange 
ganz fremd ist; ich schreibe sitf- 
fremi, sehe das wort als adverb an 
und halte an der von mir schon 
Germ. XX, s. 228 fixierten bedeutung 



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und schenkt ihm den becher. 



57 



honum ok kvaÖ bann enn gJQflasta. 21. En er Flöres gekk Flor. XVII. 

brott, )?a baß durv9rÖrinn bann koma aptr til sin um morgnninn. 

En Flöres jätaöi )>vi ok kom enn J?riÖja daginn, ok baföi meÖ 

sör bälft C marka guUs, ok kerit sitt et gööa. Ok bann 

lagöi fram allt gullit, ok binn annat slfkt f möti. 22. En sißan 5 

l^ku t)eir af qUu kappi. En ]>& varÖ durv9r8inum mät enn, 

ok l^t mikit fö, ok ]?6tti honum &y& illa, at bann yissi sin 

yarla. En Flöres buggaöi bann of gaf bonum allt saman, j^at 

sem viör lä af beggja bälfu. En bann varÖ svd feginn, at 

bann vissi eigi, bvat bann skyldi at bafaz, nema }?akka8i & lo 

allar leiöir. 23. En sföan baÖ bann Flöres leggja viÖr kerit. En 

bann kvaz eigi vilja lengr leika. En sfÖan leiddi durv9r8rinn 

bann inn i grasgarö einn, at mataz meS ser, ok fagnaSi bonum 

sem bann mätti bezt. 24. En bugr bans var S6 & kerinu, ok baS 

bann segja sör, ef bann vildi )?at selja, ok kvaz vilja gefa 15 

bonum fimm C marka guUs fyrir, ef bann vildi selja. En ]>& 

er Flöres sä fyst bans mikla til kersins, )?ä setti bann J?at 

fram ä boröit fyrir sik ok sagöi svä: 

25. „Eigi vil ek selja kerit, en ek vil gefa )?ör til }?ess, at 
pi. sör vin minn bvargi sem )?ü kemr viÖr p(fT{ mina." 20 

En siöan tök bann viÖ kerinu ok )?akka8i bonum. En 
siöan leiddi bann Flöres üt 1 )?ann enn göÖa eplagaröinn ok 
syndi bonum ]>& dyrÖ alla, sem )?ar var. 



;,spät erst'' fest, die freilich kein 
Wörterbuch bietet. 

8.56,22 — 1. Von dem danke des 
thttrhliters ist ausser hier nur D 
v. 2721 f. die rede. 

1. gjpflasta, superl. von gjofull, 
„freigebig". 

1—4. Davon, dass Flöres auf die 
bitte des thürwächters am dritten 
tage wiederkommt und seinen becher 
mitbringt, sagt keine frz. hs. etwas 
(vgl. V. 1962); dagegen vgl. D 
V. 2727 ff. und F v. 5149 flf.; s. auch 
Sundmacher a. a. o. 

6. En pd — enn^ „aber da wurde 
der pfortner wieder matt gesetzt". 

7.8. at — varla, „dass er kaum 



seiner sinne mächtig war". Gewöhn- 
licher ist vim til sin. 

1 1. 12. En— leika, vgl. D v. 2757 ff. 
und F V. 5192 ff. 

1 2-14. En sitSan — hezt, nur diesem 
texte zufolge wird das essen im 
garten eingenommen; nach frz. 
V. 1974 in der wohnnng des pfÖrtners; 
doch entspricht auch das erstere 
germanischer sitte, vgl. A. Schultz 
a. a. 0. I^, s. 51: „Im garten hatte 
man lauben ... ja es wurden sogar 
die mablzeiten da im freien ein- 
genommen. 

20. hvargi — mina, „überaU wo du 
mir nützlich sein kannst". 

21. honunif danach ist aus M ein- 
zusetzen : ok , . . BOT hommh trü sina 



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58 



F16res wird in einem blumenkorbe in den türm getragen 



Flor« F16res wird in einem blumenkorbe irrtümlich in das zimmer von 

XTin. Blankiflurs frenndin E16ris gebracht. 

XVIII, 1. Sffian fellr bann & kn^ fyrir Flöres ok bauz 
at geraz hans maör. Flöres tok viÖ honum ok l^t bann sverja 
s^r eiöa. 

2. En er }?at var allt g9rt, ]>& msBlti Flöres: „Ek vil segja 
5 p6r mitt erendi. Hör er i ^essum turni unnasta mfn, Blanki- 

flür; fyrir hennar sakir hefi ek troöit margan ökunnan stig af 
Spania; }>ar var hon stolin frä mör. I>ar skaltu mör dugnaÖ 
til veita, at ek mega hana finna." 

3. Ok er dyrv9r8r heyröi J^etta, varÖ honum svä illt viÖ, 
10 at hann vissi varla, hvat hann skyldi at hafaz, ok mselti: 

„lUa hefir ]>ti mik blekkt meÖ fö )^fnu, ok )?in vizka hefir mik 
sÄrliga därat; en pat ver?$r minn bani, )?inn ok hennar. 4. Fae 
ek nu varla aptr kipt )7vi sem jätat er: gakk pü nü heim ok 
kom ä III ndtta fresti ; verÖ ek um at hugsa, hvat til räöa er." 

15 5. Flöres segir: „Dat er oflangt." 

Dyrv9r8r svarar: „Mör }?ykkir ofskamt, sakir dauöans." 
6. För Flöres heim, mjok hryggr. Pötti honum langt, 
)?vlat hann öttadiz eigi dauÖann, ef hann fyndi Blankiflür. 
7. Löt dyrvorör taka XII laupa störa ok fylla meÖ allskyns 

20 blöm, ok lata foera meyjunum, ok var j^etta til büit, p& er 
Flöres kom. 8. Löt hann Flöres fara i rauöan kyrtil, at hann 
skyldi samlitr viÖ blömit, ok sendi siöan sinn laup til hverrar 



= frz. V. 1985 f.: et puis li jure, 
Qu'en lui servir metra sa eure. 

Cap. XVIII. 1. iSida», von hier bis 
zum Schlüsse ist die hs. M dem texte 
zu gründe gelegt. 

7. par in zwei kurz aufeinander 
folgenden sätzen ist hart; gewiss 
hat an zweiter stelle ursprünglich 
nü gestanden; vgl. frz. v. 2001: or. 

12. sdrliga ddrat, ,, kläglich zum 
narren gemacht''. 

13. aptr kiptj „redressiert". 

14. vertf— hugsa entspricht der 
lesung von frz. B v. 2019: Joupor- 
penserai entretant; vgl. Sundmacher 
a. a. 0. s. 19. 



15. oflangtf „zu lange". 

16. oßkamt, ,;ZU kurz". Zu dem 
ganzen satze vgl. Iv. s. c. 5 (Ridd. 
sögur s. 96 " flf.) : Ncer mä ek sjd 
hann? Ä VII nätta fresti! kvatf 
meerin. Pat er oflangt! segir früin-, 
ähnlich frz. v. 1820 f. 

16. saJdr dautians, näml. den wir 
sicher zu erwarten haben; vgl. frz. 
V. 2023 f. und schw. v. 1291. Die 
sehr abrupte ausdmcksweise dürfte 
auf eine ungeschickte kürzung sei- 
tens des Schreibers von M zurück- 
zuführen sein. 

22. samlitr m3F, „von derselben 
färbe wie". 



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und gelangt versehentlich zuerst in das zimmer der E16ris. 



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meyjar. Ok er lauprinn var biiinn, kallar bann til Bin II Flor. 
sveina. XTHI. 

„FoeriÖ Blankiflür ok skundiÖ aptr!" 9. En J?eir bdru i 
brott, ok yötü mjok }?ungt; b9lvu8u )^eir j^eim, er i fyldi. 

„Lätum or sumt!" 5 

„Neu" sagöi annarr; „ef vit gerum )?at, ]>& geldr hryggr 
okkarr." 

Gengu )?eir upp ok hitta eigi r6tt ä klefana, )?viat J?eir 
viku til hoegri handar, en klefi Blankiflür var til vinstri handar; 
settu )?ar niör laupinn, sneru i brott. 10. Elöris )?akka8i J?eim 10 
ok las bl6mit. HugÖi Flöres, at bann mundi kominn til Blanki- 
flür, hljöp upp or laupnum; en Elöris varö nü hrsedd ok tök 
at grata, svä at meyjarnar heyröu. Gengr Flöres nü skjötliga 
aptr i laupinn ok bar ä sik blömit, lä kyrr ok hugsaÖi, at nü 
mundu svik i vera. 11. Kömu nü meyjarnar allar, er 1 väru 15 
turninum, ok spurÖu, hvat benni var. Kom benni ]>& l hug, at 
J?at mundi vera unnasti Blankiflür, sä er bon barmaöi opt, ok 
mundi vera misborit, bugleiddi nü, bversu bon skyldi andsvara 
}?eim, ok mselti: 



1. lauprinn, näml. in weichem 
Flöres verborgen war". 

3. Fcerid' — aptr ist gekürzt; schw. 
v. 1310 f. setzt hinzu: lak veet thz 
8wa visseliky Therfore skall hon 
thakka mik = frz. v. 2054. 

skunditif „eilt". 

5 — 7. Ldtvm — okkarr = schw. 
V. 1317 ff. ist ein nicht übler zusatz 
des sagaschreibers; vgl. Klockhoff 
a. a. o. s. '29. 

6. 7. ßd — okkarr, „dann wird unser 
rücken dafür büssen", d. h. dann 
bekommen wir prügel. 

9. hcegri — vinstri handar, im 
nordischen texte ist rechts und links 
vertauscht; frz. v. 2063 f. liegt BL's 
zünmer auf der rechten seite. 

10. Die träger übergeben den korb 
dem in dem falschen zimmer woh- 
nenden mädchen; vgl. schw. v. 1322: 
Ok fingo thet een andre iomfru rika 
= frz. V. 2066 : C